Zubehör für einen Mak 127/1500, Teil 2

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Danke für den Hinweis!

Eine Frage ist mir doch noch eingefallen zum Thema Sucher: Ist es sinniger, einen mit 90° Winkel zum nehmen oder einen geraden? Vermutlich ist ersteres praktikabler, andererseits bin ich es vom LPS-Sucher gewohnt, bei Beobachtungen hoch am Himmel auf dem Boden rumzukriechen :)
 
Dazu kann ich nur sagen: ich habe einen geradesichtigen und habe mir schon oft einen mit Winkeleinblick gewünscht, wenn ich in Zenitnähe etwas gesucht habe...

;-)
 
Uhhh, so spontan aus dem Bauch würde ich sagen, dass dir der 90° das Bild so zeigt, wie es im Mak ist. Ich habe bisher nur geradsichtige Sucher ausprobiert und würde mir den 90°-Einblick komfortabler vorstellen.

Viele Grüße
Markus

Edit: Groben Unfug geschrieben. Es ist aufrecht und seitenrichtig. Dann lassen sich die Karten besser nutzen!
 
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Ein geradesichtiger Sucher sollte Dir ein seitenverkehrtes, aber aufrechtes Bild liefern. Beim Winkelsucher wird der Winkel durch ein Amici-Prisma erzeugt, das auch dazu führt dass das Bild seitenrichtig und aufrecht erscheint.

Am Maksutov hast Du wahrscheinlich ein Zenitprisma, kein Amici-Prisma. Das Zenitprisma führt zum seitenverkehrten Bild.

Ich hoffe ich habs richtig wiedergegeben ;-)
 
Mit einem Prisma steht das Bild nicht mehr auf dem Kopf, und wenn es ein Amiciprisma ist, sind zusätzlich auch die Seiten nicht mehr vertauscht.

fquadrat
 
Ein normaler Geradsichtsucher zeigt ein seitenverkehrtes Bild, in welchem auch Oben und Unten vertauscht sind. Das hängt mit der Punktspiegelung im Objektivfokus der Keplerkonstruktion zusammen.

fquadrat
 
Ok, merci - eine Frage zum Thema "suchen und finden" fällt mir noch ein: Was ist denn, wenn man statt LPS oder optischem Sucher die Koordinateneinstellung der Montierung benutzt? Also ausrichten auf ein bekanntes Objekt, dessen Koordinaten einstellen, und dann auf das gesucht Objekt "fahren"? Ist das zu wenig exakt? Oder einfach nicht populär?
 
Hallo nochmal,

wenn ich Dich richtig verstanden habe würde ich vermuten dass Deine Vorgehensweise zwar theoretisch möglich wäre, aber in der Praxis zu ungenau - zumindest sofern Deine Montierung nicht zu 100% exakt eben steht und eingenordet ist.

Im Prinzip funktionieren ja GoTo Steuerungen nach einem ähnlichen System, aber die arbeiten ebenfalls nur richtig wenn die Einnordung bzw. das Alignment und die ebene Aufstellung absolut exakt waren.

Dazu kommt dass die Skalen bzw. die Einstellungsmöglichkeiten an den einfacheren Montierungen wohl etwas ungenau dafür sein dürften.

VG Stephan


 
Ja, genau diese Vorgehensweise war auch in der beiliegenden Anleitung zum Teleskop beschrieben - testen konnte ich das leider noch nicht, es gab bislang auch so genug zu entdecken...

Also scheint es, als wäre das eher ein ungewöhnliches Vorgehen? Vielleicht teste ich es mal mit 2 bekannten Sternen...
 
Hallo Stephan,

Zitat von Parathionethyl:
aber in der Praxis zu ungenau - zumindest sofern Deine Montierung nicht zu 100% exakt eben steht und eingenordet ist.
die ebene Aufstellung erleichtert nur das Einnorden, ist aber nicht zwingend notwendig, da nur die Einnordung entscheidet (Ra-Achse parallel zur Erdachse), wie genau manuell positioniert werden kann. Eingenordet sollte aber schon ausreichend genau sein, 100% ist aber nicht nötig und auch gar nicht erreichbar.

Im Prinzip funktionieren ja GoTo Steuerungen nach einem ähnlichen System, aber die arbeiten ebenfalls nur richtig wenn die Einnordung bzw. das Alignment und die ebene Aufstellung absolut exakt waren.
Das ist falsch. Mit der 2-Sterne-Kalibrierung reicht es, die Montierung mit einem Kompaß nach Norden auszurichten. Eben mujß da auch nix sein. Die Polhöhe passe ich zwischen Photo- und Spechtelstandort auch nie an. Es läuft mit der Zeit halt das Objekt langsam aus dem Gesichtsfeld, wenn die Einnordung nicht stimmt. Das Goto funktioniert aber aufgrund der 2-Sterne-Kalibrierung perfekt (hier HEQ5-Pro SynScan).

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

aha, auch wieder was gelernt! Allerdings hatte ich - ebenfalls mit der EQ5 Synscan - bisher immer das Gefühl dass das Anfahren der Objekte nur dann dauerhaft gut funktioniert hat wenn ich die Montierung erstens exakt eben, zweitens exakt eingenordet und drittens das Alignment sehr genau durchgeführt hatte.

VG Stephan
 
Hallo Stephan,

wenn Du einnordest, brauchst Du die Montierung nicht so exakt eben aufzustellen. Du könntest die Montierung auch an eine schräge Wand schrauben.
Alles steht und fällt mit der RA-Achse. An ihr ist ja auch die DEC-Achse befestigt und erst daran das Teleskop. Durch das Einnorden richtest Du die RA-Achse zur Erdachse aus. Die Montierung-Software merkt dadurch gar nicht, wie schief die Montierungsbasis befestigt ist.

Gruß,
Markus
 
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