Einstieg mit Flextube oder doch besser Reise-Dobson?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hi Farnsworth,
Ich habe ein paar Reviews bei YouTube geguckt. Unter anderem soll die Lackierung ohne Primer aufgebracht sein und vor allem an den Ecken leicht abplatzen. Ob das bei Alu so tragisch ist, sei Mal dahin gestellt. Das mit der Leichtgängigkeit kann man sicher mit Teflonband in den Griff kriegen. Da Hofheim den 16er nicht mehr anbietet, würde ich nur den Taurus in Betracht ziehen. Sehr schönes Design, Gewichtstechnisch tut der sich aber nicht so viel zu dem Explore Scientific(31 vs. 38kg). Sieht aber zerlegt deutlich kompakter aus. Der ES besteht beim Transport aus 2 ziemlich großen Kisten. Ich habe das Gefühl, dass man das auch etwas cleverer ineinander verschachtelt in eine Kiste hätte verpacken können.

Bei Neukauf würde ich wahrscheinlich den 12er von Taurus oder Hofheim nehmen. Wie gesagt: Bin Anfänger, ich muss ja nicht gleich in die Vollen gehen :)

Farnsworth
ich hab' ja den Taurus T500, weil man den Standard T500 vor ca. 2 Jahren schon für 4000€ bekommen hat.

Ich finde die Bau-Qualität sehr gut und der Taurus ist wirklich leicht und schnell aufgebaut.

Der ES Ultra-Light ist bestimmt ähnlich gut. Aber die 8kg Unterschied würde ich nicht unterschätzen.
Wenn ich den Taurus T400 mit seinen 31kg mit meinem T500 vom Gewicht und "Handling" vergleiche, würde ich sagen der T400 ist bestimmt sehr transportabel und einfach zu handhaben.

Gruß
Peter
 
Ich muss sagen, dass ich ja gerne einfach loslegen würde. Das Problem ist: bei uns in der Nähe verkauft keiner ein Teleskop in meiner gewünschten Größe. Im Emsland gibt es einen 10" Tubus aber mit Goto. Deswegen für mich für die Größe zu teuer. In Regensburg gibt's ne 12" Lightbridge mit viel Zubehör, die würde ich sofort nehmen, aber ich sitze nicht den ganzen Tag im Auto nur um ein Teleskop zu kaufen. Der Typ mit dem 10" SC antwortet nicht. Jetzt taucht das 16er auf. Kostet halt mehr, aber wäre in der Nähe und der Preis passt bei der Größe.

8" ist nichts für mich. Ich weiß ungesehen, dass ich mehr will. 10" wäre das absolute Minimum als Kompromiss.

Sollte ich nachher doch beim Neukauf landen wird es wahrscheinlich ein 12" Taurus. Oder maximal der 14"er.

Ich grübele übrigens schon seit Dezember.

Farnsworth
 
Hallo Farnsworth

Hier mal mal ein paar Zahlen zum ES-16"
Gewichte:
-Spiegelkasten mit Höhenräder, Stangen und Hut ca. 29Kg fertig montiert
-Rockerbox ca. 9,4Kg

Zum Tranport:
-schwerstes Einzelteil beim Transport ist der Spiegelkasten mit Inlett, Schutzdeckel und Kleinteile / Schrauben (1,4Kg) zusammen ca. 23,5Kg ( gewogen )
-Hut und Höhenräder ca.4,4Kg ( gewogen ) werden in der Rockerbox ca. 9,4Kg verstaut, das macht beim Transport zusammen ca. 13,8Kg
-8 Stangen ca. 2,5Kg
-komplettes Transportgewicht ca. 39,8Kg ( inclusive Inlett, Schutzdeckel und Kleinteile 1,4Kg )

Die Hauptgewichtseinsparung beim Taurus mit ca. 6,9Kg ist der Hauptspiegel ( Spiegeldicke und Substrat ca. 45,5 zu 25mm oder 13Kg zu 6,1Kg Borofloat ist etwas leichter als BK7 ).
Ob Dir eine Gewichtseinsprung von 8-9Kg rund 900€ wert ist mußt Du selber wissen. Bei GSO gibt es auch gute Spiegel und einen gebrauchtes Dobson von ES wird deutlich häufiger angeboten. Und noch etwas: Beim ES kann der Okularauszug / Hut rechts wie links montiert werden in 4 (8) verschiedenen Positionen je nach Vorliebe!

Gruß Peter
 
Dann muß Taurus aber erst kürzlich seine Spiegel radikal verändert haben. Ich kenne die Spiegel beim 16" als ca. 40mm dick aus BK7 (beim Standard) und Borofloat 33 (beim Pro).
Trotzdem ist er unterm Strich deutlich leichter, der schwerste Teil, die Spiegelzelle, wiegt rund 18kg und vor allem wertiger hergestellt. (Wobei ich hier nur den ES12" in Natura kenne)

Gruß Horst
 
Hallo Farnsworth

wenn man wie ich eine gewisse Grundnettigkeit vortäusch... äh besitzt, kommen einen manche Verkäufer auch ein Stück weit entgegen gefahren. Fragen kostet nix.

VG Klaus
 
Hi Klawipo,

Ich glaube das würde ich nur machen, wenn es das optimale Teleskop für mich ist. z.B. das Meade aus Regensburg würde ich für den Einstieg nehmen, wenn es max 250km weit weg wäre. Aber es ist nicht das was ich mir vorstelle. Deswegen würde ich da weder den Aufwand betreiben da hin zu fahren, noch dem Verkäufer das Aufbürden wollen die halbe Strecke zu fahren.

Wäre das ein 12" Hofheim/Taurus wäre ich wahrscheinlich schon längst hingefahren :giggle: Gedanklich lande ich halt immer beim 12" Hofheim/Taurus.

Bei dem 16" ES überlege ich noch, ob es mir nicht zu groß ist (Packmaß). Ich glaube ich mache mir mal eine Größenübersicht über die verschiedenen Teleskope. Wenn es weg sein sollte ... Pech.

Bei E-Bay Kleinanzeigen scheint es öfter Teleskope zu geben, die Fake sind. Solche Vorwürfe sind natürlich nicht ohne, aber aktuell ist mir ein 8" Celestron SC aufgefallen, was mit den gleichen Bildern schon 3 mal drin war. Und ich könnte schwören, dass es 3 mal ein anderer Ort war und ein anderer Nutzer. Das letzte Mal war es eine Frau. Immer nur 1 angebotener Artikel, immer Versand möglich, schon länger aktiv, aber nie Bewertungen von wegen zufrieden oder freundlich. Echt auffällig.

Farnsworth
 
Nur, damit wir uns richtig verstehen. Ein 10“ SC hat nichts mit einem 10“ Dobson (Newton) oder auch 12“ Dobson (auch Newton) zu tun.

Das sind vollkommen unterschiedliche Teleskope für unterschiedliche Zwecke.
Mir ist schon klar, dass ein SC eine höhere Brennweite hat. Dadurch bedingt sich ein anderes Öffnungsverhältnis und man benötigt andere Okulare. Und wie schon erwähnt mehr optische Elemente im Strahlengang. Ich denke durch die äquatoriale Montierung ist es etwas einfacher Objekte zu verfolgen. Soweit mein Verständnis dazu.

Farnsworth
 
Was willst du nun? Einen 12" Dobson oder ein 10" SC mit Montierung? Du willst doch Deep Sky und dort auch großflächige Objekte beobachten, oder? Dafür ist ein SC mit der langen Brennweite nur bedingt geeignet.

Dein Verständnis von der Sache ist soweit richtig aber ich verstehe nicht warum du Verkäufer mit 10" SCs anschreibst wenn du doch einen Dobson suchst. Oder hab ich was falsch verstanden?
 
Ich hatte zwar mal mit den Astronomy Tools rumgespielt, aber meistens mit den Planeten. Mir war irgendwie nicht klar, dass es so große DeepSky Objekte gibt, die aufgrund der langen Brennweite des SC dann nicht ins Bild passen. Dann kein SC. Danke nochmal für den Hinweis.

Ein SC schien mir wegen der kompakten Bauform des Teleskops attraktiv. Größe im eingepackten Zustand ist für mich ja auch ein wichtiger Aspekt.

Farnsworth
 
So, ich hab mir mal meinen Kofferraum und eine handvoll Teleskope grob modelliert. Es zeigt eigentlich ganz schön, dass ich die günstigeren Gebrauchten zwar alle irgendwie ins Auto bekomme und somit auch in die nähere Umgebung mal zum Sternegucken mitnehmen kann. Sollte ich aber das Teleskop mit in den Urlaub nehmen wollen, komme ich nicht um das 12" Hofheim oder das 12"Taurus drumherum. Wobei das Hofheim wirklich auf das nötigste abgespeckt ist. Wenn ich das richtig sehe, hat es auch keinen Crayford-Auszug. Ich vermute mal, dass so ein Teil ein unheimlicher Komfortgewinn ist, oder? Schön ist beim Hofheim, dass wirklich alles inklusive Streben in die zwei Koffer passt. Das Taurus ist etwas größer und die Streben separat, aber dafür ist das Design wirklich gefällig.

Vergleich Teleskope.png

Farnsworth
 
Wenn ich das richtig sehe, hat es auch keinen Crayford-Auszug. Ich vermute mal, dass so ein Teil ein unheimlicher Komfortgewinn ist, oder?
Hallo Farnsworth,
ein Crayford mit Mikrountersetzung ist tatsächlich etwas komfortabler als ein Helical-Auszug. Etwas.
Für ein echtes Reise-Dobson ist jedoch ein Crayford in der Regel einfach zu schwer.
Wenn Packmaß und Gewicht eine Rolle spielt, dann kommt man um einen Helical nicht herum.
Und funktionieren tun die Helicals auch. Für fotografische Ambitionen gibt es die auch „nicht mitdrehend“.
Die kompromisslosen Leichtgewichte drehen sich aber beim Fokussieren mit, was dem Okular aber letztlich egal ist.

Ich habe zwei 16“ Dobsons im Bestand, die, was Gewicht und Packmaß angeht, unterschiedlicher nicht sein können:
Ein 16“ Meade Lightbridge, das trotz Gitterrohrbauweise mindestens einen Kombi zum Transport erfordert, und satte 73 Kg wiegt, und daneben ein 16“ Dobson, das flugreisefähig ist, und fertig aufgebaut weniger als 13 Kg auf die Waage bringt. 16“, 13 Kg.....
Das geht nur mit einem ultraleichten Helical-Auszug, der aber wunderbar funktioniert und beim Beobachten einen Crayford nicht vermissen lässt.

Du kannst Dir sicher denken, welches der beiden Dobsons ich bevorzuge.......

CS

Dietmar
 
Ohne mich jetzt tiefer damit befasst zu haben, gebe ich zu bedenken, dass auch bei einem ultraleichten Reisedobson das Okulargewicht eine Rolle spielen kann. Die gerne verwandten weitwinkliger Übersichtsokulare (auf die ich keinesfalls verzichten möchte) können da schon zu schwer ausfallen....

Gruß Horst
 
Hi Farnsworth @Prof_Farnsworth und andere die davor stehen einen Dobson mit riesiger Pressspan Rockerbox zu kaufen,

also nachdem ich deine Bilder und deine Anforderungen nochmal gelesen habe, ist für mich völlig klar kauf dir keinen Dobson mit grosser Rockerbox von den grossen Massenherstellern. Du unterschätzt das, wie gross, schwer und unhandlich so eine "dämliche" Rockerbox aus Pressspan ist.

16" und 73kg Gewicht, das ist Wahnsinn!

Bleibt ganz klar Taurus, Hofheim. Es gibt aber noch andere (teurere?) Klein-Hersteller (mir fallen die aber gerade nicht ein ;) ).

Und noch eine gute Alternative:
Astrooptik Martini Astro Optik Martini

Da seine Seite etwas "chaotisch" ist, hier noch seine aktuelle Preisliste:

Von diesem netten Herrn, den man einfach direkt kontaktieren sollte, habe ich mir eine tolle, leichte, kompakte Dobson Montierung gekauft in die ich meine vorhandene 12" Optik eines Meade (Schwachsinn Karton-Tubus, Pressspan Rockerbox) Dobsons eingebaut habe.
Dieses Teleskop habe ich dann mehrfach im Urlaub mit dem Auto dabei gehabt. Das ist nur eine etwas grössere Holzbox (ca. 40x40x30cm).
Die Stangen sind extra. Das finde ich aber völlig ok, da man die immer irgendwo noch unterbringt.

Zum OAZ:
Ich benutze weiterhin den total einfachen, billigen, aber auch leichten (Plastik :eek: ), original Meade Auszug.
Für visuell ist das mM kein Problem.

Ich habe ja noch andere Dobsons mit besseren OAZs.
Für mich braucht's das für visuell nicht unbedingt. Ich komme auch mit einfachen zu recht.

Gruß
Peter
 
Nicht American sondern Sumerian muß es heißen...

Gruß Horst
 
An Selbstabbau habe ich auch schon gedacht. Ich habe da ganz nette Konstruktionen mit 3D Druck und Aluprofilstangen gesehen. Das sah ganz interessant aus. Aber immer nur so 8". 6 Profilstangen und dazwischen gedruckte Halter. Müsste sogar gehen. Ein 12" Spiegel hat einen Umfang von etwas unter 100cm. Das ergibt Segmente von um die 17cm. Das sollte mit jedem handelsüblichen Drucker druckbar sein.

Die Idee klingt interessant. Einen günstiges Dobson kaufen und dann einen leichten Träger für die Optik selbst konstruieren:unsure:. Für zu Hause kann man dann den schweren Trümmer nutzen. Oder dann auch nicht mehr.

Farnsworth
 
Ich steige hier nochmal ein.
In deinem Eingangspost schreibst du, du hast KEINE Erfahrung mit Teleskopen allgemein. Es soll aber gleich ein 12" nein besser 16" Dobson im super Leichtbau werden und zwischendurch mal ein 10" SC und jetzt grübelst du schon über Selbstbau nach?

Ich komm da irgendwie nicht mehr so ganz mit.
Kauf dir doch mal ein günstiges Teleskop zum Anfangen und berichte erstmal von deinen Erlebnissen. Völlig egal, was es hat und kann und drauf steht. Einfach nur erstmal probieren... Ist das überhaupt was für dich? = Aufbauen in der Kälte, Objekte aufsuchen mit vielleicht nicht ganz so großem Erfolg, schwere Sachen schleppen, das was du siehst: haut das dich um oder denkst du "meh, ja gut nen kleiner grauer Schleier."?

Das alles ist vollkommen losgelöst davon, WELCHES Teleskop du benutzt. Das ist immer gleich. Egal ob 16" Superleichtbau oder 10" Bleiklumpen oder 4" Fotorefraktor, alle müssen aufbauen, Sachen schleppen, in der Kälte stehen etc...
 
Also ich fasse das mal zusammen: ich überlege mir meistens lang und gut, was ich genau haben möchte. Dabei denke ich verschiedenste Aspekte durch, die ja durch Eure Anregungen mir öfter neue Perspektiven eröffnen an die ich vorher gar nicht gedacht habe. Die Planung meines Wintergartens hat ca. 2 Jahre gebraucht, aber dafür habe ich jetzt nichts, wo ich denke: "Hättest Du das mal lieber anders gemacht." Ich spiele gerne erst gedanklich durch und mache Pläne, bevor ich nachher was habe, was mir dann nach kurzer Zeit sauer aufstößt. Gut Ding will Weile haben ;)

Meine Eingangsfrage war, ob ein Leichtbau Teleskop was für den Alltag ist oder ob es gravierende Nachteile gegenüber einem Volltubus oder sowas wie einem Flextube hat. Offensichtlich haben aber viele Leute ein Leichtbau Teleskop, was sie gerne benutzen, weil es eben leichter ist. Und ob ich 15kg oder 60kg durch die Gegend schleppe ist ein gravierender Unterschied. Was ich auch verstanden habe ist: Öffnung ist durch nichts zu ersetzen außer durch Öffnung. Gerade bei visueller Beobachtung also wichtig. Deswegen möchte ich eben nicht mit 8" anfangen, damit ich eben nicht ein "Na, toll"-Erlebnis habe Das 10"SC kam lediglich ins Spiel wegen der kompakten Bauart. Dank des Hinweises von *entfernt* habe ich verstanden, dass es für meine Zwecke nicht geeignet ist. Da ich aber das Teleskop auch mal mit in den Urlaub nehmen möchte (wenn ich mir schon was schönes kaufe, möchte ich es ja auch möglichst häufig nutzen) Also lande ich gedanklich immer wieder beim Taurus oder Hofheim. Dass so eins in den Kleinanzeigen auftaucht ist aber höchst unwahrscheinlich. Also war ich gedanklich schon bei einer Neubestellung.

Klawipo hatte jetzt aber noch eine Option und Spiel gebracht, die ich auch interessant finde. Einen beliebigen 12" er kaufen und die Optik in einen leichten Transportfähigen Selbstbau überführen. Das klingt für mich nach einer interessanten Lösung, die ich bisher nicht in Erwägung gezogen habe. Ich hatte zwar Anfangs mal über Selbstbau nachgedacht, aber den Gedanken schnell wieder verworfen. Der Vorteil: ich könnte mir den nächstbesten 12" bei den Kleinanzeigen schnappen, egal wie der aufgebaut ist, dann habe ich nämlich genau das was *entfernt* ansprach: etwas womit ich einfach mal loslegen kann. Und wenn ich super viel Spaß daran habe kann ich versuchen mit einer Leichtbau-Eigenkonstruktion die Optik reisefähig zu machen und dabei das Wissen über Teleskope zu vertiefen.

Resümee: ideal für meine Anforderungen wäre ein 12"Hofheim/Taurus (Größe, Gewicht, Kompaktheit). Zum Anfang wäre aber ein x-beliebiger 12" okay.
Ich werde mal weiter die Kleinanzeigen beobachten.

Danke nochmal für die vielen Anregungen und Verwirrungen, die ich bei Euch stifte;)

Farnsworth
 
Den Einwand von *entfernt* kann ich gut nachvollziehen und ist bestimmt nicht böse gemeint.
Quasi jeder der das Hobby etwas intensiver betreibt, weiß aus seiner Erfahrung, dass man sich erst aus einer gewissen Erfahrung auf "sein Equipment" einschiessen muß, mag man sich vorher noch so intensiv theoretisch damit befasst haben...

Nachher ist man immer schlauer.

Mein Tip: Gebraucht was gängiges kaufen, in deinem Fall einen ES 12" Dobson.

Du lernst:
visuelle Astronomie kennen
Newton kennen
Dobson kennen
12" kennen
Gitterrohr kennen
Schlepperei kennen
und noch vieles mehr.

Und kannst dann nahezu verlustfrei wieder verkaufen (oder gar behalten)

Mit dem Wissen ist der nächste Kauf (fast) garantiert ein Volltreffer!

Gruß Horst
 
Hallo Simon,
„Klein anfangen“ ist eine oft ausgesprochene, nachvollziehbare und auch oft richtige Empfehlung.

Wenns aber um den Einstieg mit einem Teleskop geht, dann gilt das nicht immer.
Farnsworth hat z. B. schon recht konkrete Vorstellungen von seinem Teleskop, und die drehen sich eben um ein recht großes.

Natürlich könnte er auch mit einem kleineren Teleskop anfangen. Das Procedere wäre sicher auch ähnlich.
Die Vorbereitung ist auch fast die gleiche, egal ob er ein kleines oder ein großes Teleskop aufbaut.

Der Unterschied liegt aber darin, dass es mit einem Gerät dass "ordentlich Hubraum" hat, von Anfang an viel mehr Spaß macht.

CS

Dietmar
 
Hi,

also ich denke auch, dass es, wenn man ernsthaft interessiert ist und auch ungefähr weiss was einem erwartet (keine Hochglanzbilder ;) ), gut ist gleich mit einem grösseren Teleskop (ab 12" als Gitterorhr-Dobson) zu beginnen.
Selbstverständlich hängt es auch von den individuellen Gegebenheiten (Budget, Platz, Transport-Fähigkeit/tabilität, Himmel, ...) ab.

Durch die Erfahrung mit dem 12 und 20 Zöller (Gitterorhr-Dobsons) denke ich, dass bei fortgeschrittener visueller Astronomie-Erfahrung im Normalfall ein 16 Zöller sehr gut, vielleicht der Sweetspot oder optimal ist.

Ein 20 Zöller ist dagegen schon etwas "verrückt". ;)

Gruß
Peter

PS: Die Frage erinnert mich auch daran ein Musik-Instrument auszuwählen.
Da macht es als Beginner auch durchaus Sinn gleich ein besseres Instrument auszuwählen.
Es macht keinen Sinn mit einem schlechten Instrument zu beginnen.
 
Hallo Farnsworth,

ich finde die Dimension der Öffnungen, mit denen du gedanklich spielst, schon sehr ambitioniert für einen Anfänger. Ich verstehe, dass wenn man sich einem neuen Hobby ernsthaft zuwendet, gleich etwas "richtiges" kaufen möchte. Nur ist das "richtige" - vor allem in Leichtbauweise - auch recht teuer. Zumal auch die Definition von "richtig" immer vom Auge des Betrachters abhängt. Was sich sagen will: Warum nicht erst einmal etwas kleiner anfangen und schauen, ob du überhaupt dabei bleibst, anstatt mehrere 1000 EUR in etwas zu investieren, was du dann vielleicht gar nicht nutzt? So einen kleinen 8 Zöller zu Beginn bekommst du gebraucht für ein paar 100 EUR und wenn du dann tatsächlich dabei bleibst, kannst du den sicher ohne größeren Verlust wieder verkaufen und auf 12 oder meinethalben auch 16 Zoll aufstocken.

Du hast auch geschrieben, du wärst aus dem Ruhrpott mit Bortle 5. Ich lebe/leide leider unter denselben Lichtverhältnissen und habe mir im letzten Jahr einen 8 Zoll Dobson gebraucht hier im Forum gekauft. Den habe ich auch im letzten Jahr zuletzt genutzt. Vielleicht ist die Situation nicht dieselbe, da ich mich jetzt mehr in Richtung Fotografie orientiere, aber du verstehst sicher, wie ich das meine. Du hast ganz richtig zitiert: Das beste Teleskop ist das, was auch genutzt wird. Nun kannst du dir unter den Bortle 5 eine Lichtkanone wie den 16 Zöller stellen, aber das wird dann eben auch nicht mehr Freude bereiten als ein kleineres Gerät. Anders natürlich unter dem Bortle 3 Himmel. Wie oft bist du denn an diesem Ort? Und würde es sich aus deiner Sicht lohnen, das Geld zu investieren, nur um wenige Male im Jahr unter einem guten Himmel beobachten zu können?

Über Gitterrohrdobson und Flextube will ich gar nicht diskutieren; damit kenne ich mich eh nicht so aus. Tatsächlich habe ich eventuell die Chance, einen Hofheim-Dobson (12 Zoll) zu erwerben, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich weiß, dass ich das Teleskop nur wenige Male im Jahr nutzen würde und dafür ist mir das Geld fast zu schade. So ganz kann ich den Gedanken dennoch nicht von mir schieben.

Ansonsten schließe ich mich Simon an: Loslegen und schauen, wohin dich der Weg führt. Vielleicht entwickelst du im Laufe der Zeit noch ganz andere Vorlieben. Billiger wird es in keinem Fall ;)
 
...
Über Gitterrohrdobson und Flextube will ich gar nicht diskutieren; damit kenne ich mich eh nicht so aus. Tatsächlich habe ich eventuell die Chance, einen Hofheim-Dobson (12 Zoll) zu erwerben, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich weiß, dass ich das Teleskop nur wenige Male im Jahr nutzen würde und dafür ist mir das Geld fast zu schade. So ganz kann ich den Gedanken dennoch nicht von mir schieben.
...
Ich bin mir sicher, dass der Hofheim 12" dein Haupt-Instrument wird, wenn du den kaufst. Nicht nur wenige Male im Jahr.
Super leicht, super schnell aufgebaut, grössere Öffnung, super kompakt, ...

Gruß
Peter
 
Hallo Farnsworth,

ich finde die Dimension der Öffnungen, mit denen du gedanklich spielst, schon sehr ambitioniert für einen Anfänger. Ich verstehe, dass wenn man sich einem neuen Hobby ernsthaft zuwendet, gleich etwas "richtiges" kaufen möchte. Nur ist das "richtige" - vor allem in Leichtbauweise - auch recht teuer. Zumal auch die Definition von "richtig" immer vom Auge des Betrachters abhängt. Was sich sagen will: Warum nicht erst einmal etwas kleiner anfangen und schauen, ob du überhaupt dabei bleibst, anstatt mehrere 1000 EUR in etwas zu investieren, was du dann vielleicht gar nicht nutzt? So einen kleinen 8 Zöller zu Beginn bekommst du gebraucht für ein paar 100 EUR und wenn du dann tatsächlich dabei bleibst, kannst du den sicher ohne größeren Verlust wieder verkaufen und auf 12 oder meinethalben auch 16 Zoll aufstocken.

Du hast auch geschrieben, du wärst aus dem Ruhrpott mit Bortle 5. Ich lebe/leide leider unter denselben Lichtverhältnissen und habe mir im letzten Jahr einen 8 Zoll Dobson gebraucht hier im Forum gekauft. Den habe ich auch im letzten Jahr zuletzt genutzt. Vielleicht ist die Situation nicht dieselbe, da ich mich jetzt mehr in Richtung Fotografie orientiere, aber du verstehst sicher, wie ich das meine. Du hast ganz richtig zitiert: Das beste Teleskop ist das, was auch genutzt wird. Nun kannst du dir unter den Bortle 5 eine Lichtkanone wie den 16 Zöller stellen, aber das wird dann eben auch nicht mehr Freude bereiten als ein kleineres Gerät. Anders natürlich unter dem Bortle 3 Himmel. Wie oft bist du denn an diesem Ort? Und würde es sich aus deiner Sicht lohnen, das Geld zu investieren, nur um wenige Male im Jahr unter einem guten Himmel beobachten zu können?

Über Gitterrohrdobson und Flextube will ich gar nicht diskutieren; damit kenne ich mich eh nicht so aus. Tatsächlich habe ich eventuell die Chance, einen Hofheim-Dobson (12 Zoll) zu erwerben, aber ich kann mich einfach nicht entscheiden. Ich weiß, dass ich das Teleskop nur wenige Male im Jahr nutzen würde und dafür ist mir das Geld fast zu schade. So ganz kann ich den Gedanken dennoch nicht von mir schieben.

Ansonsten schließe ich mich Simon an: Loslegen und schauen, wohin dich der Weg führt. Vielleicht entwickelst du im Laufe der Zeit noch ganz andere Vorlieben. Billiger wird es in keinem Fall ;)

Wir Deutschen fahren nicht umsonst häufig Kombi. Man braucht den Platz eigentlich selten, aber wenn wir ihn mal brauchen sind wir froh, dass wir ihn haben. Vielleicht nützt mir der 12er zu Hause nicht viel, aber wenn ich mal wegfahre kann ich einen kompakten mitnehmen. Es schadet ja nichts zu Hause ein zu großes Teleskop zu nutzen. Und ob ich mir einen 8" er kaufe und kurz später wieder verkaufe oder ein teures Teleskop bei Nichtgefallen, ist doch im Prinzip egal. Auf das Geld kommt es mir nicht an. Ich finde den Gedanken toll, dass so ein großes Gerät nur 15kg wiegt. Und vor allem problemlos in meinen Nicht-Kombi passt;)

Wenn Du den 12"er Hofheim nicht möchtest, melde ich hier ernsthaft Interesse an. Wäre super, wenn Du das in dem Fall weitervermitteln würdest, dass Du einen Abnehmer kennen würdest :giggle:

Farnsworth
 
Vielleicht ist die Situation nicht dieselbe, da ich mich jetzt mehr in Richtung Fotografie

Und auch das ist eine der vielen Möglichkeiten, die man in Erwägung ziehen kann, nachdem man praktische Erfahrungen gesammelt hat.

Mein Weg war übrigens dieser:
Neuer 70mm Wackelrefraktor, nach 3 Monaten mit 100 Euro Verlust verkauft.
Dann 12" Volltibusdobson gebraucht gekauft, nach 2,5 Jahren mit 50 Euro Verlust verkauft.
Letztendlich 16" Gitterohrdobson und aus dieser Erfahrung heraus: Schwankend ob nicht 14" Gitterohrdobson genauso gut gepasst hätte....

Gruß Horst
 
Ich bin mir sicher, dass der Hofheim 12" dein Haupt-Instrument wird, wenn du den kaufst. Nicht nur wenige Male im Jahr.
Super leicht, super schnell aufgebaut, grössere Öffnung, super kompakt, ...

Gruß
Peter
Super, danke! Ich hatte mich schon fast von dem Gedanken verabschiedet und wollte mich mal nicht von meinem "Haben wollen" Drang leiten lassen ;) Aber ja, es hat mich auch die Kompaktheit gereizt. 12 Zoll kriegt man sonst eben nicht in der Größe. Als Volltubus reicht mir schon mein 8 Zöller, der gerade noch auf die Rückbank vom Auto passt. Die Rockerbox noch in den Kofferaum und dann wird schon problematisch mit den Urlaubsgepäck.

Andererseits: Ich habe gerade eine DSLR erworben und dachte erstmal an eine Star Adventurer und ein gutes Objektiv, um fotomäßig autark zu sein. Optimal wäre natürlich Fotos zu machen und nebenbei mit dem 12" Dobson zu spechteln :love:

Wir Deutschen fahren nicht umsonst häufig Kombi. Man braucht den Platz eigentlich selten, aber wenn wir ihn mal brauchen sind wir froh, dass wir ihn haben. Vielleicht nützt mir der 12er zu Hause nicht viel, aber wenn ich mal wegfahre kann ich einen kompakten mitnehmen. Es schadet ja nichts zu Hause ein zu großes Teleskop zu nutzen. Und ob ich mir einen 8" er kaufe und kurz später wieder verkaufe oder ein teures Teleskop bei Nichtgefallen, ist doch im Prinzip egal. Auf das Geld kommt es mir nicht an. Ich finde den Gedanken toll, dass so ein großes Gerät nur 15kg wiegt. Und vor allem problemlos in meinen Nicht-Kombi passt;)

Wenn Du den 12"er Hofheim nicht möchtest, melde ich hier ernsthaft Interesse an. Wäre super, wenn Du das in dem Fall weitervermitteln würdest, dass Du einen Abnehmer kennen würdest :giggle:

Farnsworth

Wenn dir das Geld egal ist, dann hau halt rein. Was kostet die Welt? Dann 12 Zoll Gitterrohr. Oder wenn du das schleppen kannst, eben noch größer. Unter deinem Bortle 5 ist das zwar vergebene Liebesmüh, aber unter Bortle 3 dagegen... Tja, da suchst du sicher nicht ewig den Ringnebel um nach einer guten dreiviertel Stunde festzustellen, dass der schon die ganze Zeit im Okular ist, man ihn aber schlichtweg nicht gesehen hat.
 
Ich bin mir sicher, dass der Hofheim 12" dein Haupt-Instrument wird, wenn du den kaufst. Nicht nur wenige Male im Jahr.
Super leicht, super schnell aufgebaut, grössere Öffnung, super kompakt, ...

Gruß
Peter
Ich denke, dass das auch für mich gilt. Wie gesagt, das scheint mir das Optimum zu sein. Das Hofheim ist noch kompakter als das Taurus.

Zu Ulrike: Naja, was heißt, dass mir das Geld egal ist. Bis zu 1.000 Euro würde ich sofort setzen ohne mit der Wimper zu zucken. Bei dem 16er ES habe ich nachgedacht. Ist zwar preislich deutlich drüber, aber dafür auch 16 Zoll. Dagegen spricht das Packmaß. Das Teil passt zwar mit ins Auto, aber nicht auf dem Weg in den Urlaub. Entweder bleibt das Gepäck zu Hause, oder das Teleskop. Ich glaube, ich weiß, was meine Frau entscheiden wird, was zu Hause bleibt :LOL:

Das Hofheim ist halt alles, groß und dabei klein o_O. Kostet halt ein bisschen. Das ist aber die Preiskategorie wo ich sicher sein will, dass es das richtige ist. Hobbies dürfen Geld kosten. Nichtsdestotrotz: Poppt morgen bei den Kleinanzeigen ein 12er in der Nähe für unter 1.000 auf, bin ich direkt da.

Und wie gesagt: Fotografie schließe ich kategorisch aus. Ich finde nach 30 Sekunden googlen viel coolere Bilder als ich je schießen könnte. Für sowas gibt es ja so erdumkreisendes Profiequipment ;)

Farnsworth
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben