Newton-Spiegel gereinigt, aber...

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Marcus,

Bilder sind da leider nur Schritt 1, eigentlich unnötig. Wenn HP sagt, dass er da eine geschädigte Oberfläche sieht, dann ist das erstmal plausibel und daher glaubwürdig, aber noch nicht auf alle Spiegel zu verallgemeinern. Das ist wohl das einzige, was Fotos leisten können: Ein ungefährer Abgleich, ob das mit dem Bild nach der Spiegelreinigung bei anderen Sternfreunden irgendwie vergleichbar ist.

Die Frage ist aber, und sie lässt sich so nicht beantworten: Weche Einschränkung hat der/ein/exakt dieser Spiegel dadurch? Ich möchte nochmals davor warnen, einfach die Sichtbarkeit von Strukturen in einem 2D Bild in ein finales Urteil umzumünzen. Für Optikvermesser ist ja beispielsweise der Phasenkontrast auch problemlos so einzustellen, dass man gute Spiegel eher für Bombentrichter denn optische Instrumente hält. Die Sache wäre also zu untersuchen, aber, und das kann man nicht oft genug sagen: Es gucken zu viele erfahrene Sternfreunde mit "handgereinigten" Spiegeln, als dass die Methode nicht auf rein pragmatischen Wege als "erfolgreich praxiserprobt für einen Teil der am Markt befindlichen Spiegel" durchgehen würde.

Eigentlich gibt es nur einen ganz harten Punkt zu klären:

Ist eine Substrat-Schädigung durch Finger-Reinigung nachweisbar und zwar in einer Form, die über die auch vorhandene Substrat-Belastung bei einer Neubelegung z.B. durch Ablaugen und dabei nicht entfernbare Rückstände (gibt's auch) hinaus geht?

Denn ansonsten ist ja klar, dass jene Spiegel die nicht freiäugig sichtbar zerkratzen ohne den Dreck deutlich besser als vorher sind, so dass man also Zeit gewinnt und damit beobachten kann, ehe eine Neuverspiegelung sein muss. Ich finde den Kostenfaktor nicht ganz unerheblich, denn einen großen Spiegel neu zu belegen geht schnell mal auf die 1000 Euro zu.
Diese meine obige Frage ist eigentlich die Entscheidungsgrundlage für jeden Spiegelbesitzer. Um den Rest kann man sich heiß diskutieren, ist aber sinnlos - außer um Ärger zu stiften.

Clear Skies
Sven
 

Moderator_HP

Mitarbeiter
Moderator
Ein Versuch noch...
Ich hatte am Anfang dieses Threads eine berührungslose Methode vorgeschlagen, einen Teleskopspiegel zu reinigen, die bei mir zuverlässig alle Rückstände entfernt hat auch Pollen, ohne irgendwelche Beschädigungen, wo auch immer, zu hinterlassen. Und hier präzisiere ich – ohne Spuren auf der Silizium oder Aluminiumbeschichtung zu hinterlassen, und noch präziser – ohne in die Gefahr zu laufen durch silikatischen Staub solche Spuren zu provozieren.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht mir nicht um das Spiegelsubstrat, das kann man nur mit Korund oder ähnlich harten Materialien bearbeiten. Ja – auch ein winziges Sandkörnchen reicht aus, um einen Kratzer zu hinterlassen, davon kann auch Stathis ein Lied singen.;) Er kennt dieses sirrende Geräusch, wenn es zu spät ist. Das geschieht beim Schleifen natürlich mit mehr Druck als bei einer Fingerkuppe. Mag sein, dass die Fingermethode funktioniert, weil die Papillen weich genug sind...aber warum soll ich das Risiko eingehen mir dabei ggf. mit einem Sand-/Staubkörnchen einen Kratzer in die Verspiegelung zu holen, wenn ich das vermeiden kann. Ich denke es herrscht weitestgehende Einigkeit, das viele solcher feinen Kratzer zu Lichthöfen an hellen Objekten führen können. Das ließe sich vermeiden, denn wie Sven bereits schrieb, ist eine Neubelegung des Spiegels alles andere als günstig!
Meine Idee war also eigentlich nur Risikominimierung...ich wollte aus meiner Methode zu kleinem Zeitpunkt ein Dogma machen!

Beste Grüße HP

P.S.: Wer die Beschädigungen an meinem Spiegel sehen möchte, kann gerne schreiben, dann hole ich alles aus dem Keller mache und poste noch ein Foto...aber auch nur dann...ist eigtl. zu warm!:cool:
 

UwePilz

Mitglied
Und wir alle eben haben den Pollendreck durch berührungsloses Reinigen nicht wegbekommen. Natürlich haben wir alle mal so angefangen, es berührungslos zu versuchen. Wenn man damit klarkommt, ist es ohne Zweifel die riskoärmste Methode.
 

Ralf

Mitglied
Servus,
hat schonmal jemand einen Spiegel in einem Ultraschallbecken gereinigt? Ich meine da kein Becken von Conrad oder Reichelt, sondern ein richtiges,.... Beckenmaße 400x400mm.

Gruß
Ralf
 

mettling

Mitglied
Hallo HP,

Wie Uwe schon schrieb, ich habe versucht meinen Spiegel berührungslos zu reinigen, danach war er aber noch deutlich verschmutzt. Als ich dann (mit klopfendem Herzen und zitternden Fingern) die Wischmethode ausprobiert habe, war ich überrascht, wieviel spürbarer Siff noch auf dem Spiegel war. Und wie viel besser er danach aussah.
Natürlich wäre eine berührungslose Reinigung besser. Keine Frage. Aber ich kenne bislang keine Methode, die so gut funktioniert wie das Fingerwischen.

Eine Frage. Du schreibst:
Ich hatte am Anfang dieses Threads eine berührungslose Methode vorgeschlagen, einen Teleskopspiegel zu reinigen, die bei mir zuverlässig alle Rückstände entfernt hat auch Pollen, ohne irgendwelche Beschädigungen, wo auch immer, zu hinterlassen.
Ich habe den Thread durchgeschaut, aber keine echte Beschreibung Deiner Methode gefunden. Kann es sein, dass Du einen anderen Thread meinst? Oder magst Du Deine Methode nochmal beschreiben? Ich würde sie beim nächsten Mal (voraussichtlich erst in ein, zwei Jahren) gerne mal ausprobieren.

Bis dann:
Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:

Moderator_HP

Mitarbeiter
Moderator
Danke für den Hinweis, war wohl tatsächlich ein anderer Thread...

Also hier meine bevorzugte Methode
(ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit :sneaky:) :

1. Einweichen des Spiegels in warmen Spüli Wasser
2. Mit der Munddusche unter Wasser! die Oberfläche reinigen
3. Abspülen mit dest. Wasser
4. Spiegel senkrecht stellen und Trocknen mit Druckluft von oben nach unten (Vorsicht! Druckluft enthält eventuell flüssiges Butan oder Propan, das sollte man nicht auf den Spiegel spritzen!)

Es gab auch Warnungen wg. Resten von Hydrauliköl in der Druckluft, ist mir aber noch nie passiert). Die Druckluft war extra für optische Geräte. Aufpassen und Probesprühen schadet aber mit Sicherheit nicht!

Die Idee mit dem Ultraschall finde ich auch sehr smart!

Beste Grüße HP
 

Radfahrer

Mitglied
Hallo zusammen,

hat schonmal jemand einen Spiegel in einem Ultraschallbecken gereinigt? Ich meine da kein Becken von Conrad oder Reichelt, sondern ein richtiges,.... Beckenmaße 400x400mm.
Die Idee mit dem Ultraschall finde ich auch sehr smart!
wenn Ihr zuviel Geld habt, nur zu. Man sieht, Ihr habt keine Ahnung von Ultraschallwannen. Wir haben im Labor immer die 5 L Wannen benutzt. Das größte, das ich in der Serie gefunden habe, hat ein Bodenmaß von 500 x 300mm und 200mm Füllhöhe, ergibt ein Nennvolumen von 26 L. Das würde immerhin für einen 10" Spiegel reichen. Kostet 1500 € + MWSt.

Jetzt kommt der Knackpunkt. Man darf nichts direkt auf den Boden stellen, also noch einen Siebkorb für 300 €. Es kommt noch besser, die Wannen haben eine Mindestfüllhöhe die nahe am Nennvolumen liegt. D.h., Ihr hantiert immer mit ca. 25 L Wasser oder Reinigungsmittel. Nichtbeachtung der beiden Punkte resultiert in einer baldigen Zerstörung des HF-Generators. Alles schon erlebt.

Und jetzt das Beste. Ich habe mal einen kleinen Oberflächenspiegel für die üblichen 10min ins Ultraschallbad gegeben. Das Ergebnis war überragend : eine blitzblanke Glasplatte. Von der Silberschicht war rein gar nichts mehr vorhanden.

Gruß Uwe
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo HP,

ich habe bei einer solchen Reinigung wirklich schweres Geschütz aufgefahren und zwar quasi Artillerie, also Bedienung durch mehr als einen Sternfreund. Wir haben eine Perfusorspritze mit einem Schlauch dran verwendet, einer führte Kanülen verschiedenen Durchmessers, der andere hat diese Spritze mit aller Gewalt maximal Zusammengepresst. Diese Spritzen haben Gummi-Stempel mit einem Gel zur Dichtung. Da verpufft die Kraft nicht in der Spritze und da diese Dinger für hochgenaue Dosierung gebaut sind, geht der Druck auch nicht in die Dehnung des Schlauchs. Die sind auch so groß, dass man da mit beiden Händen voll zupacken kann. Damit haben wir sowohl destilliertes Wasser als auch Isopropanol auf Pollen gespritzt, zunächst unter Wasser, dann auch über Wasser - mit völlig unzureichender Wirkung. Die Kraft in einer Munddusche würde ich eine blutige Sache nennen.
Ich verstehe auch wirklich dieses Beharren nicht. Da antworten jetzt schon ein paar Lebensalter an aufsummierter Erfahrung zunehmend genervt, dass man bei typischen Verschmutzungen von mobil genutzten Geräten nicht ohne auskommt, und es kommt noch ein Versuch nach.

Das mit der Druckluft: Da haben sich schon Leute Abplatzer von optischen Bauteilen wegen Schock-Kühlung geholt. Aufpassen funktioniert da auch nicht, weil die Dose zunehmend kälter wird und auf einmal kommt's flüssig. Zumal man da auch keine Pause machen kann. Es muss ja runter, bevor es antrocknet und Ränder bildet.
Die uralte Anweisung war: Einzelne Tropfen mit Zellstoff oder einem zerschlissenem Leinenhandtuch ohne Reibung absaugen. Seltsam, dass das bei der gesammelten Runde aus alten Traumtänzern funktioniert hat.

Noch zum Risiko des Kratzer-Partikels auf dem Finger: Immer schön in der Obstruktionszone des Spiegels antesten. Dann besteht da kein greifbares Risiko. Man merkt, ob es die Beschichtung mitmacht, oder ob man einen Splitter im Finger hat, was auch immer.

CS
Sven
 

Ralf

Mitglied
Moin Uwe,
dann habt ihr halt ein kleines Labor.....
Ich habe schon Ahnung von Ultraschallgeräten und kenne auch die Problematik, aber in unserem Labor haben wir ein solches Gerät welches immer mit sauberem VE Wasser befüllt ist. In der Größe hatte ich mich aber verschätzt, es hat 300x333mm Innenmaße. Das reicht für nen 10er.

Was ich wissen wollte ist, ob die Spiegelbeschichtung diese Prozedur aushält. Moderne Spiegel habe ja keine Silber sondern in der Regel eine Alubeschichtung welche auch noch mit einer SiO2 Beschichtung versehen ist. Mich interessiert ob diese Beschichtungen beständig sind.

Gruß
Ralf

PS: dass ein solches Gerät nichts für den Privatmann ist war mir schon klar.....
 

Gerd_K

Mitglied
Hallo,

Ich reinigen meinem Spiegel auch öfters unterm Jahr.
Die Probleme mit festsitzenden Schmutz und anklebenden Pollen handele ich mir damit erst gar nicht ein.
Wenn ich der Meinung bin, der Spiegel von meinem Teleskop wird zu schmutzig, dann baue ich den aus, spüle den mit Wasser ab, notfalls lege ich den kurz in warmen Wasser mit Spülmittel ein um doch mal anhaftenden Schmutz weg zu bekommen.
Was doch noch anhaftet bekomme ich weg indem ich -fast- mit den Finger darüber reibe, eigentlich ist es fast ein berührungsloses und sehr sanftes "reiben" mit den Fingern.
Anschließend mit destillierten Wasser abspülen und der Spiegel ist wieder sauber.

Durch die Bauweise von meinem Teleskop ist das Ganze in 15 bis 20 Minuten geschehen.

Ich habe es bei allen meinem Teleskopen noch nicht erlebt, das ich mit dieser Methode einen Spiegel nachhaltig beschädige.
Zum reinigen nehme ich keinerlei mechanische Hilfsmittel wie Tücher oder Pinsel sondern bei Bedarf nur meine Finger.
Ich blase meine Spiegel auch nicht mit Druckluft ab, oder tupfe Wassertropfen ab. Das destillierte Wasser hinterlässt keine Spuren, so das ich den Spiegel, nach dem der letzte eventuell stehengebliebene Wassertropfen von selbst verdunstet ist, wieder einbaue.

Viele Grüße
Gerd
 

Demokrat

Mitglied
Ich denke, man könnte einen Spiegel auch reinigen wie ich Objektiv- und Okularlinsen oder Schmidt-Platten reinige - ich hab bislang meine Spiegel nicht gereinigt (bis auf einen kleinen, alten, der wurde mit Fingern und Spüli unter laufendem Wasser gereinigt).

Die Methode habe ich von einem Canon-Servicetechniker, der alle Sensorgläser und Optiken so reinigte:
- Lange Pinzette
- Pec Pads
- Optische Reinigungsflüssigkeit

IMG_0865.JPG IMG_0866.JPG IMG_0869.JPG

Durch das Aufwickeln eines PecPads entsteht eine weiche Spitze, und die benetzt man dann mit der Reinigungsflüssigkeit. Während man ohne Druck über die Oberfläche fährt, dreht man den Vlies-Kegel langsam, wodurch eventuelle Staubkörner von der Oberfläche wegtransportiert werden.

Hat man die Spitze einmal ganz herumgedreht, entsorgt man das Pad und nimmt ein neues. So verhindert man, dass mit aufgenommenem Staub weitergewischt wird und man Coatings oder Gläser oder Beschichtungen verkratzt.

Zumindest meine Refraktoren und die Okulare hab ich bislang so gereinigt. Auch das Deckglas der ASI - da war mal sehr winziges, klebriges Zeug drauf und ich musste beim Reinigen zwischendurch unterm Mikroskop nachsehen, ob es schon sauber ist oder nicht - und musste etwa fünfmal drübergehen. Mit freiem Auge sah ich das alles nicht mehr, auf den weißen Testaufnahmen schon.

Kratzer konnte ich bislang danach nicht erkennen. Hat also offenbar gut funktioniert - sollte auch bei einem Spiegel klappen, denke ich, auch wenn man hierfür sicher viele Pads braucht. :unsure:

lg
Niki
 

Moderator_HP

Mitarbeiter
Moderator
Hallo Sven,

Ich verstehe auch wirklich dieses Beharren nicht. Da antworten jetzt schon ein paar Lebensalter an aufsummierter Erfahrung zunehmend genervt, dass man bei typischen Verschmutzungen von mobil genutzten Geräten nicht ohne auskommt, und es kommt noch ein Versuch nach.
Warum ist es so schwer, alle persönlichen Aspekte da einfach rauszulassen. Wenn das bei dir nicht funktioniert hat, bei mir hat es das, mag ja sein, dass der Pollen in der Eifel ein anderer ist als in der Umgebung von Herten. Und mein "Versuch" war lediglich der Versuch einer Präzisierung – nichts anderes.
Und ich habe eben mit der vorsichtigen Handhabung von Druckluft noch keine schlechten Erfahrungen machen müssen, sonst hätte ich es ja auch geschrieben. Wer das Risiko vermeiden möchte, lässt die Druckluft einfach weg und gut ist...:coffee:

Beste Grüße HP
 

Felix42

Mitglied
Hallo Leute,


Warum ist es so schwer, alle persönlichen Aspekte da einfach rauszulassen. Wenn das bei dir nicht funktioniert hat, bei mir hat es das, mag ja sein, dass der Pollen in der Eifel ein anderer ist als in der Umgebung von Herten.
Es wäre wirklich schön wenn das Rauslassen persönlicher Aspekte funktionieren würde. Aus eigener Erfahrung leite ich die Vermutung ab daß Pollen aus der Gegend um Herten, Wuppertal, Trebur und Bad Hersfeld etwa gleich anhänglich ist.


Viele Grüße Felix
 

Felix42

Mitglied
Hallo Marcus,

Was ich nicht probiert habe, sind chemische, wasserfreie Mittel (Aceton, Cyclohexan, Ethanol, Isopropanol).
Auf eigenes Risiko und bitte vorher an unauffälliger Stelle testen: Ich habe wenn nix anderes geholfen hat bereits auf Bremsenreiniger oder Nitroverdünnung zurückgegriffen. Bisher konnte ich nicht beobachten daß dadurch Oberflächen angegriffen werden.



Viele Grüße Felix
 

GanymedRN

Mitglied
Hallo Zusammen,
Also ich habe richtig heftigen Pollenbefall und auch einige getrocknete Wassertropfen mit der Makeup Pad Methode sehr gut entfernen können. Mit den Fingern habe ich mich bisher noch nicht an den Spiegel getraut.
Nach dem Einweichen des Spiegels habe ich die Pads nur mit dem Eigengewicht über den Spiegel gezogen und immer ein Neues verwendet. Ja das muss man mehrmals machen und etwas geduldig sein aber am Ende war der Spiegel blitzeblank und hatte auch unter der Lupe keinerlei Kratzer. ;)
Zum Trocknen habe ich den Spiegel schräg gestellt und mit einem Fön (auf kalt gestellt) abgeblasen und die Resttröpfchen dann mit spitz gezwirblten Papiertüchern ohne Berührung des Spiegels aufgesaugt.
 

flamsteed_19

Mitglied
Hallo Mods, insbesondere Mod_HP,

Leider noch mal OT.
Hier verlangt Ihr/Du folgendes:
Unterlassung von persönlichen Angriffen, sarkastischen Bemerkungen, Provokationen und Herabwürdigungen von Personen und/oder Meinungen
Das ist grundsätzlich okay. Manchmal ist Ironie oder Sarkasmus durchaus nützlich um einen Sachverhalt oder Missstand zu verdeutlichen.
Problematisch wird es, wenn ein Moderator sich selbst nicht daran hält (Beitrag #25):
Besonders die Ideen mit dem vielen Reiben auf einer hochempfindlichen wenige my dicken Spiegelbedampfungsschicht finde ich spitzenmäßig! :eek:
Das, lieber Mod_HP, verstößt gegen die von Dir/Euch aufgestellten Regeln. Da musst Du Dir mal an die eigene Nase fassen. Der gemeine User wird schnell mal temporär gesperrt. Und der Mod?
Wie ich oben schrieb, ich habe nichts gegen Ironie, Sarkasmus oder auch mal ne persönliche Bemerkung. Es muss im Rahmen bleiben. Man sollte sich an die Regeln, die man aufstellt, an denen die User gemessen werden, auch selbst halten und nicht mit zweierlei Maß messen.
Und nein, ich bin mit Günther nicht verwandt oder verschwägert, kenne ihn auch nicht persönlich.
 

klawipo

Mitglied
Unterlassung von sarkastischen Bemerkungen macht das Internet aber ganz schön öde.

Gibt es dafür dann eine Geldstrafe von einem halben Credit? Behält Edgar Friendly Recht?

"Weisst du wie die Zukunft aussieht? Wie ne 47jährige Jungfrau, die in nem beigen Pyjama rumsitzt, ein Bananen-Broccoli-Shake trinkt und singt ich bin das heisseste Wiener Würstchen!"

... das wollen wir doch auch nicht. Oder?

VG
Klaus
 

gibeon

Mitglied
Auch zur Sache wird geschwiegen. Mich hätten die in Aussicht gestellten Bilder der durch Berührung entstehenden Schäden an der Versiegelung sehr interessiert.

CS Peter
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo zusammen,


Diskussion finde ich durchaus spannend, jedoch Leute...selbst ein komplett neuer, jungfreulicher Spiegel ist nicht völlig frei von feinsten Kratzern. Die Hersteller geben dafür ein definiertes Maaß (Scratch/Dig ratio) an. Auch das Coating selbst ist nicht immer perfekt aufgedampft. Damit muss man leben.

Die eventuelle 0,0x irgendwas Strehleinbuße durch mehr Streulicht nach sorgfältiger FingerReinigung wird man verschmerzen können. Sieht man doch nicht am Himmel.

Jede feinste Cirrusbewölkung oder Irritation am Auge bzw. Halos durch verschmierte/verkratzte Kontaktlinsen, Brillengläser, oder sonst was erzeugt weit deutlichere Einbußen.

... Meine Erfahrung...;)

Viele Grüße
Werner
 

Admin Astronomie.de

Mitarbeiter
Admin
Hallo zusammen,

ich möchte gerne als Verantwortlicher von Astronomie.de auf den Themenverlauf kurz eingehen, ohne in irgendeiner Weise jemandem Vorwürfe zu machen oder Schuldzuweisungen vorzunehmen. Das ist nicht das Ziel meines Beitrages und führt zu nichts.

Menschen sind nun mal sehr unterschiedlich und treffen in der Welt des Internets in unterschiedlichen Formen aufeinander. Da gehören rege und heiße Diskussionen dazu.

Wenn wir ehrlich sind: Oft wird das geschriebene Wort falsch aufgefasst und verstanden, oder man will es falsch verstehen. Das ist völlig menschlich. Es fehlt einfach an Mimik und Stimmlage.
So mancher Satz, der Sarkasmus oder Ironie enthalten kann, würde eine völlig andere Bedeutung erhalten und eben nicht zu einem hausgemachten Konflikt ausarten.
Schon die Frage: „Meinst Du das jetzt ernst?“ zeigt sofort, wie mein Gegenüber das gemeint hat.

Ich persönlich greife z.B. bei Mails, bei denen ich den Verdacht habe, dass sie eigentlich anders gemeint sind, zum Telefon. Wie oft stellt man fest, dass man mit seiner Einschätzung völlig falsch lag und einfach nur aneinander vorbei geredet hat.
Kommunikation ist nun mal ein schweres Thema.

Mit einigen Mitgliedern hier im Forum hatte ich in den letzten Jahren Kontakt. Mal telefonisch, mal auf Messen. Grund waren Konflikte mit unterschiedlichen Personen aus unterschiedlichsten Gründen.
Einige Sachverhalte ließen sich klären und für ein gutes Miteinander lösen.

Natürlich ist nicht immer alles „Zuckerschlecken“ und es müssen Entscheidungen getroffen werden, die den anderen eben nicht gefallen.
So ist das auch für mich als Verantwortlicher und meinem Moderatorenteam. Dabei hat man als Moderator eine besondere Stellung und Verantwortung, die nicht immer einfach ist.

Dieses Thema und auch andere zeigen, wie sich Emotionen aufstauen und in den Beiträgen entladen.

Ein Beitrag mit vermeintlichen Vorwürfen führt verständlicherweise dazu, eine Gegenreaktionen auszulösen. Wer möchte sich schon gerne öffentlich vorführen lassen?

Hier wünsche ich mir für die Zukunft, einfach mal direkt Kontakt mit der Person aufzunehmen, um das einfach in einer privaten Unterhaltung zu klären, und eben nicht öffentlich auszutragen.

Es ist nicht einfach, als Moderator an aktiven Diskussionen teilzunehmen, und gleichzeitig bei Bedarf eine Moderation durchzuführen.
Daher wurde beschlossen, dass wir mit dieser besonderen Rolle nur noch die Moderation durchführen.
Die Entscheidung ist gut. Schade ist allerdings, dass unsere Erfahrung und unser Wissen nicht mehr in Themen einfließen.

Ich stehe mit einigen der Beteiligten in Kontakt, um die Wogen zu glätten und das Thema abzuschließen.

Ich hoffe daher künftig auf ein gutes Miteinander, auch wenn es manchmal schwer fällt. Lasst uns wieder zum ursprünglichen Thema zurück kommen: „Der wichtigen Spiegelreinigung unserer geliebten Teleskope“

Stefan
 
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Gerd_K

Mitglied
Hallo,

Die Entscheidung ist gut. Schade ist allerdings, dass unsere Erfahrung und unser Wissen nicht mehr in Themen einfließen.
Trennt doch ganz einfach Moderation und Teilnahme am Forum durch zwei Accounts.
Einen, den ihr für die Moderation den Foren benutzt und einen privaten Account. In diesen schreibt ihr bitte dann auch nach den Regeln, die für eine gute Konversation nötig sind.
Vermischt dann aber nicht beide Accounts.

Viele Grüße
Gerd
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Das ist schonmal daneben gegangen, weil doch jeder weiß, dass unter der Schirmmütze derselbe Mensch sitzt. Hier hilft nur, bei einem Einstieg ins Thema, die Kollegen den Thread moderieren zu lassen, und selbst das ist so sensibel, dass es schon vielen Moderatoren in vielen Foren gewaltig um die Ohren geflogen ist.
 

Martin_B

Mitglied
Ich finde es erstaunlich, dass aus einem solchen Thema überhaupt eine derartige Grundsatzdiskussion entsteht.
Eigentlich wäre es doch ganz einfach; der Eine hat mit Methode A gute Erfahrungen gemacht und mit Methode B eher schlechte.
Der Andere findet Methode B besser, weil.... Oder A besser weil....

Wo genau ist eigentlich das Problem?
Scheinbar wird's immer dann schwierig (und das ist unabhängig vom Thema) wenn vermeintliche "Meinungshoheit" ins Spiel kommt. Die hat hier aber niemand. Was alle haben sind Erfahrungen, welche beigetragen werden können oder auch nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Felix42

Mitglied
Hallo Martin,

Ich finde es erstaunlich, dass aus einem solchen Thema überhaupt eine derartige Grundsatzdiskussion entsteht.
Ich auch...

Bis zum 24.April 2018 waren sich viele User einigermaßen einig daß die "aufgequollene Finger" Methode (meistens) funktioniert. Das wurde am 19 Juni 2019 für dumm Tüch erklärt - ohne nähere Erläuterung warum. In diesem Zusammenhang: wäre diese Meinung auf konstruktivere Art und Weise eingebracht worden hätte es sicher kein Theater gegeben. Wie immer der Ton macht die Musik.:coffee:


Viele Grüße Felix
 
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