ZWO Optical ADC - Weihnachtsspecial!

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Soffel

Aktives Mitglied
Danke für den Hinweis Stefan!

Ich hatte den Thread auf CN im November im Blick und dann wieder aus den Augen verloren, weil ich nicht erwartet hätte, dass sich der Preis vom ADC signifikant zu den bisherigen unterscheidet. Zumal noch Versand dabei wäre. Denn: 400€ für so ein Teil via Pierre Astro möchte ich definitiv nicht ausgeben um die letzten Promille an Leistung rauszukitzeln. Aber das ist jetzt eine Relation die einen die Kinnlade nicht runterfallen lässt trotz +19% Einfuhrumsatzsteuer. Da geht's mir wie Uwe ...

Zumal ZWO-Optical ja bisher auch keinen Mist herausgebracht hat und John Boudreau auf CN auch nicht als jemand bekannt ist, der anderen nach dem Mund schreibt.

Na dann, für rund 25% vom bisherigen ADC-Preis bin ich gespannt was hier ankommt.

Andreas-TAL

 
Hallo,

danke für den Hinweis Stefan.

Kommt eigentlich noch ein zusätzlicher Zoll zu den 19% Umsatzsteuer hinzu?

BTW: Für diejenigen, die lieber im Inland bestellen.
Wolfi bietet das Teil nun auch an für 159 Euro.

CS
Volker
 
Das hängt sehr von den jeweiligen Zollbeamten ab, die das Teil abfertigen. Grundsätzlich gibt es für richtig, richtig viele zu importierende Dinge einen TARIC Code, den den Zollsatz festlegt. Für manchen Artikel wird kein Zoll erhoben, für andere schon, je nach TARIC Einstufung.

Freu' mich schon auf das Gesicht des Zollbeamten :gutefrage: nach dem Öffnen des Pakets wenn er fragt was das sei um den TARIC Code zu ermitteln und meine Antwort ist: "Das ist ein atmosphärischer Dispersionskorrektor!" :D

Das Ding könnte ich wohl auch "Heisenberg-Kompensator", "optronischer Koppler" oder "Phasendekompilierer" :smiley47: nennen und er würde versuchen das auch irgendwie zu verzollen - oder halt dann doch durchzuwinken.
Im Prinzip läuft es auf folgende Gleichung raus:
"Ist klein, schaut technisch aus, hat irgendwie Linsen drin = 4.2% Zoll"

In der Summe (Preis, Versand, Zoll, MwSt.) landet man bei rund 115€, vielleicht etwas rauf oder runter ...

Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
meine Erfahurng mit ZWO ist, das sie sehr "kreativ" bei der Pro-Forma-Rechnung sind, welche den Zoll-Beamten als Grundlage zur Ermittlung der Einfuhrumsatzsteuer (=19%) und des Zdolls dient... :smiley55:
 
Hallo,

sehr interessant, für sowas kann man anderswo ordentlich Geld loswerden.... Kann jemand was zur optischen Baulänge des ZWO ADC sagen? Wenn man auch mit einem Bino in den Fokus kommen will ist Backfokus ja immer knapp...

Und was die Anschluesse angeht: der Korrektor hat auf beiden Seiten T2-Innengewinde, abgebildet ist er mal "pur", mal mit T2-Anschlußhülse und Okularaufnahme. Letztere sind vermutlich nicht im Lieferumfang, oder?

Gruß,
Mathias
 
Auf CN steht: The ADC body is 29mm long, and has female T-threads at both ends.

Hier geht es auch nochmal um den ADC von ZWO (fast ganz runter scrollen). Da ist auch ein Bild, dass den ADC genauso zeigt wie auf CN auf der HP von ZWO.
http://www.skyinspector.co.uk/atm-dispersion-corrector--adc

Ich denke schon, dass das obige den Lieferzustand beschreibt.
Andreas
 
Mein ADC ist übrigens heute angekommen:

 

Anhänge

  • IMG_2727_klein.jpg
    IMG_2727_klein.jpg
    99,9 KB · Aufrufe: 2.917
  • IMG_2728_klein.jpg
    IMG_2728_klein.jpg
    98,7 KB · Aufrufe: 3.552
  • IMG_2729_klein.jpg
    IMG_2729_klein.jpg
    99,6 KB · Aufrufe: 2.811
Ich muß hier mal zur Preisgestaltung der ADC aus Europa wie z.B. den von Pierre Astro ein kurzes Statement abgeben. Allein für die beiden Prismen bezahlt man hier günsigenfalls schon soviel wie der ZWO kostet. Bei EdmundOptics bekommt man dafür sogar nur ein Prisma. Also irgendwie kann ich da die Preisfindung von ZWO nicht ganz nachvollziehen und nach und nach werden so auch die letzten Hersteller in old Europe das Handtuch werfen müssen. Eigentlich Schade...

 
Hallo Steffen,

ich wüßte mal gerne, welche Qualität die Gläser des ZWO haben.
Grüße,
Gerrit
 
Laut Hersteller:
Material: H-K9L(Schott BK7)
Surface Accuracy: Lambda/10@632.8nm
Beschichtung im Bereich von 375nm - ca. 650 nm mit einer Transmission von >98.5%

Uups - Doppelpost, oben zum verlinkten Nachlesen ;) ...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Kai

ein Vergleichstest wie damals hinkt. Ich habe persönlich den 7000 Euro Gutekunt ADC, Plug and Play, aber nur dann wenn dein Teleskop den dazu notwendigen Backfokus hat. Mein Gutekunst nutzt mir hier oben an der Ostsee allerdings nix, denn das Horizontseeing erlaubt den sinnvollen Einsatz nicht. Also bleibt er ein super verpacktes Teil in meinem Büro unangetastet.
Der Pierro Astro aus diesem Test hatte eine Mangel, der wurde nicht berücksichtigt. Ohne diesen Mangel gab es nur einen Unterschied , den Bildshift, alle andere Unterschiede gab es nur auf dem Papier. Der Pierro Astro war an allen Teleskopen nutzbar, der Gutekunst nicht.

Der Gutekunst ist wie deine Kuppel, überall und jederzeit Perfekt ( wenn der Backfokus reicht), die Anderen kosten nur einen Bruchteil aber du musst dich mit denen zumindest mal 30 minuten auseinandersetzen dann liefern Sie gleiche Ergebnisse.

Diese Keile aus Quarz mit perfekter Vergütung kann ich dir in China ( woher ja das eingesetzte Glas kommt ) für wenige Euros herstellen lassen, ja sogar mit Zygo Prüfprotokoll.

Das Geld der günstigen ADC fliest sicherlich nicht in die Materialkosten , sondern eher in :
- Idee
- Zeitaufwand
- Profit
- Steuern
- Werbung
- Verpackung

Ich schätzte mal die Materialkosten eines echt guten ADC sollten unter 50 Euro Liegen.

Willkommen in der Bürokratie !
 
Zitat von Schlauchboot:
Erst, wenn der ZWO ADC gleich oder besser abschneidet, solltest Du Dir Gedanken machen.

Da kann ich mir Gedanken machen wie ich will, wenn ich davon leben möchte kann ich in DE nicht billiger produzieren. Wie Markus schon schreibt, jeder hält die Hand auf... Vom Entwicklungsaufwand für ein paar dutzend Stück ganz zu schweigen. Vermutlich sieht es für Gutekunst, Pierro Astro und alle anderen auch nicht besser aus. Sicherlich könnten wir jetzt auch, wie alle, in China produzieren lassen, aber ich für meinen Teil möchte mich dann nicht mehr im Spiegel ansehen. In der Beziehung bin ich dann doch sehr patriotisch!

Jetzt aber zurück zum Thema. Wenn die Prismen Lambda/10 haben wie angegeben, werden sie sich zumindest in der optischen Qualität nichts nehmen und genauso gut wie unsere "preiswerten" ADC funktionieren. Aber wie Du schon angemerkt hast, spielt der Gutekunst in einer völlig anderen Liga. Hier kommen eben ganz spezielle Prismen zum Einsatz, welche es "noch" nicht von der Stange gibt.

Viele Grüße,
Steffen
 
Steffen

würde ich, was ich nicht tuhe, ganz sicher nicht tuhe, weil ich auf Patriot bin, den Gutekunst nach China Schicken, zu einem Guten Hersteller, würde der nicht 7000 Euro kosten, sondern 700 ...dabei noicht berücksichtig die Entwicklungsarbeit von Gutekunst.
Ich machs aber nicht, denn einerseits ist Dr. Gutekunst ein Kunde von mir und zweitens respektiere ich seine Arbeit.

Es geht nicht immer nur ums Geld
 
Hallo Markus,

ich weiß nicht ob es bei dir falsch rüber kam, aber es war nicht meine Absicht dir irgendwas zu unterstellen. Ich bezog mich nur auf deine Aussage, wie so ein Preis allgemein zustande kommt.

- Idee
- Zeitaufwand
- Profit
- Steuern
- Werbung
- Verpackung

Der ganze Aufwand muß sich eben irgendwie rechnen. Wenn man an irgendwas Wochenlang tüftelt und dann vielleicht nur 10-20 Stück davon verkaufen kann, muß es halt einen gewissen Preis haben. Die Alternative dazu wäre es ganz bleiben zu lassen...

Beste Grüße,
Steffen
 
Hallo Kai,

wobei man beim Thema Kuppeln ganz klar die Eigenheiten der Besitzer in Betracht ziehen muß. Man kann von einer Scopedome-Kuppel nicht auf die Masse schließen, wenn ein Besitzer seine Lebenszeit damit verbringt in filigraner Jungendforschtarbeit - bei absoluter Beratungsresistenz -am jüngsten Tage seines Daseins das perfekte Observatorium zu haben. Außerdem sind die Zeiträume falsch dargestellt. Das stimmt so nicht.
Du machst hier m.E. den gleichen Fehler!
Ansonsten gebe ich Dir recht (Ausnahme Projekt von Teleskope Austria).
Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Kai,
Du pauschalisierst aufgrund eines Beispiels (siehe Kuppeln).
Ansonsten halten wir uns die Waage ;-)
Grüße,
Gerrit
 
Kai
ich gebe dir in allen Punkten recht.

In der Welt von Heute verkauft sich ein ehrlicher Artikel der bis nahe an die Perfektion gebaut wird und dadurch seinen Preis hat nur noch an ganz wenige Leute, die sich ernsthaft informieren , die das notwendige Kleingeld dazu haben und die eventuell schon leid geprüft sind.

Die Masse der Produkte , die sich auch in Massen verkaufen werden durch übertriebene Werbung angeboten und verkauft und davon leben die Händler nun mal.

Derjenige der sich dem verweigert, macht entweder seinen Laden ganz zu oder er schmeisst alle Leute raus und arbeitet allein, dazu reicht es immer.

Oder dsu vergisst den ganzen aufwendigen Amateurmarkt und kümmerst dich nur noch um ehrliche Produkte, dann hast du eventuell viel Freizeit, da du nicht allzuviel zu tun hast.

 
Da bewahrheitet sich der Spruch:
"Wer billig kauft, kauft zweimal oder schaut in die Röhre", im wahrsten Sinne des Wortes...

Grüße aus dem Universums

Ronny Elsner
Astronomisches Zentrum Gera e. V.
 
Hallo,

meiner kam gestern, gut verpackt an und alles war dran.

Nun noch kurz zur Preidiskussion:
Erinnert Ihr euch an die Webcams, die in der Astronomie verwendet, plötzlich eine irrationale Werteigerung zu Apotheken-Preisen erlebten. Laßt mal die Kirche im Dorf.
Sauber kalkuliert, verkauft sich fast alles, wenn der Markt aufnahmefähig ist.
Und vergesst nicht, die Wissenschaft schmeißt irre Gelder unters Volk, Da muß ein Gerät teuer und exklusiv sein, sonst sind die Ergebnisse nichts Wert! Dort müßt Ihr mitspielen, nicht beim Normalbürger mit seinen begrenzten Valenzen.
Ihr glaubt nicht wieviel mir meine Drehe und meine Fräse an Geld gespart haben. Allerdings gebe ich zu, beim ZWO ADC hab ich die auch nicht angeworfen. Aber große Serien, in die ganze Welt verkauft, scheinen sich doch zu lohnen, oder?
Gruß
Porsti
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich möchte meine erste Erfahrungen mit dem Korrektor zusammenfassen. Vorweg: ich hatte vor dem Kauf keine Ahnung, was mit das nützen wird und musste mich auch erst belesen, wie man den ADC anwendet. Unterdiesen Umständen waren mir 300€ zuviel. auf ein 100-€-Experiment habe ich mich jedoch eingelassen.

Als der ADCvor paar Tagen kam, war für zwei Stunden klarer Himmel. Ich habe den Adapter einfach mal in meinen Refraktor gesteckt, wobei ich eine Hülse herausnehmen musste. Optischer Weg ist mit dem Adapter ein Thema, beim Refraktor unproblematisch, am Dobson aber stärker u beachten. Bei meinem ersten Experiment verschlechterte Der Korrektor das Bild auf gruseligste Weise, er führte Astigmatismus ein. Das der Fehler hinter dem Okular saß, war mir sofort klar.

Also: Der Adapter muss hinter die Barlowlinse, außer man hat ein Instrument aus Fraunhofers Zeiten. Bei meinem f/6-Apo genügt eine 2,25-fach Barlow, ich sehe dann keinen Astri mehr. Bei meinem f/4,5 Newton sah ich noch Rest-Asti am unscharfen Stern. Mit meiner komakompensierenden 2,7-fach-barlow war es dann in Ordnung. Diese wollte ich ja eigentlich benutzen. Ich benutzte einen 2-auf-1.25-Zoll-Adapter, der versenkt ist, um noch ein paar zentimeter Weg zu sparen. Damit kam ich mit einfachen Okularen (Ortho) in den Fokus.

Es ist nun heute keine besondrs ruhige Luft, eher Deep-Sky- als Planetenwetter. Denn wollte ich den Korrektor ausprobieren. Ich wähle Sirius. DIeser zeigte sich sowohl ohne ADC als auch mit und in Nullstellung als länglich mit einem roten und einem blauen Ende. Der ADV soll so eingesteckt werden, dass dei "Mitte" zwischen den Hebeln waagerecht zeigt. Bei einem Instrumen mit seitlicher Strahlauslenkung muss man das ausprobieren. Ich muss bei meinen Gerät die Mitte der hebel nach rechts zeigen lassen. Sirius steht ja nun nicht besonders hoch. Um dessen Farbfehler zu korrigieren, standen die Hebel ca. 70° auseinander. Möglich sind 180°, es ist also noch genuch Reserve für Sterne knapp über dem Horizont.

Sirius war dann ein einheitlich blauweißer, schimmernd-funkelnder beweglicher Ball. An eine Trennung war nicht zu denken Aber keine (falsche) Farbe!

Ich muss erproben, welchen zusätzlichen Fehler der ADC einführt. Ein klein wenig Asti wird es schon sein. Nun muss man aber bedenken, dass niedrig(er) stehende Planeten ohnehin keine Höchstvergrößerungen vertragen. Einen zusätzulichen fehler von sagen wir lambda/4 fände ich akzeptabel. Der Asti ist jetzt geringer. Beim Refraktor kommt aber Glasweg hinzu, fr den die Optuik nicht gerechnet ist.

Ich melde mich wieder.
 
Hallo Uwe,

vielen Dank für Deinen Bericht.

Bei mir kam der ADC auch vor einigen Tagen an, allerdings hatte ich wettertechnisch noch keine Chance das Teil auszuprobieren.

Könntest Du den Teil Inbetriebnahme/Einstellen vielleicht nochmal etwas ausführlicher beschreiben, so wirklich schlau werde ich aus Deiner Beschreibung nicht.

Was ich mir so angelesen habe ist, dass man beim Newton zunächst die Nullstellung (beie Hebel übereinander) in Richtung der Horizontlinie ausrichten soll. Ist das richtig?
Verschiebt man dann die Hebel gleichmäßig in beide Richtungen oder nur einen?

Und zur Nullstellung, die beiden Hebel haben ja einen Bereich, in denen die übereinandergestellt werden können. Ist die Position in diesem Bereich egal oder gibt es eine fixe Nullposition.

Grüße
Volker
 
In der Nullstellung ist es egal, in welcher Richtung die Hebel stehen, man wird das nicht erkennen. Erst wenn man die Hebel auseinanderzieht, beginnt der ADC zu wirken. Dann muss die Mitte der beiden Hebel parallel zum Horizont stehen. Dabei gibt es nun zwei Lagen: Hebel rechts und Hebel links. Eine der beiden Lagen verstärkt den Farbfehler, die andere verringert ihn. Das musst du ausprobieren. Bei mir muss die Winkelhalbierende der Hebel nach rechts zeigen, das wird wohl bei allen Dobsons so sein.

Es ist wurscht, ob du beide Hebel verschiebst oder nur einen, der Effekt ist derselbe: Die Prismen werden gegeneinander verdreht. Mit einem Hebel bist du allerdinsg nach ca 100° am Anschlag. Wenn du noch mehr Korrektur brauchst, bleibt dir gar nichts anderes übrig, als den anderen Hebel zu benutzen. Referenz ist immer die Winkelhalbierende, die man einfacher dadurch einstellen kann, in dem man die gesamte Einheit in der Steckhülse dreht, anstatt die Hebel penibel gleich weit von irgendeiner Nullmarke zu bewegen.

Damit sollte klar sein, dass es keine festgelegte Nullposition gibt: Übereinander ist Null, egal wo im Schlitz die Hebel gerade sind.

Es hat auch keinen Sinn, die Hebel weiter als 180° zu spreizen, obwohl das mechanisch geht. 180° ist der Maximalwert der Korrektur, danach wird es wieder weniger.
 
Hallo Uwe,

danke das Du das bestätigst, was ich mir so gedacht habe,
dass nur die Verschiebung der Prismen zueinander relevant ist.


Allerdings fehlen mir nun noch die Hebel, mit denen man den Bedeckungsgrad des Himmels und die Luftruhe einstellen kann. :biggrin:

CS
Volker
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben