Parameter klassischer Cassegrain 6“ und 8“ von GSO.

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Gerd_Duering

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Hallo zusammen,

wir waren in einer Diskussion im Markt auf die beiden klassischen Cassegrain 6“ und 8“ von GSO gekommen.
Da wir dann aber auf konkrete Konstruktions und Design Fragen zu sprechen kamen denke ich das hier unter Teleskope der bessere Platz für diesen Teil der Diskussion ist.
Hier möchte ich mal das Design vorstellen das ich auf Basis der Daten aus einer Zeichnung zum 6“ erstellt habe.
Für den 6“ hatte ich es hier schon vorgestellt.


Das Design ergibt sich dann zwingend auf Basis der aus der Zeichnung entnommenen Angaben.

6“ klassischer Cassegrain
Fokus hinter HS 285mm
Abstand HS – SP 322,4mm
Und der Brennweite von 1848mm die ich der HP von TS entnommen habe.

Ist_Zustand.jpg


Der HS hat also 960mm Krümmungsradius und damit 480mm Brennweite.
Der SP müsste um die vollen 150mm Öffnung nutzen zu können 24,66mm Radius = 49,3mm im Durchmesser haben.

Zu den bei diesem Teleskop vorhandenen Problemen verweise ich auf oben verlinkten Beitrag von mir und die Beiträge der anderen Diskussionsteilnehmer in dem Thread die ebenfalls Daten beigetragen haben.

Hier möchte ich noch das Design für den 8“ vorstellen.
Ich habe es in der Annahme erstellt das die Brennweite des HS vom 8“ entsprechend der Öffnung skaliert.
Also 480mm beim 6“ wären dann 480x1,333 = 640mm beim 8“
Den Fokus hinter HS habe ich auch hier mit 285mm angenommen.
Die Systembrennweite habe ich mit 2436mm wieder der HP von TS entnommen

Dann kommt folgendes Design für den 8“ raus.

8ter.jpg


Der SP für den 8“ müsste also Minimum 30mm Radius bzw. 60mm Durchmesser haben um die volle Öffnung nutzen zu können.
Falls der Fokus für den 8“ etwas mehr wie 285mm hinter HS liegt würde sich der benötigte Durchmesser des SP noch etwas erhöhen.
Bei 300mm Fokus hinter HS wären dann 61mm Durchmesser für den SP nötig.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

laut der Bedienungsanleitung des - vermutbar baugleichen - Orion CC8 hätte der Cassegrain-Spiegel 60mm Durchmesser. Woanders hatte ich mal 58mm gelesen. Könnte gut sein, dass 60mm der Außendurchmesser sind, und 58mm der sichtbare Durchmesser.

Grüße

*entfernt*
 
Hallo Reinhold,

Ich vermute mal die Diskrepanz liegt am Vorchraubring.
Die Spiegel sind eigentlich tatsächlich 50 mm beim 6“ und 60 mm beim 8“ im Durchmesser.
Nur der Vorchraubring der den Spiegel hält hat einen kleineren Innendurchmesser.
Wenn der sagen wir mal 1mm Wandungsstärke hat dann sind das auf den Durchmesser genau die 2mm die dann zu den Angaben in der Bedienungsanleitung fehlen.

Man sieht hier sehr schön das der Optiker eigentlich das Design korrekt gerechnet hat und auch den korrekten erforderlichen Durchmesser für den SP angegeben hat.
Das kann ich ja oben im Design so auch bestätigen.

Nur hat man offensichtlich den Vorchraubring nicht bedacht der den nutzbaren Durchmesser des SP noch mal um etwa 2mm verringert.
Man hätte den SP also 2mm größer fertigen müssen damit abzüglich eines Vorchraubrings mit 1mm Wandung noch der korrekte nutzbare Durchmesser für den SP zur Verfügung steht.

Ich hatte an anderer Stelle ja schon mal vorgeschlagen den Vorchraubring zu entfernen und stattdessen den SP mit Silikonpunkten von hinten zu kleben.
Das ist ja beim FS für Newton heutzutage auch üblich und funktioniert und hält sehr gut.
Hab ich selber auch so beim FS für meinem 8“ Newton gemacht.

In dem, Fall wäre es wahrscheinlich möglich die in der Bedienungsanleitung angegebenen Durchmesser von 50 bzw. 60mm auch voll zu nutzen und damit dann auch die volle Öffnung zu nutzen, zumindest wenn man die Blende am SP noch kürzt.

Grüße Gerd
 
Hallo Reinhold und Gerd,


den Verschraubring vom 8" habe ich hier liegen: außen M64xfein, innen 58mm, 6mm hoch. Da liegt beim 8" eine weitere Engstelle allerdings ist der Sekundärspiegel ab Werk geklebt - keine Ahnung womit werde mal testen wie fest das ist.

Beim 6" ist der Verschraubring deutlich schmaler und stört gerade eben nicht oder nur minimal.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

allerdings ist der Sekundärspiegel ab Werk geklebt - keine Ahnung womit werde mal testen wie fest das ist.

na wenn der eh schon geklebt ist und dass hält dann könnte man den Ring doch einfach weglassen.
Man müsste dann vielleicht noch die kleine Fase am SP schwärzen damit es kein Streulicht gibt.
Welchen Durchmesser hat denn die verspiegelte Fläche des SP beim 8“?


Beim 6" ist der Verschraubring deutlich schmaler und stört gerade eben nicht oder nur minimal.

Wie gesagt nach dem Design würde man 49,3mm benötigen und der Ring am 6“ hat innen wohl 48,5mm.
Die gerade mal 0,8mm sind natürlich sehr wenig.
Das muss man ja auch mal aus der Praxis sehen.

Grüße Gerd
 
Ich hatte an anderer Stelle ja schon mal vorgeschlagen den Vorchraubring zu entfernen und stattdessen den SP mit Silikonpunkten von hinten zu kleben.
Das ist ja beim FS für Newton heutzutage auch üblich und funktioniert und hält sehr gut.
Hab ich selber auch so beim FS für meinem 8“ Newton gemacht.

In dem, Fall wäre es wahrscheinlich möglich die in der Bedienungsanleitung angegebenen Durchmesser von 50 bzw. 60mm auch voll zu nutzen und damit dann auch die volle Öffnung zu nutzen, zumindest wenn man die Blende am SP noch kürzt.
Hallo Gerd,

so würde ich es auch machen. Kürzt man allerdings die Blende, besteht die Gefahr, dass der Flaschlichtschutz nicht mehr für den vollständigen Bilddurchmesser ausreicht. Um das genauer aus der Ferne beurteilen zu können, bräuchte man die genauen Abmessungen des Inneren des 8-Inchers.
Im web finde ich einfach nichts.

Grüße *entfernt*
 
Hallo Reinhold,

Um das genauer aus der Ferne beurteilen zu können, bräuchte man die genauen Abmessungen des Inneren des 8-Inchers.

wir haben alles was wir brauchen.
Abstand Bildebene - Vorkante Blendrohr = 430mm
Innendurchmesser Blendrohr 36,5mm
Abstand HS – Vorderkante Blendrohr 145mm
Abstand HS- SP ergibt sich aus dem Design oben mit 447,6mm
Durchmesser Becher um SP = 68,5mm.
Der Innendurchmesser fehlt und hier noch.
Nehmen wir mal 67mm an dann muss der Becher 67-60 = 7 x 3,2 = 22,4mm vor dem SP enden damit der 60mm Spiegel voll genutzt werden kann.
(die 3,2 ist die Öffnungszahl des HS)

Mit den Daten kannst du eine maßstäbliche Zeichnung anfertigen und damit das Feld bestimmen bis zu dem ein vollständiger Schutz vor Direktlicht gegeben ist.
Dazu muss eine Gerade von der Vorderkante der Kappe am SP zur Kante des Blendrohres gezogen werden und diese bis zur Bildebenen verlängert werden.
Praktischerweise macht man das am besten mithilfe eines CAD Programms und dann hat man auch exakte Werte.
Zur Not tuts aber auch ein Blatt Papier

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

perfekt, besten Dank.

Das Schöne an diesem Design ist die Zugänglichkeit von vorne. Ich könnte je nach Anwendungsfall die passenden Blenden überstülpen. Ebenso am Blendrohr einsetzen. Also da bin ich jetzt beschäftigt. Vielleicht doch weg vom C8 und M6 …

Grüße *entfernt*
 
Hallo Gerd,

na wenn der eh schon geklebt ist und dass hält dann könnte man den Ring doch einfach weglassen.

darum liegt der ja hier so rum...der Sekundärspiegel auch: die Fase ist sehr schmal und die verspiegelte Fläche ist knapp 59mm groß, nimm zur Sicherheit 58,5 dann paßt das zumindest nach diesem Exemplar. Der Becher hat 65mm Innendurchmesser.

Die 0,8mm beim 6" dürften etwa passen mit der Laser-Durchlaufmethode wird der Ring nur gerade eben gestreift. Kann man getrost ignorieren denke ich.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

Fläche ist knapp 59mm groß, nimm zur Sicherheit 58,5 dann paßt das zumindest nach diesem Exemplar. Der Becher hat 65mm Innendurchmesser.

dann müsste für den 58,5mm SP der Abstand SP –HS noch um 5,1mm vergrößert werden um die vollen 200mm nutzen zu können.
Der Strehl würde wegen Sa auf rund 0,92 sinken und der Fokus 73,8mm nach innen wandern.

8ter_SP58,5.jpg



Grüße Gerd
 
Hallo Felix,

kannst du den Außendurchmesser der Überwurfmutter der Hauptspiegelbefestigung feststellen?

Das System wird mir mit jeder Minute attraktiver. Es ist ein obstruiertes, daran wird sich nichts ändern, aber sonst lese ich bislang nur Gutes. Wäre natürlich blöd, wenn der Hauptspiegel eine abgesunkene Kante hätte, die erst nach der Optimierung auffällt. Hoffen wir das Beste.

Grüße *entfernt*
 
Hallo Reinhold,


der Außendurchmesser der HS-Überwurfmutter ist etwa etwa 1mm höchstens 2mm größer als der Becher des Sekundärspiegels. Nicht gemessen sondern den abgesägten Rest dran gehalten...

Beim 6" gab es ein besseres Bild mit jedem mm des HS der mehr genutzt wurde ich hoffe daß das beim 8" auch so ist. Bleibt zu testen was sich mehr auswirkt der Strehlverlust wie von Gerd berechnet von ca. 8% durch die SA oder der Auflösungsgewinn von 5%...vermutlich ist es sinnvoller auf ein wenig Öffnung zu verzichten aber das wird sich in der Praxis zeigen. Wir wissen ja auch nicht wie punktgenau die Spiegel gefertigt sind evtl. gibt es da Toleranzen zu Gunsten des geneigten Bastlers...


Viele Grüße Felix
 
Hallo zusammen,

sind diese klassischen Cassegrains von GSO, TS, Orion alle baugleich?
Ich finde zumindest unterschiedliche Angaben zur Reflektivität der Spiegel bei TS (96%) und Teleskop Austria (99%)

Gruß Martin
 
Hallo Felix,

Bleibt zu testen was sich mehr auswirkt der Strehlverlust wie von Gerd berechnet von ca. 8% durch die SA oder der Auflösungsgewinn von 5%...vermutlich ist es sinnvoller auf ein wenig Öffnung zu verzichten aber das wird sich in der Praxis zeigen. Wir wissen ja auch nicht wie punktgenau die Spiegel gefertigt sind evtl. gibt es da Toleranzen zu Gunsten des geneigten Bastlers...

ich komme bei einem 58,5mm SP auf eine nutzbare Öffnung von 194,6mm.
Ich denke mal der Löwenanteil des aktuellen Öffnungsverlustes geht auf das Konto vom Becher am SP und den Vorschraubring.
Wenn man das behebt und so die nutzbare Öffnung auf 194,6mm bringt ist sicherlich schon viel gewonnen.

Eventuell macht man beim vergrößern des Abstands SP – HS noch einen Kompromiss und vergrößert den nicht um 5,1mm sondern nur so 2 bis 3mm , das würde den Strehl kaum drucken.
Es sein denn das konkrete Exemplar hat im jetzigen Zustand etwas Unterkorrektur, dann würde es sogar von der Abstandsvergrößerung profitihren und die SA sich verbessern.

Grüße Gerd
 
Hallo Martin und Gerd,

im Netz findet man die Geräte außer von TS noch als Altair, Omegon, Orion, Stellalyra und natürlich GSO. Scheint alles baugleich zu sein. Mal mit schwarz mal mit weiß lackierten Tubus, mein 8" Exemplar hat z.B. einen roten vorderen Tubusabschlussring...? Auf abweichende Angaben zu den Geräten würde ich nicht zu viel geben stimmt eh nur zur Hälfte... ;)

Gerd, ich werde das einfach mal probieren und berichten was dabei heraus kommt! Vielleicht spielt der Himmel am Wochenende ja mit...


Viele Grüße Felix
 
der Außendurchmesser der HS-Überwurfmutter ist etwa etwa 1mm höchstens 2mm größer als der Becher des Sekundärspiegels. Nicht gemessen sondern den abgesägten Rest dran gehalten...

Hallo Felix,

ich habe ja immer noch im Hinterkopf, auch die zentrale Obstruktion optimieren zu können. Am Becher etwas zu tun, etwa auf 60mm reduzieren, brächte dann nicht so sehr viel, weil der Hauptspiegel eine ~70mm zentrale Abschattung durch die Befestigung hat. Dann müsste ich da optimieren, um wirklich alles aus dem Teleskop rauszukitzeln.

Daher noch drei Fragen.

Hat das Blendrohr ein Aussengewinde, das eine Überwurfmutter nutzt? Was ich so an Fotos gesehen habe, eher nein..

Oder ist das Blendrohr in eine Überwurfmutter eingeschraubt, die wiederum in das rückseitige Tragwerk geschraubt ist? Wie es sich aus einer (unautorisierten) technischen Zeichnung eines CC6 ergibt.
Dort hält eine Hohlschraube den Spiegel am Tragwerk fest. Die Hohlschraube wiederum hat ein Innengewinde, in die das Blendrohr eingeschraubt ist.

Im Grunde bräuchte ich nur den Durchmesser der Spiegelbohrung wissen. Ich will niemandem zumuten wollen, die Spiegelfassung aufzuschrauben. Daher versuche ich mich durch Fragen ranzutasten. Wenn sich die zentrale Spiegelfassung von 70mm auf, sagen wir, 60mm runterdrehen ließe, wäre das ein enormer Gewinn.

Die Reduzierung der beiden zentralen Abschattungen auf 60mm - wenn es denn geht - zöge dann ziemlich sicher eine Neugestaltung des Falschlichtschutzes (u.a. Blendrohr) nach sich.

Besten Dank einstweilen für deine Bemühungen.

Grüße *entfernt*
 
Hallo Reinhold,


vom Mittelteil der Spinne ausgehend: an dieser hängt an der mittigen Senkkopfschraube ein Drehteil (1) mit Außengewinde und schmalem Kragen (zur Spinne hin) für die große Kontermutter und einem auch recht großen Innengewinde in dem der Sekundärspiegelhalter verschraubt ist. Heißt da stehen nur wenige Millimeter Wandung mit jeweils Feingewinde innen und außen.

Kragen und Kontermutter haben etwa 58mm Außendurchmesser und dürften mit dem 6" baugleich sein.

Außengewinde am Sekundärspiegelhalter: 50mm x fein entsprechend des Innengewindes in (1)

Außendurchmesser des "Napfes" in dem der Sekundärspiegel sitzt 68,7mm.

Den Sekundärspiegelhalter kann man in dem Innengewinde rein- und rausdrehen das sind ca. 10mm Verstellung den das Gewinde hergibt...der Sekundärspiegel ist von hinten auf 45mm Durchmesser frei ich kann aber nicht erkennen wie der verklebt ist. Scheint zu halten...

Hinten auf dem Sekundärspiegel steht mit Edding "62" - der Außendurchmesser ist aber glatt 60mm. Dann ist da noch "4K6Z" eingraviert - nicht ersichtlich wofür das steht.

Mal geschätzt: die Haltemutter des HS ist ca. 70mm groß, dann wird die HS Bohrung mit Sicherheit im Bereich von ca. 60mm liegen. Ich hatte die Haltemutter nur lose aber nicht ganz ab darunter sind noch ein paar Millimeter Spiegel zu sehen der Innendurchmesser der HS Halterung ist ein Gewinde M54x fein - viel mehr oder weniger als 60mm geht also mechanisch nicht.


Viele Grüße Felix
 
Felix, besten Dank. Ich hatte im web bemerkt, dass die GSO-Ritchey-Cassegrain mit größter Wahrscheinlichkeit baugleich beziehungsweise Vorgänger sind. Ich vermute, dass GSO diese Gehäuse genommen hat, und ein reines Cassegrain-System dazu passend entworfen hat. Vor wenigen Minuten fand ich diese Justieranleitung zum RC6 im web. Darin einige Fotos eines zerlegten RC6. Hast du das Gefühl, dass im CC8 der Hauptspiegel ebenso wie in dieser Anleitung befestigt ist?

Viele Grüße *entfernt*
 
Hallo Reinhold,


das ist alles fast gleich bis auf die Durchmesser der Sekundärspiegel der ist beim RC teilweise größer und ich meine die Tuben der CCs wären etwas länger ansonsten ist das mit Sicherheit eine "recycelte" Konstruktion. Der HS ist beim 6" und beim 8" genau so zu justieren wie dort beschrieben.


Viele Grüße Felix
 
Hallo zusammen,

sehr interessanter Thread.
Ich bin ja auch noch immer auf der Suche ...
Nachdem, was ich bisher hier gelesen habe, könnte das 8" gut passen.
Bin gespannt, was ihr noch so herausfindet ...

Gruß Martin
 
Hallo Felix,

oben hätte es natürlich heissen müssen „Ritchey-Chrétien“. Hat der Cassegrain-Spiegel des CC8 auch eine Mittenmarkierung wie der RC8?

Vielen Dank.

Beste Grüße *entfernt*
 
Hallo Reinhold,


ja eine Mittenmarkierung ist vorhanden. Ich weiß aber nicht wie genau die ist da außen die Fase nicht überall gleich breit ist. Kann sein daß die Hyperbel + Markierung minimal außermittig oder versetzt zueinander sind.


Viele Grüße Felix
 
… so vor mich hin sinniert:

James Mchugh hat den Hauptspiegel eines GSO RC8 neu und spielfreier gelagert. Dabei eine Nahaufnahme der Mutter und des Lagers. Drehte ich die Mutter runter auf 62mm Durchmesser, würde der Spiegel knapp innen und/oder auf der Innenfase gehalten. Auf 200mm gerechnet käme ich dann runter auf 31% zentrale Obstruktion. Ich könnte ihn auch einkleben, dann könnte ich die Mutter auf 60mm runter drehen und wäre bei 30% Obstruktion (rechnerisch auf 200mm) … besser als mein 8“-Schmidt mit rechnerisch 34,5% und deutlich besser als das Original mit rechnerisch 37,6% (auf 186mm gerechnet). … jetzt muß ich nur noch rausbekommen, welchen Außendurchmesser das Blendrohr am Sockel hat. Gewinde drehen kann ich nicht, ich würde gerne das Blendrohr weiter nutzen und gegen Falschlicht erweitern ..
 
Hallo Reinhold,


das Blendrohr des 8" HS ist interessant: es ist 1 zu 1 das Teil aus dem 6"CC aber über einen Adapter mit dem 8" HS-Halter verbunden. Der Adapter reduziert die HS Bohrung bzw. den freien Durchmesser an dieser Stelle von M54x fein auf M42x fein. Nach Laserdurchlauf zu urteilen war da auch eine massive Engstelle die sich aber evtl. verringert (verschwindet?) wenn man den Fokus nach vorne legt. Hab vorhin schon einen Stern gesehen ich werd jetzt mal am Fenster schauen ob sowas wie ein Fokus zu finden ist nach der ganzen Bastelei...müßte jetzt ohne den breiten Distanzring alles in den Fokus kommen. Die Batterie vom Justierlaser hat's geschafft muß ich erst ersetzen dann gibt es weitere Erkenntnisse bzgl. der Ausleuchtung.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

das Blendrohr im CC8 hat also an seinem Sockel ein M42x? Gewinde? Dann stellt das Blendrohr keine Hürde dar. Ich könnte dann an das M54 oder über den M42-auf-M54-Adapter beliebige eigene, neu gestaltete Blendrohre aufschrauben. Das CC8 wird immer attraktiver :) . Da der Hauptspiegel nicht getrennt vom Okularauszug ausgerichtet werden kann, bräuchte ich eventuell noch einen Tilt-Adapter zwischen M90 und Okularauszug …

Bleibt mir noch die Frage, ob ich mit 1000€ erkennbar besser stelle, als mit meinem „alten“ Celestar C8. Visuell. An der Sonne könnte ich jedenfalls in konstanter Bildqualität in allen Wellenlängen unterwegs sein …

Viele Grüße *entfernt*
 
Hallo Gerd,


der Unterschied kommt durch den Adapter zustande der das M 42 Gewinde des 6" Blendrohres an das M 54 Gewinde des 8" HS-Halters angleicht. Das sind etwa 20mm Baulänge die durch den Adapter dazu kommen.

Viele Grüße Felix
 
Hallo zusammen,

auf einem verlinkten Foto habe drei etwas schwächlich aussehende Spiralfedern gesehen, welche die Kollimation des Hauptspiegels des CC8 erleichtern sollen.

Beim Zerlegen eines Meade ETX 125 fielen mir drei „multigewellten Federscheiben“ entgegen. Ein Konstruktionselement, das ich bis dahin nicht kannte. Wenig Bauraum, enorme Kraft. Bereits ohne eingeschraubte Konterschrauben, sitzt der Spiegel fest. Das Kollimieren ging super einfach und präzise.

Das merke ich mir für den CC8 vor, falls ich ihn kaufe und zerlege.

Stets klaren Himmel

*entfernt*
 
Hallo Reinhold,


ich habe Sonne bisher nur im Weißlicht mit Folienfilter beobachtet so nach dem Motto Öffnung rockt und Folie kostet nicht viel...von daher kann ich nicht beurteilen was das Cassegrain genau für Vorteile hat - soweit ich weiß ist ne Glasplatte wie beim SC ungut für UV oder so? Beim CC hat man halt mehr Möglichkeiten die Obstruktion etwas zu drücken und mir persönlich gefällt die Kombination kein HS-Sifting und 2" OAZ.

Ob der Tilt Adapter nötig ist würde ich von der Genauigkeit des jeweiligen Exemplares abhängig machen evtl reicht auch eine Verbesserung der Lagerung des HS wie auf der verlinkten Seite beschrieben.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

ich habe mir vor kurzem ein C8 der vor-Fastar-Generation gekauft. Das liesse sich mit gleichen Maßnahmen auf irgendwas um die 32% Obstruktion drücken. Beide spielten dann aus Obstruktionssicht in der gleichen Liga.

Auf den CC8 bin ich aufgrund eines Hinweises auf cloudynights gekommen. Den CC8 hatte ich nicht auf dem Radar. Und jetzt entpuppt der sich als feine Geschichte. Moderne Beschichtung. Offenes System. Fester Spiegel. Nur zwei Spiegel. Die Glasplatte des C8 kostet Strehl. Tendenziell müsste der CC8 das „bessere“ System sein. knapp 2kg schwerer, okay oder auch nicht.

Leider ist das Teil noch nicht allzulang auf dem Markt, als dass jemand mal Ronchis oder so im web veröffentlicht haben könnte. Und Fotos der Gestirne sagen wenig über das visuelle Potenzial aus.

Ich schaue mich bereits nach Angeboten um ;-) … die Drehbank müsste ich noch reaktivieren …

Viele Grüße *entfernt*
 
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