Macht ein ADC bei Mars Sinn?

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Hallo Jozef,


es geht nicht darum wie man in das Okular schaut sondern darum wo im Okular man den Planeten positioniert. Und ja, ein ADC kann Sinn machen. Mit Kamera und visuell.


Viele Grüße Felix
Hallo Felix,
ja mag sein..... siehe Post 31:
"ganz ehrlich, Optik besteht in weiten Teilen darin, dass man entstehende Fehler durch absichtlich entgegengesetzte Fehler kompensiert. Ob ich mir nun mit einem ADC entgegengesetzte Dispersion für 1000 bis 8000 Euro erzeuge, oder diese vom bereits gekauften Okular kostenlos "zur Verfügung gestellt" bekomme, ist unerheblich. "
Das die Atmosphärische Dispersion so einfach auszuhebeln ist, ist schon bemerkenswert. :y:
CS Jozef
 
Hallo Jozef,

atmosphärische Dispersion ist ja einfach nur eine Farbzerlegung wie im Prisma. Das mag der Begriff verschleiern, und dementsprechend einfach wird man sie auch wieder los. Im Okular gelingt das recht problemlos mit den gängigen Vergrößerungen und Scheibchengrößen, aber eben nur für einen Teil des scheinbaren Gesichtsfelds.
Man kann sagen, dass es die Fortsetzung der Preisfrage nach unten ist. Ein geeignetes Okular korrigiert vielleicht 5' bis 10' wahres Gesichtsfeld gut, was im scheinbaren Gesichtsfeld dann halt ein bis zwei Grad sind. Selbst der kleine ADC/ADK wird mehr Feld korrigieren - einfacher einzustellen ist er allerdings nicht unbedingt. Wer nachgeführt schaut, kann den Okular-ADC berührungsfrei justieren.

Eigentlich hätte Gutekunst in dem Preisbereich gleich für ein paar Euro eine motorisierte Einstellmöglichkeit schaffen können.

Clear Skies
Sven
 
Ich denke, es ist gundsätzlich besser, eine Beurteilung seiner eigenen Fähigkeiten nicht selbst heraus zu stellen, sondern eher anderen zu überlassen. Aber kann jeder machen, wie er meint :)

Zudem, Aussagen wie: Das ADC (unabhängig welchen Herstellers) sei nur eine gelungene Verkaufsstrategie der Hersteller und nichts weiter, ist für meine Begriffe nur eine Art de
Hallo Jozef,
damit wollte ich dich nicht in Misskredit bringen. Das tut mir Leid, sorry. Du erstellt super Fotos von allen planetaren Objekten keine Frage, und ein ADC hat jeder verstanden...ist ein Muß für gute Fotos. Ich wollte nur gegen den Gutekunst rebellieren!! Da wird etwas angeboten was den 80 fachen Preis rechtfertigen will? Das finde ich bedenklich, da hier auch unbedarfte Amateure mitlesen. Deine Fotos entstanden mit Pierro und nicht mit dem Gutekunst. Deine Äußerung geht dahin, das du zum Gutekunst tendieren würdest, doch leider fehlt mir hierfür die Logik?
Gutekunst bezieht sein Glas bei Rodenstock und gekittete Optiken sind nun ein alter Hut!
Was soll nun diesen Wucher rechtfertigen?
Ich möchte nur an den gesunden Menschenverstand appellieren!
CS Frank
 
Was soll nun diesen Wucher rechtfertigen?

Ich kenne die Kalkulation nicht, aber diese teuren ADCs werden wohl nur in sehr geringen Stückzahlen gekauft. Ein iPhone um 1.000 Euro hingegen ist millionenfache Massenware, eine Platine und ein Mini-screen made in China&Co - und den Preis erachten wir als normal... :unsure:

Sonst geb ich Dir schon recht: um 4.000 Euro bekommst Du einen tadellosen, neuen Takahashi, um 8.000 dann das Auto, um mit dem Tak ins Grüne zu fahren... :coffee:

lg
Niki
 
Hallo Joachim.
Farbcam: ZWO ASI290mc
CS Jozef

Hallo Jozef,

ich denke, das macht einen Unterschied. Bei einer OSC macht sich die chromatische Aberration der Atmosphäre stärker bemerkbar als bei einer Mono. Eine Mono betreibt man mit steilflankigen Interferenzfiltern, während die Farbfolien einer OSC immer noch einen Teil vom benachbarten Spektrum mitnehmen. Das kostet bei solchen Effekten Kontrast.

Vor einigen Wochen habe ich die Bilder meiner Mono mit denen meiner OSC verglichen und der Unterschied war dramatisch. Das mag natürlich teilweise der Korrektur meines Dubletts geschuldet sein, aber ganz kann das den Unterschied nicht erklären.

Bei einer Mono dürfte der Unterschied zwischen mit ADC und ohne nicht so extrem sein, wie bei einer OSC. Ich denke, damit bekommt man mit kleinen Öffnungen akzeptable Aufnahmen auch ohne ADC zustande...wenn die Planeten nicht allzu tief stehen.

CS Joachim
 
ähm, wieso soll die Frau, die man gerade gekauft hat, gleich die Scheidung einreichen ??? :unsure: :)
 
Deine Fotos entstanden mit Pierro und nicht mit dem Gutekunst.
Richtig Frank,
die letzten Mars Aufnahmen sind die ersten mit dem Gutekunst ADC. Zudem kann ich Dir sagen, dass ich erst nach div. Telefonaten und Mailaustausch mit Hr. Gutekunst, der mir Tipps zur Abbildungsqualität Steigerung des Pierro vermittelte, in der Lage war, mit dem Pierro zu meinen Resultaten zu gelangen.
Deine Äußerung geht dahin, das du zum Gutekunst tendieren würdest, doch leider fehlt mir hierfür die Logik?
Mein Ego will das so.... :mad:...............
Was soll nun diesen Wucher rechtfertigen?
Wucher?
Ich habe am Anfang meines Berufsleben eine Ausbildung zum Feinmechaniker bei Sulzer Winterthur absolviert, und arbeite mein halbes Leben auf diesem Gebiet. Daher traue ich es mir durchaus zu, beurteilen zu können was hohe feinmechanische Mechanik anbelangt, die bei so einem Werkzeug wie einem ADC mindestens so hochwertig wie die verbauten optischen Elemente sein muss. Nun und das kostet eben Geld. Aber das gute ist, niemand wird gezwungen sich so etwas zu leisten.

CS Jozef

ADC Compct.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wollte nur gegen den Gutekunst rebellieren!! Da wird etwas angeboten was den 80 fachen Preis rechtfertigen will? Das finde ich bedenklich, da hier auch unbedarfte Amateure mitlesen.
Ich glaube blind, dass es Amateure sind, die auch durchaus in der Lage sind Fragen zu stellen, wenn Bedarf besteht.

Nun, die Frage und der Faden bezog sich eh allgemein der ADC. Und ich habe jetzt was mich betrifft beantwortet.... das für mich eher schon off-Tpic Geschmack hatte, also zurück zum Thema.
CS jozef
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Zusammen,

ich denke bei den Dispersionsplatten kommt es vor allem darauf an, die vier Einzelprismen in der richtigen Dicke und mit den schrägen Flächen im richtigen Winkel zueinander plan zu schleifen. Das macht ja schon Herschelkeile nicht ganz billig und hier haben wir dann vier Stück davon, die dann noch genau verkittet werden und sicher in kleinerer Stückzahl laufen.
Der Preis ist sicher unangenehm, aber der Aufwand für sauber funktionierende Dispersionsplatten ist ein anderer, als ein paar Scherben aufeinander zu kleben.

Clear Skies
Sven
 
Der Gutekunst ist teuer dafür aber auch sehr gut und vor allem auch sehr leicht zu bedienen. Ich nutze ihn regelmäßig am 180er TEC FL und er ist direkt am Zenitspiegel verschraubt - wenn dieser eingesteckt wird ist der GK also immer gleich mit dabei. Barlow kann man nutzen - muss man aber nicht (auch wenn empfohlen). Die Bildqualität ist auch ohne hervorragend - der TEC hat f/7 und i.d.R. nutze ich keine. Rot-blaue Farbränder durch Dispersion dreht man mit dem "Poti" einfach weg - das geht genauso schnell wie Fokussieren und man kann in bester Fokuslage dann immer nochmal etwas nachoptimieren - vergleichbar dem Feinfokussieren. Das Gewicht des GK ist beim visuellen Spechteln hilfreich um das scope ins Gleichgewicht zu bringen und die Ringschwalbe ermöglicht ein sehr schnelles Verdrehen des Zenitspiegels - zwei Eigenschaften, die ich auch sehr zu schätzen gelernt habe. Hatte das Setup azimutal montiert auf DM6 einmal mit beim BTM - da konnten sich viele "ein Bild" machen - und viele waren sehr überrascht über das was sie sahen. Für mich ist der GK neben dem Apo selbst inzwischen das wichtigste Utensil beim Planetengucken ab 300facher Vergrößerung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig Frank,
die letzten Mars Aufnahmen sind die ersten mit dem Gutekunst ADC. Zudem kann ich Dir sagen, dass ich erst nach div. Telefonaten und Mailaustausch mit Hr. Gutekunst, der mir Tipps zur Abbildungsqualität Steigerung des Pierro vermittelte, in der Lage war, mit dem Pierro zu meinen Resultaten zu gelangen.


Hallo Jozef,
das habe ich nicht bemerkt, das dieses Foto mit Gkunst entstand! Bisher stand da immer Pierro MarkII. Deine Fotos sind sehr ansprechend und zeugen von einem tadellosem Handwerk. Da ist es nur zu verständlich das du nach weiteren Verbesserungen gesucht hast. Sorry, das du meine Äußerung persönlich nahmst.

Ich verwende deine Fotos sozusagend als Referenz um zu schauen was bei mir so sichtbar ist. Ob es Artefakte oder vll sogar was Reales ist. Meine Bedingungen sind nicht so prickelnd, aber ich freue mich troztdem das etwas geht! Einen ADC habe ich mir nun auch in den Strahlengang gebastelt und habe ihn visuell getestet. Der Leistungsgewinn ist enorm, du hast diese Idee sozusagend angeschoben. Nun trau ich mich garnicht mehr dich zu Fragen wegen den Fragen die ich nun habe!?
Trotzdem finde ich den Preis übertrieben/unangemessen! Vll hast du ja ein Referenzfoto Pierro/ Gkunst. Das wäre interessant und könnte die Güte besser belegen, als ein CAD Bild des Innenlebens?
Viele Grüße
Frank
 
Hallo Frank,

ich möchte Jozef nicht vorgreifen, aber der Unterschied zwischen den beiden Systemen hängt sehr davon ab, welche effektiven Öffnungsverhältnisse durch den Korrektor müssen. "Füttert" man den einfach aufgebauten Korrektor mit f/15, werden die Unterschiede zum Gutekunst gering sein, ist man hingegen gezwungen, f/10 hinein zu geben, wird der Gutekunst sicher schon deutliche Vorteile zeigen.

Es gibt im Rahmen der Gutekunst-Webseite auch Material, z.B. auch Vortragsfolien, und darin finden sich Spot-Abbildungen, die gut belegen, was das Gerät kann.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
ich dachte ein ADC wird erst ab f/20 so richtig warm;)
Das Bildbeispiel ist f/32?
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, das du meine Äußerung persönlich nahmst.
Hallo Frank.
Das habe ich absolut nicht. ;)
Mir liegt es einfach allgemein auf, wenn Themen abgehandelt werden ohne das man selbst die Möglichkeit hat sich mit dem thematisierten Objekt, jemals wirklich live auseinander gesetzt zu haben...
Bez. des Öffnung-Verhältnis verhält es sich so. Je steiler der Lichtkegel auf ein ADC trifft um so reduzierter kann dieser die Korrektur umsetzen! Somit fängt die ideale Anwendung c.a. bei f12 an, bei f32 wie ich es beim Pierro schlussendlich angewendet habe (Dank Hr. Gutekunst) trifft nun ein "Lichtkegel" und nicht Keil auf das ADC. So wird einerseits das höchst mögliche Potenzial der Korrektur der Dispersion erreicht und die Beugung Begrenzung der Optik wird weitgehend erhalten!
Bei verkitteten Keilplatten wird genau der letzte Punkt nochmals korrigiert.
CS Jozef
 
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