Saturn Cassini Teilung

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Oli,

freu mich das Du mir gezeigt hast, wie der visuelle Eindruck von Saturn derzeit über ein SC 8" mit 500 Facher Vergrößerung
aussieht.
Man sieht hier sonst nur die Fotos die zugegebener maßen super viele Details offenbaren und wenn man dann durch sein eigenes Teleskop schaut fängt man an zu zweifeln.
Sicherlich weiß ich, dass via Fotoapparat viel mehr eingefangen werden kann trotzdem schön den Vergleich bzw visuellen Eindruck eines anderen Sternenkumpels zu sehen, wie der den Saturn visuell mit seinem Glas sieht. So sind vergleiche für mich mit dem was ich gesehen habe besser möglich. Danke dafür und

VG
Michael
 
Moment... ihr dürft jetzt nichts dureinander bringen. Mein (einfaches) Foto hat nichts mit dem Beitrag von Oli zu tun.
Oli hat geschrieben, wie er den Saturn sieht. Darauf habe ich mich bezogen. Das Bild vom Saturn ist vom 21. Juli 2020. Viel schlechter werde ich ihn auch an anderen Tagen nicht aufnehmen. Das Bild ist lediglich gestackt und mit Fitswork geschärft, mehr nicht. Ich fotografiere meistens nicht und bin fast nur visuell unterwegs.
Und wenn Oli den Saturn so sieht... ok... dann würde ich mit der Astronomie aufhören oder mir etwas Beseres kaufen.

CS *entfernt*
 
...
Und wenn Oli den Saturn so sieht... ok... dann würde ich mit der Astronomie aufhören oder mir etwas Beseres kaufen.
Keine Ahnung was du für Augen und Teleskope hast, aber das Bild gibt mM schon einen visuellen Eindruck in einem normalen Teleskop (4", 6") wieder.


In Echt kommt allerdings das ständige "Wabern" noch hinzu. ;)
Gut, ab und zu kann es mal für eine 1/10 Sekunde etwas besser aussehen. ;)

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
...also wenn ich das richtig verstanden habe, hat Oli mit einem SC 8" bei 0,4 mm AP beobachtet.
Meines Erachtens normal, dass das Bild dann dunkel und unscharf wird.

Weiterhin ist auch die Frage der Höhe also von welchen Standort aus "Jemand" beobachtet -
Meereshöhe und Beobachterkoordinaten - unter welchen Winkel er Saturn sieht // alles m.E . entscheidende
Gesichtspunkte.
Aber ich lass mich gerne eines besseren Belehren von euch.

VG u CS
Michael
 
...also wenn ich das richtig verstanden habe, hat Oli mit einem SC 8" bei 0,4 mm AP beobachtet.
Meines Erachtens normal, dass das Bild dann dunkel und unscharf wird.

Weiterhin ist auch die Frage der Höhe also von welchen Standort aus "Jemand" beobachtet -
Meereshöhe und Beobachterkoordinaten - unter welchen Winkel er Saturn sieht // alles m.E . entscheidende
Gesichtspunkte.
Aber ich lass mich gerne eines besseren Belehren von euch.

VG u CS
Michael
Bitte, keine Belehrungen. ;)

Ich meinte es auch nicht wissenschaftlich sondern halt so vom Eindruck her.
(Besonders wichtig für Anfänger, die ein scharfes Bild wie bei einem Foto erwarten)

Bei einem geübteren Beobachter wird die Bildverarbeitung zwischen den Ohren ein besseres "Bild" erzeugen.

Gruß
Peter
 
AsroBhO Post # 28 war gemeint, mein Post sollte keine Antwort auf Dein Posting sein, dachte ging aus meiner Schreibe hervor

VG
Michael
 
Die Frage ist: wieviel ist davon dann noch real und was ist einprogrammiert / transferiert oder gar Wunschdenken ;) Anders gesprochen: sehe ich was, weil ich es sehen will oder ist es wirklich sichtbar?

Tja, Oli... darüber gibt es bereits hunderte Posts hier :)
Du hast ein eingebautes Stacking-Programm mit Vergleichs-Modul 2.0 (gratis dabei), das tut ganz wundersame und wunderbare Dinge... deshalb heißt es: sehen will gelernt sein, und da spielt viel hinein... Du ahnst nicht, wieviele Saturns in Deinen Schubladen liegen.

lg
Niki
 
Tja .. wie der Name schon suggeriert, kann man bei Cassini geteilter Meinung sein ...

*entfernt*
 
Bin grad im Garten und hab aufgebaut. Ich muss sagen, dass der Triplet Apo 80/480 ein deutich ruhigeres Bild zeigt als das C8. Bei allerdings 120fach. Und ich nehme an da spielt auch Tubusseeing eine Rolle.

Die Cassiniteilung ist mit dem Apo sehr gut zu sehen.

CS.Oli
 
Tubusseeing spielt immer eine Rolle. Das ist halt der Nachteil bei großen Spiegeln. Bei meinem damaligem 8 Zoll Spiegel hat alles wie verrückt geblubbert...deswegen bin ich auch auf 4 Zoll Linse umgestiegen, jetzt kann ich praktisch instantan gucken.
Kein Blubbern mehr, und nach einer Stunde bin ich wieder auf dem Heimweg und in der Badewanne, während mein alter Spiegel gerade angefangen hatte runter zu kühlen...
 
Hallo zusammen,

komme auch gerade von draußen rein.

Cassini heute niente.... Jupi seeehr flau, beide waren letzter Tage deutlich besser.

Bei uns steht die Luft heute fast still eigentlich wunderbar, es ist kein flackern der Sterne zu sehen.
Wolken sehe ich auch nicht ....
Aber die Luft ist so wie es aussieht angereichert mit Staubschwebeteilchen, die alle Details im Bereich 12 - 13 Grad über
dem Horizont verschmieren - Standort Bereich Flensburg.

Ich beende für mich d. J. die Jupiter/Saturn Saison und freue mich für September/Oktober auf den Mars, der dann früher
kulminiert als derzeit. Steh nicht gerne mitten in der Nacht auf.

CS
Michael
 
Hallo an Alle,
Ich sehe die Cassiniteilung in den Ansen auch mit meinem 60/910 mm Vintage-Refraktor aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Und mit meinem 75er Pentax auch in den Ansen immer.... Mit allen anderen von Frank am Anfang des Threads angesprochenen Teleskopen MUSS sie leicht zu sehen sein, es sei denn, man hat ein gnadenlos schlechtes Seeing. Vor 4 Tagen war´s hier südlich von Hamburg wirklich sehr schlecht (bis zu 10`` und kurz-/langfrequent munter gemischt) und ich konnte in kurzen ruhigeren Momenten die Cassini-Teilung im C9, das sehr seeinganfällig ist, umlaufend sehen, dazwischen zumindest blickweise deutlich in den Ansen. Vergrößerung nicht über 250x. 500x mit einem C 8, so gut es auch immer sein mag, ist derzeit ein Planetenkiller, es killt den Planeten zum Matschfleck - keine Frage.......;)
Grüße an alle Michael
 
Hallo Olli,

der Gutekunst ist sehr teuer, aaaaaber, da bleibt beim Einstellen alles da, wo es sein soll, nämlich in der Bildmitte. Und Du hast keinen Asti, selbst Beugungsringe bleiben schön rund.... Weiß ich, denn ich habe einen. Und jeden Cent, den der gekostet hat, ist er auch wert. Vorher hatte ich einen PierroAstro mit 2 Hebelchen und modernsten Prismen (nachgerüstet), hatte aber immer diese Probleme mit der Einstellerei (man muss ja auch immer die Einstellachse korrigieren bei den billigeren ADCs, wenn das Teleskop weiterwandert). War mir dann einfach auf Dauer zu lästig.
Du wirst deine Freude an dem Gutekunst haben. Besonders wenn man mit sehr hochwertigen Optiken unterwegs ist, lohnt der sich auf jeden Fall.
Viele Grüße Michael
 
Ja, Niki , das stimmt. Aber wie geschrieben, nun hat das Elend mit den Nachteilen der anderen ADCs ein Ende.
Und wenn man viel Geld für top Optiken (Teleskope und Okulare.....) ausgibt, dann macht es keinen Sinn, ein
schwaches Element in die ganze Kette einzubauen. Ich will keine Werbung für den Gutekunst machen, aber
alles, was man an Testberichten lesen kann, hat sich bei mir bewahrheitet. Besonders der Asti der preiswerteren
ADCs stört schon, wenn man beispielsweise den Jupi mit höheren Vergrößereungen beobachtet und dann die
Monde einfach verzerrt dargestellt werden.....
Viele Grüße Michael
 
dann macht es keinen Sinn, ein
schwaches Element in die ganze Kette einzubauen.

Das ist richtig. Ich scheue mich nur ein wenig davor, auszuprobieren, wieviel besser das Ergebnis 3.500 Euro später ist. ;)
Sollte ich draufkommen, dass es nicht soooo viel besser ist, dann muss ich irgend etwas suchen, in das ich beissen kann... aber Du hast schon recht, die Einstellerei mit 2 Hebelchen nervt mich tierisch. Ob der Pierro Astro Mk 3 besser ist, weiß ich nicht, der hätte nur 1 Hebel...

Du hast den compact, nehme ich an? Oder die lange Version mit Zubehör... warum die soviel teurer ist, hab ich noch nicht durchblickt...?

lg
Niki
 
Richtig, es ist die kompakte Version.
Vielleicht kannst Du aj mal auf einem Treffen die ADCs vergleichen, wenn es wieder solche Treffen gibt.
Ich habe auch lange gebraucht, bis ich mich dazu durchgerungen habe.
Viele Grüße Michael
 
Hallo zusammen

Sehe heute die Cassini-Teilung und auch Strukturen auf dem Saturn zum ersten Mal bei 122.5x im neuen APM SD 140/980 :love:

Die Teilung ist recht weit aussen aber laut und deutlich erkennbar, nicht nur für Bruchteile einer Sekunde. Auch dass ich zum ersten Mal gut Strukturen auf der Planetenoberfläche sehe, haut mich fast um! Aufgrund der riesigen Entfernung und „nur“ 122.5x halt alles sehr klein aber doch scharf erkennbar. Bisher tanzte alles im 8mm Okular aber heute scheint es das Seeing am südl. Bodenseeufer gut zu meinen. So ich gehe wieder gucken..

Ich wünsche Frank (dem Threadstarter) ebenso schöne Erfahrungen!

CS Martin
 
Hi,

4 Sachen dürften hier eine Rolle spielen: die Beobachtugserfahrung, das Seeing, der Tiefer Stand und die Güte des Teleskopes.
Wobei das erste und das 2. wohl das wichtigeste sind. Die Teilung geht schon mit 4" recht leicht.

cs
Lothar
 
Hallo Frank,

wenn Du Cassinsi selbst im 5" Refraktor selten bis nie siehst vermute ich mal, dass Du einen bescheidenen Standort hast, der Dir durch evtl. bodennahes seeing das Bild verhagelt.

Selbst mit 3" ist Cassini zu sehen - mit 4" (FL-102S und FC-100DZ ohne ADC) habe ich vor drei oder vier Wochen den Ganymed-Durchgang beobachtet mit dem Mond vor Jupiter und konnte dabei sogar bräunliche Farbunterschiede auf dem Mond ausmachen. Der Mondschatten rabenschwarz war natürlich auch da und Cassini und Bandstruktur auf Saturn natürlich auch.

Noch besser war aber letzter Sonntag im AOM-160/1600er Doublet mit ADC (Gutekunst) habe ich eine der schönsten Jupiter/Saturnbeobachtungen überhaupt gemacht. Io war vor dem Planeten auszumachen, der GRF mit umlaufendem, hellen Wolkenband in zartem Lachsrot, unzählige Details in den Hauptbändern - das ganze sah wie eine Postkarte aus. Auch Saturn war klasse - Cassini war stellenweise umlaufend - also auch im "schmalen" Bereich zu sehen und selbst das Enke Minimum war punktuell auszumachen. Vergrößerung immer so zwischen 300x und 400x wobei so 320fach das Optimum war. Okular war ein Nagler Zoom 3-6mm. Ab 300fach ist der ADC auch absolut empfehlenswert, da die rot/blau Färbung sehr deutlich wird. Mit dem Gutekunst ist es da als ob man einen "Farb/Unschärfefilter" vom Bild zieht wenn man ihn richtig tunt.

Ich beobachte idR vom Balkon im 1.OG - bodennahes seeing ist da wohl schon größtenteils überwunden - keine Ahnung aber ich habe sogar relativ oft gute bis sehr gute Sichtbedingungen. Der visuelle Eindruck ist da sehr gut mit dem Foto in #24 von etalon vergleichbar und dank starkem Führungsauge schaue ich nur monokular.

Viele Grüße
Christoph
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Christoph,

Selbst mit 3" ist Cassini zu sehen - mit 4" (FL-102S und FC-100DZ ohne ADC) habe ich vor drei oder vier Wochen den Ganymed-Durchgang beobachtet mit dem Mond vor Jupiter und konnte dabei sogar bräunliche Farbunterschiede auf dem Mond ausmachen. Der Mondschatten rabenschwarz war natürlich auch da und Cassini und Bandstruktur auf Saturn natürlich auch.

Nun ja, mit einem 4" struktuelle Unterschiede auf Ganymed auszumachen, halte ich für recht sportlich. Das ist bisher keinem der Beobachter selbst mit 7" Starfire auf der Stuttgarter Sternwarte bei wesentlich größerem Abstand des Planeten zum Horizont und exzellenten Bedingungen gelungen. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Morgen Werner,

ja ich war auch überrascht! ...hatte ich daher sogar hier im Forum gepostet... sh. hier: Planeten-Geschichtchen

Anlass war eigentlich Vergleich der Vierzöller aber das "nur Gucken" war viel schöner :)

Gruß
Christoph
 
Die Sehkraft der Beobachter ist individuell unterschiedlich.
Meine Sehkraft ist z B recht übersichtlich.

Es gibt aber auch Beobachter mit 110% Sehkraft, die sehen schon deutlich mehr als ich, mit dem gleichen Teleskop.
Also liegt es nicht immer am Teleskop sondern schon mal auch an den unterschiedlichen Voraussetzungen
die die Beobachter mitbringen.

Menschen können bis zu 200% Sehkraft haben, da ist dann der mit 110% Sehkraft verdutzt , was der mit 200% gesehen haben will und kann es nicht glauben.

Nicht immer liegt es wohl an dem Teleskop.

Clear Sky
Michael
 
Hallo Michael,

das ist mir bekannt. Allerdings ist auch bei Visus 2,0 noch nicht unbedingt Schluß. Es gibt Menschen, die kommen da noch etwas weiter. ;) Über meine Sehkraft bin ich mir ebenso im klaren, so wie du über deine.

Wie auch immer höre ich hier zum ersten Mal seit Jahrzehnten, dass man nun schon Strukturen auf Ganymed mit 4" gesehen haben möchte. Mir ist das mit meinem durchaus ganz netten 4-Zoll Röhrchen noch nicht gelungen, auch bei beugungsbegrenzten Seeingbedingungen nicht...

Zudem muss man sich auch nicht ganz unerheblich anstrengen, damit man beispielsweise überhaupt die unterschiedlichen Größen der Monde mit 4 Zoll erkennen kann, was natürlich der entsprechenden Auflösung des Teleskops mit 4 Zoll Öffnung und dem scheinbaren Winkeldurchmesser der Möndchen am Himmel geschuldet ist. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
:y: :D
 
Hallo,

ich bleibe mal dabei. Die Teilung selbst von 0,7" sieht man außer mit großen Durchmessern wohl nicht. Daß der Ring geteilt ist, dagegen auch mit kleinen Öffnungen. Das gilt auch fotografisch. Aber über das was Leute sehen oder glauben zu sehen, kann man sich die Köppe einschlagen.
Auch wenn auf Fotos eine helle an eine dunklere Fläche grenzt, kann ich durch Bildbearbeitung an der Grenze eine schöne dunkle Linie erzeugen (eine "Teilung"). Das wäre vergleichbar mit dem Gibbs-Effekt (dunkle Halos um helle Sterne ohne "Deringing").
Aber wenn man weiß, daß da was ist (oder sein soll), dann sehen es viele. Sozusagen eine astronomische Marienerscheinung - oder eben "Astronomenlatein" :).

Gruß

*entfernt*
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben