ToSto64
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Am letzten Samstag entschloss ich mich zu einem dreitägigen Kurztripp nach St. Antönien im Prättigau.
Wettermässig perfekt und Top-Seeing für die beiden Nächte von Di auf Mi und Mi auf Do. Am ersten Tag mit dem MTB zur Carschinafurgga, wo es die wohl leckerste Gerstensuppe gibt.
Um 16 Uhr zurück im Hotel, legte ich mich zur Nachtruhe. Kurz vor Mitternacht erschallte die Weckmelodie. Der Blick aus dem Fenster und ich war vom Anblick des nächtlichen Himmels hin und weg.
In fünfzehn Minuten war ich parat, nahm meinen Okularkoffer und schlich mich aus dem Hotel. Welch positive Überraschung. Mit Ausnahme von fünf Strassenlaternen, welche alle dieses weiche gelbliche Licht nach unten abstrahlen, keine Lichtquelle. Wo in anderen Orten die Kirchen in prachtvollem Licht für die Nachteulen erstrahlen, hier steht sie in dunkler Stille.
Doch mein Beobachtungsplatz liegt noch 200 Höhenmeter über St.Antönien.
Knapp sieben Minuten Autofahrt und er war erreicht.
Dann stand ich da, überwältigt von diesem atemberaubenden Sternenhimmel. Der Unterschied zwischen einem Bortle 4 und einem Bortle 3 Nachthimmel ist schon eine Hausnummer. Mein bevorzugter Standort in der Valüna ist schon grossartig, aber laut LPM immer noch ein Bortle 4. Der Nachteil dort, die Sicht ist wegen der Berge gen Osten und Westen eingeschränkt und mit Blick nach Norden macht sich die Lichtglocke vom Rheintal dezent bemerkbar.
Doch hier auf 1670 m Höhe ist der Blick rundum ziemlich frei.
Und es ist kein Licht zu sehen. Zero.
Aus zehn Meter Entfernung erkannte ich mein Teleskop nur schemenhaft.
Da im Prättigau bisher noch kein Wolf gesichtet wurde, sollte also auch kein
nächtlicher, unangemeldeter Besuch erscheinen. ?
Das Mobilphone im Hotel vergessen... typisch Thomas. So nahm ich den DS Reiseatlas zur Hand und versuchte mich damit zu orientieren.
Ohne FG begann ich zunächst die Milchstrasse zu 'durchwandern'. Fantastisch. ??
Mit dem FG war es einfach nur atemberaubend.
Dann mal zu den Objekten:
Die Andromeda Galaxie... da offenbarte sie sich meinem blossen Auge. Deutlich zu sehen der helle Kern umgeben von strukturlosem Nebel. Mit dem FG erkannte ich bereits erste schemenhafte Details und sogar die beiden Begleiter, M32 und M110.
Irgendwo in gerader Linie unterhalb von M31 muss sich M33 befinden. Keine zwei Minuten und ich hatte ihn im Blickfeld.
Wow! First Light für M33. Deutlich zu erkennen als wattebauschiger Nebelfleck. Dann schaute ich ohne Hilfsmittel und was für Freude, tatsächlich konnte ich ihn nach gut einer Minute erspähen.
Nun war aber mein Hofheim dran. Das Delos 17.3 aufgesetzt und scharf gestellt.
Sprachlos schaute ich auf M33. Na ja... mit wem sollte ich auch sprechen.
Eine Galaxie mit richtigen Spiralarmen.
Je länger ich schaute, je deutlicher zeigten sie sich. Um das Zentrum konnte ich sechs Sterne ausmachen, die innerhalb der Galaxie lagen.
Dann schwenkte ich zu Andromeda und seinen Begleitern. Je intensiver ich beobachtete, je spektakulärer die Details.
Auch bei M32 war das Zentrum deutlich zu erkennen.
Im Norden knapp über den Bergen war der Rücken von Ursa Major zu sehen.
Da muss doch Bodes Galaxie zu finden sein. Normal sollte bei Bortle 3 diese doch mit blossem Auge zu sehen sein.
Oberhalb von Stern 23, so mein DS Reiseatlas, muss ich sie doch finden. FG zur Hand genommen und... boah! Volltreffer. M81 und 82 in voller Pracht.
FG wieder weg und geschaut. Jepp. Da sind die beiden plötzlich. M81 gut zu sehen und M82 diffus aber sichtbar.
Also studierte ich die beiden genauer.
Zunächst mit dem Delos 17.3 und dann mit dem Ethos 13 und schliesslich mit dem Delos 10mm. Fantastisch.
Mit dem Ethos 13 machte sich noch ein etwas verwaschener Nebelfleck bemerkbar. Volá. NGC 2976.
Die Zeit schritt voran und die Augen wurden etwas müde.
So nahm ich noch Jupiter, Saturn, Mars und die Plejaden ins Visier.
Mit dem FG suchte ich noch nach dem Nordamerikanebel. Zwar konnte ich schemenhafte Nebelstrukturen ausfindig machen, war mir aber nicht sicher.
Gegen 3 Uhr noch ein Blick ins Zentrum der MS. Nach ein paar Minuten kristallisierte sich da ein heller Fleck heraus. Mit dem FG sehr schön zu sehen und mit dem Meade SWA 28 zeigten sich Details. Zunächst irrte ich etwas durch den Reiseatlas, bis mir klar wurde, dass es sich um die Kleine Sagittariuswolke (M24) handelte.
Nun war genug.
Ab ins Hotel und noch etwas Schlafen.
Für heute hatte ich ja noch eine MTB Tour geplant. Die Trails von Pany.
Teil 2 folgt.
Wettermässig perfekt und Top-Seeing für die beiden Nächte von Di auf Mi und Mi auf Do. Am ersten Tag mit dem MTB zur Carschinafurgga, wo es die wohl leckerste Gerstensuppe gibt.
Um 16 Uhr zurück im Hotel, legte ich mich zur Nachtruhe. Kurz vor Mitternacht erschallte die Weckmelodie. Der Blick aus dem Fenster und ich war vom Anblick des nächtlichen Himmels hin und weg.
In fünfzehn Minuten war ich parat, nahm meinen Okularkoffer und schlich mich aus dem Hotel. Welch positive Überraschung. Mit Ausnahme von fünf Strassenlaternen, welche alle dieses weiche gelbliche Licht nach unten abstrahlen, keine Lichtquelle. Wo in anderen Orten die Kirchen in prachtvollem Licht für die Nachteulen erstrahlen, hier steht sie in dunkler Stille.
Doch mein Beobachtungsplatz liegt noch 200 Höhenmeter über St.Antönien.
Knapp sieben Minuten Autofahrt und er war erreicht.
Dann stand ich da, überwältigt von diesem atemberaubenden Sternenhimmel. Der Unterschied zwischen einem Bortle 4 und einem Bortle 3 Nachthimmel ist schon eine Hausnummer. Mein bevorzugter Standort in der Valüna ist schon grossartig, aber laut LPM immer noch ein Bortle 4. Der Nachteil dort, die Sicht ist wegen der Berge gen Osten und Westen eingeschränkt und mit Blick nach Norden macht sich die Lichtglocke vom Rheintal dezent bemerkbar.
Doch hier auf 1670 m Höhe ist der Blick rundum ziemlich frei.
Und es ist kein Licht zu sehen. Zero.
Aus zehn Meter Entfernung erkannte ich mein Teleskop nur schemenhaft.
Da im Prättigau bisher noch kein Wolf gesichtet wurde, sollte also auch kein
nächtlicher, unangemeldeter Besuch erscheinen. ?
Das Mobilphone im Hotel vergessen... typisch Thomas. So nahm ich den DS Reiseatlas zur Hand und versuchte mich damit zu orientieren.
Ohne FG begann ich zunächst die Milchstrasse zu 'durchwandern'. Fantastisch. ??
Mit dem FG war es einfach nur atemberaubend.
Dann mal zu den Objekten:
Die Andromeda Galaxie... da offenbarte sie sich meinem blossen Auge. Deutlich zu sehen der helle Kern umgeben von strukturlosem Nebel. Mit dem FG erkannte ich bereits erste schemenhafte Details und sogar die beiden Begleiter, M32 und M110.
Irgendwo in gerader Linie unterhalb von M31 muss sich M33 befinden. Keine zwei Minuten und ich hatte ihn im Blickfeld.
Wow! First Light für M33. Deutlich zu erkennen als wattebauschiger Nebelfleck. Dann schaute ich ohne Hilfsmittel und was für Freude, tatsächlich konnte ich ihn nach gut einer Minute erspähen.
Nun war aber mein Hofheim dran. Das Delos 17.3 aufgesetzt und scharf gestellt.
Sprachlos schaute ich auf M33. Na ja... mit wem sollte ich auch sprechen.
Eine Galaxie mit richtigen Spiralarmen.
Je länger ich schaute, je deutlicher zeigten sie sich. Um das Zentrum konnte ich sechs Sterne ausmachen, die innerhalb der Galaxie lagen.
Dann schwenkte ich zu Andromeda und seinen Begleitern. Je intensiver ich beobachtete, je spektakulärer die Details.
Auch bei M32 war das Zentrum deutlich zu erkennen.
Im Norden knapp über den Bergen war der Rücken von Ursa Major zu sehen.
Da muss doch Bodes Galaxie zu finden sein. Normal sollte bei Bortle 3 diese doch mit blossem Auge zu sehen sein.
Oberhalb von Stern 23, so mein DS Reiseatlas, muss ich sie doch finden. FG zur Hand genommen und... boah! Volltreffer. M81 und 82 in voller Pracht.
FG wieder weg und geschaut. Jepp. Da sind die beiden plötzlich. M81 gut zu sehen und M82 diffus aber sichtbar.
Also studierte ich die beiden genauer.
Zunächst mit dem Delos 17.3 und dann mit dem Ethos 13 und schliesslich mit dem Delos 10mm. Fantastisch.
Mit dem Ethos 13 machte sich noch ein etwas verwaschener Nebelfleck bemerkbar. Volá. NGC 2976.
Die Zeit schritt voran und die Augen wurden etwas müde.
So nahm ich noch Jupiter, Saturn, Mars und die Plejaden ins Visier.
Mit dem FG suchte ich noch nach dem Nordamerikanebel. Zwar konnte ich schemenhafte Nebelstrukturen ausfindig machen, war mir aber nicht sicher.
Gegen 3 Uhr noch ein Blick ins Zentrum der MS. Nach ein paar Minuten kristallisierte sich da ein heller Fleck heraus. Mit dem FG sehr schön zu sehen und mit dem Meade SWA 28 zeigten sich Details. Zunächst irrte ich etwas durch den Reiseatlas, bis mir klar wurde, dass es sich um die Kleine Sagittariuswolke (M24) handelte.
Nun war genug.
Ab ins Hotel und noch etwas Schlafen.
Für heute hatte ich ja noch eine MTB Tour geplant. Die Trails von Pany.
Teil 2 folgt.