Newton Ausleuchtung berechnen

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So hellhörig konnten sie nicht werden, weil ich meine Preisvorstellung auch gleich genannt habe.

Ich fand es nur komisch weil die Aussagen der Anbieter nicht stimmig zueinander waren und weil ich das Gefühl hatte, dass das 150/750 besser sei als das 150/600 welches mir angeboten wurde.. war mehr so ein Bauchgefühl. Aber letztendlich spielts keine so grosse Rolle. Das Verständis schadet so oder so nicht.

Aber weiss immer noch nicht wie ich nun anhand der Angaben mein f' berechne
 
So hellhörig konnten sie nicht werden, weil ich meine Preisvorstellung auch gleich genannt habe.

Ich fand es nur komisch weil die Aussagen der Anbieter nicht stimmig zueinander waren und weil ich das Gefühl hatte, dass das 150/750 besser sei als das 150/600 welches mir angeboten wurde.. war mehr so ein Bauchgefühl. Aber letztendlich spielts keine so grosse Rolle. Das Verständnis schadet so oder so nicht.

Aber weiss immer noch nicht wie ich nun anhand der Angaben mein f' berechne

Die Kombo f/4 + 2" harmonisiert meiner Meinung nach prinzipiell nicht mit Vollformat.

Normalerweise haben die Koma Korrektoren ein Auflagemaß von 55mm. Ohne Korrektor ist sinnlos, bei f/5 ist das komafreie Feld bei 2,75mm bei f/4 nur noch bei 1,4mm. Trotz Luftunruhe werden bei dem Feld nur in der Mitte die Sterne richtig rund sein.

Bei 2" kann maximal über ein M48 Gewinde angeschlossen werden. D.h. der Innendurchmesser ist maximal 46mm. Bei f/4 ist dein Strahlenkegel dort fast 14mm breit. D.h. dein voll ausgeleuchtetes Feld ist schon aus Prinzip nicht größer als 32mm, egal welches Teleskop dahinter hängt. Dann hängt da noch der Komakorrektor dahinter und das Auszugsrohr.

Mit 2" Auszügen und f/4 hätte ich gesagt bis 21mm Chipdiagonale und mit f/5 maximal APS-C. Größer braucht man auch das Feld über den Fangspiegel nicht dimensionieren. Selbst mit f/6 wirst du mit der Vollformat gute Flats brauchen, weil die Ecken etwas abfallen.

Wenn du wirklich Vignettierungsfrei sein willst mit f/4 oder f/5 und Vollformat, brauchst du einen größeren Auszug und auch einen größeren Korrektor.

Gehen tut natürlich alles. Ob's Spaß macht ist wieder eine andere Frage. Mich würde es generell wundern, wenn ein f/4 Newton einem Anfänger Spaß macht. Als Anfänger hätte ich ab so f/6 Freude am Newton: guter Kontrast, gutmütig beim Justieren, bei den Okularen, beim Scharfstellen, bei den Korrektoren etc.
 
DF_d = DF_0 + (1 - f '/f) d

DF_0 = D * f '/f

dabei ist

DF_d = kleiner Fangspiegeldurchmesser für 100% volle Ausleuchtung eines Bildfeldes vom Durchmesser d

DF_0 = kleiner Fangspiegeldurchmesser für volle Ausleuchtung nur auf der optischen Achse (also Bidfelddurchmesser d = 0)

D = Durchmesser des Parabolspiegels

f = Brennweite des Parabolspiegels

f ' = seitliche Fokusablage von der Achse des Newton


d = Durchmesser des 100% voll ausgeleuchteten Bildfeldes

Ich habe nun einmal die Zahlen in die Formeln von Peter eingetragen..

DF_0 = 154*267/600 = 68.53mm
DF_d = 68.53+(1-267/600)*43 = 92.54mm

Da steh ich jetzt an. Wieviel mm meines Sensors werde nun wirklich zu 100% ausgeleuchtet bzw ab wann fängt meine Vignette an?

Ich habe noch mit einer anderen Formel gerechnet, da komme ich darauf, dass der Sensor nur ca. 1mm voll ausgeleuchtet wird... da kann was nicht stimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
mit dem 92,54 mm Fangspiegel wird ein Bildkreis, wie von dir eingetragen von 43 mm zu 100% ausgeleuchtet.

Wenn du wissen möchtest, wie groß der Bereicht ist, der zu 100% bei einem gegebenen FS, z.B. 63 mm ist, musst du die Formel nur nach "d" umstellen.

Der Lichtabfall jenseits dieses 100% Ausleuchtungskreises sollte linear sein, wenn ich mich nicht gerade täusche.
Heißt also in der Umkehr, du müsstest also die 92,54 mm die 100% Ausleuchtung auf 43 mm Bildkreis ins Verhältnis ins zum vorhandenen FS (63 mm) setzen und kannst dir dann den Lichtabfall in den Ecken ausrechnen.
 
berechnung.JPG


Also wenn ich das richtig gemacht habe müsste der FS 92.4mm Durchmesser haben und ca. 2.9mm werden nun voll ausgeleuchtet mit dem FSeff von 70mm. Werde nun versuchen zu ermitteln, welche Ausleuchtung ich bei 43mm erwarten darf
 
Gehen tut natürlich alles. Ob's Spaß macht ist wieder eine andere Frage. Mich würde es generell wundern, wenn ein f/4 Newton einem Anfänger Spaß macht. Als Anfänger hätte ich ab so f/6 Freude am Newton: guter Kontrast, gutmütig beim Justieren, bei den Okularen, beim Scharfstellen, bei den Korrektoren etc.
Danke für deine Ansicht bzw. Meinung. ich war bislang der Meinung, dass schneller besser sei, weil man mehr Lichtstärke hat und somit weniger Belichtungszeit benötigt.
 
Danke für deine Ansicht bzw. Meinung. ich war bislang der Meinung, dass schneller besser sei, weil man mehr Lichtstärke hat und somit weniger Belichtungszeit benötigt.

Ja und nein. Geht am Anfang wahrscheinlich ein bisschen zu tief, aber das stimmt nur bedingt.
Am Ende bedeutet ein schnelleres Gerät, dass auf einen Kamerapixel ein größerer Himmelsausschnitt fällt, als bei einem langsameren Gerät. Der Lichtkegel ist steiler, also die Lichtteilchen eines größeren Himmelsareals und damit mehr Lichtteilchen fallen auf einen Kamerapixel. Das erhöht das Signal bei flächigen Objekten.

Anderseits bedingt der steilere Lichtkegel deine Ausleuchtungsgeschichte hier, weil das bedeutet der FS muss ein ziemlicher Brocken sein. Ein flacherer (langsamerer) Lichtkegel kommt mit einem kleineren FS aus. Kann man sich gedanklich oder auf einem Blatt Papier schön veranschaulichen.

Worauf Joetaiga aber hinaus will, die gescheite Justage eines f/4 ist sehr anspruchsvoll und vorallem die Fokustoleranz beträgt nur rund 0,035 mm (das ist etwa die Hälfte eines Haars). Das bekommst du, Außnahmen bestätigen vllt die Regel, aber manuell nur mit vielen, vielen Anläufen hin. Eine 1:10 Untersetzung des OAZ ist absolut notwendig, besser ein motorisierter OAZ.

Zudem spielt dann das Zusammenziehen des Teleskops beim Absinken der Temperatur eine größere Rolle und bedingt regelmäßiges und konsequentes nachfokussieren.

f5 und vorallem f6 Geräte sind da halt schlichtweg entspannter und toleranter.

Bei günstigen Geräten sind zudem eher Schwobbel-OAZs verbaut, dann kannst du genaues fokussieren eh nahezu vergessen. Nicht schön und klingt negativ, ist aber leider so. Astrofotografie, die über ein paar Schnappschüsse hinausgeht, ist nicht gerade budgetfreundlich - davon aber nicht entmutigen lassen, nur bewusst machen - die Lernkurve haben wir fast alle gemacht / machen müssen.
 
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Da steh ich jetzt an. Wieviel mm meines Sensors werde nun wirklich zu 100% ausgeleuchtet bzw ab wann fängt meine Vignette an?
Die Größe des zu 100% ausgeleuchteten Feldes hast du doch mit d = 43 mm vorgegeben! Die Vignette fängt dann außerhalb an.

Allerdings stellt sich heraus, dass diese Vorgabe zusammen mit den übrigen fixierten Parametern einen unvernünftig großen Fangspiegel erfordert. Du musst also wohl die Forderung d = 43 mm ganz drastisch reduzieren.

Dabei sollte man bedenken, dass die Forderung eines zu 100% ausgeleuchteten Feldes unnötig streng ist. Visuell wird eine Abschattung überhaupt erst bewusst bemerkt, wenn sie etwa 50% erreicht. Auch Kameralinsen zeigen gewöhnlich mehr oder weniger ausgeprägtes Vignetting und wenn das stört, kann man es mit flats kompensieren. Das ist jedenfalls wesentlich wirtschaftlicher, als die Anschaffung einer monströs großen Optik ohne Vignetting.

Um abzuschätzen, wo die Abschattung signifikant wird, taugt die andere Formel besser, die ich oben bereits verlinkt hatte, welche näherungsweise den Felddurchmesser bestimmt, wo die Ausleuchtung am Rand auf die Hälfte abfällt:

d_1/2 = B f/(f-f ')

dabei ist

d_1/2 = Felddurchmesser, wo die Ausleuchtung am Rand auf 50% abfällt
B = Durchmesser der Aperturblende beim Refraktor bzw. kleiner Durchmesser vom Fangspiegel beim Newton
f ' = Abstand der Blende vom Fokus bzw. seitliche Ablage der Brennebene von der optischen Achse beim Newton
f = Brennweite des Objektivs

B, f ' und f entsprechen den Bezeichnungen in der Skizze von Post #18.

Zum Beispiel, für einen 154/600 Newton mit B = 50 mm und f' = 267 mm käme man theoretisch (mit einem hinreichend weiten OAZ) auf

d_1/2 ~ 50 mm * 600 / (600 - 267) ~ 90 mm

mit einem Feldradius von

r_1/2 ~ 45 mm

Wir können für diesen Fall die Ausleuchtung mit zunehmendem Feldradius r in mm als quadratische Funktion beschreiben:

A = 1 - 0,000247 r²

Code:
   r      A
 (mm)

   0      1
  10      0,98
  20      0,90
  30      0,78
  40      0,60
  45      0,50

Woraus sich ergibt, dass die Ausleuchtung bei einem Feldradius von 20 mm immer noch 90% ist. Also selbst das Kleinbildvollformat 24 mm x 36 mm wäre in den Bildecken bei r = 21,6 mm nur geringfügig von Abschattung betroffen.

Was wiederum die eingangs gemachte Aussage belegt, dass eine kompromisslose Forderung nach hundertprozentiger Ausleuchtung unnötig streng ist. Für eine akzeptable Performance reichen in der Praxis erheblich geringere Anforderungen an die dimensionale Auslegung der Optik.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was wiederum die eingangs gemachte Aussage belegt, dass eine kompromisslose Forderung nach hundertprozentiger Ausleuchtung unnötig streng ist.
Ja, das macht Sinn. Bis zu welcher Abschatung kann man mit Flats dagegenwirken?
Ich habe gestern noch verschiedene 150/750 verglichen, welche FS von 50, 52 und 63 hatten. Ich denke, dass der Newton 150/750 mit FS Durchmesser 63 am besten ist.
Oder welchen würdet ihr für fotografische Zwecke mit VF DSLR Kamera verwenden? Ev sind ja andere Kriterien wichtiger.

Auf jeden Fall danke ich Euch allen herzlich
 
Hallo,
wenn es denn unbedingt Vollformat an einem kleinen Newton sein muss... ;)
Dann wirst du mit einem Newton von der Stange vermutlich nicht glücklich werden. Nun hast du bereits sehr viel Vorarbeit für den Selbstbau eines, für dich passenden Gerätes geleistet und da sollte die Umsetzung in ein reales Teleskop doch machbar sein. In dem Falles würde ich dir auch zu einem stabilen, niedrig bauenden Auszug Raten. Mein 6" F/5 Newton hat z.B. einen 2" Moonlite Auszug mit einer Bauhöhe von 45mm im eingefahrenen Zustand. Das sind über 30mm weniger als bei dem OAZ der original dran war...
Nur mal so als Alternative ;)

Grüße Rainer
 
Dann wirst du mit einem Newton von der Stange vermutlich nicht glücklich werden. Nun hast du bereits sehr viel Vorarbeit für den Selbstbau eines, für dich passenden Gerätes geleistet
Was heisst selbstbau? nehme an, dass man den Tubus mit HS kauft oder? Oder fertigt ihr da alles selbst an? Bin Handwerklich nicht ungeschickt, aber habe keine Werkstatt oder so, nur einen Werkzeugkoffer ;)
 
hab mal google gefragt... also Neubau kommt mich teurer wie ein gekaufter.. ev mal wenn ich kein blutiger Anfänger mehr bin ;)
 

Hallo Andy,

ich glaube das hast Du richtig erkannt. Ich glaube Du verrennst Dich da in etwas, wenn Du Astrofotografie ausgerechnet damit anfangen willst Vollformat perfekt ausgeleuchtet an einem 6" Newton zu ermöglichen. Im Moment blendest Du anscheinend alles andere als die Fangspiegel/Hauptspiegelproblematik aus. Fange vielleicht erst mal an Bilder mit einem Teleobjektiv oder einem kleinen Refraktor auf einen nachgeführten Montierung zu machen. Dann lernst Du vielleicht eher, wobei es bei der Astrofotografie ankommt.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Peter, kannst Du kurz sagen wie du auf die 0,000247 gekommen bist
Bevor ich das versuche, sollten wir uns aber darüber klar werden, dass die angenommenen Parameter von D/f = 154/600 mit f '= 267 mm und B = 50 mm ziemlich unsinnig sind, weil damit nicht einmal auf der optischen Achse eine volle Ausleuchtung gewährleistet ist. Dafür wäre nämlich ein Fangspiegel mit B = 68,5 mm erforderlich (siehe Post #35 von andyma, wobei dort die Bezeichnung DF_0 für diese minimale Fangspiegelgröße ist).

Also müsste man für eine sinnvolle Auslegung des Newton von vorn herein einen größeren Fangspiegel als 50 mm nehmen, oder die Fokusablage f ' verringern, oder eine Kombination von beidem. Z.B. mit f '/f = 200/600 käme man auf eine minimale Fangspiegelgröße von DF_0 = D f '/f = 154 mm /3 ~ 51 mm ~ 2".

Wenn wir also mit D/f = 154/600 und f ' = 200 mm und DF_0 = B = 51 mm nochmal die oben betrachtete Frage nach dem radialen Abfall der Ausleuchtung wiederholen, dann sieht die Kalkulation für den Felddurchmesser mit diesen veränderten Parametern jetzt so aus:

d_1/2 ~ B f / (f - f ') = 51 mm * 600 / (600 - 200) = 76,5 mm

Am Rande dieses Felddurchmessers ist die Feldausleuchtung also auf die Hälfte des achsialen Wertes abgefallen. Der radiale Abstand ist dort die Hälfte des Durchmessers, also

r_1/2 ~ 38 mm

Und wie verläuft die Ausleuchtung im Innern dieses Feldes? Dafür nehme ich eine quadratisch mit zunehmendem radialen Abstand anwachsende Abschattung an, so dass die Ausleuchtung dann durch

A = 1 - c r²

beschrieben wird. Die Konstante c ergibt sich dann aus dem Randwert A = 0,5 für r = r_1/2 = 38 mm zu

c = 0,5 / (r_1/2)² = 0,00035 /mm²

also für das oben betrachtete Beispiel mit r in mm zu

A = 1 - 0,00035 r²
Code:
  r    A
(mm)

0     1
5     0,99
10    0,96
15    0,92
20    0,86
25    0,78
30    0,68
35    0,57
38    0,50

Die oben beschriebene Betrachtung ergibt sich aus der simplen Frage, bei welchem radialen Abstand sieht der Bildsensor hinter einer Blende oder hinter dem Fangspiegel eines Newton nur noch die Hälfte vom vollen Objektiv. Die angegebenen Formeln sind nur eine Näherung, die aber für grobe Abschätzungen der zu erwarteten Abschattung ausreichen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
in meinem Fall teilweise fertige Komponenten zu einem Teleskop zusammenbauen. Die Spiegelzelle hatte ich selbst gebaut und die Arme der FS-Spinne (Originaltubus war viel zu eng).
Ich hatte mir damals einen kompletten Orin UK Newton gekauft, wohlwissend, daß ich den komplett Umbauen werde. Einfach, weil das komplette Teleskop günstiger war als der Spiegelsatz...

Grüße Rainer
 
Bevor ich das versuche, sollten wir uns aber darüber klar werden, dass die angenommenen Parameter von D/f = 154/600 mit f '= 267 mm und B = 50 mm ziemlich unsinnig sind, weil damit nicht einmal auf der optischen Achse eine volle Ausleuchtung gewährleistet ist. Dafür wäre nämlich ein Fangspiegel mit B = 68,5 mm erforderlich (siehe Post #35 von andyma, wobei dort die Bezeichnung DF_0 für diese minimale Fangspiegelgröße ist).

Also müsste man für eine sinnvolle Auslegung des Newton von vorn herein einen größeren Fangspiegel als 50 mm nehmen, oder die Fokusablage f ' verringern, oder eine Kombination von beidem. Z.B. mit f '/f = 200/600 käme man auf eine minimale Fangspiegelgröße von DF_0 = D f '/f = 154 mm /3 ~ 51 mm ~ 2".

Hmm, also der original Newton ist ein 150/600 f/4 mit einem HS Durchmesser = 154mm und einem FS Durchmesser = 70mm
Da wurde auch gesagt dass es unsinnig sei, weil der FS viel zu gross sei und nun passen 68.5mm? Langsam verstehe ich wieder weniger ;)

siehe Post #35 von andyma... Diese Formel habe ich aus einem ältern Post von Dir übernommen --> aber wenn ich das richtig verstehe sind das 2 verschiedene Paar Schuhe oder.. also man möchte einen möglichst gut ausgeleuchteten FS (nicht zu gross und nicht zu klein, also effizient). Ob dieser dann die Sensorfläche genügend ausleuchtet ist dann wieder eine andere Sache, so hab ich das verstanden. Deshalb müsste der FS bei dem Beispiel 154/600 FS=70mm Backfokus 98mm, eigentlich 92mm Durchmesser haben für einen Vollformat Sensor.. so habe ich das verstanden.

Aber ich werde jetzt die Auslegung durchgehen, das war ja was ich primär wissen wollte.. Danke für die Erläuterung
 
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Da wurde auch gesagt dass es unsinnig sei, weil der FS viel zu gross sei und nun passen 68.5mm? Langsam verstehe ich wieder weniger ;)
Bitte noch mal richtig im Zusammenhang lesen: die 68,5 bzw. 70 mm für den Fangspiegel sind eine Konsequenz aus der großen Fokusablage f ' von 267 mm. Für eine vernünftige Auslegung musst du f ' erheblich reduzieren!
 
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Bitte noch mal richtig im Zusammenhang lesen: die 68,5 bzw. 70 mm für den Fangspiegel sind eine Konsequenz aus der großen Fokusablage f ' von 267 mm, und das macht keinen Sinn!
ok, das habe ich kapiert. Nur weil B, also der FS Durchmesser beim genannten Newton 70mm ist. Die 68.5mm die notwendig wären sind dann wohl dafür verantwortlich, dass der FS 70mm ist. Ich verstehe nicht viel von der Materie, aber ich gehe davon aus, dass man den Newton mit einem grossen Backfokus ausgelegt hat, um gewiss Vollformat tauglich zu sein und dann alles entsprechend passend gemacht wurde und was rauskam war dann halt nix gutes.. ev liege ich auch falsch
 
Die Größe des Sensors ist nicht vom Backfokus abhängig. Die große Fokuslage ist vermutlich dem hohen OAZ geschuldet.
Das habe ich auch nicht gesagt. Aber ich denke, dass der Sensor ja 45mm im Body der Kamera liegt. Dan Baut das OAZ hoch auf und dann noch Kommakorrektor usw... da benötigt man einen grossen Backfokus. Würde man Vollformat ausschliessen könnte der Backfokus doch auch etwas weniger sein oder ?

Nun ja, auf jeden Fall habe ich mir mal eine kleine Excel Tabelle zusammengebastelt. Ob die Tabelle stimmt muss ich morgen prüfen, aber es geht in die Richtung in die ich wollte. Auch wenn noch nicht alles berücksichtigt ist.
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Hallo,
Würde man Vollformat ausschliessen könnte der Backfokus doch auch etwas weniger sein oder ?
Wie gesagt, für den benötigten Backfokus zälht nur die Lage des sensors, nicht die Größe. Bei einer APS-C Kamera von Canon hast du ebenfalls ein Auflagemass von 44mm, je Nach verwendetem Komakorrektor muss dann der Abstand vom Korrektor zum Sensor gewählt werden. Bei einem Baader MPCC sind es beispielsweise 55mm Arbeitsabstand.
Zudem "verschwindet" der Korrektor im Auszugsrohr und zählt so nicht zum benötigten Backfokus.

Grüße Rainer
 
Das habe ich auch nicht gesagt. Aber ich denke, dass der Sensor ja 45mm im Body der Kamera liegt. Dan Baut das OAZ hoch auf und dann noch Kommakorrektor usw... da benötigt man einen grossen Backfokus. Würde man Vollformat ausschliessen könnte der Backfokus doch auch etwas weniger sein oder ?

Nun ja, auf jeden Fall habe ich mir mal eine kleine Excel Tabelle zusammengebastelt. Ob die Tabelle stimmt muss ich morgen prüfen, aber es geht in die Richtung in die ich wollte. Auch wenn noch nicht alles berücksichtigt ist.
Den Anhang 168817 betrachten

Hm. Bei der Konstellation hätte ich mit exakter Rechnung in den Sensorecken vom Vollformat eher 10-20% Abfall erwartet.

Außerdem hast du den Abfall durch M48 Anschluss und evtl. den Okularauszug vernachlässigt. Das schlägt stärker zu buche, da näher an der Brennebene in Verhältnis zu Brennweite.

Dann kommt bei kleinen Brennweiten noch dazu, dass die Transmission des Korrektors vom Einstrahlwinkel abhängt. Das ist minimal. Aber man darf nicht vergessen, dass man den Hintergrund um den Faktor 100 bis 1000 Strecke bei der Bearbeitung. Und dann werden aus 0,5% Abschattung schnell 50% Differenz. Diesen Effekt sehe ich sogar bei meinem 16mm Chip. Man kann das mit Flats korrigieren. Aber wenn da mal 10-20% in der Ecke fehlt, wird das schwierig. Das Problem ist den Hintergrund so glatt zu kriegen, dass man ihn so extrem strecken kann.

Wie gesagt, meiner Meinung nach ist es sinnlos sowas exakt zu berechnen, da es spätestens bei der Berücksichtigung der zweiten und dritten Komponenten für die Abschattung so komplex wird, dass man den Überblick verliert. Visuell ist das eh wumpe.

Zum Selbstbau: die Händler verkaufen die einzelnen Komponenten in Summe viel teurer als das fertig montierte Teleskop. Selbstbau lohnt sich nicht, wenn man einfach die Standardnewtons nachbauen will. Er lohnt sich aber, wenn man sein Teleskop maßschneidern will. Zum Beispiel ein Okularschlitten zur Optimierung der Fangspiegelgröße oder ein teilbarer Tubus von einem großen Instrument zum besseren Transport oder eine superkompakte Konstruktion, die genau in den Fahrradanhänger oder Kofferraum vom Kleinwagen passt. Oder eine ultrastabile Konstruktion für die Fotografie optimiert für den eigenen Sensor. Sowas gibt es nicht entweder gar nicht zu kaufen oder so teuer, dass es sich wieder lohnt. Oder wenn man Spaß daran hat, aus Abfall und Billigstkomponenten vom Gebrauchtmarkt etwas brauchbares zu fertigen. Oder wenn man sich aus zwei Newtons ein Riesenbinokular bauen will. Und und und. Für sowas lohnt sich der Selbstbau. Newtons von der Stange nachbauen, bringt es nicht. Da kostet schon der Auszug alleine fast so viel, wie wenn man den kauft.
 
Außerdem hast du den Abfall durch M48 Anschluss und evtl. den Okularauszug vernachlässigt. Das schlägt stärker zu buche, da näher an der Brennebene in Verhältnis zu Brennweite.
Das ist korrekt, ich habe gesagt, dass da vieles nicht berücksichtigt ist. Aber es ist auch nicht mein Anspruch so genau zu sein. Ich verstehe nun besser als vorher, was man so berücksichtigen muss oder kann.
Von der Berechnungstabelle erwarte ich am Ende keine Abbildung der Realität, aber es genügt, um 3 Bauweisen zu vergleichen und ein Gefühl dafür zu bekommen welche der Bauarten (zB FS grösse) am sinnvollsten ist.
Ich werde noch 2-3 Ergänzungen an meiner Tabelle machen und dann hat sie ihren Dienst erfüllt. Auch werde ich die Strahlen im CAD aufzeichnen, um noch besser zu verstehen was genau passiert...
 
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