Zufallsfund, ein altes Teleskop oder Fernrohr von Emil Busch, Rathenow

Liebe Oldie-Sterngucker,

ich war an dem Teil heftig dran, weil es mich ernsthaft interesssiert hat - ich bin grundsätzlich neugierig bei alten Instrumenten, obwohl ich wirklich nicht viel davon verstehe. Der Verkäufer hat eine lausige Bewertung (Fakt) und pokert meines Erachtens ziemlich hoch (meine Vermutung). Sonst wäre das Teil schon längst weg und würde hier in den Oldie-Seiten als Glücksgriff auftauchen.

Mit seiner lausigen Berwertung und einer ziemlich dürftigen Beschreibung des Teleskops habe ich ihm ungesehen 80,- Euro geboten. Er erwiderte, dass sich die Angebote bereits (ich zitiere) "im vierstelligen Bereich" bewegen würden. Draufhin streckte ich die Waffen und fügte mich meinem Schicksal.
Nach einigen Tagen, die Anzeige war noch immer aktiv, fragte ich nochmal nach und bemerkte, dass ich vielleicht bis 1100,- € mitgehen würde. Das war ihm zu wenig. Ich gab ihm daraufhin den Hinweis, es vielleicht bei ebay direkt zu versuchen, denn in einer Auktion kommt normalerweise ziemlich genau das raus, was jemand bereit ist zu zahlen. Ohne die ganzen Spielchen ... no comment seinerseits.
Nach ungefähr drei Wochen fragte ich erneut an, wo denn momentan der Anschlag stehen würde. "1300" war seine schmale Antwort (er scheint nicht so der kommunikative Typ zu sein) , worauf ich es mir nicht verkneifen konnte, ihn zu fragen, ob es sich denn um Rubel oder Złoty handeln würde; er fand mich dann doof und unsere Kommunikation endete abrupt.

Subsummiert: ein schräger Typ findet zufällig ein altes Instrument auf dem Dachboden seiner Schwiegermutter, googelt den Namen des Herstellers des Objektivs und verfällt in eine Art Goldrausch.
Völliger Bullshit.

Ich hoffe, dass einer von uns (egal wer - ich werde es nicht sein!) den Kolben an Land zieht und er irgendwann wieder steil in den Himmel gerichtet seinem neuen Besitzer das Glück des Anblicks von Orion oder was auch immer beschert. Der Scherben ist sicher interessant, doch der Verkäufer ist ein geldgieriger XXXXXXXXXX (sucht Euch selbst was aus; der Webmaster lauert).

Screw it!
Ursus
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

auf so ein Rennen sollte man sich keinesfalls einlassen, wie gesagt, das sind keine Wunderwerke, wenngleich schöne alte Technik, aber ja nach Zustand steckt da auch noch viel Arbeit drin und fehlende Teile bekommt man wenn dann nur mit viel Suchen nach. Die Vorstellung des Anbieters ist auf jeden Fall völlig überzogen zumal auch keine wirklich relevanten Angaben in der Anzeige stecken, nur die paar Bilder, was für uns zur Bewertung sicher zu wenig ist, wenn solche Preise aufgerufen werden. Da sucht jemand einen Dummen den die Gier übermannt...

CS
Jörg
 
Hallo Ursus, Hallo Jörg,

sehr gut geschrieben! Ich dachte schon ich bin der Einzige, der sich von dem Verkäufer ziemlich veräppelt vorkommt.
Anscheinend ein verbitterter alter Rentner, der glaubt ,den heiligen Gral gefunden zu haben.
Ich glaube sogar , daß seine Verkaufsanzeige schon letztes Jahr drinstand. Den 4-stelligen Betrag scheint er wohl
auch selbst erfunden zu haben, um den Preis künstlich in die Höhe zu treiben. Schade, daß wohl Niemand aus der Nähe von
Dresden kommt, um sich das Teil mal vor Ort anschauen zu können.
Gruß aus dem Norden,
Michael
 
Auf der anderen Seite sind Typen die 80 Euro für etwas viel Wertvolleres bieten auch nicht gerade ein leuchtendes Beispiel für eine seriöse Geschäftsanbahnung. Solche ....(gelöscht durch Moderation, bitte Netiquette beachten! Gruß Horst)...habe ich auch ab und an bei meinen (nicht Astro) Anzeigen als Interessenten, die behandle ich schmal bis gar nicht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Guten Morgen "Orionsieben"!

Da hat wohl tatsächlich einer angebissen ...
:)

Schöne Grüße,
Ursus
 
Auf der anderen Seite sind Typen die 80 Euro für etwas viel Wertvolleres bieten auch nicht gerade ein leuchtendes Beispiel für eine seriöse Geschäftsanbahnung. Solche geizigen Labertaschen mit zu viel Zeit (Rentner, Frührentner, Hartz4?) habe ich auch ab und an bei meinen (nicht Astro) Anzeigen als Interessenten, die behandle ich schmal bis gar nicht.
Moin,

klar, es muss immer fair bleiben, aber Mal so auf den Sprung ein paar Bilder und dann über 1000€, das ist mir zu happig. Alles mit Maßen ist da meine Devise.

CS Jörg
 
Liebe Oldie-Sterngucker,

damit ich nicht den Eindruck hinterlasse, ich wollte jemanden übervorteilen - auf die 80,- € meines ersten Angebots kam ich folgendermaßen:
Ungesehen 80 Teleskop + 20 Versand = 100,- €. Das war mir der Spaß wert, wenn das Ding kompletter Schrott gewesen wäre (was ja durchaus im Bereich des Möglichen ist, egal, was auf dem Objektiv steht oder auf dem OAZ); also Optik unbrauchbar, OAZ defekt.
100,- € für ein Instrument, das ich mir dann als Deko irgendwo hinstelle, das wäre für mich okay gewesen. Aber eben auch nicht mehr.

Sollte das Gerät in Ordnung sein, wäre mein Angebot selbstverständlich deutlich höher. Doch bei einem unfreundlichen Verkäufer mit einer miesen Bewertung der dazu noch versucht, den Preis künstlich zu pushen ... sorry. Kein guter Stil.

Tally ho!
Ursus
 
Re: Altes Teleskop in Kleinazeigen aus Dresden-Klotzsche Biete altes Teleskop in org. Holzkasten

Es macht den Eindruck,
als vorgefunden bei Aufräumarbeiten am alten (ab 1920?) Flughafen in Klotzsche, über die vielen Jahrzente gut und sauber aufbewahrt. Also, kein dreckiger Dachbodenfund nach dem Großvater.

Auch als ein Sammler, kann ich zu dem Wert dieses Teleskops keine Schätzung abgeben.
Teleskope von Fraunhofer, Merz, Steinheil, Zeiss, wechseln die Hände über ebay, oder werden von Auktionshäusern versteigert.)*

Liebe Grüße,
Jiri

PS )*: Die erzielten Preise lassen sich bei Auktionshäusern auch über eine längere Zeit zurück verfolgen.
 
Guten Morgen Jiri,

habe vielen Dank für Deinen so wertvollen wie unaufgeregt vorgetragenen Hinweis.
Man ist heute oft schnell dabei, nur eine Seite - meist die eigene - zu sehen. Insofern sind solche Hinweise zumindest für mich auch persönlich hilfreich.

Besten Dank dafür!

Herzlich,
Ursus
 
Re: Noch einmal zu den erzielten Preisen für die alten Teleskope

Der höchste Preis, den ich bis jetzt sah, wurde für das Paul Dörffel Teleskop aus dem Vorbesitz von Albert Einstein erzielt:
USD 432.500,--
im Auktionshaus Christie's

Von Paul Dörffel habe ich in meiner Sammlung nur ein kleines galileisches Fernglas.

Liebe Grüße,
Jiri
 
Hallo und guten Abend,

nochmals herzlichen Dank für den tollen Austausch zum Emil Busch und ich wollte mich nur nochmal kurz mit einem kuriosen Zufall melden.Ich hatte hier im Forum gerade meine letzte Antwort gepostet und dann sah ich auf den bekannten Plattform das folgende Bild :)

Beste Grüße
Gerhard
 

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...und gestern ist es dann angekommen. Ich bin noch gar nicht dazu gekommen es wirklich richtig zu begutachten, freu mich aber schon richtig auf nächstes Wochenende, wenn ich wieder zuhause bin :)
 

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Guten Abend Gerhard,

- gratuliere!
Jetzt wird es langsam wirklich Zeit für eine Datenbank mit den alten Möhren. Vielleicht bekommen wir diesebzüglich etwas auf die Beine gestellt. Das Wäre toll, denn so müsste nicht jeder glückliche Finder wieder bei "0" anfangen.

Schöne Grüße,
Ursus
 
Guten Abend Ursus,

vielen Dank und ich bin hier ja noch absoluter Novize und daher fehlt mir natürlich der Einblick und die Erfahrung, inwieweit dies hier möglich wäre, aber es klingt nach einer tollen Idee und ich denke es wäre eine große Erleichterung das ganze hier vorhandene Wissen zu diesen alten Schätzchen abrufen zu können. Vieles geht ja sonst auch verloren, da es die Unternehmen nicht mehr gibt oder Links nicht mehr funktionieren.

Beste Grüße und einen schönen Abend
Gerhard
 
...und damit kein falscher Eindruck ansteht, ich war mit dem Berlebach-Stativ eigentlich sehr glücklich, musst adnan aber feststellen, dass ich mich da etwas verirrt hatte.
Das Emil Busch ist an der Gabelmontierung aus Stahl und die Fotostange ist Alu. Leider hinterlässt das Spuren und "frisst" sich beim Schwenken unschön fest. Und es reicht scheinbar auch nicht, dass Teleskop nur auf die Stange zu setzen, sondern man muss es wirklich verschrauben (Dave Trott hat in seinem Video daher auch eine Edelstahl Stange mit Gewinde angefertigt). Nur dann bleibt es in der Horizontalen und verkippelt nicht.
LG Gerhard
 
Hallo Gerhard,

vielen Dank für Deinen neuen Beitrag!
Jetzt weiss ich endlich wie das originale Stativ aussieht.
Die Holzkiste mit Inhalt kenne ich ja :)
Bin gespannt auf Dein Bild vom kompletten Aufbau des Busch Preisfernrohrs.
Grüssle Gerd
 
Hallo Gerd,

ja und ich hatte es auch nur auf den Bildern von CloudyNights sowie von Dave Trott wiedererkannt, da es eben so einen untypischen Verlauf der Stativbeine hat und die auch nicht ausziehbar sind. Wie gesagt, Du hast aber den musealen Klassiker aus der Jahrhundertwende in Topzustand.

Was ich immer noch nicht verstehe sind die verschiedenen Abkürzungen auf eigentlich fast identischen Fernrohren.
Wenn hier jemand mehr weiß, bin ich wirklich sehr dankbar. Das wäre dann auch etwas für die Datenbank ;)

Nächstes Wochenende mach ich mich dann mal an den Aufbau :)

Beste Grüße
Gerhard
 

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An dem ebay -Kleinanzeigen Gerät war ich im Auftrag eines Sammlerkollegen auch dran, ich musste mehrfach nach den technischen Daten nachfragen. Der Kollege wäre bei einer 120 mm Optik bereit gewesen 1000€ zu zahlen, da er schon mehrere Busch's/Irrgangs etc. hat.


Es stellte sich heraus, dass die Fassung 120 mm Durchmesser hat, das Objektiv 90 mm - die Beschreibung wurde daraufhin angepasst.

Preisfindung ist in Sammlerkreisen immer ein schwieriges Thema : wer genau DAS sucht, zahlt eben deutlich mehr, als jemand dem das nur zufällig über den Weg läuft....

Mir wäre es das Gerät nicht wert...zumal die Kommunikation mit dem VK extrem zäh war....übrigens soll das Mindesgebot vor 1 Woche schon bei 1200€ gelegen haben.

Die OAZ Gravur ist verkehrt rum angebracht und offensichtlich wurde das später gemacht. Baujahrtypisch ist das so nicht.

Persönlich wäre ich zu meinen aktiven Sammlerzeiten bereit gewesen, 700€ für das Exemplar zu zahlen - jetzt reizt mich so etwas nicht mehr - und ganz wichtig : da es ja nur mit Selbstabholung ist - genaue Inspektion ! Stichwort : Pilz !

Ach ja: und, wie weiter oben beschrieben wurde - man sollte sich von diesen alten Optiken nie per se Wunder-Dinge erwarten ! Tolle Verarbeitung hin oder her....mein Kollege und ich hatten auch schon von namhaften Firmen absolut grottige Optiken !

Ich erinnere mich an ein 100/1500 mm Objektiv von Kosmos aus den 70er Jahren. Fassungstechnisch war alles okay, da lasse sich nichts mehr optimieren - Fakt war dass das Objektiv bei einer Optik-Prüfung nur einen lausigen Strehl von 0.68 erreichte ! Für den Kollegen damals teurer "Schrott" - habe ich so bei Kosmos/Lichtenknecker in 25 Jahren aber auch nur dieses eine Mal erlebt !

Stichpunkt Geldgier : das scheint mir ein deutsches Problem zu sein !

Bestes Beispiel : in Holland/Belgien kann man Unitrons/Polarex 75/1200 komplett mit prall. Montierung und Koffer immer wieder mal für 750€ bekommen ( wenn man Kontakte hat ), in D werden regelmäßig Fantapreise von 1200€ verlangt und ( leider ) auch bezahlt.

MfG Michael Aaron

P.S. alleine der "Gramatzki" ist für Sammler schon eine Sünde wert ! Aber diese ganzen Umstände sind mir persönlich zu heikel und unfreundlich....
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Aaron,

danke Dir für deine Antwort und ich glaube, sie bezieht sich wahrscheinlich noch auf die Diskussion von Michael, Jörg und anderen Kollegen zu den teilweise etwas aus dem Rahmen und Zeit gefallen Preisvorstellungen mancher Anbieter. Mein Emil Busch läuft da eher ausser Konkurrenz, war auch nur 15 Minuten online und auch preislich super weit von den oben genannten Dimensionen entfernt :)

Die Tendenz, dass in anderen Ländern da etwas mehr Pragmatismus herrscht, ist aber definitiv zu erkennen und eigentlich ist es ja sehr schade, wenn diese Zeitzeugen dann nur noch erworben werden, um zu einfach zu besitzen und sie nicht mehr unter den Sternenhimmel kommen.

Es hat ja auch einen besonderen Reiz, zu erleben was vor hundert Jahren Astronomiefreunde mit einer damals sehr guten Optik sehen konnten
Die Technologie hat uns da heute in Bereiche geführt, die damals meist Forschungsinstitutionen vorbehalten war und die für den Normalsterblichen wahrscheinlich soweit entfernt waren wie heute für uns die Observatorien in der chilenischen Hochebene :)

Herzliche Grüße
Gerhard
 
Lieber Sternenbruder,

- wow, Gerhard, das ist WIRKLICH schön geworden - Hut ab!

Vielleicht geht es langsam wieder in Richtung "original belassen" anstatt immer sofort die Komplettrestauration. Genauso wie bei alten Fahrzeugen (ich fahre eine alte englische Triumph). Da ist die (oftmalige über-)Restauration auch durch und die Kisten dürfen ihre Schrammen wieder zeigen. (Jeder alte Wal im Ozean hat seine Schrammen - und die soll er auch haben dürfen) - doch es muss halt alles funktionieren.

Tolles Fernrohr, Glückwunsch!

Grüße vom
Ursus
 
Hallo Gerhard,

leider sehe ich den Thread erst jetzt...
In Rathenow gibt es ein Optik-Industrie-Museum. Busch als eine sehr bekannte Rathenower Marke spielt dort eine große Rolle.
Als ich mal eine Frage zu einer Busch-Optik hatte, wurde mir schnell und kompetent geantwortet. Also, wenn es um Details geht, könntest Du dort mal hinschreiben.
Einen Eindruck vom Museum bekommst Du hier: Optik Industrie Museum Rathenow - OIMR

Beste Grüße,
Niko
 
Lieber Ursus,

jetzt war ich das ganze WE beruflich unterwegs und daher kommt meine Antwort etwas verspätet. Herzlichen Dank für Dein tolles Feedback und das ist auch nicht alltäglich und freut daher umso mehr:)

Das mit dem Belassen von ein paar Ecken und Schrammen kann ich nur bestätigen und hat auch seinen Charme. Du hast natürlich absolut recht
dass man manches instand setzen muss, damit man es erhalten kann, aber "zu schön" soll es ja auch gar nicht mehr unbedingt werden, sonst könnte man sich gleich eine der vielen, hier schon diskutierten Replika kaufen.

Dein alter Triumph war und ist ein sehr schönes Auto, dem auch die Schrammen und Kanten keinen Abbruch tun. Diese Oldtimer sind etwas für Liebhaber und dazu gehört dann auch manchmal eine gewisse Portion Nachsicht mit dem ehrwürdigen Gerät ;)

Beste Grüße
Gerhard
 
Hallo Niko,

vielen Dank für den sehr interessanten Link und hab schon einen ersten kurzen Blick nehmen können. Ich werde auf jeden Fall hinschreiben und wer weiß, vielleicht findet sich ein passionierter Experte und antwortet mir. Ich finde es rein persönlich einfach interessant diese Informationen zu haben, auch wenn es für den Blick durchs Fernrohr unterm Sternenhimmel jetzt nicht wirklich wichtig ist, was welches Kürzel bedeutet :)

Beste Grüße
Gerhard
 
Hallo und Euch allen noch ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr, auf dass es wieder etwas friedlicher in der Welt zugehen möge.
Wie versprochen, schließe ich den Kreis und stelle noch die Bilder des zweiten kompletten Emil Busch ein, nachdem es nun mit dem Originalstativ angekommen war und ich endlich über die Feiertage die Zeit hatte es zu reinigen, aufzubauen und unter den Himmel zu bringen.
Es bildet sehr schön ab, wenn auch unvergütet und ohne Blendschutz / Taukappe, es natürlich zu gewissen Reflexen kommt. Aber das ist bei einem fast hundert Jahre alten Fernrohrs jetzt nicht so ausschlaggebend ;) Es ist beachtlich was man mit dem H.O.F. Okular für die Himmelsbeobachtung dennoch alles sehen kann.
Herzliche Grüße
Gerhard
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Hallo Gerhard,
unter den 10 Geboten ist keines in dem steht:

Du sollst nicht neidisch sein.

Gut. Dann bin ich jetzt ein kleines bisschen neidisch. ;)
Ein Schmuckstück, genauer, ein Museumsstück! Ist das vermutlich noch Originalzustand? Bloß nichts restaurieren, besser geht es nicht.
Fehlt die Mutter für die Höhenklemmung oder war die nur noch nicht wieder dran? Falls sie fehlt: könnte ähnlich DIN 99 gewesen sein, siehe DIN 99 - Kegelgriff mit Griffaufnahme, N = geneigte Griffachse, darunter Scheibe nach DIN 125 B, beides in Stahl, schwarz lackiert.
Pfeif' auf die fehlende Vergütung, haben meine frühen Zeiss AS auch nicht, wen juckts...

Viel Spaß damit!

CS,
Niko
 
Hallo Niko,

herzlichen Dank und ich bin auch ganz glücklich, dass der Vorbesitzer die Mühe des Verpackens und Versands auf sich genommen hatte, denn sonst wäre es wohl auf dem Dachboden stehen geblieben. Und fest versprochen, es wird keine Restaurierung geben, außer etwas Holzleim für den Boden der Holzkiste :)
Es ist wirklich noch der Originalzustand und im Gegensatz zu dem ersten Teleskop-Tubus, der doch sehr mitgenommen war, ist dieses hier mit ein paar kleineren Dellen und Kratzern in einem erstaunlich guten Erhaltungszustand. Die Mutter für die Höhenklemme ist wirklich das Einzige, das fehlt und erfreulicherweise habe ich da noch die am ersten Teleskop verbaute und kann einfach bei Bedarf diese austauschen.

Übrigens hatte mir -auf deinen Tip hin- das Team des Museums in Rathenow gleich geantwortet und in Aussicht gestellt sich Mitte Januar zu melden, ob sie etwas zu den Kürzeln auf dem Teleskop recherchieren können - also wenn etwas dabei rauskommen sollte, melde ich mich nochmal :giggle:
Interessanterweise sind die Farben der beiden Tuben unterschiedlich, einmal dieses etwas vergilbte Champagner / Elfenbein und das andere hat schon fast einen Grauton.

Beste Grüße
Gerhard
 
Hallo Gerhard,

das klingt ja prima! :)
Das Teleskop ist sehr schick und ästhetisch, selbst die schlanken Stativbeine passen zum grazilen Teleskop. Nicht zu reden vom grandiosen Erhaltungszustand laut Fotos. So etwas zu bekommen ist ein Glücksfall! :sonnig:

Farben der Teleskope: Da gab es schon manchen thread hier im Forum; nicht zuletzt zu Zeiss-Teleskopen. Wer weiß, vielleicht gab es ja auch bei Busch über die Jahre unterschiedliche Farbtöne oder sogar unterschiedliche (chemische) Farbsysteme? Und vielleicht ist das umgekehrt ein Hinweis auf's Baujahr?
Bei Autos (Oldtimern) wurde z. B. ein Fabrikat bis zum Jahr 196X mit Nitrofarbe lackiert (Farbtafel #1), ab dem Jahr 196X+1 mit Kunstharz, Farbtafel #2 usw. Da kann man u. U. vom Originallack tatsächlich auf das Modelljahr / die Modelljahre schließen. Ein promotionswürdiges Thema! :y:

Beste Grüße,
Niko
 
Ein wunderbares Teleskop!

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Dies ist meine letzte Errungenschaft. Hergestellt von Emil Busch Rathenow - ein Objektiv mit 82/1100mm. Leider kann ich keine weiteren Infos finden. Dave Trott hat ein 72/920 Busch Teleskop und zu den "Preis-Fernrohren" gibt es auch einige Infos. Kann mir jemand estwas genaueres zu diesem Objektiv sagen? Das Teil dürfte 80-100 Jahre auf dem Buckel haben.

So sieht der komplette Tubus aus:
fernrohr82-1100.jpg
 
Hallo,
ich habe ebenfalls noch ( wahrscheinlich) ein älteres Busch, Rathenow Teleskop gefunden, welches am WE ankommen soll.
65 mm gemessenes Objektiv . Leider ohne Stativ, aber noch die unlackierte Version.
Es ist auch anscheinend nur 1 Okular für 95 fache Vergrößerung dabei. Welchen Steckdurchmesser haben denn eigentlich die Busch Okulare?
Schöne Grüße,
Michael
 

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Die Astronomieokulare von Busch Rathenow, soweit in meiner Sammlung, haben einen Durchmesser von 25mm (Einsteckdurchmesser) und die Brennweite ist eingraviert.
Die, mit einem terrestrischen Teleskop gelieferten Okulare, hatten typischerweise die gesamte Vergrößerung (Teleskop + Okular) eingraviert.

Besten Dank für die Bilder, und LG,
Jiri
 
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