Oumuamua doch künstlich?

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Ich finde es schwer zu glauben, dass eine entfernte Zivilisation, die Verdacht hatte, dass hier was los ist, und die Kenntnisse besitzt, hier genau hinzuzielen und zu treffen, mit 30 000 Jahren Vorhersehung, so einen Saeulenvorbeiflug braucht um sich zu vergewissern. Bestens ein Schuss vor den Bug.
War wahrscheinlicher eine kleine Anzeige von anderen natuerlichen interessanten Dingen von da Draussen die wir noch entdecken werden.
Schmunzelgruesse: gg
Ps: Sonnensegel, wenn es nicht ein Photon-Flettner Rotor (yarkovski effect) waere, sollte Oumuamua nach dem perihelion den grossen Spinnaker (Normallichtsegel) gehisst haben, oder ist der mini Schub Spinnerei? und warum dann nicht auch die Flagge fuer die Kogge?
 
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Moinmoin,

also ich hab mir den Gaßner jetzt mal dazu angeschaut. Oh liebe Zeit! Der gute ist ja sehr sympatisch, aber rhetorisch eine Katastrophe! Sein Rede"fluß" läßt jeglichen roten Faden vermissen und er schweift ständig in irgendwelche "Seitenstraßen" ab, von der er gleich in die nächste abbiegt. Grau-en-haft!

Ok, dann hätte ich mal ein paar Fragen zur Sonnensegel-Hypothese:

1. dieselbe Beschleunigung durch Sonnenwind hätte Oumuamua auch auf dem Hinweg zur Sonne erfahren müssen, denn der SW bläst statistisch ja in alle Richtungen gleich ab (meine Annahme). Wurde diese Bremsbeschleunigung auch gemessen?

2. dünne Struktur, große Fäche (vglb. Blatt Papier): ein solches Gebilde könnte sich tatsächlich nahezu ungebremst durch SW auf die "Windquelle" zubewegen, indem es ihr die schmale Seite zeigt. Diese Orientierung wäre aber nur dann stabil, wenn das "Blatt" um seine trägste Achse rotiert. Rotiert es nicht, klappt es um und präsentiert der SW-Quelle die größte Fläche, erführe also maximalen Widerstand. Durch die etwa rechtwinklige Bahnänderung durch den Grav-pull der Sonne und die stabilisierende Wirkung der Rotation würde sich die große Fläche der SW-Quelle präsentieren und tatsächlich maximal den SW abschöpfen. Dann hätte man aber diese Lichtschwankung nicht so beobachten können, wie man es beobachtet hat UND beim Abflug hätte das "Blatt Papier" einen dramatischen Helligkeitszuwachs zeigen müssen. Hat es das?

3. man lasse mal ein Blatt Papier aus dem Fenster fallen und beobachte den Sinkflug. Was passiert? Es überschlägt sich und will stets die Breitseite in den Wind stellen. Man mache dasselbe mit einer Holzlatte. Die kommt sogar ins Rotieren. und zwar um ihre Längsachse (Weltall ist kein absolutes Vakuum!). Das würde zu den periodischen Helligkeitschwangungen passen. Aber dann hätte dieselbe, positive Beschleunigung, die das Objekt beim Abflug erführe, auch beim Anflug gewirkt haben müssen, nur eben abbremsend. Hat man das gemessen? (siehe 1.)

Das Segel halte ich für einigermaßen unwahrscheinlich. Natürlich nicht ausgeschlossen. Alternative, Magnus-Effekt: der angeschnittene Fußball, Tennisball, etc. fliegt in einer gekrümmten Bahn, das kennen wir alle. Voraussetzung: ein Medium, in dem es sich bewegt. Das Objekt muß dazu auch nicht eine exotische Zigarrenform haben, sondern dürfte klassisch ründlich bleiben, was die wohl einfachere Bauform da draußen ist. Wäre die Partikeldichte in einem Sonnensystem hoch genug, um eine Bahnänderung erklären zu können? Dazu müßte der Ball nur schnell genug rotieren und auf einer Seite heller, auf der anderen dunkel sein (im Verhältnis 9/1 wie ja gemessen wurde). Im eigenen Sonnensystem haben wir solche Objekte. Dann wären auch die Helligkeitschwankungen erklärt. Aus der gemessenen Frequenz der Schwankung und der gemessenen Bahnabweichung könnte man ja die nötige Oberflächengeschwindigkeit ausrechnen (bei gegebener Mediendichte um die Sonne) und daraus die Größe des Objekts. Oder?

Gruß,
Okke
 
Wir sollten diesem Thread die Goldene Himbeere verleihen, oder besser gleich zehn davon, damit es gegenüber den wohlfeil vergebenen Sternen nicht allzu schäbig wirkt.

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Reaktion: hhh
Fühlst du dich sooo schlecht unterhalten?
 
Jaaa... dann doch eher Oscar oder? :LOL:
 
Hallo!

1. dieselbe Beschleunigung durch Sonnenwind hätte Oumuamua auch auf dem Hinweg zur Sonne erfahren müssen, denn der SW bläst statistisch ja in alle Richtungen gleich ab (meine Annahme). Wurde diese Bremsbeschleunigung auch gemessen?

Das Objekt wurde am 19. Oktober zum ersten Mal beobachtet. Da hatte es bereits die Erdbahn sonnensystemauswärts passiert. Rechnerisch war sein Perihel am 8. September, also mehr als einen Monat davor. Und die Annäherung an die Sonne noch viel früher. Woher sollen wir also wissen, ob es dabei abgebremst wurde? Steht alles in den verlinkten Quellen.

Viele Grüße
Maximilian
 
3. man lasse mal ein Blatt Papier aus dem Fenster fallen und beobachte den Sinkflug. Was passiert? Es überschlägt sich und will stets die Breitseite in den Wind stellen.

Das liegt daran, dass das Papier nicht steif ist sondern sich verformt. Und dann fliegt ähnlich wie eine Feder. Da passt das Brett schon besser. Aber wie auch immer - wie Gassner schon betont - in dem Paper geht es darum, was wäre, wenn diese Kraft alleine durch den Strahlungsdruck hervorgerüfen würde. Hat aber Keiner gesagt dass es wirklich so ist.

Ersma,
Hoschie
 
Hallo,
ich verfolge das Thema schon eine Weile und nur um mich zu vergewissern alles richtig verstanden zu haben, fasse ich das in eigenen Worten nochmal zusammen. Verbessert mich bitte wenn was falsch ist oder ergänzt sofern es unvollständig ist:
Es wurde ein Himmelskörper beobachtet, welcher definitiv nicht aus unserem Sonnensystem stammt und an dem man eine nicht durch Gravitation verursachte Beschleunigung messen konnte. Geht man davon aus, dass diese Beschleunigung vom Strahlungsdruck der Sonne ausgelöst wurde, so ergibt sich eine höchst ungewöhnliche Form des Himmelskörpers (Ist das der einzige Grund warum gleich über Außerirdische spekuliert wird?). Ist die Ursache für die Beschleunigung eine andere, so sind andere Überlegungen hinfällig, da es sich dann vermutlich um einen "gewöhnlichen" Asteroiden handelt.
Stimmt das so?

Viele Grüße
Kalle
 
Hallo Kalle - exactly!
"Gewöhnlich" jedoch bis auf den Umstand, dass der Gerät nicht aus unserem Sonnensystem stammt!

Hintergrund für die Spekulationen über einen nicht-natürlichen Ursprung des Objekts dürften u.A. existierende Parallelen zu einem Roman von Athur C. Clarke sein, sowie das Breakthrough Starshot Projekt, in dessen Kontext man das Paper einordnen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
. Geht man davon aus, dass diese Beschleunigung vom Strahlungsdruck der Sonne ausgelöst wurde, so ergibt sich eine höchst ungewöhnliche Form des Himmelskörpers (Ist das der einzige Grund warum gleich über Außerirdische spekuliert wird?). Ist die Ursache für die Beschleunigung eine andere, so sind andere Überlegungen hinfällig, da es sich dann vermutlich um einen "gewöhnlichen" Asteroiden handelt.
Stimmt das so?

Viele Grüße
Kalle

Hallo Kalle,

nein das stimmt so nicht. Die Zigarrenform ergibt sich bereits aus der Lichtkurve. Mindestens 1:5 Längenverhältnis, wahrscheinlich sogar 1:10.
 
"We have shown that the observed non-gravitational acceleration of 'Oumuamua may be explained by solar radiation pressure. This requires a small mass-to-area ratio for 'Oumuamua of (m/A) ≈ 0.1 g cm−2. For a planar geometry and typical mass densities of 1–3 g cm−2 this gives an effective thickness of only 0.9–0.3 mm, respectively. For a material with lower mass density, the inferred effective thickness is proportionally larger."

:unsure:
 
"Entdecken" wir nicht gerade so etwas wie dunkle Materie? Sollten Aliens, die uns gerade einen Gruß vorbeigeschickt haben, nicht damit auch schon wie alltäglich arbeiten?
Was wenn Oumuamua im Schlepptau ein dunkeles Netz ins Sonnensystem eingefädelt hat und uns die Aliens damit unseren Zentralstern wegangeln? Vielleicht war das ihre letzte Gelegenheit, bevor wir die dunkle Materie durchschauen.
Naja, jetzt ist's zu spät...
 
"We have shown that the observed non-gravitational acceleration of 'Oumuamua may be explained by solar radiation pressure. This requires a small mass-to-area ratio for 'Oumuamua of (m/A) ≈ 0.1 g cm−2. For a planar geometry and typical mass densities of 1–3 g cm−2 this gives an effective thickness of only 0.9–0.3 mm, respectively. For a material with lower mass density, the inferred effective thickness is proportionally larger."

:unsure:

Wenn ein Phänomen durch einen Effekt erklärt werden kann, heißt das nicht, daß es die einzige mögliche Erklärung ist. Mir wurden die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum immer mit dem Christkind erklärt. Erst später erfuhr ich, daß die wahrscheinlichere Erklärung, daß es die Eltern waren, die richtige Erklärung ist.
Die Beschleuningung läßt sich halt auch mit Ausgasung und Staub erklären. Dafür genügen m.W. nur wenige Kilogramm. Man hat keine Ausgasung gesehen. Aber was ist dann wahrscheinlicher? Ein Alienlichtsegel oder einfach, daß wir keine genügend empfindlichen Instrumente hatten um das bißchen Ausgasungs zu detektieren?

Gruß

*entfernt*

PS: "Extraordinary claims require extraordinary evidence!"; Carl Sagan
 
Um zu ueberleben, muesste eine hervorragende Zivilisation sparsam mit der Energie umgehen, nicht wie wir, aber nach 33000 Lichtjahren Reise auf minimale Sonnenbremsung and Beschleunigung angewiesen zu sein ist wirklich billig., und genial.
Wenn es ausserirdisch waere, Antrieb mit Sonnenlicht ist es nicht. nicht notwendig: meine Meinung : gg
PS: Sonnenscheinantrieb ? , auch " Mausmilch" genannt , . bestimmt ernaehrend, lecker, aber zu wenig um einen wirklichen Unterschied zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mausmilch *kicher* . Die Menge macht's, nicht?

Am Abend, als ich das erste mal den Mond geschossen habe, war mir auch ein Objekt links in der Ecke ins Bild geflogen. Auf 2, in 15 Sekunden aufeinanderfolgenden Bildern mit 53mm noch zu sehen, bei den folgenden 150mm nicht mehr. Nur das 2. existiert noch im Orignal; vom 1. hab ich nur noch den Objektausschnitt.
Es schwebt niedriger als die hohe Cirrusschicht und wird vom Mond angestrahlt. Ob es Wolkenbewegungen waren oder ob sich das Objekt selbst bewegte?

Screen Shot 2018-11-16 at 07.18.58.png

DSC00623 - Version 3.jpg
 
Zufällig verfolgte ich vor 3/4 Jahr in nem Forum die Story, wie ein Mitglied eine SN entdeckt hatte, weil er sich seine Bilder mit Lupe anguckte und etwas nicht ganz zuordnen konnte.
Wisst Ihr, wieviel komische Oumuamuas Ihr schon auf Euren Fotos eingefangen habt ohne es zu wissen?
 
Moin,

na ja, schon spannend was man in die wenigen Fakten die man von dem Teil hat alles reininterpretieren kann ... Auch Sonnensegel sind nicht wirklich was neues, das gabs schon als Testsatellit, letztlich gibt es mehr als ausreichend Ansätze, wie das Ding seine Bewegungen allein auf Grund gravitativen Einflusses und durch Gasaustritt hat bewältigen können, so dass die Alien-Phantastereien wohl eher durchgehender SciFi-Fantasie oder im Falle des Bezugsartikels eher auf überschäumender Geltungssucht fußen ...

My five pence.

CS
Jörg
 
Ich finde Jörg hat recht. Es scheint als ob man, besonders im angelsächsischen Raum, heutzutage nicht nur besonders viel wissenschaftliche Aufsätze, sondern das auch noch besonders reißerisch tun muß, um Aufmerksamkeit zu erregen. So habe ich gerade gelesen, daß ein "postdoctoral fellow at the Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics" gerde veröffentlicht hat, ein "hurricane of dark matter" käme auf uns zu. Ich nagele besser schon mal die Fenster zu. Man kann wissenschaftliche Paper ruhig etwas verständlich formulieren, aber wenn das so weiter geht, lesen sich wissenschaftliche Publikationen bald wie die Bildzeitung.
@silver: Wahrscheinlich hast Du wieder den notorischen Wetterballon im Bild. Man muß ja nicht bei jedem unbekannten Klecks in einem Astrofoto auf Aliens schließen. Wahrscheinlich hast Du aber recht, daß in den Millionen Astrofotos von Amateuren viele Entdeckungen schlummern, die nicht gemacht werden, weil jemand einen "Klecks" ignoriert hat oder nichts damit anzufangen wußte.

Gruß

*entfernt*
 
Guten Morgen,

hier ist ein interessantes Interview mit Loeb über seinen Artikel. Unabhängig von seiner Theorie sagt es viel über den traurigen Zustand unseres heutigen „Wissenschaftszirkus“. Der Mann hat schon 40 (!) Artikel alleine dieses Jahr geschrieben (wieviele hat Einstein wohl in seinem ganzen Leben geschrieben?) und dieser eine hier ist überhaupt wahrgenommen worden.
Aliens: "Selbst wenn ich falsch läge, wäre ich glücklich"

Grüße
Maximilian
 
Ich finde Jörg hat recht. Es scheint als ob man, besonders im angelsächsischen Raum, heutzutage nicht nur besonders viel wissenschaftliche Aufsätze, sondern das auch noch besonders reißerisch tun muß, um Aufmerksamkeit zu erregen. So habe ich gerade gelesen, daß ein "postdoctoral fellow at the Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics" gerde veröffentlicht hat, ein "hurricane of dark matter" käme auf uns zu. Ich nagele besser schon mal die Fenster zu. Man kann wissenschaftliche Paper ruhig etwas verständlich formulieren, aber wenn das so weiter geht, lesen sich wissenschaftliche Publikationen bald wie die Bildzeitung.
...

Gruß

Heiko

Moin,

das Problem ist, dass zur wissenschaftlichen Anerkennung heute enorm auf die Anzahl und die Akzeptanzmedien von Publikationen der einzelnen Kandidaten geschaut wird, man muss also Teufel komm raus publizieren und wahrgenommen werden, sonst hat man wenig Chancen auf einen Fortschritt bei seiner eigenen Karriere.

Das führt immer wieder zu solchen Publikationen und Schnellschüssen, die teils extrem spekulativ sind und reißerisch aufgemacht werden, sich dann aber nach und nach als irrelevant erweisen. In wie weit das hier auch geschehen wird kann man sicher diskutieren, aber die Aufmachung und Titulierung lassen darauf schließen, dass ein hohes Maß an Aufmerksamkeit sicher nicht unwillkommen war.

Ich persönlich bin da eher bei unserer heimischen Tradition, die dem Verfasser ein sehr hohes Maß an Zurückhaltung auferlegt und ein deutlich höheres Maß an Relevanz und Prüftiefe verlangt als dies im angelsächsischen Raum anscheinend der Fall ist, wir haben hier allerdings auch rein zahlenmäßig nicht die Konkurrenz wie in den Vereinigten Staaten, so dass man sich das vielleicht eher leisten kann.

Heikos Beispiel des "hurricane of dark matter" ist ein vergleichbarer Fall, man kann sofern man die einschlägigen Online-Archive gelegentlich durchsieht eine Menge mehr solcher Sachen finden. Ich halte das insgesamt für keine gute Sache, da es durch die schiere Flut von Papers die Wahrnehmung wirklich relevanter Sachen erschwert. Wenn man heute nach einem bestimmten Thema sucht ist es teilweise wirklich schwierig geworden, diese aus der Flut an neuen Veröffentlichungen herauszusieben, zumal manche Sachen nach dem Thema interessant wirken und man dann beim lesen feststellt, dass sie nur marginale Ergebnisse auf viel "Papier" ausbreiten, was gerade bei aktuellen Schwerpunktthemen stark auffällt. Auch das ist anscheinend der "Mode" unterworfen.

CS
Jörg
 
ujuijuijui. Ich kann's mir nicht verkneifen. Du weisst schon, dass beim Lesen von so einer Einordnung weniger ein Bild von Loeb als vielmehr ein Bild von DIR gezeichnet wird? :)

Moin,

damit kann ich gut leben, als gebürtiger Westfale bin ich nicht als Diplomatiekünstler auf die Welt gekommen ... - nix für ungut, aber manche Sachen sind mit dem, was man mir während meiner Studienzeit beigebracht hat, einfach nicht zur Deckung zu bringen.
Zu meiner Zeit waren selbst für interne Unterlagen strenge Kriterien vorgegeben, wie Inhalte aufzubereiten, abzusichern und zu dokumentieren waren, eine reines Spekulationspapier wie das hier zu Grunde liegende oder auch Heikos Beispiel mit dem "dark matter hurricane" wären allein auf Grund der Formulierung und des Sachinhalts an meine damaligen Prof. nie vorbei gekommen.
Insofern muss man sich fragen, was der Verfasser damit wollte. Um eine Diskussion zu initiieren oder anderweitig zum Nachdenken anzuregen gibt es Mittel und Wege, die veröffentlichung einer "offiziellen" Publikation wäre mir da nicht in den Sinn gekommen, allein auch um bei entsprechender Reaktion der wiss. Öffentlichkeit das eigene Haus nicht ins Feuer zu stellen.

CS
Jörg
 
bin da eher bei unserer heimischen Tradition, die dem Verfasser ein sehr hohes Maß an Zurückhaltung auferlegt und ein deutlich höheres Maß an Relevanz und Prüftiefe verlangt als dies im angelsächsischen Raum anscheinend der Fall ist,
Der diesjährige Sommerskandal hätte Deinen Traum zerplatzen lassen können, wenn Du ihm Aufmerksamkeit gewidmet hättest.
haben mehr als 5.000 Forscherinnen und Forscher deutscher Hochschulen, Institute [...] Beiträge in wertlosen Online-Fachzeitschriften scheinwissenschaftlicher Verlage veröffentlicht. Diese beachten die grundlegende Regeln der wissenschaftlichen Qualitätssicherung nicht. Dort kann praktisch jeder veröffentlichen, was er will - ob er Wissenschaftler ist oder nicht,
Recherche "Fake Science": Wissenschaft auf Abwegen
wir haben hier allerdings auch rein zahlenmäßig nicht die Konkurrenz wie in den Vereinigten Staaten, so dass man sich das vielleicht eher leisten kann.
Unberechtigte Postulation. Wissenschaftler-Migration ist Alltag und wird nicht von deutscher Sprache behindert. Ein "wir hier" gibt's nicht in der Wissenschaft. War die MPG-Institutsleiterin, die sich des Mobbings schuldig machte, nicht auch von janz woanders wech? US-Ami mit japanischen Wurzeln oder sowas? War auch im Sommer in der Presse, wohl als Seehovas Zeugen, die Möchtegern-"Wir Hiers" ;), gerade auf Pilgerfahrt oder im Urlaub waren.

Das Zeitinterview ist ja nett zu lesen. Die Fragen nicht so, weil so moralinsauer, aber die Antworten gefallen mir.

Mein wiedererwachtes Motto von früher - Man muss mutich sein: "we should also allow a little bit of funding for risk-taking endeavors. Without being willing to be wrong and thinking outside the mainstream, you can’t make major discoveries. We should allow ourselves to find things we don’t expect. "
 
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