Wucher bei Gebrauchtwaren

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Oliver_Schulz

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Hallo Sternfreunde,
jetzt muss ich doch mal etwas loswerden, was mich seit geraumer Zeit ärgert: Wenn Verkäufer von Gebrauchtwaren als Preisbasis die aktuellen Neupreise heranziehen und versuchen, für ihre alten Sachen noch mehr herauszuholen, als sie damals selbst bezahlt haben, finde ich das moralisch zumindest fragwürdig. Ok, es braucht ja niemand darauf einzugehen.
Wenn dann aber noch als Preisbasis Neupreise genannt werden, die frei erfunden (?), zumindest aber nicht realistisch sind und auch bei keinem der Händler, bei denen ich nachgeschaut habe, aufgerufen werden, dann finde ich das schon extrem dreist und bewusst irreführend. Drastischer möchte ich es nicht formulieren.
Aktuell wird wieder ein Okular angeboten, bei dem ein Neupreis genannt wird, den ich nirgendwo gefunden habe und der tatsächlich bei einigen Händlern um bis zu 24€ niedriger ist.
Also Augen auf beim Gebrauchtkauf und lasst euch nicht über den Tisch ziehen.
So, das musste ich mal loswerden.
Viele Grüße und allzeit klaren Himmel!
Oliver
 
Hallo Oliver,

Deinen Ärger kann ich einerseits nachvollziehen, andererseits richten sich die Preise für Güter jeder Art eben immer nach Angebot und Nachfrage.

Extremes Beispiel wäre ein Gemälde, das Dein Opa vor 100 Jahren für 100 Mark gekauft hat. Du hast es geerbt und es ist heute 1 Mio wert... würdest Du es für für 100 Mark (= 50 Eur) verkaufen wollen??? Sicher nicht.

Als ich vor drei Jahren mit der Astronomie angefangen habe, kostete ein C8 neu noch unter 1000 Eur, inzwischen sind es fast 1500 und die Geräte sind nicht verfügbar. Wenn ich damals ein neues C8 gekauft hätte und wollte es jetzt verkaufen, sehr guter Zustand vorausgesetzt, würde ich es auch nicht für 800 Eur hergeben. Sorry.

Das obige Beispiel mit der Kunst mag etwas extrem sein, aber tatsächlich entwickeln sich gute Optiken gerade zu so etwas wie Wertanlagen und die Preise werden in naher Zukunft sicher nicht fallen...

CS.Oli
 
Wie heißt es so schön: Der Markt reguliert das. Aktuelles Beispiel aus meiner Erfahrung: Ich habe ein volles Jahr auf die Lieferung meines Pierro ADC gewartet. Zwischendurch habe ich sogar auch mal nach gebrauchten gesucht. Super begehrt, das Teil und die Lieferzeiten werden immer noch ständig nach hinten geschoben. Das könnte ich - im Neuzustand - sicher für 20% übern Neupreis los werden. Seriös finde ich sowas auch nicht, aber es wird ja keiner zum Kauf gezwungen...
Und nein - bitte keine Anfragen, ich möchte ihn nicht verkaufen!! ;)
 
Alles ist soviel Wert, wie ein anderer [zensiert] bereit ist, dafür zu zahlen...

Grüße
Hartmut
 
Ich gebe euch ja Recht: Niemand ist gezwungen, sowas zu kaufen. ABER: Wenn dann Neupreise angegeben werden, um, gelegentlich auch mit Verweis auf die 2/3-Faustregel, zu zeigen, wie günstig das Angebot ist, diese dann aber nicht nachvollziehbar sind, wird’s für mich bedenklich!
 
Wenn Verkäufer von Gebrauchtwaren als Preisbasis die aktuellen Neupreise heranziehen und versuchen, für ihre alten Sachen noch mehr herauszuholen, als sie damals selbst bezahlt haben, finde ich das moralisch zumindest fragwürdig.
Hallo,

das habe ich auch schon bemerkt. Allerdings kann ich hier nichts verwerfliches erkennen. Es gilt eben Angebot und Nachfrage und der Markt regelt den Preis.

Die Okulare, welche ich vor 10 Jahren gekauft habe, kosten heute neu mehr als das doppelte und werden gebraucht immer noch teurer gehandelt als damals neu. Trotzdem verkaufe ich sie nicht, sonst hätte ich ja keine mehr.

Bei Immobilien ist es doch noch schlimmer. Oder würde jemand sein Haus heute für weniger verkaufen als er vor 20 Jahren bezahlt hat?

Es ist ja niemand gezwungen zu kaufen und manchen Anzeigen sieht man auch recht lange im Bieteforum. Das deutet oft darauf hin, dass der Preis vom Markt nicht als angemessen betrachtet wird.

Gruß

Carsten
 
Desweiteren sollte jeder in der Lage sein das Objekt seiner Begierde in google einzugeben und…Voila…

Gruß
Ralf
 
Hallo!

Dieses Lamento kann ich jetzt ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Wir sind jetzt zwanzig Jahre lang verwöhnt worden mit immer besseren Produkten zu immer günstigeren Preisen. Wenn 2015 eine Montierung oder ein Fernrohr 1000 Euro gekostet hat, dann hat man für dasselbe Teil (wenn es noch in Produktion war) oder ein verbessertes Nachfolgemodell im Jahr 2020 vielleicht noch 800 Euro bezahlen müssen. Da hat man sich als Kaufinteressent natürlich auf den güsntigeren aktuellen Neupreis bezogen: „Ist mir doch egal, was Du da mal dafür bezahlt hast. Jetzt bekomme ich es neu für 800 mit Garantie und vielleicht legt mir der Händler ja auch noch ein Okular mit ins Päckchen. Da musst Du schon weit drunter bleiben damit ich Dir dein altes Ding abnehme!“. Paradiesische Zeiten für Gebrauchtkäufer und Schnäppchenjäger.
Jetzt ist es halt anders herum und die Verkäufer dürfen sich freuen. Wird sicher nicht lang anhalten dieser Zustand. Und mit Wucher, wie im Threadtitel geschrieben, hat das überhaupt nichts zu tun.

Grüße
Maximilian

PS: Begehrte Objekte sind schon immer über Neupreis gehandelt worden. Von Wucher hat da nie jemand gesprochen. Selber habe ich auch mal für ein Miyauchi Fernglas mehr als den letzten Neupreis bezahlt (es war zu dem Zeitpunkt gerade nicht mehr in Produktion). Weil ich genau wusste, dass es in einem Jahr noch teurer sein wird. Und dem Verkäufer habe ich nicht den geringsten Vorwurf gemacht, im Gegenteil, ich war froh dass er es mir verkauft und nicht darauf spekuliert hat, dass es noch wertvoller wird wenn er länger wartet.
 
Hi

ich würde hier auch nicht von Wucher sprechen wollen.
Es ist weder von der Definition her zutreffend, als auch in der Sache.

Einen Verweis auf die aktuellen Preise halte ich nicht für verwerflich,
auch wenn oft wirklich so ist, dass der Verkäufer auf dem aktuellen Niveau sogar einen Schnitt macht.
Aber, wer die Optik haben will, muss jetzt EUR x bezahlen und kann sich bei keinem Händler auf auf "früher" beziehen.

Unschön finde ich allerdings auch, wenn hier unwahre Bezugspreise genannt werden.
CS
 
Hallo,
unwahre Neupreise sind einfach Betrug und über 24€ bei einem Okular auch nur die Stirn in Falten zu legen ist einfach lächerlich.
CS
Dieter
 
Hi, ganz einfach einfach nicht kaufen .
Gruesse
Claude
 
Was ich als Wucher empfinde, ist, wenn Leute ihre gebrauchten Sachen teurer als den AKTUELLEN Neupreis verkaufen wollen. Klar, einfach nicht kaufen, aber asozial ist sowas trotzdem.
LG, Olli
 
Ich finde es auch teilweise lustig, auf welcher Grundlage Gebrauchtpreise kalkuliert werden, aber die Nachfrage bestimmt den Preis. Man sieht ja auch nicht selten, wie schnell Verkäufer von ihren Preisvorstellungen herunterkommen, wenn niemand anbeißt. Zur Zeit profitieren Verkäufer davon, dass viele Sachen lange Lieferzeiten haben. Wenn die Sachen wirklich neuwertig sind, wie sie oft angeboten werden, dann ist es umgekehrt auch ärgerlich, sie als Verkäufer verramschen zu müssen. Sinnlos, sich darüber aufzuregen. Bei unwahren Aussagen ist das was anderes, unabhängig vom Preis.
 
Derzeit sind z. B. high-end Apos deutlich teurer als Ihr Neupreis, weil es sie einfach neu nicht mehr zu kaufen gibt und es vermutlich niemals mehr etwas besseres geben wird.
Da werden z. T. irre Preise gezahlt.

Beispiele:
APQs
Tak FCs und FCTs
AOM FLTs
AP 160, 155, 178
die meisten LZOS, v. a. im TMB-design

Hier kann ich eine gewisse Preisgestaltung bei breiter Zahlungsbereitschaft durchaus verstehen...
 
Hallo Oliver,
dieses Thema hatten wir vor Kurzem schon einmal. Hier kannst Du fast den gleichen Wortlaut lesen, und die Antworten sind auch sinngemäß die gleichen.
Ich sehe im Übrigem nach wie vor keinen Wucher. Ich sehe Chancenverwertung. Und da ist nichts Verwerfliches dran. Es ist doch absolut legitim, bei einem Gebrauchtverkauf einen möglichst hohen Verkaufspreis anzustreben. Und wer es mit dem Verkauf nicht gerade eilig hat, kann auch versuchen, den Preis ein bisschen höher anzusetzen.
Wer’s allerdings übertreibt, mit seiner Preisvorstellung, bleibt halt auf seinen Sachen sitzen.

Aber eins ist klar: solange das Geld gegeben wird, solange wird es auch genommen.

CS

Dietmar
 
Dann bin ich Mal gespannt ob ich ich für meine M42 Objektive von Vivitar (Komine zu erkennen an der Seriennummer 28..) in 2 Jahren noch ein Brot kaufen kann.

Grüße
Dietmar
 
Hallo Forum,
ich gebe Oliver recht. Es haben sich einige unangenehme Entwicklungen hier letztens gezeigt. Einerseits haben Verkäufer zum Teil wirklich seltsame Vorstellungen hinsichtlich eines möglichen Verkaufspreises, zum anderen erfolgen oft einfach keine Antworten mehr. Eine einfache Nachricht "hab ich schon verkauft" oder "hab kein Interesse mehr" ist doch nicht zuviel verlangt. Früher dachte ich, unter Astronomen gibt es keine Beschiss und keine schlechten Manieren. Ich höre mich vielleicht an wie mein Großvater, aber ich ärgere mich darüber eben.
CS für alle ehrlichen Astrofans mit gutem Benehmen
Harald
 
Hallo!
Was ich als Wucher empfinde, ist, wenn Leute ihre gebrauchten Sachen teurer als den AKTUELLEN Neupreis verkaufen wollen. Klar, einfach nicht kaufen, aber asozial ist sowas trotzdem.
Das gab es bei Sachen mit langen Lieferzeiten immer schon, nicht nur im Astrobereich. Oft sind es dann gar nicht die Verkäufer, sondern sogar Käufer, die die Preise in die Höhe treiben. Weil sie genau dieses eine Ding und kein anderes unbedingt jetzt sofort haben wollen. Das kostet dann eben Aufpreis. Wucher ist es trotzdem nicht.

Grüße
Maximilian
 
Nur mal so als Beispiel da sucht ein Sternfreund schon ewig ein Vixen HR 3,4mm Okular, er würde den Neupreis + 50% zahlen. So, wer würde jetzt sagen „ne ne lass mal, zahle mir lediglich 2/3 von meinem damaligen Neupreis“.
Genau, sehr wahrscheinlich keiner! ;)

Gruß
Ralf
 
Ich empfinde es als solchen, viele Andere tun das auch. Ist halt nicht jeder gleich.
er würde den Neupreis + 50% zahlen. So, wer würde jetzt sagen „ne ne lass mal, zahle mir lediglich 2/3 von meinem damaligen Neupreis“.
Genau, sehr wahrscheinlich keiner! ;)
Ich würde nie mehr verlangen als ich selbst bezahlt habe.
Derartig bereichernden Kapitalismus bekommen wir schon genug aufgezwungen, das muss im Privaten nicht auch noch praktiziert werden.
Eitel geht die Welt zugrunde.
LG, Olli
 
Derartig bereichernden Kapitalismus bekommen wir schon genug aufgezwungen, das muss im Privaten nicht auch noch praktiziert werden.
Ethisch gesehen ist es schon lange zu spät... wer nicht rafft, bleibt über, wer nicht spart, ist dumm. Der kleine Mann muss für ein Fernrohr dasselbe zahlen wie ein Multimilliardär. Klar, denn jedem Ding wird ja der innewohnende Wert zugeschrieben. Und nicht die Frage gestellt: "wieviel kannst Du geben?".

Der ganze Markt hingegen funktioniert umgekehrt. Jeder Produzent, jeder Händler fragt: "um wieviel kann ich das verkaufen"? Und plötzlich sollen LZOS Linsen Gold wert sein und angeblich wird diese Qualität nie wieder kaufbar sein... da merkt man, wie Mythen geschaffen werden, die den Wert steigern sollen. Statt zu sagen: LZOS war mal, sagt man LZOS ist jetzt ein Mythos und unbezahlbar. Und die Kohle soll wieder fließen... was völlig absurd ist, denn in 100 Jahren interessiert es keinen Menschen mehr, was wir heute da verwenden, wir zahlen ja auch für ein altes Zeiss nicht den dreifachen Preis von damals, sondern kaufen eben einen farbreinen Tak oder Esprit oder was immer... :coffee:

Wir fallen auf unsere eigene Werbung und selbst gemachten Narrartive herein, wenn wir denken "das kommt nie wieder". Alles kam wieder, und das meist besser. :D Auch wenn die Lieferzeit länger wird und das Zeug leider teurer.

lg
Niki
 
Man muss die Gebrauchtmarktpreise im Gesamtkontext betrachteten. Dass derzeit die Verfügbarkeit diverser technischer Geräte durch Probleme in den Lieferketten beeinträchtigt ist, ist denke ich jedem bekannt. So treibt es dann eben auch die Preise für gebrauchte Geräte in die Höhe. Das ist z. B. auf dem Automobilmarkt ganz genauso. Weniger bewusst ist vielen Menschen der Faktor Inflation. Spätestens seit 2021 sollte jedem jedoch klar geworden sein, dass Dinge in naher Zukunft nicht mehr günstiger werden. Die reale Inflation ist schon seit vielen Jahren deutlich über den offiziellen und "schöngerechneten" Werten, sofern man nur Sachwerte in realistischem Maße mit einbezieht.
Es macht daher wenig Sinn einen Nominalpreis von vor X Jahren zu nennen und dann 2/3 davon als gerechtfertigten Verkaufspreis anzusetzen. Für den Käufer gut, für den Verkäufer schön blöd ;). Vorausgesetzt der reale Nutzwert des Artikels hat sich nicht signifikant vermindert durch neue Entwicklungen o. Ä. Das ist z. B. bei guten Optiken der Fall.
Wir haben auf dem Astromarkt in den letzten Jahren stark davon profitiert, dass asiatische Firmen durch große Stückzahlen und günstige Produktionskosten die Preise für viele Geräte stark drücken konnten. Der Boom ist aber meiner Ansicht nach erstmal vorbei.
Ich finde diese Entwicklung auch nicht schön - leider ist das aber die neue Realität in der wir leben. Und hohe Preise auf dem Astronomie Gebrauchtmarkt sind da eher die kleineren gesellschaftlichen Probleme...
 
sagt man LZOS ist jetzt ein Mythos und unbezahlbar.
Hehe, LZOS war -für mich zumindest- auch vorher schon unbezahlbar ..

Tja, es finden immer viele den Kapitalismus toll , wie auch unser Finanz-(Schw)Lindner , "..das regelt der Markt .. " , aber nur solange, wie sie davon profitieren. Wenn der Markt es auf einmal so regelt, dass man Nachteile hat, schreien selbst die grössten Deregulierer (siehe Lindner und sein Tankrabatt) sofort alle nach staatlichen Eingriffen. Ich fordere also einen Astro-Rabatt ! Der Staat muss sich um seine Bürger kümmern, und einen Ausgleich für gestiegene Preise bei Astroartikeln schaffen !!! Sofort !!! :LOL:
Ansonsten kann ich mich dem obigen Post (und anderen ähnlich gelagerten..) weitgehend anschliessen...
-cb
 
Hallo!
Ich würde nie mehr verlangen als ich selbst bezahlt habe.
Dann darfst Du Dir nie eine Aktie kaufen :p

Wo es für mich in Richtung „Wucher“ geht (obwohl das immer noch nicht das richtige Wort ist, denn dafür gibt es eine klare Definition) ist, wenn - um auf unserem Sektor zu bleiben - Fernrohre als Spekulationsobjekt mit Gewinnerzielungsabsicht gekauft werden (Händler aussen vor natürlich). Wenn ich heute ein 130mm Starfire bestelle, dann wird das in zwei, drei oder erst fünf Jahren ausgeliefert. Sobald ich den Liefertermin kenne kann ich es inserieren und meine Lieferposition an den Höchstbieter weiterverkaufen. Mit fettem Gewinn. Das geht auch mit Autos und Flugzeugen, einige Billigfluglinien verdienen damit mehr Geld als mit den Flugtickets. In der freien Wirtschaft lasse ich mir das gefallen, im Hobbybereich, von Amateur zu Amateur, ist es natürlich unschön.

Oder ein anderes Beispiel mit astronomischem (Rand-) Bezug: Vor 14 Tagen hat Swatch zusammen mit Omega eine von der legendäre „Moonwatch“ inspirierte Uhr herausgebracht (jetzt allerdings als „Moonswatch“). Das war ursprünglich die Uhr, die von den Apolloastronauten auf dem Mond getragen wurde. Jetzt gibt es eine Serie von 11 Uhren, eine für jeden Planeten (inklusive Pluto!), die Sonne und natürlich den Mond. Die Fans und Spekulaten sollen vor den ausgewählten Swatch Stores, in denen die Uhr herausgebracht wurde, stundenlang Schlange gestanden und innerhalb von Minuten alle Uhren an sich gerafft haben. Noch am selben Tag sind diese Uhren, offizieller Preis ist 250€, für vierstellige Beträge auf eBay und anderen Verkaufsplattformen aufgetaucht. Die Marsversion bietet zur Zeit jemand bei eBay zum Sofortkaufen Preis von 5000€ an. Wucher, Kapitalismus, Geschäftstüchtigkeit? Wer weiß. In diesem Fall ist es glücklicherweise in ganz tiefer Griff ins Klo für die Spekulanten geworden, denn auf der Swatch Seite konnte man immer schon lesen, dass diese Uhrenserie nicht limitiert ist und noch im Lauf den Monats April regulär bei Swatch online oder in jedem Swatch Store gekauft werden kann :)

Grüße
Maximilian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
Das Wort "Wucher" ist mM nach falsch in diesem Thread.
Es ist dem Verkäufer immer selbst überlassen, welchen Preis er für seine Gebrauchtteile verlangt. Die Entscheidung, ob der Verkäufer das Geld bekommt, liegt ganz alleine beim Käufer.
Wenn es ein Teil ist, das man so einfach nicht mehr bekommt und es will, ist es nicht verwerflich, auch mehr Geld zu bezahlen, als es "mal" gekostet hat.
Wenn ein Verkäufer etwas alltägliches (Ware, die immer mal angeboten wird) viel zu teuer verkauft, ist es seine alleinige Schuld, das er auf der Ware sitzen bleibt. Es sei denn, er trifft auf jemandem, die zu dem Sprichwort "jeden Morgen steht ein ........" zählt.
 
Nun, da kann man hin und her diskutieren. Angebot und Nachfrage regeln den Preis so ist's im real existierenden Kapitalismus.
Im real existierendem Sozialismus war es folgender Maßen:
Trabant gebraucht um die 11000 bis 15000 Mark. Neuer Trabi 8800 Mark, Wartezeit 18 Jahre.
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Das Wort "Wucher" ist mM nach falsch in diesem Thread.
Ja. Hier der Link zur Definition im BGB: § 138 BGB - Einzelnorm (das ist die offizielle Seite des Bundesjustizministeriums). Nicht in diesem Paragraphen lässt sich auf den Handel mit Hobbyartikeln anwenden. Ausser vielleicht der „erheblichen Willensschwäche“: Ich kann dem Drang, dieses Fernrohr sofort besitzen zu müssen, keinen weiteren Tag widerstehen ;)

Grüße
Maximilian
 
Hallo,
es gibt aber auch die ganz frechen Kunden / Käufer. Die einen unverschämt niedrigen Preis bieten. Ich habe Anfang des Jahres einen Artikel der zu Jahresbeginn neu 440€ kostete ( jetzt 480€ und nicht lieferbar ) für 330€ angeboten und für 310€ verkauft. Geboten hat einer 250€.

Bevor ich etwas verschleudere behalte ich es lieber oder wenn's was billiges ist, verschenke ich es.

Gruß Uwe
 
Hallo zusammen,

ich bin mir nicht sicher, ob der ein oder andere dies noch weiß…wie waren denn die Neupreise für C8 und Co vor knapp 40 Jahren?
Wesentlich teurer als heutzutage, selbst wenn ich den heutigen Europreis in DM umrechne.

Nicht zu vergessen die Lichtenkneckerpreise für einen 5-6 Zoll Refraktor +- 1974. Für den gewöhnlichen Sterblichen kaum erschwinglich zur damaligen Zeit und dem Gehaltsniveau der siebziger Jahre.

Also wenn man von „Wucher“ spricht, sollte man immer auch die langfristige Entwicklung im Auge behalten. Nicht alles wird zwangsläufig immer teurer, sondern in diesen Fällen billiger, zumindest auf die Sicht von ca. 40-50 Jahren.;) Und wenn ich noch das deutlich gestiegene Gehaltsniveau bis heute heranziehe, ist der Fall auch klar…

Schönen Sonntag Abend
Werner
 
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