Zubehör für einen Mak 127/1500, Teil 2

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mavo0013

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Hallo zusammen,

vor einiger Zeit habt Ihr mir hier schonmal bzgl. Zubehör weitergeholfen. Natürlich bin ich nun ein gut halbes Jahr später ein wenig weiser, und kann schon besser beurteilen, was ich brauchen könnte...
Trotzdem würde ich Euch gerne mal wieder mit ein paar Fragen quälen, und da gestern zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder mal richtig tolles Seeing war, bin ich gerade hochmotiviert:

1) Momentan habe ich folgende Okulare:
- 10 mm (beliegend)
- 25 mm (beliegend)
- 32 mm TSSP
- 7-12 mm TS

So richtig überzeugt bin ich eigentlich nur vom 32 mm TSSP, der Rest ist irgendwie... naja. Gerade auch das Zoom finde ich irgendwie nicht so schön, auch die anderen beiden gehen zwar, wirken aber nicht so "knackig" wie das 32 mm. Vielleicht täusch ich mich ja auch. Aber im Prinzip würde ich gerne noch 2-3 Okulare dazukaufen, möglichst Nicht-Zoom. Und ich würde sie gerne auch noch nutzen können, wenn ich mir doch mal noch nen Dobson dazukaufe. Ein Okular hätte ich gerne, mit dem ich hoch vergrößern kann. Was würdet Ihr raten? 6mm? 7 mm? Und was für eines? Und was wäre in der Mitte sinnvoll? Vielleicht 20 und 10? Budget wären so insgesamt 150 Euro erstmal (ich weiß, nicht die Welt, aber ich hoffe trotzdem, mich damit verbessern zu können)

2) Gestern haben wir insbesondere auch den Orion-Neben beobachtet, zum ersten Mal. Beeindruckend! Die Frage ist: Als grün-blau wie im Karkoschka beschrieben habe ich ihn nicht wahrgenommen. Lohnt es sich hier generell, noch einen Nebelfilter zu nutzen?

3) Bald ist ja der Venus-Sonnen-Transit: Ist diese Baader-Folie quasi der Standard für Sonnenfilter? Oder empfehlt Ihr noch was anderes?

4) Zum Rotlicht: Ich habe momentan so ein Skywatcher-Teil, daas man dimmen kann und umschalten auf Weißlich. Allerdings verwendet es keine normalen Batterien. Wisst Ihr da noch was, was eventuell AA oder AAA verwendet und auch umhängbar ist?

5) Letzte Frage, aber ganz was anderes: Ich bilde mir ein, gestern Jupter so gut gesehen zu haben wie noch nie. Allerdings habe ich keinen Fleck im Band gesehen - ist der momentan unsichtbar?

Danke Euch - macht übrigens immer sehr viel Freude hier mitzulesen, auch wenn man keine Frage hat. Ach ja: Falls einer von Euch ne Idee hat, wo im Raum HD ein Teleskoptreffen zu finden sein könnte - ich wäre SEHR interessiert...

Gruß Volker
 
Hallo Volker,

ich habe den 4" Mak und nutze auch sehr gerne das 32er TSSP, kann dich da voll verstehen. Das Zoom habe ich ebenfalls, nutze es aber nur im Bereich 7 bis ca.10mm (hauptsächlich Mond und Planeten, um zu sehen, was in der Nacht möglich ist) und bin da eigentlich ganz zufrieden. Zwischen dem Zoom und dem 32er hab ich dann noch ein 12er und ein 20er Erfle. Bei meinem Himmel kann ich nur selten sinnvoll mit einem Okular <12 arbeiten. Von der AP her wäre meine Konfiguration auf dich übertragen ein 11er und ein 18 (wenn ich mich nicht verrechnet habe, was leicht sein kann). Ich kann dir nicht sagen, ob das das allein seeligmachende ist, ich konnte bisher gut damit beobachten und habe mir bis jetzt noch keine Zwischenstufe gewünscht (aber ich stehe noch am Anfang meiner "Karriere").

Gestern hatte ich mal eine Beobachtungsnacht auf dem Land, da erschien mir der Nebel leicht bläulich. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass da die Farbempfindung von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Wenn ich in der Stadt beobachte, sehe ich eigentlich nur grau. Ich habe auch einen UHC-Filter, den ich aber in der Stadt noch nicht ausprobieren konnte. Beim Orionnebel unter Landhimmel war die Verbesserung des Bildes eher dezent bis kaum merklich. Ob meine Investition in den UHC sich gelohnt hat, kann ich jetzt noch nicht sagen, da muss ich noch mehr rumprobieren, v.a. aber unter Stadthimmel.

Ich bin erst 2 Jahre dabei, aber vielleicht hilft dir mein Geschreibsel als Denkansatz.

Viele Grüße
Markus
 
Hi Volker,

schau die mal die TS HR Planetary an.
An deinem Gerät eventuell als 7mm.
Die sind ansich und vom Preis sehr anständig.
Ein 15 mm des selben Typs könnte als zwischending von 7 zu 32 dienen.
Oder statt dem 15mm, ein TS WA12 und ein TS WA 20.
Das wars dann mit deinem Budget.
Ich selber besitze auch ein 127 Mak und das TS WA 20.
Konnte beide leider noch nicht testen und nicht sagen
wie gut das WA20 wirklich ist.
Aber vielleicht konnt ich dir so einen kleinen Tip geben zumindest mit dem Planetary.

Lg Silvio
 
Hallo Volker und Silvio,

wenn das 7mm TS Planetary in etwa baugleich mit dem Skywatcher Planetary ist, dann möchte ich da fast abraten. Ich habe das 7mm SW Planetary und das Bild wird schon extrem dunkel, Planeten machen da nicht sonderlich Spaß, da das Bild ziemlich matschig rüberkommt. Da gefäält mir das Bild im Zoom auf "kleinster Stufe" mit 7mm besser.

Am besten wäre es natürlich, wenn du mal vergleichen könntest, nicht jeder hat da das gleiche Empfinden...

Viele Grüße
Markus
 
Danke Euch schonmal für Euren Input.

In der Tat waren meine momentanten Favoriten:

- 7 mm Planetary, kostet ca. 70 Euro
- 20 mm Erfle, kostet ca. 50 Euro
- optimalerweise noch ein ca. 10 oder 12 mm Planetary, weil ich zwar oft auf 10 mm (=150x) gehen konnte, aber nur ganz selten auf 7mm (=210x).

Was ich mich aber frage: Ist die Abbildungsleistung der Planetarys und Erfles nicht schlechter als die von "normalen" Plössls? Und welche Bauart ist denn so ein Planetary eigentlich? Oder ist das eine selbstständige Art?

 
Hallo Volker,

in den Planetaries ist immer noch ein Barlowelement verbaut, d.h. da sind jede Menge Linsen drin. An meinem langsamen Mak ist die Abbildungsqualität eher mau. Die Erfles haben weniger Linsen und laufen an meinem Mak toll und bringen ein klares helles Bild. Mein 12er ist das TSWA, das Silvio erwähnt hat, und das 20er ein Williams WA. Die Abbildungsqualität der Planetaries mag nicht schlecht sein, aber am langsamen Mak passen die nach meinem Empfinden nicht so gut.

Viele Grüße
Markus
 
Servus

zu 1.) Für den Bereich der hohen Vergrößerung würde ich bei deinem Gerät ein 8mm Ortho oder Plössl nehmen. Hier habe ich bisher mit den Televue Plössls und den Baader Genuine Orthos gute Erfahrungen gemacht.
Nachteil bei diesen Bauarten ist dann zwar der sehr geringe Augenabstand, aber für die Planetenbeobachtung muss man den Rand des Gesichtsfeldes eh nicht sehen. Bei der Beobachtung des Mondes kanns aber lästig sein.

zu 2.) Wie bereits von Markus erwähnt ist die Farberkennung eine sehr subjektive Sache. Selber erscheint mir M42 eher ebenfalls bläulich. Wenn ich ihn durch meinen Nebelfilter betrachte wird er aber tatsächlich grün - aber nur deswegen, weil der Filter das Bild einfärbt *gg* .

zu 4.) Ich benütze ene Rotlicht-Stirnlampe. Ist sehr praktisch weil man beide Hände frei hat. Meine wird mit 3 AAA Batterien betrieben.

zu 5.) Jupiter rotiert ja auch um seine eigene Achse. Und somit ist der GRF (großer roter Fleck) ja auch nicht immer sichtbar. Hier kann ich dir folgendes kostenloses Programm ans Herz legen -> http://www.ajoma.de/html/jupitermond-ereignisse.html
Hier kannst du es runterladen und für deinen Standort entsprechend einrichten -> http://www.cpac.org.uk/solar.asp

Aja, lass dich nicht vom Namen in die Irre führen: Er heißt zwar "großer roter Fleck", aber zur Zeit wäre "großer weißer Fleck" richtiger.

LG Michael
 
Hallo,

hier ein Link zu Okulartypen. Kannst du dir ja mal anschauen bevor du eine Wahl triffst.

Vielleicht wäre für die grosse Vergrösserung auch ein Ortho was wenn der Einblick gefällt.
Ich spiele auch mit dem Gedanken mir ein Kasai-Ortho zu kaufen, jedoch kann ich mit dem so nichts anfangen. Vielleicht kennt jemand eins.

LG Silvio

Huch da war Michael mit dem Ortho schneller
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für die Links, sehr interessant! Wenn ich das richtig sehe, sind Orthos wohl besser als die Planetarys - aber was für ein Typ sind denn diese Planetarys? Plössl mit Barlow?

Ok, gerade die angesprochene Schärfe der Orthos klingt super - genau das will ich, etwas "scharfes" :) Könnte man sagen, dass die Orthos da generell am Besten sind?

Und im Mittelbereich klingt das Erfle ok, oder?
 
Moin!

> was für ein Typ sind denn diese Planetarys? Plössl mit Barlow?

Ein 6er Planetary habe ich mal auseinandergenommen: Das ist ein Dreilinser (erinnert an ein "reversed Kellner") plus achromatischer Barlow-Linse. Insgesamt also 5 Linsen.
 
Hallo Volker,

Jupiter rotiert, so kann es sein daß der GRF bei deiner Beobachtung
gerade auf der aus abgewandten Seite von Jupiter war.

Mich wundert es etwas daß du deine Okulare als nicht so "knackig"
wie das 32mm empfunden hast. Zumindestens beim 25mm Okular
ist die resultierende Vergrößerung noch so klein daß es
einen scharfen, kontrastreichen Anblick geben sollte.

Die Vergrößerung errechnest du so:

Teleskopbrennweite geteilt durch Okularbrennweite = Vergrößerung

Bei guter Luftruhe und wenn das Teleskop sich an die Umgebungstemperatur
angepa0t hat und wenn die Optik ausreichend gut ist und wenn
die Justage deines Teleskopes in Ordnung ist und wenn du
normal gute Augen hast kanst du sinnvoll bis etwa zum
1,5 fachen des Optikdurchmessers in mm hochvergrößern.

Das entspricht einer Austrittspupille von 0,66mm.
Etwas geringere Vergrößerungen von 0,8mm bis 0,7mm AP
werden von vielen Beobachtern an Jupiter als besser empfunden.

Die AP errechnest du über eine der beiden folgenden Formeln:

Teleskopdurchmesser in mm geteilt durch die Vergrößerung = AP in mm.

Okularbrennweite geteilt durch die Öffnungszahl des Teleskopes.

Die Öffnungszahl errechnest du wie folgt:
Teleskopbrennweite in mm geteilt durch Öffnung in mm = Öffnungszahl N.

Also 1500mm : 127mm = 11,8

Da aber die effektive Teleskopbrennweite mit einem Zenitprisma
oder Zenitspiegel eher etwas über 1500mm liegt kannst du getrost mit
N = 12 rechnen.

Daraus ergibt sich daß ein 8mm Okular (8mm geteilt durch 12 = 0,66mm)
in etwa die sinnvolle Maximalvergrößerung ergibt.

Wichtig für die Frage nach den richtigen Okularen ist ob
du beim beobachten eine Brille verwendenn must.
Das ist selten der Fall, da reine Fehlsichtigkeit durch
fokussieren ausgeglichen werden kann. Starker Astigmatismus
muß per Brille oder ein anderes optisches Zusatzelement ausgelichen werden.

Der nächste Punkt ist einzugrenzen welche Okulare an deinem Teleskop
gut funktionieren. Da kann ich dir eine positive Nachricht verkünden:

An einem f/12 Teleskop funktionieren alle aktuellen Okulartypen.
Du kannst also preiswerte Okulare mit wenigen Linsen verwenden:

Plössl, Ortho nach Abbe, Kellner, RKE, Monozentrisches Okular,
König, aber auch alte Weitwinkelokulare wie die Erfle Typen.

Die billigste Möglichkeit wären also einfache aber brauchbare Plössl
wie beispielsweise die dort abgebildeten Plössl:

www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p148

Die kamen früher aus Taiwan, ob das immer noch der Fall ist
weis ich aber nicht. Daher gibt es auch preiswerte WW Okulare:

www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p4832

Orthos gibt es zu erschwinglichen aber höheren Preisen aus Japan
(oberes Bild):

www.universityoptics.com/125inch.html

Die darunter kommen aus China.

Die RKE Okulare sind Dreilinser in der Anordnung 2-1 :

www.edmundoptics.com/products/displayproduct.cfm?productid=2075

Echte Kellner Okulare findet man heutzutage selten.

Mit etwas Glück kann man auf dem Gebrauchtmarkt gute Okulare
verschiedenster Typen günstig bekommen.

Wie auch immer. Ich würde dir raten mal nach guten Okularen im bereich 8 / 10 / 12 / 15/ 20mm zu suchen.
Das ist eine nette Abstufung die zusammen mit deinem
32mm keine Lücken aufweist.

Wenn du auf die etwas teureren Okulare die neu zwischen
70 und 100 Euro liegen gehst dann reicht das Geld eben
für weniger Einzelokulare.

MfG,Karsten
 
Danke nochmals für die Infos, insbesondere auch an Karsten für die lange Ausführung!

Stimmt schon, das 25 mm geht noch - auch wenn es mir schon deutlich weniger "scharf" vorkommt als das 32 mm.

Ja, ich dachte auch an ein 8mm. Soooo riesig ist der Unterschied in der Vergrößerung zum 7mm ja nicht mehr, und ich denke, das Seeing ist bei ca. 190x nen Tick weniger wichtig als bei 210x...

Aber wenn mein Teleskop alle Okulare gut "verträgt" (was ich schon öfter gelesen habe): Denkt Ihr, es lohnt sich dann überhaupt, ein Ortho zu kaufen? Oder werde ich den Unterschied zwischen dem 7-21 Zoom und dem 8 mm Ortho (bei gleicher Vergrößerung) gar nicht sehen? Ok, letztendlich muss ich das wohl ausprobieren. Wenn ich nur ein Teleskoptreffen in der Nähe wüsste...

Kugelsternhaufen kann man ja auch ein wenig mehr vergrößern - gibt es eine Okularart, die dafür besonders geeignet wäre? Also: Ist ein Ortho ein Planeten-Okular, aber für Kugelsternhaufen nicht so gut? Oder ist das jetzt übertrieben? (sorry, aber ich hab halt noch nicht viele Okulare gesehen)
 
Hallo Volker,

Aber wenn mein Teleskop alle Okulare gut "verträgt" (was ich schon öfter gelesen habe): Denkt Ihr, es lohnt sich dann überhaupt, ein Ortho zu kaufen? Oder werde ich den Unterschied zwischen dem 7-21 Zoom und dem 8 mm Ortho (bei gleicher Vergrößerung) gar nicht sehen? Ok, letztendlich muss ich das wohl ausprobieren.

der Spruch "verträgt alle Okulare" soll bedeuten daß dein
Teleskop nur geringe Anforderungen an die Okulare stellt.

Je lichtschwächer ein Teleskop ist desto "spitzer" ist das Strahlenbündel
welches von der Öffnungsblende des Teleskopes her auf die Brennebene
zuläuft und dann nach der Brenneben wieder auseinander läuft
bevor es dann auf die erste Linse des Okulares trifft.

Dieses Strahlenbündel bekommt das Okular gut unter Kontrolle.
Und das sogar abseits der optischen Achse.

Wenn du aber beispielsweise ein f/4 Teleskop hast sieht das
dann ganz anders aus. Da bekommen die von mir oben erwähnten
einfach aufgebauten "weniglinsigen" Okulare das Strahlenbündel
selbst auf der Achse nicht mehr voll in den Griff, so daß ein Stern
etwas aufgebläht erscheint oder zumindestens der Sterntest
sphärische Aberration zeigt. Abseits der Achse zeigt
das weniglinsige Okular dann heftigen Astigmatismus.

Dein Mak (Typ "Gregory Mak") selbst hat folgende Abbildungsfehler:

Auf der Achse sphärische Aberration bei den Nabenfarben.
Abseits der Achse hat er Koma, etwas Astigmatismus und
natürlich Bildfeldwölbung. Letztere ist das was zumindestens
dem älteren Beobachter (der ja nicht mehr so gut akkomodieren kann)
wohl am ehesten auffallen wird.

Gegen all diese Dinge kann das Okular nichts machen.
Ein "Flatfield"-Okular addiert wenigstens keine eigene Bildfeldwölbung hinzu.
Man könnte sich überlegen die Bildfeldwölbung des Gregory-Mak
mit einer Barlowlinse über-zu-korrigieren so daß sie zu der
eines einfachen Okulares paßt.
Da jedes Okular aber je nach Brennweite seine eigenen Bildfeldwölbung hat
gelingt das immer nur partiell.

Wie auch immer.

Der wesentliche Punkt für dich ist wohl die Tatsache
daß nicht alle Okulare ein Objekt welches sich in der Mitte
des Bildfeldes befindet (z.B. Jupiter) gleich kontrastrech abbilden.

Scharf können Plössl, Abbe Ortho, König und andere abbilden.
Aber ein Okular kann Streulicht verschiedener Art und Intensität
zum Objekt hinzufügen. Das ist es wobei sich die Okulare unterscheiden.
Und zwar weniger nach Okular-Typ, sondern vielmehr nach Fertigungsqualität.

Ein gutes Okular hat weder einen glänzenden Fassungsring,
nocht nicht-auspolierte Flächen, oder nicht-geschwärzte Linsenränder
die mit Licht in Kontakt kommen. Wenn die Linsen genügend Übermaß
aufweisen und Blenden vorhanden sind brauchen die Ränder
nicht gewschwärzt zu werden.

Wie auch immer. Eine gute mittlere Qualität sollte dir
entsprechend kontrastreiche Ansichten auch hellerer Objekte
(Planeten, Mond) zeigen. Darunter verstehe ich Okulare wie
die University Optics (Kasai, Baader) Orthos, Televue Plössl,
die besseren Exemplare der Edmund RKEs, die Baader Eudias
und die praktisch baugleichen Celestron Ultimas.

Wenn du aber Wert auf etwas größere scheinbare GEsichtsfelder legst
(die eben erwähnten haben so zwischen 42° und 50° SG)
dann gibt es 2 öglichkeiten.
Wenn die Okulare ebenso Streulichtarm sein sollen wie die
von mir oben erwähnten dann wird es teuer.
Gebrauchte Vixen LVW oder Pentax XL könnten dann der Weg sein.

Oder aber du kaufst neue WW-Okulare die dann aber im preisgünstigen Bereich
nicht die gleiche Streulichtarmut bieten wie die Qualitäts-WW-Okulare.

Es gibt mittlerweile auch neue preiswerte WW-Okulare
die ich noch nicht ausprobieren konnte.
Eventuell gibt es dabei ja auch bessere WW-Okus als bisher.

Ist ein Ortho ein Planeten-Okular, aber für Kugelsternhaufen nicht so gut?

Ein gut gemachtes Ortho ist an lichtschwachen Teleskopen
ein gutes Okular für die Planetenbeobachtung.

Ein Planet ist klein und paßt vielfach in das Gesichtsfeld des Orthos hinein.

Ein Kugelsternhaufen hast ein größere scheinbare Ausdehnung am Himmel.
Viele Kugelhaufen sprengen das Gesichtsfeld eines Orthos
schon bei weniger als 150x.
Insofern macht es Sinn sich genau zu überlegen was man womit beobachten will.

Ich könnte mir vorstellen daß ein Miß von Orthos etc für Planeten und Mond
bei hoher Vergrößerung und WWs für mittlere und niedrige Vergrößerungenn Sinn macht.

Ich nutze beispielsweise an meinem f/6 ATM-Newton:
40 / 21 / 14 / 10,5 / 7 / 5,2mm Pentax XL.

Dazu dann 18 / 12,5 / 9mm Japan-Orthos, 12 / 8mm Edmund RKEs,
all diese Weniglinser hinter eine 2,2x oder 2,8x Klee Barlow
oder 3x Televue Barlow.

Für die ganz großes Objekte und zum aufsuchen das 40mm Pentax XL
(2,05° am Himmel bei 30x), für große Objekte und zum aufsuchen
das 21mm XL (ca 1,25° am Himmel bei 57x), für viele offene Haufen
aber auch Galaxien das 14mm XL oder auch das 10,5mm XL,
letzteres auch für den Kugelhaufen M13, das 7mm XL für etwas
kompaktere Kugelhaufen und helle Galaxien, das 5,2mm XL
für Planeten oder Mond wenn das Seeing nur mitelmäßig ist.

Und wenn das Seeing gut bis sehr gut ist am Mond und am Planeten
ein 12,5mm Ortho + 2,8x Klee Barlow (269x), 9mm Ortho + 2,2x Klee (293x)
oder 12mm RKE + 3x Televue Barlow (300x).
All diese Kombinationen auch zur Doppelsterntrennung.

Ich denke auch:
Das beste wäre wenn du dir selbst an deinem Teleskop einen Eindruck
von verschiedenen Okularen verschaffen könntest.

MfG,Karsten
 
Hallo Volker,

Zitat von mavo0013:
Kugelsternhaufen kann man ja auch ein wenig mehr vergrößern - gibt es eine Okularart, die dafür besonders geeignet wäre? Also: Ist ein Ortho ein Planeten-Okular, aber für Kugelsternhaufen nicht so gut? Oder ist das jetzt übertrieben?
das kommt auch darauf an, ob Dein Teleskop lichtstark genug ist, das Bild vom jeweiligen Kugelsternhaufen bei weitwinkligeren Okularen bis zum Bildfeldrand hell genug zu vergrößern.
Reicht das Licht nicht, muß der Kugelsternhaufen kleiner bleiben. Dann braucht es kein Weitwinkelokular und es reicht vielleicht auch ein Ortho.
Bei 5" habe ich so meine Bedenken, daß an den meisten Kugelsternhaufen das Licht reichen wird. Bei 4" (unobstruiert) hat es mir jedenfalls bei keinem gereicht.

Gruß,
Markus
 
Hallo Volker,

zu der Okular-Diskussion kann ich leider nicht wirklich etwas auf Erfahrung Basierendes beitragen.

Ich habe das Skywatcher 5mm HR Planetary und das TS 7mm HR Planetary. Am Mond habe ich sie mit dem MAK 127/1500 bereits beide genutzt und für gut befunden. Am Jupiter hatte ich den Eindruck, im 12,5mm SuperPlössl ein kontrastreicheres Bild zu haben.

Aber wie gesagt, meine Erfahrungen mit dem 127/1500er MAK sind noch nicht groß.

Zu einer Deiner Fragen ist hier noch nichts geschrieben worden:
3) Bald ist ja der Venus -Sonnen-Transit: Ist diese Baader-Folie quasi der Standard für Sonnenfilter? Oder empfehlt Ihr noch was anderes?

Ich habe bisher nur die Baader-Folie gefunden und habe daraus auch Filter für mein Lidlscope und neuerdings für den MAK gebaut. Bin sehr zufrieden damit!

CS,

Achim

 
Hallo Achim,

Zitat von aro:
Am Jupiter hatte ich den Eindruck, im 12,5mm SuperPlössl ein kontrastreicheres Bild zu haben.

genau das meine ich auch. Mein 7er Planetary fristet inzwischen ein jämmerliches Dasein in meiner Fototasche. Selbst das 7-21mm Zoom bietet auf 7mm ein wesentlich helleres und kontrastreicheres Bild als das Planetary. Ich ziehe dem 7mm sogar das original 10mm Oku vor, das dabei war (dessen Abbildungsqualität mich positiv überrascht hat, ist wohl mal versehentlich ein gutes vom Band gefallen).

Auf meinem f4 Firstscope macht das Planetary eine gute Figur, aber wer will das schon ;)

Viele Grüße
Markus
 
Danke Euch nochmals!

@Aro: Vielleicht sollten wir mal Erfahrungen austauschen, wenn Du exakt das gleiche Teleskop hast!

@Markus: Planetary ist also definitiv raus...

@Karsten: Danke für die ausführlichen Erläuterungen!

Also, es wird wohl definitiv ein Ortho werden, 8 mm, vorzugsweise Baader.
Für den mittleren Bereich dann mal ein Erfle, und ev. noch eins von den TSSP Plössls (vorzugsweise für die Sternhaufen, die sich nicht so hoch vergrößern lassen, aber auch kein Weitwinkel brauchen) - ich nehme mal an, dass ein Plössl theoretisch schärfer abbildet als ein Erfle? Oder liegt ich da falsch?
Gibts bei den Erfle auch so einen Platzhirsch wie (anscheinend) Baader bei den Orthos?

 
Hallo Volker,

Gibts bei den Erfle auch so einen Platzhirsch wie (anscheinend) Baader bei den Orthos?

Baader bezieht oder (bezog?) die "Genuine" Orthos aus Japan.
Dort kaufen auch Andere ein, wie etwa Kasai ("conical top"
und HC Orthos) oder University Optics (conical top und HD Orthos).

Die "conical top" Orthos findest du ebenfalls bei Edmund Optics
im Katalog oder auf der Webseite.

Erfle ist eine BAuart (oder besser: es gibt mehrere Erfle Typen),
du findest Erfles sowohl in 2" Steckhülse als auch mit 1,25° Steckhülse.

ich nehme mal an, dass ein Plössl theoretisch schärfer abbildet als ein Erfle? Oder liegt ich da falsch?

Da liegst du falsch. Schau dir mal die Spotdiagramme im Buch

Rutten/van Venrooij: Telescope Optics

in Kapitel 16 an. Auf der Achse bildet ein Erfle an einem
lichtschwachen Teleskop keineswegs schlechter ab als ein
Plössl oder Ortho.

MfG,Karsten
 
Ok, danke, beim TS WA stand "Erfle Bauart" nicht dabei in 1,25", in 2" dagegen schon, daher war ich verwirrt.

Auf der Achse bildet ein Erfle an einem
lichtschwachen Teleskop keineswegs schlechter ab als ein
Plössl oder Ortho.

Jetzt bin ich wieder verwirrt - warum ist das Ortho dann ein Planetenspezialist? Warum nehme ich dann nicht lieber ein Erfle mit Weitwinkel für die Planetenbeobachtung?

Generell habe ich mal beim teleskop-service geschaut (noch ohne Kaufabsicht, aber das Sortiment ist groß und somit gut zur Orientierung).

Was haltet Ihr davon:
Baader Genuine Ortho:
http://www.teleskop-express.de/shop...ho-7mm---1-25--Okular-Gummi-Augenmuschel.html

Soll ich 7 oder 9 mm nehmen? Hatte mich eigentlich auf 8 festgelegt. Und was ist mit diesen Orthos?
http://www.teleskop-express.de/shop...m---Planetenokular---voll-multiverguetet.html


Für den mittleren Bereich:
http://www.teleskop-express.de/shop...--1-25--Okular---66----bessere-Verguetun.html

Welche Bauart ist das aber??

Oder das:
http://www.teleskop-express.de/shop...Okular---20mm---1-25----70--Gesichtsfeld.html

Wo ist da wohl der Unterschied?

Oder doch dasvon Karsten verlinkte:
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p4832

Aber ist das nun ein Erfle?

Habe inzwischen wirkllich sehr viel gelesen, aber die Entscheidung kann einem wohl keiner abnehmen. Wenn ich doch nur ein Teleskoptreffen in der Nähe finden würde. Evtl. probier ichs auch mal bei der Privatsternwarte Kraichgau...


EDIT: Noch eine Frage muss ich nachschieben: Momentan arbeite ich mit einem LPS - allerdings ist es oftmals so, dass da, wo ich was finden will, überhaupt kein Stern zwecks Orientierung zu sehen ist. Und dann mit dem LPS so genau einstellen, dass das eine Grad, dass der Mak schafft, das Objekt dann im Bild hat - sehr schwierig.
Denkt Ihr, ein 6x30 oder 8x50 Sucher würde da helfen? Oder ist das nicht so empehlenswert? Und wenn, dann welchen von beiden? Wie sind Eure Erfahrungen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Volker,

klar, am besten selbst durchschauen.
Ansonsten ist es eben so wie ich schrieb:
Mit ca f/12 stellt dein Teleskop keine hohen Anforderungen
an deine Okulare. Insofern hast du ziemlich freie Auswahl.

Wenn du unbedingt ein 8mm Okular nehmen willst dann könntest du
ein 8mm Edmund Optics RKE oder ein 8mm Televue Plössl nehmen.
Letzteres gab es früher als 7,4mm Plössl, manchmal findet man
ein gebrauchtes Exemplar. Ebenfall in dem Bereich ist das
7,5mm Baader Eudia, bzw das Celestron Ultima.

Ein 9mm Ortho ist nicht verkehrt, etwas weniger Vergrößerung
kann manchmal einen kontrastreicheren Anblick ermöglichen.

Ja, schau mal ob du an einem Treffen teilnehmen kannst.
Die eigene Anschauung ist durch nichts zu ersetzen.

MfG,Karsten
 
Hallo Volker,

an einem 4" Mak verwende ich ebenfalls ein 32mm Plössl. Klar, bei der geringen Vergrößerung ziemlich scharf. Das 25mm Plössl ist zu dicht dran, da ein 19mm Panoptic nicht weniger knackig ist. Das TSSWM 20 ist aber dich dran - kostet weniger als ein viertel. Ein 12mm Radian und ein 11mm Plössl sind auch knackig, letzteres sogar ziemlich gut.

Dann spaltet es sich und gehe ich mal einen anderen, nämlich meinen ganz persönlichen Weg: Das 8mm Radian kann es jederzeit mit dem 9mm Ortho aufnehmen - einfach mehr Feld. Das Ortho wirkt wie eine Röhre. Am Mond, am Kugelsternhaufen und am PN, sogar am Planeten macht mir das Radian mehr Spaß. Und am Dobson, den du oben erwähnt hast, bist du erstens froh, wenn du mehr Feld hast und nicht ständig nachschubsen musst und zweites haben diese Lichteimer f/6 oder noch schneller - da schwächelst ein Ortho, aber ein Radian bleibt durchgängig scharf.

Ach ja, der Augenabstand, der ist bei den einfachen Okularen recht gering, wenn es ein kurzbrennweitiges Okular wird. Beim 9mm Ortho sind das ca. 6-7mm, beim 8mm Plössl sind es noch weniger. Beim Radian sind es 20mm.

Und der Kontrast eines Radian ist wirklich ziemlich gut - ein RKE oder Ortho erkauft mehr Kontrast (nur wenn es gut umgesetzt ist!) mit den Einschränkungen die oben genannt wurden.

Der Preis ist aber recht unterschiedlich, das kann den Ausschlag geben ... das Radian kostet derzeit etwas über 200 Euro, ein 9mm BGO nicht ganz 100 ... die anderen Weniglinser sind noch ein wenig drunter.

CS,
Stefan

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

ich melde erstmal Vollzug: Habe hier bei den Kleinanzeigen nun zum fairen Preis 2 Plössls (TSSP) bekommen, 6 und 9 mm. Ich weiß, 6 mm ist eigentlich zu krass für mein Teleskop, aber ich dachte ich teste es mal.

Somit kann ich schonmal die TSSPs gegen das beiliegende Kellner-10mm-Okuklar testen, und auch die TSSPs gegen das TS-Zoom. Bin sehr gespannt, ob sich mein schlechter Eindruck vom Zoom erhärtet.

Wenn das alles nix wird, werde ich mir dann ein Baader Ortho zulegen, 9mm.

Und für den Weitwinkelbereich warte ich noch ein wenig, vielleicht gibts ja mal ein gebrauchtes Erfle 20 mm...


Eine Frage muss ich aber nochmal aufbringen, ging oben ein wenig unter - ich zitiere mich mal selbst:

Noch eine Frage muss ich nachschieben: Momentan arbeite ich mit einem LPS - allerdings ist es oftmals so, dass da, wo ich was finden will, überhaupt kein Stern zwecks Orientierung zu sehen ist. Und dann mit dem LPS so genau einstellen, dass das man mit dem einen Grad, dass der Mak schafft, das Objekt dann im Bild hat - sehr schwierig.
Denkt Ihr, ein 6x30 oder 8x50 Sucher würde da helfen? Oder ist das nicht so empehlenswert? Und wenn, dann welchen von beiden? Wie sind Eure Erfahrungen?

Könnt Ihr mir da was dazu sagen? Was denkt Ihr?

 
Hallo Volker,

mir persönlich ist der LPS lieber als ein Sucher. 9 von 10 Objekten finde ich auch ohne großes Rumgefrickle. Mit normalen Suchern komm ich nicht so gut klar. Ich konnte mal an einem Gerät "arbeiten", da war beides dran. Für kleine Objekte kann man dann die Anfahrt sehr gut finetunen ;) Bisher habe ich aber auch nur größere und hellere Sachen beobachtet, an versteckte kleine Sachen hab ich mich noch nicht gewagt, ist aus der Stadt auch nicht wirklich sinnvoll möglich.

Was mir so für künftige Anschaffungen vorschwebt, ist ein 8x50 Sucher in Kombination mit dem Rigel Quickfinder. In die vorhandene Halterung kommt der Sucher und der Rigel wird aufgeklebt. Der Telrad fällt bei mir raus, der ist ja schon so lang wie mein Tubus.

Wie gesagt, ICH komme mit den Suchern nicht so toll zurecht. Ich empfinde den LPS als wesentlich einfacher und komfortabler zu bedienen und einen Sucher für die Feinheiten habe ich bisher vllt. einmal in meinen 2 Jahren vermisst. Das mag bei dir anders aussehen. Hast du die Möglichkeit, so einen Sucher mal bei einem Kollegen auszuprobieren?

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Volker,

da verstehe ich dich gut. Der LPS ist für das schnelle Finden von klar positionierten Objekte ideal. Dafür wäre dann ein Teleskop mit großem Gesichtsfeld die ideale Ergeänzung. Mein 80/400 Weitfeld-Refraktor war zusammen mit einem LPS ein super Team.

An meinem kleinen Mak habe ich auch meistens einen LPS, aber wenn ich so richtig im 'Nichts' suchen muss, dann nehme ich meinen 8*50 Sucher und führe das Starhopping durch. Sehr passend zu einem 8*50 Sucher sind die Karten des Karkoschka (Buch, Titel: Atlas für Himmelsbeobachter). Damit lassen sich einige DS-Objekte finden. Aus der Stadt würde ich keinen 6*30 Sucher nehmen, der hat zu wenig Öffnung, um die schwachen Sternreihen etc. für das Hopping noch zu zeigen. Ein 8*50 Sucher ist hier nach meiner persönlichen Meinung passender.
Nur unter einem pottdunklen Himmel zeigt ein 8*50 fast schon zuviel - aber auch einige DS-Objekte, wie die hellen Kugelsternhaufen.

Daher mein Tip LPS + 8*50 Sucher.

P.S.: Das 9mm Plössl ist in Ordnung, bei 170x aus der Stadt wirst du aber hin und wieder mit viel Luftbewegungen konfrontiert.

CS,
Stefan
 
Danke für Eure Tipps!

Konkreter Fall, warum ich auf den 8x50 Sucher kam: Im letzten Urlaub in Südfrankreich (recht dunkler Himmer, nicht wie in den Bergen, aber schon ziemlich gut) haben wir Vesta und Uranus gesucht - beide waren mit dem bloßen Auge nicht erkennbar, und somit mit dem LPS auch schwer auffindbar, da auch nix in der Nähe war... Da hätte ein optischer Sucher mit viel Feld schon geholfen.

Hab zwar ein wenig Bedenken, dass der 8x50 an diesem Ort dann schon zuviel zeigen könnte, aber bin mir nicht sicher - nicht dass ich einen 6x30 kaufe und mich dann ärgere...
 
Hallo Volker!

Zitat von mavo0013:
Noch eine Frage muss ich nachschieben: Momentan arbeite ich mit einem LPS - allerdings ist es oftmals so, dass da, wo ich was finden will, überhaupt kein Stern zwecks Orientierung zu sehen ist. Und dann mit dem LPS so genau einstellen, dass das eine Grad, dass der Mak schafft, das Objekt dann im Bild hat - sehr schwierig.
Denkt Ihr, ein 6x30 oder 8x50 Sucher würde da helfen? Oder ist das nicht so empehlenswert? Und wenn, dann welchen von beiden? Wie sind Eure Erfahrungen?

Ich selbst besitze den kleinen Bruder Deines MAK, den 102/1300. Auch dieser hatte standardmäßig einen LPS - für das schnelle Auffinden von Mond, Planeten und allen anderen Objekten die unter meinem hellen Stadthimmel auch mit bloßem Auge erkennbar sind, benutze ich ihn gerne.
Für alles andere benutze ich inzwischen einen 8x50 Sucher, der mit seinem riesigen Gesichtsfeld meiner Meinung nach die ideale Ergänzung zum MAK darstellt. Auch in der Stadt!

Auch am C8 tendiere ich inzwischen zur Kombination aus Telrad-Finder und optischem Sucher - ich will die Vorteile beider Systeme nicht mehr missen.

Viele Grüße,

Stephan
 
Ok, die Sache ist entschieden - ich will einen optischen Sucher haben :)

Jetzt nur noch warten, bis es mal einen günstigen hier zu erstehen gibt...
 
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