Zweitteleskop: 90/1000, 102/500, 120/600

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sterngucker999

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Hallo Zusammen,
ich bin auf der Suche nach einem transportablen Teleskop.
Habe in den letzten Jahren immer mit meinem Equipment (siehe Signatur) beobachtet und bin damit immer noch sehr zufrieden. Doch jetzt bin ich ausgezogen und brauche etwas kleines, transportables für zwischendurch.

Verwendungszweck:
-Mond!!! und ein kleines bisschen Planeten
-Keine Fotos
-klein, leicht, schnelles aufbauen
-azimutale Montierung

Ich habe mir 3 Teleskop rausgesucht:
1)
Celestron Teleskop AC 90/1000 Astromaster AZ
Hier
günstig, aber kleine Vergrößerung, brauche noch ein 7mm Okular für Höchstvergrößerung.

2)
Skywatcher Teleskop AC 102/500 StarTravel BD AZ-3
Hier
mittlerer Preis/Vergrößerung, brauche noch ein 3mm Okular für Höchstvergrößerung.

3)
Skywatcher Teleskop AC 120/600 StarTravel BD AZ-3
Hier
teuer, hohe Vergrößerung, brauche noch ein 3mm Okular für Höchstvergrößerung.


Fragen:
Wie sieht es bei diesen Teleskopen mit Farbfehlern bei der Mondbeobachtung aus (max. Vergrößerung)?
Sind die Stative ausreichend? (Solange die Stative nicht so wackeln wie bei einem Discounter-Teleskop bin ich eigentlich schon zufrieden)

Ich tendiere zurzeit wegen der hohen Vergrößerung bei der Mondbeobachtung zur Nummer 3. Falls der Farbfehler nicht so krass ist und das Stativ nicht so wackelt.

Grüße
David
 
Hallo David

du musst bei den Varianten 2 und 3 mit einem erheblichen sichtbaren Farbfehler rechnen, der bei jeder Vergrößerung zu sehen sein wird. Varianten 2 und 3 eignen sich prinzipiell deswegen am besten zum "Surfen" durch die Milchstraße bei möglichst geringer Vergrößerung. Variante 1 hat wesentlich weniger Farbfehler und wäre deshalb für den Schwerpunkt Mond- und Planetenbeobachtung die beste Wahl, wenn nur die drei Varianten zur Auswahl zur Verfügung stehen würden.

Allerdings muss man dazu sagen, dass alle diese Teleskope, die du vorschlägst, generell von minderer Qualität sind, was das Zubehör und die Mechanik angeht. Da gehst du auf alle Fälle starke Kompromisse ein.

Für den Preis bis 300 Euro bekommst du bereits ein Newton Teleskop auf Dobson Montierung in der Größe 150/1200 [mm/mm]. Dieses Teleskop ist nicht nur sehr transportabel sondern bietet auch eine saubere praktisch fehlerfreie Abbildung.

In dieser Preiskategorie würde ich auf jeden Fall in Richtung Spiegelteleskop gehen. Refraktoren sind da meist Achromaten, die nicht sehr hochwertig sind und einen deutlichen Farbfehler zeigen. Du findest gebraucht auch immer mal ein gutes Angebot an Spiegel-Teleskopen.

Hier mal eine kleine Auswahl an möglichen Alternativen zu deinen Vorschlägen:
Skywatcher Dobson Teleskop N 150/1200 Skyliner Classic
Skywatcher Dobson Teleskop N 130/650 Heritage FlexTube



Viele Grüße,
Christian
 
Hallo David,

einer meiner Beobachtungsschwerpunkte ist ebenfalls Mond- und Planetenbeobachtung mit kleiner und mittlerer Öffnung. Eines meiner Lieblingsteleskope ist das hier:

http://www.teleskop-express.de/shop...-auf-EQ1---90-1250mm-Maksutov-Cassegrain.html

bzw. für ein Fotostativ:

http://www.teleskop-express.de/shop...Line-Maksutov-90-1250mm---Spotting-Scope.html

Ich kenne mehrere, die es nutzen und alle sind sehr zufrieden. Es ist mein persönliches Standard-Gerät: Hohe Qualität und sehr justagestabil. Die EQ-1 trägt den Mak hinreichend stabil, das konnte ich selbst testen.

Hier zwei Zeichnungen, die ich mit dem Mak anfertigte:

http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/893519/Europa-Durchgang_visuell_am_90

http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/905695/Marszeichnung_23.3.2012_mit_90

Falls es unbedingt ein Refraktor sein soll, empfehle ich den Skywatcher FH 90/900:

http://www.teleskop-express.de/shop...ktor-Teleskop-mit-kompletter-Ausstattung.html

Der Farbfehler ist etwas stärker als beim 90/1000, aber zumindest auf Mondfotos sehr gering. (Ok ich weiss dass Fotos keine sehr hohe Aussagekraft haben, aber man bekommt einen ersten Eindruck von der Größenordnung). Das Gerät hat, wenn ich imn www so querlese, insgesamt einen sehr guten Ruf. Allerdings brauchst du eine ggf. vorhandene stärkere Montierung als die EQ-2, mindestens eine EQ-3.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo David,
für den von Dir genannten Zweck ist das Optimum IMHO ein MakCas, wobei bei der Größe im Hinblick auf Gewicht und Transportabilität durchaus der 127 in Frage kommt, der dann von der Auflösung auch deine FH's schlägt.
Azimutal sehr gut zu betreiben infolge des Einblicks von der Rückseite (wie die von dir favorisierten FH's), allerdings ohne Farbfehler :smiley61: .
Die SW sind da mittlerweile von durchgängig guter Qualität was die Optik angeht.

Gruß
Thorsten
 
Ich hatte auch erst an einen kleinen Mak gedackt, aber die haben meiner Ansicht nach visuell nicht genug "punch" gegenüber einem Newton, weil die Obstruktion dann doch recht hoch ist und die Öffnung immer noch mäßig. Deswegen favorisieren ich visuell hier in gutes Newton-Teleskop.


Grüße
Christian
 
Hallo nochmal,

@ Thorsten:

an den Fünfzöller hatte ich auch gedacht, in Anbetracht des Budgets, in dem die genannten Refraktoren liegen, dann doch den 90er empfohlen. Der Fünfer benötigt meines Erachtens nach eine stabile und teure Montierung, die NEQ-3 ist da meiner persönlichen Erfahrung nach absolut grenzwertzig. Das ist jedoch Ansichtssache, ein Bekannter empfindet die Kombination als hinreichend stabil.

Wenn ich neuere Erfahrungsberichte lese, scheint der Fünfer auch weniger justagestabil zu sein als seine kleineren Brüder.

Da bin ich vermutlich ein Exot: Nicht nur, aber gerade zum Schnellspechteln ist für mich Justagestabilität ein ganz wesentliches Entscheidungskriterium für oder auch gegen ein betimmtes Teleskop: Möchte ich ein sehr kurzes Zeitfenster nutzen, will ich mir um eine mögliche Dejustage keine Gedanken machen (müssen), sondern einfach aufbauen und loslegen. Damit sind wir beim nächsten Punkt:

David schreibt, er sucht ein Gerät für zwischendurch. das deute ich als "Schnellspechtler". Hier kommt der Fünfzöller als Mak aus meiner Erfahrung allein schon wegen der langen Auskühlzeit nicht in Frage: Das Gerät, das ich kenne, benötigt hierfür mindestens eine Stunde.

@ Christian:

Was meinst du genau mit "Punch": Grenzgröße? Auflösung? Für das genannte Ziel, nämlich mobile Mond- und Planetenbeobachtung, gibt es meiner Meinung nach nichts Besseres als kleine Maksutovs, aber das ist Ansichtssache.

Zumal es bei Mond und Planeten nicht auf Grenzgröße ankommt, auf Auflösung und Farbreinheit hingegen schon.

CS und VG Christian
 
Hallo
@Copernicus-Christian
Ja, was die Justierstabilität angeht, stimme ich dir sehr zu. Deshalb z.B. siehe hier: umbau
Bei der NEQ-3 bin überfragt, die kenne ich nicht. Allerdings gibts da ja schon recht gute "preiswerte" Azimutalmontierungen.


@ChristianP
David sprach von klein und leicht: Der 150er hat 6kg und 1200cm, der 5" Mak 33cm und 3.4 kg. Ich denke, da wäre die Wahl klar.

Gruß
Thorsten
 
Hallo Thorsten,

genau den Bericht meinte ich unter Anderem. Danke fürs Verlinken. Mein 90er Mak aus gleicher Serie hat den DHL-Transport ohne die kleinste Dejustage überstanden.

So wie ich es sehe, verwendet Sky-Watcher für die 90mm, 102mm und 127mm-Version die gleichen Justageschrauben. Da muss die Justagestabilität ja auch nachlassen, da bei der größten Version mehr Gewicht gehalten werden muss, noch dazu mit einem Gummiring...

Auch wenn Newtons sehr vielseitig sind: Für manche Zwecke sind sie eben doch suboptimal, besonders wenns möglichst klein und leicht sein soll, zum Beispiel fürs Handgepäck.

Wobei der angesprochene 130er Heritage durchaus noch in Frage käme. Die Qualität vor allem des Spiegels scheint sich in den letzten Jahren erheblich verbessert zu haben.

CS und VG Christian
 
Hallo Thorsten
David sprach von klein und leicht: Der 150er hat 6kg und 1200cm, der 5" Mak 33cm und 3.4 kg. Ich denke, da wäre die Wahl klar.
So einfach ist es nicht. Beim Mak kommt immerhin noch die Azimutale Montierung mit Stativ dazu, während beim Dobson schon alles dabei ist und es in Summe auch nicht viel größer ist. Das einzige Argument, das ich noch gelten lassen würde, wäre, dass er schon einen ähnlichen Newton hat. Wahrscheinlich wäre es für ihn das Beste sich gar nicht erst was neues zu kaufen, sondern den vorhandenen Newton einfach öfter zu nutzen.




Hallo Christian
ein Newton hat zum einen fast immer mehr Öffnung, hat weniger optische Flächen, und auch meist weniger Obstruktion. In Summe ist es fast immer das leistungsfähigere Instrument und somit die bessere Wahl. Maks zeichnen meist die Bilder recht weich. Ich weiß, Maks gelten gemeinhin als "Planetenteleskope", aber wenn man mal genau hinsieht erkennt man, dass sie sich nicht viel von Schmidt-Cassegrains unterscheiden. Der Kontrastdurchmesser dieser Teleskope ist nicht sonderlich groß im Verhältnis zur Öffnung. Schlimm wirds, wenn der Mak 90 oder 100mm Öffnung hat. Dann merkt man schon einen deutlichen Unterschied zu einem 5" oder 6" Newton. Klein und leicht hin oder her.





Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Namensvetter,

also ich empfinde meine Maks (zwi 90mm-Geräte verschiedener Hersteller und Brennweiten) und meine 100/1000mm-Russentonne als sehr scharfzeichnend. Zugegeben, ich habe keinen Newton dieser Größe zum Vergleich zur Verfügung, aber der Mondrand erscheint im Rahmen des Seeings ähnlich messerscharf wie in Refreaktoren mit 70 und 150 Millimeter Öffnung (letzterer mit Zeiss AS-Objektiv).

Ok, aus vielen Threads erkennt man, dass du ein Newton-Fanatiker bist und dazu neigst, nahezu alle anderen Teleskope schlecht zu reden. Das ideale System gibt es nunmal nicht, und als Maksutov-"Fan" sage ich ja auch nicht, dass Newtons grundsätzlich schlechter sind.

Wenn dem so wäre, bräuchte man nur ein einziges Teleskop-Design am Markt. Man muss für jeden individuellen Fall abwägen, welches System für den individuellen Beobachter und Anwendungszweck das geeignetste ist. Würde ich in einem Garten in ländlicher Gegend wohnen, wäre mein Hauptteleskop garantiert ein Dobson der 12-Zoll-Klasse. Aber auf meinem Balkon haben sich aufgrund der Abmessungen z.B. katadioptrische Systeme als ideal erwiesen. Nur um ein bzw. mein Beispiel zu nennen.

CS und VG Christian
 
Hi Christian,

naja also ein Newton-Fanatiker bin ich nun wirklich nicht. Ich habe zwar letztes Jahr selbst einen Newton Spiegel geschliffen und werden ihn wohl hoffentlich noch dieses Jahr zum Einsatz bringen können, aber ich habe beispielsweise zwei Achromaten 100/1000 und 80/1200 [mm/mm], sowie noch zwei Schmidt Cassegrains, ein C8 und ein C9.25, und dann noch ein altes Tal2m, das ich aber im Moment nicht einsetzte.

Zuerst schaue ich mir die theoretische Leistungsfähigkeit von Teleskopbauarten an. Dabei stellt sich für mich eben heraus, dass ein Newton generell nie wirklich schlecht abschneidet. Es ist das System, das unter vielen Umständen einen sehr guten Kompromiss erlaubt. Wenn ich einen MAK kritisiere, indem ich sage, dass dieser deutliche Obstruktion hat und für Fertigungstoleranzen anfällig ist, dann ist das kein Schlechtreden von diesem System, sondern ein Erörtern der optischen Eigenschaften. Das soll dann hoffentlich zu einem klareren Bild bei der Einschätzung von Teleskopen führen.

Hier in diesem Thread ist es vielmehr wichtig aufzuzeigen, dass die schnellen Achromaten für das Ziel Mondbeobachtung im Allgemeinen untauglich sind. Es wurden ja nun auch eher MAKs oder langsame Achromaten vorgeschlagen und mit dieser Empfehlung kann ich sehr gut leben. Neben diesen Teleskopen schlägt sich aber immer auch ein Newton sehr gut. Nun mag es Beobachtungsbedingungen und die persönlichen Vorlieben eines jeden Beobachters geben, die zu der oder der Wahl führen, aber das ändert nichts an grundsätzlichen Leistungs- und Systemeinschätzungen, die man auch gerne bei der Teleskopwahl berücksichtigen darf.



Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Christian,

ich gebe dir zu 100% Recht, dass schnelle Achromaten für den hier gewünschten Zweck so ziemlich die ungeeignetsten Teleskope überhaupt sind. Und ein 90/900er FH ist auch schon ein ziemliches Trumm, wenn daneben steht, aber noch als gut transportabel anzusehen.

Bei mir stellt es sich so dar, dass ich grundsätzlich keinen Lieblings-Teleskoptyp habe, sondern je nach Beobachtungsziel und Rahmenbedingungen überlege, was das geeignetste Gerät ist. Für meinen Balkon war es aus den weiter oben genannten Gründen ein 8'' ACF und eben der kleine MAK. Zum Schnellspechteln habe ich noch einen (sehr liebgewonnenen) 70/900er FH. Länger dürfte der Tubus zumindest auf meinem Balkon aber nicht sein.

Es kam oben für mich so rüber, als wenn du mehr oder weniger krampfhaft den Newton schön reden wolltest. Ein langer Volltubus wäre für Davids Zweck garantiert nicht die 1. Wahl, der Heritage, wie ich oben schon sagte, durchaus.

Man kann David letztendlich auch nur raten, bei Volks- und Vereinssternwarten und ggf. Teleskoptreffs diverse Systeme zu testen und den für sich geeignetsten Kompromiss zu finden.

CS und VG Christian
 
Moin David!

Ich frage mich gerade, warum bei diesen Vorgaben:

> Verwendungszweck:
> -Mond!!! und ein kleines bisschen Planeten
> -Keine Fotos
> -klein, leicht, schnelles aufbauen
> -azimutale Montierung

nicht der bereits vorhandene

> GSO Dobson 200/1200 Deluxe

zum Einsatz kommt?! :gutefrage:

Ein schnell aufzubauendes, mit farbreiner und hochauflösender Optik versehenes Teleskop... - Was will man dann noch mit einem kleineren Mak oder Refraktor für diese Spezialanwendung? Halte ich für überflüssig.

Die beiden Kometensucher oben (102 und 120 mm f/5) sind garantiert nichts für Hochvergrößerung. Ab 80- bis 100fach wird das Bild flau. In dem Bereich beginnt aber erst die Detailbeobachtung an einem solchen Objekt.
 
Hallo Zusammen,
vielen Dank für die vielen Infos.
Ich werde mich mit den Maksutov und Cassegrain Geräten beschäftigen und vorallem mit den kleinen und günstigen Heritage-Teleskopen. Die ich zurzeit favorisieren würde.

@Winnie:
"Ich frage mich gerade, warum bei diesen Vorgaben:
...
nicht der bereits vorhandene GSO Dobson 200/1200 Deluxe zum Einsatz kommt?!"

Ich wohne ~2km von einem guten Beobachtungsplatz weg und ich habe kein Auto (11kg Rockerbox + 9kg Tubus). Deshalb suche ich etwas kleines und transportables.

Grüße
David
 
Moin David!

> Ich wohne ~2km von einem guten Beobachtungsplatz weg

Den Mond kannste überall begucken, dazu mußte nicht in die Pampa. Genau auf die geforderte Mondbeobachtung laut Eingangspost bezog ich mich.
 
Hallo David,

zu dem Heritage gebe ich zu bedenken, dass sich der OAZ selbst bei zenitnahen Beobachtungen nur ca. 70 cm über dem Boden befindet. Du brauchst also einen halbhohen Tisch oder ein Fotostativ, auf dem das Heritage laut Beschreibung befestigt werden kann bzw. eine Montierung, die die Prismenschiene des Tubus' aufnimmt.

@ Werner:

Im Prinzip hast du Recht. Aber wenn David das Gerät nicht ggf. mehrere Treppen hinunter tragen möchte, nützt der Bollerwagen recht wenig. :-) Das kann er nur selbst entscheiden.

CS und VG Christian
 
Hallo David,

wenn der gute Standort "nur" dunkleren Himmel bietet, ist das für die angedachte Mond- Planetenbeobachtung absolut nicht von Bedeutung, ich z.B. vermeide dabei bewusst Dunkeladaption um der Blendung und Detailüberstrahlung vorzubeugen.
Okay, es gibt noch andere wichtige Kriterien, z.B. könnte Bebauung im Weg sein oder auch ungünstiges lokales Seeing.

Bietet der gute,, aber eben für den 8-Zöller unpraktisch weit entfernte Standort aber den dunklen Himmel würde ich mich mit einem kleinen Zweitteleskop nicht auf Mond- und Planeten festlegen, sondern versuchen, auch den möglichen Vorteil eines großen erreichbaren Feldes zu nutzen.

Damit würde man dann beim kleinen Newton ankommen und da ist ein 130/650er m.E. das interessanteste Ding, allerdings nicht in der Billigvariante.
Ein zu billig zusammengeschusterter kleiner Newton wird zu den hohen Vergrößerungen hin in aller Regel versagen und für die Weitfeldoption ist ein 2" Okulerauszug m.E. zwingende Voraussetzung.
Damit wären wir bei einem hier schon oft diskutierten 130/650er PDS Newton, den man paralaktisch montieren kann oder nach Vorbild der vorhandenen 8" Box mit einer leichten RB versehen kann.
So rein für Deine Vorstellungen sehr gut geeignet und m.E. zu selten gebracht wäre so was:
Link
Komplett mit Tragegriff und noch eine Hand frei für das restliche Gerümpel.

Gruß
*entfernt*
 
Hi David

Da es ja nicht hochmobil sein muss (nur 2km Fußweg, ggf. noch Treppenhaus) würde ich eher deinen 8" transportfähig machen.
Also Rückenkraxe für den Tubus und die Rockerbox; ggf. eine andere, zerlegbarere Rockerbox bauen.

Für 'wirklich' hochmobile Einsätze hab ich einen 90er Mak auf dem Star Adventurer. Die Kombination ist aber sinnlos, wenn man ausschließlich beobachten möchte, allein schon was die Verteilung der Mittel angeht ( 175€ Optik, 350€ Montierung, 550€ Stativ). Wobei ich bei kleinen Geräten im Hochvergrößerungsbereich nicht auf eine automatische Nachführung verzichten würde.

cs
Jürgen
 
Hallo nochmal,

ich habe über diesen interessanten Fall über Nacht noch einmal nachgedacht. Vorausgesetzt, der Transport über Treppen stellt kein Problem bzw. Hindernis dar, halte ich den Transport des Newtons mit einer Sackkarre für sinnvoll. Diese wird im Gegensatz zum Bollerwagen vor sich her geschoben und ist somit im Transport über längere Fußwege bequemer. Zumindest ich habe es so empfunden.

Hier zwei Beispiele:
https://www.stabilo-fachmarkt.de/sackkarre-150-kg-stapelkarre-transportkarre/a-685/
http://www.dmg-ag.de/shop/transport/sackkarren/349/sackkarre-aluminium

Ich bin jetzt nicht alle Shops und Anbieter durchgegangen, aber ich denke, mit einem passenden Modell müsste es möglich sein, Tubus und Rockerbox, ggf. mit Bändern gesichert, damit transportieren zu können.

Kleinteile-Zubehör kann man in einen Fotokoffer tun und um den Hals hängen.

Ein Bekannter von mir nutzte für sowas ein Fahrrad mit Anhänger. Viele Wege führen nach Rom bzw. unmotorisiert zum Beobachtungsplatz.

CS und VG Christian
 
Moin Christian!

> halte ich den Transport des Newtons mit einer Sackkarre für sinnvoll.

Vielleicht noch gar nicht mal nötig. Es gibt Umbauten von 8"-Newtons auf Gitterbauweise, wo Rockerbox, Hut und Hauptspiegelzelle zum Transport ineinandergestellt werden und das Ganze auf den Fahrradgepäckträger paßt. Wurde alles schon konstruiert.

Wo ich das gerade überlege: Ein 90-mm-Refraktor auf Alt-az-Montierung, dazu Stativ, Beobachtungsstuhl, Okularkoffer und Kartenwerk bzw. Klapprechner sind vom Transportaufwand auch nicht ganz ohne.
 
Hallo David,
ich habe meinen ED80 Refraktor + GSO ATZ Montierung bei der Sonnenfinsternis mit einem Fahrradanhänger transportiert. Zubehör fand im Rucksack Platz.
 
Hallo Christian,

mit eine geeignetem Traggeschirr / Tragegurt,
https://www.google.de/search?q=Ruck...oTCJqWl6fk6cYCFcNtFAodGAgD_A&biw=1276&bih=676 die vielfältig an das Tragegut angepasst werden können, ist der Transport durchs Treppenhaus und bis zum Beobachtungsplatz weniger Stößen ausgesetzt als mit eine Sackkarre!

Fahrradanhänger für den Weitertransport ohne Auto geht in Ordnung, wenn der Tubus auch dort in der Gurtaufhängung gelagert wird!
Die Rockerbox lässt sich ja am Griff einigermaßen gut tragen.


Gruß Günter

 
Hallo Freunde,

es könnte sein, dass hier das ganz allgemeine Interesse des Threadstarters an einem kleinen, handlichen Zweitteleskop aufgrund der angeführten Begründung nicht erkannt wird.

David, wie siehts aus?
Gehts wirklich nur um Transportmöglichkeiten?

Gruß
*entfernt*
 
Hallo nochmal,

@ G2-Günter:

ich gehe natürlich stillschweigend davon aus, dass der Tubus eine eventuelle Treppe herunter getragen wird. Dass das mit der Sackkarre eine Treppe hinunter für die Optik alles andere als gut ist, ist mir bewusst!

@ Günther:

Den Eindruck habe ich ebenfalls. Zudem merke ich, dass es hier, wie in vielen anderen Threads, darauf hinausläuft, mehr oder weniger krampfhaft einen Newton zu empfehlen bzw. einen vorhandenen Newton zu optimieren. Ein Anfänger, der sich einige Einsteiger-Kaufberatungen durchliest, mag den Eindruk erhalten, Amateurastronomie besteht primär aus Newtons und diversem "Kleinzeug" (nicht auf die Öffnung, sondern auf den Nutzen bezogen): In gefühlten 90% läuft die Beratung auf einen Newton hinaus.

Natürlich kann ich nur unterstreichen, dass das Newton-System vermutlich das vielseitigste und, im Sinne der Optimierbarkeit (wenn man denn dazu bereit ist, ich z.B. lege nicht gern selbst Hand an, egal ob an Teleskope, Computer oder andere Dinge), wohl das ausbaufähigste System ist.

Dennoch ist ein Newton, speziell der 8'' f/6 und größer, nicht für jeden geeignet bzw. optimal. Ich habe auf meinem Balkon z.B. in Breite recht wenig Platz und muss bei einer Neuanschaffung sehr genau auf die Tubuslänge achten, um nur ein Beispiel zu nennen.

In Anbetracht der vielen wirklich guten Spezialisten für verschiedene Beobachtungsgebiete und Rahmenbedingungen kann ich mich mit der Newton-"Monokultur" bei Teleskop-Empfehlungen nicht anfreunden, aber das ist Ansichtssache.

Jeder erfahrene Beobachter hat seinen eigenen Teleskoptyp, mit dem er am besten zurecht kommt, das schlägt sich natürlich auch im Unterbewusstsein in den Einsteigerberatungen nieder. Dennoch sollte man auf den Fragesteller achten:

Aus dem Titel des Threads habe ich z.B. heraus gelesen, dass für David möglichst kompakte Abmessungen ein wichtiges Entscheidungskriterium ist. Und da er laut Signatur bereits einen größeren Newton hat, ging ich davon aus, dass dieses vorhandene Gerät für den Zweck, für den das neue Teleskop gesucht wird, ungeeignet ist. Daher ließ ich Newtons bei meinen Vorschlägen von vornherein außen vor.

Wie gesagt, ich habe prinzipiell nichts gegen Newtons, im Gegenteil. Dennoch muss man je nach Fragestellung und Vorstellungen des Threadstarters abwägen, was die geeignetste Lösung ist.

CS und VG Christian
 
Stimmt auch wieder, Christian.

Vielleicht helfen wir David damit, seinen Dobson zu optimieren - also zumindest Transporthilfe, vielleicht auch gleich ein zerlegbarer selbstbau-Reisedob. Jeder hat da andere Schmerzschwellen, was Transport und Einrichten angeht.

Vielleicht wäre Unterstützung bei der Suche nach einem möglichst transportablem Teleskop für Mond/Planeten aber noch hilfreicher. Sozusagen ein monokulares Fernglas mit Stativ für hohe Vergrößerungen.

Ich hab (wie fast in jedem Beitrag erwähnt) einen kleinen 90er Mak zu dem Zweck. Nicht gerade universell, aber Farbreinheit, Packmaß, Masse und Genügsamkeit bei den Okularen lässt sich anderst nicht erreichen. Zumindest nicht in der Preisklasse. Und dem oder einem geringfügig größeren Bruder möchte ich auch meine Empfehlung aussprechen.
Probleme sehe ich eher in einem anderen Bereich:
Die Montierung. Taugen die anfangs Verlinkten, um auch bei hohen Vergrößerungen geschmeidig nachzuführen? Wenn es nicht parallaktisch oder deutlich teurer werden soll, kämen sonst wohl nur noch sehr kleine Dobsons in Frage - die möchten dann aber eher Kniepolster oder eine Tischtennisplatte, um das Auge ans Okular zu bekommen [ferner scheint es da wohl nicht ausschließlich 'Gute' zu geben, wie in einem benachbarten Thread zu lesen ist].

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

im 3. Absatz nennst du im Prinzip alle Argumente für einen Mak und gegen einen Newton für die mobile Planetenbeobachtung.

Was die Nachführmöglichkeiten angeht: Die EQ-1 führt den Sky-Watcher 90/1250er Mak auch bei (in Bezug auf die Öffnung) hohen Vergrößerungen sauber manuell nach, da gibt es nichts zu mäkeln.

CS und VG Christian
 
Na gut Leute,

machen wir mal etwas Nabelschau. Es kann dem David durchaus helfen, warum wir welches Teleskop empfehlen.

Ich lese also zunächst mal die Überschrift mit den drei Refraktoren, dann die ganannten Ziele und denke....aua, höchstens der lange 90/1000er, aber ist der handlich und transportabel?
Kürzer und handlicher als Refraktor, das kostet mehr als die drei zur Auswahl gestellten Röhrchen zusammen, wenn man es mit dem Ziel halbwegs ernst meint.
Also dann lieber mal in Richtung MAK denken.
Die Überlegung ist auch schon in der zweiten Antwort enthalten, also ist Einmischung überflüssig, zumal der zuvor auch genannte 6"f/8 Dobson wegen der Nähe zum 8" f(6 wohl eher unpassend sein wird.

Das läuft ja dann auch von der Beratung her in diese (für mich absolut zielführende) Richtung, bis David mit seiner Rückmeldung kommt, in der er einen Heritage-(Mini)-Dobs in Erwägung zieht und den guten Standort in 2 km Entfernung erwähnt, der halt den 8" f/6 für ihn(!) annähernd unmöglich macht.

Damit fängt das Thema für mich quasi neu an und ich stelle Fragen.
Dunkelheit suche ich nicht für Mondbeobachtung, auch nicht für Planeten, gutes Seeing suche ich da schon.
Finde ich an diesem Plaz, zu dem das Teleskop transportiert werden muss auch eine dunkleren Himmel werde ich mich dort langfristig kaum auf Mond und drei Planeten beschränken und da sehe ich dann eben zu, dass ich im Rahmen der zu wählenden Öffnung(!) nicht nur für scharfe Mondkrater gerüstet bin, sondern auch für Deep-Sky und das ist mit kleinen Öffnungen vornehmlich die Beobachtung von Objekten in großen Feldern, zumindest größer als das der 8" f/6 kann.
Damit zeige ich auf, was möglich ist und was ich mir in dem Fall wünschen würde.
Ich denke, jemand der einen kleinen f/5 zu-kurz-FH für Mond- und Planetenbeobachtung andenkt kann von solchen Fremdideen profitieren.
Selbst wenn wirklich nur die genannten Ziele beobachtet werden sollen, kann man das mit einem 114/900er Newton/Dobson sehr günstig und sehr transportabel in einer Qualität die den drei ersten Ideen keineswegs nachsteht.

Damit ist auch hier von mir nur eine Alternative genannt und diese Freiheit nehme ich mir, wie ich sie jedem Anderen gewähre.

Das Problem scheint mir eher zu sein, dass ein Newton fast jeden Spezialfall lösen kann und nebenbei auch die ganz normalen Fälle.
Nicht Jedem gefällt das und nicht Jeder muss das wollen. ;)

Warnen möchte ich zum Schluss vor der von David selbst ins Spiel gebrachten Variante mit den sehr billigen Heritage-Dobsons, da haben wir ja gerade ein Desaster im Nachbarthread:
Lifesyle nicht justierbar
SO BITTE NICHT!

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Christian

Zeitweise war meiner auf ner EQ-1. *Mir* hat er da schon etwas zu arg gezittert, zumindst beim Fokussieren - das war schon eine gute Sekunde. Also immer etwas drehen, passt es, warten, drehen, passt es, warten, ah, ok - es passt.
Beim Beobachten selbst war aber alles ok - DEC-Korrekturen waren selten und weniger verwackelnd; der billige Nachführmotorblock wurde ein wenig gepimpt: Poti ausgelötet und über Käbelchen angeschlossen. Lässt sich bequemer halten und das Dingens ist quasi entkoppelt. Kann man auch in Form von der Schrittmotorversion kaufen; kostet halt mehr und man hat noch ne extra Handbox und nen Akkupack als Ballast.
Insofern wär das schon ne Kombi, die man je nach Schmerzempfindlichkeit empfehlen kann. Zumindst mit Motörchen. Leichter gehts kaum und visuell "Eingenordet" ist das Teil auch sofort, wenn man den Sucher abnimmt und an das Polachsengehäuse hält. (klar, kurz durchschaun und die Monti zurechtdrehen sollte man auch. Aber zum Beobachten reichts aus, wenn Polaris irgendwo im Bereich der Mitte landet).

cs
Jürgen
 
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