Wirklich Wunderfilter Optolong L-eNhance und L-eXtreme?

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Für mich sind es wunderfilter.
Wohne in bortle 4, auch in dunklen Regionen möchte ich schmalband nicht missen

Der Detail Unterschied ist enorm. Kriegt man mit einfachen Lights nicht hin.
 
Moin,

ein echter Wunderfilter wäre ein DSF - daylight suppression filter - den gibt's aber immer nur am 1. April ... :(

CS
Jörg
 
Für mich sind es wunderfilter.
Wohne in bortle 4, auch in dunklen Regionen möchte ich schmalband nicht missen

Der Detail Unterschied ist enorm. Kriegt man mit einfachen Lights nicht hin.
kann ich nur bestätigen.
Und ich würde gleich den L-eXtreme nehmen.
Warum das Zweitbeste wählen. ;)

Bild aus meinem Album:

Hätte ohne den L-eXtreme nie so ausgesehen.

Gruß
Peter
 
Hab leider nur den l enhance. Nur ihn gab es als Clip in sonst hätte ich den extreme genommen.
Man merkt leider bei Mond ein leichten Unterschied.
 
Der Antlia AP-T Filter hat anscheinend weniger Halos als der L-Extreme und eine Bandbreite von 5nm. Ich finde, das ist eine gute Alternative, die man in die Auswahl mit einbeziehen kann.
Durch die steileren Flanken des Kurvenprofils der Wellenlängen entstehen nach einem Bericht die geringeren oder gar keine Halos.

CS Tom
 
Hallo zusammen,
ich verwende den L-eXtreme. Macht sich prima in Vollmondnächten. Ist ne tolle Ergänzung zu den Farbaufnahmen. Finde aber auch Falschfarbenbilder ganz interessant.
Wohne in einer Bortle 4 Region. Anbei ein Beispiel zu welchen Ergebnissen ich mit und ohne L-extreme Filter komme.

CS
Thomas
 

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Hallo zusammen,
ich verwende den L-eXtreme. Macht sich prima in Vollmondnächten. Ist ne tolle Ergänzung zu den Farbaufnahmen. Finde aber auch Falschfarbenbilder ganz interessant.
Wohne in einer Bortle 4 Region. Anbei ein Beispiel zu welchen Ergebnissen ich mit und ohne L-extreme Filter komme.

CS
Thomas
Sorry, wenn ich enttäusche, aber mir gefällt die RGB-Aufnahme besser. Die L-Extreme-Aufnahme ist einfach nur rot. Viele Farbnuancen gingen dort verloren, dafür ist das Bild etwas schärfer.
Aber nachdem du beide Versionen hast :LOL:,kannst du sie ja vielleicht kombinieren?
 
Moin,

die beiden Vergleichsaufnahmen sind farblich insgesamt unausgewogen. Ach die RGB-Variante bedarf der Farbkalibration, so wirkt sie nur violett, die Aufnahme mit Halpha ist zu stark mit Halpha aufgehübscht dass sie nur noch rot ist. Das zeigt wie kritisch das Verfahren ist. Nur weil man "viel" Signal hat heißt das nicht dass das Bild das auch "verträgt".

CS
Jörg
 
Hallo Tahir und Jörg,
diesen Filter verwende ich seit ein, zwei Monaten. Vorher hatte ich mich ausschließlich mit den "normalen" Farbaufnahmen beschäftigt. Beim Ha+OIII ist sicher noch viel Luft nach oben. Aber es ist wohl völlig normal, das am Anfang nicht gleich alles passt. Wie kann es auch? Dieses Hobby besteht aus probieren, testen, Tutoriales schauen, lesen, Fehler machen und dazu lernen. Und jeder entwickelt wahrscheinlich einen eigenen Workflow seine Bilder zu bearbeiten, sonst würde ja alles gleich aussehen.
Danke für die Hinweise :)

CS
Thomas
 
Hallo Joachim,

dein folgender Nebensatz hat mein Interesse geweckt.
Daher verwende ich persönlich gegen den Strom mit OSCs eher breitbandige Filter, Duoband, UHC. Wenn ich in der Galerie meine Bilder mit denen von anderen vergleiche, sehe ich keine wesentlichen Nachteile dadurch.

Ich wollte gerade mal deine "eher breitbandigen" OSC Bilder in deiner Galerie betrachten - leider (für mich!?) "Zugang verweigert", sozusagen.

Erst seit wenigen Wochen habe ich meine erste reinrassige Astrokamera, eine ASI533MC Pro, die angebliche eine gute Wahl für Einsteiger und als Allround-Kamera sein soll. Nachdem meine ersten Versuche damit krachend gescheitert sind – im Beratungsgspräch wurde ich nicht darauf hin gewiesen, dass ich für diese Kamera unbedingt einen IR/UV-Cut Filter benötige, wenn ich nicht nur Sternenmatsch fotografieren will – muss ich mich nun also Wohl oder Übel mit dem Thema "Filter" beschäftigen.

Je mehr Beiträge ich in Foren lese und je mehr (gesponserte / Werbe-) Beiträge auf YouTube und sonstwo im Netz, desto eher wächst meine Verunsicherung anstelle des erwarteten Erkenntnisgewinns.

Nach dieser Vorrede: Ich habe bisher ~2 Jahre lang mit Freude und erfreulichen Ergebnissen mit nicht modifizierten(!) Canon DSLRs und tendenziell hochklassigen EF-Objektiven fotografiert. Vor gut 1 Jahr kam mir dann die Idee, einen ~25 Jahre alten UHC-2"-Filter aus der Zeit meiner intensiven visuellen Beobachtung am Dobson in die Filterschublade des sehr guten Canon EF 1:2.8/300mm L IS USM zu stecken .... und die Ergebnisse haben mich begeistert!

Nun frage ich mich (und alle hier mit Lesenden), ob ich diesen UHC-Filter nicht einfach in meine neue ASI533MC Pro einschrauben und ähnlich sympathische Ergebnisse erhoffen könnte? Ich müsste mir doch eigentlich bei Verwendung dieses UHC-Filters den Neukauf eines UV/IR-Cut Filters ersparen können!

Oder übersehe ich Ahnungsloser gerade etwas ... ?

Wie gesagt, wäre schön, wenn ich mal rein schauen könnte, was du so alles mit dem UHC-Filter fotografiert hast.

Viele Grüße aus den Alpen,
Frank
 
Hallo Frank,

einfach ausprobieren - es wurde noch kein Teleskop oder keine Kamera durch einen Filter beschädigt.

Normalerweise reicht ein Luminanzfilter (UV/IR-Cut) in einer der Qualität der Optik angepaßten "Fensterbreite" - ein UHC ist ein strenger Lichtverschmutzungsfilter, der den Kontrast anhebt, in dem er die Lichtverschmutzung ausblendet.

In wie fern er die Farben verstellt, da er einen großen Teil des Spektrums ausblendet, hängt vom Filter, seinen Durchlaß- und Sperrbereichen ab. Und er schluckt entsprechend Licht, vor allem von Kontinumsstrahlern, während die Linienstrahler durchkommen.

Ich empfehle, es zu testen, dann siehst Du, ob es Dir gefällt. Da Du Dir nichts vergibst kannst Du danach immer noch entscheiden, ob Du auf einen L-Filter wechselst.

CS
Jörg
 
Nach dieser Vorrede: Ich habe bisher ~2 Jahre lang mit Freude und erfreulichen Ergebnissen mit nicht modifizierten(!) Canon DSLRs und tendenziell hochklassigen EF-Objektiven fotografiert. Vor gut 1 Jahr kam mir dann die Idee, einen ~25 Jahre alten UHC-2"-Filter aus der Zeit meiner intensiven visuellen Beobachtung am Dobson in die Filterschublade des sehr guten Canon EF 1:2.8/300mm L IS USM zu stecken .... und die Ergebnisse haben mich begeistert!
Hallo Frank,

die visuellen UHC Filter machen gegen IR nicht zu. D.h. für die brauchst du auch wieder einen Luminanz Filter mit der ASI533. Deine unmodifizierte DSLR hat einen IR Sperrfilter schon verbaut, d.h. da stört das nicht.

Du kannst auch den Luminanzfilter auch hinter den UHC Filter setzen. Könnte natürlich Reflexe machen, aber da du beide Filter dann eh hättest, warum dann nicht probieren? Einen Luminanzfilter brauchst du sowieso. Ein guter L Filter ist nicht so teuer. Für die ASI533 reicht ein 1,25" Filter. Das ist auf jeden Fall <100€.

Auf das Bild müsste man doch eigentlich zugreifen können?!?

Der UHC Filter, den ich dafür verwendet habe, ist auch gegen IR offen, ist aber im Blauen relativ schmalbandig. Die Farben bleiben relativ natürlich. Allerdings ist mir das eher egal, da ich Farben sowieso so anpasse, wie es mir am besten gefällt.

Das ist der hier:

Die astromodifizierte Kamera hat einen IR Sperrfilter verbaut, der aber H Alpha voll durchlässt. Für einen Bortle 4 Himmel ist das völlig ausreichend. Das geht durch den schmalen Durchlass im Blauen gut bis Halb-/Dreiviertelmond. Das Mondlicht wird hauptsächlich im Blauen gestreut. Bei Vollmond muss man allerdings trotzdem Abstriche machen und möglichst weit wegbleiben.

Die ganz schmalbandigen Filter sind natürlich im Prinzip bei Mond am besten. Je heller der Himmel, desto größer der Vorteil. Da die Lage des Durchlassfensters von der Blende abhängt, würde ich an deiner Stelle allerdings aufpassen, dass du bei deinen f/2 noch den vollen Durchlass bei den Emissionslinien hast, bevor ich mir einen kaufe.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Joachim,
habe da auch eine Frage zur Verwendung eines UV/IR Sperrfilters. Ich verwende ebenfalls einen Clipfilter, allerdings CLS an der astromod EOS. IR ist damit weit offen. Objektiv ist ein altes Tele. Wäre es mit IR Sperrfilters zusätzlich schärfer?
VG Frank
 
Hallo Frank,

das kann ich dir nicht sagen. Es kommt auf den Filter und die Kamera an.

Wenn dein CLS Filter sowieso kein IR durch lässt, bringt ein Luminanzfilter nichts.

Bei der Kamera ist es genauso. Wenn bei deiner Modifikation noch ein IR Sperrfilter in der Kamera ist, bringt es nichts. Meine Kamera ist so modifiziert, dass sie noch einen IR Sperrfilter enthält. Daher brauche ich keinen zusätzlichen Filter. Wie das bei deiner Kamera ist, musst du bei dem erfragen, der sie modifiziert hat.

Grüße,
Joachim
 
Hallo Joachim,
danke für deine Infos. Dann passt das ja!
Der CLS macht bei 700nm dicht. Ich habe meine zwei EOS 1000Da selber umgebaut. Eine ohne Highpass und die zweite ist full spectrum mit Klarglas Kassette von Astronomik.
VG Frank
 
Die CLS Filter gibts auch in zwei Varianten. Nur wenn explizit CLS-CCD drauf steht, ist Uv/Ir Cut mit an Bord

LG
Olli
 
Hallo Olli,
der wäre dann in der full spectrum erforderlich. Hab ja noch den IR Sperrfilter drin.
VG Frank
 
Die breiteren Dual-Schmalbandfilter haben halt ein Problem: Sie nehmen auch einige andere Spektrallinien auf. H-Beta liegt zum Beispiel liebt bei ca. 486 nm. OIII bei 496nm und 501nm. Das ist relativ nah beieinander. Mit einem L-Enhance "verfälscht" man das OIII-Signal daher mit dem H-Beta, was praktisch identisch zum Halpha ist. Wie "schlimm" das ist hängt natürlich vom Objekt ab. Hat das Objekt wenig OIII und viel Ha/Hb, macht das den Grün- und Blaukanal ziemlich überflüssig. Damit "verbaut" man sich ein wenig die Möglichkeit später doch mal Falschfarbenbilder zu machen (zumindest bei einigen Objekten).

Außerdem lassen breite Filter natürlich grundsätzlich mehr "Fremdlicht" (Himmelshintergrund, Mond) durch und erzeugen daher einen helleren Hintergrund (und damit ein schlechteres Signal-/Rauschverhältnis). Wie stark sich das bei Dir überhaupt lohnt unter Bortle 4 musst Du aber selbst ausprobieren. Der Vorteil als "Lichtverschmutzungsfilter" ist vermutlich eher gering (außer bei Mondschein und dunstiger Luft). Aber die klare Trennung von OIII und Halpha ergibt halt zusätzliche Möglichkeiten in der Nachbarbeitung - egal ob mit oder ohne RGB.

Daher würde ich auf jeden Fall zum L-Enhance raten, wenn der Preis eine Rolle spielt. Oder halt den IDAS NBZ, der hat ca. 10nm Bandbreite und wird in den internationalen Foren ziemlich gelobt. Oder halt "richtig schmal", mit dem Antlia Alp-T, Optolong L-Ultimate oder Altair Dual 4nm.

Ciao, Udo
Hallo,

das kann ich auch bestätigen. Ich nutze den L- Enhance mit einer modifizierten EOS 1100D, und Siril zur Trennung von OIII und Ha. Das OIII Signal ist bei den meisten Objekten eher dürftig, während H Alpha meist ganz gut geht. Auch merkt man, dass H Beta eher stört, als nützt. Entsprechend muss ich bei der Bildbearbeitung auch ganz schön kämpfen.
Ich denke , den Extreme sollte man eher mit einer empfindlichen Astrokamera nutzen, der Enhance ist für DSLR besser, weil einfach mehr Licht durchgeht.
Vielleicht nützt ja ein Besuch bei Astrobin, da kann m.E. gut verschiedene Setups vergleichen.

Gruß Moritz
 
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