www.zerochromat.com

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Peter Wise ist an mich rangetreten um seine Zerochromate zu vertreiben

www.zerochromat.com

was haltet Ihr von diesem Design ?

Ich werde rüberfliegen und mir den live anschauen

Danke für eure Meinung dazu

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Markus,

auf dieses Gerät von Peter Wise bin ich auch schonmal vor 'ner Weile gestoßen. Für umgerechnet ~3800€ bot er mal ein Ausstellungsstück an. Das Design ähnelt dem Schuppmann Medial Fernrohr. Ich finde der Zerochromat ist damit ein unpopuläres, aber interessantes "Nischenprodukt" mit einem Hauch Exklusivität.
Ein sehr kleinen Kreis von Sternfreunden wird es auch erreichen, da es mit Blende ~f12 ein sehr schönes apochromatisches 8" Planetenteleskop ist, wenn die Optik gut gefertigt und justierstabil gehalten wird.

Eine große plankonvexe BK7 Einzellinse läßt sich sehr gut in hoher Qualität herstellen. Ebenso die Korrektoreinheit, welche wohl aus einer Meniskuslinse + 2 Achromate(Relay-System) besteht.

Mit 1,5m Länge und ~11kg Gewicht braucht es meiner Meinung nach aber eine stabilere Montierung als die EQ6 auf der Abbildung.

Also schau es Dir an, wenn möglich auch durch und nimm's in die Hände. Kribbelt es dabei im "Unternehmerbauch" wirst Du dir sowieso eins zulegen. ;)

Übrigens gefällt mir vom äusserlichen her das ursprüngliche Design mit Carbon Tubus und der messingfarbenen Umlenkeinheit besser.

Gruß

Oliver
 
Hallo Markus,

prinzipiell ist natürlich zu sagen, daß immer dann, wenn eine große Korrektion kurz vor dem Fokus erfolgt, extreme Fertigungstoleranzen eingehalten werden müssen. Du hast hier ein System, das gegenüber dem bekannten Chromacorr noch mehr Farbe korrigieren muß (weil vorne eine Einzellinse statt eines Achromaten sitzt), und noch die Sphärische Abberation, sowie die Off-Axis Fehler hinbiegen soll. Ich wäre da sehr skeptisch, was eine Serie betrifft.

Clear skies

Tassilo
 
Mhhh, heute schrieb er und schlug mir das, das wir die Produktion übernehmen könnten und er als Berater zur Seite stehen würde, sehr komisch....
Dennoch durchschauen möchte ich schon mal, wahrscheinlich fliege ich mal zu Ihm in kürze Rüber, Liverpool ist ja nicht soweit.

Nun 6000 Pound , netto, da er noch kein Mwst Unternehmer ist , heisst ca. Euro 8.400 Brutto incl. Mwst , nicht wirklich günstig für solch günstige Komponenten. Für das Geld gibt es bereits echte 6" Apo's
 
Refraktor mit Spiegel und Justage

HalloLeute,

ergänzend zu dem was Tassilo schrieb:

Dieses Design taugt nicht für Refraktorianer.
Da sind Spiegel drin die Justiert werden müssen.
Das ist nicht das was der Refraktorfreund will.

CS,Karsten
 
Re: Refraktor mit Spiegel und Justage

Zum Thma Justage schreibt Peter :

Surprisingly, collimation is very simple and quick. The OG, small flat mirror and corrector assembly are all fixed and do not need to be ever moved by the user. This only leaves the large flat mirror - adjusting this takes out any inequalities in the system. The 3 control knobs need to be within about 1/3 of a turn to be set properly. This is usually done on a star at moderate to high powers. I find that it travels well, and does not need any adjustment between journeys. One useful trick is that atmospheric aberration can be tweaked out by adjusting one of the knobs.
 
Bevor ich 10 000 Euro für ein reines Planetengerät ausgeben würde, hätte ich aber eine Menge Fragen und Zweifel:

(1) Die Spot Rechnungen, die da gezeigt werden, gelten ja nur für zwei Wellenlängen, nämlich 501 und 656 nm, die dort als "blau" und "rot" bezeichnet werden:

"It is usual to use only these two wavelengths for blue and red, and to interpolate for the green."

Ob man 501 nm schon als "blau" bezeichnen kann, darüber kann man streiten. Mit Sicherheit decken diese beiden Wellenlängen nicht den vollen visuellen Spektralbereich bei der Planetenbeobachtung ab, von photographischen Anwendungen ganz abgesehen. Bei 400 und 700 nm sieht die Sache dann vermutlich nicht mehr annähernd so gut aus. Und ob die Wellenlängen dazwischen "interpolieren", ist auch nicht immer selbstverständlich.

(2) Farbabhängiger Fokus-Shift:

"One other point is that there is a small difference in focus between the 501nm and 656nm images of 0.55mm. As the instrument comes with an electronic focuser, it is simple to adjust the focus. The Moonlite focuser has a "click-stop" feature, so the distance between these just requires one click.

Das hilft aber nur bei monochromer Photographie mit Farbfiltern. Dem rein visuellen Planetenbeobachter nützt das nur, solange er immer nur mit Farbfiltern beobachtet, und wer macht das schon?

"Under very good sky conditions, it is possible to use a magnification of 500x, and the Zerochromat shows bright stars as perfect Airy discs, with faint diffraction rings. Inside and outside focus is textbook perfect. There is no chromatic aberration visible at all."

Kaum zu glauben bei dem chromatischen Fokus-Shift.

(3) Über eine Vergütung der Linsen findet man gar nichts. Für so viel Geld sollte man aber schon eine erstklassige Mehrschichtvergütung verlangen, zumal bei einem Planetenspezialisten.

(4) Feldgröße: ein f/12 Planetenspezialist mit 2.4 m Brennweite ist natürlich kein Richfield Gerät. Mit einem 2" Okular geht da maximal 1.1° an Feld durch, wobei davon die zentralen 0.5° abschattungsfrei sein sollen. Das wäre also ähnlich wie bei langsamen Maks und Schiefspieglern, mit denen dieses Design in direkter Konkurrenz stünde.

(5) Wie stabil die Justierung der gefalteten Optik sein wird, bleibt wohl für die ersten Käufer herauszufinden ...

Ist jedenfalls ein interessantes, wenn auch nicht völlig neues, Rohrkonzept. Vielleicht wird man ja auf UK-Starparties in Zukunft das eine oder andere Exemplar davon antreffen. Die hatten dort ja schon immer ein Faible für besondere Instrumente ...

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo Kollegen,
zaubern kann der Peter bestimmt auch nicht.
Das ganze ist im Grunde genommen ein Faltrefraktor wobei das korrigieren des Strahlenganges kurz vor dem Auszug passiert.
Da dies ein relativ langsames Gerät ist habe ich wenig Zweifel an der Korrekturfähigkeit des Korrektoreinheit.
Jedoch bezweifel ich das alles so unproblematisch bezüglich der Kollimation ist.
Natürlich ist es für den Hersteller weniger Kosten-Intensiv durch die geringeren Baugrößen der Otischen Elemente und nur einer einfachen Glaslinse (noch nicht mal Sonderglas ? ) vorne.
Die Kollimation dürfte jedoch nicht so einfach sein. Speziell die Korrektoreinheit.
Aber wie Rudi Karell schon gesagt hat: Lass dich überraschen !

Also viel Glück Markus, und berichte sobald du neues hast.


 
Re: Refraktor mit Spiegel und Justage

Hallo Markus,

das Ganze zeigt Verwandtschaft mit dem Tal APO nur ist der Strahlengang halt gefaltet um die f/12 noch handhaben zu können.
Befürchtungen das der hinten liegende Korrektor von den Fertigungstoleranzen zu anspruchsvoll ist um den Farbfehler zu korrigieren habe ich eher nicht.
Der beim Zerochromaten angegebene Farblängsfehler von 0,55mm zwischen 501nm und 656nm enttäuscht mich aber doch etwas, ein APO ist es nicht.

Leider sind hier ja nicht die üblichen Wellenlängen 486nm und 656nm in Relation zu Grün angergeben.
Ein brauchbarer RC Wert kommt da also nicht raus aber machen wir das Beste draus.
Die Schärfentiefe beträgt bei f/12 für 546nm 0,157mm in Relation dazu ist die angegebene Fokusdifferenz zwischen 501 und 656nm also um Faktor 3,5 größer.

Aber um wirklich was genaueres zu sagen müssten hier erst mal brauchbare Angaben sprich die SWD von 486/656nm zu 546nm her dann könnte man die Optik mal zb. mit einem Zeiss AS über den RC Wert vergleichen.

Das Monochromartisch im theoretischem Design ein hervorragender Strehl erreicht wird ist nun nichts Besonderes und ist so auch beim wesentlich günstigerem FH machbar.
Also nun wirklich kein Grund das als besonderes Merkmal des „Zerochromaten“ herauszustellen.

Das wirkliche Problem dürfte die Justage der Linsen sein.
Den bei derartiger Konfiguration bei leichter dejustage gerne auftretenden lateralen Farbfehler kennst Du ja schon vom Tal APO.
Das wird hier nicht anders sein und das ist der Knackpunkt für mich an der ganzen Geschichte.
Die Justage der Spiegel sehe ich weniger problematisch, ist halt nicht anders wie bei herkömmlichen Faltrefraktoren auch.

Wenn Du Dich für exotische Optiken interessierst und möglicherweise gar die Produktion übernehmen sollst würde ich Dir eine Alternative vorschlagen die ich hier vorgestellt habe.

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=109213

Ich sehe in dem vorgestelltem Schiefspiegler mit einfachem und leicht zu realisierendem 2Linsigem Korrektor und praktisch völlig farbreiner Abbildung (Polystrehl 0,993) die bessere Lösung gegenüber dem Zerochromaten.
Die sicher deutlich preiswerter zu realisieren ist.

Die Baulänge ließe sich sogar noch deutlich verringern.
Hier ein 200 f/15 mit 1100mm Abstand HS-SP.

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=109213&whichpage=7

Es sind für den Korrektor eine Plankonvex und eine Plankonkav Linse gleicher Brennweite nötig.
Eventuell wäre ja zumindest das anbieten eines solchen Korrektors, als justierbare Baugruppe oder wenigstens die beiden Linsen zum Selbstbau eines solchen Schiefspieglers interessant.

Grüße Gerd
 
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Re: Refraktor mit Spiegel und Justage

Hallo Markus,

ich bin nicht der Optikexperte, aber worin besteht für Dich der Vorteil bei diesem Design gegenüber einem Schiefspiegler? Schwer zu justieren dürften beide sein und ein Schiefspiegler ist doch deutlich kostengünstiger und farbrein, oder? Bei dem angedachten Preis würde ich einen echten, wenn auch kleineren APO vorzeihen. Meine persönliche Formel lautete IF D <= 150 mm THEN Refraktor ELSE Spiegel.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter

Zur Vergütung hat mir Peter geschrieben :
The coatings are all broad-band (approximately 0.3% reflectivity for the air-to-glass surfaces and 98% - 99% reflectivity for the mirrors).

Betreff Farbkorrektur hat er folgendes Bild geschickt, durch den Zerochromat aufgenommen

Link zur Grafik: http://bilder.apm-telescopes.de/images/secondhand/1142_5.jpg

Ich habe Ihn zum ITV eingeladen, durchschauen ist besser als seine Erläuterungen richtig zu Interpretieren.
 
Re: Refraktor mit Spiegel und Justage

Hallo Gerd, hallo Peter

Ich habe heute mal mit dem UK Peter telefoniert.Er versprach mir Bescheid zu sagen ob er mit einem solchen Teil zum ITV kommen kann.
Ich sprach Ihn betreff der Kosten an, diese sind laut Ihm derzeit auf einzelstückanfertigung kalkuliert und sein Carbontubus soll in UK sündhaft teuer sein, er hat 2.5 mm Wandstärke.
Nach dem heutigen Gespräch glaube ich das dieses Teleskop mit Tuben aus Alu aus Deutschland und Optiken aus Russland für ca. 5.000 bis 6.000 Euro incl. Mwst auf den Markt kommen könnte, vielleicht sogar etwas weniger, aber das muss geprüft werden.
Peter ist von seinem Produkt überzeugt und sagte, das teil sei visuell ohne jeglichen Farbfehler und die Justage sehr sehr einfach und sehr justagestabil.

Nun diese Aussagen die vielleicht im Gegensatz zu seinen theoretischen Angaben stehen, sind überprüfbar , indem wir durchschauen , was wir tun werden.

Er ist 1 Stunde von Liverpool entfernt, leider ist sein Klima so, das es extrem oft bewölkt ist und er absolut keine Wettervorraussage machen kann, oft ist es als mal ein paar Stunden am Abend klar. Vielleicht fliege ich vorm ITV mal zu Ihm rüber, den auch am Tag kann man einiges Testen :-).

Schiefspiegler sind meiner Erfahrung nach nicht wirklich einfach perfekt zu justieren, wenn dies bei diesem Gerät anders sein sollte, werden wir es sehen.

Grundsätzlich habe ich aber ein offenes Ohr für gute Ideen und wenn die Praxis das hält was er verspricht , wird es nicht uninteresantes Nischenprodukt sein.

Hoffen wir mal das er es zum ITV schafft
 
Bei einem Objektiv für Fotografie würde man das wohl als "Müll" bezeichnen, angesichts lustigem rot-grün (korrekt: magenta-cyan) Farbfehler und übler Vignettierung.
 
Nunja, ich werds mir anschauen, ist es ein bunte Kiste , hats sichs erledigt. Ist er jedoch wie er immer wieder verspricht, für das Auge vollkommen Farbrein, werde ich versuchen ein paar Bilder zu machen und ihn zum ITV mit dem Teil schleppen.
Ich kann mir irgentwie nicht vorstellen, das er solch einen wirbel macht und dann ne Gurge produziert , damit würde er sich lächerlich machen.
Ich bat Ihn nun ein solches Teil an einen erfahrenen Photografen abzugeben, damit jemand die Qualität dokumentieren kann.

Schauen wir uns einfach selbst an was das Ding leistet oder nicht.
 
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