Reiseapo gesucht (flugtauglich)

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Staring

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Hallo,

Ich suche einen APO für Flugreisen. Er kommt auf eine RST-135, angeschlossen wird eine ASI2600 und evtl. eine Fuji X-3 (also APS-C-Format).

Bislang bin ich bei zwei Versuchen nicht glücklich geworden:
- 61EDPH (v1): Zeigt recht kräftige CA. Die SA verbirgt weitere Aberrationen. Die mechanische Qualität ist gar nicht übel. Momentan im Gebrauch.
- Takahashi FSQ-85: Eigentlich als kompromisslose Optik gekauft. Der Reducer war völlig unbrauchbar (kein einziger runder Stern im Bild). Mit Flattener deutlich bessere Sterne, aber seltsame Diffraktionsmuster („invertierte Spikes“) an hellen Sternen. Bildverschiebung/-verkippung beim Fokussieren (aber OAZ fest). Auf dem Rückweg zum Händler.

Die Anforderungen:
-Exzellente Optik: Runde Sternabbildung für APS-C mit kleinen Pixeln
- Keine sichtbare CA (gut tauglich für Duo-Narrowband, kein Doublet)
- Top Mechanik (FT OAZ oder vergleichbar)
- handgepäcktauglich (max 45cm Länge, 5kg, weniger ist besser)
- f/6 oder schneller
- gerne mit dediziertem Flattener oder Flattener/Reducer
- Erhältlich ohne jahrelange Wartezeit (gebraucht ist auch ok)
- 300-500mm FL
- ASCOM- oder INDI-kompatibel mit Autofocus auszustatten
- Keine „Lotterie“
- Budget ist 5k€

Ich habe angeschaut und im Wesentlichen verworfen:
- RedCat: Sehr wechselhafter Qualitätseindruck, insbesondere Randabbildung. Ich mag den Helikalfokussierer nicht.
- Askar: CA und Helikalfokussierer
- Vixen 55FL: Probleme mit Backfocus, keine 55mm - die brauch ich aber.
- Tak FS-60CB: OAZ von Tak. CA.
- Borg: CA (weil zu schnell ;-).
- Vixen VSD: Diffraktionsartefakte. Leicht über Budget. Helikalfokussierer, nicht motorisierbar. Nicht mehr verfügbar.

Im Prinzip denkbar sind:
- AP Stowaway: Bin auf der Liste - vielleicht hab ich Glück.
- 76EDPH: Als Triplett vielleicht besser als der kleine Bruder. Hat jemand unbearbeitete FITS?
- Canon 300mm f/2.8: Leicht über Budget. Wenig Bilder gesehen. Bräuchte den ASCOM-fähigen Adapter zum Fokussieren. Nix für visuell.

Hab ich „meinen APO“ übersehen?
 
Vielen Dank für die Tipps.

Ja, mit dem Esprit 100 bin ich auch sehr zufrieden. Der 80er ist halt in der Größe mit 44cm ganz nah an der Grenze.

Der Lacerta ist ein Doublet, ich glaub nicht, dass ich damit photographisch glücklich werde.
 
Takahashi FSQ-85 - Mit Flattener deutlich bessere Sterne ...
Das ist doch eine Petzval-Optik - da wäre ein Flattener eher kontraproduktiv.
aber seltsame Diffraktionsmuster („invertierte Spikes“) an hellen Sternen
Wenn du damit kegelförmige Schatten im Beugungsbild heller Sterne weit außerhalb der Bildmitte meinst, wie hier beschrieben Takahashi FSQ85/106, dann ist das kein optischer Defekt, sondern ein Abschattungseffekt, der außerhalb des zu 100% ausgeleuchteten Bildfeldes an ALLEN Optiken auftritt. Beim größeren FSQ106 dann halt erst sehr viel weiter draußen.

Die FSQs haben ja im Vergleich zu anderen APOs ein besonders großes brauchbares Feld. Andere APOs mit kleinerem Feld sind also viel stärker davon betroffen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, der Tak FSQ-85EDX hat keine ausreichende Feldkorrektur für moderne Chips und wird daher mit einem extra dafür gerechneten Korrektor geliefert, der die Abbildung verbessert. Dadurch muss man aber wieder einen festen Backfocus einhalten (Zweiter Absatz: FSQ-85EDX - Takahashi Europe). Die Spots werden durch den Korrektor deutlich besser. Ich hatte sehr kleine Sterne damit. Der Reducer ist nur ein Reducer und kein Reducer/Korrektor, so dass die Sterne außerhalb der Achse schlechter sind als ohne ihn. Aber bei mir waren sie extrem asymmetrisch schlecht, mit unterschiedlichsten Aberrationen über das Feld verteilt, kein einziger runder Stern im Bild, auch in der Mitte mit starker Koma.

Die kegelförmigen Schatten hatte mein Exemplar mit Flattener in der Bildmitte, und dort auch asymmetrisch. Mein Esprit hat das nur ganz am Bildrand bei APS-C und symmetrisch.

Der Händler sieht ihn sich auf jeden Fall nochmal an, justiert, was geht und sendet mir Testbilder zu. Dann kann ich entscheiden, ob ich ihn zurücknehme oder nicht. Vom Händler alles super gelöst und gemacht, aber von dem Takahashi hätte ich mir mehr erwartet.

Mir ging‘s bei diesem Thema eher darum, ob es noch einen anderen Refraktor gibt, der an das herankommt, was Takahashi verspricht, sollten sich die Probleme nicht beheben lassen. Der Esprit ist hier sicher in der engeren Auswahl - ich hatte den als zu groß in Erinnerung, aber er passt knapp in Handgepäck.
 
Mit Flattener hatte ich runde Sterne (außer ganz am Rand - das hätte ich mit Tilt- und Abstandsjustage noch perfektionieren können ). Ein Tilt (wir sprechen hier ja nicht über mehrere Grad) sollte auch nicht zu Koma und Astigmatismus der scharf gestellten Sterne auf der Achse führen, sondern lediglich im Feld zu Aberrationen durch Defokus. Der Tilt ist auch gering, am Esprit ist alles top.

Der Händler hat schon bestätigt, dass die Optik nicht in Ordnung ist. Und Probleme mit den OAZ scheinen bei Takahashi ja so häufig zu sein, dass viele die direkt austauschen.

Ich stell hier mal was rein, da ja Interesse besteht. 1:1 Crop auf der Achse. 30s Belichtung. Im Stack sieht man das schon bei recht kleinen Sternen sehr deutlich.
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Und hier die Bildmitte mit dem Reducer:
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der Tak FSQ-85EDX hat keine ausreichende Feldkorrektur für moderne Chips und wird daher mit einem extra dafür gerechneten Korrektor geliefert, der die Abbildung verbessert.
Aha, dass der Baby-Q als Petzval neuerdings noch einen zusätzlichen Feldkorrektor braucht, war mir nicht bekannt.
Beim größeren FSQ-106EDX scheint das ja nicht erforderlich zu sein, oder kommt da auch noch sowas?
 
Nein, nicht, dass ich wüsste. Takahashi hat aber gerade auch für die TOA einen neuen Flattener herausgebracht hat (Du musst mal auf die Spotdiagramme schauen... schon sehr schön), so dass da vielleicht auch was für den FSQ-106 kommt. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass sie ein ganz neues Design entwickeln. Im Prinzip find' ich das mit dem Flattener schon etwas Flickwerk - andererseits hat der FSQ-85 damit schon sehr kleine Sterne.
 
Da ja hier Interesse bestand: Der FSQ-85 war vom Händler nicht justierbar und geht nach Japan zurück, ich bekomme das Geld wieder. Bin also immer nich auf der Suche. Die Frage nach einem sehr guten, kleine Fotoapo kommt aber auch in anderen Foren extrem häufig auf ohne wirklich gute Antworten. Da scheint es also eine Marktlücke zu geben. Ich denke, die ist nicht gefüllt, weil der erzielbare Preis gemessen am Aufwand zu hoch wird. Da fertigt man dann lieber 120mm+-Refraktoren mit besserer Marge.
 
Ach was, es gibt einige! Ist halt immer nur die Frage was genau man sucht und was toleriert dafür bezahlen zu müssen.

Der kleine hier zB. ist Mega: BORG Apochromatischer Refraktor AP 90/350 FL PLUS OTA
CA kann ich da nicht feststellen (aber ich fotografier ja auch nur monochrom ;)).

Viel Spaß bei Deiner Findungsphase und der Umsetzung.

Gruß
Ernie
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für den Tip, von der Größe passt das. Aber die Borg (auch dieser) zeigen in den Bildern, die ich gesehen habe, alle eine deutliche CA (zumindst wenn die Sterne nicht so ausgeblichen wurden, dass sie nur dicke weiße Kreise sind), selbst in Mono-Bildern. Das ist bei so stark reduzierten Doublets wohl auch nicht verwunderlich. Ich finde auch die Sterne immer recht aufgebläht, wobei das natürlich auch an der Bearbeitung liegen kann - ein unbearbeitetes Einzelbild hab ich noch nicht gefunden. Und ehrlich gesagt auch noch kein wirklich gutes bearbeitetes Bild, das finde ich erstaunlich.

Du hast aber ja selbst den 76EDPH. Als Triplett sollte der eigentlich deutlich besser sein als mein 61EDPH, und mit der Verarbeitungsqualität bin ich auch gut zufrieden. Hast Du schon Beispielbilder?
 
Das Teleskop ist soweit wirklich gut. Mechanisch klasse verarbeitet, massiver feinfühliger OAZ, alles verschraubt.

Ich nutze ihn im Doppelsetup am KAF16200 Sensor zusammen mit dem RedCat an einem KAF8300. So ergeben sich fast äquivalente Bildausschnitte.

Aktuell kämpfe ich mit der Verkippung des Sensors meiner AST16200 und habe es noch nicht sauber verkippungsfrei eingestellt bekommen.
Aber von der Sternenabbildung gefällt mir der EDPH sehr gut.

Beispielbilder sind immer sehr fragwürdig, da jede Verkippung oder so, die nichts mit der Optik zu tun haben, eine wesentliche Rolle bei der subjektiven Bidlbeurteilung spielen.

Aber wenn der Tilt weg ist und der Abstand zum Korrektor optimiert ist stelle ich gerne mal ein paar Rohbilder auf meinen Server.

Gruß
Ernie

PS: bei dem Borg hatte ich sowas wie Du es beschriebst nicht festgestellt…
 
Ja, absolut. Ein tolles handliches Teil und auch für groß APS-H Sensoren ein flaches Bild.
Visuell hab ich ihn allerdings nie benutzt. Er hat auch einen Tiltadapter eingebaut (die aktuelle Variante), und ist, wie ich meine, super genau zu fokussieren (manche mögen den Helical Fokusser nicht, mir macht er keine Probleme).
 
Hi,
also ich finde den FSQ85 als Reiseteleskop perfekt, er produziert mit der Canon Ra hervorragende Abbildung. Ja, er braucht tatsächlich einen 1,01 Flattener, ohne ihn war auch die Abbildung bei APS-C nicht besonders. Der OAZ ist tatsächlich nicht erste Sahne, funktioniert aber. Der zum FSQ85 passende QE-Reducer gefiel mir aber gar nicht, den gab ich zurück. Der Händler meinte, ich hätte das Potential des Reducers nicht ausgeschöpft. Wie ich das aber machen sollte, verriet er nicht.
Vor einer Woche war ich in Kreta, da war der Borg55FL im Gepäck, der hat in den Ecken auch Schwächen, damit kann ich aber leben.
Ich probierte auch die Askare 180 und 200, das 180-er war dezentriert, der 200-er war immerhin zentriert, produzierte aber mit der Ra aufgeblähte Sterne in den Ecken.
Last but not least hatte ich auch den RedCat51 und den Vixen 55. Von der Abbildungsqualität fand ich den Vixen am Besten, aber der Okularauszug war eine Katastrophe, noch schlechter als der Tak Auszug ;-) . Der RedCat war in den Ecken auch nicht besonders. Irgendwie war es ein Fehler, den Vixen zu verkaufen. Na ja, mit dem Borg kann ich leben, der ist schon schön leicht und kompakt.
Viele Grüße
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt, mein Tak FSQ-85 war nichts (sowohl Optik als auch OAZ), und für 5k€ mit Zubehör mag ich nicht „Teleskop-Lotto“ spielen. Immerhin hat Teleskop-Austria ihn völlig problemlos zurückgenommen, getestet und Austausch oder Stornierung angeboten. Das ist ja leider auch nicht immer selbstverständlich.

Vom RedCat 71 hab ich erst einen Bericht gelesen, und da war der (wie viele der kleinen RedCats) dezentriert. Ich bin kein Freund von Helikalfokussierern, die notwendigen Anbauten zur Motorisierung sind immer etwas instabil und dazu noch klobig. Mir ist nicht klar, was bei einem 71mm Teleskop der Vorteil sein soll. Um am Tag aus der Hand zu fotografieren ist der zu schwer und lang. Mir kommt das sehr wie ein künstliches Gimick vor, um sich optisch zu differenzieren, ähnlich wie die Farbgebung. So macht es William Optics ja auch.

Wenn jemand CA-freie Einzelbilder oder ein gutes Gesamtbild von einem der (72/90er) Borgs hat, bin ich total interessiert. Die Beispiele, die ich auf Astrobin gefunden hab, erscheinen mir alle recht unterdurchschnittlich bearbeitet, nicht ausreichend durchbelichtet und ganz überwiegend auch nicht gut im Fokus (bei f/3.6 ja auch nicht einfach von Hand). Die wenigen besseren Beispiele zeigen deutliche blaue Halos um die Sterne, zum Rand hin zunehmend dezentriert, selbst mit recht grobpixeligen Kameras. Für einen IMX571 seh ich da schwarz (oder besser: bunt). Ich glaub aber generell nicht, dass man ein so schnelles Doublet ausreichend farbfrei bekommen kann, Fluorit hin oder her.

Dass der kleine Borg APS-C nicht ganz korrigiert, hab ich auch schon bemerkt. Wenn der Vixen-OAZ schlechter ist als meine Tak, dann ist das echt erstaunlich. Vielleicht kann man den ja austauschen, das müsste ich mal prüfen.

Ich glaub, ich komm etwas negativ rüber, aber die Auswahl ist halt wirklich stark kompromissbehaftet. Ich hatte ursprünglich gedacht, dass ein <80mm APO mit guter Korrektur bis APS-C einfach verfügbar sein sollte. Ich hatte auch geglaubt, dass mein Erstteleskop, der Esprit 100, bestenfalls in der Mittelklasse angesiedelt ist, aber der spielt, scheint‘s, ganz oben mit.

Ich bin auf jeden Fall total dankbar für Eure ganzen Antworten mit Tipps und Erfahrungen. Momentan tendier ich zum 76EDPH.
 
Hi,
Beim Vixen neigen sich die (Einstell) Madenschrauben für den OAZ sich zu lockern. Dies führt zum Kippeln oder sogar Verkanten des Rohres beim Fokussieren.
Beim Tak sind die Madenschrauben ja verklebt. Das könntest Du beim Vixen ja auch machen.
Ich denke, der (55-er) Borg ist gut für APS-C, bei meinen Vollformataufnahmen sind ja nur die Ecken schlecht, das sollte also bei APS-C keine Problem bereiten.
Viele Grüße
Michael
 
:ROFLMAO: jepp, die 7 hatte ich überlesen - sorry! ;)
51 sieht aber auch schnell mal aus wie 71...
 
Nein, sorry. Der ist schon wieder bei Teleskop-Austria und die schicken ihn nach Japan zurück. Wenn die auf dem Tubus stand, hab ich vielleicht ein Foto davon, muss ich aber erst raussuchen. Warum?
 
für Flugreisen habe ich mir vor Jahren einen Lomo 80/480 besorgt und bin immer noch
hin und weg von dieser Optik - wird nur leider nicht mehr hergestellt - aber immer wieder
einmal erscheint eine dieser Optiken auf dem Gebrauchtmarkt.

Das nur so als Randbemerkung ;)

Gruß und cs
Tom
 
Ich hab die FSQ-Seriennummer leider auf keinem Bild mit drauf.
Danke, ich halte die Augen auf für den kleinen Lomo.
Ich hab eine Messung des Borg 71FL bei Wellenform - Zertifizierte Fernoptik - Objektive - Angebot gefunden (der 72FL wird keine Welten besser sein): Der Farblängsfehler ist ausgeprägt, für OSC/DNB nicht benutzbar (grob so korrigiert wie mein 61EDPH, aber weniger SA).
 
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Ich hab die FSQ-Seriennummer leider auf keinem Bild mit drauf.
Danke, ich halte die Augen auf für den kleinen Lomo.
Ich hab eine Messung des Borg 71FL bei Wellenform - Zertifizierte Fernoptik - Objektive - Angebot gefunden (der 72FL wird keine Welten besser sein): Der Farblängsfehler ist ausgeprägt, für OSC/DNB nicht benutzbar (grob so korrigiert wie mein 61EDPH, aber weniger SA).
Wellenform gibt hier eine positivere Bilanz: "Sehr gute Sternabbildung. Geringe Restfehler, die beim Einsatz am Nachthimmel nicht mehr sichtbar sind. Sehr geringer Farbfehler für einen Fluorite 2-Linser mit Öffnungsverhältnis F5,6."
Ich glaube für die Astrofotografie kann man das abschließend nur beurteilen, wenn man den Reducer mit einbezieht. Visuell kann ich zumindest bestätigen, dass der 71FL keine Farbfehler zeigt.
 
Du musst den gesamten Text aus dem Test lesen: „Bei Fokussierung auf Grün (546nm) ist Blau (486nm) sehr gut beugungsbegrenzt und Gelb
(589nm) fast noch beugungsbegrenzt. Rot (656nm) ist zu stark defokussiert und liegt
deshalb unter der Beugungsgrenze von 0,80 Strehlpunkten. Weil das Auge im Dunkeln Rot
nur schwach wahrnimmt, wird der aus der Defokussierung bei Rot resultierende rote
Farbsaum, wenn überhaupt, nur sehr schwach zu sehen sein.“
D. h. das APO-Kriterium ist nicht erfüllt (drei Farben an an einem Fokuspunkt bezgungsbegrenzt), visuell aber ok, fotographisch mit OSC unbrauchbar - da ist das tiefe Rot/frühe Infrarot ja gerade ein interessanter Farbbereich für H-Alpha. Und gleichzeitig O3 und H-Alpha scharf geht nicht. Für ein schnelles Doublet ist das sicherlich ein akzeptables Ergebnis, besser geht das nur mit geringerer Lichtstärke (z. B. f/8: Tak 76).

Wie das mit dem Reducer aussieht, kann ich nicht genau sagen, da ich keine Tests finde. Die Fotos, die ich von allen Borgs gesehen habe, zeigen aber eine nicht unerhebliche CA. Der Test bestätigt also genau meine Erwartungen.
 
Betreffs des o. angesprochenen CanonEF300/2.8L - das dürfte fotografisch die Schlechteste (zumindest im Bereich f2.8...f4) aller Optionen sein. Zumal erschwerend der focus by wire dazu kommt...
Ich musste meines auf etwa f4.5 abblenden für brauchbare Abbildung bei APSC, zumal der motorische manuelle Fokus den Akku meiner SonyNex5a ziemlich flink leer gesaugt hat.
 
@Staring: Du schließt von einem Test ohne Reducer auf eine Anwendung mit Reducer. Den Borg kannst Du an diesem Optiktest nicht bezüglich deiner Anwendung , nämlich Astrofotografie, beurteilen. Einen FSQ-106ED, welcher ohne Reducer/Flattener übrigens auch einen Farblängsfehler in Rot hat, beurteilst Du ja auch nicht nach seinem Gauss-Diagramm, sondern nach seinen Spot-Diagrammen. Der Test zeigt lediglich, dass die getestete Optik in einem einwandfreien Zustand ist.
Edit: ... nur schade, dass Borg keine Spotdiagramme liefert!
 
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