Newton-Spiegel gereinigt, aber...

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Hallo Markus (Alle),

bei den GSO kommt es offensichtlich auf das Alter oder die Charge an und das kann auch andere Hersteller/Marken/Lables betreffen.
Meine älteren Skywatcher, GSO, Orion-UK machen die Reinigung, so wie "Mettling" sie ganz vorne beschreibt, schon lange Jahre mit, wobei ich nur mit den Fingern ran gehe wenn und wo es nötig ist. Man tut nicht mehrr als erforderlich ist.

Dennoch, jeder Spiegel den man erstmals reinigt, sollte an einer Stelle die nicht ins Gewicht fällt (Mitte, hinter dem FS, Rand den eine Klammer oder Blende abdeckt, kleinflächig erst mal geprüft werdem, ob die Prozedur schadlos bleibt. Dabei ist es egal, ob jemand Watte nimmt oder die Finger oder was auch immer, wobei ich schon bei dem Versuch ganz klar nur meinen eingeweichten und absolut sauberen Fingern vertraue.......!

Gruß
*entfernt*
 
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wobei ich schon bei dem Versuch ganz klar nur meinen eingeweichten und absolut sauberen Fingern vertraue.......!

Ich habe mich auch bewusst für die "eingeweichte Finger" Methode entschieden.
Denn da hat man dann genug Gefühl im Finger um den Druck je nach Schmutzaufkommen anzupassen. ^^

Aber Solange etwas funktioniert, egal ob Finger oder Watte, hat der betreffende Recht xD.

Ist wie mit Mode, Chic ist was gefällt.

Gruß
Markus
 
Das Ergebnis mit den Fingern kannst du schon mit einem Oberflächenmikroskop, ich hatte beim Spiegelschleifen immer so ein billiges Plastikteil, sehen. Gerade je nach Lichtverhältnissen ganz deutlich. Und wenn du das Foucaultbild im Kontrast übersteigerst und überschärfst, wirst du die Malaise auch sehen können.

Aber kann, wie gesagt, ja jeder machen, wie er meint, dass es richtig ist. Ich habe schon Spiegel gesehen, wo die
Beschichtung nach ein paar Jahren und nach ein paar Reinigungen bereits anfing "Lücken" zu zeigen...obwohl mit Siliziumschutzschicht...:eek:
 
Hallo HP,

ich halte das für sehr wichtig, denn es geht um unsere wichtigsten und auch nicht gerade billigen Teile im Teleskop.
Du hast also Spiegel mit Schutzschicht gesehen, also solche wie im folgenden beispielhaft genannt, die wurden nach dieser Anleitung gereinigt. Diese Speigel hatten im Anschluss oder auch nach einigen Reinigungen bei denen so vorgegangen wurde die von Dir genannten Schäden.
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Nur mal kurz mein Procedere für den 16"er. Der Spiegel ist ca. 20 Jahre alt und hat eine etwa acht Jahre alte forcierte Beschichtung mit Schutzschicht.

- Abspülen mit dem Gartenschlauch mit wenig Druck um losen Staub zu entfernen
- eine Stunde einweichen in einem passenden, sauberen Mörteleimer (extra dafür aus dem Baumarkt geholt) im warmem Spüliwasser
- Gartenschlauch, diesmal ruhig etwas mehr Druck
- zurück ins Spüli
- Hände AUSGIEBIG mit Bürste waschen und danach in warmem Wasser einweichen lassen, bis man Waschfrauenhände hat
- mit den bloßen Fingern mit wenig bis gar keinem Druck die Spiegeloberfläche streicheln um klebrigen Schmutz (Pollen, anderen Schmier, Pfotenabdrücke von meinem Kater) zu lösen
- Gartenschlauch
- ein bis zwei Liter destilliertes Wasser über den Spiegel laufen lassen
- trocken pusten mit sauberer Druckluft (ich habe einen Kompressor) oder Wassertropfen mit der Ecke eines Blattes Haushaltspapier aufsaugen
- Rest abtrocknen lassen

Fertig. Kein Alkohol, kein Marderhaarpinsel. Was dann noch an Schmutz drauf ist, hat sich seinen Platz redlich erkämpft und darf bleiben. Diese Prozedur mache ich im Schnitt alle drei Jahre, zuletzt vergangenes Jahr, nachdem wie schon angedeutet der Kater über den HS gelaufen ist. Ein bisschen kann man seine Abdrücke noch sehen, als kleine Mahnung an mich, den Dobson nicht ohne HS-Abdeckung senkrecht stehen zu lassen.

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Das hat Niclo geschrieben und ist die gängige, jahrzehntelang bekannte Prozedur sehr gut und prägnant in Worte gefasst. Einzig die Stunde einweichen ist umstritten, vielfach wird das als zu lang erachtet, 10 bis 15 Minuten sollten auch reichen.
Ich habe auch schon Schäden an Spiegeln nach Reinigungen gesehen die wirklich übel waren, allerdings erfolgten diese Reinigungen nicht nach der o.a.Anleitung sondern m.E. unsachgemäß.

Wenn Du nun definitiv bestätigst, dass auch Vorgehen nach dieser Anleitung Schäden verursacht, dann ist eben auch diese häufig beschriebene Reinigung als unsachgemäß zu bezeichnen und abzulehnen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

wenn ich nächstes WE wieder zuhause bin, versuche ich mal ein Foto von diesem Spiegel zu posten...

Beste Grüße HP
 
Meinen eigenen Selbstschliff würde ich NIEMALS wegwerfen! Sondern, da die Kurve wirklich gut ist, mit Sicherheit ablaugen und neu belegen lassen! Das geht ja auch mit kleineren Spiegeln...

Gruß HP
 
Hallo HP,

ein Bild wäre prima, aber wenn er beschädigt ist, dann ist er beschädigt, daran zu zweifeln ist nicht angesagt.
Die Prozedur steht durch Deine Beiträge im Zweifel und zwar massiv.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo HP,

also ich finde da für einen 8-Zöller Preise zwischen ca. 150 und 350 Euro zuzüglich Versandspaß (wenn man sich traut). Ein neuer 8" Spiegel kostet knapp unter 300 Euro. Ich habe da das Gefühl, dass man durchaus auch akzeptieren kann, den Spiegel zu reinigen, da er danach nachweislich besser als vorher ist. Eine Schädigung von Bedampfung und Schutzschicht wäre ja noch keine Schädigung des Substrats und das machen nun so viele wirklich versierte Beobachter, denen ein wirklich dadurch schlecht gewordener Spiegel auffallen würde. Also: Im Bild, nicht im Mikroskop. Wobei auch die Frage erlaubt sein muss: Genau wie beim Phasenkontrast kann man völlig unerheblich kleine Strukturen überbetont wiedergeben. Angesichts der positiven Erfahrungen sollte man versuchen, die Sache zu quantifizieren.

Clear Skies
Sven
 
Hallo? Mit einer beschädigten Beschichtung macht das Beobachten doch nicht wirklich Spass. Das muss ich doch euch Profis an dieser Stelle nicht erklären. Und wenn dir der Händler einen Spiegel mit beschädigter Oberfläche zuschickt, sagt ihr doch auch nicht hat: "Och ist ja nicht so schlimm, Hauptsache das Substrat ist nicht beschädigt." Natürlich sind feine Kratzer bei der Beobachtung nicht wirklich direkt sichtbar – ist doch klar...aber sie können sich durchaus störend bemerkbar machen.
Da kann man jetzt natürlich wiederum argumentieren, dass das zwei Drittel der Beobachter wahrscheinlich nicht sehen werden, aber die sehen den Unterschied auch zwischen sauberem und verschmutzen Spiegel nicht...

Insofern alles relativ...jm2c HP
 
Korund ist ziemlich hart. Das beschädigt man nicht so leicht. Ich mache seit Jahrzehnten die Fingerwisch-Methode, weil der Pollenschleim anders nicht herunter zu bringen ist. Nun habe ich mir den Spiegel nicht mit dem Mikroskop angesehen. Aber ich sehe keine Degradation dr Oberfläche. Diese müßte sich ja in stärkerem Streulicht äußern.

Letztlich muss das jeder selber wissen. Ich brauche einen einigermaßen sauberen Spiegel. 20 Jahre nicht gereinigt - das geht nicht. Und nur mit lauwarmem Wasser und ganz ohne Druck bekommt man das nicht sauber.
 
Hallo Uwe,
ich kenne niemanden, der Spiegel aus Korund vertreibt. Meist sind es Glaskeramiken wie BK-7, Pyrex, Duran, Zerodur o.ä. und die Spiegeloberfläche aus Aluminium ist sehr weich und wird deshalb nicht umsonst meistens noch mit einer Siliziumbeschichtung versehen, weil das die Oberfläche widerstandsfester machen soll. Die Glaskeramik selber bekommst du natürlich nur mit speziellen Schleifmitteln oder Poliermitteln bearbeitet, z.B. Korundum oder Ceroxyd.
Übrigens, bei mir hat das Entfernen von Pollen mit der Mundduschenmethode nach vorherigem Einweichen bisher ganz gut funktioniert...
 
Hallo HP,

ich kann mich täuschen, aber ich habe den Eindruck, Du bist im Abwehr- und Verteidigungsmodus.
Ich für mein Teil sehe da keinerlei Notwendigkeit, mir wäre hingegen sehr an einem Verifizierungs- und Qualifizierungsmodus für die von Dir zur Erörterung gebrachten Feststellungen gelegen.
Das ist mit zwei Cent in den leeren Raum werfen m.E. nicht getan.

Um da nochmal einzusteigen:

Anfänglich war von "nur unter dem Mikroskop sichtbar" die Rede.
Gilt das auch für die kaputte Verspiegelung, sieht der damit ohne Mikroskop auch wie neu aus?
Wurde wirklich so wie in der Anleitung vorgegangen?
War die Verspiegelung zuvor absolut intakt?

Gaaanz wichtig:
Welche Qualität haben die Kratzspuren?
Nahe genug ran macht man aus der homogensten und glattesten optischen Fläche die Menschen herstellen können eine riefige, narbige, rillige Kraterlandschaft.

Es muss also gesichert sein, das wir es mit Schäden an intakten, normentsprechenden Schutzschichten
durch die korrekt durchgeführte empfohlene Putzmethode zu tun haben,
welche tatsächliche, nachweisbare Einbußen und seien sie noch so klein, bei der Beobachtung nach sich ziehen.

Wie gesagt, es geht um unsere Spiegel und um unser Geld.
Putzen oder lassen bis Neuverspiegelung fällig wird........putzen bis Neuverspiegelung fällig wird.......da gibts kleine, aber feine Unterschiede.

Klar ist, dass es z.B. von GSO, von Orion-UK schon Spiegel oder auch Spiegelchargen gab/gibt, die bei der leisesten Berührung Schaden nahmen. Das ist bekannt und daher rührt auch der Rat, an unkritischer Stellle einen Test auf kleiner Fläche zu machen.
Die sind hier nicht gemeint.

Gruß
*entfernt*
 
ich kann mich täuschen, aber ich habe den Eindruck, Du bist im Abwehr- und Verteidigungsmodus.
Das ist mit zwei Cent in den leeren Raum werfen m.E. nicht getan.

Günther, ich muss Dich nochmals bitten, alle unnötigen persönlichen Bemerkungen aus Deinen Beiträgen einfach wegzulassen. Die Rede auf einen von Dir herausgelesenen "Verteidigungsmodus" zu bringen hat nichts mit dem diskutierten Thema und den technischen Aspekten zu tun. Selbst wenn jemand eine Meinung verteidigen würde ist es nicht sinnvoll, das extra zu thematisieren.

Grüße SN
 
Hallo SN,

uns beiden ist offensichtlich nicht zu helfen.
Ich hatte einen Eindruck gewonnen den ich in Frage stellte und habe eine Bitte um sachliche Weiterbehandlung und faktische Aufwertung dieses m.E. wichtigen Themas daran angeschlossen.
Ich habe NULL Unrechtsbewusstein im Sinne Deines Vorwurfs und ziehe mir damit diesen Schuh nicht an, zumal Du in annähernd jedem Gesprächsfaden, auch ohne meine oder Deine Beteiligung, solche Schuhe verteilen müsstest.

Wir schreiben und verstehen sehr deutlich auf unterschiedlichem Niveau.
Dieser Satz war kein Bewertung zu Gunsten oder zu Ungunsten einer Person.

Gruß
*entfernt*

PS: Ich werde mich künftig an Threads mit Beteiligung von MOD_SN nach Möglichkeit nicht mehr beteiligen.
 
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Nun Moderator_SN,

es ist Dein Pranger an den Du andere Leute reflektierst und Du nutzt ihn weidlich.
Sind das Eure Regeln? Du darfst?

Es ist nicht meine Wortwahl, Du hast "just my 2 Cents" in den Raum gestellt und die sind etwas dünn bei dem um was es hier geht. Reflektion!?

Es kann Deiner mehrfach geäußerten Meinung nach auch jeder machen, was er meint und das ist völlig korrekt.
Reflektion?
Eventuell auf die Frage, ob es nicht sinnvoll sein könnte, zu beweisen und nicht nur zu behaupten, dass ein großer Teil von denen die machen was sie wollen, ihre Spiegel schädigen?

Was ist denn das für eine aufmunternde Aussage von Dir:
"Besonders die Ideen mit dem vielen Reiben auf einer hochempfindlichen wenige my dicken Spiegelbedampfungsschicht finde ich spitzenmäßig!"
Selbstreflektion?
Oder ist die nur für User da, ach nee da fehlt ja ein Name, so ne allgemeine Watschen ist erlaubt?

Da gibts noch mehr Kommentare von Dir zu lesen die durchaus Reflektionstauglich sind, aber das macht nur unnötige Länge von OT und wer wars wieder hinterher?
Na klar, Selbstreflektion!

Nochmal der Aufruf und nichts anderes war das vorher auch:
Komm zur Sache und machs wenn schon, dann richtig. So wie bis hier hin betreibst Du nur Verunsicherung und sonst nix........und nun wünsche ich mir, dass Du das jetzt richtig persönlich nimmst, denn dann kommt hoffentlich noch was Nützliches für ALLE dabei rum.

Na gut, so sei es denn,
möge die Macht mit Dir sein.

Gruß und Klappe zu
*entfernt*
 
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Günther,
Du wirfst gerade Moderator_HP und Moderator_SN durcheinander.
Viele Grüße
Stefan
 
Hallo Stefen,

so schlimm das auch sein mag, ich bin müde und stocksauer.
Dann sinds eben zwei.
Ich wollte eigentlich nur die Sache für uns alle voran bringen und nun hab ich schon
wieder die Meute am Hals und werde durch den Wolf zitiert.
Seit #44 nur noch Füllfunk und Empfindlichkeiten.

Möge die Macht mit IHNEN sein.

Gruß
*entfernt*
 
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Nabendsn,

Huch, wasn hier los?:oops:

Darf ich kurz... Zugegeben, ich hatte bei der Fingermethode theoretische (also nicht ausprobiert) Zweifel, als das zum ersten Mal anstand, entgegen der vielen positiven Schilderungen anderer. Der Gedanke ließ mich einfach nicht los, nähme ich mit der Haut einen Partikel auf, bliebe der an der Hautoberfläche und könnte beim Weiterreiben kratzen. Aber was für Alternativen? Ich kam auf ein Microfasertuch mit hochstehenden Fasern, auf daß derselbe aufgenommene Partikel in den Faserhintergrund wandern möge. Zumindest sah ich darin die bessere Chance. Das ganze Einweichprozedere natürlich vorneweg. Nicht im Bad sondern mit aufliegendem, spüligetränkten Microfasertuch. Lappen abheben, Wasserstrahlspülung, neu einseifen, neuer Lappen, 15min, wieder Strahlspühlung, dann wieder Spüliwasser druff und der Nachgang wie oben beschrieben.
Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend, auch im Sonnenlicht sah ich keine Hinweise auf kreisende Spuren, auch keinen Schleier.

Würde ich wieder so machen. Eine Beschau unter einem Mikroskop wäre bestimmt mal interessant!
Ohne diesen Einblick zu kennen, aber aufgrund des sichtbaren Ergebnisses, würde ich Microfaser weiterempfehlen.
Oder spricht etwas gegen Microfaser, technisch gesehen?

Gruß und CS!!
Okke
 
Take it easy altes Haus mach dir nix draus und schlaf dich erstmal richtig aus! (Truck Stop)

Bei aller Vorsicht und Liebe zum Hobby muss man auch immer sehen dass die Geräte auch Gebrauchsgegenstände sind die einem gewissen Verschleiß unterliegen. Und wenn nach der beschriebenen Reinigungsmethodr nach Jahrzehnten doch Schutzschicht oder Substrat ganz leicht angegriffen sind, dann ist das vielleicht auch noch in Kauf zu nehmen.

Mir ist die bessere Alternative auch noch nicht so ganz klar geworden. Völlig berührungsfrei bekomme ich so nen schön spackigen Pollemschleim jedenfalls auch nicht runter. Also wie wäre das Vorgehen ohne Finger oder Watte?

VG Klaus
 
Hallo HP,

das ist jetzt hier sehr unschön moderiert, however, mal Abgleich:

1. Diskrepanz:
Wie beschrieben gereinigte Spiegel werden von langjährigen Beobachtern, ja Koryphäen, als einwandfrei brauchbar empfunden, deutlich besser als zuvor. Von "Malaise" (Zitat) kann keine Rede sein und von sehen eben auch nicht.

2. Diskrepanz:
Die nach positiver Probe gereinigten Spiegel sind nicht sichtbar kaputt.

Hier bräuchten wir mal einen Abgleich, in welchem Zustand sich Dein Selbstversuch befunden hat, und in welchem Zustand sich andere Spiegel bei mir usw. heute befinden. Das sollte eigentlich klarstellen, dass die Spiegelreinigung durchaus zum Erfolg führt, wenn man die Sache vorher getestet hat.

Weiter weise ich nochmals darauf hin, dass die bloße Beschreibung des Aussehens unter dem Mikroskop ja noch keine Einordnung darstellt, wie die Oberfläche tatsächlich quantitativ in Mitleidenschaft gezogen ist. Hier müsste man eigentlich Reflexion, Streuung und ganz diffuses Licht vermessen. Sicher ist: Ein normal verdreckter Spiegel ist optisch drastisch schlechter. Das haben ja nun genügend Sternfreunde festgestellt, die genügend Erfahrung in die Waagschale werfen.

Spätestens hier sollte doch irgendwie anklingeln, dass Dein Ergebnis offenbar vom Ergebnis anderer Sternfreunde abweicht.

Clear Skies
Sven
 
> ich kenne niemanden, der Spiegel aus Korund vertreibt.

Ich auch nicht. Aber die Schutzschicht ist aus Aluminiumoxid, welches in kristalliner Form Korund ist. Und das ist wirklich hart, es wird als Schleifkörper benutzt.
 
Hallo Okke,

weil diese Sache eben wichtig ist, weiter zur Sache.
Du vertraust den eingeweichten Fingern nicht, wobei wir mit den eingeweichten, also nochmal höheren, weicheren Papillarleisten, Schmutzanhaftungen die keine fühlbare Körnung mehr aufweisen (Gröberen Staub und Dreck haben wir ja vorher kontaktlos entfernt) lösen und die dazwischen liegenden Furchen schieben, wo sie abtransportiert werden können.

Genau so funktionieren Mikrofasertücher, nur eben mit einer Masse von sehr kleinen, aber eben harten und nicht aufzuweichenden Kunstfasern. Schon Wikipedia warnt:
......In einigen Einsatzgebieten besteht wegen des relativ hohen Härtegrads des Materials Polyester die Gefahr des Entstehens von Mikro-Schleifspuren bei Daueranwendung. So können z. B. Kunststoffgläser von Brillen durch das Putzen mit Mikrofasertüchern irreparabel beschädigt werden......!
und ich habe im Haushalt Möbelfronten sowie eine Duschabtrennung aus Glas die laut Herstellerhinweis nicht mit Mikrofaser Tüchern gereinigt werden dürfen.
Oft wird auch Watte genannt, da hat man aber immmerhin auch das Problem, dass selbst Hersteller von Baumwollwatte davor warnen, dass das Produkt größere Holzfasern/-partikel enthalten kann und ja, so ein kleines übersehenes Holzsplitterchen verursacht sehr schnell Kratzer, egal ob es in Watte oder im Finger übersehen wurde.

Daher bleibe ich bei harrtnäckigen Belägen die weg müssen, bis zum Beweis der Schädlichkeit bei meinen sauberen und eingeweichten Fingern, obwohl oder besser gesagt weil Uwe fachlicherseits nochmal klargestellt hat, dass eine übliche, fach- und funktionsgerechte Schutzschicht extrem hart ist.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günther,

ich kann deine Argumentation nachvollziehen.
Allerdings muß ich auch sagen, daß ich beschlossen hatte, nicht auch noch den letzten hartnäckigen Spinnenschiss (oder was auch immer das ist) zu entfernen, sondern ab einem bestimmten Punkt aufhörte. Bis hierhin und nicht weiter, das Risiko, dann doch noch was zu beschädigen, wähnte ich zu hoch.

Härte von Polyester: als Klotz sicherlich nicht empfehlenswert, da die Kraft pro Fläche bei Punktberührung und einem kegeligen Profil (zur Abstützung, vgl Plattenspielernadel) dahinter sehr groß würde. Da ist die Härte fast egal. Bei einer Faser ist das nicht so. Deren Profil bleibt dünn und sie weicht aus. Damit ist die hohe Kraft gebannt. Sie entsteht gar nicht erst. Polyester ist bei weitem nicht so hart wie Quarz, was die übliche Schutzschicht für 0815-Spiegel ist. Al2O3 wird man nur bei den Edelteilen finden.

Deine Duschabtrennung aus Glas will nicht mit Microfaser abgewischt werden, weil da eine "nano"-Beschichtung drauf ist, damit das Wasser schön abperlt, die du mit MF beschädigen würdest. Diese Schicht ist nämlich nicht aus Glas! Es liegt nicht am Glas, sondern an dieser Beschichtung darauf ;) Da darfst du auch mit diversen anderen Mitteln nicht dran...

Möbelfronten sind aus Plastik, zumeist weichere als Polyester oder lediglich ähnlich hart.

Angewandt auf Brillen: ich putze meine Kunstoffgläser ausschließlich mit Microfasertüchern, wenn ich mal wieder ein richtig gutes Bild haben will, auch und gerade bei Gegenlicht. Verrückt oder? Baumwolltücher hinterlassen sichtbare Kratzer darauf, Microfaser nicht. Oder so viel weniger, daß der Gewinn höher ist, als der Verlust. Allerdings, Brillen haben bei mir noch nie ein Alter erreicht, sodaß eine Degradation durch Microfaser hätte zum Vorschein kommen können... Brillen sehe ich von daher außer Konkurrenz.

Fazit: also trotz meiner guten Erfahrung damit, aufpassen mit Polyester! Es könnte auch mal weniger gut ausgehen! Behutsames Vorgehen und erst an unauffälliger Stelle testen sollte Klarheit bringen.

Gruß und CS!!
Okke
 
Hallo Okke,

so ist es halt. Jeder hat seine Erfahrungen und wenn diese Erfahrungen gut sind, dann hat er seine Vorgehensweise gefunden.

Warum das ändern?

Hier geht es ja um die Aussage, dass alle die ihre Spiegel auf die eine oder andere Art bei der Entfernung hartnäckiger Schleier und Ablagerungsreste streicheln und Kontaktreinigung betreiben damit ungewollt und unbemerkt beobachtungs- und qualitätsrelevante Beschädigungen hervorrufen.

Das steht nun mal Deinen, meinen, und Uwes teils jahrzehntelang gemachten Erfahrungen entgegen und Stathis ist ja nun jemand der mit Spiegeln umgeht wie ein Bäcker mit Brot. In seinem Avatar ist neben ihm kein Suppenteller zu sehen, nein wirklich nicht.

Dennoch darf man so etwas durchaus ernst nehmen, denn man kann und sollte m.E. sein Leben lang dazu lernen.
Es wäre also nicht nur schön und nett, sondern m.E. auch wichtig, wenn man das ein wenig besser verifizierbar und qualifizierbar würde.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Klaus,

Mir ist die bessere Alternative auch noch nicht so ganz klar geworden. Völlig berührungsfrei bekomme ich so nen schön spackigen Pollemschleim jedenfalls auch nicht runter. Also wie wäre das Vorgehen ohne Finger oder Watte?

VG Klaus

mir auch nicht.

Klar ist mir, was die jahrelange Alternative drauflassen und nichts tun, dazu noch feuchte Lagerung bringt

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/IMG_6550.JPG

Das war dann nach behutsamer Reinigung:
Ein Bild von dem Zoo auf dem Spiegel vor der Reinigung gibt es leider nicht. Die Klammern sind normaler Weise gefährlich, hier haben sie die Verspiegelung geschützt.
Deepsky auf kleiner Flamme ging mit dem Teil zwar noch, aber dennoch......Neuverspiegelung lohnte bei dem Ding (Plate-Glas, beugugsbegrenzt) nicht, zumal micht mal klar war ob das Glas schon angefressen war oder nur Vergütung und Verspiegelung.
Also Neukauf.

Übel angezogenen Halteklammern machen schon mal so was (Bildrand unten):

Link zur Grafik: https://*entfernt*/images/kopie-von-spiegel300-003.jpg

und fliegende Teile so was wie in der Bildmitte zu sehen.:rolleyes:
Dafür war der ansonsten gute Spiegel dann gebraucht sehr günstig.:giggle:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wo seid ihr denn nu hin ihr Moderatorini? Wie soll ich eurer Ansicht nach denn meinen Spiegel am besten reinigen? Ernsthaft, bei meinem 8 Zöller war ich ja noch relativ entspannt was mögliche Schäden anging. Aber der 12er ist auch bald mal fällig, und der Spiegel wäre schon nur etwas höherpreisig zu ersetzen.

VG Klaus
 
Moderatorr_HP hat mich darauf hingewiesen, dass die Schutzschicht aus Siliziumoxid ist und nicht aus ALuminiumoxid. Das ist richtig, ich habe mich geirrt.
Friedrich Mohs hat die Mineralien in 10 Härtegrade eingeteilt, das härteste ist Diamant (10). Härte 8-10 zählt als sehr hart, 6 und 7 als hart (ohne sehr). Siliziumoxid hat die Härte 7 und zählt damit als hart. Weich ist übrigens so was wie Gips.

Man muss beachten, dass der anhaftende Staub auch silikatisch ist und dieselbe Härte hat. Man schafft es damit, diese Schutzschicht zu zerkratzen, wenn man nicht aufpasst.
 
Guten Morgen allesamt,

Ich grätsche hier auch noch mal rein. Die Beschreibung der Reinigung die Günther oben in gelb zitiert hat, stammt ja von mir (nicht von Niclo, but never mind). Ich habe die Methode im Prinzip von Stathis Kafalis übernommen und wenn jemand Ahnung von Spiegeln hat, dann Stathis!

Ich gebe zu, ich habe jedesmal ein blödes Gefühl, wenn ich anfange mit bloßen Fingern über den Spiegel zu wischen. Ich hoffe dabei darauf, dass ich durch zweimaliges Abspülen und Einweichen allen anhaftenden silikatischen Staub entfernt habe. Und es funktioniert. Augenscheinlich. Ich habe meinen Spiegel bislang noch nie vorher/nachher mit einem Mikroskop untersucht. Und mein Spiegel ist wie gesagt auch schon recht alt und vor mir durch mindestens zwei Hände gegangen. Der sieht sowieso nicht mehr ganz frisch aus. Aber nach der Reinigung ist er wieder sehr schön und wirft bei hellen Objekten (Jupiter, Venus, Vega) auch weniger Streulicht als vorher.
Mir muss das reichen.
Und ich habe einige alternative wischfreie Methoden ausprobiert, mit keiner habe ich den Pollenschleim vom Spiegel bekommen! Was ich nicht probiert habe, sind chemische, wasserfreie Mittel (Aceton, Cyclohexan, Ethanol, Isopropanol).

Aber wenn ich mir vorstelle ich hätte einen neuen tollen Mirrosphère-Spiegel mit fantastischer Feinpolitur, ich weiß nicht ob ich da wischen wollte.
Wenn das wischen mit den sauberen Fingern oder Wattepads oder neuer Mirofaser oder was auch immer Kratzer verursacht, stellen sich mir drei Fragen:

1. Wie wirken sich diese mit freiem Auge nicht sichtbaren Mikrokratzer bei der visuellen Beobachtung aus?
2. Mit welcher berührungs/wischfreien Methode bekomme ich den klebenden Pollenschleim vom Spiegel?
3. Wenn ich den Spiegel mal neu belegen lasse (mit Schutzschicht), gehen die Mikrokratzer dann weg?

Ich denke, das köchelt die grundsätzliche Problematik und ihre praktischen Auswirkungen dabei recht gut zusammen.
Ich hoffe, dass Mod_HP es schafft ein paar aussagekräftige Bilder der Kratzer auf seinem Spiegel zu machen. Vielleicht liegt die Wahrheit (wie so oft) in der Mitte: ja, es entstehen feine Mikrokratzer, diese sind aber so fein, dass man sie visuell nicht sieht. Vielleicht wirken sie sich im Laufe der Zeit durch etwas höherem Streulicht an hellen Objekten aus, gehen aber wieder weg, wenn man den Spiegel neu belegen lässt.

Das Thema ist hochinteressant und für jeden ernsthaft beobachtenden Newtonbesitzer und Selbstschleifer sehr wichtig. Ich wünsche mir, dass wir es schaffen darüber sachlich und ohne persönliche Angriffe zu diskutieren.

Bis dann:
Marcus
 
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