Zu viel Informationen haben mich verwirrt!

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Starshine

Mitglied
Hallo!

Ich beschäftige mich schon seit über 15 Jahren mit Astronomie, hatte aber nie das Bedürfnis. tausende von Euro auszugeben, um mein theoretisches Wissen in der Praxis zu bewundern. Dies hat sich nach einem Sternenwartenbesuch letztens geändert ...

Die Deep Sky Beobachtungen auf der Sternenwarte waren ebenso beeindruckend, wie die Mars Beobachtung.

Ich habe nun dieses Board endlos durchforstet, um ein geeignetes Teleskop für mich zu finden. Jedoch konnte ich nach so vielen Meinungen und Theorie nicht mehr sagen, was sich für sowohl Deep Sky und Planetenbeobachtung als auch etwas Fotografie in der Praxis bewährt hat. Zuerst dachte ich an ein Schmidt-Cassegrain von Meade auf einer LXD75. So toll soll die aber nicht sein ...

Nun meine Entscheidung für eine Montierung ist schon gefallen:

Vixen GP2 mit eventueller Nachrüstung des Starbooks

Jedoch beim Rohr bin ich mir ganz und gar nicht im klaren. Darum bitte ich um Eure Hilfe und eventuell Erfahrungsberichte!

Ich habe im Prinzip 3 Tuben in die engere Auswahl gezogen:

Skywatcher MAK 180mm Pro Series
oder
Skywatcher ED100 Apo Pro Series
oder
Vixen Neo-Achromat 120S

Ich hoffe auf Eure Hilfe und vielen Dank für Eure Inputs!!
 
Hier im Board verkauft jemand ein Maksutov Newton 78 für ca. 1300 Euro. Das wäre sicherlich die richtige Wahl!!
 
Hallo Sternenschein,

Soviel wie ich lesen konnte haben die SW Pro Maks den Nachteil das sie keinen 2" OAZ haben, das Aufrüsten auch nicht so ohne ist und eine totale Ausleuchtung der 2" Weitwinkel Okus nicht möglich ist.

Was den SW ED100 betrifft so würde ich ein wenig dazulegen und mir einen ED100 Equinox besorgen (bei manchen Händlern ist er für unter 1000€ zu haben). Ich habe mir den 100 und 120 bei Galileo Lausanne angeschaut und muss sagen das sie wirklich mehr hergeben als die Pro Serie (morgen reserviere ich mir einen 120 von der Serie :cool: ). Würde den 100ED (egal jetzt ob Pro oder Equinox) nehmen vor allem wenn auch Photographie auf dem Plan steht...

Grüsse
André
 
Hallo Jungs!

Vielen Dank für Euren Input. Es ist für mich echt schwierig, eine Teleskopart zu bestimmen, da ich überhaupt keine Erfahrungswerte habe.

Kann man mit einem 100er ED vernünftig Deep Sky beobachten? Ein 4 Linsen Refraktor oder Apo macht theoretisch Sinn, da er sofort zu verwenden ist, es kann sich nichts verstellen und er liefert super Bilder.

Jedoch! Wie tief sieht man damit wirklich ins Weltall hinein? Sind Galaxien und Nebel überhaupt zu sehen? Wenn ja nur als Punkt? Oder benötigt man da halt doch schon Öffnungen von 180+?

Ich bin noch immer sehr ratlos. :(
 
Hallo,

edoch! Wie tief sieht man damit wirklich ins Weltall hinein? Sind Galaxien und Nebel überhaupt zu sehen? Wenn ja nur als Punkt? Oder benötigt man da halt doch schon Öffnungen von 180+?

Natürlich sieht man damit jede Menge DS Objekte, und viele Objekte sind auch gross und flächig dass man sich vergrösserungstechnisch keine Sorgen machen muss, jedoch sind Details ach eine Frage des Auflösungsvermögen und das ist über die Öffnung definiert. Ich hab mal im Frühjahr glaube ich war es Galaxien durch einen 4" Vixen ED-Apo gesehen, schon wirklich toll was mit dieser Qualität zu sehen ist, doch ab einer gewissen Öffnung erschlägt die Lichtsammelfläche auch die hochwertigsten kleinen Geräte. Dabei spielt aber nicht nur die Öffnung eine Rolle, viele möchten sich einfach nicht mit grossen Geräten "abschleppen" oder möchten partout parallaktisch montiertes Gerät was ab einer gewissen Öffnung halt sehr teuer wird...

Ab 8" offenabren sich einfach bei einer Vielzahl von DS Objekten deren Struktur was drunter schwieriger ist...

CS Benny
 
Hallo Namenlose(r),

Jedoch! Wie tief sieht man damit wirklich ins Weltall hinein? Sind Galaxien und Nebel überhaupt zu sehen? Wenn ja nur als Punkt? Oder benötigt man da halt doch schon Öffnungen von 180+?

du kannst unser Nachbargalaxie Andromedanebel unter gutem Landhimmel
locker mit bloßem Auge sehen. Ebenso den Orionnebel, einen Emissionsnebel.

Ein Teleskop sammelt mehr Licht und ermöglicht es entferntere Galaxien
und schwächere Gasnebel zu sehen. Je größer das effektive Licht-
sammelvermögen desto tiefer siehst du in den Raum...

Ein 4 Linsen Refraktor oder Apo macht theoretisch Sinn, da er sofort zu verwenden ist, es kann sich nichts verstellen und er liefert super Bilder.

Öööh. Das weist du schon in deinem zweiten Beitrag hier?

Ich würde vorschlagen daß du dich mit Sternfreunden aus deiner
Gegend triffst und erst einmal durchsiehst, danach weist du
es dann wirklich. Nichts geht über die eigene Erfahrung.

Übrigens kann auch ein Refraktor verstellt sein.
Mancher ist das schon werksmäßig, mancher nach dem ersten
harten anecken beim Transport.


Eigene Erfahrungen sammeln!

MfG,Karsten
 
Hallo,

Du suchst also einen Allrounder und hast Dich bereits für eine Montierung entschieden. Dazu möchte ich anmerken, dass eine parallaktische Montierung sinn macht, wenn Du ernsthaft Fotografie mit Langzeitbelichtung machen möchtest. Dabei wirst Du aber um ein Leitrohr kaum herum kommen, das die Montierung auch noch schleppen muss. Auch solltest Du nicht meinen, dass das Starbook Dir die Nachführung abnimmt, Du brauchst immer noch einen Autoguider oder must von Hand am Fadenkreuz-Okular nachführen.
Für Planetenfotografie oder nur um Goto zu haben ist eine parallaktische Montierung unnötig, allerdings sind die "azimutalen Konzepte" am Markt ziemlich unflexibel, sprich, sie sind meist auf genau ein Teleskop zugeschnitten, das damit verkauft wird. Meist steckt da ein SC in der Gabel...

Bleibt damit der Montierungswunsch bestehen?

Nun zu den konkreten Anforderungen an die Optik:
1. Allround: Deepsky/Planeten/Foto
Deepsky fordert vor allem Öffnung. Unter dunklem Himmel kann man mit weniger auskommen, so basiert der Deepsky Reiseführer in weiten Teilen auf den Möglichkeiten eines 120mm APOs, geht allerdings von sehr guten Himmelsverhältnissen aus (ausgesucht guter "Alpenhimmel" oder besser). Den 120mm Apo kann man bei der Deepsky-Beobachtung grob mit einem 150mm Newton gleichsetzen.
Ist der Himmel schlechter, so kommt man recht zügig zur Forderung von 200mm Öffnung, was aus Kostengründen und Gewichtsgründen praktisch immer als Spiegelteleskop realisiert wird.
Weiterhin wünscht man sich ein Teleskop, bei dem eine AP von 6mm bis 7mm erreichbar ist, das heißt das die Minimalvergrößerung (Öffnung in Millimetern geteilt durch 7) mit normal erhältlichen Okularen zu erreichen ist, am Liebsten aber mit einem Weitwinkel-Okular.
Planetenbeobachtung hat den Anspruch, bei höchster Vergrößerung eine bestmögliche Abbildung erzielen zu können. Das bedeutet, dass die Optik mitsamt Okular als ganzes eine erstklassige Abbildungsqualität haben muss.
Man möchte deshalb eine Optik ohne Farbfehler haben, mit keiner oder nur einer sehr geringen Obstruktion und mit der Möglichkeit, das Teleskop thermisch stabil zu halten, um keine Bildverschlechterung durch Tubus-Seeing zu haben. Natürlich soll auch kein Streulicht das Bild verschlechtern.
Da man zur Planetenbeobachtung auch "Planetenokulare" einsetzen will, die möglichst aus wenig Linsen aufgebaut sein sollen, und noch dazu einen erträglichen Augenabstand haben sollten, möchte man ein entspanntes Öffnungsverhältnis haben (möglichst viel Brennweite im Verhältnis zur Öffnung). Das entspannt auch die Situation beim Teleskop, so wird der Farbfehler einer Linsenoptik geringer, beim Spiegelteleskop verkleinert sich die nötige Obstruktion, und die Optik an sich ist besser korrigierbar und nicht so justier-kritisch.
Planetenfotografie führt zu sehr ähnlichen Anforderungen.

Deepsky-Fotografie verlangt nach handhabbaren Belichtungszeiten, und damit nach möglichst großen Öffnungsverhältnissen (wenig Brennweite im Verhältnis zur Öffnung). Ein großes Bildfeld soll ausgeleuchtet werden (größe von CCD-Chip oder belichtetem Film) und die Abbildung soll am Rand nicht völlig verschmiert sein oder von lateralem Farbfehler (Sterne zu Regenbögen) gestört werden.
Das führt bei den meisten Optiken zu zusätzlichen Feldkorrektoren (Reducer/Flattener beim Refraktor, Komakorrektor beim Newton) und wegen der geforderten Feldausleuchtung und dem schnellen Öffnungsverhältnis erfordert es eine größere Obstruktion beim Spiegelteleskop.

Daraus sollte Dir klar werden, dass diese Eigenschaften einander widersprechen. Was tun? Nun, schauen wir mal, was Du getan hast. Du hast einen 100mm ED APO ins Spiel gebracht. Nun wird der APO gern als eines der am besten korrigierten Teleskopsysteme angesehen, aber das hat seinen Preis und trotzdem seine Grenzen:
1. Ein f/6 APO würde recht gut alles ermöglichen, noch besser wäre ein f/8 Apo, der mit Reducer/Flattener auf f/6 oder ein noch schnelleres (=größeres) Öffnungsverhältnis gebracht werden kann. Ein solcher Korrektor sollte genau zum Gerät passen und ist daher nicht unbedingt ganz billig. Ein ED Apo zeigt meist auch noch einen Restfarbfehler, während ein Vollapo meist im Vergleich zum ED APO nochmal deutlich teurer ist. Die Auswahl des APOs muss sorgfältig erfolgen, ein billiges Modell wird allerhöchstwahrscheinlich nicht in allen Punkten auf lange Sicht zufriedenstellend sein. Zu vielen günstigen Geräten aus chinesischer Produktion fehlt ein genau passend gerechneter Reducer/Flattener, das heißt man bekommt dann dazu ein Produkt empfohlen, das nur ungefähr zum Gerät passt (das vielleicht auch nicht in allen Serien genau gleiche Eigenschaften hat), so dass es Glückssache ist, ob die Zusatzoptik fotografisch zu befriedigenden Ergebnissen bezüglich Randabbildung, usw. führt.
Weiterhin ist festzustellen, dass ein APO exorbitant teuer gegenüber anderen Lösungen ist, und dass ein Refraktor durch seine Anforderung an die Stativhöhe und den schon spürbar langen Hebel (frontlastig) die Montierung kräftig fordert.

Ein Neo-Achromat bringt einen deutlich sichtbaren Farbfehler ins Spiel. Zwar ist das Bildfeld fotografisch geebnet und es mag sein, dass der Farbfehler geringer ausfällt, als bei einem vergleichbaren Achromaten, aber zu einer Apo-Abbildung führt das nicht. Bei Deepsky-Fotografie und Planetenbeobachtung wird der Farbfehler erheblich stören, bei Deepsky-Beobachtung hingegen stört der Farbfehler nur bei einigen Objekten, insbesondere bei Sternhaufen und bei hellen Sternen (ggf. farblich unterschiedliche Doppelsterne).

Ein Maksutov Cassegrain ist zum einen geprägt durch seine kompakte Optikkonstruktion, die kurze Primärbrennweite und die lange Effektivbrennweite, die daraus resultierende große Obstruktion, sein hohes Gewicht durch den Korrektor vorne, und wegen des geschlossenen Tubus durch eine lange Auskühlzeit. Bei 180mm Öffnung muss man auch schon die Frage stellen, welches genaue Mak-Design man kauft, weil einfache Mak-Designs mit rein sphärischem Aufbau und Fangspiegel mit gleichem Radius wie die Innenseite des Meniskuskorrektor (aufgedampft) schon bei 150mm Öffnung und f/10 an ihre Grenzen kommen. Mak-Cassegrains, deren Fangspiegel extra eingesetzt mit eigenem Radius sind, oder deren Fangspiegelbereich auf dem Meniskus per Handretusche (teuer) asphärisiert wurde, kommen besser klar, auch bei der Feldabbildung. Nur wenige Mak-Cassegrains haben für Deepsky-Fotografie attraktive Öffnungsverhältnisse und für nur wenige gibt es passende bzw. zufriedenstellend arbeitende Reducer für die Fotografie. Viele Reducer bilden nur auf sehr kleinen Feldern und somit für sehr kleine CCD-Chips gut ab.
Die Problematik der Auskühlung ist bei 180mm Öffnung nicht mehr zu vernachlässigen und eine Aktivbelüftung ist sehr wünschenswert.

Von Dir nicht genannt wird ein Newton (wie wäre es mit 200/1000?).
Beim Newton führt ein fotografisch schnelles Öffnungsverhältnis wie f/5 zu deutlicher Obstruktion, was beim Planetenbeobachter unerwünscht ist. Das Gerät ist zudem recht justierempfindlich, korrekte Justage muss man erlernen. Der offene Tubus kühlt zügig aus, zeigt dabei aber kräftig Tubus-Seeing und 200mm Öffnung können bei stark fallenden Nachttemperaturen ständig der Umgebungstemperatur hinterherlaufen. Wieder ist eine aktive Tubusbelüftung sehr wünschenswert. Beobachterseeing (Atemluft des Beobachters, dessen Kopf sehr nahe an der Teleskopöffnung ist), ist eine weitere Störquelle, besonders weil Teleskope von der Stange mit zu kurzem und zu engem Tubus verkauft werden. Eine "Taukappe" wirkt als Abschirmung gegen Beobachterseeing und als zusätzliche Streulichtblende.
Fotogfrafisch braucht eine f/5 Optik schon einen Komakorrektor, was meist zum Baader MPCC oder TeleVue Paracorr führt. Hier kommt es jeweils auf den Anspruch und die Chipgröße an.
Planetenbeobachtung mit einem f/5-Teleskop fordert gut ausgesuchte Okulare. Typische "Lieblingsokulare" von Planetenbeobachtern kommen mit f/5 bereits nicht mehr zurecht, zudem braucht man kurze Okularbrennweiten (bis 3,5mm), bei denen ein geringer Augenabstand häufig ein Problem ist. Geringer Augenabstand führt, wenn man sich daran nicht gewöhnen kann, zu tränenden Augen. Ein entspanntes Beobachten ist so nicht möglich.
Ebenfalls sind Okulare für Minimalvergrößerung (30mm bis 35mm) am f/5 Newton entweder sehr teuer oder mit dem Problem einer schlechten bis sehr schlechten Randabbildung behaftet. Das kann zu dem Wunsch führen, für derzeit um 600 Euro ein 31mm Nagler anschaffen zu wollen, es gibt allerdings noch ein paar Alternativen.
Für eine GP-DX ist ein Newton 200/1000 fotogragfisch schon ein größerer Brocken, da ja noch ein Leitrohr und die zusätzliche Doppelplattform nebst Kamera usw. getragen werden muss. CCD-Chips mit ihren feinen Pixeln machen die Nachführung heutzutage noch kritischer, als sie zu chemischen Zeiten schon war. Es ist zu vermuten, dass die GP-D2 damit kaum noch Reserven haben wird. Vielleicht steckt aber im Stativ noch Tuningpotenzial (Austausch gegen ein besseres Stativ z.B. Berlebach, Hartholzstativ oder Selbstbau). Kaum noch Reserven bedeutet konkret eine Anfälligkeit schon für leichten Wind bei der Deepsky-Fotografie. Dagegen hat man visuell noch lange keine Probleme damit.

Wie Du vielleicht bemerkst, alles recht problematisch. Hier noch mehr Lesefutter:
http://www.svenwienstein.de/HTML/was_sieht_man_im_teleskop_.html
http://www.svenwienstein.de/HTML/einsteiger-astrofotografie.html

Ich würde vorschlagen, Du vergleichst mal das Leistungspotenzial von 200/1000 Newton mit dem des 100mm APOs. Außerdem solltest Du generell überlegen, ob an anderer Weg bei der Montierung Dich zu einem 200/1200 Newton führen könnte, der ein viel besseres Allround-Potenzial hat. Eine EQ-6 Skyscan sollte mal der GP-D2 gegenübergestellt werden, auch im Hinblick auf die Anforderungen durch die Teleskopauswahl, aber andererseits auch im Hinblick auf das Gewicht der Montierung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Starshine

Also Du möchtest nur beobachten wie Ich Verstehe, hast schon ein Auto um raus in die Pampa zu Fahren,
wenn ja, so ist ein Dob schon besser, es kommt auch darauf an was für ein Fahrzeug man hat, nicht in dedes Auto past ein Dob.
So wäre meine empfehlung ein Dob 10" oder 12" davon gibt es viele anbieter Meade, Skywatcher, und, und
die Qualität des Spiegel ist der Preis, davon gibt es genauso gute angebote.
Falls Du aber noch Schüller bist ist es etwas schwieriger, da Erinnere Ich mich an meine Jugend, Teleskop und in der
Stadtmitte beobachten, aber Heut zu Tage ist das doch anders es gibt bessere Auswahl an Teleskope, so ist ein guter Refraktor ab 120mm 150mm Öfnung Meade evtl Skywatcher zu empfehlen und eine passende Monty nicht vergessen.

Ich Beobachte heute noch hinterm Haus mit meinen Teleskope die Deepsky.

Du siehst ja was für Teleskope Ich habe, die Wahl war für mich auch nicht gleich einfach.
Da Ich ein Auto Audi A4 habe ist es einfacher ein Teleskop zu Wählen und in die Pampa zu kommen.

Mit Gruß Manfred

P.s. Es soll eine sinnvolle empfehlung von uns für dich gemacht werden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sven,
da hast Du die grundlegende Problematik der unterschiedlichen Anforderungen an ein Teleskop(system) wunderbar Erklärt.
Ich weiß schon warum ich 2 Röhren hab...
Und das geht dann bei den Okularen weiter.Die Anforderungen bei Deep Sky und Planeten sind zu unterschiedlich,als daß sie sich mit einem Satz Okulare Erfüllen lassen.Zumindest bin ich mittlerweile an diesem Punkt angelangt.Karsten hatte mir das schon einmal erläutert - und nun sehe ich das auch so.Hat eine Weile gedauert,aber ich habe jetzt den 2 Okularkoffer in Arbeit...
Grüße Rainer
 
Danke Euch für Eure tollen Inputs und vielen Dank Sven, dass Du Dir soviel Zeit genommen hast, diese Infos zu schreiben. Also wenn ich mir den Text so durchlese, kann ich mit einem 120er Apo nicht viel falsch machen. Mal sehen, ob das Geld reicht ...

Beim Newton fürcht ich mich ein bisschen vor den ganzen Einstellungen, dem Gewicht und der Unhandlichkeit sowie dem Auskühlen.

Jedenfalls hat mir das alles schon sehr weitergeholfen, Jungs! Vielen Dank! Ich werde Euch auf dem laufenden halten!
 
Hi,

doch, Du könntest mit dem 120er Apo einen großen Fehler machen:
1. Die Montierung überlasten
2. Zuviel Geld ausgeben.
Insbesondere, weil Du statt eines 120mm APOs Dir ganz problemlos zwei oder drei Teleskope mit Spezialeigenschaften anschaffen kannst, die in der jeweiligen Disziplin den Apo kaltstellen.
Für visuelle Deepsky-Beobachtungen kannst Du ab 700 Euro plus Zubehör einen 12" Dobson anschaffen, für Fotografie einen kleinen Apo mit Reducer (Pentax 75, etc) oder eine andere schöne Foto-Optik, als Planetenteleskop würde es ein 10" f/6 Newton dem APO paroli bieten, aber selbst ein gut hergerichteter 8" f/6 Newton erschlägt den APO.
Natürlich möchte man gerne alles in einer Optik haben, und wenn man das Geld hat, bietet der Apo da bis zu einer gewissen Öffnung (ab der einfach niemand mehr das Geld hat) das größte Potenzial. Aber das bedeutet wirklich, dass man nicht irgendeinen APO nehmen kann, der gerade 120mm Öffnung für den günstigsten Preis realisiert. Wenn ein 120mm Apo für einige tausend Euro gegen einen 150/1200 Newton für einige hundert Eure gesetzt wird, kommen die Preisrelationen schwer ins rotieren.

Darum in dieser Situation: Anschluß suchen zu anderen Sternfreunden (Du kannst ja mal mit Vornamen und Wohnort in Vorlage gehen). Dann mit denen mal eine oder mehrere Nächte beobachten und deren Geräte kennenlernen.

Was die Newton-Furcht angeht: Wenn die Furcht Dir einen Haufen Euros wert ist... Aber Du solltest nicht denken, dass ein APO ein "Ich kann sofort alles sehen"-Teleskop ist. Astronomisch sehen muss man lernen, mit Geduld, Ruhe und Übung. Und nicht jeder Apo ist einfach so perfekt, manche Apos müssen heutzutage eingeschickt werden, weil die Justage nicht stimmt, oder man kann gar nichts machen, weil die Linsen in falscher Position verkittet sind. Das ist zwar hauptsächlich ein Problem günstiger Geräte, aber selbst bei teuren kommt es eben zuweilen auch vor. Und was, wenn Du nicht in der Lage bist, die Abbildungsfehler zu erkennen? Wenn Du nach Jahren bei einem Vergleich mit anderen Sternfreunden feststellst, dass Du viel Geld in ein schlechtes Einzelexemplar, oder eben auch viel Geld in das falsche Teleskop gesteckt hast?
Darum auch hier wieder: Andere Sternfreunde kennenlernen, deren Teleskope kennenlernen und auch sehen, wie schnell die wenigen Handgriffe zur Optikjustage gemacht sind. Man wird selbst beim ersten Mal zwar länger brauchen, aber es gibt ein paar todsichere Methoden. (www.pteng.de und dort mal nach Barlowed Laser schauen.)

Clear Skies
Sven
 
Hallo Starshine :huhu:


Ja da hat Swen_Wienstein recht, du soltest erst anschluß zu Astronomen aufbauen dafür sind wir auch da, du bruchst dich nicht ihrgendwie Schämmen, von uns gibt es Handwerker, Studenten, Lahrer, Doktoren, Meister verschiedener Berufsklassen, und andere.
Gebe einfach Wohnort an, in Mein Profil, viele haben Teleskope manche sogar 2 bis 3 Stück, so kann man dich zu einem Teleskop Treffen einladen, Du wirst Staunen was für eine Auswahl an Teleskpe es gibt,vieleicht gibt es in deiner Stadt eine Sterwarte, oder auch einen Astronomischen Verein.


Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nur ganz wenige beissen, und fast alle lassen sich mit Marmeladenbrötchen bändigen :)
Im Mitgliederboard gibts aber auch ein Thread für Frauen; naja, zumindest indirekt. In jedem Fall bist Du nicht die Einzige.

CS
Jürgen
 
Die Entscheidung naht nun. Wir haben lange überlegt und sind zur Grundsatzentscheidung gekommen, dass es (aus den Gründen die hier schon millionenfach am Board gepostet waren) ein Refraktor sein soll. Die Anforderungen waren, bissl Planeten, viel Deep Sky und wenn wir uns mit allem zurecht gefunden haben, wollen wir auch Fotografie betreiben. Es sind nun 4 Produkte in die engere Auswahl gekommen. Vielleicht findet ihr eine kurze Minute Zeit und würdet Eure Präferenz mit Begründung anführen. Das wäre spitze. :)

- William Optics Fluorostar 110 (gut für Fotografie)
- Vixen ED 115 (Allrounder)
- Vixen Neo-Achromat 140sf (bestes Preisleistungsverhältnis)
- William Optics Megrez 110 (Sparversion)

alles auf einer Vixen Sphinx.

Vielen Dank für Eure Kommentare und generell Postings am Board. Die Astronomie.de Community und Herr Wolfgang Ransburg waren echt eine große Hilfe bei der Entscheidung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
meine Meinung:

Wenn Ihr soviel Geld ausgeben wollt, investiert in zwei Geräte.
Eines für die visuelle Beobachtung und eines evtl. dann für Fotografie.

Gruß,
Klauser
 
Hallo,

Zitat:
"Vielen Dank für Eure Kommentare und generell Postings am Board. Die Astronomie.de Community und Herr Wolfgang Ransburg waren echt eine große Hilfe bei der Entscheidung."

Nun denn, zwischen visueller Beobachtung und Fotografie klaffen Welten. Dazu benötigt es anderes Equipment, sowohl visuell als auch fotografisch.

Mit den ausgesuchten Geräten läßt sich beides bewerkstelligen - und beides nur halbherzig -.

Zur visuellen Beobachtung, soll sie Sinn und Freude machen, benörigt man 8", das ist das Mindestmaß.
Zur Fotografie reicht ein Refraktor nicht aus. Dazu benötigt man noch ein Leitrohr (ggf. auch einen Refraktor) mit Fadenkreuzokular oder einer CCD-Kamera zur Nachführung. Das Ganze auf einer Montierung, die beides trägt, da ist die ausgesuchte in Ordnung.

Weiteres Zubehör erspare ich mir hier, dazu gibt es schon eine Menge Informationen hier in den diversen Threads.

Loge, ein Händler empfiehlt, was er verkaufen möchte und preist dies hoch. Wenn ihr damit einverstanden seid, "denn man too..."

Meine Ausrüstung wäre eine andere, da Ihr Euch aber auf einen gewissen Händler eingeschossen habt, wage ich nicht, hier andere Alternativen anzusprechen.

Mein Tip: Hört Euch in der Szene rum, das Angesprochene ist zwar recht nett, aber weder für das eine noch für das andere optimal geeignet. Und bei der Summe, die Ihr bereit seid, auszugeben, gibt es besseres.

CS
Winfried
 
Nur keine Scheue! Das Posting ist ja beabsichtigt, weil wir möglichst viele Seiten hören wollen. Da es sicherlich sehr viele Leute gibt (und glücklicherweise viele hier am Board sind), die mehr Ahnung haben von Teleskopbeobachtung und Astrofotografie, hören wir uns alles an. Kritik ist ja (wenn sie keinen persönlichen Beleidigungen enthält) grundsätzlich nichts negatives und genau das wollen wir hören. :)

Jedenfalls danke für den Beitrag. Es würde uns jedoch Deine Alternativen interessieren.

Einzig den Händler müssen wir jetzt etwas in Schutz nehmen. Er hat von uns sehr enge Vorgaben bekommen (u.a. was er lagernd hat!!!) und dadruch sind diese Geräte zur Auswahl gekommen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Starshine,
die Sache ist eben die: du/ihr wollt hauptsächlich Deep Sky Objekte sehen.Wie Winfried schon richtig bemerkt hat,ist da Öffnung gefragt.Mehr als "nur" 4,5" sind einfach besser geeignet.Mein erstes Röhrchen hatte 110mm Öffnung(für Planeten),ich ging davon aus daß DS kein Sinn macht,wurde aber eines besseren Belehrt.Es geht durchaus,allerding braucht man einen sehr dunklen Himmel und man muß sehr genau Hinsehen.Dafür erlernt man das astronomische Sehen schneller... ;)Als ich dann das erste mal durch einen 10"er geschaut hatte war´s passiert,ich mußte "Aufrüsten"...
Ob paralaktisch oder als AltAz-Dobson-wie auch immer geartet Montiert - 8" Öffnung erschliessen neue Welten...
Grüße Rainer
 
Hallo Starshine,

entschuldige, wenn ich jetzt mal etwas ketzerisch frage: "Kauft Ihr euer Auto auch aus dem Katalog ohne Probefahrt oder vorher angesehen zu haben?" :gutefrage:

Genau das habt Ihr beim Teleskop gerade vor!

Wenn ich das recht verstanden habe, hast Du keinerlei praktische Beobachtungserfahrung mit einem Teleskop, richtig?
Aber es brennt nun unter den Nägel und ein Teleskop muss her, richtig? Also keine Zeit (oder Lust) zunächst jemand zu suchen, mit dem man erst mal beobachten gehen könnte.

Daher mein Vorschlag, wenn´s jetzt schnell gehen muss:

Trotz Bedenken wg. Justage (ist alles erlernbar):
Kauf Dir zunächst einen 8" f/6 Dobson.

Warum?
(1) Der kostet mit Zubehör gerade mal 1/10 von deiner Lösung und bringt DeepSky bestimmt mehr.
(2) Wenn später Foto dazukommen soll, dann kannst Du jederzeit eine parallaktische Montierung drunter setzen. Mit dieser Kombination bist Du fotografisch dann über Jahre versorgt. Alternativ kannst Du Dir dann auch ein fotografisches Zweitgerät zulegen.
(3) Damit ist erstmal der akute Bedarf gedeckt und Du kannst dann in Ruhe eigene Beobachtungserfahrung sammen und andere Sternfreunde suchen (ggf. auch ein Teleskoptreffen besuchen). Wenn Du dann merkst, es ist das falsche Teleskop, dann kannst Du es immer noch verkaufen. Der Verlust ist dann ebenfalls nur 1/10 vom anderen Gerät.

Aber all das haben Dir hier ja schon einige Kollegen geschrieben.

So, das waren meine persönlichen Gedanken zu dem Thema.

CS
Volker
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hmm also um ehrlich zu sein, habe ich (Tom) mir mein 48.000 € Auto ohne Probefahrt gekauft. Dafür habe ich sehr viele Testberichte vorher gelesen. :P

Spaß bei Seite. Physikalisch ist es mir (als Hobbyastronom) klar, was in einem Teleksop passiert, vielleicht mehr, als so manch anderem. Praktisch kenne ich nur Sternenwartenteleskope (Renate gar keine) und das ist natürlich eine andere Liga. Es gibt aber soviele verschieden Marken und soviel verschiedene Orte, von denen man beobachtet. Und gerade hier habe ich mir viel Input von Euch erhofft und danksenswerter Weise auch bekommen. Wir haben hier sehr hohe Berge (700-2000 Meter), was die Entscheidung natürlich auch noch erheblich beeinflußt.

Obwohl in einem gebe ich Euch schon recht: Rein preis-leistungstechnisch bieten Spiegelteleskope schon einen Vorteil. Ist ja auch nicht viel dran an einem Spiegelteleskop. Gute Linsenteleskope sind die feinere Arbeit.

Sehr witzig ist: Wir waren gerade auf einem Festl und ich bin mit jemandem ins Gespräch gekommen, wo sich herausgestellt hat, dass er Dr. der techn. Physik ist. Es war amüsant, seine Meinung zu hören. Ich bin ja fast der Meinung, dass es sich bei Hobbyastronomen so verhält, wie im Fußball. Es gibt soviele Experten, wie Zuseher. :)

Jedenfalls danke nochmals für alle Inputs!
 
Hi
in Zeiten wo Amateure 20, 30 Zöller und mehr haben, sind viele Sternwartenteleskope tatsächlich eine andere Liga. ;)
Aber anders als Du das meintest. ;)

1. Die eierlergende Wollmilchsau gibts nicht
2. Ohne praktische Erfahrungen kauft man kein Telekop,
weil man die Leistung nicht beurteilen kann
3. Anfangen und gleich alles wollen gibt Frust.

Ich meine nach wie vor das Ihr auf dem Holz weg seit.
Aber das müßt Ihr wissen.
CS




 
Ich verweise nur auf meine Signatur ...

Gruß
Adson
 
Hallo Tom,

ich weiß ja nicht, was ein Dr. rer nat Dir so als Meinung kund tat, aber eines weiß ich: Wenn er sich mit Amateurastronomie praktisch noch nicht auseinander gesetzt hat, dann war der Rat für den blauen Sack neben dem Würstlstand.
An ein Teleskop im wissenschaftlichen Einsatz gibt es doch ein ganz anderes Anforderungsprofil, als an ein Teleskop für Hobby-Beobachtungen. Oft ist das Hobby-Teleskop optisch sogar besser, weil Wissenschaftler von Berufswegen weniger auf ein scharfes Bild wert legen, als auf korrekte Astrometrie, also verzeichnungsfreie Abbildung, fotografisch geebnetes Bildfeld, usw.

Macht ja nix, Du darfst Dir Deinen APO gerne kaufen. Pass nur auf, dass Du nicht auf einmal doch nur einen Achromaten kaufst, weil das Preis/Leistungsverhältnis da am besten ist (140mm NA)!
Aber dann bitte nicht heulen, wenn in 10 Jahren mal jemand mit einem guten 8" Spiegel neben Dir steht, und Deinen schweineteuren APO in allen Disziplinen versägt.
Übrigens, wusstest Du, dass Spiegel mindestens mit doppelt so hoher Oberflächenqualität geschliffen werden müssen, wie Linsen, um beugungsbegrenzte Bilder zu machen?

Deine Entscheidung für ein Linsenteleskop ist völlig OK, aber das Bestreben, möglichst keine Informationen aufzunehmen, sei es theoretisch oder praktisch, ist schon stark ausgeprägt. Das ist dann eben Beratungsresistenz und hat mit Preis/Leistungsverhältnis nichts mehr zu tun.
APOs kauft man sich für gewöhnlich aus ästhetischen Gesichtspunkten oder für die Fotografie. Man nimmt dann in Kauf, aus finanziellen Gründen auf Leistung zu verzichten, weil ein 8" Apo für die meisten Sternfreunde in Deutschland finanziell unerreichbar ist.

Clear Skies
Sven
 
...oder anders formuliert:

Einen schönen APO kaufe ich mir dann, wenn ich bereits alles andere habe und ggf. bei Doppelsternbeobachtung nadelfeine Sterne zu sehen (die ich in einem guten Spiegel aber auch habe).
Aber für manche macht so ein APO schon was her, sieht halt auf einem Teleskoptreffen immer gut aus, so ganz in weiß mit einer weißen Montierung....

Da verblassen die grauen, blauen oder roten Dobsons mit ihrer primitiven Holzkiste doch schon.
Dann noch das entsprechende Outfit des Beobachters und ich fühle mich um 16 Jahre zurückversetzt auf den Dobratsch in Kärnten, wo die damals noch existente Firma Carl Zeiss Jena ihre ölgefüllten APQ`s im dunklen Nadelstreifenanzug mit blau gestreifter Krawatte (alle gleich natürlich) dem erstaunten und belustigtem Puplikum präsentierten. Aber solche Menschen muß es natürlich auch geben, irgendwer muß diese Dinge ja kaufen.

CS
Winfried
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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