Einsteiger sucht Teleskop

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rob911

Neues Mitglied
Hallo liebe Astrofans,

meine Name ist Robert und bin 36 und komme aus Leichlingen(Rheinland).

Ich habe mich jetzt über Wochen über Teleskope, hier im Forum wie auch im Internet schlau gemacht.

In dieser Zeit hatte ich sehr viele Ideen und beinah jeden Tag ein neues Teleskop auserkornen mit dem Gedanken, das ist es jetzt.

Letztlich bin ich bei einem Refraktor um
ca. 500€ mit Zubehör hängen geblieben.

Was möchte ich beobachten?
Mond, Planeten etwas Deep Sky, ein Einstieg in die Astrofotografie wenn möglich.

Von wo aus möchte ich beobachten?
Aus dem Dachzimmer heraus und von der Terrasse, Garten aus.

Warum ein Refraktor?
Der vielerorts empfohlene und wohl preiswerteste Dobson sagt mir nicht zu. Ich kann mir einfach nicht vorstellen auf dem Boden oder mit einem Tisch zu hantieren. Zudem kommt noch das es ein Newton sein würde welchen ich weder als Dobson noch auf einer Montierung möchte. Hier ein paar Gründe gegen ein Newton System:
  • Tubus offen und anfällig für Verschmutzungen
  • Auskühlzeit
  • Justage nötig
  • Spiegel halten wohl nicht ewig
Mein Anspruch ist einfach ein gutes Teleskop zu haben welches ich über Jahre einsetzen möchte ohne viel Wartung und Aufwand.

Folgendes hatte ich zuletzt ausgesucht:
  • Bresser Teleskop AC 102/1000 Messier Hexafoc EXOS-1
  • Omegon Okular Cronus WA 6 mm 1,25"
  • Omegon Premium-Mondfilter 1,25''
Ich freue mich schon auf eure Vorschläge und Expertisen und denkt bitte dran, irgendwo hat
jeder mal angefangen.

Gruß
Robert
 
Grüß dich Robert
Also: die Exos 1 ist nicht wirklich stabil, du bist mit dem 102 1000 ziemlich am Limit. Motorische Nachführung kostet extra.
Der 102 1000 ist mMn nicht Fisch und nicht Fleisch. Kann nichts wirklich gut.
Mondfilter unnötig. Für 500 keine gute Wahl.
Gruß
Bruno
 
Hallo Robert,

muss ich Bruno recht geben, die Exos1 ist für das Teleskop nicht wirklich spannend.

Ich bin ein Freund von Refraktoren FH, aber ich würde eine Nummer größer wählen.
120/1000, gibt es von SkyWatcher. SkyWatcher hat auch den Vorteil, dass jeder Sucher drauf passt. Bresser hat da ein eigenes Format für den Sucherschuh.
Damit geht auch schon was Deep Sky. Aber so ein Teil braucht schon eine EQ5 oder eine HEQ5, oder vergleichbare Alt/AZ Montierung.
Warum eine EQ5 oder HEQ5? Auf Grund der Baulänge, sprich den Hebel, den das Teleskop ausübt.
Du weißt schon, das Refraktoren FH einen Farbfehler an hellen Objekten mitbringen?
An Mond, Jupiter und Saturn.
An Kugelsternhaufen, offenen Sternhaufen etc. fällt der Farbfehler nicht wirklich auf.
Kommt jetzt drauf an, in wie weit Du den Farbfehler akzeptieren kannst.
Den Farbfehler sehe ich nicht als KO-Kriterium, der wird m.E. durch die kurze Auskühlzeit und das kontrastreiche Bild aufgewogen. Auch ist so ein Refraktor FH in dieser Größenordnung noch gut zu handhaben. Mehr Brennweite, 1200mm, wird unhandlich, minimiert aber den Farbfehler, braucht aber eine sehr stabile Montierung.
Bedenke auch, dass der Einblick bei einem Refraktor FH hinten ist. 1000mm Brennweite geht noch recht bequem. Hohe Beobachtung kann aber dazu führen, dass man knien oder auf dem Boden sitzt, bei einer parallaktischen- wie auch bei einer Alt/AZ-Montierung.

Dachzimmerbeobachtung durch das offene Fenster würde ich gleich ad Akta legen. Da bekommst nur Probleme mit Luftverwirbelungen etc.. Das ist schon auf dem Balkon etwas problematisch.

Ich halte einen Refraktor für einen guten Einstige, auch wenn andere was anderes sagen werden ;).
Man muss "nur" mit den "Mankos" klar kommen.
Farbfehler und den Anspruch an die Montierung.
 
Hallo Robert,

Hier ein paar Gründe gegen ein Newton System:
  • Tubus offen und anfällig für Verschmutzungen
  • Auskühlzeit
  • Justage nötig
  • Spiegel halten wohl nicht ewig

dazu muss ich aus meiner Praxis mit 8" und 12" Dobson berichten.

zu 1)
Die Lagerung spielt da die entscheidende Rolle. Früher hatte ich den 8er senkrecht in der Rockerbox stehen gelassen und nach ein bis 2 Jahren sammelte sich langsam der Staub auf dem Hauptspiegel.
Der 12er liegt waagerecht im Lieferkarton und auch den kleinen stelle ich nicht mehr senkrecht und nun ist seit über 2 Jahren Ruhe und das wird auch noch länger sauber genug bleiben.

zu 2)
Wenn möglich kühl lagern, bei mir ist das die Garage und da Thema Auskühlzeit spielt bei mir keine Rolle mehr.

zu3)
Selbst der große 12er hält bei normalen Bewegungen / Aufbau die Justage ewig. Da müsste ich schon irgendwo anecken damit sich da was verstellt.

zu4)
den 8er Dobson habe ich nun schon über 6 Jahre und wegen der anfänglichen senkrechten Lagerung 2 mal gereinigt und der Hauptspiegel sieht immer noch gut aus. Das sollte noch lange halten.

Gruß,
Holger
 
Hallo Robert,
Ich besitze selbst erst seit zwei Jahren ein
12" Dobson und wahr vorher mit einem sogenannten "Aldi-Scope" was aber gar nicht
mal sooo schlecht war, unterwegs.
Der Vorteil eines Dobsons ist halt schon die
grosse Öffnung für wenig Geld....
Teleskop richtig lagern, auch hinten beim
Spiegel mit Folie etc. verschließen, dann
kommt kein Staub rein. Ich hab es ganzjährig am Balkon stehen. Bin halt rein visuell am Beobachten. Da du erst 36 bist,
hast du sicher genügend Kraft, es herum zu hieven. Justierung mit Laser ist absolut kein
Problem. Zum Thema Fotografieren kann ich leider nichts beitragen, ausser, dass ich nicht
die Geduld hätte für den ganzen technischen Aufwand, obwohl die Resultate natürlich Hammer sind.
Lg, Erwin. ?
 
Hallo in die Runde,

ja, Holger, Robert, so sieht es m.E. aus, man muss sich mit den, ich sag mal "Unzulänglichkeiten" seines jeweiligen Equipment arrangieren und sich zu helfen wissen.

Ich glaube das ist auch unabhängig vom Teleskoptyp.
Wie z.B. bei der Anschaffung meines C8, da muss man sich halt bewusst sein, dass so ein SCT eine ziemlich lange Auskühlzeit hat. Es ist einfach so und für mich kein negative Eigenschaft des SCT. Ich muss es einfach für einen Beobachtungsabend/-nacht mit einplanen.

Dazu noch, wenn ich beobachtet habe, lasse ich meine Teleskope und Okulare erst mal "offen" liegen, damit die Feuchtigkeit raus geht.
Dann kommen überall die Staubschutzkappen drauf. Meist wandern meine Teleskope dann noch in ihren Transporttaschen/-behältern.
 
Ich habe mich jetzt über Wochen über Teleskope, hier im Forum wie auch im Internet schlau gemacht.


Letztlich bin ich bei einem Refraktor um
ca. 500€ mit Zubehör hängen geblieben.

Hallo Robert,

ich bewundere Deinen Mut, hier als Einsteiger, Dich für einen Refraktor zu entscheiden. (y)

Ich habe vor mehr als 50 Jahren auch so angefangen, allerdings habe ich alles selber gebaut. Meinen ersten Refraktor gibt es leider nicht mehr, der hatte einen Tubus aus Pappe (Innenteil von einer Stoffrolle). Im Laufe der Jahre und durch einige Umzüge hat es die Papprolle leider nicht überlebt. Aber meinen zweiten Refraktor habe ich noch heute :). Gebaut mit 19 Jahren, ohne Bücher, ohne Internet, ohne Computer nur einen Taschenrechner hatte ich schon (4 Grundrechenarten und ein paar wenige Funktionen für 380 DM). Der Refraktor hat mich bis heute begleitet und ich staune immer noch über die Leistungsfähigkeit. Meine Montierung hatte ich damals auch selber gebaut... die benutze ich aber nicht mehr :rolleyes:
Vor ein paar Jahren habe ich meinen Kollimator restauriert und den Refraktor überprüft... tja... immer noch optimal.

Wenn es denn bei Deinem Refraktor bleiben sollte... würde ich es anders anfangen. Komplette Angebote stellen einen selten zufrieden und haben den einen oder anderen Schwachpunkt, den man dann (hoffentlich) ersetzen kann.

Ich würde mit einer gebrauchten Montierung anfangen. Entweder hier im Forum suchen oder in der Bucht oder der "kleinen" Bucht. Parallel auch nach einem Refraktor Ausschau halten. Um den Refraktor an die Montierung anzuschließen, gibt es meistens keine (größeren) Probleme. Das Wichtigste ist das Objektiv und dann der OAZ, bei der Montierung die Standfestigkeit und die Tragkraft. GOTO ist nett, ich bin selber 50 Jahre ohne ausgekommen. Wichtiger wäre eine Nachführung, im einfachsten Fall von Hand mit biegsamen Wellen.

Wenn Du mit der Astronomie anfängst, ist Deine Ausrüstung erst einmal das "zweitwichtigste" Problem. Du musst Dir erst einmal das nötige Wissen aneignen. Ist ja heute gottseidank wesentlich einfacher und preiswerter als "damals". Aber ein paar gute Bücher würde ich mir trotzdem anschaffen. Nebenbei immer mal in den Angeboten nachschauen, ob etwas Interessantes dabei ist.
Ok... das braucht alles seine Zeit und ein schnelles "Erfolgserlebnis" bleibt aus :rolleyes:. Vielleicht kommt auch ein Selbstbau in Frage? Naja, ok... nicht gleich mit der Montierung anfangen.... aber ein Refraktor besteht im Prinzip nur aus ein paar Teilen:
Objektiv, Okularauszug, Tubus und Blenden. Für einen schnellen Test hatte ich so ein Teil mal in 2 Stunden aufgebaut...

Mach's wie beim Auto: Erst einmal den Führerschein machen und fahren lernen. Später kannst Du dann auf ein Motorrad oder LKW umsteigen :)

Viel Erfolg und CS *entfernt*
 
allo zusammen,

@Brunobaer Danke, welche Wahl wäre den besser?

@mbba18 Danke, wieviel Reserve an kg muss den eine Montierung aufweisen? In meinem Beispiel der Exos-1 wäre es 7kg Tragfähigkeit zu 5kg Tubus.

@komposer @Erwin R. Danke, klingt ja nicht so dramatisch wie gedacht.

@*entfernt* Irgendwie reizt mich ein Refraktor obwohl man weniger Öffnung fürs Geld bekommt. Ich möchte auch unbedingt die Navigation mit einer prallaktischen Montierung erlernen, das gehört für mich dazu. Von Goto bin ich weg ich möchte es erstmal so verstehen. Gebraucht zu kaufen ja, dazu müsste ich mich besser auskennen, es gibt auch viele Gurken wie ich gehört habe. Respekt zum selber bauen!

Bisher habt ihr mir zu einem Skywatcher 120/1000 geraten. Ist der Unterschied zu einer 100er Öffnung so gravierend?

Gibt es noch mehr Vorschläge und Erfahrungen?

Gruß
Robert
 
Hallo Robert,

Du musst zum Tubus noch Zenitspiegel oder Zenitprisma und Okular(e) hinzuzählen.
Bei 2" kann das schon richtig was ausmachen.
Mein 82° 32mm Okular wiegt z.B. etwas unter einem Kg. Den Zenitspiegel schätze ich mal auf 500g, also 1,5Kg zusätzlich. Alles in 2".
Und wenn dann noch, wie bei Dir, Astrofotografie angedacht ist, wird es schnell eng.
Aber nicht nur die reine Zuladung in Kg ist Ausschlag gebend, auch die Baulänge des Teleskopes, dazu der Zenitspiegel der im OAZ steckt erhöht die Länge. Dadurch bekommst Du einen Hebel der auf die Montierung wirkt und das Nachschwingverhalten beeinflusst. Stabiles Stahl-Stativ, anstatt Alu-Stativ, drunter bewirkt einiges.
Ich bin mit meinem schwersten Teleskop, 127/1200 9Kg, und meiner Montierung, iOptron AZ Pro mit 2" Stahl-Stativ, die 15Kg trägt gut bedient. Da wackelt nicht's, obwohl das Teil recht lang ist. Auf der Montierung, die für dieses Teleskop angedacht war, eine Exos-2 mit 13Kg angegeben war das kein tun. Mein 120/1000 Refraktor FH auf der Exos-2 passt wesentlich besser, ist halt ein gutes Stück kürzer.

Das Lichtsammelvermögen steigt quadratisch mit zunehmenden Durchmesser.
Lichtsammelvermögen = Öffnung in mm zum Quadrat dividiert durch 49.
Z.B. 100mm Öffnung hat ein Lichtsammelvermögen von 204-fachen zum bloßem Auge.
200mm = 816-fach.
Bei 100mm entspricht das etwa 8 000 000 Sterne bei 6m,5, bei 200mm > 20 000 000 bei 6m,5.
Daten sind entnommen aus Fernrohr Führerschein von Ronald Stoyan.

Bei 102mm ist das Lichsammelvermögen 213,33-fach, bei 120mm 293,88-fach zum bloßem Auge.

GoTo würde ich auch erst später angehen. Das manuelle Verstehen hat seine Vorteile.
GoTo bei den Set's frisst das ganze Geld und da bleibt leider nicht mehr viel für die Optik übrig.
Wenn's ein Refraktor FH werden soll, bleibt Dir bei Deinem angedachten Budget irgendwas von 120/600 bis 120/1000 plus stabiler Montierung und da wird's schon eng. Da wirst Du Dich dann auch erst mal mit den beigefügten Okularen begnügen müssen.

Kleinere Newton parallaktisch montiert sind etwas günstiger.
Maksutow-Cassegrain ab 120mm gehen so ab 350,-€ los plus Montierung. Sind aber nicht so anspruchsvoll in der Montierung, da sehr kurz bauend. Maksutovs werden aber eher für Planetenbeobachtung hergenommen.

Schmidt-Cassegrain Teleskope (SCT) und Apo's (Apochromatische) Refraktoren liegen außerhalb Deines Budget.

Hoffe das ich etwas weiter helfen konnte.
 
@mbba18 Super erklärt, damit kann ich echt gut was anfangen und insbesondere die Montierung überdenken. Das Budget ist variable je nach Leistungen, hatte halt mal gelesen das teurere Teleskop nicht zwingend besser sind oder mehr zeigen. Und so dachte ich naja wozu dann soviel ausgeben, damit sagen wir mal der Saturn 1mm größer erscheint. Wie gesagt hatte noch nie ein Teleskop und von daher schwer einzuschätzen auf was es ankommt. Was mich ärgert ist, dass Sets verkauft werden die nicht wirklich gut zusammen funktionieren und wackeln oder hart an der Grenzen sind, wie von dir beschrieben. Denke meine Auswahlreise muss noch etwas weitergehen.

Gruß
Robert
 
Hi Robert
Was mich ärgert ist, dass Sets verkauft werden die nicht wirklich gut zusammen funktionieren und wackeln oder hart an der Grenzen sind, wie von dir beschrieben.
Ich hatte auch mal einen Wackeldackel - und dachte, das sei normal. Bei Windstille und mit zusätzlicher Motorisierung geht sowas sogar. Und mit einer billigeren Montierung lassen sich halt größere Teleskope verkaufen.
In der Richtung liegen leider auch Werbeversprechen wie "Astrofotografie". Theoretisch zwar möglich, aber dazu bräuchte es noch einiges mehr, wenn man DURCH das Teleskop fotografieren möchte, abgesehen vom Mondschnappschuss. Bei den FHs mit f/10 oder gar noch schneller wird da zudem der Farbfehler wirklich störend. Das Thema würde ich daher eher hinten anstellen. Also nicht ganz hinten - ausschlaggebend ist da erst recht eine brauchbare Montierung.

cs
Jürgen
 
Hallo Robert,

die Montierung ist wirklich das A&O.
Ich habe vor gut zwei Jahren mit einem 150/750 Newton auf einer EQ3-2 manuell angefangen.
In der ersten Zeit meiner Beobachtungen ist mir das zittern und nach schwingen vor lauter Wow-Effekten nicht wirklich aufgefallen.
Mit der Zeit fings dann aber schon a weng an zu nerven.
Die EQ3-2 ist keine schlechte Montierung, aber da ist mein 120/600 Refraktor FH besser drauf aufgehoben, als der 150/750 Newton.
Und wenn's dann auf die Astrofotografie zu gehen soll, dann wirds richtig anspruchsvoll.
Stell Dir vor Du belichtest im Minutenbereich über Stunden und Deine Montierung fängt das zittern an bei der Nachführung... ... ;).
Aber beim rein visuellen Beobachten nervt's halt auch.

SCTs, MCs und Apos werden durch ihre Bauweise, die verwendeten Glassorten und Spiegel teuer. Auch das Tubusmaterial schlägt zu buche.

Was man zu sehen bekommt, nun ja, hängt halt von der Erwartung, ab die man hat.
Da oben ist alles schwarz/weiß, bis auf ein paar Sterne die etwas Farbe zeigen.
Farbe kommt erst bei der Fotografie in's Spiel.

Lass Dir Zeit und lese Dich ein. Die Sterne laufen nicht weg ;).
 
Hallo Robert,

schau doch mal hier:

dieses Gerät finde ich sehr interessant:


Falls das Gerät noch zu haben ist. Der Preis wurde schon reduziert, weil der Zenitspiegel separat verkauft wurde.

Ist ein Selbstbau und erstens recht kurz, dadurch nicht ganz so anspruchsvoll was die Montierung angeht und durch die Optik auch für Fotografie geeignet.

Eine gebrauchte EQ Monti dazu wird sich auch finden.

Wegen eines 2" Spiegels und ein paar einfachen 1,25" Okularen für den Anfang kannst Du mich ansprechen wenn Du willst.

CS.Oli
 
Hallo liebe Astrofans,

meine Name ist Robert und bin 36 und komme aus Leichlingen(Rheinland).

Ich habe mich jetzt über Wochen über Teleskope, hier im Forum wie auch im Internet schlau gemacht.

In dieser Zeit hatte ich sehr viele Ideen und beinah jeden Tag ein neues Teleskop auserkornen mit dem Gedanken, das ist es jetzt.

...

Ich freue mich schon auf eure Vorschläge und Expertisen und denkt bitte dran, irgendwo hat
jeder mal angefangen.

Gruß
Robert

Hallo Robert!

Angefangen habe ich mit einem "Baumarkt" Newton, um zu sehen, ist das was für mich. Schnell wurde der Wunsch nach mehr. Nach einem wirklichen Fehlkauf (reden wir nicht drüber), über einem 8" Newton 1000 mit einer EQ5 bin ich nun beim 8" RC (Reflektor, offen) gelandet, d.h. ich bin bei den offenen Systemen geblieben.
Der Newton hat den Vorteil, dass man ihn ohne großen Aufwand selbst warten kann, ein guter Laserkollimator, Zollstock und Schieblehre reichen in der Regel, um das Instrument optimal einzustellen, nebenbei erarbeitet sich man noch jede Menge Wissen.
Du hast nicht die Probleme des Betauens oder sogar Reif's (siehe Bild), bei der Sitzung ist das Guiding Scope (Refraktor) von Innen!!! zugefroren.
Auch solche Sachen sind dabei zu beachten.
Schaue dir trotzdem mal einen 5-6" Newton mit entsprechender Montierung an.
 

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Wie lange hält den so ein Spiegel und kann man diesen selber austauschen oder kriegt man irgendwann keinen passenden mehr?
Hallo Robert,

der Spiegel wird nicht ausgetauscht, er muss neu bedampft werden ("verspiegelt"). Natürlich kann man auch einen neuen Spiegel kaufen und austauschen, wenn Durchmesser und Brennweite die Gleichen sind (aber wer macht das schon?)

Der Newton hat den Vorteil, dass man ihn ohne großen Aufwand selbst warten kann, ein guter Laserkollimator, Zollstock und Schieblehre reichen in der Regel, um das Instrument optimal einzustellen, nebenbei erarbeitet sich man noch jede Menge Wissen.

Genau "steins-ursel", das ist das hüpfende Komma, wozu benötigt man beim Refraktor einen Laserkollimator, Zollstock und Schieblehre?
Kennst Du noch die Reklame von früher? Während die Leute aus Villarriba schon mit ihrem Refraktor beobachteten fummelten die Leute aus Villabajo immer noch an ihrem Spiegel rum :D
 
Wie lange hält den so ein Spiegel und kann man diesen selber austauschen oder kriegt man irgendwann keinen passenden mehr?

Hallo Robert,

Spiegel tauscht man normalerweise gar nicht aus. Man lässt nur die Spiegelschicht entfernen und eine neue aufbringen. Somit besteht da auch keine Gefahr, dass man nichts passendes mehr bekommt.
Das machen diverse Astro-Firmen. Man baut den Spiegel aus, schickt oder bringt ihn zur Firma und ein paar Wochen später kommt er wie neu zurück.

Ich lasse das bei meinen Spiegelteleskopen alle 15-20 Jahre einmal machen. Nutzt man das Teleskop nicht so häufig, hält die Spiegelschicht aber oft auch 30 Jahre und mehr.

Also nichts worüber ich mir Sorgen machen würde.

Mario
 
Hallo,

in der Zwischenzeit habe ich mir folgendes angeschaut:
  • Skywatcher Teleskop N 200/1000 Explorer BD NEQ-5

  • Skywatcher Teleskop AC 120/1000 EvoStar NEQ-5

  • Bresser Teleskop AC 127/1200 AR-127L Messier Hexafoc EXOS-2
Ist Skywatcher generell irgendwie besser als Bresser? Ja das erste ist ein Newton, so ganz festgelegt bin ich da nicht dank der neuen Infos.
 
Hallo Robert,

es gibt den Spruch: jedes Teleskop hat seinen Himmel. So sind diese Refraktoren sicher gut für Planeten, aber der Newton ist insgesamt universeller einsetzbar und vor allem durch die Öffnung deutlich besser für Deep Sky. Nachteile hast Du selbst genannt:

Gründe gegen ein Newton System:
  • Tubus offen und anfällig für Verschmutzungen
  • Auskühlzeit
  • Justage nötig

Hinzu kommt die Koma, die, je nach Anspruch, nur mit recht teuren Okularen ausgeglichen werden kann.

Ausserdem ist der Newton einfach eine recht große Tonne, die auch untergebracht und gehandelt werden will. Meine Entscheidung gegen genau dieses Gerät war damals, dass ich es nicht ständig drei enge Treppen runter und wieder rauf schleppen wollte.

Die Montierungen sind vertretbar aber nicht optimal, vor allem beim Newton. Der hat halt ordentlich Masse und Drehmoment wenn er zittert (durch Berührung des Okulars oder des Auszugs beim Scharfstellen). Aber da wirst Du mit Deinem Budget im Moment nicht mehr machen können.

Bresser scheint hauptsächlich für Anfänger immer interessant zu sein. War bei mir auch so. Hier im Forum spielen die eigentlich keine Rolle mehr und auch ich hab Bresser 'ad acta gelegt', seit ich mich intensiver mit der Astronomie beschäftigt habe. Ob das von der Qualität her gerechtfertigt ist kann ich nicht sagen.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

in der Zwischenzeit habe ich mir folgendes angeschaut:
  • Skywatcher Teleskop N 200/1000 Explorer BD NEQ-5

  • Skywatcher Teleskop AC 120/1000 EvoStar NEQ-5

  • Bresser Teleskop AC 127/1200 AR-127L Messier Hexafoc EXOS-2
Ist Skywatcher generell irgendwie besser als Bresser? Ja das erste ist ein Newton, so ganz festgelegt bin ich da nicht dank der neuen Infos.

Hallo Robert,

ich helfe mal ein bisschen...
Es ist gut, dass Du Dich nicht gleich festlegst.
Bei einem Newton gibt es mindestens 2 Optionen: Foto-Newton oder Visueller-Newton. Der Foto-Newton hat einen größeren Fangspiegel, damit der Fokus weiter nach Aussen gelegt werden kann. Damit kommt man dann mit einer Kamera leichter in den Fokus. Ein Visueller-Newton hat einen kleineren Fangspiegel und weniger Obstruktion. Damit hast Du theoretisch mehr Öffnung.
Bei den Refraktoren hast Du im Allgemeinen genug "Backfokus" und nicht diese Probleme. Hierbei ist aber zu beachten, dass Deine Anschlüsse Okularseitig in Ordung sein müssen. Du solltest Okulare 2" und 1 1/4" (31,5mm) und "normales" Zubehör verwenden können.
Einfache Refraktoren chinesischer Herkunft haben meist auch noch ein "Farbproblem". Es gibt da aber heutzutage auch schon da etwas Besseres. Zusätze wie "ED" "Halb Apo" usw. weisen darauf hin. Ich habe hier Achromate von Zeiss, Schneider Kreuznach, Spindler&Hoyer und LZOS da steht kein "ED" oder so etwas drauf. Allerdings haben die auch so gut wie kein "Farbproblem". Stop.... ok, beim LZOS steht APO drauf... der ist aber auch etwas Besonderes :).

CS *entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert,

auch wenn ich ein "Daumen hoch" unter "*entfernt*" gemacht habe ;), finde ich die teilweise, ich sag mal, recht engagierten Diskussionen über Linse und Spiegel für einen Anfänger nicht immer wirklich hilfreich.
Mach Dir eine Liste mit Pro und Contra der beiden Systeme.
Gewichte nach dem, was für Dich relevant ist.
Versuche auch die Systeme live zu erleben.

Ich bin über Newton parallaktisch, Dobson, Maksutow-Cassegrain Alt/AZ, Weitfeld Refraktor FH parallaktisch und Alt/AZ, zu einem C8 Alt/AZ gekommen.
Das was ich am meisten nutze sind die Refraktoren FH und der C8 Alt/AZ montiert.
Für mich sind das meine Geräte.
Sie "liefern" mir das was ich möchte.

P.S.
Da haben sich unsere Nachrichten überschnitten.
Du hast den 127/1200 von Bresser auf der Exos-2 auf Deiner Liste.
Das Setup nenne ich auch mein eigen.
Jedes Teil für sich ist gut, aber in Kombination bin ich der Meinung, dass es nicht passt.
Der Refraktror FH ist m.E. zu lang für die Exos-2, auch wenn es vom Gewicht her passt.
Da wackelts schon deutlich sichtbar und im höheren Sekundenbereich.
Die Exos-2 ist eine gut zu transportierende Montierung und hat ein stabiles Stahlstativ. Ist gut über die biegsamen Wellen zu bedienen, aber da passt ein kürzere Refraktor besser drauf. Was auch noch zu erwähnen ist, die Exos-2 kann mit GoTo nachgerüstet werden (geht bei anderen Montierungen auch), aber mir persönlich sind die Motoren zu laut und das gepiepse des Handcontrollers geht auf die Nerven.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das C8 war auch bei mir die Offenbarung und ist mein Lieblingsgerät geworden, wobei ich Newtons ausgelassen habe.

Gibt's gebraucht auch um 400 - 500 Eur und ist leicht, kompakt und unproblematisch im Handling und was die Okulare angeht. Die NEQ5 dazu würde auch passen, wenns denn parallaktisch sein soll. Gibt's sicher auch gut gebraucht zu kaufen.

Oder AltAZ selbst bauen, wie ich es erst gemacht hab:

Ein schönes Paar DSC05441.jpg


CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Robert, Oli,

ja, der C8 ist ein feines Teil (y).
Auch wenn ich ihn leider noch nicht richtig (Wetter :() einsetzen konnte, dass was bis jetzt ging, war schon beeindruckend.
Mond, M45, M31.
Mit der Baader ClickLock-Klemme SC gut auf 2" zu adaptieren.

Das was Du auf Deinem Bild zeigst, habe ich auch mit meiner iOptron vor, aber der C8 hat scho a Loch in meinen Geldbeutel gerissen ;) und es wird noch was dauern. Aber die Kombination 120/600 Refraktor FH und C8 parallel zu betreiben hat was :D.
Im nächsten Schritt bekommt der 120/600 auch noch einen anderen OAZ, ist am 120/1000 Refraktor FH schon durchgeführt worden.
 
Hallo,

Hinzu kommt die Koma, die, je nach Anspruch, nur mit recht teuren Okularen ausgeglichen werden kann.
Koma wird von keinem mir bekannten Okular ausgeglichen. Die günstigen Okulare kommen mit schnellen Öffnungsverhältnissen wie f/5 oder gar f/4 nicht zurecht, unabhängig von Refraktor/Newton. Die Koma kommt beim Newton obendrauf, die kann ich bei f/5 noch ignorieren, aber in besseren Okularen schon auch in Form kleiner Kometenschweifen an Sternen am Bildrand sehen. Weniger geeignete Okulare (Plössl, Kellner...) zeigen ab f/5 (Refraktor wie Newton) am Rand eher Matsch.


VG Klaus
 
@Robert,
Ja, ist ein C8, ca 20 Jahre alt. Mit stabiler Gabel-Montierung und Polhöhenwiege. Damit kann man das C8 parallaktisch aufstellen.

@Klaus
huch... bin ich meinem gefährlichen Halbwisssen erlegen - danke für die Aufklärung!

CS.Oli
 

Das hängt vor allem von den Bedingungen ab, die Du hast. Meiner Erfahrung nach ist das Gerät schon sehr gut für DSO geeignet. Galaxien, Planetarische Nebel.

Ist natürlich kein Großfeldgerät. Für M31 oder Plejaden eher nicht der Hit. Aber ideal für Planeten und Mond.

Die moderne Version mit GoTo sieht so aus: das ist auch schon 11 Jahre alt, aber war in hervorragendem Zustand und für 1100 Eur zu haben.

CPC800 DSC05985.jpg


Aber das sprengt Deinen Rahmen dann doch.

CS.Oli
 
Hallo Robert,

der Spiegel wird nicht ausgetauscht, er muss neu bedampft werden ("verspiegelt"). Natürlich kann man auch einen neuen Spiegel kaufen und austauschen, wenn Durchmesser und Brennweite die Gleichen sind (aber wer macht das schon?)

Genau "steins-ursel", das ist das hüpfende Komma, wozu benötigt man beim Refraktor einen Laserkollimator, Zollstock und Schieblehre?
Kennst Du noch die Reklame von früher? Während die Leute aus Villarriba schon mit ihrem Refraktor beobachteten fummelten die Leute aus Villabajo immer noch an ihrem Spiegel rum :D
Mahlzeit!

Das ist völlig korrekt, aber um eine ordentliche Abbildung ohne Farbsäume beim Refraktor hinzubekommen, werden die Kosten für ein solches Instrument leicht vierstellig.
Und wenn man was Kompaktes sucht, tut's auch ein 6" RC, dann halt mit dem "langsamen" Öffnungsverhältnis.
Es gibt halt nicht das "ultimative" Instrument ;)
 
Mahlzeit!

Das ist völlig korrekt, aber um eine ordentliche Abbildung ohne Farbsäume beim Refraktor hinzubekommen, werden die Kosten für ein solches Instrument leicht vierstellig.
Und wenn man was Kompaktes sucht, tut's auch ein 6" RC, dann halt mit dem "langsamen" Öffnungsverhältnis.
Es gibt halt nicht das "ultimative" Instrument ;)

Hmmm... Du meinst bestimmt fünfstellig ;) ... denn alles über 999 ist ja schon vierstellig. Aber Du hast Recht... im Prinzip.
Mein Refraktor ist auch fern von jeder Farbe mit 6". Ich habe auch noch einen 135 / F11 von Schneider Kreuznach und 63 / 840 Zeiss und 4" / 1000 Spindler & Hoyer... da können wir mal gemeinsam auf Farbsuche gehen :). Nur weil viele User nicht wissen, wie die "alten" Achromate waren, kann man nicht einfach sagen, Achromate sind farblastig. Nicht ohne Grund werden für z.B. Zeiss-Optiken z.Z. astronomische Preise gezahlt.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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