Einen Punkt, der hier in der Diskussion mehrfach angesprochen wurde, möchte ich aber auch kommentieren: den Preis von 60$ für das Plugin. Wenn ich mir mal vor Augen führe, wieviel Geld wir alle hier in unser nicht prinzipiell kopierbares Equipment stecken, dann scheinen mir die 60$ doch bestenfalls Peanuts zu sein. Ich habe selbst viele Jahre in der Softwareentwicklung gearbeitet und kann glaubhaft berichten, dass da sehr sehr viele Menschen sehr sehr viele Stunden Arbeitszeit in die Herstellung dieser Produkte investieren. Und auch diese Menschen haben ein Recht auf ein Dach über dem Kopf und warmes Essen auf dem Tisch.
Naja, da Ich in diesem Thread bisher der Einzige war, der ueber den Preis gesprochen hat, fuehle Ich mich einfach mal angesprochen.

Das:
Ich bin selber Softwareentwickler und stimme Dir da einerseits zu : 60$ sind für eine gute Software absolut OK, aber hier geht es glaube ich auch um das Verhätnis, denn wir reden von einem Plugin und Affinity kostet ja keine 60$ hat aber doch einen, na sagen wir mal um Fakor 1000 höheren Funktionsumfang als ein Plugin, das nur eine einzige Bearbeitung macht, deshalb ist es auch mir im Verhältnis zu teuer, Dach überm Kopf hin oder her, zumal das ein Hobbyastronom eh nicht braucht...
fasst den springenden Punkt schon gut zusammen, den schon jeder fuer sich selbst entscheiden muss.
Selbstverstaendlich kostet die Entwicklungsdauer Geld (oder Freizeit) und selbstverstaendlich muss man keine "alles ist gratis" Mentaltaet unterstuetzen, da bin Ich ganz bei dir.
Andererseits, der Preis bestimmt sich u.a. ja auch darueber, wie hoch die Investitionskosten waren und wie viele Lizenzen man letztendlich verkauft (+Gewinnmarge, Steuern, usw). Fuer Nischensoftware mit nur wenigen Lizenzen sind die Preise da schon mal hoch, da nur wenige Lizenzen verkauft werden und sich das i.d.T. alles rechnen muss.
PI ist z.B. mit rund 250 Euro nicht gerade billig, aber eine Software mit grossem Funktionsumfang, aber eher kleinem Abnehmerkreis und (bisher) unlimitierten Updates/Upgrades. Der Preis ist daher wohl mehr als adequat und offenbar rechnet sich das auch durchaus fuer die Entwickler als Geschaeftsmodell. Fuer Affinity ist der Funktionsumfang auch erheblich (und somit die Entwicklungskosten), aber der Kundenkreis ist dann auch mindestens 50x so gross. Entsprechend koennen da die Preise niedriger gestaltet werden, wenn man das will (und muss, um Marktanteile vom Platzhirsch Adobe zu erobern). Wie das z.B. bei Adobe Produkten aussieht, ist noch einmal eine ganz andere Sache und einschlaegig bekannt, an einer Gewinnmarge mangelt es da jedenfalls nicht (Ich kaufe von denen uebrigens eher Aktien als Software und daher mit Adobe sehr, sehr zufrieden

).
Sharpcap ist fuer den Funktionsumfang und den potenziellen Kundenkreis auch ein Schnaeppchen, fuer das Ich auch ohne mit der Wimper zu zucken zahle.
Nur genau wie Takeshi schon schreibt, wenn dann ein single-trick-Pony fuer 60$ verkauft wird, dass ist schon irgendwo recht happig und zeigt eben auch, da geht jemand hart an die obere Grenze, was ueberhaupt fuer so ein ueberschaubares Software
produkt noch geht (und das Wort "Produkt" habe Ich jetzt mal unterstrichen, weil eben jedwede Diskussion bzgl. Open-Source in eine andere Richtung geht, die hier nicht sachdienlich ist.).
Und das darf man bei allem Enthusiasmus ueber das Plug-in schon mal anmerken, denke Ich.
Ob man das dann kauft, ist schon jedem selbst ueberlassen, es wird ja weder irgendeinem verboten das zu kaufen, noch wird es einem aufgezwungen. Fuer mich persoenlich waeren 20$ ein Sofortkauf gewesen, 20-40$ ein wahrscheinliches Upgrade nach der Trial-Periode und 60$ sind halt ein "vertagt, erst mal sehen, ob Ich das wirklich mittelfristig vermisse". Ich halte mich aber nicht fuer irgendeinen Massstab.
Und die Tatsache, dass anderswo andere banale Hardware wie eine T2-Verlaengerung (2cm eloxiertes Alurohr mit zwei Gewinden) fuer 25-40Euro vertickt wird, stellt das oben gesagte auch nicht in ein anderes Verhaeltnis. Daher halte Ich dein Peanuts-Argument schon fuer etwas verfehlt, denn viele "Peanuts" fuer ein Hobby addieren sich dann schon irgendwo zu einem schoenen Sack Nuesse.
Und - wenn wir schon dabei sind - auch noch mal etwas anderes mal ganz klar gesagt in Sachen "anderer Leute investierte Zeit und Dienstleistungen gratis in Anspruch nehmen":
Genau wie Du bin Ich z.B. dem Frank uebrigens auch dankbar, wenn er das Plug-In hier vorstellt.
Seine Bewertung ist positiv, aber durchaus fair und kritisch.
Da wird vom Frank uebrigens auch viel Zeit verbraten, die u.a. Ich hier gratis in Anspruch nehme. Muss mal gucken, ob der eigentlich einen Patreon Account hat (
@frasax Hast Du eigentlich einen?), da muesste Ich mich tatsaechlich mal fair beteiligen und ihn nicht nur mit haemischen Kommentaren und knalligen Farben in meinen NB-Bildern aergern (

).
Jetzt kommt allerdings das grosse "Aber":
Ich bin Ihm aber genau so lange dankbar (und das dann richtig ehrlich und gerne auch Patreon unterstuetzt), so lange er entweder die Trialversion testet, oder fuer seine Vollversion von StarXterminator wie jeder andere volle 60$ bezahlt hat.
So lange weilen wir dann unter "unschuldigen" Amateuren die Tipps austauschen.
Bekommt Frank dagegen jetzt nach dieser Review eine Gratislizenz von StarXTerminator (Klarstellung: wovon Ich
nicht ausgehe, und der Satz ist auch nicht als verdeckte Aufforderung zu einer diesbzgl. Klarstellung zu missdeuten), dann laege hier fuer mich sofort eine andere Sachlage vor und meine Stimmung wuerde in diese Richtung kippen: Verteuertes Plug-In wird ueber einen klappernden Influencer / Alpha-Adopter unter die Leute gebracht und Frank waere - so sympathisch er mir auch ist - 60s spaeter auf meiner "Ignore Liste", weil dann die Wasserscheide von "unter Amateuren" zum geschaeftlichen Teil der Veranstalung ueberschritten waere.
Aber Ich denke der Frank ist sich dessen sehr bewusst und wandelt den Pfad des "Astro- Influencers/Motivationstrainers" eingermassen trittsicher ...
Gruss & MfG