Zeigt her eure grab and go Teleskope

Hallo Jörg,

ja, das Problem mit dem schwingenden Boden kenne ich von meiner Terrasse.
Bei meinen rudimentären Fotoversuchen selbst mit kurzer Brennweite (Kamera ohne Teleskop) muss ich während der Belichtung stillhalten, sonst gibts Striche statt Punkte. Ich glaube nicht dass du das mit irgendwelchen Dämpfern an den Stativfüssen in den Griff bekommst. Evtl. einen Versuch wert wäre, eine Stativsäule komplett an der Balkonwand zu verankern. Bei dir sieht das eher nach Geländer aus, das dürfte nicht stabil genug sein. Ansonsten, das was du eh schon machst, Timer oder Fernauslöser, ist was hilft. Und nicht rumhoppsen in der Zeit.

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten

PS: Dein Beitrag inspiriert mich, mir so ein "Wandstativ" zu basteln und ggf. sogar permanent zu installieren. Kommt mal auf die "nice-to-have" Liste. :)
 
Moin Thorsten,

das das nur in Kurzfristmiete ist, ich wollte an der Stelle nicht dauerhaft festsetzen, kann ich an sich nichts verändern, die Platten bewegen sich beim Begehen mehrere Millimeter - das wird schwierig. Das Geländer ist relativ stabil, ich habe jetzt 2 Stativbeine dort in die Ecken zu den jew. Streben gesetzt und das dritte Bein an die Rückwand, so scheint es etwas besser zu gehen. Mal sehen. Ansonsten IR-Auslöser, Timer oder Kabelfernauslöser.

CS
Jörg
 
Eine provisorische Konstruktion kann man auch mit Schraubzwingen oder so machen am Geländer. Da lässt sich dann alles rückstandslos entfernen. Ob sich das lohnt wirst du selber wissen. Waren halt nur so ein paar Gedanken. Thema sollten hier ja eigentlich die Grab-and-Go Teleskope sein.

Gruss
Thorsten
 
Hallo Thorsten, ja, das wäre noch möglich. Im Moment taste ich mich da durch. Wichtig ist, dass überhaupt was geht! Was auch noch sein muss ist die Sache besser auszuwiegen, also Schiene drunter, Schwerpunkt ermitteln usw. - mit weniger Hebelarm wird die Wackelei auch besser, selbst wenn das Stativ an sich nix dazu kann, die Kräfte müssen ja abgeleitet werden. Irgendwas zur Abstützung vorn baue ich mir auch noch, ich will dass da kein Kragbalken im Spiel ist. Die Stativhalterung der Linse sitzt viel zu weit hinten.

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vielen Dank für Eure motivierenden Beschreibungen.

Grab 'n go ganz ernst genommen:
Übers Forum erstand ich einen Borg Mini 36/200. Zusammen mit dem Berlebach Ministativ, Novoflex Magicball und dem Lowepro Viewpoint Rucksacksystem ist die mobile Sternwarte mit einem einzigen Handgriff im Gepäck. Die Bierflasche dient hier - politisch korrekt alkoholfrei - nur zum Größenvergleich. Sie hat samt Brotzeit und Wetterjacke gut Platz. Aber seht selber.

Grundsatzdiskussionen über die Tauglichkeit der Öffnung von 36 mm erübrigen sich. Ich weiß, dass mein APQ 130/1000 mehr kann. Trotzdem: An Mond, Planeten und hellen Nebeln ist das kleine Set eine Freude. Weil man es dabei hat.

Viele Grüße an Euch alle; ich freue mich auf weitere praktische Lösungen für unterwegs oder vor dem Haus.

Roland
 

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Hallo zusammen
Ab und aufbauen leicht gemacht?? war mal die Frage vor dem Urlaub ins Tessin Locarno 2018. das Profilbild, das ist veraltet. das war zur Mondfinsternis mit Mars 2018. dazu noch mit einem Rucksack der meine Fotoausrüstung trug.... sehr leichte +- 40 Kg.
:y: :ROFLMAO:
ich bin auch schwer Transport Astronomen mit einer M-Uno. 30 kg aber eben wenn den Evoc 35 L Rucksack (Flug Handgepäck Tauglich = liebe voll den Koffer ) hinzu nehme Locker +- 40 Kg. für den C8 Spiegel benötige ich nur noch die Passende Tasche oder Koffer.
für den Transport vom T-Pod 110 Stativ muss ich das Projekt noch fertig umbauen. bessere Fotos Folgen noch vom Projekt und meinem Teleskop.

Ach ja den Tisch/ Stativ Ablage dürft ihr gerne auch als Bau Plan für euer Projekt verwenden.


grüsst *entfernt*
 
Hier mal noch meine grab an go Fotoausrüstung

PDS Foto.jpg
 
Ich finde das jeder seine Mobil bezeichnen kann ausser es ist eine 40 Kg Säule. da würde ich eher sagen es ist nichts unmöglich in der Astro Szene. :y::unsure: oder irre ich mich..... es könnte sein / muss es aber nicht.
grüsst *entfernt*
 
40 kg? Ich sehe auf dem Foto mind. 76 kg. Nun denn, wie sieht der Benutzer nach Grab & Go aus? Vielleicht hat er es in der Garage auf Laufrollen gelagert. Wäre dann aber nicht Grab & Go sondern eher Schieb und Stöhn.

Thomas
 
Auch das C14 ist ein mobiles, kleines Teleskop, das man alleine aufbaut, wenn man will: c14 is a small scope (Part II - Smart Easy Way for Girly Men)
Aber mobil und Grab & Go ist für die meisten wohl nicht identisch. Für mich heißt Grab & Go, dass ich den kompletten Setup auf einmal transportieren kann. Eine EQ6 trage ich ohne Gegengewichte, aber freiwillig nicht allzuweit, und nur ohne Stativ und Teleskop. Eine EQ8 bewege ich so ganz gewiss nicht - außer das ganze Teleskop ist auf Rollen, und ich schiebe es einfach nur an seinen Platz.

Vielleicht sollten wir hier statt Bildern Videos einstellen;)

Beste Grüße,
Alex
 
hallo zusammen
die alle gehen unter Stativ. ( zumindest für Mich ) mit Säule meine ich das hier:
wenn jemand das hin bekommt so eine Säule in ein Mobiles Stativ um funktionieren. der muss ein Albert Einstein sein.

grüsst *entfernt*
 
Hallo,

es gibt, glaube ich, ein kleines Mißverständnis was man unter "mobil" und was man unter "grab and go" versteht. Wenn man eine Sternwarte in transportable Teile zerlegen kann und anderswo wieder aufbauen kann - notfalls auf einem Tieflader, dann wäre das wahrscheinlich unter "mobil" zu verstehen. "Grab and go" wäre für mich ein Setup was ich als Ganzes -zusammengebaut mit allem drum und dran - tragen und an einem anderen Ort wieder hinstellen kann, ohne Ab- und Wiederzusammenbau.

Gruß

*entfernt*

PS: Ich möchte das Video mit der EQ-8 gerne noch mal sehen, wenn das Setup nicht nur vom Wohnzimmer auf die Terrasse sondern 500m weiter auf einen Hügel getragen wird :)
 
Hallo Heiko,

auch wenn ich Dir bezüglich des Videos oder auch anderer Beiträge hier recht gebe ist für mich "Grab&Go" (also schnapp und los) nicht unbedingt das zusammengebaute Set, sondern was, was ich schnell greifen und damit losziehen kann. Mein Set mit nem 100/600 Refri mit Stativ und Okulartasche zähle ich dazu, auch wenn es in drei Taschen verpackt bereit liegt. Krieg ich aber alles in einer Hand weg getragen. Und für den Kometen bin ich damit sogar 2 km gelaufen, weil ich von meinem Garten keinen freien Blick nach Norden habe.

Trotzdem scheint jeder was anderes unter Grab&Go zu verstehen... je nach Alter und Motivation... und so ganz bierernst wird das hier wohl auch nicht gesehen, was ich persönlich ok finde.

CS.Oli
 
Der Fred-Eröffner Michael definiert es in seinem Eröffnungspost eigentlich schon ganz gut:

Grab and go bedeutet für mich, dass das Gerät inkl Optik mit Montierung und Fuß zusammen gebaut in einem heraus getragen werden kann ohne zweimal gehen zu müssen und auch hinsichtlich der Auskühlproblematik schnell einsatzbereit ist.

Mir ist klar, dass die klassischen grab and go wahrscheinlich deutlich leichtere Gesamtkonzepte sind, z B ein 60, 80 oder 100 bis 130 mm Öffnung. Aber auch schwerere Konstruktionen und größere Optiken sind denkbar, wenn man z B nicht weiter als 10-15 Meter laufen muss um das ganze zu schleppen oder zu rollen und auf zu stellen. Jeder wie er kann und was nach seiner Meinung noch ein grab und go für ihn darstellt.

Also:
  • Alles an einem Stück, nicht zweimal laufen: Finde ich etwas zu anspruchsvoll, muss denn der Hocker am Teleskop montiert sein? Also vielleicht: einmal für die Optik, plus 1-2x für leichtes Zubehör.
  • "schnell": Wird nicht spezifiziert, aber er denkt sicher an unter 5 Minuten, oder noch besser unter 2.
  • Eher "leicht". "Grösser wird aber nicht ausgeschlossen, wenn Herkules oder Räder mit im Spiel sind!
  • Jeder "seine Meinung": Na denn! Alles ist erlaubt. :)
Ich finde den Thread sehr unterhaltsam und witzig, also... Weiter so! :y:

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
Hallo,

ob jetzt alles unbedingt verschraubt sein muß, denke ich, ist ja auch nicht so wichtig. So richtig "grab and go" wäre es für mich, wie oben schon angesprochen, wenn ich alles auf einmal ohne allzuviel Umstand irgendwohin bringen oder auch mitnehmen könnte in nicht allzuvielen Einzelteilen. Das "alles auf einmal tragen können" und "nicht wieder zurückkommen müssen" wäre das Minimum.
Aber auch schwerere Konstruktionen und größere Optiken sind denkbar, wenn man z B nicht weiter als 10-15 Meter laufen muss um das ganze zu schleppen oder zu rollen und auf zu stellen.
Wenn ich das ganze auf leichtgängige Tragluftlager auf einer glatten Fläche stelle, dann kann ich damit tonnenschwere Konstruktionen 10-15m verschieben. Ist das "grab and go"?
Aber man muß es ja nicht bierernst nehmen. Wer den Luxus hat, sich ein Dutzend Träger mieten zu können, kommt damit auch schon ziemlich weit. ;)

Gruß

*entfernt*
 
Mein mobilstes Go (ohne jegliches Grab) ist immer im Rucksack. Half mir vor 10 Tagen, den Kometen gegen 22:10 in der hellen Himmelssuppe gut auszumachen und zu fotografieren. Es ist offensichtlich leicht transportabel, man muss nicht zweimal gehen und es auch nicht zusammenbauen, und die Montierung ist an mir angewachsen. :coffee:

LaM825.png


lg
Niki
 
Also... mal wieder zurück zur Praxis:

Ihr habe eure Ausrüstung "G&G" im Wohnraum stehen. Die ganze Zeit war es stark bewölkt und es hat auch ab und zu geregnet. Ihr schaut aus dem Fenster und... glasklarer Himmel und super Bedingungen.
Schnappt ihr Eure Ausrüstung und habt sie in 5 Minuten klar zum Beobachten? Das ist für mich G&G... egal in wie viel Teilen und wie schwer auch immer.

CS *entfernt*
 
Kleiner Witz ja ich bin selber Grab and Go egal ob mit oder ohne Teleskop.
bin Brillenträger , die helfen nicht zum beobachten einer Galaxie. jedoch für den Nachthimmel. :ROFLMAO::LOL:
grüsst *entfernt*
 
Also mein Grab and Go ist bloß ca. 30m ;).
Den Long Perng 90 mm f/5,5 Doublet Rich-Field Refraktor mit 2" Crayford Auszug unter den einen Arm, das Stativ mit der EZTouch unter den anderen Arm, 30m laufen, zusammengesetzt und fertig.:D

Grab and go" wäre für mich ein Setup was ich als Ganzes -zusammengebaut mit allem drum und dran - tragen und an einem anderen Ort wieder hinstellen kann, ohne Ab- und Wiederzusammenbau.
So sehe ich das auch!!
Gruß *entfernt*
 
Hallo,

habe für unterwegs ein kleines kompaktes Meade ETX 90 mit 2 Zoll Hülse statt der üblichen 1,25 Zoll. Dies wurde beim Dreher schnell angefertigt. Der Unterschied ist beträchtlich, obwohl der Durchlass 1,25 Zoll bleibt. Harry Siebert aus den USA (der mit den genialen Glaswegkorrektoren) hat dies bei verschiedenen ETX Modellen ausprobiert und bietet hierfür entsprechend Hülsen an. Benutze dieses Modell sehr gerne, da mein Exemplar eine ausgewählt gute Optik besitzt-verglichen mit verschiedenen Spektiven der Vogelbeobachter und bei Bedarf auch noch hoch vergrössern kann. Die praktische Nutzen ist wirklich gut.

Gruß
tenler
 

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Mein Grab & Go. Montierung habe ich schon Jahre, seit einigen Wochen den ED Long Perng 90/500 dazu.
Eine feine Kombi, gut 12kg alles zusammen, kann man auch durch die Kompaktheit problemlos ein Stück weit tragen.

DSCF1549E1s.jpg
 
... und hier ist mein push-and-go mit Räderle,
med_gallery_316833_12280_160648.jpg


LG,
Jiri
 
Hallo,

anbei meine kleine "grab and go" Lösung. Ich habe eigentlich das Hobby Astronomie aus Zeitgründen mehr oder weniger aufgegeben. Aber ich kann es doch nicht ganz lassen und habe daher eine kleine Lösung gesucht,die man im Wohnzimmer verstauen kann und schnell für eine halbe Stunde Spechteln einzusetzen ist. Ferner sollte es gut für den Urlaub (im Wohnwagen) und auch für die Tagbeobachtung zu gebrauchen sein. Die Kinder sollen auch mal damit "arbeiten" können, daher sollte es robust und das Bild "richtig" herum sein.

Für mich ist es ein Spektiv Celestron TrailSeeker 80 geworden. Das Zoomobjektiv geht von 20-60 fach, wobei ich am Tag nur bis etwas 40 gehen würde. Ich habe mir dann noch ein paar Okulare besorgt, die Baader Classic. Ich mag die Dinger, sie sind klein,leicht und gut und im Gegesatz zu vielen anderen kommen sie auch mit angeschraubten Filter in den Focus. Ach ja, das Spektiv kann 1,25 Okulare aufnehmen, das war mir wichtig. Für die Übersicht habe ich ein Planetary 25 gekauft, das wesentlich mehr Feld zeigt, als das 32 Classic Plössl. Das benutze ich nur wenn maximal AP und Filter gefordert ist. Bei 80fach (6mm) ist für mich Schluss. Ein 5mm (96fach) habe ich wieder verkauft,das macht kein Spass mehr. Aber alles darunter macht wirklich Spass.

Ich beobachte mitten aus einem 15000 Einwohner Ort. Bei gutem Seeing kann ich die Milchstrasse erkennen und etwa Sterne bis Mag 5. Neben Mond, Jupiter, Mars und Satrurn habe ich folgendes damit beobachten können: Doppelsterne Mizar, Alamach, Albireo, M11, M13, M15, M27, M36, M37, M38, M45, M57, M81, M82

Warscheinlich wird das kein Teleskop fürs Leben sein, aber im Moment bin ich zufrieden. Für höhere Vergrößerungen denke ich zusätzlich über einen MC 90 oder MC 102 als Ergänzung nach.

Gewicht: 3,5 KG Stativ und 1,7 KG Spektiv mit Zoom-Okular

Spektiv04.jpgSpektiv01.jpgSpektiv05.jpgSpektiv02.jpgSpektiv03.jpg.
 
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