Meine ASI 1600 ist da -> Hilfe!

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Moin,

hallo Martin, da hast Du Dir ja eine große Mühe gegeben, finde ich schon spannend, dass die eigene Treibersoftware da gegenüber den freien Programmen so hängt - hätte ich anders erwartet, auch wenn ich aktuell kein ASI-Verwender bin, verfolge ich den Hersteller interessiert, da er doch einige wie ich finde attraktive Sachen hat. Nun denn...

CS
Jörg
 
Moin Martin,
interessante Einblicke, die du da lieferst! Das bringt micht dazu, mein verwendetes Setup nochmal zu überdenken.

Ich hatte auch eine Zeitlang APT benutzt. Zwei Dinge, die mich damals an der Software gestört haben, war zu Einen die klobige Histogrammeinstellung mit dem nicht wirklich funktionierenden Autostretch, zum Anderen die eigenartige Zoom-Funktion, wie ich nie wirklich kapiert habe. Mein damaliges Netbook war auch hin und wieder damit überfordert (z.B. unter Verwendung des Fokussiertools mit dem Lupentool), zumindest war das meine damalige Schlussfolgerung (hatte vllt auch was damit zu tun, dass ich keinen gepowerten USB-Hub benutzte). Auch fand ich das Ganze sehr unübersichtlich, und insbesondere im Eifer des Gefechts habe ich dabei gerne mal Fehler gemacht, wenn ich es länger nicht genutzt hatte (damals noch ohne Lesebrille, das war sicher auch ein Faktor). Außerdem kriege ich die Krise, wenn ich so einen Fizzelkram mit dem Tatschpähd bedienen muss, und ich dann ständig irgendwelche Fensterchen hin- und herschieben muss (das Netbook hatte Windows 8 mit dieser unsäglichen Charm Bar, die ständig ungewollt aufging).

Andere Software war nicht ditherfähig, wobei ich nichtmal mehr sicher bin ob APT das damals konnte. Und ich wollte alle meine Kameras mit derselben Software steuern.

So bin ich bei Nebulosity gelandet. Schön aufgeräumter und konfigurierbarer Bildschirm, hohe Kompatibilität mit allen benötigten Funktionen. Man kann sogar scripten, und es gibt befehle zum abgestuften Herunterkühlen (hab ich aber nie zum Laufen bekommen, scheit verbugt zu sein).
Ich werde mal auf die Downloadzeiten und die Treibersachen achten!

CS Hoschie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

ich benutze Sharpcap mittlerweile fast außschließlich, da es, wie ihr oben schon sagt, mit den originären Treibern ziemlich schnell ist. Die neue Version hat eine PHD2-Anbindung und kann damit dann sogar dithern. Andere interessante Merkmale sind das Polaralignmentmodul, FWHM- und Seeing-Filter und natürlich Livestacking und Livestacks abspeichern. Kombiniert geben sich daraus sehr interessante Möglichkeiten. Sharpcap kann nicht alles, wird aber immer besser. Wer Phyton beherrscht kann für Sharpcap auch Scripte schreiben.
APT mochte ich auch, habe es aber nur für längere Belichtungen mit meiner Canon genommen. Nur mit den ASCOM-Treibern für die ASIs ist das nicht der Hit, geht aber auch.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

mittlerweile habe ich meine Kamera in den Griff bekommen! Ich sag aber nicht woran es lag, ist mir zu peinlich :censored:
Nee, es lag letztendlich doch an mehreren Dingen. Windows Updates, weswegen ich anscheinend zunächst nicht auf die interne Festplatte abspeichern konnte. Und ASCOM 6.3 -> 6.4 Update, womit Punkt 1 meines Startbeitrags erledigt war. Und mein verwendeter USB-Stick, auch wenn der ein USB3.0 Stick sein soll.

Ich komme auf sehr ähnliche Erkenntnisse wie Martin:
1. Die Verwendung eines USB-Sticks, ASCOM unter APT führt bei mir zu einer Wartezeit von etwa 2 Minuten. Wie ich ja schon geschildert habe, ist das Bild eigentlich direkt heruntergeladen, aber keine Ahnung was dann noch USB-Stick, ASCOM und APT noch 2 Minuten lang machen.
2. Als ich nach all den Windows-Updates (mein Astro-NUC hat normalerweise keinen Internet-Zugang) dann doch auf Festplatte speichern konnte, betrug die Warte nur noch 5s!
3. Abspeichern auf externe SSD-Platte dauert 7s! Also etwas länger als direkt auf die Festplatte. Ich habe diesen NUC im Einsatz.
4. Jetzt wird es interessant: SharpCap! Wie hier schon festgestellt, in SharpCap hat man die Option SDK. Man muss nichts installieren und verwendet kein ASCOM. Wie ZWO selbst wirbt, ist die Performance mit ASCOM poor!! Wenn ich also in SharpCap ein 1s-Frame schieße, sind die 32Mb innerhalb der Sekunde sofort abgespeichert und SharpCap ist ohne Verzögerung bereit das nächste Bild zu schießen. Heiko hat das hier ja schon oft angesprochen und ich kann es damit bestätigen.
5. APT habe ich jetzt jahrelang verwendet. Bei Langzeitbelichtung haben die paar Sekunden geringe Auswirkungen. Aber jetzt mit der 1600 bei hintergrundlimitierten Aufnahmen zählt für mich jede Sekunde, daher werde ich wohl ab jetzt auf SharpCap umsteigen. Wie der Doc schreibt, es kann wohl damit auch dithern, Fokussierer bedienen, platesolven, also alles was ich zumindest brauche.
6. Ach ja, das beigelegte USB3-Kabel habe ich auch mal ausgetauscht. Am Herunterladen gab es keinen Unterschied, aber die Maus hat mit dem beigelegten Kabel merklich geruckelt. Mit High-Speed USB3 Kabel mit Goldkontakt war das nicht.

Nächster Schritt war die Kühlung auszuprobieren. Problem: mein Netzteil zur Astro-Box scheint nicht genug Saft zu haben. Kamera-Fan wollte nicht anspringen. Also direkt mal eins mit deutlich mehr Ampere bestellt. Aber ich hatte zum Testen noch ein anderes Netzteil. In APT ausprobiert und es ging ohne Probleme auf -10°C runter. Und mit dem Warming Aid wieder sanft wieder hoch auf Umgebungs-T. Kann mir jemand sagen, was man einer gekühlten Kamera zumuten darf? Also Gradschritte pro Minute?

Heute Abend dann hoffentlich Filter in den Filterrad einbauen und Ansteuern testen sowie den Image Train mal zusammensetzen...
 
Dann werde ich SharpCal auch mal probieren und mich auf die Suche nach einem Tutorial machen. Ich habe eine ZOTAC ZBox CL320 Nano mit Windows 7 32bit und 8GB und 128GB SSD. Da funktioniert aber auch APT vernünftig. Nur beim Dithern habe ich noch Probleme. Da wartet APT viel länger als PHD2 braucht. Das konnte ich dann aber auch in APT verkürzen, auch wenn APT in einen Timeout läuft. Das ist mir aber egal.

5. APT habe ich jetzt jahrelang verwendet. Bei Langzeitbelichtung haben die paar Sekunden geringe Auswirkungen. Aber jetzt mit der 1600 bei hintergrundlimitierten Aufnahmen zählt für mich jede Sekunde, daher werde ich wohl ab jetzt auf SharpCap umsteigen. Wie der Doc schreibt, es kann wohl damit auch dithern, Fokussierer bedienen, platesolven, also alles was ich zumindest brauche.

Den Punkt 5 verstehe ich nicht. Was verstehst Du denn mit "hintergrundlimitiert"? Ich belichte mit meiner ASI1600Pro immer 300s bis f/7 bzw 60s mit dem Hyperstar. Kameraeinstellung ist immer Offset 50 und Gain 0 (was wohl 1 ist).

Edit: vleiieicht meinst Du das hier?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es wurden hier mal diese Tabellen verlinkt. Die würde ich mir mal als Richtwert ansetzen. Bei Gain 0 wäre ich bei 30s. Da sind auch die 5s Wartezeit aufgrund ASCOM gold wert, die ich nicht missen will. Bei höheren Gain-Werten wird es noch unwirtschaftlicher. NB sieht wieder anders aus.

Dein Link muss ich auch mal durcharbeiten.

Tja, aber! Ivo von APT hat mir gerade bestätigt, dass mit der Version 3.80 - die im Juni kommen soll - die nativen Treiber für ZWO unterstützt werden! :)
 
Ja, das mit der nativen Unterstützung von ZWO seitens APT ist was, auf das sicher viele warten.

Man merkt noch immer deutlich, dass APT von der DSLR Seite bzw. Einzelbelichtungen her kommt und SharpCap von der Planetenfilmerei. Für mich heißt das daher nicht "entweder oder", sondern "und". Glücklicherweise sind die Kosten für beide Vollversionen "Peanuts" im Vergleich zu unserem sonstigen "Astro-Kram".
 
Hallo zusammmen,

nach langem Probieren sind für mich auch APT und Sharpcap die Programme der Wahl geworden (nutze die ASI071), je nach Use-Case mal das eine oder das andere.
Ivo von APT hat das Thema "native Treiber" für ZWO übrigens auf der ToDo-Liste, das soll wohl im Laufe der nächsten Monate mit V3.80 kommen. Wobei ich selbst nach anfänglichem Gefummel mit dem ASCOM-Treiber keinerlei Probleme mit APT und meiner ASI habe, der Download mit USB3 dauert ein paar wenige Sekunden.

Mit Nebulosity habe ich damals meine ersten Schritte in der Astro-Bildbearbeitung gemacht und "mit der Hand am Arm" Pre-Processing und Stretching gelernt. Mit dem Aufnahme-Interface bin ich dagegen die klargekommen. So sind die Geschmäcker verschieden, da ist jeder halt anders...

CS
Stefan
 
Es wurden hier mal diese Tabellen verlinkt. Die würde ich mir mal als Richtwert ansetzen. Bei Gain 0 wäre ich bei 30s. Da sind auch die 5s Wartezeit aufgrund ASCOM gold wert, die ich nicht missen will. Bei höheren Gain-Werten wird es noch unwirtschaftlicher. NB sieht wieder anders aus.

Danke. Jetzt habe ich verstanden, worum es geht. Man rechnet oder misst für "jeden" Himmelshintergrund einen festen ADU-Wert für verschiedene Gains. Damit bekommt man dann einen Richtwert für die Belichtungszeit. Das ist sicher nicht verkehrt.
Bei meinem f/10 bzw f/7 gabs bei mir aber noch keine Probleme mit der Sättigung nach 300s. Hatte allerdings auch noch keinen richtig dicken Brummer im Bild gehabt.

Beim Hyperstar muß ich aber hin und wieder eine Testmessung machen und nachschauen, wie hoch die Werte sind. Bei M31 und M42 (Orion) ist der Kern schon ausgebrannt nach 60s. Bei den Plejaden sind viele Sterne auch schon zu hell. Da nehme ich dann nur 15s. Mußte aber auch extra Draks machen. Aber die gehen ja schnell. Alles andere verträgt aber 60s. Hin und wieder ist mal ein heller Stern im Bild ausgebrannt. Ist mir aber egal. Hautsache nicht zu viele Daten.

Da müsste man den Ivo mal triggern, ob er nicht auch ein Online-Stacking (in Float) mit anschließendem Mitteln machen kann und die Daten und herausschreiben in Float. Ist ja nicht so schwer. Es geht dann ja nicht ums registrieren (anpassen der Sterne), sondern rein um Stacking ohne Dark und Flat, damit man nicht in de Sättigung kommt. Ich werde ihm den Vorschlag mal unterbreiten.
 
So gestern alles zusammengebaut. Sieht gut und stabil aus :)
Staubfrei die Filter in das Rad einzulegen kann man vergessen. Mal sehen, ob man die erkennt. Ich hab jetz schon Alpträume, wenn ich mir vorstelle das mal der Sensor oder die Filter gereinigt werden müssen.

Hier steht was von Backfokus von 55mm, die ja genau der optische Weg einer DSLR mit Adapter ist, den man ja hiermit ersetzt. Klingt logisch. Was bedeutet aber der Satz: "add 1mm based on optical path difference of filter" und darüber steht dann doch was von 56mm? Muss wegen dem Flattener noch der Abstand um 1mm reduziert werden oder nicht? Hab ZWO schon gefragt. Die haben den Satz kopiert und mir als Antwort geschickt. :LOL:

@pem.bn: Ich muss noch verstehen, wie und mit welchem Programm ich die Werte für die angegebenen Formeln herausfinde. APT zum Beispiel, zeigt für das ganze Bild ein Max, Min, Average, Median und Std Dev. Median ist der ADU. Die Standardabweichung dürfte das Rauschen sein. Naja, weiter bin ich noch nicht...
 
Hallo zusammen,
nur zur Info: ich habe mal einen neuen Thread eröffnet mit dem Thema "SharpCap".
Da wollte ich genau solche Sachen, wie Sie hier teils schon aufgeschlagen sind, diskutieren (welche Belichtungszeit, welcher Gain, möglichst maximales SNR usw.)....

viele Grüße

Martin
 
Hier steht was von Backfokus von 55mm, die ja genau der optische Weg einer DSLR mit Adapter ist, den man ja hiermit ersetzt. Klingt logisch. Was bedeutet aber der Satz: "add 1mm based on optical path difference of filter" und darüber steht dann doch was von 56mm? Muss wegen dem Flattener noch der Abstand um 1mm reduziert werden oder nicht? Hab ZWO schon gefragt. Die haben den Satz kopiert und mir als Antwort geschickt. :LOL:

Moin,

im konvergenten Teil des Strahlengangs schenkt Dir jede planparallele Platte (Filter) im Strahlengang ca. 1/3 ihrer Dicke an Backfokus. Wenn Du also Dein Setup auf's T2-Maß 55mm eingerichtet hast mußt Du um ~1/3 der Filterglasdicke nach vorn mit der Optik, damit Du wieder im Fokus bist. Aus dem Grund ist es angenehm beim Fokussieren, wenn die Filter gleich dick sind!

CS
Jörg
 
Hier steht was von Backfokus von 55mm, die ja genau der optische Weg einer DSLR mit Adapter ist, den man ja hiermit ersetzt. Klingt logisch. Was bedeutet aber der Satz: "add 1mm based on optical path difference of filter" und darüber steht dann doch was von 56mm? Muss wegen dem Flattener noch der Abstand um 1mm reduziert werden oder nicht? Hab ZWO schon gefragt. Die haben den Satz kopiert und mir als Antwort geschickt. :LOL:

Hast du die Baader Filter im Einsatz? Wenn ja dann merk dir +1mm!

Wenn du XY mm Abstand benötigst für deine Flattener/Reducer, dann rechnest du zukünftig XY+1mm Abstand.
Unter deinem Link findest du die Übrschrift "The best solution of 55mm back focus length" mit schönen Bildchen wie du den Train aufbauen solltest (Die Abstandsringe sind alle im Lieferumfang enthalten).

@pem.bn: Ich muss noch verstehen, wie und mit welchem Programm ich die Werte für die angegebenen Formeln herausfinde. APT zum Beispiel, zeigt für das ganze Bild ein Max, Min, Average, Median und Std Dev. Median ist der ADU. Die Standardabweichung dürfte das Rauschen sein. Naja, weiter bin ich noch nicht...

MEDIAN ablesen und mit der Tabelle abgleichen. STD DEV ist gleich dem RMS Wert, z.B. aus Fitswork.

Gruß
Dennis
 
Nein, ich habe die neuen ZWO-Filter. Alle haben eine Dicke von 2mm. Mir geht es nicht um den Fokus, sondern um Abstand Flattener-Sensor, der bei meinem APO 103mm sein sollte. Mit DSLR plus EOS-M48-Adapter war ich bei 55mm und die restlichen 48mm habe ich über Hülsen überbrückt. Hat perfekt gepasst.

Jetzt ersetze ich ja DSLR + Adapter (55mm) mit

105130


Das ergibt allerdings 56mm. So habe ich das ja auch gestern aufgebaut. Ich denke, dass ZWO da den Einfluss des Filters an sich mitbedacht hat und ich den Flattener nicht um 1mm näher rücken muss. Dennoch ist es bisschen verwirrend dargestellt.

MEDIAN ablesen und mit der Tabelle abgleichen. STD DEV ist gleich dem RMS Wert, z.B. aus Fitswork.

Ja, das habe ich mir schon gedacht. Danke!

Es gibt ja diese Formel:

105132


Also Read Noise ist der STD DEV eines Bias würde ich sagen.
Bias Offset ist der eingestellte Offset.
Nur beim Gain in [e-/ADU] hakt es bei mir noch...
 
Moin,

dann hätten die mitgedacht. Check das sicherheitshalber nochmal, es hätte angesichts des dargestellten FR aber seinen Sinn.

CS
Jörg
 
Das mit dem Abstand ist oft etwas verwirrend.
Für die ZWO Filter rechnest du zukünftig auch 1 mm dazu (Baader Filter sind auch 2mm dick/dünn genau wie ZWO).

Die 56 mm auf dem Bild sind für die typischen benötigten 55 mm Abstand gedacht - Also alles richtig aufgebaut!
56mm + 48mm(Deine bisherige Verlängerung ab dem T-Ring) = 104 mm

In den 104 mm steckt also der zusätzliche Millimeter schon mit drin (103 mm sollen es sein laut deinem Flattener).

Gruß
Dennis
 
Hi,

Wichtig: Nicht die mechanische Dicke, sondern die optische Dicke hernehmen. Die ist typischerweise ⅓ der mechanischen Dicke, wie Jörg hier geschrieben hat:
im konvergenten Teil des Strahlengangs schenkt Dir jede planparallele Platte (Filter) im Strahlengang ca. 1/3 ihrer Dicke an Backfokus. Wenn Du also Dein Setup auf's T2-Maß 55mm eingerichtet hast mußt Du um ~1/3 der Filterglasdicke nach vorn mit der Optik, damit Du wieder im Fokus bist. Aus dem Grund ist es angenehm beim Fokussieren, wenn die Filter gleich dick sind!

Also musst du bei 2mm dicken Filtern 0,67mm korrigieren.

Tipp aus der Praxis: Übertreib es nicht mit der (vermeintlich) exakten Länge des Backfokus. Je nachdem wie sehr du die Gewinde anziehst bekommst du alleine dadurch den einen oder anderen halben Millimeter Differenz...

CS
Stefan
 
Servus Marty
Hab auch eine ASI mit USB3 - auf nem Linux-Rechner mit firecapture am Laufen - mein Notebook hat allerdings nur einen USB 3 Port - und es läuft tadellos wenn ich am "richtigen" Port anstöpsel.
Da die Treiber wohl aktuell sind, kannst du mal die Datenrate messen die der Port schafft, vielleicht liegt es auch an ner lahmen Festplatte....
Gruß
 
Die Daten, die aus der ASI1600 kommen, sind bereits auf 2^16 hochskaliert. ZWO multipliziert die ausgelesenen Daten mit 16. Vermutlich, damit sie mit denen aus den CCDs vergleichbar sind. Deshalb mußt Du in der Formel für MinDN16 Bits=16 setzen.

Das mit der Tabelle bzw Formel ist mir zu komplziert. Das ist ja ohnehin nur ein Anhaltswert. Ich mache immer eine Probeaufname mit 300s (bei f/10 bzw f/7) und schaue mir die hellsten Sterne mit einem Statistik-Tool an. Wenn die noch nicht in der Sattigung sind, ist da ok für mich. Ganz helle Sterne im Feld dürfen bei mir auch gesattigt sein.

Bei Hyperstar-Aufnahmen ist das schon kritischer, da schaue ich dann genauer hin. Die mache ich auch max. mit 60s Belichtungszeit. Für lichtschwache Objekte ist das so gut wie immer ok.
 
Zum "Rumspielen" mit den "optimalen" Abständen:
Da gibt's glücklicherweise von Baader die T2-VariLock Adapter in zwei Größen. Wenn man mal die Funktionsweise der Einstellung kapiert hat...:whistle: , sind die praktisch. Hier ein Link zu dem kürzeren:
 
Hm ja an den USB-Ports habe ich wohl noch Probleme, aber dieser ist von anderer Art :alien:

Und zwar: Schließe ich meine Guide-Cam (Alccd6) direkt über den Port vom 1600 an, wird die Guide-Cam nicht erkannt. Schließe es an den NUC an, dann ohne Probleme. Kennt das jemand? Mit dem Filterrad habe ich keine Schwierigkeiten bei Anschluss über die 1600. Ich hatte mich schon auf ein Kabel weniger gefreut. Guide-Cam wurde eigentlich schon mal erkannt, jetzt will es bei aber nicht mehr.

@pem.bn: Ich würde ja sagen, dass die Formel das berücksichtigt, aber sicher bin ich mir nicht.

@Peter: Ich werde es erst mal so ausprobieren.

Ach ja, noch ein Problem: Das Abkühlen über APT. Ich bekomme jetzt dauernd diese Meldung: "Cooling Aid can't reach the target temperature in the defined timeout." Das bleibt bei zum Beispiel 21°C hängen und schafft es nicht mehr 20°C in 2 Minuten.
 
Beide Probleme gelöst: 12v Kabel mit 2.1mm statt 2.5mm Durchmesser verwenden. Darauf muss man erst mal kommen.
 
Hallo,

ich habe gestern mal ein Bias bei Gain=0 und Offset=10 erstellt. APT zeigt mir:
Median=128 (ADU)
Std Dev=12.05

Nehme ich die Wurzel vom Std Dev kriege ich 3.47. Also genau mein Ausleserauschen, richtig?

Dann habe ich noch ein Dark bei -10°C, Gain=0 und Offset=10 für 1 und 2 Minuten gemacht.
Bei beiden Median 144 sowie
Std Dev = 12.56 bei 60s und
Std Dev = 14.66 bei 120s

D.h. bei 120s Frames kommen 10% Rauschen auf das Ausleserauschen hinzu. Bei 60s nur 2%.

Also für euch bestimmt nichts Neues. Ich versuche nur für mich zu verstehen. Ihr mögt mich aber gerne korrigieren.
 
Hallo Eichi,

du darfst die Rauschwerte nicht einfach abziehen oder addieren, sondern das geht über die Summenquadrate.

Also bei 60s:
Dunkelrauschen = sqrt(12.56 - 3.47²) = 0.72

Und bei 120s:
Dunkelrauschen = sqrt(14.66 - 3.47²) = 1.62

Das passt jeweils Pi mal Daumen zum Datenblatt der 1600er (Kurve auf Seite 11. Achtung: Das ist der Dunkelstrom, nicht das Rauschen!)

CS
Stefan
 
Hallo Stefan,
das konnte ich nachvollziehen, danke!

Nächste Frage: Laut Datenblatt und allgemein Kenntnis wird das Ausleserauschen mit steigendem Gain weniger. Jetzt habe ich mal gestern Bias (0,1s, -10°C, Offset nach Formel) bei Gain = [0, 75, 139, 200, 300] aufgenommen.

Das Std Dev = [11.75, 16.65, 26.90, 47.87, 135.39] kann ja dann nicht das Ausleserauschen sein. Wie schon geschrieben: Wurzel(11.75) wären fast genau die 3.5e- Read Noise, wie es im Datenblatt steht, aber der Rest passt nicht. Wo ist hier der Fehler? Wie komme ich denn zb. auf die ~2.25e- bei Gain=75?
 
Hallo Eichi,

hast du das mal mit Pixinsight oder Fitswork nachgemessen?
Ich weiß nicht, ob dir APT hier die richtigen Werte liefert (genau genommen wäre ja auch dieser "Std Dev" Wert in APT die Varianz...)

CS
Stefan
 
Hallo Stefan,

ich habe alles in APT und danach in Fitswork gecheckt. Exakt die gleichen Werte. Und in beiden werden sie als Standardabweichung angegeben.

Die Varianz wird in APT nicht angegeben, nur in Fitswork.
Dafür der Median in APT, was ja der ADU-Wert sein sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Eichi,

wenn Du einen Taschenrechner hast, bist Du auch in der Lage, die Varianz aus der Standardweichung zu berechnen: die Varianz ist nämlich das Quadrat der Standardabweichung. Ich weiß auch nicht was Du da rechnest, um das Ausleserauschen herauszukriegen...

Man muss zwei bias frames pixelweise voneinander subtrahieren, von dem Ergebnisbild die Standardabweichung ermitteln, diesen Wert durch Wurzel aus 2 (= 1,41) dividieren und mit dem gain (in Elektronen/ADU) multiplizieren.

Bei der Differenzbildung ist ein Output Pedestal zu addieren, damit man nicht nur eine Hälfte des Histogramm-Peaks erwischt. Es ist ganz hilfreich, wenn man sich mal das Ergebnis der Subtraktion ohne Pedestal im Histogramm anschaut. Außerdem ist zu beachten, dass der Treiber alle Intensitäten auf 16 bit skaliert (im Fall der ASI1600 heißt das, er multipliziert mit Faktor 16).

In PixInsight würde man also im PixelMath-Prozess z. B. folgende Formel eingeben:

(bias1 - bias2) / 16 + 0.1

und das Ergebnis im 16-bit Integer-Format abspeichern. Vom Ergebnisbild liest man die Standardabweichung aus. Dieser Wert wird dann durch 1,41 dividiert und mit dem jeweiligen gain (in Elektronen/ADU) multipliziert. Das Ergebnis ist das Ausleserauschen beim jeweiligen gain (und der Sensortemperatur, denn auch zwischen Sensortemperatur und Ausleserauschen besteht eine leichte Korrelation).

Bernd
 
Hallo Bernd,
dann bin ich hiermit auf dem komplett falschen Weg unterwegs. Ich muss mal eine gute Quelle finden, die mir die Pixelmathematik für mich veständlich erklärt.
Danke!
 
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