Zukunft der Astronomie

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

tomku0437

Aktives Mitglied
Moin, ich mache mir Gedanken über sie Zukunft der Astronomie. Technischer Fortschritt hat die Astronomie in den letzten Jahren sehr unter die Arme gegriffen. Das erste Bild eines Schwarzen Loches und der Nachweis von Gravitationswellen waren prägende ereignisse. Möglicherweise ist dies erst der Anfang neuer Entdeckungen und einer neuen Ära. Ende des Jahres soll ein neues Weltraumteleskop Starten, welches das Hubble ablöst und deutlich Leistungsstärker ist. Doch die Astronomie wird auch auf harte Probleme treffen; Lichtverschmutzung, Satelliten und co. stören die Arbeit der Wissenschaftler.
Das Wort Starlink ist für Astronomen ein Dorn im Auge, wenn man bedenkt, dass viele solche Projekte noch gestartet werden und Starlink nicht mal mit der ersten Ausbauphase fertig ist....
Für die visuelle Astronomie sowie der Radioastronomie sehe ich echt schwarz
 
Hallo zusammen,

zeigt doch einfach nur ein mal mehr, dass da dem Profit von Firmen so einiges geopfert wird.
Geld regiert die Welt.

Es wird mal wieder keine Rücksicht auf Forschung, Grundlagenforschung... ... ... genommen.
Ich bezweifle schon arg, ob die professionelle Astronomie bei der Planung einbezogen wurde.
Tatsachen schaffen, fertig.

Auch der Klimawandel, dadurch die von Niki erwähnten Auswirkungen.
Was wird denn diesbezüglich ernsthaft unternommen?
Eine Übereinkunft, das man sich über eine Übereinkunft geeinigt hat o_O.

Die gerade akut existierende Pandemie ist doch ein schönes Beispiel, unter anderem dafür, das solche Dinge nur gemeinschaftlich von der Menschheit gelöst werden können.
Aber leider auch ein Beispiel dafür, das die Menschheit noch lange nicht so weit ist gemeinsam Dinge anzugehen.
Das Gemeinschaftlich funktioniert ja mal so gerade eben mit ach und Krach.

Auch hier kommt wieder die Gier nach mehr auf, wie verschiedener Schindluder mit Masken usw. ... ... ... getrieben wurde.

Wobei die Wissenschaft eigentlich, in weltweiter Zusammenarbeit, gezeigt hat, das es anders geht.
 
Oh bitte! nicht noch so ein Thread über das Böse in der Welt, das uns alle umbringen wird. Über das alles gibt es schon seitenlange Diskussionen in jeder Menge anderer Forumspunkte.
 
Nun ja, es steht Dir doch frei, ob Du diesen Thread liest oder nicht und Dich mit Wortmeldung dran beteiligst.
Kannst ihn doch einfach "links" liegen lassen ;).

Wer sich über "das Böse in der Welt" unterhalten möchte, der macht es und wer nicht, halt nicht :D.

Es gibt auch "Über das alles gibt es schon seitenlange Diskussionen in jeder Menge anderer Forumspunkte" die ganz andere Themen behandeln.
Das findet der Ein oder Andere sicherlich auch als sehr erschöpfend und wiederholend.

Du hast sicherlich recht, wenn man dann sagt, das man, bevor man einen "neuen" Thread mit gleichem oder ähnlichem Thema eröffnet, dass man da die Suchfunktion dieses Forums nutzen kann und dann entsprechend einsteigen kann, in einen vorhandenen Thread.
 
Die Astronomie der Zukunft wird sich teilen. Das theoretische wird weiterhin auf der Erde behandelt und das praktische Beobachten und Messen verlagert sich in den Orbit oder noch weiter weg. Mit den Ergebnissen geht es dann wieder auf dem Boden weiter.

Helmut
 
Oh bitte! nicht noch so ein Thread über das Böse in der Welt, das uns alle umbringen wird. Über das alles gibt es schon seitenlange Diskussionen in jeder Menge anderer Forumspunkte.
Das soll kein Thread sein, in dem der Teufel an die Wand gemalt wird.
Mir geht es eher darum sivh Gedanken über die Zukunft der Astronomie zu machen.
CS
Tom
 
Ich denke die multi messenger astronomy wird einen erheblichen Aufschwung nehmen und wesentliche neue Erkenntnisse bringen.
Folgender Artikel dazu ist mir zufällig in die Hände oder besser ins Auge gefallen.
Roadmap - Gravitational-wave physics and astronomy in the 2020s and 2030s

Für mich interessanter ist aber die Frage - was wird mit der Amateurastronomie?
Die Bedingungen werden sicher schlechter (LED-Lichtverschmutzung, StarLink&Co, Wetterbedingungen), aber:
auch für Amateure wird sich die Technik sicher verbessern und/oder hier oder da preiswerter werden.
Und ich denke (Flugscham her oder hin) der Astrotourismus wird sich weiter entwickeln.

Ein gewisses Problem sehe ich darin, dass der "Abstand" zwischen der professionellen Astronomie und dem,
was Laien/ Amateure technisch, aber auch vom Fachverständnis nachvollziehen können dramatisch größer werden wird.
(gilt zB. für mich für den oben angeführten Arikel).
Wir können ja mal wetten wann es den ersten Gravitationswellendetektor im Astroshop gibt ...

Ich wünsche einen sauberen Himmel - Frank
 
Wir können ja mal wetten wann es den ersten Gravitationswellendetektor im Astroshop gibt ...
Die Frage ist, ob viele Amateur-Sterngucker Mini-Wissenschaftler sein wollen oder ob sie mehr die Faszination des Sternenhimmels genießen können und wollen. Ohne das ganze Zeug in den Läden wären wir nicht so dramatisch versucht, allen alles nachzumachen und brav unsere Filter und Kameras zu kaufen, unsere Guider und unsere PiXInsights...

Back to the roots haben ja auch schon viele hier gemacht, und die hatten ihre Gründe. Wer 30 Jahre dasselbe Hobby betreibt, kann entweder - wie die Wirtschaft - auf stetiges Wachstum ohne Ende setzen, oder irgendwann mal den Wahnsinn nicht mehr mitmachen und sich selbst Abwechslung und "ease your life" angedeien lassen. Sonst hält man das wohl nicht lange durch.

Sieht man überigens auch an den langen Hobby-Pausen hier. Jeden Tag die Nächte um die Ohren schlagen geht sowieso nicht, und jede Saison 100 Mal den Juppi zu fotografieren wird - ehrlich gesagt - schon auch fad. Oder? Also wie will man sich entwickeln? Wie Neues finden? Das wäre meine zentrale Frage.

Teleskope zukaufen? Fotografie anfangen? Und der, der alles hinter sich hat?
Gut, der braucht dann wohl doch den Gravitationswellendetektor... :coffee:

lg
Niki
 
Ich bin da völlig Deiner Meinung, man tut es ja für sich selbst und
Ziel kann es nicht sein mit Profis zu konkurieren.
Gut, der braucht dann wohl doch den Gravitationswellendetektor... :coffee:
Hier hätte ich dann wohl den "Ironiemodus" einschalten sollen ...

Jedoch - dieser Faden von tomku0437 begann ja mit einer ganz anderen Frage.

Frank
 
Hi,
bei solchen Fragen sollte man den alten Spruch "Totgesagte leben länger" im Hinterkopf behalten. Z.B. hiess es irgendwann:, "auf in den Weltraum, dort stört die Atmosphäre nicht", und Hubble begeisterte alle, mittlw. kann man mit immer ausgefeilteren Methoden die Atmosphäreneinflüsse herausrechnen und riesige erdgebundene Telekope stellen Hubble längst wieder in den Schatten. Also wird demnächst was noch grösseres in den Weltraum geschossen, und die Spirale dreht sich einfach eine Runde weiter.
Natürlich wird alles nicht-visuelle (Röntgen, Radiowellen, Gravitationswellen) etc. weiter an Bedeutung gewinnen, aber eigentlich ist die Entwicklung auch nicht neu. Und so witzig das mit dem Gravitationswellendetektor aus dem Astro- (TS-, APM-, Baader- Express-, Spezialisten- Lacerta- ..noch einen vergessen ..? ) Shop klingt, jede High-Tech der Wissenschaft wird irgendwann als Low-Tech auf dem Consumer-Markt auftauchen. Frag sich nur wie lange es dauert.
Ob die Entfernung zw. professioneller und Amateurastronomie grösser wird, hmm, weiss nicht. Natürlich ist das ziemlich abgedreht, wenn auf Grossrechnern der Sound in den ersten Femtosekunden nach dem Urknall simuliert wird, bevor der Raum dann für Schallwellen zu leer wurde, aber es steht ja jedem frei, sich reinzufuchsen und sich zumindest theoretisch mit der Materie zu befassen.
-cb
 
Hallo,

ich denke schon, dass die Astronomie im professionelle wie amateur Bereich ihre Berechtigung behalten wird und auch erweitern wird.
Die Technik wird nach wie vor voran schreiten.
Könnte mir auch vorstellen das Teleskope sich in den Weltraum verlagern werden. Wenn ich dann aber über Großteleskope lese, was diese mittlerweile leisten, werden diese wohl auch weiter entwickelt und gebaut werden, mit dem ausgerüstet was zum jeweiligen Zeitpunkt machbar ist, aktive, adaptive Teleskope... ... ... Montierungen die in Bruchteilen von Bogensekunden nachführen können... ... ... Kameratechnik... ... ...

Davon werden wir auch im Amateurbereich profitieren.
Für mich wäre da EAA, mit allem was dazu gehört, ein Beispiel.

Es wird bessere Techniken geben, als die, die es ja jetzt schon gibt.
Ja, es ist irgendwie Symptombekämpfung und keine Ursachenbekämpfung gegen Lichtverschmutzung, Klimawandel, Profiterfüllung bei Satelliten... ... ...
 
Die professionellen Anwendungen werden sicher auf Probleme stoßen. Manche werden gelöst werden, bei manchen wird das nicht gehen. Die Auswirkung der Megakonstellationen auf Weltraumteleskop ist gleich null. Auf erdgebundene Langzeitbeobachtungen wird es sicher Auswirkungen haben - genauso wie auf die bemannte und unbemannte Raumfahrt - spätestens wenn mal ein paar Dinger da oben gecrashed sind und die Trümmerwolken den schon vorhandenen Müll bereichern werden.

Andererseits ist die moderne Physik kreativ beim rausrechnen von Fehlereinflüssen. Schaut man sich mal an, was bei manchen Experimenten an Fehlerquellen zu berücksichtigen ist und auch berücksichtigt wird, dann glaube ich schon, dass die Megakonstellationen mit Tracking (wann geht wo was durch) und Fehlerrechnung von den Astrophysikern in Teilen aus den Rohdaten rausgerechnet werden können.

Für die Amateuratronomie ist das schwer abschätzbar finde ich. Es wird sicher Themenfelder geben, die sich dann erledingt haben, auf andere wird es keine nennenswerten Auswirkungen haben.

Für mich mit dem Schwerpunkt Astrofotografie sehe ich das noch recht entspannt. Bei den ganzen Einzelframes und der Ausreißereliminierung beim verrechnen der Bilder erwarte ich da keine so drastischen Auswirkungen. Bleibt abzuwarten.

Letztendlich wird der "Fortschritt" bei der Kommerzialisierung des Alls nicht aufzuhalten sein. Selbst wenn SpaceX durch den Supreme Court Steine in den Weg gelegt bekommt beim geplanten Ausbau, stehen andere Firmen und Länder (China, Russland) sicher bald in den Startlöchern für eigene Megakonstellationen. Ich fürchte was das angeht ist es wie so oft in der Menschheitsgeschichte .. der Mensch lernt erst, wenns weh tut - sprich: wenn irgendwann aufgrund erdnaher Megakonstellationen alle Raumfahrtnationen negativ betroffen sind oder es zu Unglücken kommt. Da bin ich pessimistisch-realistisch.
Gruß
Jens
 
Doch die Astronomie wird auch auf harte Probleme treffen; Lichtverschmutzung, Satelliten und co. stören die Arbeit der Wissenschaftler.
[...] Das Wort Starlink ist für Astronomen ein Dorn im Auge, wenn man bedenkt, dass viele solche Projekte noch gestartet werden und Starlink nicht mal mit der ersten Ausbauphase fertig ist....
Für die visuelle Astronomie sowie der Radioastronomie sehe ich echt schwarz

Ich finde, du spricht ein wichtiges Thema an, dass ja von einigen Usern schon auf den Aspekt der Hobbyastronomie konkretisiert wurde.

Vor zwei Jahren habe ich angefangen, mich für die visuelle Astronomie zu interessieren, und hatte mir eine langjährige Beschäftigung, insbesondere mit dem Thema Deep Sky, versprochen. Ich glaube für die meisten - so auch für mich - bietet die Romantik des dunklen Sternenhimmels am Rand der Zivilisation eine ganz besondere Motivation für die Astronomie. Jetzt irritiert es mich, immer wieder zu lesen, dass mit dieser Romantik bald Schluss sein soll.

Was bleibt uns noch vom Nachthimmel? Starlink und die chinesische Konkurrenz sowie der ganze Weltraumschrott werden dafür sorgen, dass auch in den dunkelsten Weltregionen der Himmel deutlich aufgehellt ist - vielleicht in einigen Jahren um 10 Prozent und noch mehr? Lohnen sich in Anbetracht dessen die Kosten und die weite Anreise noch, oder lässt die Faszination am Astrotourismus nach, wenn die Milchstraße in Namibia nicht mehr ihre Schatten wirft?

Ich lebe in einer norddeutschen Großstadt und fahre bis zu einer Stunde, um unter Borle-4-Himmel einigermaßen Deep-Sky-Objekte beobachten zu können. Mal ehrlich: Es bereitet mir Mühe, überhaupt einen Standort zu finden, den ich mit dem Auto anfahren kann, der freie Sicht bietet und nicht durch Umgebungsbeleuchtung beeinträchtigt ist. In der Nähe meines bevorzugten Platzes brennt seit Kurzem ein LED-Scheinwerfer, sodass ich mir überlegen muss, wie ich das Störlicht einigermaßen abschirmen kann.

Ich frage mich, ob es nicht zu spät ist und ich vor 20 Jahren in die visuelle Beobachtung hätte einsteigen müssen. Damals gab es in Mitteleuropa noch deutlich mehr dunkle Gebiete, und es ließ sich noch besser ein Beobachtungsplatz ohne künstliche Lichtquellen in der Nähe finden.

Habe ich mir mit der visuellen Astronomie tatsächlich ein anachronistisches Hobby ausgesucht? - Na ja, es bleiben noch Mond, Sonne und Planeten, für deren Beobachtung die Lichtverschmutzung zweitrangig ist. Aber auch hier leidet, wie im Thread schon erwähnt, der visuelle Beobachter unter schlechter werdendem Seeing durch die Klimaveränderung.

Mich würde interessieren, wie die Veränderungen vom Standpunkt der Astrofotografie aus bewertet werden. Welche Möglichkeiten bieten Kamerasensoren und Filter, die schlechter werdenden Bedingungen auszugleichen? Jens hatte oben schon angedeutet, dass es bei den Fotografen etwas besser aussieht. Weitere Informationen wären interessant. Vielleicht steige ich um, sobald das Starlink-Kontigent vollständig am Nachthimmel leuchtet ;)

Trotz allem Clear Skies und viele Grüße

Claus
 
Ich frage mich, ob es nicht zu spät ist und ich vor 20 Jahren in die visuelle Beobachtung hätte einsteigen müssen.
Habe ich mir mit der visuellen Astronomie tatsächlich ein anachronistisches Hobby ausgesucht?
Ich denke nicht.
Genauso könnte ein Paläontologe sagen, er sei 60 Millionen Jahre zu spät geboren... :D

Man muss aus jeder Zeit und Gelegenheit das Beste machen, und wie man das definiert ist m.E. Privatsache. Insofern kann man auch unter widrigen Umständen das Maximum an Möglichkeiten nutzen, wenn man auf den steten Vergleich mit dem Optimum verzichtet. Wenn ich jedes mal beim Blick durch mein 120mm Linsenfernrohr denke, wie es wohl mit 150 mm aussehen würde und dass das wahrscheinlich besser wäre... ;)

Nein, es ist JEDE ZEIT die BESTE, wenn man Freude daran hat, was im Augenblick gerade möglich ist. :coffee:

lg
Niki
 
Hallo zusammen,

da war Niki schneller.

Bin da auch nicht so pessimistisch.
Habe nach wie vor Freude beim Beobachten.
Ob nun rein visuell, meine bevorzugte Variante, als auch mit EAA/Live-Stacking.

Im Bereich der Hobby-Astronomie sehe ich die Problematiken zwar auch, aber ich denke es wird, falls es wirklich dramatisch wird, zukünftige Möglichkeiten geben, die einem helfen werden.

Wenn ich jedes mal beim Blick durch mein 120mm Linsenfernrohr denke, wie es wohl mit 150 mm aussehen würde und das das wahrscheinlich besser wäre... ;)
Schönes Beispiel.

P.S.
Ein Galilei hatte einen dunklen Himmel, aber ein "miserables" Teleskop, aus heutiger Sicht.
Wir haben gute bis sehr gute Teleskop in unserem Hobby-Bereich, dafür aber einen immer schlechter werdenden Himmel.
... ... ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Niki,

Man muss aus jeder Zeit und Gelegenheit das Beste machen, und wie man das definiert ist m.E. Privatsache. Insofern kann man auch unter widrigen Umständen das Maximum an Möglichkeiten nutzen, wenn man auf den steten Vergleich mit dem Optimum verzichtet. Wenn ich jedes mal beim Blick durch mein 120mm Linsenfernrohr denke, wie es wohl mit 150 mm aussehen würde und dass das wahrscheinlich besser wäre... ;)

du hast wohl recht, und irgendwie tröstet diese Sichtweise zumindest ein wenig über den "Verlust der Nacht" hinweg.

Wenn ich mich heute ärgere, dass die Bedingungen gut waren, ich aber nur einen 8-Zöller dabeihatte, lieber einen 16-Zöller gehabt hätte usw., werde ich nie zufrieden sein! Oder sollte es nicht doch, wie in deinem Beispiel, ein Refraktor sein, der ein schärferes Bild liefert?

Wie oben im Thread gesagt, wird es vielleicht auch neue Möglichkeiten für Amateurastronomen geben, die neue Betätigungsfelder eröffnen.

Nein, es ist JEDE ZEIT die BESTE, wenn man Freude daran hat, was im Augenblick gerade möglich ist. :coffee:

lg
Niki

:y:

Viele Grüße

Claus
 
Hallo Mathias,

P.S.
Ein Galilei hatte einen dunklen Himmel, aber ein "miserables" Teleskop, aus heutiger Sicht.
Wir haben gute bis sehr gute Teleskop in unserem Hobby-Bereich, dafür aber einen immer schlechter werdenden Himmel.
... ... ...

dieser Spruch ist zitierwürdig, man könnte ihn gut in der Signatur verwenden :)

Viele Grüße

Claus
 
Hallo Claus,

danke für Dein Lob!

Ich denke auch, das es keine gute oder schlechte Zeit ist, um in unser Hobby einzusteigen, wie bei jeder anderen Freizeitaktivität auch. Es ist ja ein Gedanken- /Entwicklungsprozess dahin gewesen, aus den verschiedensten Gründen.
Also "starte" ich jetzt und setze mich mit den Gegebenheiten auseinander.

Und, wie von Niki schon erwähnt, wenn ich Freude und Zufriedenheit damit habe, braucht's nicht den 16"-er.

Ja, mich stört auch das manchmal gefühlt Monate vergehen, bis es mal nicht mehr bedeckt ist.
Ja, StarLink kann auch nerven, aber ich habe in letzter Zeit keinen Trail mehr gesehen (nein nicht bedeckt ;)).
Ja, im Winter kann es sch*****kalt werden.
Aber was soll das "gejammere"?
Man hat sich, Gedanken- /Entwicklungsprozess ;), für dieses Hobby entschieden und da sollten in diesem Gedanken- /Entwicklungsprozess auch solche Dinge auftauchen.
Wenn mir das nicht taugt, dann Puzzle ich eben und arbeite mich da von 25 Teile auf 7500 Teile hoch :D.

Soll nicht heißen das man sich mit jedem Schlamasel der auf der Welt passiert abfinden soll.
Bissi Aufmüpfigkeit und mini Revoluter sein, würde gelegentlich nicht schaden.
Nicht jeder Heilsversprechung und platten Argumentation hinterher rennen, weil es einfacher ist.

Den Russen und Chinesen wird man nicht so leicht ins Zeug reden können. Sind ja mittlerweile auch kapitalistisch geprägt :censored:.
Aber vielleicht entwickelt sich ja noch ein Bewusstsein an den Stellen, die da was ändern könnten, um die aus der, wie sagt man so schön, freiheitlich, westlichen Welt, stammenden Herren (sind ja wohl nur solche ;)) einzubremsen.

Die Menschheit braucht leider teilweise ewig und drei Tage um was zu ändern.
Meist ist da zwar fünf nach zwölf... ... ...
 
das praktische Beobachten und Messen verlagert sich in den Orbit oder noch weiter weg
Moin,
wenn die "Helden" so weitermachen, wird es auch immer schwieriger, Geräte in den Orbit zu bekommen. Mann sollte sich immer eine zweite Tür (am Boden) offenhalten. Und wenn man Parallelen zieht zwischen Satelitentelefon und Starlink, ich will es nicht weiterdenken ...
 
Oder sollte es nicht doch, wie in deinem Beispiel, ein Refraktor sein, der ein schärferes Bild liefert?
Oder wäre ich nicht doch lieber Arbeiter auf einer Ölplattform in der Nordsee geworden? Oder Chirurg in Australien? Oder Pizzabäcker in New York? Oder... :coffee:

Wenn Du alles ausprobierst, kommt die Zeitdilatation des Lebens. Jede einzelne Idee bekommt immer weniger Zeit und Tiefe. Das Leben wird schnell und flach. Und zum Schluss wird man draufkommen, dass man sich das alles wohl hätte ersparen können.

Mit dem, was man hat, nicht glücklich zu sein ist eine Folge der Werbung des Handels und des stetigen Vergleichs mit allen anderen Menschen. Und jeder schwört auf sein Zeug und kauft mehr und größer. Gegen "Ende" landet das alles wieder hier und man reduziert sich auf ein "Lieblingsgerät"... meist das, was man anfangs so hatte, das war eigentlich ganz praktisch und gar nicht schlecht.

Und die Welt und der Himmel besteht wieder aus dem, was man mit dem Teleskop, das gerade Dienst tut, erreichen kann. Und nicht aus tausend Dingen, die andere mit anderen Mitteln sehen können, vom 16-Zöller bis zum Hubble oder ELT. Dem Nachbarn sein grünes Gras zu neiden ist einfach, sein eigenes zu gießen hingegen befriedigender. ;)

Also: alles macht Spaß.
Das wäre das frohe Motto.
Und es gilt für Autos, Motorräder, Teleskope, Berufe...

Erlebe den Augenblick. Die Idee, stets etwas Besseres zu finden, kommt uns doch auch nicht beim Genuss eines superben Wiener Schnitzels samt kühlem Bier. :coffee:

lg
Niki
 
das liegt daran, dass es das ELT unter den Gerichten ist ... :sneaky:
:cool: Um im Vergleich zu verweilen... auf der Karte standen ebenso gebratene Scampi, Entrecôte vom Feinsten, Lachs-Variationen... ich denke, es gibt da generell auf - westlichen - Erden einen philosophischen Trugschluss. Wir übersehen unsere eigene Beziehung zu den Dingen und die Rolle, die uns diese gegebenenfalls aufzwingt.

Wenn ich gerne im Buckingham Palast wohnen würde, übersehe ich möglicherweise, dass, falls dies geschehen soll, auch die entsprechende Stellung dort einnehmen müsste. Ebenfalls nicht zu vergessen: würde ich die Scampi wählen, müsste ich auf das Schnitzel verzichten. Dass unsere Träume den Preis in der Realität nicht einbeziehen macht sie ja so verführerisch. ;)

Und jeder Zugewinn ist ein Verzicht.
Das steht bloß nicht in den Angeboten der Händler...

Würde ich gern der elegante Kunstflieger am Himmel sein, so müsste ich viel Zeit und Geld investieren und viel Risiko auf mich nehmen, um es zu versuchen. Oder würde ich gerne ein Foto von "meinem" ELT posten, müsste ich Astronom oder zumindest Operator an demselben sein.

Auf der Speisekarte steht also nicht bloß "ELT".
Es steht auch darunter, was der Gast mitbringen muss, um mitspielen zu dürfen.
Und spätestens dann schrumpft unsere Karte wieder zusammen auf ein paar Skywatcher und Taks.

Nur, weil wir millionen Lichtjahre weit blicken können mit unserem Zeug heißt das nicht, dass alle Möglichkeiten in unserer persönlichen Reichweite sind.
Also: nein. Das ELT steht auf einer Speisekarte der allerersten Klasse, und das Ticket ist seeehr teuer... :coffee:

:)

lg
Niki
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Niki,
Wohl überlegt und gut formuliert und ja - genau aus diesem Blickwinkel sollte man es (auch mal) betrachten!
Ich hatte es allerdings genau anders herum gemeint - es war als Lob auf das Wiener Schnitzel gedacht!

mit einem Augenzwingker - Frank.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben