Refraktor für nur visuell: "APO" doublet oder triplet?

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CHnuschti

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Refraktor für nur visuell: "APO" doublet oder triplet?

Hallo liebe Kenner. Hake hier nochmals nach, da ich noch unschlüssig bin. Fest steht die Anschaffung eines Refraktors, 100 bis 115mm. Und nein, über die Alternative Spiegelteleskop möchte ich nicht nochmals nachdenken. Werde den ausschliesslich visuell nutzen. Da Transportierbarkeit hier eines der massgebenden Kriterien ist, genauer, dass sich das in einem Rucksack auf einem Rad transportieren lässt.

So nach durchackern mancher Threads ist mein Eindruck, gibt ein triplet nur unwesentlich mehr her, insbesondere eben für "visuell". Und doublet ist eben gelegentlich, wenn nicht öfters, doch bis 1-2 kg leichter.

Wenns dazu ein paar entscheidungsfördernde, praxis-gehärtete Einschätzungen dazu gäbe? Danke.

Gruss
 
Die 2-linser sind zwar etwas leichter, aber dafür haben sie größere Blendenzahlen, d.h. sie sind länger. Ich habe habe ein 125mm Doublett. Das ist eine ganz schön Trumm. Mit einem Rucksack kann ich mir das nicht vorstellen. Ich hab noch einen 4" f/10 FH. Wenn ich mir den 30cm kürzer vorstelle, könnte das grad so gehen. Ob das aber fürs Objektiv so toll ist?
 
Zum Sammeln von Argumenten:
Für ein Doublet sprechen im allgemeinen noch,
der günstigere Preis,
das schnellere Auskühlen und
die geringere Kopflastigkeit.

Gruß Horst
 
Wenn es um Apos geht, dann kann ich durchaus auch Doublets mit Fluorit Linse empfehlen. Ich verwende beides: ölgefügtes Triplet und Luftspalt Doublet.
Das Gewicht ist auch ein gutes Argument für die erforderliche Montierung bei 4“.
Bei den ED Glas Varianten kann ich nicht mitreden.
Grüße Ulrich
 
Hallo,
ich habe mir gerade einen 110/660 Omegon ED Doublett Apo gekauft.
Der wiegt gerade mal 4,8 kg (ohne Schellen und Schiene) , hat einen moderaten Farbfehler, der ihn eigentlich zu einem Halbapo macht.
Ansonsten ein tolles Deep-Sky Richfieldgerät, das mit einem Baader semi-Apo-Filter auch knackigen Kontrast
bei 188x (Nagler 3,5 mm Okular) liefert.
Ein Meade älterer 127/1140 ED war im Fokus auch nahezu farbrein.
Ich hatte mal einen APM 150/1200 ED, der zeigte im Focus keine Farbe.
Ein 100ED Bino von APM, das ich mal hatte, war ebenfalls bei f 5,5 richtig gut korrigiert.
Also ich denke, so im 100 mm Bereich sind FPL 53 / Lanthan (o. anderes Sonderglas) Kombinationen schon richtig gut korrigiert
Ich würde da mal suchen an Deiner Stelle.

Gruß Michael
 
Ist der 110/660 Carbon schon wieder lieferbar?

Welches Stativ und Montierung nutzt du denn zum Schnellspechteln wenn ich fragen darf.

Gruß Dieter
 
Hallo Dieter,

den habe ich gebraucht gekauft von Tele-Optik Nordhorn (übrigens sehr netter Kontakt).
Derzeit sitzt er auf einer Vixen GP-DX, aber ich werde mir noch was bauen fürs schnelle Gucken
Etwa so wie auf dem angehängten Bild.

Gruß Michael
 

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Liebe Ratgeber, ich bedanke mich für alle Inputs, die auch noch weitere bedenkenswerte Aspekte einbrachten. Das mit der doublet=mehr Länge war mir (noch) nicht so ganz präsent.
Den Omegon 110 hatte ich tatsächlich auch schon verschärft im Auswahlblick. Das Budget ist so allerhöchstens bei 1500-2000 Euro, weniger alleweil willkommen. Ein Takahashi oder Borg wirds also kaum werden, schnief ...

Gibt es vielleicht noch Kenner, die beide Typen von Geräten bei ähnlichem Durchmesser in den Händen hielten, um dann "ehrlich" festzustellen, ne, "Upgrade" auf triplet hats nicht wirklich gebracht (für visuell), oder eben umgekehrt, der Meinung waren, doch, ist schon ne ganz andere Klasse. Usw.

Gruss
 
Neulich war hier ein Vixen FL102/900 im Angebot. Das war sogar günstiger als das angegebene Budget. Wenn Dich sowas reizt: sehr farbreines Doublett und sehr leicht. 900 mm ist natürlich etwas länger...
Aber normalerweise sind die Fluorit Apos sehr gut.
Grüße Ulrich
 
Hallo,

Dublett oder Triplett ist hier glaube ich etwas zu einfach gedacht. Man müsste sich hier wohl eher die Eigenschaften der jeweiligen Designs ansehen. Für den Transport mit dem Rad würde ich die Grenze glaube ich bei knapp 3" ziehen, denn es muss ja noch mehr Gedöns mit wie ein Stativ, die Montierung, Okulare und eine Sitzgelegenheit. Damit wird der Rucksack schon arg voll. Ein weiterer Punkt der mir etwas zu denken geben würde wäre die Justierstabilität des Linsenpaketes. Einen Zweilinser bekommt man noch irgendwie wieder hingeschoben, aber bei einem Dreilinser ist das nicht ganz so einfach ...
Mein Tipp wäre in eine ganz andere Richtung zu denken, nämlich an einen optimierten Dobs mit mindestens sechs, aber eher acht Zoll Öffnung. Optimiert deshalb, weil man hier sicherlich den Dobs mit Untersatz und Sitzgelegenheit in Kistenform bauen kann, welche sich dann mit einer Polsterung und ein paar Riemen in einen kompakten Rucksack verwandeln lassen sollte. In einem Paket mit grob 30x30x30-40cm sollte eigentlich alles seinen Platz finden. Klar, das ist kein Projekt für nur ein Wochenende, aber dafür hat man ein Teil das gut transportabel ist, ein Maximum an Leistung bietet und die Justierstabilität spielt bei so einem Ding ehe eine untergeordnete Rolle. ;)


MfG

Rainmaker
 
In der Tat. Allerdings bezweifle ich sowieso, dass Spiegelteleskope in der gleichen "visuellen Liga" mit den genannten 6-8" hier unter dem Strich leichter werden könnten. Die Datenblätter diesbezüglich scheinen doch eher noch mehr Gewicht herzugeben als die angestrebten 100-120mm Refraktoren. Würde auch die Unempfindlichkeit von Refraktoren bei Herumschleppen und Schütteln usw. höher einstufen gegenüber Spiegelteleskopen. Kommt dazu die sofortige "Bereitschaft" für die Nutzung. Diese eher Unkompliziertheit war massgebend für meine Vorentscheidung für ein Refraktor.

Und Gepäckträger als Ablage gibt es auf "Rad" übrigens auch noch. ;)
 
Hallo Threadstarter,

was möchtest du denn mit dem Apo beobachten? Ich finde, davon hängt es auch ab, welches Gerät geeignet ist.
Wenn es transportiert werden soll sind natürlich Größe und Gewicht entscheidend (wie schon erwähnt) . Du hast ja bestimmt auch noch eine Montierung dabei.
Für Deepsky wäre dann die kürzere Brennweite und die größere Öffnung gut. Für Mond, Planeten, Doppelsterne vielleicht lieber mehr Brennweite und auf etwas Öffnung verzichten. Langsamere Optiken sind leichter zu korrigieren und daher sind günstigere Doublets dann auch ziemlich gut. Schnelle Apos mit sehr guter Korrektur sind leider teuer und fast immer Triplets.

CS, Sebastian
 
Also ich finde diese Lösung sehr praktisch und mit einem Gewicht von 8kg inkl.Montierung auch noch gut tragbar: Home

Gruß Horst
 
Hallo,

@ Ralf,
bis zu dem Zeitpunkt aber ohne jegliches sinnvolles Argument.

@ CHnuschti,
das kannst Du gerne bezweifeln, aber der Gegenbeweis ist längst angetreten und nicht nur von ein paar Leuten. 8-9 Kilo inklusive Okulare, Sitzgelegenheit und Unterbau sind nicht selbst für einen 8" f/6 nicht außerhalb der Reichweite. Und nein, Refraktoren sind alles andere als unempfindlich. Für den Transport sollten sie gepolstert werden, das wird für die normalen Falt-Dobsons schon von der Verpackung erledigt. Mein erster 8"f/6 wurde z.B. in Chile so knappe sechs Meter auf dem Asphalt der Rollbahn geworfen. Verpackt war er nur in einem normalen Koffer. Der einzige Schaden war, dass die Rockerbox etwas aus dem Leim gegangen ist, was aber mit etwas Klebeband repariert werden konnte. Ganz ehrlich, ich würde das nicht mit einem Refraktor wagen.
Was die sofortige Einsatzbereitschaft angeht, so kann ich das nicht ganz bestätigen. Keiner meiner Refaktoren ist sofort einsatzbereit. Man kann zwar sofort durchsehen, aber die Optik ist nicht ausgekühlt und es muss erst mal gewartet werden. Mit einem Newton verhält es sich ähnlich und die Zeit ist auch nicht wirklich länger, wenn man mal schaut wie lange ein 5" Triplett so braucht.
Womit wir dann zur optischen Leistung kommen. Ein guter optimierter 6" Newton hat kein Problem mit einem 4" Refraktor und gegen einen 8" Newton geht der eh unter ...
Was den Gepäckträger als Transportfläche angeht, das kannst Du gerne machen, aber ich schätze Du wirst ziemlich schnell merken, dass es da ein paar Nachteile gibt, besonders wenn Du die üblichen Radwege nutzt.
Worüber wir noch nicht geredet haben ist die Ergonomie. Man beobachtet je üblicherweise Objekte die hoch stehen, genau das führt aber dazu, dass ein für den Refri ein relativ langes Stativ benötigt wird, was sich dann unschön auf das Transportvolumen und das Gewicht niederschlägt. Das war übrigens genau der Punkt, warum ich nicht einen meiner Refraktoren reisetauglich gemacht habe.

@ Horst,
etwas teuer und "nur" f/4, da würde ich eher zum Selbstbau tendieren, da man ja fast alle Zuschnitte im Baumarkt bekommt und der Rest der Teile sich durchaus in der heimischen Werkstatt mit Stichsäge und Bandschleifer zusammendengeln lässt.


MfG

Rainmaker
 
Teuer ist da relativ, im Vergleich zu einem APO noch immer günstig. Und ja, man kann auch viel selber machen, aber Gewicht und Kompaktheit eines Hofheimdobsons ist schon gut.

Gruß Horst
 
Hallo.

Welche Montierung samt Stativ ist denn für den Rucksack vorgesehen, und was darf das Ganze am Ende wiegen und welches Packmaß darf der OTA haben?

Was den Farbfehler angeht, ist die persönliche Toleranzgrenze eine individuelle Sache, die man selbst im Vergleich erproben sollte. Da nützen einem die Eindrücke anderer Leute leider nur sehr wenig, denn wo manche schon schreiend davonlaufen, sehen andere noch gar kein Problem.

Ich persönlich würde visuell immer ein leichteres gutes Doublett vorziehen. Und mich auch auf dem Gebrauchtmarkt umschauen. Vixen z. B. baut erfahrungsgemäß recht leicht und hatte früher auch größere ED Öffnungen mit kürzerer Baulänge im Programm...

Gruß

PS. : Wenn es ausdrücklich kein Dobson werden soll, was ich sehr gut nachvollziehen kann, was der Titel schon sagt und der TO auch mehrfach bekräftigt hat, warum dann diese respektlosen, störenden und überflüssigen Versuche das Thema abzuwürgen und stattdessen zu missionieren ?:unsure:
 
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Nun danke für die Inputs. Konkret ist die Perspektive eher Planeten, Doppelsterne oder einfach die ganz simple Show, sich Sternbilder anzukucken. ;) Deepsky hat keine Priorität, da soweit ich es mitm 100m Spektiv hier beurteilen kann, ja ohnehin wenig zu erwarten ist, visuell. Ausser, habs gefunden und gesehen. ;)

Montierung ist sozusagen profan, Stativ mit "bloss" Getriebeneiger. Ohne motorisiertem Finder-Chichi. Montierung und Sitzgelegenheit passen auf den Gepäckträger, und wenn der Refraktor im Rahmen 5kg bleibt bin ich soweit zufrieden, und das lässt sich dann im Rucksack OHNE "Verpackung" verstauen. Chile ist auch weniger meine Destination, sondern eher die 10-30min entfernte Wiese, wo sich das dann unkompliziert, rasch und schmerzlos aufstellen lässt.

Gruss

EDIT: hege auch keine Ambitionen in die Profiliga aufzusteigen, es geht wirklich "nur" um ein einigermassen ordentliches "Bild" beim Kucken.
 
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S. : Wenn es ausdrücklich kein Dobson werden soll, was ich sehr gut nachvollziehen kann, was der Titel schon sagt und der TO auch mehrfach bekräftigt hat, warum dann diese respektlosen, störenden und überflüssigen Versuche das Thema abzuwürgen und stattdessen zu missionieren ?:unsure:

Diese Frage kann ich Dir wie folgt beantworten:

Kein Refraktor der Welt wird Dir im Bereich von 8kg inkl. Montierung das zeigen können, was Dir z.B. der von mir empfohlene 8" Dobson zeigen kann. Da fällt es einem schwer zu akzeptieren, das die beste Möglichkeit kategorisch abgelehnt wird. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

Als einzig respektlos in diesem Thread hingegen, empfinde ich allerdings deine Frage.
So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein.

Gruß Horst<-- der hier jetzt nur noch mitliest.
 
Hallo,

@ CHnuschti,
auf einen der üblichen Getriebeneiger aus dem Fotobereich solltest Du ein Teleskop mit 5kg Lebendgewicht nicht hängen. In der Horizontalen mag das noch halbwegs funktionieren, aber je weiter man sich von der Horizontalen entfernt um so übler wird es. Das Teleskop ist nicht im Schwerpunkt aufgehängt und bekommt entsprechend starkes Übergewicht, was die Getriebeneiger so gar nicht mögen. Sie werden schwergängig und die Schwingungsdämpfung leidet ganz massiv. Auch "normale" Stative mögen so schlecht ausbalancierte Lasten nicht selbst, wenn sie eigentlich deutlich mehr tragen könnten.
Da das Stativ für den Refraktor auch relativ lang sein muss und durch den Getriebeneiger noch länger wird, macht der Transport auf dem Gepäckträger nicht so sonderlich viel Spaß. Natürlich könnte man es mit dem Refraktor in den Rucksack stecken. Der wird dadurch aber relativ groß ausfallen müssen und die lange und locker über 10kg schwere Last macht beim Fahren dann keine wirkliche Freude machen. Probier es aus und belade mal Rucksack und Fahrrad mit entsprechenden Dummy-Lasten und fahre ein paar Kilometer.
Es geht übrigens nicht um Profiliga, sondern um ein entspanntes Beobachtungserlebnis und das schließt auch die An- und Abreise und den Betrieb des Gerätes mit ein. Wenn Du unbedingt so viel Geld für so einen langen Trum ausgeben willst, dann tu dir keinen Zwang an, aber wundere dich nicht, wenn Du die Gerätschaften irgendwann stehen lässt, weil der Weg zu unbequem wird.

@ Konfokal,
statt dir über den gewünschten Anwendungsfall und die daraus resultierenden Probleme für den TO mal ein paar Gedanken zu machen gehst Du lieber den Weg anderen einfach verschiedene Dinge zu unterstellen. Was soll der Sinn eines solchen Gebarens sein? Bringt es den TO weiter ihm eine lange Tüte zu empfehlen, welche ein relativ langes und schweres Stativ verlangt, wenn er das ganze Gedöns mit den Fahrrad durch die Gegend kutschieren muss und wie groß ist wohl der Komfort dabei, bzw. wie oft wird er es wohl machen?

@ Horst,
ich denke die Entscheidung ist wohl nicht die schlechteste. Hier scheint es nur darum zu gehen einen bestimmten Weg ohne Rücksicht auf Verluste durchzuziehen. Wollen wir hoffen, dass es für den TO kein zu hohes Lehrgeld wird.


MfG

Rainmaker
 
@Rainmaker
Naja mit Verlaub, das übliche Windowsianer gegen die "besseren Appleianer", hier bis ins Mark Dobsonianer? So ziemlich genau hatte ich es befürchtet, daher auch die Eingangsbemerkung. Dass Dobsons der bessere bang for the buck sind bezweifle ich nämlich gar nicht, es geht aber eben auch um die weiteren, praktischen, genannte Aspekte. Das genannte 8" 8kg Dobson ist das über-optimierte filigrane Teil, jeder übliche Dobson wird wohl mehrere Kilo dazu bekommen. Die Mecano-Bastelstunde im Felde ist weniger mein Ding, und dass so ein Teil weniger anfällig auf Dejustierung, Beschädigungen usw. sein soll bei nicht-Laborbedingungen glaub ich schlicht nicht.

Und Lektionen zu Rad brauch ich gewiss nicht, bin kann hier sozusage Jahrzehnte Praxis vorweisen, mit und ohne Lasten, mit und ohne Stative. Das gleiche Setting, aber mit 3kg-Spektiv wird schon seit einer ganzen Weile "erprobt" ... Mal polemisch nachgefragt, fährst du überhaupt Rad?

Aber wenn man gewillt ist, im Anliegen grundsätzlich "Probleme" zu erkennen und all die vermuteten worst cases als gegeben anzunehmen, dann ja, mag die Argumentation stimmen. Ansonsten klingt sie eher nach verbissener Rechthaberei.
 
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Ich betrachte aus meiner Erfahrung einen 4" Refraktor als Untergrenze für sinnvolle visuelle Beobachtung von mehr als der üblichen RFT-DSOs.

Als Maßstab dienen mir dabei auch die geschilderten Beobachtungsergebnisse im BAfK oder in Sue Frenchs "Deep-Sky Wonders".

Vom Gewicht (und Preis) reicht dabei die Spannweite der Optiken vom Bresser Polaris 102/460 bis zum AP Traveler.



Es gilt deshalb (w/Qualität und Preis), zuallererst Beobachtungswünsche sowie -Erwartungen und Erreichbarkeit von Beobachtungsplätzen in Einklang zu bringen.

Ich bezweifle allerdings, ob da mit dem Rad viele Orte (in vertretbarer Zeit - ÖPNV ginge ja zusätzlich) erreichbar sind.

Bitte also auch testen, ob die viel gescholtene Bresser Optik nicht doch für den anvisierten Zweck eine hinreichende Alternative ist.


Zumindest was Kompaktheit und Rucksacktransport (bei mir in Euro-Box komplett mit Montierung und Stativ im Auto) angeht, war meine Wahl für das Polaris-System klar.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Für deinen Anwendungsfall würde ich eher ein 80er Bino mit 90grad Prismen und Einarmmontierung empfehlen. Z.b. von APM. Das liesse sich wohl auch noch als Fahrradkompatibles ensemble gut realisieren. Nur um den Finger in die Wunde zu legen würde ich mich hierzu entschließen:


Einfach auf den Gepäckträger oder Satteltasche. Da bleibt noch genug platz für die Nächtliche Verpflegung und „Ansitzkleidung“ gegen die Kälte.

Viele Grüße,
Stephan
 
Hallo,

@ CHnuschti,

ganz ehrlich, bei deiner "Argumentation" kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen. Ja ich bin Radfahrer und gerade deshalb und weil ich oft mit Fotoutensilien auf dem Rad unterwegs war habe ich die entsprechenden Empfehlungen gegeben. Eine lange Last im Rucksack ist z.B. alles andere als angenehm zu transportieren, wenn sie deutlich aus dem Rucksack heraussteht. Einmal stört es im Nacken nicht unerheblich, aber auch die Bewegung des Rucksacks an sich ist alles andere als optimal. Das gleiche gilt für den Gepäckträger. Am besten wäre wohl noch die Befestigung am Vorderrad, aber so eine Tasche die von am Rad befestigt wird ist auch nicht jedermanns Sache. Bliebe noch die Unterbringung "im Rahmen", dafür ist der Tubus aber mit einiger Wahrscheinlichkeit etwas zu lang und auch etwas zu breit.
Was die Geräte angeht ist deine Weltsicht scheinbar auch etwas eingeschränkt. Spiegel gegen Linse ist einfach nur sinnfrei. Als Methodenopportunist nimmt man sich das System was einem im jeweiligen Fall den größten Vorteil verspricht, alles andere überlasse ich denen die Bock auf Religion haben.
Die Getriebeneiger von Manfrotto habe ich übrigens selbst im Einsatz, nicht dass Du sagst so etwas würde man auch wieder nicht nutzen. Und es gibt wirklich angenehmere Methoden einen kleinen APO zu montieren. Nur die verlangen üblicherweise wieder ein anderes Stativ, was Du kaum mitschleppen möchtest.

Was die angeblich überoptimierten und deiner Meinung so empfindlichen Reisedobsons angeht, so solltest Du vielleicht mal deine Vorurteile neu sortieren. Die Dinger haben das genannte Gewicht und sind weder schwierig in der Anwendung noch unnötig Empfindlich. Gerade das verlinkte Teil ist nicht deshalb so beliebt, weil es ziemlich gut ist. Es gibt aber zumindest noch eine weitere käufliche Variante. Besonders dir würde ich aber den Selbstbau empfehlen. Einmal wäre es ein guter Weg dein Unwissen und deine Vorurteile zu beseitigen, aber das Gerät ließe sich so auch exakt auf deine Bedürfnisse zurechtschneidern. Ich habe es geschafft mir ein relativ kompaktes Gerät zu bauen, dann sollte das dir auch möglich sein. Möglich wäre natürlich auch ein kleines Fagott, dann hättest Du den von dir gewünschten Refraktor, eine etwas höhere Einblickposition bei relativ kleinem Stativ. Problematisch wäre nur die Beschaffung der Optik und vielleicht die Zerlegbarkeit des Tubus.

Das vorherige Erkennen von möglichen Problemen hilft übrigens ungemein die Kosten niedrig, den Komfort hoch und das Verhalten der Investition im gewünschten Bereich zu halten. Du kannst es aber auch mit Wunschträumen versuchen, die werden dann aber gern zu Alpträumen in der Realität.

@ Stefan,
das war jetzt aber respektlos, störend und überflüssig. Versuchst Du etwa das Thema abzuwürgen und stattdessen zu missionieren? ;)



MfG

Rainmaker
 
Nun danke für die Inputs. Konkret ist die Perspektive eher Planeten, Doppelsterne oder einfach die ganz simple Show, sich Sternbilder anzukucken. ;) Deepsky hat keine Priorität, da soweit ich es mitm 100m Spektiv hier beurteilen kann, ja ohnehin wenig zu erwarten ist, visuell. Ausser, habs gefunden und gesehen. ;)

Montierung ist sozusagen profan, Stativ mit "bloss" Getriebeneiger. Ohne motorisiertem Finder-Chichi. Montierung und Sitzgelegenheit passen auf den Gepäckträger, und wenn der Refraktor im Rahmen 5kg bleibt bin ich soweit zufrieden, und das lässt sich dann im Rucksack OHNE "Verpackung" verstauen. Chile ist auch weniger meine Destination, sondern eher die 10-30min entfernte Wiese, wo sich das dann unkompliziert, rasch und schmerzlos aufstellen lässt.

Gruss

EDIT: hege auch keine Ambitionen in die Profiliga aufzusteigen, es geht wirklich "nur" um ein einigermassen ordentliches "Bild" beim Kucken.

Wenn Du Planeten sehen willst, also mit hohen Vergrößerungen, dann funktioniert es mit dem Getriebeneiger leider nicht so gut, das wird auf Dauer nervig. Ich verwende als mobile Ausrüstung eine Giro Ercole (wiegt 3 kg), auf der ich schon kleine Refraktoren oder auch mal ein C6 verwendet habe. Alles auf einem Berlebach Report Stativ (mit doppelter Klemmung), was dann für Planeten einen hinreichend schwingungsarmen Aufbau liefert. Vielleicht funktioniert es sogar mit der kleineren Ercole Mini, die ich aber nicht probiert habe. Da Du am Planeten in der Nähe der Maximalvergrößerung arbeitest und Dir lange ED-Doublets die Stabilität verhageln, kommt für Deinen Einsatzzweck eigentlich nur ein kurzes Triplet in Frage.

Viele Grüße,
Holger
 
bei deiner "Argumentation" kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen.
ist deine Weltsicht scheinbar auch etwas eingeschränkt.
nicht dass Du sagst so etwas würde man auch wieder nicht nutzen.
solltest Du vielleicht mal deine Vorurteile neu sortieren.
ein guter Weg dein Unwissen und deine Vorurteile zu beseitigen,
Du kannst es aber auch mit Wunschträumen versuchen,
:unsure:

lg
Niki
 
Ich habe mir vor etwas über einem Jahr auch ein Rucksackteleskop gekauft. Für mich haben sich die Fragen gestellt:

- Doublet oder Triplet?
- welche Öffnung?

Keine Frage war:

- Refraktor oder Dobson?

Und das, obwohl ich eingefleischter Dobsonaut (18-Zoll) bin! Ein Dobson hat nichts mit der Art von Beobachtung zu tun, für den ich ein Rucksackteleskop haben wollte.

Für mich war letztendlich die Länge des Teleskops ausschlaggebend, dass ich mich für einen 80 mm-Triplet entschieden habe. Denn das Problem beim Rucksackteleskop ist, dass der Unterbau (Stativ, Montierung) überproportional mit der Telekopgröße (Gewicht, aber auch Länge) anwächst. Mir war vor allem wichtig, ohne Gegengewicht auszukommen. Es muss unbedingt alles auf ein Fotostativ passen. Leider merke ich immer erst in der praktischen Erprobung, was sich wirklich bewährt. Vieles ist auch sehr individuell und schwer auf andere Personen übertragbar. Jetzt nach einem Jahr Erprobung kann ich für mich sagen: Alles richtig gemacht.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

richtig, es ist keine Frage des Systems. Ich schrieb ja, dass ich die Grenze für einen Refraktor im Rucksack bei etwa 3" ziehen würde. Darüber wird es dann wegen der Transportabilität zu einer Systemfrage. Die einzige Möglichkeit die Systemfrage noch weiter herauszuschieben wäre ein wirklich gut gefederter und gepolsterter Fahrradanhänger. Damit ließe sich dann auch ein vom TO gewünschter Refraktor mir 4-5" sicher transportieren. Ein Fahrradanhänger ist, vom Preis abgesehen, aber auch nicht jedermanns Sache.


MfG

Rainmaker
 
Montierung ist sozusagen profan, Stativ mit "bloss" Getriebeneiger.

Hallo,

Ich habe selbst einen Getriebeneiger, den Manfrotto 405 und baue darauf ab und an Teleskope auf.
Der Getriebeneiger ist gut zu empfehlen wenn damit (irdische und statische Objekte) fotografiert werden soll oder auch für kurze Beobachtungen ist er geeignet. Meiner Meinung ist ein Getriebeneiger, zumindest dieser, nicht für längere Beobachtungen am Nachthimmel geeignet.

Anders als bei einer Rockerbox beim Dobson, die einfach mit der Hand nachgeführt wird, was je nach Ausführung sehr leicht geht, muss beim Getriebeneiger immer an zwei Drehknöpfen gedreht werden, die je nach Gewicht vom Teleskop und der eingestellten Höhe, schwer zu bedienen sind. Mit jedem verstellen zittert der gesamte Aufbau, umso stärker sichtbar wenn höher Vergrößert wird.

Je höher über dem Horizont beobachtet wird, um so mehr entfernt hängt ein Teleskop vom Schwerpunkt des Getriebeneigers um so schwerer lässt sich die Höhenachse bedienen.
Meiner Meinung und meiner Erfahrung nach ist ein Getriebeneiger aus der Fotografie nur bedingt bis völlig ungeeignet für längere Beobachtungen am Nachthimmel.

Viele Grüße
Gerd
 
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