Danke für die ausführlichen Antworten, Christopher und Andreas!
Das klingt sehr anschaulich und nachvollziehbar. Ich stelle halt gerade fest, dass ich ausgerechnet in diesem Bereich bisher immer am meisten zu kämpfen hatte und irgendwie immer noch nicht vollkommen zufrieden bin.
Als Voraussetzung muss ich vorschicken, dass meine Matsumoto EMS-UM ja "nur" 30 mm Umlenkspiegel haben. Rein von der theoretischen Geometrie her passen also die maximalen Feldblenden von 2"-Okularen gar nicht. Praktisch gesehen lässt sich dieses Limit aber gut überschreiten, ohne dass man sichtbare Vignettierung hätte. Bisher hatte ich mit keinem der getesteten Okulare (siehe unten) Schwierigkeiten, wobei ich natürlich die Extreme auch gar nicht erst probiert hatte.
Zudem ist mein Augenabstand mit 62-63mm ziemlich eng, das macht mit vielen Okularen auf Dauer wenig Spaß. Ich mochte meine Siebert Observatory 34 mm (70°) sehr, aber auf Dauer beschwerte sich meine Nase über das ständige Anstoßen. Ebenso ergeht es mir mit den TAL UWA 25 mm oder den 31er Hyperions. Auch die Fase am 22er Nagler T4 reicht nicht wirklich, weil es doch bis weit nach oben einen heftigen Durchmesser hat.
Die APM UFF 30 mm passen gut, aber ehrlich gesagt, finde ich das Bild auf Dauer doch zu warmstichig. Aktuell nutze und schätze ich sehr die Nagler T5 20 mm. Die liegen mit einem Feldblendendurchmesser von 27,4 mm aber noch deutlich unter dem theoretischen Maximum und erst recht weit von den praktischen Möglichkeiten meines Gerätes entfernt.
Die Panoptic 27 mm mit 30,5 mm Feldblende kämen doch etwas weiter, ein wenig in Bezug auf das mögliche Feld und deutlich in Bezug auf die AP. Unter dunklen Himmeln sollten sie dann eventuell mehr zeigen als meine 20er Nagler, bei offenbar nicht geringerem Komfort.
Auf der anderen Seite macht man sich auch leicht zu viele Gedanken und sollte einfach losgehen und beobachten...
Viele Grüße
Sebastian