Hallo Volker,
noch sehen, auflösen kann man in idealem Umfeld, was das Teleskop an Auflösungsvermögen schafft, das von der Öffnung abhängt.
AuflösungTeleskop = 138 / Durchmesser Optik
als Näherung.
In deinem Fall also 1,15 Bogensekunden. Wie groß das auf dem Mond ist, kannst du somit recht einfach mit der Erde-Mond Distanz berechnen.
In dieser Auflösung kommt das Mondbild also am Okularauszug an und die Brennweite der Optik und des Okulars und damit die Vergrößerung gibt an, wie groß dieses Mondabbild zu sehen ist. 300x fache Vergrößerung ohne Angabe der Brennweite, sagt aber nicht viel aus.
Ein „normales“ f7 oder f8 Gerät vorausgesetzt, ist 300x aber noch weit vom maximal möglichen entfernt. Lies dich dazu am besten mal in das Thema Austrittspupille ein.
Unabhängig von der Vergrößerung ist die maximale Auflösung halt aber, wie oben beschrieben, gesetzt.
Da kommt dann aber leider noch das seeing dazu, das leider oft nicht so gut ist, um überhaupt in die Nähe des theoretischen Auflösungsvermögen zu kommen, wenn man nicht gerade im Gebirge oder in der Atacama Wüste lebt.
Fotografisch behilft man sich daher mit Kurzzeitbelichtungen von wenigen Millisekunden um das Seeing einzufrieren, dass funktioniert halt visuell leider nicht.
Hoffe konnte helfen.
viele Grüße,
Alex