Großfernglas für Flugreisen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Andreas_W

Aktives Mitglied
Hallo zusammen und noch frohe Weihnachten!

Ich bin auf der Suche nach dem größtmöglichen noch im Handgepäck auf Flugreisen transportierbaren Großfernglas. Es sollte Winkeleinblick haben und auf Wechselokulare ausgelegt sein.
Vereinzelt konnte man lesen, dass APM-Binos mit 100 mm Öffnung schon so genutzt wurden. Das stelle ich mir aufgrund der Abmessungen aber schon sehr grenzwertig vor. Und wenn wir schon dabei sind: welche Stative / Montierungen passen dazu? Beobachtet wird unterwegs eher im Stehen oder mit einem kleinen Dreibeinhocker.
Was sind Eure Erfahrungen und Tipps in diesem Bereich bzw. was wären Eure Favoriten?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

weihnachtsbedingt kann ich im Moment gar nicht viel dazu schreiben, vielleicht Stück für Stück oder gezielt auf Nachfrage.

Ich würde das Thema von außen nach innen angehen. Also wo kann das Fernglas rein und wie groß und schwer kann es demzufolge sein. Ich nutze einen König Photokoffer, weil der formstabil ist und robust. Mein 71mm Doppelteleskop passt da locker rein, aber ein 100er Bino wird wohl schon eng. Vor allem wirst Du damit alle Gewichtsgrenzen reißen, erst recht, wenn noch Okulare dazu kommen.

Die Oberwerk Ferngläser sind immer etwas leichter als die APM, aber sie haben nur 45°-Ferngläser und bei APM bekommt man inzwischen für alle Modelle die Zentralarmmontierung. Zweitleichteste Option zur Montierung ist ein Fluidkopf, z.B. die Manfrotto Nitrotech-Köpfe (N8 und 608). Einfachere Neiger mögen auch gehen, aber sicher weniger komfortabel und man spart maximal ein Kilo.

Montierung und Stativ könnten ja ggf. ins Aufgabegepäck, aber Okulare vielleicht nicht und sollten daher eingeplant sein. Meine Vermutung: Alles über 70mm wird gewichtsmässig eng. Vom Platz her sollten 80/82mm auch noch gut gehen, oder ein Doppelteleskop aus maximal f=500mm Refraktoren. Da gibt es gerade die Long Perng 90mm f/5,5 günstig. Für Umlenksysteme und Montage wird aber sicher nochmal mind. der gleiche Betrag notwendig.

Soweit erstmal von mir, später vielleicht noch mehr.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hi
wenn Du noch halbwegs im Rahmen von Handgepächk bleiben willst, scheiden die 100er Binos aus.
Ich war schon - und es ging als Handgepäck durch - mit dem 20x90 Oberwerk, auf einem guten Kugelkopf mit dem Stativ TS FX1. Alles zusammen ca. 8 Kilo.
Leichter wird es mit einem 20x80 ED, die nur 2,5 Kilo haben. Das 20x90 hat über 4.
CS
 
Hallo Andreas, mein Reisepartner hatte sein APM 100mm Bino mit Gabel und Stativ je in Namibia und bei Hottie dabei, ohne Übergepäck Zahlung. Das Teil mit UHC Filter und Pano 24mm bzw. Nagler 16mm zB. An eta Carina Nebel war sowas von genial ... Gruß Christian
 
Hi!

Welche Airline? Die, mit denen ich meist unterwegs bin (SAS, Lufthansa), haben 8kg Limit mit 55x40x23cm; KLM/AirFrance genehmigt sogar 13kg. RyanAir ist sogar nur bei 40x20x25cm, damit es unter den Sitz passt. Und bei kleinen Flugzeugen hat robust verpacktes Handgepäck (also Koffer statt Tasche) gute Chancen, aus Platzgründen doch im Laderaum zu landen.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,

da die Flugreise erst im Dezember kommenden Jahres stattfindet, steht die Airline noch nicht fest. Allerdings wird es vor Ort wohl noch Inlandsflüge geben, also mit möglicherweise kleineren Fliegern. Dennoch möchte ich mich nicht an Ryanair orientieren, sondern an normalen Flügen. Ich werde mich jeweils im Vorfeld erkundigen und solche Flüge wie die von Ryanair einfach nicht buchen. Also Gepäckabmessungen von 55x40x23 cm und ca. 8 kg Gewicht sollen mal die Planungsgrundlage sein. Stativ und Montierung können gerne in das aufgegebene Gepäck gehen. Ich habe eine Ayo II, die wiegt mit abgeschaubtem Unterteil zwar ca. 3 kg ist aber vorhanden und mit einem soliden L-Winkel bestimmt gut geeignet. Vorhanden ist auch eine große Meiling-Binogabel, aber die wiegt schon ca. 5 kg aund ist ziemlich sperrig. Die würde ich eher nicht mitnehmen wollen. Wenn man eine (selbst ausgepolsterte) Reisetasche für den Transport nehmen würde, wären etwas größere und schwerere Binos möglich. Allerdings wird es dann problematisch, wenn man das Handgepäck beim Einsteigen in den Frachtraum geben muss... Also lieber Pelicase o.ä und das Bino eine Nummer kleiner?

Ich war schon - und es ging als Handgepäck durch - mit dem 20x90 Oberwerk, auf einem guten Kugelkopf mit dem Stativ TS FX1. Alles zusammen ca. 8 Kilo.

Das Obewerk 20x90 ist aber ein geradesichtiges Glas, oder?

oder ein Doppelteleskop aus maximal f=500mm Refraktoren. Da gibt es gerade die Long Perng 90mm f/5,5 günstig
Ein Bino-Selbstbau ist erstmal nicht geplant, da sind mir die EMS speziell für diesen Zweck schlicht zu teuer und für mehr Bino-Power habe ich ja schon mein 120er APM ;)

mein Reisepartner hatte sein APM 100mm Bino mit Gabel und Stativ je in Namibia und bei Hottie dabei, ohne Übergepäck Zahlung.

Wie hat Dein Reisepartner das geschafft? Glück oder Vitamin B gehabt? ;)

Schöne Restweihnachten noch und viele Grüße
Andreas
 
Hi!

Ich habe mein Fotoequipment meistens in einer relativ offenen Messenger-Tasche (Think Tank Retrospective), da kommt schon mal keiner auf die Idee, die in den Laderaum zu schmeißen – das passiert eher Trolleys/Hartschalenkoffern (denen aber das Gepäckband im Flughafen erspart bleibt, zumindest Richtung Skandinavien holt man das immer gleich am Flugzeug ab). Gerade bei kleineren Fliegern habe ich es schon ein paar mal erlebt, dass für das Handgepäck einfach kein Platz im Passagierraum war. Übrigens: Vielleicht auch keine Notausgangsitze mit extra Beinfreiheit buchen, weil da auch nichts unter den Sitz darf. Priority Boarding hat den Vorteil, dass du zuerst an Bord darfst und es noch Platz im Gepäckfach gibt – da müssen die Abmessungen aber auch stimmen, weil es sonst nicht reinpasst.

Bino eine Nummer kleiner würde ich aber auch bevorzugen – das spart auch schon wieder bei Stativ und Montierung. Ein Carbon-Stativ wäre da wohl sinnvoll, wenn es auf jedes Gramm ankommt und man vor Ort nichts leihen kann.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Andreas,

damit wird es klarer, finde ich. Die Ayo II und die 8kg Gepäckgewicht setzen dann die Obergrenze für das Gerät bei ca. 5 Kilogramm.

Wenn Du auf Hochvergrößerung verzichten kannst, wäre vielleicht das Vixen BT81 eine gute Wahl: Leicht, nicht zu lang und ein angenehm helles Bild. Dazu zwei Okularpaare, einmal für maximales Feld und einmal für ca. 40x (2mm AP) Dann noch ein stabiler L-Winkel und ein Stativ und Du bist dabei.

Die 82mm ED-Binos von APM/Sky Rover sind auch gut bis 100x zu gebrauchen, aber etwas schwerer, offenbar frontlastiger und nicht zuletzt: teurer.

Viele Grüße
Sebastian
 
Ich bin auch ein Fan von möglichst großen binokularen Öffnungen mit 90° Einblick und Wechselokularen.
Aber in manchen Situationen (Reisen) muss man eben auch mal Kompromisse eingehen, wobei für mich dann die maximale Öffnung und optische Qualität Priorität haben.

Vor einiger Zeit habe ich mir das APM 25x100 ED zugelegt und bin von dem Glas total begeistert.
Es zeigt mir Dinge, die mich stark an die Eindrücke mit meinem ehemaligen 120mm Borg EMS Bino erinnern.
Ein geradesichtiges Glas hat was Transparenz angeht eben auch seine Vorteile...
25 fach Vergrößerung passen nach meinem Geschmack ideal zur Öffnung.
Der subjektive Sehwinkel ist mit 67.5° auch sehr angenehm und praktisch bis zum Rand hin scharf.

Das Glas wiegt um 4 Kilo und lässt sich mit einem Kurbelstativ (Gitzo) mit kleinem Fluidhead (auch Gitzo) sehr gut handhaben.
Klar ist der Zenit etwas tricky, aber zum Glück dreht sich die Erde ja noch ...
Bei so einem leichten Setup nutze ich gerne einen bequemen Liegestuhl und kippe das Instrument dann über 2 Beine des Stativs zu mir hin.
Das ist immer noch sehr stabil und ermöglicht fast senkrechte Beobachtungen.

binos3.jpg


Klar gibt es auch kleinere Gläser mit Winkeleinblick und Wechselokularen, aber ich nutze halt gerne die maximal mögliche Öffnung ...

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Wenn Du auf Hochvergrößerung verzichten kannst, wäre vielleicht das Vixen BT81

ich denke, wenn ich den Bereich von ca. 20-60x abdecken könnte, wäre das super. Mehr als das muss ich nicht unbedingt haben. Eine gute Bildqualität wäre aber schon sehr wichtig. Wenn ich heute fliegen würde, wären wahrscheinlich je ein Pärchen 24er Panoptics und 10er Delos mit dabei.

Ich habe mein Fotoequipment meistens in einer relativ offenen Messenger-Tasche (Think Tank Retrospective), da kommt schon mal keiner auf die Idee, die in den Laderaum zu schmeißen

@ Alex, das ist eine gute Idee, das werde ich im Hinterkopf behalten und wenn klar ist, welches Gerät es werden soll, dann suche ich nach einer passenden Tasche.

ja ich rede von gerade sichtigen Ferngläsern.
nutze ich gerne einen bequemen Liegestuhl

@ Armin und Jochen: mit einem Liegestuhl nutze ich geradesichtige Ferngläser auch gerne, aber auf dieser Reise werden wir keine Liegestühle dabei haben. Alles muss im Stehen funktionieren (wobei ich hierzulande das Beobachten im Sitzen deutlich bevorzuge), bestenfalls wird ein kleines Campingdreibein zum sitzen mitkommen. Natürlich werden wir ein kleines Nikon 8x40 dabei haben, aber für Deep Sky mit größerer Öffnung kann ich mir nicht vorstellen, mit einem geradesichtigen Großfernglas ohne Liegestuhl klar zu kommen. Mein Nacken ist da leider sehr intolerant :( Da kann das Glas qualitativ noch so gut sein, wenn sich nach kurzer Zeit Nackenprobleme einstellen, habe ich da leider nicht viel von...

Die Ayo II und die 8kg Gepäckgewicht setzen dann die Obergrenze für das Gerät bei ca. 5 Kilogramm.

@ Sebastian: da die Ayo II in den großen Koffer wandern wird, würden auch noch ein paar kg mehr als 5 kg ins Handgepäck passen. Dennoch sollte das Großfernglas wohl nicht wesentlich schwerer werden, denn dann passen auch noch Okulare, Kamera etc. mit ins Handgepäck.

Als Fotostativ habe ich ein Sirui ET2004, welches mit 12 kg Traglast angegeben ist. Es hat eine höhenverstellbare Mittelsäule, allerdings ohne Kurbel. Ich habe es noch nie als Unterbau für ein Fernglas benutzt und deshalb keine Ahnung, ob das eine gute Lösung wäre... was meint Ihr dazu?

Viele Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas, hallo allerseits,

spannendes Thema — genauer: ein Spannungsfeld zwischen persönlicher Nervosität-Schwelle und Airline-Daumenschrauben.

Ich habe mir das APM 100 mm ED 45° vor dem Hintergrund angeschafft es auch auf Flugreisen mitnehmen zu können.

Von einem kleinen Familienbetrieb (Durner) habe ich mir eine leicht gepolsterte Tasche anfertigen lassen. Tasche mit Bino sind mit 7,7 kg bei 55x30x18 cm innerhalb der IATA-Maße.

Die Kombo passt genau in meinen regenfesten Ortlieb Transporter-Rucksack. Gemeinsam ist man dann natürlich über 8 kg. Mit Germanwings war das Bino auch schon unterwegs.

Das Stativ und Fluidkopf (Manfrotto 503) sind im Koffer und die Okulare in der Regel auch. Felsenfest ist das Studiostativ Linhof Profi II aber auch ausgezeichnet für meine Bedürfnisse das leichte(re) Velbon GEO; beide mit Kurbelsäule!

Abhängig von der Airline kann man die Okulare als Handtasche mitnehmen. Ich verwende ein kompaktes Lowepro Viewpoint CS 80 Case. Darin passen 3 Nagler-Paare samt Sucher und Filter.

Jeder Fall ist individuell und auch die "Nervosität"-Schwelle. Wir sind mit Kindern unterwegs und da wird i.d.R. eher lachs mit Gepäck-Regeln umgegangen. Mauscheln musste ich aber auch schon um auf Nummer sicher zu gehen. Wenn jemand am Flughafen Klagen hat, rutscht das Bino in seiner Tasche aus dem Rucksack und ist IATA-Konform.

Aber 100 mm unter einem dunklen Himmel sind den "Stress" wert :-)) Wenn man aber alles in einem Koffer hat (Peli & Co.) dann ist ein Glas in der Größe denke ich nicht machbar (außer Selbstbau). Aber — auch ein 40x80 Aspectem ist in seinem Rucksack dann genau genommen (IATA) raus.

Kann gerne Infos geben zur Tasche :-)

Clear Skies
Alex

Ich hoffe die Bilder kommen rüber:
image0.jpeg
image1.jpeg

image3.jpeg
 
Schöne Lösung mit der Tasche! Die Okulare schummelt man dann den Kindern in den Spielzeugrucksack...

Es kann also auch mit dem 100er klappen. Ohne Kurbelsäule geht theoretisch auch, aber für mich wäre das nichts. Und eine verstellbare Mittelsäule ist leider kein Ersatz. Versuche mal, die mit gut 7 kg drauf feinfühlig einzustellen.

Viele Grüße
Sebastian
 
Ohne Kurbelsäule geht für meinen Geschmack gar nicht.
Will man es stabil und dennoch leicht ist das Gitzo Cremaillere die perfekte Lösung komplett aus Aluminium.
Leider nur noch gebraucht zu bekommen, aber gerade bei Ebay France findet man es immer mal wieder.

Grüße Jochen
 
Das mit der Kurbelsäule sehe ich genau so.

Ohne empfinde ich das Beobachten als nervig und frustrierend. Man muss alle möglichen Verrenkungen vornehmen - die halten einen dann vom Genuss ab. Kommt eh schon viel zu selten vor :-(

Meine Suche nach dem Velbon GEO war auch lang und frustrierend; Kurbelsäulen sind offensichtlich nicht so angesagt heutzutage. Zumindest nicht im bezahlbaren (Gitzo) und gewichtstechnischen Rahmen.

Viele Grüße
Alexis
 
Will man es stabil und dennoch leicht ist das Gitzo Cremaillere die perfekte Lösung komplett aus Aluminium.
Leider nur noch gebraucht zu bekommen, aber gerade bei Ebay France findet man es immer mal wieder.

Grüße Jochen

Jetzt habe ich doch gegoogelt... Das Gitzo Cremaillere sieht wirklich interessant aus; kompakt und sehr preisgünstig zu haben. Was für eine Zuladung traust du ihm zu Jochen? Das 100er APM? Die Neupreise von Gitzo fand ich einfach zu abschreckend auch wenn die Qualität einen wirklich tollen Eindruck hinterlässt.
 
Ja, günstig ist Gitzo leider nicht, aber sie sind ihren Preis wert.

Das Cremaillere 3 wurde damals mit 10 Kilo Zuladung beworben, es wurde (wird) auch von Grossformatfotografen genutzt.
Ob ich ihm wirklich 10 Kilo zutraue weiss ich nicht, aber die 4 Kilo des APM 25x100 trägt es locker und den Gitzo G2180 fluid head gleich mit.
Ich hätte beim 100er APM aber keinerlei Bedenken

Wichtig ist es ein Cremaillere 3 zu erwischen, die Zahl bestimmt die Tragkraft.
"3" bis 10 Kilo, das "2" nur bis 6 Kilo

Schwieriger wird es beim Kopf, der G2180 fluid ist zwar phantastisch (und auch günstig zu bekommen), aber mit 4 Kilo definitiv am Limit.

Hier noch ein Bild des Kurbelmechanismus und Kopfes, damals noch mit dem Nikon beladen:

nikon03.jpg


Die Kurbel sinkt natürlich nicht unter Last ein, zum Runterkurbeln musst man die Sperre (Knopf links im Bild) betätigen.
Das Spiel / Friktion der Mittelsäule kann man stufenlos einstellen.

Ich liebe diese Cremaillere, auch weil sie so leicht und ahndlich sind.
Für alles darüber bis 30 Kilo Last wechsle ich dann zum Linhof mit 70mm Kurbelsäule :)

post-205496-0-80545300-1571491708_thumb.jpg


Das ist mit 8 Kilo zwar auch noch erstaunlich portabel, aber für Flugreisen eher ungeeignet :-)

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann jetzt nach einiger Nutzung auch mein Belebach Report 292 empfehlen. Ich setze da zwar derzeit auch nur ca. 6-7kg rauf, aber es hat offensichtlich noch Reserven.

Der Witz am Report 292 ist die 40mm Kurbelsäule der UNI-Serie auf den leichten Beinen der Report-Serie. Mit 4,5kg ist man dabei.

Vorher hatte ich ein Slik Pro 923 CF, welches nur 2,3 kg wog, aber auch nur eine ca. 22mm dünne Kurbelsäule hatte. Ab etwa 100x geriet das Bild damit zeitweise etwas zittrig. Ich will es jetzt für mein achromatisches Zweit-Bino verwenden.

Viele Grüße
Sebastian
 
Ich habe gerade nochmal nachgemessen:

Das Gitzo Cremaillere 3 wiegt 3 Kilo, die Mittelsäule hat 32mm Durchmesser und das Packmass beträgt 66 Zentimeter
Die Kurbelhöhe beträgt 31 Zentimeter

Grüße Jochen
 
Super Infos Leute! Jochen,

etwas früher und ich hätte mir die lange Suche nach dem Velbon sparen können :-D
Na ja, macht ja auch Spaß. Und ich bin damit auch wirklich sehr zufrieden... und am Ende ist man ja eh nie ;-)

Das Velbon habe ich ursprünglich für das Aspectem angeschafft um ein kompaktes Set-up zu haben. Ausgezeichnet. Der Vollständigkeit halber: Velbon Geo N840. Laut einem befreundeten Händler liegt Velbon zwischen Benro und Gitzo was die Qualität betrifft. Es wird nicht mehr gefertigt, lässt sich aber hier und da auch neu beschaffen. Gewicht liegt bei 3,3 kg bei einem Packmaß von 68,5 cm (ohne die 3/4" Schraube). Die Kurbel hat einen Durchmesser von 36 mm und ist mit einem soliden Lock-Mechanismus versehen. Sehr gut verarbeitet alles. Das Gitzo Cremaillere 3 ist folglich noch kompakter.

Der Witz am Report 292 ist die 40mm Kurbelsäule der UNI-Serie auf den leichten Beinen der Report-Serie. Mit 4,5kg ist man dabei.
Viele Grüße
Sebastian

Sehr interessant Sebastian, auf diese Kombination bin ich seinerzeit nicht gekommen. Aufgrund des Transports hatte ich von den langen Beinen Abstand genommen.

Apropos Transport, mein absoluter Favorit ist der Exped Galaxy Roller Duffle - der Name ist Programm: EXPED
Ich mache ungern Werbung aber mit Exped habe ich eine Reihe von guten Erfahrungen gemacht.

Darin war mein Linhof Profi 3 auch schon mehrmals auf Reise mit seinen 8+ kg - Linhof ist eine andere Liga. Spiele schon lange mit dem Gedanken es abzugeben; es ist aber zu gut uns zu schwer zu finden :-D


Allen einen guten Rutsch!!

Alexis
 
Hm, das Velbon Geo N840 ist aber sehr lecker, das kannte ich noch gar nicht.
Aus welchem Material ist denn die Kurbelsäule und wie gross ist der Hub?

Grüße Jochen
 
Ich nutze neben dem bombenfesten Berlebach UNI 29C (hier: Stativ und Montierung fürs DOCTER Aspectem 40x80) auch gern das deutlich leichtere Velbon Geo N830 und bin damit sehr zufrieden. Sehr gut gefällt mir die Klemmung der Säule mit einem drehbaren Klemmring und nicht mit einem Hebel, Knopf oder Drehgriff. Verwendet werden darauf kleine Refraktoren bis zum Vixen ED 102SS mit AYO oder das Docter Aspectem bzw. ein Kowa Highlander.
 

Anhänge

  • Highlander Velbon.jpg
    Highlander Velbon.jpg
    215,1 KB · Aufrufe: 458
Frohes neues Jahr allen!

Hm, das Velbon Geo N840 ist aber sehr lecker, das kannte ich noch gar nicht.
Aus welchem Material ist denn die Kurbelsäule und wie gross ist der Hub?

Grüße Jochen

Ich habe bei dem Preis nichts Vergleichbares gefunden was Packmaß, Traglast und natürlich Kurbelsäule angeht. Vor allem ist die Säule integriert und dadurch sehr kompakt. Es ist eine Tasche dabei, welche für Gewichte genutzt werden kann.. Pfiffige Details.

Benro war mir zu windig.. nicht mal eine ordentliche Webseite und Copycat. Klar es gibt Gitzo, große Klasse aber auch preislich. Nicht zu sprechen von Novoflex. Das Cullmann Titan hatte ich auch ausprobiert - da war die Säule allerdings überfordert beim Aspectem.

Aber zu deinen Fragen: Material ist Aluminium. Hub ist ca 20,5 cm. Beim Aspectem beobachte ich im Stehen, da entspricht, dieser Hub ziemlich genau, dem was ich brauche, vom Horizont bis hoch ins Firmament.

Der Drehring ist super und auch mit Handschuhen sehr gut zu bedienen.

Velbon Geo N840.png

Ich nutze neben dem bombenfesten Berlebach UNI 29C (hier: Stativ und Montierung fürs DOCTER Aspectem 40x80) auch gern das deutlich leichtere Velbon Geo N830 und bin damit sehr zufrieden. Sehr gut gefällt mir die Klemmung der Säule mit einem drehbaren Klemmring und nicht mit einem Hebel, Knopf oder Drehgriff. Verwendet werden darauf kleine Refraktoren bis zum Vixen ED 102SS mit AYO oder das Docter Aspectem bzw. ein Kowa Highlander.

Das N830 wäre auf jeden Fall meine Präferenz gewesen! Leider bin ich nicht dran gekommen und laut Velbon-Kontakt hieß es sei nicht mehr verfügbar!? Hast du es schon lange Ralf? Die Einarm-Monti von Binoptic ist natürlich klasse. Da mein Nacken den Zenit nicht mitmacht, habe ich mir einen kurzen Zapfen gedreht und nutze die "alte" Docter Einarm-Montierung.


Viele Grüße,
Alexis
 
Das N830 wäre auf jeden Fall meine Präferenz gewesen! Leider bin ich nicht dran gekommen und laut Velbon-Kontakt hieß es sei nicht mehr verfügbar!? Hast du es schon lange Ralf?

Hallo Alexis,

ich besitze das N830 etwa 3½ Jahre. Ich kannte die Firma Velbon bis dahin gar nicht. Mein Fachhändler, bei dem ich bereits das Aspectem mit dem Berlebach UNI 29C gekauft hatte, empfahl es mir. Es war damals bereits schwierig zu ordern. Komisch, auf der von mir verlinkten Velbon-Seite scheint es lieferbar zu sein?!
 
[...] Komisch, auf der von mir verlinkten Velbon-Seite scheint es lieferbar zu sein?!

Hallo Ralf,

Tatsache - sofort lieferbar. Das klingt gut, ist aber natürlich zur UVP.
Ich habe es vor ca. 1,5 Jahren mit etwas Glück zu einem guten Preis gekauft. Hatte damals bei Velbon angerufen, um die Serien-Nr zu prüfen. Bei der Gelegenheit hatte ich auch nach dem 830er gefragt. Der Mitarbeiter kannte die Variante nicht mal!? Das war wahrscheinlich einfach Pech. _jungeschlagen:

Mit 3 oder 4 Segmenten auf jeden Fall eine Empfehlung für alle die eine komplett integrierte Lösung suchen.

Viele Grüße
Alexis
 
So, ihr seid schuld - gerade habe ich mir ein Geo N830 gekauft :-)
Bei Amazon war es kurzzeitig für 376 Euro zu haben, da konnte ich nicht widerstehen.
Direkt nach meinem Kauf sprang der Preis dann wieder auf 576.-
Amazon Preispolitik muss man nicht verstehen :-)

Ich bin sehr gespannt, werde es natürlich mit meinem alten Gitzo vergleichen und hier berichten.
Die Kurbelsäule wird bestimmt noch stabiler als die vom Gitzo sein.

Grüße Jochen
 
Hallo zusammen,

super, was hier in den letzten Tagen zusammengetragen wurde (y)

Ich habe mir das APM 100 mm ED 45° vor dem Hintergrund angeschafft es auch auf Flugreisen mitnehmen zu können.

Von einem kleinen Familienbetrieb (Durner) habe ich mir eine leicht gepolsterte Tasche anfertigen lassen. Tasche mit Bino sind mit 7,7 kg bei 55x30x18 cm innerhalb der IATA-Maße.

Also scheint es doch zu gehen, das bringt einen glatt wieder zu Nachdenken :unsure:
Falls ich doch schwach werde und ein 100er Bino mitnehmen möchte, werde ich mich mal bei Dir melden wegen Maßanfertigung einer passenden Tasche.

Ohne Kurbelsäule geht für meinen Geschmack gar nicht.

Ich habe mein 120er Bino auf einem Berlebach Planet ohne Kurbelsäule und dazu einen in Schritten zu 40 mm höhenverstellbaren Beobachtungsstuhl, das finde ich persönlich ausreichend fein verstellbar. Von daher habe ich keine Erfahrungen mit Kurbelsäulen. Natürlich ist das absolut nichts für die Flugreise, das ist klar und Eure Einwände wegen "nur" verstellbarer Mittelsäule kann ich auch nachvollziehen. Ich glaube, ich muss mal eine Kurbelsäule ausprobieren. Ist jemand von Euch mit seinem Bino-Equipment auf dem ITV, in Stumpi odr auf anderen Teleskoptreffen?

Ich kann jetzt nach einiger Nutzung auch mein Belebach Report 292 empfehlen.

Sebastian, in welcher Preisliga bewegt sich denn Deine Lösung? Weißt Du zufällig, ob man die 40er Kurbelsäule vom UNI auch an ein Planet adaptiert bekommt?

So, ihr seid schuld - gerade habe ich mir ein Geo N830 gekauft

Ist Dein Velbon schon angekommen? Hört sich ebenfalls sehr interessant an!
Bin gespannt auf weitere Ideen / Erfahrungen :)

Viele Grüße
Andreas
 
Gerade ausgepackt :-)

Wirklich ein sehr nettes Teil, deutlich massiver als mein Cremaillere, sämtliche Rohre sind dicker.
Durch das Carbon ist der Gewichtsunterschied aber minimal.

Das Stativ ist höher und die Markierungen auf den Beinen machen die Höheneinstellung leicht.
Auch die Arretierung der Beinauszüge ist mit den griffigen Stellschrauben perfekt.
Die Kurbelsäule ist in jeder Stellung selbsthemmend.
Man merkt halt, dass es mindestns 20 Jahre moderner ist :-)

Wenn ich die Stative nun belaste und vergleiche sehe ich in Sachen Stabilität aber keinen Unnterschied.
Gefühlt wackelt die Kurbelsäule des Velbon sogar etwas mehr.
Klar kann man das justieren, aber wenn sie nicht mehr wackelt lässt sie sich auch nicht mehr bewegen :-)
Der Hub der Kurbelsäule ist auch etwas kürzer als beim Gitzo, was aber ausreichen sollte.

Gerade habe ich mir noch einen Gitzo GHF2W 2-Wege-Fluid-Neiger bestellt, den kannte ich noch gar nicht da er erst letztes Jahr erschienen ist.
Er ist auch robuster als mein Alter und hat auch die wichtige Federkompensatiom.

Lustigerweise habe ich mir jetzt aber doch auch noch ein Gitzo gekauft :-)
Ein gebrauchtes mit Kurbelsäule aus den späten 90ern, im Prinzip der Vorläufer der aktuellen Carbon Gitzos.
Das ist aber nochmal deutlich schwerer und größer, dürfte also zwischen dem Velbon und dem Linhof liegen.
Es ist ganz ähnlich diesem hier:

https://www.catawiki.de/l/2924191-g...lere-0-72-4-section-mit-gitzo-modell-372-head

Wenn es angekommen ist werde ich mal alle meine Kurbelstative vorstellen und vergleichen.

Dennoch, das Velbon gefällt mir sher gut und ich werde es behalten.

Grüße Jochen
 
Hallo Andreas,

Zitat Andreas:
Ich habe mein 120er Bino auf einem Berlebach Planet ohne Kurbelsäule und dazu einen in Schritten zu 40 mm höhenverstellbaren Beobachtungsstuhl, das finde ich persönlich ausreichend fein verstellbar. Von daher habe ich keine Erfahrungen mit Kurbelsäulen. Natürlich ist das absolut nichts für die Flugreise, das ist klar und Eure Einwände wegen "nur" verstellbarer Mittelsäule kann ich auch nachvollziehen. Ich glaube, ich muss mal eine Kurbelsäule ausprobieren. Ist jemand von Euch mit seinem Bino-Equipment auf dem ITV, in Stumpi odr auf anderen Teleskoptreffen?
===========
Bin zwar nicht auf dem Teleskoptreffen habe aber ein Manfrotto 161 MK 2 und das 120 APM wie Du auch.
Wenn die Kurbelsäule ausgefahren ist zittert es deutlich mehr bei Vergrößerungen über 100 Fach.
Unter dieser Vergrößerung alles noch erträglich. Dazu kommen dann ggf. schwere Okulare, bei leichten Okularen im Hochvergrößerungsbereich ist es auch noch besser als mit richtig schweren Okularen, dann ist das Manfrotto mit ausgezogener Säule schon drüber. Lässt man sie eingefahren gehts wieder.

Man müsste die Kurbelsäule irgend wie verbessern, weil die ein Schwachpunkt ist bei Vergrößerungen über 100 Fach, z B
bei 147 Fach ist.

Habe mich trotzdem für die Kurbelsäule entschieden a) man kann sie ja drin lassen und die Stativbeine weiter ausfahren
oder man fährt die Kurbelsäule aus und hat dann mehr Komfort.
Man müsste mal sehen ob es Möglichkeiten gibt und wie man die Kurbelsäule beim Manfrotto verstärken kann per Diy.

Man darf natürlich auch nicht vergessen, 120er Glas mit 2 schweren Okus und APM Gabel = ca 15,4 KG die das Manfrotto
mit wenn man mag, mit ausgefahrenen Säule bewältigen muss.

Persönlich lege ich noch die Celestron Absorberfüße unter den Standbeinen des Manfrotto, die dämpfen auch deutlich
das Zittern, habe ich gute Erfahrungen mit gemacht.

VG u CS
Michael
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben