ich wage mal zu behaupten (ohne Erfahrung), dass die Kamera mit den Spezifikationen bzw. auch in dieser Preisklasse mehr für DSO geeignet ist.
Im Internet sind auch wenig Bilder von Planeten außer ein paar Videos mit dieser Kamera zu finden.
Die Sony Chips dieser Generation geben sich nicht viel. Hauptunterscheidungsmerkmal ist die Diagonale. Hohe Empfindlichkeit, 12bit ADC, niedriges Rauschen, kein Verstärkerglühen, hohe FPS. Damit sind die alle sowohl für Deepsky als auch Planeten geeignet.
Meiner Meinung ist dein Bildausschnitt mit Barlow bereits so klein, dass du bis auf wenige Tage im Jahr die Bilder nicht über Postkartengröße anschauen kannst, ohne dass sie unscharf wirken. Kleiner kann man den Ausschnitt immer über das ROI machen. Das macht mit der 662 bei deinen Brennweiten aber keinen Sinn mehr. Selbst ohne Barlow.
Ich will dir da nicht reinreden, aber meine Erfahrung ist, dass sowas wie Oberflächendetails auf den Jupitermonden nichts ist, das einfach so geht. Das sind sehr feine Kontrastunterschiede. Mikes Teleskop hat die doppelte Auflösung wie deins und die Qualität der Optik ist sicher auch hervorragend, hat mit Sicherheit einen offenen Tubus und einen Standort mit super Luftschichtung.
Ich selbst haben einen 12" Newton mit Lomo Spiegeln und 99% Strehl. An meinem Standort war ich aber noch nie in der Lage auch nur ähnliches zu reproduzieren wie Mike. Weder in Farbe noch Schwarzweiß. Das Seeing hat noch nie zugelassen, dass ich die 12" ausreizen konnte. Mit einer Farbkamera brauchst du meiner Meinung zusätzlich zwingend noch einen ADC. Sonst ist das prinzipiell nicht möglich in den nächsten Jahren, weil ganz einfach der Planet zu tief steht.
Bei Cassegrain-Systemen hat man dann noch das Problem, dass in Nächten mit großem Temperaturgradient das Auskühlen problematisch wird. Qualitätsgarantie hat man auch keine. Es gibt im Netz zwar Leute, die mit großen Cassegrains geniale Bilder machen. Hier im Forum ist auch einer. Das sind aber Leute, die ins Extrem gehen. Deren EBV Fähigkeiten sind professionell. Die haben Optiken erwischt am oberen Ende der Qualitätstreuung, Standorte mit super Luftschichtung, vermutlich mit Lüftern modifizierte Systeme und ADCs aus dem oberen Preissegment.
Die zeigen dir dann auch Details auf den Jupitermonden auf ihren Bildern. Aber das machen die egal ob sie mit der 120, 662, 585 oder der 178 Bilder machen. Die Kamera macht da nicht DEN Unterschied. Die muss nur schnell genug Bilder auf die Festplatte schaufeln können. Ob das geht oder nicht liegt an anderen Faktoren.