Zeiss Telementor C 63/840

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Astrofan61

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Hat Jemand eine Idee , wie man das alte C 63/840 Objektiv am 70er Jahre Telementor ausbauen kann? 271761575_4687079064704246_7903889534149919294_n.jpg
 
Was stellst du (wer?) dir denn unter "ausbauen" vor? Ein paar Worte mehr in deinem ersten post wären hilfreich und freundlich....
 
Hallo,
ich hatte die 2 Madenschrauben gelöst und dachte man kann einfach das komplette Objektiv in Fassung nach vorne herausziehen.
Es sitzt aber zu fest.
Gruß,
Michael
 
Man hatte mir vorgeschlagen, am Rand der Fassung innen Kriechöl einzubringen. Aber das scheint mir doch etwas zu gefährlich,
weil dann evtl. Öl auf die Optik kommen könnte.
 
Hallo Michael,
möchtest Du vielleicht etwas Kontext geben - warum- Du dies vorhast? Vielleicht gibt es ja eine alternative, weniger krude, Lösung für das eigentliche Problem?
Also vom Einbringen von Kriechöl halte ich gar nichts - es sei denn Deine ursprüngliche Intention ist das Zeiss Teleskop gänzlich unbrauchbar zu machen - s.o.
Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Michael,
dann würde ich Dir empfehlen, Fotos zu posten. Hier im Forum gibt es einige Expertise ob es sich z.B. um Pilz handeln könnte und falls ja, wie / ob man diesen behandeln kann. Du kannst über die Suchfunktion zudem sehr gute Beiträge zu diesem Thema hier finden.
LG Thomas
 
Hallo Michael,

an deiner Stelle würde ich auch mal Bilder des Objektivs einstellen. Vielleicht ist es dann für Kundige leichter zu beurteilen, ob du wirklich zur Tat schreiten musst.

Zum Auseinandernehmen empfehle ich dir das passende Video von Dave Trott. Gib einfach mal "Dave Trott - Telementor" bei You Tube ein. Ich kann aber auch noch mal versuchen, den passenden Link hier einzustellen.

CS Gerhard
 
Hat Jemand eine Idee , wie man das alte C 63/840 Objektiv am 70er Jahre Telementor ausbauen kann?Den Anhang 236299 betrachten
Hallo,
Ich denke, du verwechselst das Forum mit einem Dienstleisterunternehmen.
Hinter jedem User steckt ein Mensch.
Es ist unfreundlich, sich in einem Forum anzumelden, in einen Forenraum reinplatzen, oder Thread zu eröffnen, eine Frage zu stellen und auf Antwort warten, ohne mal als Neuling ein freundliches "Hallo" und "Gruß Xxxx" abzusetzen.
Es kann doch nicht so schwer sein.
Gruß Klaus
 
Hallo Michael
der Link von Gerhard war schon mal nicht schlecht, betrifft aber den Telementor 2 (mit Innenfokussierung), bei deinem Teleskop handelt es sich aber um einen Telementor 1 (Objektiv ist fest im Tubus eingebaut).
Um das Objektiv aus dem Fernrohrtubus zu entfernen müssen die beiden Maden-Schrauben vorsichtig entfernt werden. Achtung, diese sind mit Schraubensicherungslack gesichert welcher sich aber normalerweise lösen lässt. Da der Schraubensicherungslack nicht nur an den Schrauben, sondern auch geringfügig zwischen Objektiv und Tubuswand gelaufen ist, rutscht das Objektiv nicht von alleine aus dem Tubus. Hierzu nehme ich normalerweise ein Holzbrett, lege dieses flach auf den Boden, decke einen Lappen darüber und klopfe mit der Tubusöffnung senkrecht darauf, sodass das Objektiv nach einigem Klopfen aus dem Tubus rutscht.
Ich hoffe ich konnte dir hiermit weiterhelfen. Dich, wie einige andere Forenmitglieder, nur mit Knigge-Freundlichkeits-Hinweisen zu bombardieren, ist in diesem Fall ja wenig hilfreich.
CS Thomas
 
Hallo Thomas! Das war DIE Lösung! Danke für den Tipp! Es hat geklappt mit Deinem Vorschlag! Noch etlichen Versuchen kam die Objektivfassung am Ende doch rausgerutscht. Es war schon reichlich Sicherungslack am Außendurchmesser.
Schönen Gruß,
Michael
 
Einen wunderschönen guten Abend!
Mir war aufgefallen, daß im C63 Objektiv Abstandsplättchen eingebaut sind. Ich hatte gelesen das aber das C63 verkittete Linsen hat.
Schöne Grüße,
Michael
 

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Das Telementorobjektiv ist verkittet. Es gab wohl ursprünglich die Überlegung, den Telementor mit AS Objektiv zu bauen. Das wurde aber aufgegeben, da man die entsprechenden Stückzahlen nicht (zumindest nicht zum vorgegebenen Preis) bauen konnte. Deshalb kam man auf die Idee ein verkittetes Objektiv zu nehmen. Eine sehr vernünftige Lösung! Mir ist es unverständlich, dass heutige Hersteller kleinere Optiken nicht verkitten (falls das für die Glaspaarung möglich ist). Kitten ist eine billige, gängige Technologie. Die Optiken müssen nicht aufwändig gefasst werden, die Abbildungsgüte bleibt konstant, auch wenn die Optik mal mechanisch beansprucht werden sollte.
Poste doch mal ein Foto von der Optik mit Abstandsplättchen, wäre interessant.

C.S. Frank
 
Ich glaube das war ein Irrtum mit den Plättchen. Es sieht eher so aus wie auf diesem Foto. Ist aber nicht von mir.
C.S. Michael
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Hallo Michael,
ja, das ist die übliche Telementorfassung. Noch gute, alte Zeissart ist der geschlitzte Federring unter dem Vorschraubring. Die Astrogeräte von Zeiss waren halt - auch zu sozialistischen Zeiten - noch von hervorragender Qualität.
Allerdings haben die Chinesen jetzt aufgeholt, bzw. überholt. Neben vielen Billiggeräten habe ich schon hervorragende Apos gesehen, gegen die gleichgroße Zeissgeräte chancenlos sind. Muss auch sein, sind ja einige Jahrzehnte vergangen, es gibt jetzt bessere Gläser, auch hat sich die industrielle Fertigung weiterentwickelt.
C.S. Frank
 
Danke für die tollen Bilder, da brauche ich meinen nicht aufschrauben . :D
Wurden diese Geräte eigentlich in Handarbeit gefertigt oder schon in größerem Stil maschinell ?
Bilder aus dem Werk wären sicherlich auch interessant. Ich finde es toll, so ein wetiges Teleskop zu haben und zeitgleich schade, das CZJ keine Teleskope mehr baut. Viel Spaß mit dem Gerät,

Stefan
 
Hallo Stefan,
ich gehe mal davon aus ,daß die Telekope alle noch in Handarbeit entstanden sind. Da meine 2 Stück auch noch aus den 70er Jahren sind.
Ich finde es immer schade, wenn ich sehe ,wie über die Jahre die zwei C63 doch ungenutzt in der Kiste verstaubten. Dabei waren auch noch 4 Okulare plus der Okular
Revolver und die Zeiss Montierung. Nur das Stativ fehlte. Außerdem sich diese Kunststoff Okularhülsen am Okularrevolver zerbrochen. Ersatzteile wird es wohl nicht
mehr geben? Evtl. hilft ja ein 3-D Drucker weiter.
Gruß, Michael
 

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Hallo,
der Telementor wurde industriell gefertigt. Damals gab es schon automatische Werkzeugmaschinen. Die Optik wurde auch nicht per Hand geschrubbt. Die Rohlinge wurden auf einen Gusseisenträger mit entsprechendem Radius aufgekittet und maschinell geschliffen. Die Montage erfolgte natürlich in Handarbeit, hier lohnte Automatisierung nicht. Der Telementor wurde zwar nicht in Massenproduktion hergestellt, die Stückzahlen waren aber sicher schon sehr hoch. Abgesehen vom Export sollte ja jede Schule mit so einem Ding ausgerüstet werden. Das hatte man wohl auch geschafft, nach der Wende sind wahrscheinlich viele dieser Fernrohre schnell entsorgt worden (es gibt da so ein Zitat vom Bundeskanzler Schröder über Lehrer).
Wie schon oft geschrieben, das geniale an dem Ding ist das verkittete Objektiv. Einen Zweilinser mit Luftabstand ordentlich zu fassen, ist aufwändig, zwei Linsen zu kitten ist einfacher. Es entfällt zwar der Korrekturfreiheitsgrad des Linsenabstandes, die Asymmetriefehler im Feld kann man aber durch Glasauswahl korrigieren. Lediglich die einfache Schmelzkorrektur durch Abstandsänderung ist nicht möglich. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dies bei diesem Objektiv mit dem kleinen Öffnungsverhältnis gemacht worden ist.
C.S. Frank
 
Hallo Michael,

kürzlich bot irgendwer hier im Forum Zeiss Okularhülsen in Metall an. Vielleicht geht da ja noch was.

Die Kunststoff Ausführung altert in der Tat mit der Zeit, und ich hüte meine sorgfältig.

CS Gerhard
 
Hallo,
da ja hier offensichtlich Interesse an der alten Zeiss-Optik besteht, hier noch ein Buchtipp. Es gab mal den Brockhaus ABC der Optik. Dieses Buch ist von Dausien als Reprint nachgedruckt worden und noch antiquarisch erhältlich: „ABC der Optik“ – Bücher gebraucht, antiquarisch & neu kaufen
In dem Buch ist viel Zeiss enthalten. Es enthält auch viel klassische Optik und kein eingedenglischtes Kauderwelsch (die Optik ist ja im Wesentlichen in Deutschland entwickelt worden).
Wer theoretisch interessiert ist, für den könnte dieses Buch interessant sein: http://www.gbv.de/dms/ilmenau/toc/023758678.PDF
Hofmann war damals Zeiss-Mitarbeiter und der mit Abstand profundeste Experte der abbildenden Optik.
C.S. Frank
 
Hallo Michael,
wie Schmitti schon schreibt sind die original Zeisshülsen aus Kunststoff nach vielen Jahren sehr spröde geworden und können leicht brechen l
Daher benutze ich dies nicht mehr.
In der Bay weden z.Zt. noch passende Hülsen in Metall mit 1 1/4 Öffnung angeboten. Gute Qualität, die Auswechslung funktioniert einwandfrei.
Ein Telementor mit Okularrevolver macht auch mit 1 1/4 Zoll Okularen Spaß ;)

Suche: Für Zeiss Amici Okularrevolver: 3-Set 1,25 Zoll-Okuladapter​

C.S. Willi
 
Hallo Michael,
ich habe mir entsprechende Hülsen bei einem 3D-Druckservice bestellt und bin damit zufrieden. Sie sind günstig und erfüllen ihren Zweck.
Die dafür benötigte stl-Datei ist nicht von mir konstruiert worden (.... ich habe sie vor Jahren im Netz gefunden) ---> falls Du Interesse hast, ....!

Viele Grüße und cs
Thomas
 
Hallo Michael,
sende mir Deine email-Adresse in einer persönlichen Unterhaltung, dann werde ich Dir die Datei schicken!

Viele Grüße
Thomas
 
Hallo zusammen,

wer Interesse an klassischen Teleskopen (vor allem auch von Zeiss) hat, dem sei auch das Buch „Fernrohre und ihre Meister“ ans Herz gelegt. Das Buch ist mal im Eigenverlag von Rolf Riekher und Hans G. Beck erschienen (1990). Wo, und ob es noch erhältlich ist entzieht sich meiner Kenntnis…

Grüße Markus
 
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