Zeigt her eure grab and go Teleskope

Hallo,

Hier mein derzeitiges grab-and-go für den Balkon für mal eben schaun.

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Das ist im Urzustand ein ASTEL 80/500 T-80 Spektiv von LOMO, hier allerdings umgebaut.
Die zwei orginalen Okulare und die Prismen zur Bildaufrichtung fand ich tatsächlich schlecht und habe sie ersetzt.
Der Ausgangszutand lässt sich aber einfach wieder herstellen.
Taukappe vorn und die Tubusschelle (innen konisch) hab ich drucken lassen und
den kurzbauenden Adapterring vor dem kleinen Baader-Zenitprisma hat der lokale Feinmechaniker des Vertrauens beigesteuert.
Unter dem LED-Sucher ist noch der alte Befestigungspunkt für ein 1/4" Fotogewinde zu sehen.
Mit der Optik bin ich sehr zufrieden, mit dem Zoomokulare ergibt sich ein parktischer Brennweitenbereich von ~ 20x bis 60x.
Das Teil ist russisch stabil, der Fokusierer läuft spielfrei und nicht zu leichtgängig.
Normalerweise steht das Teil aufgebaut auf einem leichten Stativ mit 2D-Neiger in meinen Zimmer fertig für's grab-and-go-and-observe.

BG&CS - Frank
 
Gestern konnte ich endlich den angekündigten Spektiv-Vergleich angehen, auch wenn das Wetter suboptimal war. Wegen des ganzen Hin und Hers mit Geräten und Okularen habe ich eigentlich nur den Mond, die Pleiaden und ein etwa 3 km entferntes Gebäude als Referenzobjekte verglichen.

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In der blauen Ecke fand sich der japanische Eschenbach Maksutov-Cassegrain mit 90mm Öffnung und 500 mm Brennweite. Durch das schnelle Öffnungsverhältnis ist der Fangspiegel ziemlich groß und sorgt bei niedrigen Vergrößerungen für ein unruhiges Bild. Das TAL 25mm Plössl macht daher an diesem Gerät keinen Spaß. Das Baader Ortho 18mm funktioniert einwandfrei und ergibt ein ordentliches Bild bei etwa 27-facher Vergrößerung. Das Gesichtsfeld ist etwas eng und manchmal wirkt das Bild immer noch etwas „fleckig“. Mit dem Intes Micro Q75 12mm sieht das Bild am saubersten aus, bekommt aber eine deutlich warme Einfärbung. Die 70° scheinbares Gesichtsfeld sind dafür beinahe völlig randscharf, erst ganz außen bricht die Abbildung ein. Mit dem großen und ruhigen Bild und der „Ideal“-AP von ca. 2,5mm ist das die beste Kombination.

In der roten Ecke kämpft das LZOS 50mm-Objektiv. Durch die kürzere Brennweite von etwa 350mm ist der Vergleich etwas schwierig. Der Refraktor hat kein Problem mit dem 25er TAL Plössl und natürlich auch nicht mit dem Baader Ortho 18mm. Das Intes 12mm hingegen zeigt hier nicht nur seinen „Gold“stich, sondern auch einen deutlich größeren Unschärferand. Man merkt ihm seine Optimierung für Maksutov-Teleskope (bzw. deren Richtung der Bildfeldwöbung) an.

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Für die Plejaden sind 40-fach zu viel, der Refraktor gewinnt hier mit sauberer Abbildung auch bei geringen Vergrößerungen. Der Mond sieht im Mak allein wegen der Vergrößerung am eindrucksvollsten aus. Der warme Farbton stört hier nicht. Am Turmgebäude fällt dann sofort auf, dass der Mak ein deutlich dunkleres Bild erzeugt, auch wenn man etwa gleiche AP erzeugt. Es hilft dabei auch nicht, wenn man dem Mak das deutlich bessere Baader Prisma spendiert, wahrscheinlich kostet die hohe Obstruktion hier doch deutlich Licht.

Insgesamt ist der Mak ein Spezialist für höhere Vergrößerungen, solang das Licht reicht. Der Refraktor hingegen ist erheblich universeller. In eigentlich allen Fällen war das Bild im LZOS 50mm schöner, klarer und angenehmer. Es zeigt sich gerade im Vergleich, dass sich der Umbau vom Auszugspektiv Turist-3 zum flexiblen Astrospektiv gelohnt hat. Das Objektiv kann deutlich mehr als 20-fach mit 2° wahrem bzw. 40°scheinbarem Gesichtsfeld.

Dennoch wurde mir auch hier wieder klar, dass für mich jede Einäugigkeit ein Kompromiss ist, den ich ungern eingehe. Also wird es Zeit, mein nächstes Grab-and-Go-Projekt fertigzustellen. Die meisten Teile dafür liegen bereit. Und hier wird es dann auch wieder binokular…

Viele Grüße
Sebastian
 
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