Newton ohne FS, geht sowas?

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Schwastian Beinsteiger

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Hallo Leute,

mir ist da grade etwas durch den kopf geschossen, seht es euch am besten selbst an:
IMG_20210703_222247.jpg

ist das möglich oder bin ich grade komplett auf dem Holzweg?
Es ist ein schief angebrachter Hauptspiegel der den lichtstrahl schief nach oben lenkt, dort sitzt im selben winkel dann der OAZ.
ob das Praktisch ist oder nicht spielt dabei erstmal keine rolle.
die probleme werden wahrscheinlich sein den Hauptspiegel
"zu zeigen" von wo er das Licht nehmen soll sowie die justage und Ausrichtung.

Mfg
Florian
 
sowas in die Richtung ja,
der Spiegel sieht nur so komisch aus, ich hätte für einen Versuch wahrscheinlich den Astromedia Spiegel genommen, eine Kugel.

MfG
Florian
 
Ich finde nicht viel über das "Herschelian Telescope", nur dass es wohl unter einigen Abbildungsfehlern litt. Bei Spiegeln mit 60% Reflektivität war das wohl aber der kleinere Preis – keine Ahnung, ob er auch Kugelspiegel nutzte oder schon Parabolspiegel. Besser unscharf, als zwei Speculum-Spiegel im Strahlengang.

Ah, hier ist doch ein bisschen mehr theoretischer Hintergrund:
Den überlasse ich dir zum Durcharbeiten :)

Beste Grüße,
Alex
 
Obstrukionsfrei mit einem normalen Spiegel geht auch. Muss aber mit zwei Linsen korrigiert werden.
Von Ed Jones der chiefspiegler
Chiefspiegler
Window scope

Dann gibt es noch Schiefspieler vonWolterscope

Selber bauen nicht einfach. Bei der einen Variante kriegt man keine Linsen, bei der anderen müsste man den Spiegel selbst schleifen.
Bis auf Wolterscope kenne ich auch keine Bezugsquellen.

Gruß,
Martin.
 
ist das möglich oder bin ich grade komplett auf dem Holzweg?

So wie du dir das vorstellst ist leider letzteres der Fall.
Nein es ist nicht möglich einfach den HS eines herkömmlichen Newton üblicher Öffnungszahl zu kippen um die Obstruktion zu vermeiden.
Was du gezeichnet hast ist letztlich nichts Anderes als ein extrem stark dejustierter Newton.
Nicht vom FS irritieren lassen, ein Newton hat nur einen optisch aktiven Spiegel und das ist der HS. Der FS dient lediglich der Umlenkung des Lichts so wie der ZS beim Refraktor.
Kann aber genauso gut auch weggelassen werden und stattdessen eine CAM verwendet werden die dann natürlich exakt mittig vor dem HS sitzen muss.

Warum macht man denn überhaupt den ganzen Zirkus mit der Justage beim Newtion.
Letztlich nur um genau das zu vermeiden das du machen möchtest nämlich das man abseits der optischen Achse des HS beobachtet.
Denn dort hat der Newton Koma und bei derart heftiger Dejustage wie du sie vor hast auch Asti

Ja beim Herschel Teleskop macht man genau das auch aber das ist hier nur möglich weil man mit sehr sehr langsamen HS also großer Öffnungszahl arbeitet.
Wie jeder weiß ist die Koma eines Newton sehr stark von der Öffnungszahl abhängig.
Ist diese groß genug wird die Koma klein genug um sich eine so heftige Off- Axis Beobachtung erlauben zu können ohne das die Koma den Strehl gleich völlig in den Keller katapultiert.
Man tauscht beim Herschel Teleskop also Obstruktion gegen Koma und Asti.
Das ist nicht unbedingt ein vorteilhafter Tausch, schließlich ist man zu sehr großer Öffnungszahl gezwungen bei der auch ohne Probleme eine sehr kleine Obstruktion von 15% oder noch weniger machbar wäre.
Das bedeutet unterm Strich bildet ein Teleskop mit einem so langsamen HS in Newton Bauweise und kleiner Obstruktion von 15% trotz Obstruktion besser ab als ein Teleskop in Herschel Bauweise mit dem gleichen HS ohne Obstruktion.

Der einzige wirklich sinnvolle Weg mit dem Ansatz ist daher der Off-Axis Newton mit Off-Axis Paraboloid.
Dadurch wird die Koma korrigiert und man erreicht tatsächlich eine APO mäßige Abbildung.
Der Off-Axis Paraboloid ist aber sehr aufwendig in der Herstellung.
Der einfachste Weg ist noch ein entsprechendes Off-Axis Segment aus einem großen Parabolspiegel zu schneiden.
So etwas gab es sogar schon in Form des ORION CLANT zukaufen.


War wegen der sehr aufwendigen Herstellung des HS für die relativ kleine Öffnung aber recht teuer.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Links zu lesen ist wohl aus der Mode gekommen...

Was Florian beschreibt – ein verkippter Hauptspiegel, ein Okular – ist 1:1 ein Herschel-Teleskop. Sah anno 1789 so aus:
View_of_Dr._Herschel's_forty_feet_telescope_LCCN2004669299-bw.jpg

Quelle: Wikipedia
Der Beobachter stand dann als zusätzliche Wärmequelle vor dem Teleskop, dass alle optischen Nachteile bot, die Gerd gerade eben und auch der Link von oben aufgeführt haben. Wobei das Gerät wohl nur f/10 hatte, bei 1,22m Öffnung und 12m Brennweite. Also eigentlich eine recht schnell Optik für die Zeit.

Als man soweit war, dass Spiegel auch wirklich nennenswerte Lichtmengen reflektierten und nicht nur runde 60%, überzeugte der klassische Newton mit einem zweiten Spiegel mehr :) Das Herschel-Teleskop funktioniert also prinzipiell, ist durch moderne Materialien aber überflüssig geworden – ein normaler Newton funktioniert wesentlich besser.

Der Schiefspiegler ist deutlich neuer, und kommt in der Version von Kutter auch ohne Linsen aus – aber mit zwei optisch wirksamen Spiegeln, nicht mit nur einem wie in dem Entwurf oben (also beim Herschel-Teleskop) oder einem planen Sekundärspiegel wie im Newton. Es gibt aber auch Schiefspiegler mit Keillinse.

Die Version von Kutter sieht dann so aus:
Schiefspiegler-IMG_2838.jpg

Rechts unten der Hauptspiegel, oben links der Sekundärspiegel, unten links der Okularrevolver bzw. Zenitspiegel.
Das ist eine ganz andere und wesentlich modernere Konstruktion als der Entwurf aus dem Anfangsposting (funktioniert dafür wunderbar, nur halt mit z.B. 125/3500 f/28).

Kutter hat im 20. Jahrhundert den Schiefspiegler optimiert und perfektioniert, erste Versionen gab es mit dem Brachy-Teleskop schon um 1877. Kutters Schrift zum Schiefspiegler von 1953 gibts z.B. hier.

Und der Schiefspiegler ist aus der Mode gekommen, weil er zwar tolles Bild hat und – im Vergleich zum Refraktor – kaum was gekostet hat, aber mit dem langsamen Öffnungsverhältnis nichts für schwache Nebel und große Bildfelder ist, und ziemlich sperrig. Ein azimutales 6"-Schmidt-Cassegrain zeigt nicht wesentlich weniger als der 5" Schiefspiegler (wobei ich noch keinen Seite-an-Seite-Vergleich gemacht habe), wiegt aber nur einen Bruchteil davon und zeigt ein größeres Bildfeld, ohne dass gleich ein 70mm-Okular nötig ist. Ein NexStar 6SE trage ich auf einmal, bein Schiefspiegler trage ich nur das Teleskop auf einmal; da lohnt es sich schon, für die Gegengewichte extra zu gehen...

Beste Grüße,
Alex
 
Guten Morgen allerseits,

danke für die vielen, vielen Antworten und Links.
das meine Idee nicht zu funktionieren scheint ist etwas schade, das es aber mal schlaue Köpfe gab die das so oder so ähnlich schon probiert haben ist Cool.
Dass das eine riesen Welle von Fehlern mit sich bringt war klar, wollte diese erst gar nicht ins Boot nehmen da das erste Ziel überhaupt erstmal die Lichtbündelung ist.

allerdings könnte ich stattdessen versuchen etwas wie den Orion der Oben verlinkt ist zu machen, den Fangspiegel also an den Tubus Rand zu rücken,
obwohl wenn ich grade so darüber schreibe ist es im Grunde genau wie meine erste idee nur mit fs der das bild von einer seite zur anderen wirft ??
für so welche tests würde ich diesen Astromedia bausatz Plündern das ist kein geldrauswurf denke ich.
könnt ihr mir da folgen?

Mfg
Florian
 
achso hier ein link zu so einem:


Korrekturlinsen hab ich leider nicht aber ich denke das lässt sich verschmerzen wenn es rein experimenteller natur ist.

kann man sich eigentlich irgendwo schiefspiegler kaufen?
man liest sehr viel davon aber sowas wie ein shop von privaten leuten hab ich nirgends gefunden ?

MfG
Florian
 
Hi!

Wolterscope als Hersteller von Schiefspieglern wurde ja schon erwähnt.

Andere Hersteller sind mir nicht bekannt – Kosmos hat sich vor Jahren zurückgezogen, Lichtenknecker ist Geschichte, und AOK macht keine Schiefspiegler mehr.

Einfach mal das Bieteforum im Auge behalten und vielleicht auf Ebay/Ebay Kleinanzeigen eine Suche nach Schiefspiegler speichern, damit du benachrichtigt wirst. Ich bin auch nur durch Zufall an meinen gelangt – und um ihn einsatzfähig zu machen (Stativadapter, Montierungsadapter, Leuchtpunktsucher) habe ich auch mehr Geld investiert, als ich gedacht hatte. Ein Oldtimer halt.

Der AstroMedia-Newton ist mit f/6 auch schon recht schnell. Irgendein gebrauchter 76/700-Newton wäre vielleicht besser geeignet als der 70/450 Astromedia. Aber basteln und lernen geht mit beiden :y: Vielleicht gibt's über das Biete-Board was günstiges; die Gebrauchtpreise sind grad echt irre...

Viel Erfolg,
Alex
 
Was ist denn deine genaue Zielsetzung?
Willst du die Obstruktion verhindern, oder den Einblick "anders" haben?
Wenn es auf einen Selbstbau hinausläuft, würde ich den Newton visuell auslegen (Ausleuchtung um 10mm),
das Öffnungsverhältnis vielleicht bei f/6 oder f/5.5 ansetzen.
Da kommst du mit 12" schon um 20% Obstruktion und das macht wirklich nicht viel kaputt.

Der 12" mit wenig Obstruktion, wenn gut gebaut und gute Optik wird bei guten Bedingungen immer deutlich mehr zeigen, als der 6" ohne Obstruktion.
 
Hallo Florian,

probiern geht über studiern, aber wenn man bei der "Canard a l'orange" die Ente durch Frankfurter Würstchen ersetzt und die Kroketten mit Rotkraut durch Kraut- und Kartoffelsalat, dann kommt da zwar auch was Essbares raus, es ist nur nicht mehr "Canard a l'orange". Ein Newton ohne Fangspiegel wird i.a. halt nicht mehr als Newton bezeichnet. Aber sonst steht es Dir frei, alles zu probieren.

Gruß

*entfernt*
 
Bei AOK in der Schweiz kann man eventuell auch nach einem Schiefspiegler nachfragen.
Mit Off-Axis parabolischen Mangin Spiegel gibts übrigens auch obstruktionsfreie Konstruktionen, mit super Abbildung!
CS Ulrich
 
allerdings könnte ich stattdessen versuchen etwas wie den Orion der Oben verlinkt ist zu machen, den Fangspiegel also an den Tubus Rand zu rücken,

wie gesagt ein Off –Axis Newton wie der CLANT von Orion erfordert einen Off-Axis Paraboloid als HS !!!
Mit dem versetzen des FS an die Tubuswand und der Verwendung eines gewöhnlichen Rotationsparaboloid als HS ist es daher nicht getan.
Ohne den Off-Axis Paraboloid kannst du sowas also nicht bauen!

Man kann aber aus jedem herkömmlichen Newton mithilfe einer Off-Axis Blende einen Off –Axis Newton ohne Obstruktion mit dementsprechend kleinerer Öffnung machen.


Denn durch die Off-Axis Blende erhält man ja einen dementsprechend kleineren Off-Axis Paraboloid.

Grüße Gerd
 
Als man soweit war, dass Spiegel auch wirklich nennenswerte Lichtmengen reflektierten und nicht nur runde 60%, überzeugte der klassische Newton mit einem zweiten Spiegel mehr :) Das Herschel-Teleskop funktioniert also prinzipiell, ist durch moderne Materialien aber überflüssig geworden – ein normaler Newton funktioniert wesentlich besser.

Genau das ist der Punkt.:y:
Herschel hatte die nach ihm benannte Bauweise also nicht zwecks Vermeidung einer Obstruktion gewählt sondern wegen der Vermeidung des FS mit damals lediglich 60% Reflektion.
So konnte er immerhin einen 40% tigen Lichtverlust durch den Reflektionsverlust am FS vermeiden und dann macht das natürlich auch Sinn.

Grüße Gerd
 
Guten Abend Gerd,

die Off axis blende ist so ne sache, wenn dann ist doch die Mehröffnung etwas wichtiger, würde sich höchstens lohnen wenn der HS an einer ecke villeicht kaputt ist .

für das Projekt selbst hätte ich aber wirklich nur ne kleine Kugel, das könnte vielleicht besser klappen weiß nicht.

mfg
Florian
 
Hallo,

ich wollte jetzt keinen extra Beitrag aufmachen und es passt wahrscheinlich auch gut dazu, denn ich hab mir da mal wieder etwas ausgedacht das diesmal auch funktioniert.
Vorweg: die obstruktion wird weit über 50% gehen, und es ist damit erstmal nur sowas wie ein theoretisches demonstrationsgerät, das villeicht eines tages mal das licht der welt erblicken kann.
Seht einfach selbst:
PicsArt_11-20-10.58.55.jpg

Auf dem Bild sieht man links einen runden Planspiegel, rechts einen Langbrennweitigen kugelspiegel (76/900 ist das langsamste was man an Newton wohl bekommen kann und darüber auch recht günstig zu bekommen, daher die konkrete wahl, andere größen würden auch gehen)
Die Besonderheit ist das der kugelspiegel ein loch hat wie cassegrains normalerweise.
der große Unterschied ist das der HS nicht schnell sondern langsam ist und der fs plan da die brennweite so bleiben kann.

Das größte problem ist die obstruktion, die wird hoch, also eigentlich kein praktischer nutzen sondern einfach nur "hey das geht"

meine Frage ist jetzt nur, gibt es sowas bereits in genau dieser Form? schon irgendwo theoretisch vorgestellt oder so?
Wäre schon cool wenn man mal irgendwo sein namen draufklatschen kann ^^

der nächste Schritt wäre das durchrechnen, das großte Hindernis jemanden finden der in einem vorhandenen Spiegel ein loch bohrt bzw. jemand einen komplett selber macht und dort das loch machen kann, villeicht kennt hier jemand jemanden oder so.

Würde das ganze trotz der Obstruktion durchziehen wollen und schauen wie es sich macht.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hi Florian,

na ja, sorry, diese Konstruktion ist wohl auch "uralt". Ist eine Variante vom Cassegrain wie zB der Schmidt-Cassegrain und andere.
Ist alles schon ausprobiert worden.
Tipp: Lies doch mal ein Buch über die Konstruktion von Spiegel-Teleskopen.

Ist ja auch keine grosse Sache auf diese Varianten zu kommen. Aber man muss das Rad nicht neu erfinden.
Ausprobieren und selber bauen ist natürlich lehrreich und cool. ;)

Eins ist tatsächlich so, beim Selberbauen kann man unübliche Wege gehen, die die industriellen Hersteller vermeiden, weil es für sie zu kosntenintensiv ist.
Aber wenn ein Kugelspiegel und ein Planspiegel aureichen würde. Was hätten die Hersteller wohl gemacht? ;)

Gruß
Peter
 
Hi Florian,

ich finde das toll, wenn sich heute jemand dafür interessiert ein Teleskop selbst zu bauen, statt sich einfach auf Knopdruck von einem automatisierten GoTo Teleskop Objekte zeigen zu lassen.

Ich war vor Jahrzehnten im Selbstbau und Selbstschleifen von Spiegel Optiken aktiv. Damals gab es die günstigen Angebote von heute nicht und es war der einzige Weg zu einem bezahlbaren, grossen Teleskop zu kommen. Aus meiner Bibliothek habe ich mal ein paar Bücher rausgezogen:


Das war damals das Selbstbau Buch. Einfach und gut und sehr motivierend.


Das war auch ein Standard, schon anspruchsvoller.


Das war das Buch um einen Dobson komplett selbst zu bauen.

Übrigens das Loch in den HS kann man ganz einfach selber bohren, mit einer Bohrmaschine, einer Dose oder Rohr des gewünschten Durchmessers und Karbon-Pulver.
Na ja, ich nehme das "einfach" zurück. ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
der in einem vorhandenen Spiegel ein loch bohrt
Hallo,
Es gibt Schleifmittel-beschichtete Hohlbohrer, mit denen man Glas bohren kann, bzw. eben mehr schleifen. Aber selbst wenn man mit sehr niedriger Drehzahl arbeitet und gehörig Wasser zur Kühlung drüberlaufen lässt, wüsste ich jetzt nicht ob's dennoch Probleme mit lokalen Verspannungen dadurch gibt. ?

Übrigens kann man einen "Newton ohne Fangspiegel" auch ohne Off-Axis Gedöns bauen, nur eben nicht mehr selbst durchschauen. Du kannst einfach die Kamera in den Primarfokus setzen. D.h. Abschattung durch die Kamera und Spinne hast du natürlich auch. Aber wenn man eine sehr kleine Kamera nimmt, könnte man damit zumindest Konstruktionen mit ganz geringer Abschattung bauen. Der Teufel liegt aber wie immer im Detail. Der Kamera- Chip ist ja i.d.R. sehr klein, aber die ganze Elektronik drumherum brauchen auch Platz. Dazu kommt das fette USB3 Kabel für die schnelle Datenrate etc. Und eine Verstellmöglichkeit zum Fokussieren. Trotzdem habe ich sowas auch als Versuch im Hinterkopf...falls irgendwann im nächsten Leben mal Zeit dafür ist :):(
-cb
 
hallo,

ich antworte später m ausführlich, bin grad auf Arbeit etwas ausgeplant.

aber wo ich grade Kamera im Primärfokus lese muss ich einfach antworten, habe das selbe mit meinem 130pdd vor, aber als quasi wechseltubus damit brauch ich je nach Anwendung nur die hs zelle umbauen.
die Kamera die infrage kommt würde etwa 10mm zum jetzigen FS sparen und das bei voller ausleuchtung.

aber das ist erst für später angesetzt, grade bin ich mit einem "low Budget Newton" beschäftigt, also ein kompletter newton aus teilen die herumliegen oder billig aus dem Baumarkt sind.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
hab mich jetzt verfrüht zur Mittagspause gehangelt, kann also doch etwas genauer schreiben ;)

das die idee hinter dem Design schon lange da war war mir fast klar, die Frage ist nur wer hat es wann zuerst beschrieben, das würde ich echt gerne mal lesen, mit "cassegrain mit kugel und planspiegel" findet man nicht wirklich was.
Das mit dem selber dinge einbringen was die Produzenten aus Kostengründen nicht machen ist der reiz daran, wenn das klappt mit dem HS wird wahrscheinlich nah dahinter ein helical kommen sodass ich mit dem fokuspunkt nah hinter dem hs bleibe, hier zählt jeder mm denn das kann ich auch von der obstruktion abziehen, man kanns zumindest versuchen unter die 60% zu kommen ?

Danke auch für die links zu den Büchern, genau sowas hab ich gesucht, grade auch wegen dem dob, da bin ich grade etwas ratlos bei meinem 76/700, denn da hackt die horizontale achse etwas und suche nach hinweisen zur besseren Lösung, hatte erst teflon, im Moment 3 kleine rollen, ich denke da wird das Material nicht stimmen oder uneben sein oder einfach nur ungünstig gelöst.

Selber ein loch in den Spiegel bohren mach ich nicht, hab keine passenden Werkzeuge bzw. Erfahrung für sowas im allgemeinen, das würde ich lieber jemanden anvertrauen der sowas öfter macht mit guten Ergebnissen, irgendjemanden wird es da schon geben ?

Bei der Primärfokus-Fotografie werde ich wahrscheinlich bei ts anfragen ob die mir einen carbon tubus gleich mit passenden Bohrungen machen, dazu noch eine Spinne die in der mitte halt n loch hat, am besten direkt mit aufgesetzten t2 gewinde, inwiefern man da auf justage setzen sollte weiß ich nicht, in erster linie hoffe ich einfach das ts die Löcher einfach passend bohrt, wird schon schief gehen.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian,

wenn Du die Axialkamera meinst, dann bedenke bitte, dass da dann auch die Fokussierung hin muss. Ich habe sowas mit einem Helikalfokussierer in der Mache, allerdings mit einem 8" Tubus.

Das ist ein 2" Fokusdierer mit M48 Gewinden. Die Spinne dazu habe ich selbst gemacht. Basis ist eine M48 Verlängerungshülse.

Das Projekt hängt leider wegen mechanischer Probleme mit der Gabelmontierung auf Polhöhenwiege, die ich selbst baue.

Bei dem 2. Foto ist der Tubus verlängert, sodass die Kamera direkt am Ende des Tubus sitzt.

CS.Oli
 

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Einen t2 Helical habe ich da, ist aktuell am 60/900 verbaut als oaz, ansonsten hab ich so einen 1,25" helical der noch etwas bearbeitet werden muss aber ansonsten bestens funktioniert.
Das ist doch das interessanteste an der Geschichte ?

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hi Leute @Schwastian Beinsteiger @VisuSCor @DocHighCo ,

so eine Axial Kamera habe ich mir auch mal überlegt.

Aber lohnt sich der Aufwand wirklich?
Man kommt ja dann wirklich schlecht an die Fokussierung.
Was ist wenn man noch einen Komakorrektor nutzt und seine Kippung einstellen muss oder einen Reducer oder einen Filter oder ....?
Die Obstruktion und die Spikes bekommt man ja dadurch auch nicht prinzipiell weg.

Also im Moment stecke ich meine Energie in die Motorisierung meiner Dobsons mit Schrittmotoren.

Ah, da fällt mir ein, schick wäre natürlich ein Motorfokus bei der Axial Kamera.

Gruß
Peter
 
die gibts doch erst ab 2", da wird der gesamte Aufbau natürlich viel größer, da ist die Variante mit Fangspiegel dich wieder besser,

ich sehe den Vorteil hier eher bei planeten wenn es darum geht mehr kontrast zu bekommen und die obstruktion so gering wie möglich zu halten, die kleinen planetencams sind meist ja kleiner als die Fangspiegel die an dieser stelle sind, also 1,25" stecker und passender helical dran und perfekt isses.

die Teleskope sollten soweit entspannt sein das das Öffnungsverhältnis nicht so viel koma zulässt, so f5 aufwärts bei mir im Beispiel.

Man kommt ja dann wirklich schlecht an die Fokussierung.
hier ist die Lösung dran drehen, am laptop überprüfen, dran drehen..., bis es passt, hört sich im ersten Moment schlimmer an als es wahrscheinlich ist.


kann man glaube an die cams anschrauben wie bei okularen, nur mit filterrad wird halt schlecht ?


da bin ich selber etwas ratlos, deswegen hoffe ich hier das es bauartbedingt mit den bohrungen hinhaut.

ob sich der Aufwand lohnt weiß ich nicht, bei mir wäre der weg das Ziel, wenn es klappt freu ich mich.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo Peter,

vom Bildergebnis lohnt sich m.M.n. der Aufwand nicht. Man erspart sich das Kollimieren des Fangspiegels und die ~5% Lichtverlust dadurch. Und man hat an der Seite nichts vom Tubus abstehen (OAZ).
Man hat aber nicht weniger Hindernisse im Strahlengang (Kamera, Kabel ...). Das Fokusieren ist schwieriger und Flats und Darks aufnehmen auch (wenn man den Tubus nicht kräftig verlängert), da man wegen des "Kamerabaums" nicht mal schnell die Öffnung abdecken kann. Und für kleine Tuben gibt es keine 1,25" Komakorrektoren.
Es sieht aber cool aus und man hat etwas Bastelspaß.

Gruß

*entfernt*
 
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