Wie groß sind die kleinsten Krater auf dem Mond die man mit einer Vergrößerung von etwa 300 und einem Objektiv von 120 mm sehen kann ?

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Volker Eisen

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Liebe Sternen und Planetenfreunde, die Literatur und Beiträge im Fernsehen geben unterschiedliche Antworten auf die Frage wie klein die kleinsten Objekte auf dem Mond sein dürfen um sie bei einer Vergrößerung von etwa 300 und einem Objektiv von 120mm noch sehen zu können ? Kann jemand darüber etwas sagen ? Lieber Gruß Volker Eisen
 
Hallo Volker,

noch sehen, auflösen kann man in idealem Umfeld, was das Teleskop an Auflösungsvermögen schafft, das von der Öffnung abhängt.
AuflösungTeleskop = 138 / Durchmesser Optik
als Näherung.
In deinem Fall also 1,15 Bogensekunden. Wie groß das auf dem Mond ist, kannst du somit recht einfach mit der Erde-Mond Distanz berechnen.

In dieser Auflösung kommt das Mondbild also am Okularauszug an und die Brennweite der Optik und des Okulars und damit die Vergrößerung gibt an, wie groß dieses Mondabbild zu sehen ist. 300x fache Vergrößerung ohne Angabe der Brennweite, sagt aber nicht viel aus.
Ein „normales“ f7 oder f8 Gerät vorausgesetzt, ist 300x aber noch weit vom maximal möglichen entfernt. Lies dich dazu am besten mal in das Thema Austrittspupille ein.

Unabhängig von der Vergrößerung ist die maximale Auflösung halt aber, wie oben beschrieben, gesetzt.

Da kommt dann aber leider noch das seeing dazu, das leider oft nicht so gut ist, um überhaupt in die Nähe des theoretischen Auflösungsvermögen zu kommen, wenn man nicht gerade im Gebirge oder in der Atacama Wüste lebt.

Fotografisch behilft man sich daher mit Kurzzeitbelichtungen von wenigen Millisekunden um das Seeing einzufrieren, dass funktioniert halt visuell leider nicht.

Hoffe konnte helfen.

viele Grüße,
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die Ausführung lieber Astro-Alex , ja ich hab Dich verstanden,übrigens meine Brennweite beträgt 1200mm,Objektiv 127 mm,
Gruß Volker
 
Ein „normales“ f7 oder f8 Gerät vorausgesetzt, ist 300x aber noch weit vom maximal möglichen entfernt.
Lies dich dazu am besten mal in das Thema Austrittspupille ein.
Eine AP von 0,5mm ist wohl die Grenze, die vielleicht bei besten Bedingungen noch Sinn macht.
Das wäre dann bei 120mm Öffnung 240x Vergrößerung.
Die Brennweite bzw. das Öffnungsverhältnis sind hier nicht relevant.
Du brauchst das nur, um die erforderliche Okularbrennweite zu berechnen.
 
Hallo Volker,

Dein 127mm Teleskop löst beugungstechnich etwa eine Bogensekunde auf (1" = 1/3600°). Bei einer mittleren Mondentfernung von 384000km entspricht dies auf dem Mond einer linearen Distanz von ca. 1.86km (384000km x TAN(0.00028°).

In einem Artikel von E.A. Whitaker las ich einmal, daß auf dem hochkontrastigen Mond bei starken Hell-/Dunkelunterschieden dieser Wert bis auf ca. 1/3 kleiner wird, Man erkennt uU. also Details von ca. 600m, ohne jedoch über deren eigentliche Form eine Aussage treffen zu können.

Gruß, Gerd
 
Hallo lieber Namensvetter,

die üblichen Beugungskriterien nach Dawes oder Rayleigh sind für Flächenstrukturen am Mond weniger gut geeignet (Überlappung der Beugungsbilder). In der Praxis kommt man deutlich tiefer runter, es hängt auch noch davon ab, ob man Krater oder Rillen beobachtet. Mondbeobachter haben dafür eigene empirische Formeln entwickelt.

Bei einer mittleren Mondentfernung wirst Du mit 127mm Öffnung bei optimalen Bedingungen (Seeing) Krater von etwa 1,1km Durchmesser und Rillen von etwa 0,7km Breite sehen können.

viele grüße, volker.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine AP von 0,5mm ist wohl die Grenze, die vielleicht bei besten Bedingungen noch Sinn macht.
Das wäre dann bei 120mm Öffnung 240x Vergrößerung.
Die Brennweite bzw. das Öffnungsverhältnis sind hier nicht relevant.
Du brauchst das nur, um die erforderliche Okularbrennweite zu berechnen.
Danke Martin-B . Auch Deine Ausführung habe ich verstanden und war hilfreich L.G. Volker
 
Hallo lieber Namensvetter,

die üblichen Beugungskriterien nach Dawes oder Rayleigh sind für Flächenstrukturen am Mond weniger gut geeignet (Überlappung der Beugungsbilder). In der Praxis kommt man deutlich tiefer runter, es hängt auch noch davon ab, ob man Krater oder Rillen beobachtet. Mondbeobachter haben dafür eigene empirische Formeln entwickelt.

Bei einer mittleren Mondentfernung wirst Du mit 127mm Öffnung bei optimalen Bedingungen (Seeing) Krater von etwa 1,1km Durchmesser und Rillen von etwa 0,7km Breite sehen können.

viele grüße, volker.
Danke Namensvetter , diese Antwort beinhaltet die Größe der angenommenen kleinsten Krater die man noch sehen kann,ich hätte geglaubt die Größe wäre etwa 100 m bin ein wenig enttäuscht......nun gut Liebe Grüße Volker
 
Hallo Volker,

Dein 127mm Teleskop löst beugungstechnich etwa eine Bogensekunde auf (1" = 1/3600°). Bei einer mittleren Mondentfernung von 384000km entspricht dies auf dem Mond einer linearen Distanz von ca. 1.86km (384000km x TAN(0.00028°).

In einem Artikel von E.A. Whitaker las ich einmal, daß auf dem hochkontrastigen Mond bei starken Hell-/Dunkelunterschieden dieser Wert bis auf ca. 1/3 kleiner wird, Man erkennt uU. also Details von ca. 600m, ohne jedoch über deren eigentliche Form eine Aussage treffen zu können.

Gruß, Gerd
Danke Gerd , aus Deiner Antwort habe ich auch gelernt.Nun ich bin ein Anfänger und vieles ist für mich noch Neuland was ich verstehen möchte. L.G. Volker
 
Moin! Erfahrungsgemäß geht mit 120mm Öffnung bei besten Bedingungen etwa 1km. Das entspricht ja dem oben bereits gesagten. Bei 300fach werden diese kleinen Details an der Sichtbarkeitsgrenze aber eher schlechter bis gar nicht mehr zu sehen sein. Zwischen 180 und 200fach wird da das Optimum liegen!

Gruß und CS, Michael
 
Moin! Erfahrungsgemäß geht mit 120mm Öffnung bei besten Bedingungen etwa 1km. Das entspricht ja dem oben bereits gesagten. Bei 300fach werden diese kleinen Details an der Sichtbarkeitsgrenze aber eher schlechter bis gar nicht mehr zu sehen sein. Zwischen 180 und 200fach wird da das Optimum liegen!

Gruß und CS, Michael
Hallo Michael überall bekomme ich sehr gute Ratschläge und Antworten,die ich umsetzen werde. Danke für Deine Erklärung,sie gibt mir mehr Aufschluss und ich sehe das Bild des Mondes mit etwas anderen Augen. L.G. Volker
 
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