Hallo nochmal,
ich sehe gerade, das dem Sven hier
Paar Kleinigkeiten noch... einmal werde ich da oben eines Zitats "bezichtigt", das nicht von mir stammt... egal.
tatsächlich Unrecht geschehen ist, denn was ihm da
Zitat von Sven_Wienstein:
Das kommt sehr auf die Länge der Geraden an auf der Dir so ein Fernlichtfanatiker entgegen kommt......und mit dem Teleskop wird NICHTS HELLER.
untergejubelt wurde stammt von mir.
Nunja wenn schon Autos ran müssen, dann ist meistens klar was man sagen will, aber unklar wie man es besser rüberbringt.
Ich nehme an, besonders störend ("bezichtigend" falsch personalisiert) ist in dem Fall der Halbsatz, dass im Teleskop nichts heller wird, wo doch JEDEM völlig klar und geäufig ist, dass schon in der unvollständigsten Händlerbeschreibung für jedes Teleskop der theoretisch wie praktisch völlig unstrittige öffnungsbezogene Anstieg der sichtbaren (Stern)Grenzgröße manifestiert wird.
Dennoch, wir sind uns einig, dass wir den Mond nicht heller machen können als er ist, die Sonne nicht und auch die Planeten nicht und............nun kommt meine Aussage..........nein, auch Sterne nicht..........sondern nur scheinbar.
ja aber, was ist denn nun
....Mit dem Teleskop wird nichts heller? Ich dachte immer Punktlichtquellen werden eben doch heller. Also man sieht ja auch mit maximaler AP am Teleskop mehr Sterne als ohne......
damit?
Okay, das ist nun weitab vom Thema Blendung und Mondfilter, aber die Missverständnisse sind so offenkundig, dass man versuchen sollte, sie zu klären.
Da stolpern wir also über die
Punktlichtquelle und da steht schon dass sie im eigentlichen Sinne der Definition die Ausdehung 0 (Null) besitzt, also dimensionslos ist, aber dass wir meistens was anderes sehen und uns dem nur annähern.
Sterne können aber, auch im Teleskop, dem Ideal sehr nahe kommen.
Ich sehe z.B. Strne als Punktlichtquellen, wenn ich einen feinen Kugelsternhaufen im 12- oder 16 Zöller gerade so an die Auflösungsgrenze bringe und dann dieses Bild von Puderzuckerstaub auf schwarzer Glasplatte habe. Nadelspitzenfeine Sternchen also.
Gehe ich mit der Vergrößerung höher werden die ersten Sternchen des Kugelsternhaufens schon wieder (auch für meine Augen) flächig, ich sehe/erkenne da also schon das Beugungsscheibchen, gerade im Vergleich mit weiteren, durch Auflösungssteigerung und Lichtsammelleistung hinzukommende (dimensionslose) Puderzuckerstäubchen erkenne ich den Unterschied und das kann ich nun weiter führen bis erste Sterne sogar in gelblichen oder bläulichen Farbanflügen funkeln, spätestens dann sehe ich sie schon größer als das Beugungsscheibchen welches das Teleskop daraus macht. Damit verteilt sich die Helligkeit für mich als Beobachter, mit meinen Augen, bereits auf mehr Fläche als vom Teleskop "vorgegeben". Wir haben Fläche auf die sich die Helligkeit verteilt........wie beim Mond auch.
So weit, so gut. Die Sterne sind da, sie haben alle ihre Helligkeit. Viele die wir mit bloßen Auge nicht auflösen könne bilden z.B. das helle Band der Milchstraße.
Noch niemand von uns hat Sirius mit -1,5 MAG als dimensionslose Punktlichtquelle gesehen, Alkaid mit 1,8 MAG auch nicht. Schon mit bloßen Auge sehen wir solche Sterne flächig und hell.
So sind sie auch mit unterschiedlich großen Scheibchen/Flächen auf unseren Sternkarten gekennzeichnet.
Oder hat schon mal jemand versucht, solche hellen Sterne durch harte Filterung auf einen dimensionslosen Punkt oder ihr Beugungsscheibchen zu reduzieren?

Definieren wir ihre unterschiedliche Helligkeit also eventuell über Flächenunterschiede?
Meine Anregung Post #32 ist diesbezüglich nicht ganz uninteressant und wirklich nicht schwer nachzuvollziehen.
Wie kommt es denn, dass wir auch als geübte "Starhopper" in unbekannteren Gefilden schon mal den Weg zu einem Objekt verlieren? Bei mir passiert das, weil ich beim Wechsel ans Okular meine, den freisichtig hellsten Stern angepeilt und im Okular zu haben, aber es war der weitaus weniger helle Nachbar, der als hellster Klecks das 0,5° verschobene Gesichtsfeld dominiert und dann klappt der 2° Hopp zum nächsten Stern eben nicht.
Ich gehe bei meinen Helligkeitsabschätzungen auch bei Sternen über Fläche. Wer nicht?

Dimensionslos sehe ich ein Sternfünkchen nur und ausschließlich an der Wahrnehmungsgrenze, also an der Auflösungsgrenze des Auges oder des Teleskops. Diesem Fünkchen wiederum kann ich durch mehr Lichtsammelleistung und/oder mehr Auflösung Fläche verleihen..............Fortsetzung nach Belieben und Teleskopgröße!
Gruß
*entfernt*