Zum Mitmachen: Klassiker mit kleinen Öffnungen (bis 79 Millimeter)

Guten Abend in die Runde,

ich kam heute ganz beglückt von meinem astronomischen Abendspaziergang zurück. Eigentlich wollte ich nur mal ein paar Schritte in die Landschaft gehen und am Horizont nach Venus und Merkur schauen. Venus war gleich deutlich im Abendrot zu sehen, darüber Merkur als zartes Pünktchen im letzten Blau der Dämmerung. Das sah richtig schön aus. :)
Dann ging mein Blick zu Jupiter, der hoch oben am Himmel stand. Im Fernglas waren drei seiner Monde (Callisto, Europa und Ganymed) zu sehen. Langsam setzte sich auch Saturn vor dem Himmelshintergrund ab. Und steht nicht Uranus gerade in der Nähe der Plejaden? Tatsächlich: Nach einem kurzen Blick in die Stellarium-App war er am Himmel leicht zu finden. Er stand direkt unter dem Siebengestirn neben zwei markanten Sternen. Zusammen mit dem halb vollen Mond waren das neun Himmelskörper unseres Sonnensystems. Die meisten davon habe ich mit 2x 7mm Öffnung beobachtet. Nur für die Jupitermonde und den Uranus habe ich das 8x42 Fernglas gebraucht. Es gibt auch mit kleiner (und ganz kleiner Öffnung) was zu sehen!
:)

Freundliche Grüße,
Felix
 
Hallo liebes Forum ...
Bezug nehmend auf den ersten Beitrag in der Abfolge ( Seite 1 ) von Urs hier mal was aus der Vergangenheit und meinem Archiv. => Das Jahr 2010.
Nun, was ist aber ein solcher Zeitraum schon hinsichtlich astronomischer Größen :)

Ein klassisches Beobachtungsobjekt ist sicher der Sirius. Nun wird dieser Stern und auch sein Begleiter Sirius B sicher von jedem ganz unterschiedlich beobachtet.

Meine Beobachtung, wie folgt :

Passend zu diesem Faden hier dachte ich, wohl 2010 schon ;) , mal eine alternative Beobachtung durchführen zu müssen.

Diese zeigt in einer " anderen " Art und Weise wie, bzw. was Beobachtung sein kann. Auch wie nachfolgend dargestellt ist es möglich, mit nur 70 mm Brennweite und noch weniger Öffnung, " etwas " zu sehen, ...
... in diesem Fall halt elektrisch. Sehen bleibt jedoch sehen ! Nicht mehr und nicht weniger.

spektrum-sirius-2010.jpg


Bitte inhaltlich die Ausarbeitung bzgl. Genauigkeit nicht zu genau nehmen. Ich erarbeite keine wissenschaftlichen Arbeiten. Es ist einfach Hobby, Spaß an den Möglichkeiten. Für mich ist meist ( seit vielen Jahren ) der Weg das Ziel. => Wie und womit kann ( ich ), bzw. man was machen. Das ist mein Weg ...

Eure Beobachtungsberichte zu Sirius A und event. B hier lesen / sehen zu können würden mich natürlich auch freuen.

Gruss
Marco
... welchem dieser Faden hier sehr gefällt !
 
Hallo,

als es gestern endlich mal wieder prima Wetter gab, habe ich mit minimaler Ausrüstung einen schönen Beobachtungsabend verbracht.

Ein mir in Hattingen zugelaufener 102/500 kam auf einer Porta II Montierung zum Einsatz. Zuerst wurde mit 50mm Öffnung (kleiner Deckel) intensiv Mond und dann Jupiter beobachtet. Die erstaunlich gute Optik zusammen mit dem Okular Auszug mit Untersetzung macht wirklich Freude. Sowohl am Mond als auch am Jupiter zeigte das 4mm Planetary bei 125x ein scharfes, kotrastreiches Bild. Das angenehme Einblickverhalten des Okulars und die stabile und bequeme Montierung machten das Beobachten mühelos . Auf dem Mond ging ich bestimmt eine Stunde genussvoll spazieren.

Orion Nebel und Umgebung sah ich mir dann mit voller Öffnung an. Ausdauerndes Beobachten brachte immer neue Details zum Vorschein, auch wenn der helle Mondschein sicher nicht ideal für das Objekt war.

So konnte ich nach gut 2 Stunden flott alles wieder nach innen stellen und "Feierabend" machen. Die Erinnerung an einen tollen Beobachtungsabend wird bleiben.

CS Gerhard
 
... als es gestern endlich mal wieder prima Wetter gab, habe ich mit minimaler Ausrüstung einen schönen Beobachtungsabend verbracht.

... nach gut 2 Stunden flott alles wieder nach innen stellen und "Feierabend" machen. Die Erinnerung an einen tollen Beobachtungsabend wird bleiben.
Hallo Gerhard ...
beides Dinge die Spass machen !
Für mich seit ( fast ) Weihnachten nicht mehr " erlebt ", nur bedeckter Himmel ! Also für Dich ... und Deinen Bericht :y:
Gruss
Marco
 
Hallo allerseits,

vorhin hatte ich eine schöne Stunde mit 42/150mm und 60/530mm. Das 42/150mm Objektiv kommt aus einem Telemator Sucher. Mit einem Amici und einem 24mm 67° Okular gibt das ein 6x42 mit 10 Grad Feld. Damit war es ein Leichtes, bei Sonnenuntergang, noch lange bevor Jupiter mit bloßem Auge zu sehen war, den Planeten vom Mond ausgehend zu finden.

Dann ans Okular des 60mm Refraktors bei 21x beginnend. Auf Anhieb bei 21x beide Hauptbänder gesehen, prima! Die Vergrößerung steigernd kamen zuerst Ganymed und Io, dass Europa, dann Callisto zum Vorschein. Dann ein UV Sperrfilter rein zwecks Bildberuhigung und zarter Kontraststeigerung. Der GRF machte sich schon Richtung Planetenrand, doch bei 84x konnte ich eine eindeutige Unruhe an der Südkante des südlichen Bandes erhaschen. Eine indirekte Sichtung des Großen Roten Flecks. Schick!

Das war alles so anregend, verbunden mit wiederholte Besuche bei unserem Mond, dass ich komplett vergaß, die hinter mir immer tiefer sinkende Venus zu beachten. Vor'm Abbau schnell das 7x45 Fernglas rausgeholt - ja, da ist sie. Einmal erkannt wurede es leicht, sie im Horizontdunst wenige Grad über'm Horizont mit bloßem Auge (5mm Öffnung?) zu halten. Ihr Glimmen begleitete mich auf dem Weg ins Haus.

Es ist noch klar draussen und der 60mm Refraktor mit dem 42mm Sucher steht noch auf dem Stativ. Ob ich mir die Mühe mache, die größeren Kanonen zusätzlich aufzubauen? Eher nicht. Gestern nacht fand ich es irgendwie richtig klasse, hellere Sterne und Doppelsterne mit 60mm Öffnung bei 205x zu betrachten - gestochen saubere Beugungsscheiben umgeben von einem zarten ersten Beugungsring. Das hat eine eigene Ästhetik.

Spannend auch, dass gestern der Begleiter des Doppelsterns Kastor bei 205x grünlich erschien. Keine Ahnung woher das kommt. Das optische System ist farbrein. Eine eventuelle atmosphärische Dispersion scheidet aus, da ich einen stets korrekt eingestellten Dispersionskorrektor im Strahlengang habe. Muß irgendwas in meinem Wahrnehungsapparat sein. Diesen Spaß will ich heute nacht wiederholen.

Grüße, Christopher
 
Zuletzt bearbeitet:
Kleiner Nachtrag zu Donnerstag nacht: Ich bin nach Schreiben meines Posts tatsächlich nochmal mit dem 60mm Refraktor raus und habe mal genau darauf geachtet, wie der Farbkontrast der zwei Komponenten von Castor sich bei Austrittspupillen 0,7 bis 0,3mm (88x bis 205x bei 60mm Öffnung) verhielt.

Die Hauptkomponente blieb durchgehend kaltweiß. Der Begleiter veränderte sich jedoch mit mit steigender Vergrößerung und sinkender Austrittspupille (AP). Bei 88x (AP 0,68mm) nahm ich einen leichten Ockerton wahr. Bei 132x (AP 0,45mm) nur noch ein leicht warmer Farbeindruck im Vergleich zur Hauptkomponente. Bei 205x (AP 0,29mm - immer noch knackig scharfe Beugungsscheibe und gut definierter erster Beugungsring, der Apochromat macht's möglich) schliesslich ein grün-blauer Farbeindruck.

Es sieht aus, als ob bei diesem Paar ein stetige Verschiebung der Farbwahrnehmung des Begleiters von Rot in Richtung Blau bei Austrittspupillen <1mm stattfindet. Das hat bestimmt irgendwas mit dem Zusammenspiel zwischen Austrittspupille und der Physiologie des Auges zu tun. Es war jedenfalls eine interessante Übung. Nur mit solch' kleiner Öffnung können derart kleine Austrittspupillen im Rahmen des üblichen Seeings bis ca. 200x erreicht werden. Es lebe der 60mm Refraktor!

Christopher
 
Hey Christopher - da capo!

Dem gibt es nicht viel hinzuzufügen.

Ein qualitativ solider, kleiner Refraktor* mit überragenden (!) Okularen ist etwas, das heute leider regelmäßig auf dem Altar der großen Öffnung geopfert wird - und dadurch in Vergessenheit gerät. Aufgrund der inflationär günstigen Riesenöffnungen (im Vergleich zu den Kleinrefraktoren) haben die Leute heuer weder die Chance, eine deratige Beobachtung selbst zu erleben, noch, ihre persönlichen Schlüsse daraus zu ziehen, in welche Richtung sie innerhalb der Astronomie vielleicht ihren Neigungen folgend "abbiegen" wollen.

Der Einheits-Dosbson, der im Forum gefühlt über 90 % der Anfänger empfohlen** wird, führt nicht zu "tolleren" Erlebnissen - weil das Loch vorne, wo das Licht reinscheint, so groß ist - sondern zum Gegenteil:

Mit dem Einheitsgerät sehen am Ende alles dasselbe. :(

Wer's will ...


Schöne Grüße,
Urs



* ein guter alter Japaner, gebraucht, für kleine Dollars $$$

** Neu, bei Amazon gekauft und natürlich von Sky Watcher oder Omegon hergestellt
 
Lieber Urs,

ja und nein. Ich finde es ebenfalls bedauerlich, dass Anfängern acht Zoll Öffnung vorgeschlagen wird. Vier Zoll sind so viel handlicher und zeigen schon so viel. Zwei bis drei Zoll sind nochmal handlicher und werden daher gerade vom Anfänger häufiger genutzt werden und somit eher einen dauerhaften Zugang zum Nachthimmel eröffnen. Doch es geht hier ja nicht um Anfängerberatung. Ich schleppe durchaus auch Teleskope bis zur Grenze meiner körperlichen Möglichkeiten herum, in meinem Fall bis zu 11kg und 280mm Öffnung. Und wenn ich 600mm Öffnung finanzieren, lagern und bewegen oder gar fest aufstellen könnte, würde ich es tun.

Ich will es vermeiden, hier auf dem Beobachtungsbrett Teleskoptypen gegeneinander zu stellen. Ich will mich lieber positiv auf das, was kleine Öffnungen tun und welche Freuden sie bereiten, konzentrieren.

Beste Grüße, Christopher
 
... ja und nein. Ich finde es ebenfalls bedauerlich, dass Anfängern acht Zoll Öffnung vorgeschlagen wird.

.. Ich will es vermeiden, hier auf dem Beobachtungsbrett Teleskoptypen gegeneinander zu stellen. Ich will mich lieber positiv auf das, was kleine Öffnungen tun und welche Freuden sie bereiten,
Hallo Christopher ...
zwei Meinungen welche ich gut finde und ebenso sehe.
Gruss
Marco
 
... nicht zu "tolleren" Erlebnissen - weil das Loch vorne, wo das Licht reinscheint, so groß ist - sondern zum Gegenteil:
Wenn das Licht dann das Licht ( in dem großen Loch drinne ist ) , dann ist es weg und der Schaden groß .
Irgendwann ist kein licht mehr da ....
Logischer Weise ist also ein kleines Loch vorne, wo das Licht reinscheint wohl besser, da dann ein
eventueller " Verlust " geringer ist ... ;) ... => :unsure: => :ROFLMAO: =>These
Gruss
Marco
 
Hallo zusammen,

sofern von Interesse: Gestern beobachtete ich Venus, Merkur und Saturn mit einem Monarch-Bino 12x42 durchs Fenster, Anlass für einen möglichen Aufbau im Garten...

Die Verhältnisse waren dermassen gut, dass ich den 76er-Televue-Apo "rausschleppte", um mit ZS und TV-Plössels auf den Mond (Kartoffelartig:)) und Jupiter mit seinen Bändern und den vier Monden zu halten...

Die Verhältnisse waren aber dermassen gut, dass ich zusätzlich den 70er-Televue-ED Ranger "rausschleppte", um mit ZS und TV-Plössels auf den Mond (immer noch Kartoffelartig:)) und Jupiter mit seinen Bändern und den vier Monden zu halten...

Nun könnten entsprechende Vergleiche folgen, aber in diesem Thread geht es ja eher um das absolute Seherlebnis... Dafür reichen kleine Öffnungen bis 79 mm sicherlich... Und wie schon öfters erwähnt, der abschliessende Abbau erfolgte spielerisch...

Viele Grüsse, schönen Sonntag

Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
... aber in diesem Thread geht es ja eher um das absolute Seherlebnis... Dafür reichen kleine Öffnungen bis 79 mm sicherlich... Und wie schon öfters erwähnt, der abschliessende Abbau erfolgte spielerisch...
Hallo Markus.
Absolut !
... von mir, meine Erlebnisse von gesterrn, später mehr. ( 72 mm ) Öffnung und " anderes ".
Nun aber erst mal Frühstück :)
Gruss
Marco
 
So, ... hier nun meine " Bericht " :)

Der Beobachtungsabend „Nehmen, wie es kommt“

Ganz nach dem Motto „nehmen, wie es kommt“ habe ich den gestrigen Abend gestaltet. Je nach Sichtbedingungen wurde meine Beobachtung flexibel angepasst ,sowohl technisch als auch optisch und natürlich unter den gegebenen Möglichkeiten einer Stadt- bzw. Balkonbeobachtung.

Meine Berichte sind alle eher allgemeiner Natur. Es geht mir nicht um wissenschaftliche Exaktheit bis auf die zweite Nachkommastelle, oder extreme Beobachtungen, sondern um persönliches Erleben und Erkenntnisgewinn im Hobby.

Spektroskopische Beobachtung

Zunächst wurde „elektronisch“ beobachtet, spektroskopisch mit einer StarAdventurer-Montierung, Notebook und Guiding-Kamera.

Setup :

190 mm Brennweite

50 mm Öffnung

1280 Pixel CMOS Guiding-Kamera

Beobachtet wurden nacheinander – soweit es meine eingeschränkte Position zuließ die " Klassikersterne " :

Rigel

Beteigeuze

Sirius

Alle drei Sterne wurden spektroskopisch erfasst.
Dafür habe ich eine eigene Software entwickelt, die mir live das Spektrum als Diagramm darstellt. Sowohl Intensitätsverlauf als auch sichtbare Spektrallinien werden erfasst. Es handelt sich um ein reines DIY-Projekt. Ziel ist nicht wissenschaftliche Auswertung, sondern das Verständnis von Hardware, Software und Beobachtungsmöglichkeiten im Hobbybereich. Genau dieser eigene Erkenntnisgewinn macht für mich den Reiz in meinem Hobby aus.

Alles immer am besten ohne viel Aufwand. So macht alles es besonders Spaß ... :-)


Visuelle Beobachtung

Anschließend wurde klassisch „von Hand“, visuell beobachtet.
Schweres Manfrotto-Kurbelstativ mit ebenso massiver Gabelmontierung, auch hier, bequem im Sitzen. Eine dauerhaft entspannte Beobachtungsposition ist mir extrem wichtig.

Eine parallaktische GoTo-Montierung besitze ich zwar ebenfalls, nutze sie aber nur rein fotografisch. Für die visuelle Beobachtung auf dem Balkon ist mir der Einblick damit einfach zu unbequem.

Visuell zum Einsatz kam :

Skywatcher ED 72/420 mm

TMB-Nachbauokulare: 9 mm, 6 mm, 4 mm

Die Okulare bilden für mein Empfinden sehr gut ab. Im Zentrum perfekt, zum Rand nur geringe und kaum auffällige Verzeichnung.


Beobachtet wurde zunächst der Orionnebel , Messier 42 im Orion.

Für viele vielleicht " langweilig ", für mich jede Saison immer wieder neu und toll.

Folgende Infos dazu :

4 mm (105x, AP 0,7 mm)
Perfekt, um die Trapezsterne und feine Kontraste im Nebel zu erkennen.

6 mm
Ebenfalls sehr schöne Beobachtung, jedoch ohne merklich „schärfere“ Abbildung im Vergleich zu 4mm.

9 mm
Sehr angenehm, da deutlich weniger Nachführarbeit per Hand nötig. Das Trapez war jedoch nicht komplett so präsent wie bei höherer Vergrößerung.


Dann war Jupiter in " Reichweite "
Also für mich und in meiner Sichtmöglichkeit beobachtbar.

Mit dem 4-mm-Okular war das Bild für mich perfekt.
Monde, Wolkenbänder und sogar an den Polen jeweils dunklere Bereiche im Kontrast zu den Zwischenräumen der Wolkenbänder waren gut erkennbar. Mit diesen Details habe ich mich lange beschäftigt. Wie in jeder Jupitersaison bin ich immer wideer aufs Neue begeistert.

Der kleine Skywatcher ED bildet für mein Empfinden hervorragend ab. Leider wird diese Optik, obwohl ich sie seit vielen Jahren besitze, oft unterschätzt oder schlechtgeredet. Aber das soll hier nicht weiter Thema sein.

Mondaufhellung ... also nun der Blickrichtungswechsel nach Westen.

Mit zunehmender Mondhelligkeit wurde es mir in diesem Himmelsbereich zu hell. Also habe ich dem Mond im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken gekehrt und meinen Blick weiter nach Westen gerichtet.


Messier 45 Die Plejaden ...

Mit einem 2" - 26-mm-Okular betrachtet, was soll man sagen, einfach klasse. Nach eingehender " begutachtung " ging es weiter zu

h + χ Persei ...

Hier kam ein 2"-15-mm-NoName-Okular ( angeblich 80° Gesichtsfeld ) zum Einsatz.
Das Doppelsternhaufen-Paar passte wunderbar ins Gesichtsfeld. Ob es tatsächlich 80° sind, ist für mich nebensächlich, Entscheidend ist die optische Wirkung also was ich sehe und wie ich es empfinde. Diese Empfindung war mehr als prima. Aber auch mit 26 mm war diese Beobachtung, eines echten Klassiker's eine klasse "Abend Endbeobachtung " !

Abschluss

Insgesamt waren inzwischen sicher zwei bis drei Stunden vergangen. Hoch im Norden endete also mein, bzw. der Astro-Abend.

Ich höre grundsätzlich mit einem Erfolgserlebnis auf, egal wie spektakulär oder unspektakulär es objektiv sein mag. Das ist mir wichtig, um mit Freude in den nächsten Beobachtungsabend zu starten.

Nach einer langen Durststrecke durch schlechtes Wetter war es besonders schön, endlich wieder beobachten zu können. Ein großer Vorteil der kleinen Ausrüstung und des Balkons : Alles war schnell und unkompliziert wieder im Wohnzimmer verstaut. Die Spektren der Sterne ermöglichen mir heute ( da auch gespeichert ) eine erneute " Beobachtung und Auswertung ".

Ausblick

Sollte es heute wieder klar sein, kommt eine weitere Beobachtungvariante / Ausrüstung zum Einsatz. Vorgesehen ist eine rein visuelle
90°-Binokulare-Tischmontierungsbeobachtung via Videoneiger mit 50mm / 242 mm ED Spaßoptik von Mond, Jupiter und Orionnebel. Alles bei ähnlicher Brennweite, aber halt kleinerer Öffnung.

Also, schau’n wir mal :cool:

Grüße an alle
Marco
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marco,

danke für Deinen Bericht, der sich nach einem sehr schönen Beobachtungsabend anhört!

Kannst Du mal so einen Stern-Spektrum zeigen?

Einen schönen Sonntag!
Felix
 
Kannst Du mal so einen Stern-Spektrum zeigen?
Hallo Felix ... gerne.
Hier findest Du meine ... Spektroskopieseite , mit " ersten " neueren Beispielen. Im Moment " ist alles noch im werden ".
In 8 Monate bin ich Rentner :cool: ... dann werde ich mich weiter drum kümmern ( können ). Zur Zeit muss ich mich
noch um die berufliche Fertigstellung eines Projektes kümmern. ( ... weder Astronomie - noch Programmierung ) => das ist alles nur Hobby Ausgleich, Spaß !
Es ist also zur Zeit alles eine Rentenplanung der anderen Art ;)
Auch die anderen Themen meiner Homepageseiten können helfen mich und meine Meinungen zu verstehen.
Gruß
Marco
 
Liebe Kleinöffnungsfreunde,
vorhin hatte ich eine schöne Beobachtung eines Io-Schattendurchgangs auf Jupiter mit 60mm. Ich rang mit mir, ob ich darüber hier berichten oder einen separaten Thread eröffnen sollte. Ich entschied mich für Letzteres da sich mir grundsätzliche Fragen des Schattenlebens stellten. Mein Traktat findet Ihr hier:
Grüße
Christopher
 
Hallo liebe Beobachter ...
da dieser Beitrag =》'Die Möglichkeiten moderner Smartphones' Die Möglichkeiten moderner Smartphones nicht ganz hier her passt, aber ( zumindest für mich ) doch auch eine " Klassikerbeobachtung " , mit extrem kleiner " Öffnung" in " Art " , ist wollte ich kurz drauf hinweisen.
Ich verstehe halt unter Beobachten sehr vieles ...
... Hauptsache ist, man sieht etwas ;)
Gruss
Marco
 
Hallo,

gestern Abend nutzte ich das Zeitfenster zwischen Arbeit in der Praxis und Training zum Spechteln. Nach längerer Zeit kam mal wieder mein TAL M zum Einsatz. Den hatte ich schon vor der Abendschicht zum Temperatur Ausgleich vor die Türe gestellt.

Ich hatte schon wieder vergessen, wie schön dieser kleine Newton 80/520 unter guten Bedingungen abbildet. Meiner steht nicht mehr auf seiner ursprünglichen Montierung sondern auf einer AZ3, die deutlich leichter ist und ihn sicher trägt. Ich begann mit Jupiter. Der war knackig scharf selbst mit 130facher Vergrößerung zu sehen. Zur Beobachtung von Plejaden und Orion Nebel zog ich dann von meiner Rollstuhl Auffahrt in den Garten vor unserer Trainingshalle um; dort leuchtet die Straßenbeleuchtung nicht hin. Die Plejaden waren am schönsten mit 16fach in Ganzheit zu sehen. Beim Orion Nebel probierte ich einiger Okulare durch, jeder Anblick hatte seine eigene Qualität. Am schönsten fand ich nach wirklicher Dunkeladaption das Bild mit dem 12,5 mm Okular bei 42facher Vergrößerung. Vom Trapez waren 4 Sterne deutlich und scharf zu sehen und die "Fledermaus" schwebte im Gesichtsfeld - herrlich.

Ein jähes Ende fand der Beobachtungsgenuss, als unsere Gestalten zum Training eintrafen. Die hatten mich in der Nähe des Eingangs überhaupt nicht wahrgenommen, stürmten in die Budo und warfen erst ein mal alle erreichbaren Lampen (Außenbeleuchtung, Flur, Kraftraum und Halle) an; herzlichen Glückwunsch!

Immerhin halfen sie dann beim hinein tragen und warteten geduldig bis ich die Beobachtungsklamotten gegen meinen Judogi getauscht hatte.

Insgesamt ein schöner Beobachtungsabend mit kleinem, guten Gerät.

CS Gerhard
 
So many scopes, so little time ...

Mensch Gerhard :y: - das ist überhaupt DIE Idee, den Kleinen mal wieder aufs Dach zu stellen.

Dieses Wochenende!

Schöne Grüße,
Urs
 
Hallo zusammen,

Minibericht vom letzten Abend. Es kam mein geliebter Mini-Takahashi FC-50 f/8 auf einer ICS Skydob3 zum Einsatz. Verwendete Okulare waren vor allem Pentax XL 21/ 14/ 5,2 /XW 7 abgerundet nach unten mit TeleVue Panoptic 24 und Nagler Zoom 6-3 nach oben.

Start bei den Plejaden, wunderschöner Anblick im XL 21 und 14 mit genügend „Platz“ um den Sternhaufen.

Orionnebel: Nebelstrukturen eindrucksvoll im XL 21/14, mit dem XW 7 Theta Orionis schön in vier Sterne aufgelöst.

Weiter zu M 41 unterhalb von Sirius. Wunderschöner offener Haufen besonders wieder mit dem XL 21/14. Es ist für mich einer meiner Lieblingsobjekte mit größeren Ferngläsern, da man geradsichtig sehr bequem schauen kann. Eine Nacht zuvor habe ich ihn mit meinem Nikon 18x70 IF WP WF beobachtet, traumhaft hier vor allem die Sternfarben.

Dann hinauf Richtung Zenit in die Zwillinge. Ich liebe M 35 gerade in kleinen Vergrößerungen, ich kann mich kaum sattsehen, auch eine Abend zuvor im Nikon 18x70.

Weiter zu Jupiter. Im kleinen FC-50 perfekt wie ausgestanzt, eine Fülle von Strukturen in der Atmosphäre. Hier kommt neben dem XL 5,2 auch das Nagler Zoom 6-3 zum Einsatz.

Da ich gerade hoch vergrößere, rücke ich Castor ins Gesichtsfeld. Zwei perfekte Sterne, herrlicher Anblick.

Zum Abschluss schaue ich mir meist noch die Beugungsfiguren eines helleren Sterns an und freue mich über die lehrbuchartige Abbildung des FC-50. Einen so perfekten kleinen Calciumfluorid Apochromaten wird es wohl nie mehr neu geben.
Hier noch ein kleiner Schnappschuss vom FC-50 mit dem XW 7 gestern Abend.

Tak FC-50 Skydob3.jpg
 
Moin!

> dieser kleine Newton 80/520

Naja, wir sind zwar einen Millimeter über der Vorgabe... :unsure: ;)

Ich bin gerade am überlegen: dieser TAL-M besitzt - wie fast alle TAL-Spiegel - eine Sphäre als Hauptspiegel. Das war u.a. beimTAL-1 so, das war auch beim TAL-2 so (der TAL-150P, 150/750 mm war parabolisch wie sich das gehört).
Nun frage ich mich wirklich, wie beim TAL-M mit dem ÖV von f/6,5 und einem spärischen HS von "perfekter Abbildung" gesprochen werden kann?
"Sieht" man die sphärische Aberration denn nicht?

Ich weiß nur, daß ein TAL-2M optisch meinem damaligen und visuell optimierten 6" f/8 mit parabolisiertem ICS-Spiegel sichtbar (!) unterlegen war. Das ist damals sogar dem TAL-Besitzer zuerst aufgefallen, nicht mir.

Ich habe hier noch eine kleinen 76/700er Newton f/9 eingelagert, den ich mit vor einem halben Jahr für 27 EUR neu geschossen habe. Der hatte schon beim ersten Test eine sehr gute Auflösung (ε Lyr alle vier Komponenten in der Lage erkannt bei 70fach (Baader Classic Ortho 10 mm)). f/9 ist bei Sphären dieser Größe m.M. unkritischer als die genannten f/6,5 vom TAL-M, da die shär. Aberration hier im Bereich der opt. (beugungsbegrenzten) Auflösung liegt.

Mist - ich hatte damals beim ITV vor gut 25 Jahren einen kleinen 76/500er Newton dabei und nebenan hatte jemand den TAL-M mitgebracht. Hätte man damals doch mal verglichen. Mich würde echt brennend interessieren, wie so ein heute produzierter Tchibo-Torpedo gegen den TAL-M abschneidet.
 
Hallo Winnie,

in den letzten über 60 Jahren habe ich schon durch unzählige Fernröhren aller Größen geschaut. Für mich ist dabei interessant, was ich sehe. Natürlich bin auch ich optisch-theoretisch nicht völlig unbedarft. Trotzdem schrecken mich diese theoretischen Betrachtungen, welches Gerät wohl was überhaupt können kann, und die hier regelmäßig zu Streit unter den "Supertheoretikern" führen, eher ab.

Mich stört im TAL 80/520 keine SA, "sorry for that" wie der Franzose sagen würde. "Augenkrebs" habe ich davon auch keinen bekommen, ebenso wenig wie vom Blick durch "minderwertige" inzwischen völlig veraltete Ferngläser. Deshalb werde ich meine fragwürdigen Beobachtungsangewohnheiten auch beibehalten, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

CS Gerhard
 
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