Zeigt her all Eure Planetenokulare

ach naja, ich habe Käufer erlebt, dessen alleiniges Bewusstsein einen Gegenstand zu besitzen irrationale Investitionen rechtfertigte.
Hier kann man sich aber reflektieren. Ich habe vor ein par Jahren deshalb alle Geräte verkauft die ich nicht Nutze. Ich hab in mir einen Sammelinteresse, dieses setzte ich jetzt hier ein und habe wieder einen rationalen Grund gefunden^^, neue Geräte aufzubauen
 
Ich habe vor ein par Jahren deshalb alle Geräte verkauft die ich nicht Nutze.
Gratuiere!
Und, geht es Dir jetzt besser? :ROFLMAO:

Ich hab in mir einen Sammelinteresse, dieses setzte ich jetzt hier ein und habe wieder einen rationalen Grund gefunden^^, neue Geräte aufzubauen
Aus genau diesem Grund habe ich auch eine Sternwarte!
Natürlich mache ich auch Öffentlichkeitsarbeit und bespaße Kinder im Dutzend mit Astro-Inhalten (wenn es sein muss).
Denn wer eine Sternwarte hat (- was ist das eigentlich genau? - ein Gebäude? Ein Unternehmen, ein Verein oder gar eine Lebenseinstellung?) muss quasi zwingend ganz viele Instrumente haben! Am besten alte, denn dann kann man gleich noch ein Museum dranhängen - wie in meinem Fall.

Schöne Grüße,
Urs

Cygnus Sternwarte
77743 Neuried
Sprechstunden nach Vereinbarung
 
Gratuiere!
Und, geht es Dir jetzt besser? :ROFLMAO:
Ja es war nicht mehr alles so voll gestellt und in dem was ich noch hatte sah ich einen Sinn und Zweck. Ich würde sagen es ging mir besser aber das hat auch mit meiner Denkweise und Haltung zu tun

(- was ist das eigentlich genau? - ein Gebäude? Ein Unternehmen, ein Verein oder gar eine Lebenseinstellung?)
Die Frage hab ich mir schon oft gestellt, für die meisten Laien muss es vermutlich ein Gebäude sein. Je nach Situation ist dies aber nicht nötig um alles zu tun auch Öffentlichkeitsarbeit.

muss quasi zwingend ganz viele Instrumente haben! Am besten alte, denn dann kann man gleich noch ein Museum dranhängen - wie in meinem Fall.
Dafür braucht man in seiner Sternwarte Platz. Ich versuche, meine so gut wie möglich aufgeräumt zu halten ist halt nur 1,8m auf 2,8m etwa und Gäste brauchen auch platz. Deshalb stehen dort meistens nur die Geräte, die regelmäßig genutzt werden oder ich zu faul/um 1:00 nachts zu müde war, gut aufzuräumen. Der Rest besteht aus Überbleibseln, Dingen, die ich irgendwie noch habe, Geschenken (ein Freund baut mir Teleskope, weil es ihm Spaß macht), unfertigen Projekten – und neuerdings der „Sternflotte“. Vier sind im Bau, noch nicht ganz fertig, eins seit einer Woche an eine 8-Jährige ausgeliehen, eins einsatzklar, leih ich aus, wenn sich jemand meldet. Wenn alle einsatzklar sind, sollen sie sehr bald in Kinderhänden landen.
 
Um mal wieder von der Sinnfrage des Sammelns zum Sinn des Threads zu kommen, hier ein paar Planetenokulare: ;)

P1160663.JPG




WP_20160728_002.jpg


Die LE 5 und LE 7.5 und das FC-100DC habe ich inzwischen nicht mehr...
 
Sehr schön, der Takahashi-Refraktor wird von zahlreichen Takahashi-Okularen und einigen Vixen-HR sicher verwöhnt. ;)

Einige Okulare, wie das TOE 3,3 mm, das Vixen HR 3,4 mm und das Tak Hi-LE 3,6 mm, liegen in der Brennweite relativ nah beieinander. Hast du eine Präferenz oder nutzt du alle Okulare gleich häufig? Sind ja doch schon beeindruckend viele Okulare.
 
Ja, die drei Okulare haben tatsächlich fast die gleichen Brennweiten. Dass ich sie alle drei habe liegt wohl mehr darin begründet, dass ich ganze Okularreihen haben wollte. Von unten die HR und von oben die TOE, die sich hier treffen.
Meine Erfahrung am Mond ist, dass das HI-LE 3.6 meine erste Wahl ist. Und ich kann es objektiv gar nicht sagen wieso. Es liefert in direkten Vergleich einen kühleren Farbton, und wirkt vielleicht dadurch etwas schärfer als die anderen beiden. Ich bin mir aber sicher, dass man in den anderen beiden die gleichen Details erkennen kann.
Das HI-LE hat nur leider eine Schwäche, wenn man genau am Mondrand ist, dass es vereinzelt Ghosting hat. Das kann man aber durch leichtes verschieben des Bildfelds weg bekommen.
Insgesamt sind die drei aber ziemlich gleichwertig. Ich würde mich nicht wagen eins als besser zu bezeichnen, abgesehen von dem selten auftretenden Ghosting, das man übrigens auch im LE 5 und 7,5 hat.
 
ein Luxusproblem bei hoher Leistungsdichte :) Glückwunsch, eine sehr schöne Sammlung!
Danke, aber glaub mir, dass ist kein "Problem" ;)

Aber dann bist du geradezu prädestiniert dazu, einen A-B Vergleich von beispielsweise einem deiner Wahl 3,x zu 3,5 XW oder 4 TV oder oder zu schildern.
Grobumrissen.
Sorry, aber ich habe nicht mehr die Zeit Okulare zu vergleichen. Ich halte es auch nicht für sinnvoll Weitwinkel mit Orthos zu vergleichen, zumal das Teleskop beim Weitwinkel einen größen Einfluss auf das Ergebnis haben wird.
 
...hier die vier, die gestern mit rauß durften :)

Fuji 9mm
TMB SM 8mm
TMB SM 4mm
TOE 3,3mm

Bei Hochvergrößerung schaue ich ohnehin immer ohne Brille und da mag ich die Orthos eigentlich am liebsten gerade wenn ich mit Nachführung beobachte - ohne hat sich das TOE sehr bewährt - schön klein, Tak-scharf und großes Gesichtsfeld.

Gestern am FS-152 war mit Ausnahme beim Aufsuchen dauerhaft das 3,3 oder 4mm Oku im Einsatz.

Sollte mal jemand ein SM 5mm, 6mm oder 7mm verkaufen wollen - bitte melden!!! :)

IMG_1458.jpg
 
Ich gratuliere Dir zum Neuerwerb und bin sehr an deiner Erfahrung interessiert.
angekommen, dieses gebrauchte.

Der Verkäufer hat den Zustand nicht korrekt beschrieben, ICH erkenne KEINE Spuren der Verwendung :) Danke nochmals an das Forumsmitglied.
Und jetzt heißt es wieder einmal warten bis das Wetter mitspielt...... nerv nerv....

schon recht lang das Stück Okular............
 

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schon recht lang das Stück Okular............
Hallo Dominique,

gibt es einen Favoriten in Deiner Pentax Sammlung?

Soweit man etlichen Berichten trauen kann soll das 10mm. XW besonders gut sein?!
Ich kenne nur das 7mm. XW und das ist schon ein sehr gutes Okular.
Andererseits ist es natürlich immer etwas schwierig Okulare mit verschiedenen Brennweiten direkt zu vergleichen, habe aber den Eindruck das in der Delos-Serie ebenfalls das 10mm. überragend gut performt.

Andreas
 
gibt es einen Favoriten in Deiner Pentax Sammlung?
..... jetzt hast du mich erwischt, weil ich die Frage wegen Ermangelung bisherig fehlender Beobachtung nicht beantworten kann. Mein Pendelverkehr Wohnort - Berufsort hat mich durch Streichung des Homeoffice daran verhindert (wird gerade per Jure geklärt - alles wird gut).

Ich habe mich bei dem Widereinstieg in die Leidenschaft auf die frühere Entscheidung gestützt. Damals benutzte ich TV und später Pentax. Mit letzteren war ich immer sehr zu frieden und ich wollte jetzt nicht aktuelle Serien per Experimente für den Neubedarf ermitteln. Auch am Vixen ED 4" nutzte ich das XW 3,5 / 7 / 10 / sogar das 20er, welches angeblich nicht so gut sein soll und das XO 5mm.

Werde dir aber gern die Frage nach weiter angereicherten Beobachtungen und aufmerksamen Abgleich mitteilen, versprochen. Das sollte bereits nach der nächsten Nacht möglich sein. Dann konzentriere ich mich eben auf die Merkmale der Abbildung und nicht auf das Objekt. Aber der Mond muss auch her halten, denn die XW (5+7mm) können aus formschönen Radien auch unschöne Kurven zeichnen - so aus der Erinnerung. Ich kann damit sehr gut leben, weil der Rest der Abbildungsmerkmale passt.
 
Hallo allerseits,
da ich seit über 50 Jahren Planeten beobachte, ist natürlich einiges zusammen gekommen, hier mein kleiner Beitrag in Sachen Planetenokulare .... natürlich alle doppelt für die Bino-Beobachtung mit Binokularansatz oder Doppelrefraktor .....
Anbei Fotos meiner Okularkoffer, die Koffer sind alle für die Nacht rot beleuchtet ...
Für mich sind übrigens die besten Platenokulare in Reihenfolge (mein persönlicher Eindruck !)
1. Pentax XO
2. Baader Genuine Orthos
3. Vixen HR
4. Edmunds RKE
Nicht schlecht sind die Baader Eudis und auch die 82° ES Okulare sind am Planeten recht brauchbar.
Des Weiteren sind die Antares 5-8 mm und 8,5-12 mm Zoom Okulare mit 84° und nicht zu vergessen sind auch die TeleVue Zoom Klickstop 8-24 mm, wie auch die TeleVue 2-4 und 3-6 mm sehr gute Planeten Okulare!
Die TeleVue 16mm Nagler Typ 5 benutze ich auch sehr gerne, zumal dieses Okular mit über 22 mm die größte Feldblende von allen mir bekannten 1,25" Okular haben.

Grüße und CS
Frank
 

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Hallo Frank

Wow total super Sammlung von Okulare.
Die hast du für Jahre zum beobachten, mit denen Wirt du alt.

Manfred
 
Hallo Frank
Die TeleVue 16mm Nagler Typ 5 benutze ich auch sehr gerne, zumal dieses Okular mit über 22 mm die größte Feldblende von allen mir bekannten 1,25" Okular haben.
Das ist so nicht ganz richtig. 16mm Brennweite ist in etwa das Maximum was man mit 82° Sichtwinkel noch in 1 14" unterbringen kann. Das Maximum an Feld in 1 1/4" ist es aber mit 22,1mm Bildkreis bei weitem nicht.
Das Maximum an Feld erreicht man real bei 30mm Bildkreis mit den 31und 36mm Hyperion-Okulare. Das ist noch etwas mehr als man mit den 36mm Eudiaskopischen erreichen konnte! Das sind fast 36% im Durchmesser mehr als die 16er Nagler hergeben.
Ich mag die 16er Nagler nicht besonders. Um das gesamte Feld zu überblicken muß man in die Dinger schon richtig reinkriechen. Sie haben mit 10mm den geringsten Augenabstand aller Nagler-Okulare.

Gruß
Peter
 
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Hallo Peter,
ich kenne die Baader Hyperion Okulare nicht genauer und es ist bestimmt richtig was Du sagst, da ich aber an meinen beiden Dobson ein großes GSF bevorzuge (laut Hersteller ist das 16er ist für Binoansätze sehr gut geeignet und liefert das größte mit 1,25 erzielbare tatsächliche Gesichtsfeld aller Okulare - das kann ich bestätigen!), kommen die Baader Hyperions nicht infrage!
Ferner habe ich mich nicht zu dem Beobachtungskomfort geäußert und Du hast recht, man klebt an allen Okularen die ich hier aufgeführt habe mit dem Auge dran, muss aber jeder für sich selbst entscheiden, mir macht das aber nichts ........

CS,
Frank
 
Hallo Peter, hallo Frank,
Das Maximum an Feld erreicht man real bei 30mm Bildkreis mit den 31und 36mm Hyperion-Okulare. Das ist noch etwas mehr als man mit den 36mm Eudiaskopischen erreichen konnte! Das sind fast 36% im Durchmesser mehr als die 16er Nagler hergeben.
ich bin etwas verwundert über die Aussage zu den Hyperion-Okularen. Das 36-mm-Hyperion-Okular kenne ich von einem Bekannten, es ist ein 2-Zoll-Okular. Das 31 mm Hyperion ist laut Webseite ebenfalls ein 2-Zoll-Okular. Gab es da früher einmal eine andere Variante in 1,25 Zoll?

Ich habe schon mehrfach unterschiedliche Aussagen zum 16-mm-Nagler gelesen. Es ist schon interessant, dass das Okular offensichtlich polarisiert. Ich bin ganz der (subjektiven) Meinung von @virgo60, dass das Okular super ist. Wenn ich nur ein Okular besitzen könnte, wäre es dieses. Der Augenabstand wird oft kritisiert und ist sicher geringer als bei den anderen Naglern. Das stört mich mit Kontaktlinsen aber nicht und mit Brille beobachte ich nicht. Dafür hat es zwei große Vorteile: Es ist sehr kompakt und extrem scharf. Ich selbst besitze nur noch das 11 mm Nagler T6. Ausgeliehen hatte ich aber schon einmal das 13 mm T6 und ein 16 mm T2. Obwohl sich die Brennweite teilweise unterschied, fand ich das 16 mm T5 optisch stets gelungener. Ich habe das damit begründet, dass man beim T5 mit sechs Linsen eine Linse weniger als beim T6 hat. Die T6 haben dafür den besseren Augenabstand. Wenn ich also auch ein Bino oder eine f16-Optik hätte, könnte ich mir das 16 mm T5 auch als Planetenokular vorstellen. So ist es für mich einfach ein hervorragender Generalist.
 
Hallo zusammen,

Auch ich bin im Besitz von zwei 16mm T5 Nagler Okularen und verwende sie gerne am 100/550 Grossfernglas.
Es hat mir bis dato unbeschreiblich schöne Beobachtungen vor allem der magellanschen Wolken und vielen anderen Objekten ermöglicht.
Dennoch bin auch ich zwiegespalten bezüglich des arg geringen Augenabstandes.
Wer keine Brille tragen muss oder aber mit Kontaktlinsen zurecht kommt kann ggf. damit leben. Ansonsten ist das Okular diesbezüglich schwierig - selbst das PanO 24mm ist mit Brille an der Grenze des machbaren- so meine persönliche Erfahrung.

Sehr gerne verwende ich stattdessen die guten alten LVW 22 er - kleineres Feld aber komfortabler Augenabstand - Optik bedeutet fast immer auch einen Kompromiss !

Es gilt wie immer ausprobieren ob man damit zurecht kommt und auf Komfort verzichten mag oder alternativ ein etwas kleineres GF duldet
 
Hallo Alexander,
genau so sie es nämlich aus, mit dem Denkmeier Binotron 27 / GWK 3x komme ich auf eine Vergrößerung bei meinem 15" LOMO-Dobson von ca. 357fach, was ganz respektabel ist und an Helligkeit, Kontrast und Schärfe habe ich mit dieser Kombi keine Einbußen, mal abgesehen vom riesigen Gesichtsfeld :) ein Traum
CS,
Frank
 
Hallo Freunde
(laut Hersteller ist das 16er ist für Binoansätze sehr gut geeignet und liefert das größte mit 1,25 erzielbare tatsächliche Gesichtsfeld aller Okulare - das kann ich bestätigen!),
Das Nagler hat zwar mit 82° Sichtwinkel das größere scheinbare Gesichtsfeld aber das wahre Gesichtsfeld ist beim 31er Hyperion mit selbst nur ca. 55° Sichtwinkel deutlich größer. Das Nagler hat ein Barlow-Element vorgeschaltet und der dahinter liegende aufgeweitete Strahlengang mit nun längerer Teleskopbrennweite muß nun an der hinteren Innenkante der 1 1/4.Steckhülse vorbei. Dadurch ergibt sich ein Feld was real einer 22,1mm Feldblende bei nominaler, urspünglicher Teleskopbrennweite entspricht.
ich bin etwas verwundert über die Aussage zu den Hyperion-Okularen. Das 36-mm-Hyperion-Okular kenne ich von einem Bekannten, es ist ein 2-Zoll-Okular. Das 31 mm Hyperion ist laut Webseite ebenfalls ein 2-Zoll-Okular. Gab es da früher einmal eine andere Variante in 1,25 Zoll?
Zu den beiden Hyperion-Okularen wird auch eine 1 1/4"-Steckhülse mitgeliefert. Damit wird zwar der Sichtwinkel beim 31er auf ca. 55° eingeschränkt aber das reicht immer noch um einen 30mm Blidkreis zu erfassen, was deutlich mehr ist als die 22,1mm beim 16er Nagler. Und ja, ich habe beide Okulare im Bestand und kann da direkt miteinander vergleichen.
Des weiteren konnte ich vor ca. 3 Wochen das 31er Hyperion direkt mit einem 35er Eudiaskopischen vergleichen und es zeigte sich abermals, daß das Hyperion ein größeres wahres Gesichtsfeld erfaßt als das 35er Eudiaskopische.
Man möge auch mal hier den Beitrag #20 zur Kenntnis nehmen.
Das nur am Rande bemerkt denn es soll hier ja um Planeten-Okulare gehen und nicht um ein möglichst großes Feld aber man möge mir verzeihen das ich hier die Aussage über das wahre erreichbare Gesichtsfeld vom 16er Nagler richtig stelle. Und wer´s nicht glauben will der möge mal die betreffenden Okulare zur Hand nehmen und direkt miteinander vergleichen.

Gruß
Peter
 
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Hallo Peter,
wie gesagt, ich kenne die Baader Hyperion Okulare nicht und Du hast ganz sicher recht, nur benutze Okularbrennweiten bei meinen Optiken über 20mm für die "Planetenbeobachtung" eher sehr selten, es geht ja in diesem Thread eigentlich auch nur um "Zeigt her all Eure Planetenokulare"!

CS
Frank
 
nochmals in die Runde eine Frage an die Erfahrungsminister:

Die älteren TAK LE Okulare, in wie weit sind diese hinsichtlich der Bildgüte zu den heutigen Rechnungen wie TOE o.ä. einzuordnen?
Da ich ich gerne eine Lücke mit ~3 und 4mm schließen möchte, suche ich Optionen.
Danke vorab.
 
Hi,

ich habe folgende Okulare im Bereich 3-4.5mm:
SvBony Zoom 3-8mm, Ethos 3.7mm, Vixen(Tani) Ortho 4mm, TOE 4mm, Delite 4mm und Baader Morpheus 4.5mm. Ich hatte auch ein Tak Hi-Le 3.6mm, TV Nagler Zoom 3-6mm, ein Vixen HR 3.4mm, TS ED3.2mm und ein Delos 4.5mm.

Die Unterschiede in Farbwiedergabe, Helligkeit, Transmission, Randschärfe und Reflexen sind meiner Meinung nach nur im direkten Vergleich zu beurteilen, da sie nicht soo riesig sind. Außerdem sollte der Rest der Imagetrain keine Fehler verursachen, die wesentlich ausgeprägter sind als Unterschiede zwischen den Okularen.
So kann ich nur meine aktuellen Okulare und meine ehemaligen getrennt beurteilen.

Das SvBony ist unauffällig, in jeder Hinsicht. Nie das Beste in einer Disziplin, aber auch nicht das Schlechteste. In der Riege der genannten Okulare ist das für den Preis aller Ehren wert. Da ich nur eines habe, kann ich nichts über Serienstreuung sagen. Ich denke mal wenn man sich das in den Okularkoffer holt, macht man nichts falsch. Insbesondere bei kleinen Reiseteleskopen, wenn man nur wenige Okulare mitnehmen möchte, eine gute Wahl.

Das Ethos nutze ich vornehmlich am 20" Dobson (f3,7 mit Paracor bzw. SIPS) und am TakFC100DF und einem CFF200f8 für den Vergleich mit den anderen. Das Ethos ist am Rand und auf der Achse scharf und hat trotz der vielen Linsen eine gute Transmission. Ein Binokularansatz, ein ADC oder ein Zenitprisma verschlechtern die Transmission deutlich mehr als der Unterschied zum Ortho mit der selben Konfiguration. Die Bildfeldwölbung des Ethos fällt mir beim schnellen Newton deutlicher auf als beim langsamen Refraktor. Nur für die APOs hätte ich es nicht gekauft, am Dobson setze ich die anderen Okulare nicht ein und auch das 3.7 kommt deutlich seltener zum Einsatz als die anderen Ethos ab 6mm. Also für einen Dobson klare Empfehlung für Teleskope mit Nachführung oder auch kleine Reiseteleskope würde ich das große und schwere Ethos ehr nicht empfehlen.

Das Tani Ortho hat im Vergleich zu allen anderen Okularen einen fürchterlichen Einblick und ist abseits der optischen Achse auch nicht mehr scharf. Also ein klassisches Ortho und ein absoluter Gegenentwurf zum Ethos. Trotzdem hat so ein altehrwürdiges Okular einen gewissen Charme. Die Transmission ist auch nach vielen Jahren auf Topniveau und die Schärfe auf der Achse ist gut, aber eben wirklich auch nur genau auf der Achse. Verwendung findet das Tani hauptsächlich am FC100DF.

Das TOE4mm nutze ich an meinem Bino aus zwei TOA130 und am Binokularansatz mit dem großen CFF. Gegenüber dem Delite 4mm hat es den ruhigeren Einblick bei engerem Gesichtsfeld. Ich brauche meine Brille bei kleinen Brennweiten nicht, wer darauf angewiesen ist, ist mit dem Delite deutlich besser aufgehoben. Das Delite 4mm ist vom Einblick kritischer, fürs Bino m.E. zu unruhig. Die aufwendig konstruierte Augenmuschel hilft beim Einblickverhalten, monokular ist das Delite randschärfer als das TOE bei höchstens subtilem Vorteil des TOE auf der Achse.

Die "Ehemaligen": Das Vixen Hr und das Hi Le empfand ich als sehr ähnlich. Eingesetzt vornehmlich zur Doppelsternbeobachtung und bei sehr gutem Seeing auch mal am Planeten am LZOS 152f8 und TOA130 sind beides ausgezeichnete Okulare für Höchstvergrößerung. Das Hr empfand ich auf der Achse mit dem Hi-Le gleichwertig, zum Rand hin lassen beide ähnlich stark nach. Ein Delite oder Delos ist zum Rand hin deutlich besser bei kaum Einbußen auf der Achse. Das Delos ist, ähnlich wie das Ethos schon sehr schwer und groß. Das Vixen Hr ist in der Farbwidergabe neutral, der LZOS erzeugt ein ehr warmes Bild im Vergleich mit dem TOA und dem FLT. Besonders der FLT ist reinweiß am Stern und auf der Bank, hier zeigt das Hr von allen genannten Okularen das neutralste Bild. Das Hi-Le verstärkt den warmen ehr gelblich-braunen Charakter des LZOS. Das sind sehr subtile Unterschiede, nur im direkten Vergleich zu erkennen. Unter normalen Bedingungen ist die Farbwiedergabe der genannten Okulare m.E. kein relevanter Faktor.
Das TS ED3.2 hatte ich an einem APM Apo Spektiv im Einsatz. Das Okular habe ich als preiswert und unauffällig in Erinnerung, allerdings war das Spektiv der Vergrößerung doch nicht so richtig gewachsen und ich habe wesentlich lieber ein 5mm Nagler t6 genutzt.
Das Televue Zoom hat mir sehr schöne Anblicke an Planeten beschert und es bietet die Möglichkeit die Vergrößerung ohne Qualitätsverlust dem Seeing anzupassen. Im direkten Vergleich empfand ich Hi-Le und Vixen HR auf der Achse schärfer, Richtung Rand war das Televue im Vorteil. Das vielseitigere TV Zoom habe ich daher länger behalten als die beiden Spezialisten. Das TV Zoom und das SvBony habe ich direkt gegeneinander getestet (an zwei parallel montierten AOM FLT) und konnte keinen Vorteil für das Televue Okular finden, der den Preisunterschied rechtfertigen würde. Die Randabbildung am Televue empfand ich als minimal besser, ist aber nciht so leicht zu beurteilen, da das SvBony ein größeres Feld hat. So durfte der Herausforderer überraschend bleiben und der Platzhirsch durfte einen anderen Sternenfreund erfreuen.

Das Baader Morpheus in 4.5mm finde ich nicht so gut wie die 6.5/9/17mm Varianten, die ich am Bino nutze. Das Einblickverhalten ist für mich binokular besser als beim Delite, monokular sind beide ok. Die Schärfezeichnung ist aber zumindest bei meinem Exemplar weder am Rand noch auf der Achse auf dem Niveau der anderen Okulare, auch nicht aus der Serie. Das heißt nicht, dass es ein schlechtes Okular ist, das SGF ist ordentlich bei moderaten Maßen und Gewicht, die Transmission ist sehr gut, es fehlt ggü. den High End nur eben der letzte Klick. Es scheint auch eine gewisse Serienstreuung bzw. zwischen den Chargen zu geben. Es wird in den einschlägigen Foren von z.B. zu großen Hülsen (zu großer Durchmesser) berichtet, so dass die Okulare für manche Fassungen nicht passen. Von anderen Okularen ist mir das nicht bekannt, ich habe aber auch selbst keinen Vergleich.

Insgesamt empfehle ich im Bereich 3-4mm für Newtonbesitzer und insbesondere Dobsons das Ethos, für Brillenträger das Delite, für Binokular ohne Brille das TOE und für den schmalen Geldbeutel oder auf Reisen das SvBony.

cs Alex
 
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