Evtl. rückt doch ein neues Teleskop in den Fokus ...

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Hallo, ich beobachte auch unter für die meisten "mäßigen" Bedingungen, mit im Schnitt 5.8-6.0m, Bortle 5-4 oder SQML 20.60-21.00. Ich habe mit 8 Zoll angefangen und nach dem Sprung auf 12 Zoll war sprichwörtlich das Öffnungsfieber entfacht :) Meiner Erfahrung nach ist ein Fahrt aufs Land immer mehr Wert, als eine Beobachtung aus den meisten heimischen Gärten. Und das beste Teleskop ist für mich jenes was regelmäßig und gerne nach draußen getragen wird. Mittlerweile kenne ich diverse Himmel von Sterntreffen und Astrourlaub auf La Palma. Letztendlich gewinnt für mich die Öffnung am Ende, wenn es gezielt darum geht möglichst tief in das Universum einzutauchen. Mit einer Einschränkung, wenn es um große Objekte geht ala NGC 7000 oder offene Sternhaufen, da muss einfach Feld drumherum sein.

Und wenn ich nur vor der Türe beobachten könnte, und 100m weiter draußen mehr als 1mag besser hätte, dann sicherlich der Himmel. Doch da bin ich dann bei Horst. Denn wenn die Anfahrt so mühselig ist vergeht bei mir auch die Lust mich auf den Weg zu machen. 50km oder eine 3/4 Stunde Anfahrt okay....doch irgendwann geht für mich der Nutzen daraus nicht mehr aus. Denn Wahrnehmung geht auch mit körperlicher Fitness einher und wenn ich schon gerädert nach mehr als 1 1/2 Stunden Anfahrt ankomme, dann steigt zumindest bei mir auch nicht die Wahrnehmung mehr, da hätte ich entspannt am "Standart-Platz" mehr gesehen.

CS Markus
 
Genau deshalb hab ich mit EAA angefangen... Da kann ich im Garten bleiben und sehe immer noch viel mehr als rein visuell mit dem größten Teleskop unter Landhimmel. Siehe auch meine Galerie...

CS.Oli
 
Hallo Oli, ohne jetzt hier eine Diskussion lostreten zu wollen, aber für "mich" hat EAA rein gar nichts mit visueller Beobachtung zu tun.

CS Markus
 
Nennen wir es eine Altenative....

Aber Du hast recht und ich wollte den Thread auch nicht kapern.

CS.Oli
 
Danke, ich verstehe immer mehr von der ganzen Geschichte ... und das Gewicht des letztlich gewählten Teleskops rückt an erste Stelle.

Hi Friedhelm

und an der Stelle bist DU an dem Punkt, an dem es gut wäre das alles mal live zu sehen und zu erleben. Dann kannst Du die hier dargelegten Aspekte für Dich selbst einordnen und bewerten, was der eigenen Entscheidung - und die bleibt es immer: Deine - meist sehr förderlich ist.
Suche Kontakte.
Nochmal zum Newton Gitterorhdobson.

Ein Newton braucht eine Grundjustage. Die ist normal immer gegeben, muss aber gelegentlich mal gecheckt werden. Wie oft unterscheiden die mechanischen Qualitäten und damit ein Stückweit auch die Preise. Mit einem guten Gerät braucht man da jahrelang nicht rangehen.
Die Feinjustage dagegen ist bei guten Volltuben meist nicht nötig oder in 1-2 Minuten durch. Bei Gitterrohrgeräten, die zerlegt und zusammengebaut werden müssen ist die Feinjustage meistens durchzuführen. Hier braucht man etwas länger auch selten mehr als 3-4 Minuten.
In der Zeit kühlt der Spiegel aus. Also alles gut.
Gitterrohr-Dobsons funktionieren, weil ja nur das Störlicht das auf optische Flächen oder in den OAZ fallen könnte, geblockt werden muss. Das geht über einen Spiegelkasten unten und oben ein Schild oder eine Blende. Für die Sonnenbeobachtung braucht es aber immer eine Socke. Man wird dafür aber belohnt wenn man trotz weißlicht mit voller Öffnung Details beobachten kann.
Sonnenfilter natürlich nicht vergessen!!!!
CS
 
und an der Stelle bist DU an dem Punkt, an dem es gut wäre das alles mal live zu sehen und zu erleben. Dann kannst Du die hier dargelegten Aspekte für Dich selbst einordnen und bewerten, was der eigenen Entscheidung - und die bleibt es immer: Deine - meist sehr förderlich ist.
Suche Kontakte
Ds mache ich, nur ca. 5lm weiter ist eine Sternwarte eines Hobbyastroclubs - wie ich jetzt gefunden habe. Die haben dort mehrere Geräte - Newton 10" und 16", Schiefspiegler (?), Refraktor 130/80 und 120/80 und ein Sonnenteleskop 800mm/90mm.

Bei Gitterrohrgeräten, die zerlegt und zusammengebaut werden müssen ist die Feinjustage meistens durchzuführen. Hier braucht man etwas länger auch selten mehr als 3-4 Minuten.
Dazu sind mir die Taurus-Geräte aufgefallen, die sind lt. Bechreibung besonders einfach zu kollimieren mittels dreier Schrauben...
Andererseits sieht die Taurus-Rockerbox irgendwie sehr filigran aus...ist die wirklich stabil genug?

Wie auch immer - es wird jedenfalls noch etwas Zeit ins Land gehen. Zum einen brauche ich immer sehr lange für derartige Entscheidungen (wir reden ja nicht von zweimarkfuffzig), zum anderen will ich von Anfang an ausreichend Zeit für Beobachtungen haben. Und das wird recht bald der Fall sein, wenn ich in den Ruhestand gehe.
 
Hallo Olli,

... und trotzdem freust auch du dich wie bolle, wenn du die Mars-Polkappe durchs Okular siehst, quasi mit eigenen Augen. Live is live, es ist einfach nochmal was anderes.

Der Effekt einer Streulichtsocke ist für mich am dunklen Standort auch nicht feststellbar. Es kann halt unglückliche Konstellationen geben, wo der Okularauszug genau das Licht der 3km entfernten, einzigen Straßenlaterne weit und breit mitkriegt. Das ist mir bei der Beobachtung von Bodes Galaxie schon passiert. Schwarze Schlauchware für 10 Euro löst das Problem, falls man 8 Gitterrohre verbaut hat. Ansonsten muss man halt noch was einspannen, damit das Tuch nicht in den Strahlengang wabbelt.

VG Klaus
 
Genau deshalb hab ich mit EAA angefangen... Da kann ich im Garten bleiben und sehe immer noch viel mehr als rein visuell mit dem größten Teleskop unter Landhimmel. Siehe auch meine Galerie...
Hallo Oli, ich sehe das ähnlich wie Markus. Gerade mit einem Dobson möchte man doch eigentlich den ganzen Elektronik-Kram loswerden und sich nur auf den Anblick durchs Okular einlassen. EAA in allen Ehren aber eine Alternative zu puristischen visuellen Beachtung sehe ich darin nicht wirklich.


Grüße
Christian
 
Hallo Klaus,

natürlich freue ich mich wie Bolle, wenn ich den Mars durch das Okular sehe und auch den Mond, den Jupiter und den Saturn, sogar M42 schaue ich sehr gern durchs Okular an... aber dann hört es halt auch bald auf, wenn ich nicht weit fahren will, um an einen dunklen Beobachtungsort zu kommen.

Und da genau dieses Thema hier aufkam wollte ich kurz drauf aufmerksam machen, dass es auch noch etwas zwischen Astrofotografie und visueller Beobachtung gibt, was Spaß macht. Ideal, wenn man dann beides (oder sogar alles drei) kann, was mit meinem Equipment zum Beispiel gut passt.

Klaus, ich gebe Dir Recht, wenn das die Intention ist. Aber da bin ich mir beim TE nicht so ganz sicher. Sonst hätte ich mich zurück gehalten.

CS.Oli
 
Dazu sind mir die Taurus-Geräte aufgefallen, die sind lt. Bechreibung besonders einfach zu kollimieren mittels dreier Schrauben...
Andererseits sieht die Taurus-Rockerbox irgendwie sehr filigran aus...ist die wirklich stabil genug?

Ich kenne keinerlei Stabilitätsprobleme. Mein 16" ist in jeder Lage verwindungssteif, Die Justage bleibt stabil egal ob im Zenit oder fast horizontal. Da bewegte sich beim 12" Volltubus, den ich vorher hatte deutlich mehr ( Sah man gut mit Laser im OAZ)

Gruß Horst
 
...
Die haben dort mehrere Geräte - Newton 10" und 16", Schiefspiegler (?), Refraktor 130/80 und 120/80 und ein Sonnenteleskop 800mm/90mm.
..
Der Schiefspiegler war mal eine sehr beliebte Sonderbauform, da er das Grundproblem des Newtons, die Obstruktion durch den FS, durch eine "schiefe" Konstruktion löst. Heute wohl nicht mehr so populär.

..
Dazu sind mir die Taurus-Geräte aufgefallen, die sind lt. Bechreibung besonders einfach zu kollimieren mittels dreier Schrauben...
Andererseits sieht die Taurus-Rockerbox irgendwie sehr filigran aus...ist die wirklich stabil genug?
...
Ich besitze ja den Taurus 20 Zöller.
Einfacher zu kollimieren sind die nicht. Es ist nur sehr bequem, da sie die Einstellschrauben vor und nicht hinter dem Spiegel, wie andere Geräte, haben.

Gruß
Peter
 
Hallo Oli,

als Alternative hatte ich EEA ja auch schon weiter oben vorgeschlagen, wenn man nicht so mobil ist oder sein möchte. Ich probiere da gerade ja auch selbst mit rum. Dabei erwische ich mich aber selbst bei dem Gedanken, faszinierend ruhige Seeing-Momente gerade beim Regler schubsen zu verpassen.

Die Intention hinter meinem Beitrag war also eher, dass man das rein Visuelle schon probieren sollte, um diese Glücksmomente hautnah zu erleben. Die vielen Frustmomente stehen dem natürlich gegenüber ;)

VG Klaus
 
Nun gut, ich fasse mal zusammen, was das Neue haben soll (bzw. was ich mir vorstelle):

Bauart: Gitterrohr-Dobson
Größe: mind. 12" - gern auch 16"
Zweck: Nur visuelle Boebachtung
Budget: ab 2.000 €, max. 4.000 € - da muss dann auch Zubehör wie (gute) Okulare enthalten sein

Habe viel gelesen über den OAZ mit dieser 1:10 Mikrountersetzung, hört sich gut an, also ja
Braucht es eine FS-Heizung?
Tubuslüftung?
Sind die teilweise mitgelieferten Sucherteleskope brauchbar oder sollte man da ein anderes nehmen?

Da die meisten Geräte in der Größenordnung nicht so schnell lieferbar sind, ist der Zeitfaktor unerheblich

Gruß
Friedhelm
 
Hi Friedhelm,
hast Du sie schon gesehen oder ist das nun nur Brainstorming?
Ein guter Dobson braucht eine gescheite Mechanik, damit man ihn zu jederzeit butterweich bewegen und auch bei sehr hohen Vergrößerungen gut nachführen kann. Ebenso natürlich ein gescheiter Spiegel, möglichst dünn, damit er schnell auskühlt und nahe dem ist was das Teleskop dieser Größe kann.
Gehe ich von Deinem Gesamtbudget aus, sehe ich den Neukauf eines Qualitäts 16er nicht. Spacewalk z.B: fragt hierfür 4,7 TEUR nach.
Entweder bekommst Du was gebraucht oder gehst auf 12" im Bereich f/5 . Das ist eine unverselle Auslegung und kann unter 20 % obstruiert werden, was der Kontrastleistung z B am Planeten entgegen kommt.
OAZ: He schneller das Teleskop ist, desto eher ist die Untersetzung ein Gewinn. Bei f/5 für mich ein Muss.
Fangspiegelheizung - bei sehr luftigen Konstruktionen wie z.B: ein Monoring, kann man das sicher hier und da gebrauchen. Dobsons mit klassischen Hut eher weniger.
HS Lüftung sehe ich beim GRD gar nicht, wenn er denn keine besondere Dicke hat.
Sucher - ich bin Peiler, und mag entweder den Skydurfer III von Baader oder den Riegel. Telsrad find ich zu groß und klobig.

Okulare: Auch hier ist ein Kompromiß m.E: keine gute Idee. Ethos mal außen vor, weil die das Budget sprengen.
Ich würde in jedem Fall nehmen:
30 mm ES 82 Grad für die Übersicht., He nach Himmel auch das 24 mm der gleichen Serie
13 mm XWA 100 Grad statt Ethos
7 mm XWA 100 Grad ( neu am Markt - ich gehe davon aus dass es die Qualität der anderen BW hat )

Und danach nach Prio sortiert
5 mm - durchaus auch das XWA
20 mm XWA wenn die Lücke zwischen 30 und 13 zu groß erscheint
3,5 mm XWA
Dazu UHC und OIII Filter am Besten in 2 " von Astronomic oder Lunmicon

Totalkosten für 5 Okulare und die Filter ca. 1700,-
Alle diese Sachen kannst Du an jedem anderen Gerät auch nutzen, auch an einem später vllt mal folgenden größeren Gerät.
Wichtig bei den Okularen ist, dass Du keine besonderen Augenstände etc brauchst und die Ultraweitwinkelfelder magst.
Soll es billiger sein und/oder weniger Feld haben kannst Du die passenden Brennweiten aus der ES Serie 82" Grad bestücken.
So würde ich es machen
CS
 
Eine wirkliche gute Qualität bieten die polnischen Dobson von Taurus. Hier wäre bei Deinem Budget und Zubehörbedarf wohl noch ein 14" im Preisrahmen. Die Geräte würde ich bei Neukauf in jedem Fall mit in die Überlegung einbeziehen....

Gruß Horst
 
hast Du sie schon gesehen oder ist das nun nur Brainstorming?
Zunächst nur Brainstorming - gesehen habe ich noch keines live. Hbe auch noch keinen Shop in der näheren Umgebung gefunden. Einfach mal zusammentragen, was mir so einfällt - und dann natürlich die Leute fragen, die viel mehr von der ganzen Sache verstehen als ich selbst. Das wird - wie gesagt - auch noch ne ganze Weile so gehen, bis ich alles zusammen habe, was zumindest elementar ist.

Okulare: Auch hier ist ein Kompromiß m.E: keine gute Idee.
Daraus schließe ich, dass die bei vielen Geräten beiliegenden Okus einfach nur Marketing sind und nicht wirklich viel taugen - außer dass man etwas sieht.
Skysurfer oder Rigel höre ich zum ersten Mal, muss mal gockeln, wie die Dinger funzen.

Eine wirkliche gute Qualität bieten die polnischen Dobson von Taurus.
Ja, Taurus - damit liebäugle ich schon (ganz am Rand gefallen diese Geräte auch vom Aussehen).
Das/der T350 gefällt wirklich gut.

Und - ich habe zwar eine Obergrenze von 4.000 gesetzt - aber die ist nicht wirklich in Stein gemeißelt. Das eine oder andere kann durchaus dazu kommen.
Ich schwelge mal weiter in meinen Fantasien
Gruß
Friedhelm
 
Ich würde nochmal auf die Terasse zurückkommen.

Hier wird wieder das übliche "größer ist besser" Feuerwerk abgebrannt, entfacht vom berechtigten Wunsch des Fragestellers, mal richtig was zu sehen. Mein Problem damit: Solange nicht Astronomie ein Haupthobby mit wirklich starker intrinsischer Motivation wird, ist die Gefahr groß, sich mit so einem Boliden ein Eigentor zu schießen. Auf der Terrasse fühlt man sich ständig von der Himmelsqualität gebremst, aber zum Rausfahren ist es ein Akt, den man ebenfalls scheut. Im schlimmsten Fall ist das ein zuverlässiger Motivationskiller.

Und dann zieht hier nichtmal das übliche (gute) Argument, mit denen Einsteigern gerne ein 8" Dobson empfohlen wird: der geringe finanzielle Aufwand und damit der überschaubare Verlust bei nachlassendem Interesse. Wir reden hier schon über Tausende.

Eine Terrasse hat einen anderen Charme. Bei Lust und Laune aus dem Zimmer auf die Terasse, schnell mal schauen, sich am "Ausblick" erfreuen und wenn's ungemütlich wird, ebenso schnell wieder rein. Und auch bei den geschilderten suboptimalen Bedingungen und mit kleineren Geräten kann man schon "was sehen". Natürlich kann man im Dunkeln mit einem Lichteimer viel mehr sehen: Mehr Objekte, mehr Details, alles größer. Aber da heißt dann eben: Lichteimer aus dem Lagerungsort holen, ins Auto packen, rausfahren, aufbauen, Einstellung checken, auskühlen lassen, beobachten. Wenn es kalt wird, abbauen, ins Auto packen, zurückfahren, reintragen, verstauen.

Wenn das so gewollt wird: bitte weitermachen, Ihr seid alle auf dem richtigen Weg! Wenn doch die Idee mit der schnellen Beobachtung von der Terrasse im Hinterkopf herumgeistert: Zurück auf los. Öffnung ist beileibe nicht alles, Motivation und Gelegenheit zur Beobachtung toppen jede Öffnung.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hi Sebastian @b_schaefer ,

hast du schon einmal länger mit einem grösseren Dobson (>=10") beobachtet?

Ich habe mit einem kleinen Teleskop (<5" ?) als Jugendlicher vor Jahrzehnten angefangen und habe verzweifelt unter gutem Schwarzwaldhimmel nach den tollen Messier Objekten gesucht und ein paar wenige gefunden.

Nachdem die größeren Newtons als Dobsons bezahlbar wurden habe ich einen 12 Zöller gekauft (nach einem C8).

Wow, was für ein Unterschied (in der Stadt, aber nicht Grossstadt)!
Endlich konnte ich alle Messier Objekte ohne "Raten" erkennen und beobachten.

Wenn jemand dieses visuelle Erlebnis haben will, kann ich ihm nur zu einem größeren Dobson (>=10") raten.

Falls es dann erstmal ein Tubusnewton ist, diesen dann später unbedingt zu einem Gitterrohrdobson umrüsten (da gibt es fertige Bausätze , zB Martini).
Nocheinmal ein "Weltenschritt" bzgl Transportierbarkeit. ;)

Gruß
Peter
 
Hallo Sebastian,

da sollte der Fragesteller wirklich in sich gehen. Zu unterschätzen ist der innere Schweinehund nicht.

Ein schnell aufgebautes Terrassen-Teleskop bietet auch die Möglichkeit, durch kurze Wolkenlücken beobachten zu können. In der derzeitigen Mars-Opposition und bei hiesiger Wetterlage ein kaum zu überschätzender Vorteil.

Aber auch ein Gitterrohr-Dobson kann dazu dienen. Ich lagere meinen 8 Zoll-Selbst(um)bau aufgebaut, und der steht in einer Minute parat. Ob das mit einem 12 Zöller der Leichtbauklasse auch so easy wäre weiß ich aber nicht.

VG
Klaus
 
Hallo Peter,

ja, habe ich. Ich besitze selbst kein großes Instrument, ich treffe mich einfach manchmal mit Besitzern solcher Teleskope, die dann mein kleines Weitfeldgerät als lohnenswerte Ergänzung sehen. Win-Win, sozusagen...

Ich zweifle überhaupt nicht an Deinen Aussagen. Aber Du (wie auch andere Berater hier) bist eben ein ausgemachter Astro-Fan. Ich kann einfach nicht einschätzen, ob Friedhelm auch so eintauchen wird. Daher mein Beitrag.

Bezüglich Messier-Objekte: Dafür war das Canon IS 18x50 echt ein geniales Gerät. Aus der Hand auf einem Acker in einer knappen Stunde 20 Messiers finden macht auch Spaß. Für die Terrasse würde ich aber nach einem Mittelweg suchen, mehr Öffnung, weniger Farbfehler, aber noch gut handhabbar.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hi Sebastian,

12" sind ja heute keine Lichteimer mehr. Ich bin manchmal wirklich baff wenn ich neue Einsteiger live erlebe, mit was die da teils ankommen. :eek:

Der Schweinehund ist immer ein Thema. Das kann nur Friedhelm für sich beantworten. Und das auch nur wenn er ein paar mal draußen war und mit anderen schon mal probiert hat.
@ Klawi mein 8er steht zusammen gebaut im Keller und ist direkt transportfähig. Mein 12,5er stand immer in der Wohnung zusammen gebaut - hatte genug Platz. Das geht alles.

Heute ist mein 12er Reisedob in 3 Teile zerlegt: Spiegelkasten mit Höhenrädern und Rocker, ein Sack paarweise angeordneter Stangen und der Hut. Aufstellen 4 Schrauben mit Griff am Hut und 8 an der Rockerbox zudrehen - fertig. Beide kann /konnte man easy und schnell auch draußen hinstellen. Insofern sehe ich ob der Terassennutzung keinen Vorteil für 8 Zoll oder weniger. Meinen 130iger Newton auf Giro XXL mit Stahlrohrstativ baue ich länger auf.

Auch dort wo es hell ist, habe ich mit mehr Öffnung mehr zu sehen. Das habe ich mehrfach reproduzierbar auf verschieden Weise mit Ger
ten zwischen 4 und 18 Zoll getestet, bis hin zu einem Standort im Ort nahe Straßenlaternen bei ca 2/3 Mond. Nie war mehr im kleinen Geräten zu sehen. Viele Objekte waren nur im größeren zu sehen

CS
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Auch dort wo es hell ist, habe ich mit mehr Öffnung mehr zu sehen. Das habe ich mehrfach reproduzierbar auf verschieden Weise mit Ger
ten zwischen 4 und 18 Zoll getestet, bis hin zu einem Standort im Ort nahe Straßenlaternen bei ca 2/3 Mond. Nie war mehr im kleinen Geräten zu sehen. Viele Objekte waren nur im größeren zu sehen

CS
Genau so ist es.
Wobei ich das noch genauer testen werde mit meinem neuen Taurus 20 Zöller im Verglaich zum 12er oder 6er.

Ich habe immer den Verdacht, dass die, die sagen du brauchst doch gar keine große Öffnung und kleiner ist viel tolller, dass die gar keine großen Teleskope haben oder hatten und auch gar nicht den Unterschied erlebt haben.

Gruß
Peter
 
Kleiner ist vor allem eins: kleiner. Und vielleicht noch leichter. Manchmal auch "toller" weil mehr Feld im Bild ist.

Aber nein. Es geht nicht um nicht darum, den Unterschied nicht zu kennen, sondern darum, ihn anders zu bewerten.

Ich habe z.B. wenig Lust auf einäugige Beobachtung. Für so eine Terrasse würde ich mir ein Großfernglas zulegen, ohne Auskühlzeit, ohne Seeingeinfluss, mit intuitiver schneller Orientierung.

Ich hatte aber mal einen Astrofreund zu Besuch, der hat immer nur mit einem Auge durch mein Doppelrohr geschaut. So war er es gewohnt, so wollte er es haben.

Nicht jeder ist gleich, deshalb helfen auch nicht jedem die gleichen Empfehlungen.

Viele Grüße
Sebastian
 
Jungs, ihr seid Spitze - und das meine ich wirklich nicht ironisch - aber von vorne:

  1. Ich habe mich ja bereits überzeugen lassen, dass für rein visuelle Beobachtungen ein Dobson das ideale Gerät ist.
  2. Der innere Schweinehund ist schon eine Tatsache, doch meinen habe ich - bisher jedenfalls - ganz gut unter Kontrolle.
  3. Die (Dach)-Terrasse ist vllt. wirklich nicht der absolut ideale Beobachtungsstandort, das eine oder andere dürfte aber auch von dort aus zu sehen sein. Dazu kommt aber, dass ich in wenigen Minuten eine ganze Anzahl Lokationen erreichen kann, wo zumindest die Umgebungshelligkeit um Längen besser ist.
  4. Die Frage des Transports war ja der Auslöser dafür, dass ich inzwischen einen Gitter-Dobs favorisiere.
  5. Und warum keine 12" oder vllt. sogar 14"?
  6. In relativ naher Zukunft gehe ich in den Ruhestand und habe Zeit ohne Ende, die will ja schließlich sinnvoll genutzt werden. Nur aufr dem Sofa hocken und sinnbefreite Talkshows o. ä. gucken - kommt nicht in Frage. Ich will ja nicht vorzeitig verblöden.
  7. Die Zeit bis der Dobs dann da ist, kann und werde ich nutzen, um mich erstmal mit der Theorie zu befassen und - soweit möglich in diesen Zeiten - ab und an die nahegelegene Sternwarte aufzusuchen. Mal gucken - ich glaube in Stuttgart ist ein Astroshop, bei Gelegenheit dort mal aufschlagen und die Leute dort "ausquetschen". Viel zum Thema lesen ohnehin.
  8. Und natürlich schüttle ich nicht einfach mehrere Tausend Euro aus dem Ärmel, sagen wir mal so, das Geld ist da, aber noch nicht verfügbar (ganz am Rand, der genannte finanzielle Rahmen war nur eine erste Annahme, ob da noch das eine oder andere dazukommt, ist durchaus möglich). Außerdem - mitnehmen tue ich nichts eines Tages - also kann ich das Geld doch sinnvoll investieren.

Soweit meine Gedanken zu euren wirklich konstruktiven Antworten (danke dafür übrigens)

Gruß
Friedhelm
 
Kleiner ist vor allem eins: kleiner. Und vielleicht noch leichter. Manchmal auch "toller" weil mehr Feld im Bild ist.

Aber nein. Es geht nicht um nicht darum, den Unterschied nicht zu kennen, sondern darum, ihn anders zu bewerten.

Ich habe z.B. wenig Lust auf einäugige Beobachtung. Für so eine Terrasse würde ich mir ein Großfernglas zulegen, ohne Auskühlzeit, ohne Seeingeinfluss, mit intuitiver schneller Orientierung.

Ich hatte aber mal einen Astrofreund zu Besuch, der hat immer nur mit einem Auge durch mein Doppelrohr geschaut. So war er es gewohnt, so wollte er es haben.

Nicht jeder ist gleich, deshalb helfen auch nicht jedem die gleichen Empfehlungen.

Viele Grüße
Sebastian
Ja, es gibt Argumente für kleinere Teleskope. (und wenn man den Unterschied kennt ;) )

Gruß
Peter
 
Hallo Friedhelm,

ohne Praxis hilft einem die Theorie gar nicht so viel. Zumindest geht es mir so. Da fehlt es dann plötzlich an langen Unterhosen oder Brillenbändern oder oder...

Ich würde parallel irgendwie schon versuchen, den Himmel in Echt und das Drumherum der Stargazerei kennenzulernen. Und sei es mit einem 15 Euro Fernglas vom Flohmarkt. Auch mit 10facher Vergrößerung gibt es schon viel zu sehen. Aber vielleicht machst du das ja auch schon...

VG Klaus
 
Ich war mal mit meinem APM 100ED Apo - Fernglas in Welzheim vor der Sternwarte, um M42 zu beobachten. Da traf ich durch Zufall einen Sternfreund, der mit seinem 80 mm Apo und Baader Mk. V Bino dort war. Nachdem wir wechselseitig durch unsere Instrumente geschaut hatten, habe ich sofort den Bino-Ansatz bestellt. Es war wirklich beeindruckend, wie der 80 mm das Bino mit genügend Licht versorgte, um M42 ansprechend beobachten zu können. Der Sternfreund hingegen war begeistert, M42 mit der 4fachen Lichtmenge in meinem Fernglas zu sehen. Je nach Instrument liegt der Focus der Aufmerksamkeit anders. Im 80 mm Apo geht es um den Gesamteindruck der Schwingen vor dem Sternenfeld. Im APM 100ED geht es um die Schwingen mit reicher Struktur im Inneren des Nebels. Im C11 sieht man auf Anhieb E und F des Trapez; sie springen geradezu ins Auge. Im 21" Dobson sieht man die Farben des Nebels, feinste Strukturen und verschiedene Sterne, die in unterschiedlichen Maß durch die Staubmassen strahlen. Jedes Fernrohr hat seinen Himmel. Nicht umsonst haben Enthusiasten selten nur ein Instrument. Wichtig ist die Begeisterung für das Hobby.
 
Hallo Klaus,

Und sei es mit einem 15 Euro Fernglas vom Flohmarkt. Auch mit 10facher Vergrößerung gibt es schon viel zu sehen. Aber vielleicht machst du das ja auch schon...
Na ja, zwei optische Instrumente hab ich schon. Wenn auch keine Topgeräte. Einmal ein Bresser Cobra 8-24 x 50, und ein Yukon Spektiv 6-100 x 100. Zum Spektiv ein recht gutes Manfrotto-Stativ, allerdings wackelt das Ganze bei 100fach saumäßig.
Bei niedrigerem Zoomfaktor (um die 30-40) sehe ich die Saturnringe recht deutlich. Beim Jupiter glaube ich auch zwei farbige Bänder sehen zu können - vllt. auch Wunschdenken. Plejaden sind auch deutlich. Orion hab ich schön öfter aufs Korn genommen, die drei Gürtelsterne sind klar sichtbar, nur M42 will sich nicht zeigen (der ist doch unterhalb, also südlich der drei Gürtelsterne, oder?). Der Mond ist genial mit ungefähr Faktor 50.

Da fehlt es dann plötzlich an langen Unterhosen oder Brillenbändern oder oder...
:cool: Lange Unterhosen hab ich zwar keine, aber recht gute Outdoorklamotten
... und Brillenbänder - nöö, eher nicht, noch sind nur meine Arme zu kurz, will sagen außer Lesebrille brauche ich nix.

Und wie gesagt - die Sternwarte der Sternfreunde Donzdorf ist nicht weit weg (5km)

Gruß (oder heißt das clear skies?)
Friedhelm
 
Hi zusammen

es gibt halt verschiedene Ansätze.
Ich nutze alle Geräte. Aber wenn ich z.B. auf GX-jagd gehe oder hohe Vergrößerungen will nehme ich den 12". Der ist einfach i.S. Seherlebnis beeindruckend.
Sonne kucke ich gerne mit meinem 80mm Apo. Fürs kleine Reisegepäck habe ich noch n 72mm Apo. Und dann waren da noch das 100er ED Bino, das ich auch sehr mag z.B. für Großfeld und weitere Großferngläser mit fester Vergrößerung mit 80 und 90 mm u.v.m. Spaß hab ich auch mit dem kleinsten - meinem 7x33 FG.

So kann man sich mit vielen Geräten erfreuen. Jedes hat seine individuelle Verwendung passend zu seiner Auslegung.
CS
 
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