Zeigt her all Eure Planetenokulare

... ich alle Lesern deines Beitrages ein DANK hier zu lassen :)
Ernsthaft, für die ausführliche Schilderung und den damit verbundenen Zeitaufwand - meinen besten DANK.

Ich nutze keinen Newton, sondern einen 4" APO f8, daher die kleine angefragte Brennweite für die seltene Übervergrößerung - ohne Brille 250x bis 280x.
Mir scheint aus deinem Beitrag das Delite 3mm geeignet.
 
Hallo Dominique,

wenn Dein Apo das Tak FC 100DZ ist, verdient es das Beste. Ich habe ein Delite 4 und ein TOE 4 im Tak FC 100DZ verglichen und prompt das Delite verkauft (genau beschreiben kann ich den Unterschied nicht mehr, habe mir keine Notizen gemacht). Vor Kurzem dann das TOE 4 gegen ein ZAO-I 4 verglichen. Jetzt muss das TOE zittern, ob es im Okukoffer bleiben darf. Das ZAO-I 4 ist reproduzierbar schärfer/kontrastreicher an Planeten und Mond. Hätte das nicht für möglich gehalten.

Wenn du >200x gehen willst, würde ich aus dieser Erfahrung heraus extrapolieren, dass ein TOE 3,3 die Lösung wäre. Eine andere Möglichkeit: ZAO 6 mit 2x Zeiss Barlow. Das TOE 3,3 liefert 242x. Das ist nicht ganz in Deinem gewünschten Bereich. Aber es bildet ziemlich göttlich ab und die entspanntere Austrittspupille als mit einem 3mm Okular kann die geringere Vergrößerung schnell aufwiegen.

Gruß Christopher
 
Hallo Dominique,
ich verwende an meinen Doppelrefraktoren (TMB/LZOS 130/f6 und TMB/LOMO 80/f6) für den Höchstvergrößerungsbereich folgende Okulare die da wären
Pentax XO 2,5mm und 5mm
Pentax XP 3,8mm = 1 Zoll
Vixen HR 2,4mm und 3,4mm
Takahashi HI 2,8mm und 4mm = 1 Zoll
mal abgesehen von den wunderbaren und hervorragenden Baader Genuine Orthos, da ist aber bei 5mm Ende der Fahnenstange
allesamt sind was die Schärfe, Kontrast und Transmission angeht hervorragend und wären auch sicherlich sehr gut für deinem Apo ....

CS
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ich habe Samstag auf sonntag nochmal meine 4mm Festbrennweiten, TV Delite, Vixen/Celestron/Tani Ortho und Tak TOE am Saturn verglichen.
Das Seeing war immer mal wieder gut, aber auch zeitweise nicht zu gebrauchen. Testoptik ein 200/1600 ölgefügter Triplett von CFF, Baader BBHS T2 Zenitspiegel und Greatstar ADK, 1.Generation und später Baader Maxbright 2 Zoll ohne ADK.
Hinsichtlich der Transmission: der vierlinsige ADK nimmt deutlich mehr Licht weg, als die Unterschiede zwischen den einzelnen Okularen betragen. Das alte Tani Ortho und das Delite liegen in etwa gleichauf, das TOE ist minimal heller.

Die Randschärfe ist m.E. wie bereits beschrieben beim Radian am Besten, dicht gefolgt vom TOE und deutlich schlechter ist das Ortho. Das Gesichtsfeld ist beim Delite gefühlt doppelt so groß wie beim Ortho und lässt sich wegen dem großen Augenabstand am Besten überblicken.

Der Einblick gefällt mir beim TOE ohne Brille besser als beim Delite. Die feinfühlig verstellbare Augenmuschel des Delite sieht nett aus und ist wertig gearbeitet, das Einblickverhalten bei nicht individuell angepasster Augenmuschel oder mit Brille ist unruhiger als beim TOE. Es hat sich gezeigt, dass ungeübte Beobachter, die das Fokussieren auch nicht einfach so gut hinbekommen, am Besten mit Brillentauglichen Okularen zurecht kommen, die einen möglichst ruhigen Einblick haben. Gleichzeitig verzichte ich hier auf Höchstvergrößerungen und bleibe bei AP 0,8 mit dem Baader Morpheus 6,5.

Die Schärfe auf der optischen Achse fand ich in dieser Nacht sehr schwierig zu beurteilen. Anfangs ab ca. 23 Uhr war das Seeing nur blickweise gut genug um überhaupt Details zu erkennen. Ich wollte schon wieder einpacken, da hatten sich zwischen Mitternacht und 0100 längere gute Phasen ergeben. Dennoch waren in allen Okularen 3 Monde sichtbar, das Wochenende zuvor 5 in anderer Konstellation. Der Ring konnte in allen 3 Okularen klar gesehen werden, eine Seite dunkler als die andere, durch den wieder einsetzenden Schattenwurf der Ringe auf der Oberfläche. Die Abstufung der Bänder in Helligkeit und Farbe beiderseits des Ringes in Richtung der Pole war ebenfalls in allen Okularen gut zu erkennen.

Der Einblick ins Ortho ermüdet sehr schnell, das einfach reinschauen-und-alles-sehen TOE ist dagegen eine absolute Wohltat. Das Delite ist mit Brille in diesem Vergleich alternativlos. Durch einen Binokularansatz (hier Maxbright II) wird das Bild deutlich dunkler, das Beobachten ist für mich aber auch deutlich entspannter. Gegenüber den Baader Morpheus 6,5 mit GWK ist das Bild mit den TOE 4 ohne GWK heller, die Farbe geht ohne GWK etwas mehr in Braune, Farbsäume sind auch ohne GWK nicht zu sehen. Im Vergleich mit dem Großfeldbino konnte ich keinen wesentlichen Unterschied in der Bildqualität feststellen, da würde ich gerne mal mit dem APO SS von Dennis Levatic vergleichen.

Ich bleibe Summa Summarum bei meiner Bewertung: Das Delite ist für Brillenträger, das TOE insbesondere binokular meine Empfehlung.
Das mehr Glas weniger Transmission und damit ein dunkleres Bild zufolge hat, gilt sicher immer noch, die Auswirkungen sind durch moderne Vergütungen jedoch m.E. bei hochwertigen Okularen sehr gering. Beim Zubehör sieht es wie beschrieben schon ganz anders aus: Binokularansatz, ADK und Glaswegkorrektor zusammen kosten einiges an Licht. Da können größere Spiegeloptiken dann punkten.

So jetzt hab ich schon wieder viel geschrieben zu absolut eigentlich geringen Unterschieden zwischen Highend Okularen. Die Elektrooptisch ambitionierten Kollegen mögen es mir vergeben.

cs Alex
 
Hallo Kosmos-Enthusiasten,

hammer Glubschi die Ihr habt! Echt mächtig.
Ich schaue selbst gerne durch die kleinen 0.96" zur Planetenbeobachtung. Hauptsächlich an den alten Vixen Refraktoren die passenden Orthos dazu, die früher mitgeliefert wurden & als Vixen oder Celestron vermarktet wurden.
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Hier mal auch welche von Takahashi als Kellner Varianten und ein "T.P." Typ in 6mm heißt "Triplane" & ähnelt dem König-Typ.
Seine Leistung soll der des Kellner nahe kommen.

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Für mich sind aber ganz klar die kleinen 0.96" Takahashi die Renner von der Preisleistung, geht natürlich immer mehr wie die Pentax & Zeiss, aber noch seltener zu bekommen. Die Takahashi liefern sehr gut ab & das Einblickverhalten ist wirklich sehr smooth.

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- auch die passende Holzkiste fand ich mal auf dem italienischen Markt aus den 60-70er Jahren wahrscheinlich.
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Als Referenzokular dient mir das alte 6mm Or. von Nikon in 0.96" mit hervorragender Transmission, allerdings ist das Einblickverhalten gegenüber der Takahashi miserabel, man klebt förmlich dran.

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Bei den 1,25" Varianten nutze ich gerne die Baader Genuine Orthos, Preisleistung nahezu unschlagbar & nach längerer Suche im Netz auch auffindbar mit Geduld.

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Das Zeiss 16mm Huygens 0.96" nutze ich gerne auch mal am Mond aufgrund der tollen Transmission & Schärfe.

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Eine Alternative bei hoher Vergrößerung in 1,25" wäre bei mir noch ein Vixen LV 2.5mm mit 45°, sehr entspannter Einblick.

Als Übersichtsokular nutz ich gerne das Takahashi 40mm Ortho wirklich nadelfein.
- Der Celestron 30mm Kellner in 0.96" tut es aber auch wirklich gut.

Bleibt munter & clear skies

Maik
 
Hallo Kosmos-Enthusiasten,

hammer Glubschi die Ihr habt! Echt mächtig.
Ich schaue selbst gerne durch die kleinen 0.96" zur Planetenbeobachtung. Hauptsächlich an den alten Vixen Refraktoren die passenden Orthos dazu, die früher mitgeliefert wurden & als Vixen oder Celestron vermarktet wurden.


Hier mal auch welche von Takahashi als Kellner Varianten und ein "T.P." Typ in 6mm heißt "Triplane" & ähnelt dem König-Typ.
Seine Leistung soll der des Kellner nahe kommen.



Für mich sind aber ganz klar die kleinen 0.96" Takahashi die Renner von der Preisleistung, geht natürlich immer mehr wie die Pentax & Zeiss, aber noch seltener zu bekommen. Die Takahashi liefern sehr gut ab & das Einblickverhalten ist wirklich sehr smooth.



- auch die passende Holzkiste fand ich mal auf dem italienischen Markt aus den 60-70er Jahren wahrscheinlich.


Als Referenzokular dient mir das alte 6mm Or. von Nikon in 0.96" mit hervorragender Transmission, allerdings ist das Einblickverhalten gegenüber der Takahashi miserabel, man klebt förmlich dran.



Bei den 1,25" Varianten nutze ich gerne die Baader Genuine Orthos, Preisleistung nahezu unschlagbar & nach längerer Suche im Netz auch auffindbar mit Geduld.

Den Anhang 513127 betrachten

Das Zeiss 16mm Huygens 0.96" nutze ich gerne auch mal am Mond aufgrund der tollen Transmission & Schärfe.



Eine Alternative bei hoher Vergrößerung in 1,25" wäre bei mir noch ein Vixen LV 2.5mm mit 45°, sehr entspannter Einblick.

Als Übersichtsokular nutz ich gerne das Takahashi 40mm Ortho wirklich nadelfein.
- Der Celestron 30mm Kellner in 0.96" tut es aber auch wirklich gut.

Bleibt munter & clear skies

Maik
Hallo Maik,

eine wunderbare und feine Okularsammlung hast Du da! :y:

An welchen Teleskopen nutzt Du die hauptsächlich?

Viele Grüße und cs
Jürgen
 
Hallo Maik,

eine wunderbare und feine Okularsammlung hast Du da! :y:

An welchen Teleskopen nutzt Du die hauptsächlich?

Viele Grüße und cs
Jürgen
Hallo @JürgenH,

danke dir!
Meist hab ich Sie am:

- Takahashi FS-102 (102/820mm)
- Takahashi FC-100N (100/1000mm)
- Vixen NP-80L (80/1200mm) auch ein Favorit
- Celestron C90 Maksutov (90/1000mm) - als Tischteleskop umfunktioniert im Wintergarten zum Spechteln
- Vixen Spotting 80S (80/400mm)

Eine Zeit lang auch mal im C8 - sowie am alten Tak FC76 (graue Version) die ich hier mal verkauft habe. Ein alten Vixen FL-80S gab's auch für kurze Zeit.

Am Ende lande ich doch meist am Tak FS-102. Wenn der Mond zu hell ist am NP-80L.

Beste Grüße
Maik
 
Hallo @JürgenH,

danke dir!
Meist hab ich Sie am:

- Takahashi FS-102 (102/820mm)
- Takahashi FC-100N (100/1000mm)
- Vixen NP-80L (80/1200mm) auch ein Favorit
- Celestron C90 Maksutov (90/1000mm) - als Tischteleskop umfunktioniert im Wintergarten zum Spechteln
- Vixen Spotting 80S (80/400mm)

Eine Zeit lang auch mal im C8 - sowie am alten Tak FC76 (graue Version) die ich hier mal verkauft habe. Ein alten Vixen FL-80S gab's auch für kurze Zeit.

Am Ende lande ich doch meist am Tak FS-102. Wenn der Mond zu hell ist am NP-80L.

Beste Grüße
Maik

Hallo Maik,

ich würde sagen, da hast Du auch feine und genau passende Fernrohre für Deine schönen Okulare. ;) :y:

Viele Grüße und cs
Jürgen
 
..... so, ihr Experten.

Den vielen Ratschlägen zur Folge ist meine Okularpalette für die Planeten + etc. komplett. Nachdem das letzte gewünschte 7mm vorgestern angekommen ist, konnte ich am 22.11. mit/ohne Zeiss Barlow die Orthos gegen die XW Pentax vergleichen (3,5, 5, 7, 10). Dazu werde ich mit weiteren Beobachtung bei Zeiten berichten. Für mich war das Ergebnis doch ein wenig überraschend und ich suche noch die richtige Einordnung.

Ein paar Worte zu dem heute gelieferten Lykos Kunststoffkoffer, den ich eigens für die Orthos und Barlow auf Verdacht aus dem Fluss fischen konnte. Stabil, sauber verarbeitet, schließt vertrauensvoll, sehr leicht und die Würfelschaumeinlage ist von guter Dichte und gut zu verarbeiten. Der Hersteller hat ein sehr großes Größensortiment.

Euch allen nochmals, besten Dank für die zielführend aufgezeigten Optionen.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dominique,
Sehr schöne Okulare. Bis auf das 4mm und 6mm habe ich auch alle. Zudem das 18mm und 25mm.
Meine Lieblingsokulare. Perfekt für Detailbeobachtung.
 
..... so, ihr Experten.

Den vielen Ratschlägen zur Folge ist meine Okularpalette für die Planeten + etc. komplett. Nachdem das letzte gewünschte 7mm vorgestern angekommen ist, konnte ich am 22.11. mit/ohne Zeiss Barlow die Orthos gegen die XW Pentax vergleichen (3,5, 5, 7, 10). Dazu werde ich mit weiteren Beobachtung bei Zeiten berichten. Für mich war das Ergebnis doch ein wenig überraschend und ich suche noch die richtige Einordnung.

Ein paar Worte zu dem heute gelieferten Lykos Kunststoffkoffer, den ich eigens für die Orthos und Barlow auf Verdacht aus dem Fluss fischen konnte. Stabil, sauber verarbeitet, schließt vertrauensvoll, sehr leicht und die Würfelschaumeinlage ist von guter Dichte und gut zu verarbeiten. Der Hersteller hat ein sehr großes Größensortiment.

Euch allen nochmals, besten Dank für die zielführend aufgezeigten Optionen.


Hallo

Das Könnte mein Geburtstag Geschenk sein.

Manfred
 
Hallo Walter.
Für mich war die Anschaffung zum einen eine teils nicht notwendige Angelegenheit aber zum anderen hatte ich Spaß daran und erwarb sie ohne Testphase im Blindflug. Seltsamerweise komme ich mit dem Einblickverhalten am 4mm wirklich gut zurecht und klebe begründet durch zu geringen Abstand nicht an der Linse.
Im ersten groben Fazit und wenn die bekannten Einschränkungen kein Hindernis sind, kann ich den geneigten Interessenten und Interessentinnen angesichts des Preises die Okulare sehr empfehlen. Einen Leistungseinbruch unter Einsatz der Zeiss Barlow konnte ich erstmal nicht feststellen.

Das Könnte mein Geburtstag Geschenk sein.
Bester Manfred, der Koffer oder das Okular :) ?
 
Hab mir, nach all den positiven Berichten, auch das SVBony 3-8mm Zoom als Planetenokular geholt und muss sagen ich bin echt angetan von dem Teil. Im Vergleich zu meinen Vixen Orthos find ich die Abbildungsleistung nicht schlechter, wenn nicht sogar eher einen Tick besser, was wahrscheinlich am entspannteren Einblick liegt. Der Augenabstand ist zwar auch eher kurz aber trotzdem schon deutlich besser als bei den Orthos. Die Zoomfunktion ist an der Sonne und am Mond sowieso ein Traum. Bin echt zufrieden damit!
 

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Hallo Dominique, welches Lykus Modell ist das genau? Welcher Anbieter in D?
Gruß, Christopher
 
Hab mir, nach all den positiven Berichten, auch das SVBony 3-8mm Zoom als Planetenokular geholt und muss sagen ich bin echt angetan von dem Teil. Im Vergleich zu meinen Vixen Orthos find ich die Abbildungsleistung nicht schlechter, wenn nicht sogar eher einen Tick besser, was wahrscheinlich am entspannteren Einblick liegt. Der Augenabstand ist zwar auch eher kurz aber trotzdem schon deutlich besser als bei den Orthos. Die Zoomfunktion ist an der Sonne und am Mond sowieso ein Traum. Bin echt zufrieden damit!
Heut grad das SVBony 3-8 Zoom mit dem Vixen 7mm Ortho und dem Lacerta 4mm UWA bei bestem Seeing abwechselnd am Mond verglichen. Ich bin entzückt von dem SVBony, eindeutiger Testsieger, das Okular darf bleiben und wird jetzt mein Lieblingsokular für Mond, Sonne und Planeten.
 
Hallo,
als neues Mitglied aber seit 45 Jahren aktiver Beobachter stelle ich mal mein aktuelles Set kurzbrennweitiger Okulare/Planetenokulare vor.
Als kürzeste Brennweite nehme ich ein 4mm Takahashi TOE, das 3,3mm TOE wird in Kürze dazukommen.
Sehr interessant sind nicht nur am Planeten meiner Meinung nach die beiden ES Okulare 5,5mm und 9mm aus der 62° Serie. Ich hatte in diesem Brennweitenbereich zuvor die Takahashi LE 5mm, 7,5mm und 10mm, die ich für die beiden ES Okulare hergegeben habe. Grund: Die ES 5,5 mm und 9mm fand ich in der Bildmitte genauso scharf wie die LE´s, dafür haben die beiden ES das größere Gesichtsfeld, noch dazu die bessere Randschärfe, und ein noch besseres Einblickverhalten, und das trotz des deutlich niedrigeren Kaufpreises. Enttäuscht war ich aber von den anderen Brennweiten aus der ES 62° Serie, diese haben wohl einen anderen optischen Aufbau als die beiden kürzesten Brennweiten und insbesondere eine schlechte Randabbildung.
Ein günstiger Geheimtip im mittleren Brennweitenbereich ist meines Erachtens auch das Flat Field 12mm 60°, ganz links im Bild. Es ist aus der Serie mit den 8mm, 12mm, 16mm, 19mm und 27mm Okularen neben dem 27mm das beste, dafür mußte sogar mein Takahashi 12,5mm LE gehen. Grund: Das 12mm Flat Field zeigte sich im direkten Vergleich in der Bildmitte genauso scharf wie das LE, hat aber die bessere Randschärfe und das größere Gesichtsfeld. Wie beim LE 12,5 auch ist das Einblickverhalten absolut ruhig bei sogar noch etwas größerem Augenabstand. Ganz im Gegensatz dazu fand ich jedoch die Flatfield 16mm und 19mm Okulare unbrauchbar.
Es gibt innerhalb von Okularserien wohl oft deutliche Unterschiede, gerade im optischen Design. Das ist mir auch bei den Takahashi LE Okularen aufgefallen, die 5mm und 7,5mm haben einen anderen optischen Aufbau und sind im Vergleich zu den längeren Brennweiten deutlich randschärfer.
Als Oldtimer-Okulare benutze ich immer noch gerne die Meade UWA 6,7mm und 4,7mm Okulare. Ich hatte mal ein Nagler 7mm Typ 6, habe dies aber wieder zurückgegeben. Ich hatte, und das gilt für alle Nagler Typ 6 Okulare, Probleme mit dem Einblickverhalten, die Nagler haben zwar etwas mehr Augenabstand als das alte UWA 6,7mm, aber immer wenn ich das ganze Feld überblicken will und das Auge nicht ganz genau positioniert ist, kommt es zu Blackouts bzw. Kidney beanining. Das alte Meade ist völlig gutmütig im Einblickverhalten, auch Anfänger haben kein Problem damit. Nicht ganz so gut ist das UWA 4,7mm, da wird es tatsächlich knapp vom Augenabstand.
Soviel von meiner Seite zum Thema
Grüße
Stefan
 

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Hallo, an Naglers Typ 6 hatte ich auch nicht viel Freude, zum unbequemen Einblickverhalten auch aufgrund der sehr harten Augenmuschel verschmierte mir nach jeder Beobachtung die Augenlinse, optisch fand ich das 5mm aber sehr gut, sind auch solide und wertig gebaut, Gruß Olaf
 
Hallo Olaf,
mir ging es ähnlich. Die Nagler Typ 6 sind schon qualitativ sehr gut und wertig gebaut, da wirken die alten Meade UWA tatsächlich etwas billig, bei meinem Meade UWA 6,7 klapperten mal die Linsen etwas, und ich musste den Befestigungsring der Linsen nachziehen. Will man das volle Gesichtsfeld bei den Nagler Typ 6 einsehen, muss man tatsächlich sehr nahe mit dem Auge ran. Das ging mir übrigens auch bei den ES 82° Okularen so, und auch hier kam es zu Blackouts, wenn man das ganze Gesichtsfeld überblicken wollte. Irgendwie haben die alten Okularkonstruktionen wie bei den Meade UWA und den Nagler Typ 1 (hatte ich auch mal) doch auch ihre Vorteile. Der Augenabstand ist auch bei dem alten Meade 6,7mm relativ knapp, aber ich kann das volle Gesichtsfeld überblicken, ohne Abstriche, ohne Blackout-Effekte. Ich habe mal ein Nagler Typ 6 am Tag benutzt, es zeigte sich völlig unbrauchbar, kein ruhiges Bild, mit dem alten Meade UWA 6,7mm beobachte ich auch heute oft mit meinen kleineren Refraktoren am Tag, und freue mich über das bequeme, ruhige Einblickverhalten. Im Vergleich Nagler Typ 1 gegen das alte Meade UWA 6,7 erschien mir das Meade aber kontrastreicher, so dass ich dieses Okular auch heute noch gerne benutze. Natürlich haben die neueren Okularserien etwas mehr Transmission, aber was nützt mir das, wenn ich mit dem Einblickverhalten nicht zurecht komme.
Gruß
Stefan
 
Hallo,
habe mir nicht alles durchgelesen, in den Bildern stecken ja letzten Ende viele Tausend Euros drin ......
Das mir am "kürzesten in der Brennweite bekannte Zoom" ist das 2-4 mm von Nagler. Hat das jemand im prakt. Einsatz und an welchem Gerät ?
Bin mit dem 3-8 mm SV Boni sehr zufrieden. Bringt am C 8 mit Reducer glatte 420fach. Das Seeing muß aber stimmen, nicht jeder Beob.Abend / Morgen war optimal.

Wünsche allen Mitlesern ein frohes und gesundes Neues Jahr !

Gruß Günther
 
Die reale Brennweite, des SVBony SV215 Zooms, ist ca. 3,5mm, bei der Einstellung auf 3mm.

Die Angabe des Herstellers ist hier nicht ganz korrekt, dies wurde von Sternfreunden, auf Cloudy Nights, anhand von Tests, festgestellt.

Dies sollte man berücksichtigen.

Ist die Verwendung eines Reducers in Kombination mit einem kurzbrennweitigen Okular, für Maximalvergrösserung, nicht etwas " wenig sinnhaft ? "

CS, Wolfgang

Screenshot 2025-11-01 at 08-18-47 tele vue nagler 3-6mm zoom VS. svbony sv215 3-8mm zoom - Eye...png
Screenshot 2025-11-01 at 08-22-43 Zoom eyepieces - astro-talks.png
 
Hallo Wolfgang,
habe es schon anderer Stelle geschrieben, ein Reducer vergrößert das GF, will mir keine "Ultra-WW" womöglich noch mit 2" kaufen, bin kein "Krösus"....

Gruß
Günther
 
Hier ein Beitrag dazu, aus Spektrum der Wissenschaft, was das Gesichtsfeld, bei zunehmender Vergösserung angeht:


https://www.spektrum.de/lexikon/physik/gesichtsfeld/5811


Dort steht:

Lexikon der Physik​


https://www.spektrum.de/lexikon/physik/gesetz-von-der-erhaltung-der-masse/5810
https://www.spektrum.de/lexikon/physik/gestaltelastizitaet/5812
Gesichtsfeld, Sichtfeld, Blickfeld, 1) bei astronomischen Beobachtungen der Ausschnitt der Himmelssphäre im Winkelmaß, der beim Blick durchs Fernrohr sichtbar ist (wahres Gesichtsfeld). Er nimmt mit steigender Vergrößerung ab.


CS, Wolfgang
 
Für jene, die ggf an diesem Thema interessiert sind und evtl. durch Fehlangaben falsche Rückschlüsse ziehen (o.G.).

ähm, und wie?
Dachte das Sehfeld wird vom Steckdurchmesser und Blendenrohr mit bestimmt, der Focalreducer verkleinert nicht nur die Brennweite, sondern auch das Sehfeld, vergrößert aber die AP, also das Bild wird heller.
Macht vll. bei kleineren Chips für die Aufnahmetechnik Sinn, visuell müsste mir das bitte jemand optisch erklären.

Wobei ich hier ein gefunden habe.

Danke vorab.
 
Zum Thema Reducer: Wer sich einen Reducer vereinfacht als konvexe Linse vorstellt kann selbst recht gut veranschaulichen was so eine Linse im Strahlengang macht, sie verkürzt die Brennweite. Im Gegensatz dazu ist die Barlowlinse konkav und verlängert die Brennweite, vgl. Linsenformen.

Ein SCT ohne Reducer ist irgendwie nur ein halbes Teleskop. Nicht nur bei der Verwendung eines Binokulars z.B. ohne die Möglichkeit des Eisatzes von 2“ Okularen macht ein Reducer absolut Sinn. Bei einigen SCT ist der Reducer praktisch immer montiert, nur bei Planeten kommt er weg.

CS, Thomas
 
.... Frage war, ob er/sie das GF vergrößert.
Im Rahmen des maximalen Felds des Teleskops auf jeden Fall. Eine Brennweitenreduktion des Teleskops führt ja grundsätzlich zu einer geringeren Gesamtvergrösserung und damit einem grösseren Gesichtsfeld bei gleicher Okularwahl.

Der begrenzende Faktor für das Gesichtsfeld ist beim SCT das Blendrohr. Baader gibt hier ein paar Einblicke im Zusammenhang mit den von ihnen angebotenen Telekompressor.
 
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