Uranus finden

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Biancchen

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Hallo Leute! _maedchenhier:

Es geht um - wie ihr sicherlich am Titel erkennen könnt - um Uranus, aber auch ein bisschen um allgemeines (auf-)finden.

Frage 1:
Wie sucht ihr Objekte auf? Also stellt ihr euer Teleskop nach dem Sucher ein und stochert dann herum oder fährt ihr alles von rechts nach links und oben und unten systematisch ab? Oder reicht euch euer Sucher und ihr habt euer Wunschobjekt anschließend direkt im Feld?

2. Frage:
Kann ich den Uranus mit meinem 6" f5 Newton überhaupt sehen!? Ich dächte doch schon. Der steht ja momentan günstig unterhalb vom Widder. Ich habe mit einem 13mm Nagler gesucht. Macht ein wahres Gesichtsfeld von 1,438° bei ~60fach Vergrößerung.
Ansonsten hätte ich nur ein 24mm-Plössl mit einem wahren Gesichtsfeld von 1,6°. Macht jetzt auch nicht den mega Unterschied zum Nagler, oder?
Ist er bei mir sichtbar und wenn ja, wie? Und fällt das kleine blassgrüne Scheibchen direkt ins Auge oder ist es auch nur schwer von den Sternen zu unterscheiden?

VG Bianca
 
Hallo,
Zur Frage 1:
Rektaszension und Deklination

PS:
ich verstehe nicht ganz, wie eine Userin mit 195 Beiträgen und über einem Jahr im Forum eine solche Frage stellt. :unsure:
 
Hallo,
für das Auffinden schwacher Objekte hat wohl auch hier jeder sein eigenes Verfahren. (Leutz mit Goto Montierung jetzt mal ausgenommen.)
Ich bin da noch recht minimalistisch und 'Old School' mässig unterwegs. D.h. ich schaue zuerst auf eine entsprechende Übersichtskarte, wo Uranus grade steht (ist z.B. in astronomischen Jahrbüchern wie dem 'Himmelsjahr' abgedruckt, heute gibts aber für alles Software, d.h. man kann sich die Gegend auch z.B. in Stellarium anzeigen lassen und Ausdrucken). Dann schaue ich mit dem Fernglas und versuche mir die Muster/Anordung der Sterne einzuprägen, denn danach im Sucher steht alles auf dem Kopf. Ich finde es aber irgendwie interessant, die Punktmuster im Geiste umzudrehen und mich entlang von gewählten Orientierungsspunkten entlangzuhangeln. So geschrieben klingt das jetzt sehr aufwändig, in der Praxis geht das mit etwas Übung schnell vonstatten. Nach ein, zwei oder auch mal drei Srpüngen ist man i.d.R. am Ziel.
Der Sucher sollte natürlich gut ausgerichtet sein, dann sehe ich durchs Hauptobjektiv bei ca. 200-250x Uranus deutlich als blassgrünes Scheibchen. (Habe ebenfalls 6", allerdings F8 Refraktor). Mit 6" Optik lässt sich sogar fotographisch mit entsprechender Geduld die hellere Nordpolkalotte abbilden.
-cb
 
Hallo @Biancchen ,

Frage 1:
Wie sucht ihr Objekte auf? Also stellt ihr euer Teleskop nach dem Sucher ein und stochert dann herum oder fährt ihr alles von rechts nach links und oben und unten systematisch ab? Oder reicht euch euer Sucher und ihr habt euer Wunschobjekt anschließend direkt im Feld?

ich gehöre auch zu den Leuten die über ein Jahr hier mitmachen und mehr als 195 Beiträge geschrieben haben und ich mir genau solche Fragen wie Deine Fragen auch immer wieder stelle! Willkommen im Club! Vielleicht magst Du in meinem Beitrag vom letzten Jahr nachlesen, wie ich und Susanne Neptun (ja ich weiß, ist nicht Uranus) gesucht haben. Wir konnten Neptun finden, aber ehrlich gesagt war es ein ziemlicher Zeitaufwand und ein großer Teil der Zeit in der Nacht vergeht bei so was mit suchen. Es gibt natürlich Alt-Erfahrene-Sternenbeobachter und Beoachterinnen, die haben quasi ein Goto eingebaut und finden in wenigen Sekunden händisch jedes noch so kleinste Objekt, natürlich sofort und treffsicher. :beobachten: Versteht sich! ;)

Uns ist inzwischen unsere wenige Beobachtunsgzeit zu knapp und kostbar um diese mit Suchen zu verbringen. Kann jeder machen wie er will. Für unseren 10" Galaxy Dobson haben wir uns deshalb die Starsense Smartphone Halterung samt entsprechender APP von Celestron besorgt. Ist dann in etwa so, wie man kann mit Papier-Landkarten in den Urlaub fahren, sich durchfragen und meinen so lernt man unterwegs besser Land und Leute kennen oder man nimmt google Maps, kommt an und lernt Dann Land und Leute kennen.

Kurz erklärt. Die APP schaut über die Smartphone Kamera mit Hilfe eines Spiegels in der Halterung in den Himmel und kann per Platesolving ausrechnen, wohin dein Teleskop und Du im Moment schauen. Die App zeigt Dir dann in einer Sternenkarte am Display mit Pfeilen an, wohin Du schwenken musst um z.B. zu Uranus zu finden. Damit brauchst Du dann nur Sekunden um zu Deinem Ziel zu kommen und kannst alle Deine Zeit verwenden und Uranus beobachten und nach Monden "forschen". Die knapp € 200 dafür waren das beste Stück Ausrüstung was ich je für Astronomie gekauft habe. Auf manches Okular könnte ich locker verzichten, Starsense würde ich nie mehr hergeben wollen. Hier kannst Du zu Starsense nachlesen.

Zu Deiner zweiten Frage, wird es vermutlich so sein, dass Du in jeden Fall ein Okular brauchst, das Dir eine höhere Vergrößerung als ~60x bietet. Aber ob dann die Bedingungen, sprich Seeing das überhaupt an Deinem Standort möglich machen lässt und dann "wert" ist .... will ich nicht beurteilen.

Viel Freude weiterhin am Sterne- und Planetenjagen! MünchenBeiNacht - Ewald
 
Uranus lässt sich mit Vergrösserung 7x ... 42 Fernglas sehen, ohne Probleme. Denke, sogar ein 8x25 dürfte reichen.
Zumindest über "benötigte" Okulare muss man sich gewiss nicht den Kopf zerbrechen.
Schon eher über die grundsätzliche Frage, wie kann ich Objekt X zielsicher finden. ;)

Als offenbar "new old-school" wäre meine Empfehlung Skysafari aufm Handy oder Tablet. Die GESAMTE Karte des Himmels, und sogar zoombar. Plus umstellbar auf "seitenverkehrt und aufrecht" sowie "seitenverkehrt und horizontal gespiegelt". Damit muss dann nur noch verglichen werden, ob das, was visuell durchs Okular zu sehen ist, mit dem übereinstimmt, was die Karte anzeigt. ;)

Gruss
 
Ich bin seit 3 Jahren dabei, habe über 2000 Beiträge und wüsste auch nicht, wie ich so ein kleines Objekt rein visuell aufsuchen könnte. Deshalb finde ich solche Fragen und ausführliche Antworten immer wieder interessant. Und das, obwohl ich mehrere GoTo Montierungen habe.

Sway747: Du kannst Deine Beiträge bis zu 30 Minuten lang editieren bzw. korrigieren oder sogar wieder löschen.

CS.Oli
 
Hallo Bianca,

wenn du einen guten Standort hast, kannst du Uranus auch mit bloßem Auge sehen, zumindest durch indirektes Hinsehen. Vorher musst du natürlich gucken, in welchem Sternbild der Planet steht, aber das hast du ja getan.
Ich habe es mit meinem Dobson ohne Goto meistens so gemacht, dass ich ein Objekt grob angepeilt habe und dann einfach solange links/ rechts / oben / unten geschwenkt habe, bis das Objekt gefunden wurde. Bei kleineren, leicht zu übersehenden Objekten habe ich das auch gerne per Starhopping mit Sternenkarte gemacht. Das ist reine Übungssache, irgendwann geht das ganz gut von der Hand.

CS Johannes
 
Als offenbar "new old-school" wäre meine Empfehlung Skysafari aufm Handy
Dem schließe ich mich an. Bin auch ein Fan von SkySafari. Man kann sich auch Kreise einblenden, die dem Gesichtsfeld deiner Okulare, Sucher, Fernglas oder was auch immer verwendet wird, entsprechen. Dann kann man ganz gut abschätzen, wie weit entfernt zwei Objekte im Okulare/ Fernglas erscheinen. Ist sehr hilfreich, wie ich finde.
Dann schaue ich mit dem Fernglas und versuche mir die Muster/Anordung der Sterne einzuprägen
Genau so mache ich es auch, um Doppelsterne aufzusuchen. Die sind typischerweise auch nicht besonders hell und lassen sich auf diese Weise recht gut finden.
Muss aber geschehen, dass ich, seit ich eine entsprechende Montierung habe, auch oft goto verwende, um mehr Beobachtungszeit zu haben.

CS, Sebastian
 
ich verstehe nicht ganz, wie eine Userin mit 195 Beiträgen und über einem Jahr im Forum eine solche Frage stellt. :unsure:
Weil diese Userin mit 195 Beiträgen und über einem Jahr im Forum noch nie Uranus anvisiert hat, bisher nur die einfachen Objekte aufgesucht hat und im Sommer praktisch gar nix gemacht hat, weil es zu spät dunkel wurde. Außerdem habe ich in meinen Kommentaren oft nur Fragen gestellt und Kommentare zu etwas geschrieben. Also was soll bitte deine Gegenfrage und was soll sie aussagen?

Deine erste Antwort finde ich jetzt auch wenig hilfreich. Sorry, aber wenn du keine Lust hast, einer Anfängerin zu helfen, dann lass es bitte einfach.

Ist nicht böse gemeint und ich möchte jetzt auch keine Anfeindung anzetteln, aber solche Antworten helfen wenig weiter und schrecken eher ab, weiter dran zu bleiben.

Wie dem auch sei:
Ich werde "Rektaszension und Deklination" mal googeln. Vielleicht helfen mir die Begriffe ja doch weiter.
 
Hallo @Cpt.Boiler,

ja, so fange ich auch an:
Im Himmelsjahr lesen, was so alles zu sehen ist und dann Stellarium draufhalten, um so grob eine Orientierung zu erhalten und in welchen Abständen ich suchen muss. "Widder" habe ich recht schnell entdeckt. Also ist das Gebiet schonmal grob abgesteckt. Hab Uranus aber trotzdem nicht gefunden, obwohl ich alles Zentimeter für Zentimeter abgesucht habe.

Im Fernglas sieht sowieso immer alles total anders aus. Da bin ich mir nie sicher, ob es wirklich dieser Stern ist, den ich gesucht habe. Ist Uranus im Fernglas überhaupt so deutlich von Sternen zu unterscheiden? Ich hab mal kurz geguckt, als er bei Mars stand. Ich dächte, ihn erkannt zu haben. Da wusste ich aber auch, dass er nur da sein kann.

Ich habe nur einen billigen Leuchtpunktsucher, also nicht besonders exakt und ohne Vergrößerung. Im Gegenteil: er dunkt die Gegend eher etwas ab. Ich kann also nur grob von markanten Objekten ausgehend suchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Bianca, ich versuche lichtschwache Planeten/Planetoiden zuerst mit dem Fernglas zu finden. Als Aufsuchhilfe dienen die Kärtchen im Kosmos-Himmelsjahr oder eine Planetariums-App/Software (ich nutze Starry Night). Und wenn ich zum Suchen mal zu faul bin, dann nutze ich die StarSense-Explorer-App als "PushTo". ;)
VG, Andreas
 
Also ist das Gebiet schonmal grob abgesteckt. Hab Uranus aber trotzdem nicht gefunden, obwohl ich alles Zentimeter für Zentimeter abgesucht habe.
Ich hatte mir die Linie Sigma Arietis - Omikron Arietis - Uranus (alle mit ca. 5,5m fast gleich hell) eingeprägt, und dann im Fernglas auch gefunden. Mit dem Teleskop wiederfinden ist dann aber schwierig. Ich habe auch nur einen Leuchtpunktsucher und damit sind solche Sterne nicht auszumachen. Also grob in draufhalten, und mit der Feinjustierung suchen, nicht ganz einfach aber es geht. Als deutliche Scheibe konnte ich Uranus aber erst ab 130-fach ausmachen...
 
Hallo Bianca,

Uranus ist gegenüber Neptun noch recht hell und auch leicht im Sucher zu erkennen. Dort unterscheidet er sich allerdings kaum von einem Stern, man sieht halt den Punkt deutlich, den Neptun nur ganz schwach.

Ich verwende zum Aufsuchen die Freeware Stellarium. Dort dann mit einem hellen Stern in der Nähe starten, z.B. im Sternbild Widder.
Jetzt schräg nach unten Richtung 7 Uhr, auch da wieder an den helleren Sternen, die man auch im Sucher sehen kann, orientieren und schon bist du bei Uranus angekommen. Jetzt durchs Okular schauen und das Planetenscheibchen bewundern. Sollte doch das falsche Pünktchen im Sucher eingestellt sein, sieht man das sofort. Dann halt den daneben einstellen. Der Anblick eines Planeten durch das Okular unterscheidet sich deultich von Sternen. Das kann man nicht verwechseln.

Gruß,
Holger
 
Die ganzen Apps sind sicher OK, es ist halt bei mir ein Frage der Gewohnheit, ich leiste es mir einfach, hier und da Oldschool unterwegs zu sein. Auch auf der Erde habe ich Papierkarten lieber. Das liegt auch daran, weil mir das Navi-Gequassel dermassen auf den S.., ähm, die Nüsse (ist bald Weihnachten!) geht. Ich stell' mir das grad astronomisch vor, "Fahren Sie Richtugn Sigma Arietis. Nach 3.5' links abbiegen. Dann 60' gerade aus, im Kreisverkehr um Andromeda die 3. Ausfahrt zum Uranus. Sie haben ihr Ziel erreicht" Schon gut ,dass die Apps das wenigstens lautlos machen. :):)
Das schöne am Suchen ist auch, dass man nur das erste mal etwas Mühe hat, schon bim 2. Mal kennt am sich an der Stelle aus und hopst quasi gleich hin.

Apropos Weihnachten: Lass dir doch ein kleines Sucherfernrohr schenken, die sind ja nicht teuer, und vermutlich auch noch ieferbar :), und mit ihren ca 4-5 ° Blickfeld schon eine grosse Hilfe. Bei nur 1-2 ° Blickfeld fehlt dir einfach die Übersicht, da sucht man/frau sich den Wolf...
-cb
 
Hallo Bianca,
ich mache es ebenfalls mit SkySafari (welche Sternkarte, egal ob digital oder print ist letztendlich aber egal). Bei schwer zu findenden Objekten nehme ich meistens einen helleren Stern in der Nähe und orientiere mich von diesem ausgehend anhand von auffälligen Sternmustern (zum Beispiel 2 eng stehende Paare von Sternen; Dreiecke, wobei eine Ecke ein Doppelstern ist usw.) und taste mich dann vor. So habe ich bis jetzt jedes Objekt gefunden (wenn man es denn sehen konnte). Auch wenn ich das Objekt dann nicht sehen konnte, war ich mir so immer sicher, dass ich wenigstens an der richtigen Stelle war (weil die Sterne, welche ich gesehen habe, sich mit denen deckten, welche auf der Sternkarte zu sehen waren). Uranus solltest du aber auf jeden Fall im Teleskop sehen (wenn auch klein).
Ich weiß nicht was du für ein Gerät hast, aber man muss sich erstmal daran gewöhnen, dass man bei Spiegeln ein spiegelverkehrtes Bild hat. Und bei Sternenkarten immer darauf achten, dass die Zeit passt :D.
Beste Grüße Jonas
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil diese Userin mit 195 Beiträgen und über einem Jahr im Forum noch nie Uranus anvisiert hat, bisher nur die einfachen Objekte aufgesucht hat und im Sommer praktisch gar nix gemacht hat, weil es zu spät dunkel wurde. Außerdem habe ich in meinen Kommentaren oft nur Fragen gestellt und Kommentare zu etwas geschrieben. Also was soll bitte deine Gegenfrage und was soll sie aussagen?

Deine erste Antwort finde ich jetzt auch wenig hilfreich. Sorry, aber wenn du keine Lust hast, einer Anfängerin zu helfen, dann lass es bitte einfach.

Ist nicht böse gemeint und ich möchte jetzt auch keine Anfeindung anzetteln, aber solche Antworten helfen wenig weiter und schrecken eher ab, weiter dran zu bleiben.

Wie dem auch sei:
Ich werde "Rektaszension und Deklination" mal googeln. Vielleicht helfen mir die Begriffe ja doch weiter.
Hallo Bianca,
Meine Antwort bezog sich auf deine Frage1, die ich als allgemeine Frage sehe, wie man Objekte findet und nicht speziell für Uranus. Es ist ja wohl klar, daß man Uranus und alle Obekte niemals findet, wenn man den Himmel einfach so mit Sucher von links nach rechts, von oben nach unten absucht.
Wenn man den Uranus finden will, muss man wissen, wo er steht. Dafür gibt es zB die Koordinaten.
Objekte suche und finde ich über die entsprechenden Koordinaten, benutze drehbare Sternenkarte, Atlas für Himmelsbeobachter, oder richte mich nach den Sternbildern.

Welche Montierung benutzt du für dein Teleskop?
 
Bin auch ein Fan von SkySafari. Man kann sich auch Kreise einblenden, die dem Gesichtsfeld deiner Okulare, Sucher, Fernglas oder was auch immer verwendet wird, entsprechen. Dann kann man ganz gut abschätzen, wie weit entfernt zwei Objekte im Okulare/ Fernglas erscheinen. Ist sehr hilfreich, wie ich finde.
Genau! Das musste noch gesagt bzw. ergänzt werden. ;)

Ansonsten verweise ich auf mein Geheimplan ;), um die Planeten zu finden, ja mit Starhopping:
Die Lage der Planeten ist inzwischen zwar geringfügig anders, aber das generelle Schema taugt noch immer. Bleibt noch anzumerken, dass bei dieser Handhabung ein sog. "Übersichtsokular", also eines mit einer möglichst geringfügigen Vergrösserung im Bereich 20-40x, sehr hilfreich ist für eine gute ähm ja, Übersicht.

Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Bianca

von der Helligkeit her ist Uranus schon mit einem kleinen Fernglas zu sehen.
Die entscheidende Frage ist, wann unterscheidet er sich von den Sternen?
Damit Uranus beginnt das blaugrüne kleine Scheibchen zu werden, brauchst Du beim ersten Mal etwas mehr Vergrößerung.
80 vllt auch 100fach. Hast Du ihn einmal gesehen und den Unterschied erkannt geht es meist mit weniger Vergrößerung.

Wie suche ich?
Nun ich suche mit einem Peilsurfer III von Bader oder manchmal mit einem Rigel.
Zunächst habe suche ich etwas zur Justage. Polarstern oder eines der tollen roten Lichter den den Windrädern sind es bei mir.
Diese zentriere ich im Sucher und schaue dann durch das Teleskop bei Verwendung des Okulares mit dem größten wahren Feld am Himmel.
Ist das Objekt Justageziel nicht im Gesichtsfeld dann stelle ich es händig in die Mitte ein und justiere dann den Sucher nach.
Danach wechsele ich die Okulare bis ich mindestens 100fache Vergrößerung habe und das Objekt zentriert ist, genau wie der Peiler.
Dann weiß ich 100 pro dass ich das Objekt im Bild habe. Hier kommt dann Ultraweitwinkel als Vorteil gut.

Wenn Du mit dem Verfahren Dein Gerät und den Sucher auf 100 fach synchronisierst, brauchst Du nur noch die richtige Position am Himmel.
Ich behelfe mir hier in dem ich Dreiecke oder Linien aus Bezugssternen und dem Peilzentrum bilde und Uhrzeiten daraus mache.
So ist z.B: der Hantelnebel quasi das Ende des Uhrzeigers vom linken Pfeilstern ausgehend auf 12 Uhr, wenn der Pfeilschaft selbst auf 4 Uhr zeigt.
Siehe hier Deepsky Brothers

Viel Erfolg
CS
 
Hallo Bianca,
zum Aufsuchen am Himmel rein visuell, nutze ich 2 Möglichkeiten:
1. Sternhopping - ich suche an Hand der Koordinaten ein markantes gut identifizierbares Objekt in der Nähe, und schwenke dann in kleinen Schritten zum Ziel
2. über den Koordinaten - wieder ein markantes Objekt suchen, die Koordinaten an den DE und RA Kreisen einstellen, dann zu den Koordinaten vom Uranus schwenken.

Ist eine Übungssache.

Dein Newton ist dafür mehr als ausreichend

Bin allerdings aus der Übung, nutze GoTo. ;)
 
Hallo @MünchenBeiNacht ,

das klingt echt interessant! Werde mir deinen Thread mal anschauen.
Ich glaube, diese App, von der du schilderst, ist in dem einen und anderen Teleskop schon standartmäßig verbaut; zumindest sowas ähnliches. Bei dem hier zum Beispiel. Klingt schon interessant, nicht ewig suchen und gleich loslegen zu können.

Ein anderes sinnvolles Okular habe ich leider nicht. Nur noch ein 9mm Plössl, dass aber auch deutlich weniger Gesichtsfeld liefert und ein 4mm UWAN.

Hallo @CHnuschti, hallo @SebastianTS,

geht das auch mit Stellarium oder nur mit SkySafari? Hört sich nämlich echt gut an.

Hallo @Mr.Horsehead,

mein Himmel ist nicht schlecht. Im Himmelsjahr steht aber, dass man absolut dunklen Himmel braucht, sehr gute Augen und gutes Seeing. Hab ich alles nicht. Und man ein gutes fotografisches Gedächtnis haben, den Uranus unter all den Sternen auch tatsächlich als Uranus zu erkennen.

Unterhalb vom Widder, also da, wo er sich grob befinden sollte, habe ich noch einen schwachen Stern ausfindig machen können. Sonst habe ich da nix erkannt.
 
Hallo @Heliklaus,

bisher hab ich damit auch immer alles gefunden. Wie gesagt: ich habe bisher nur einfache Objekte aufgesucht, die entweder mit bloßen Augen schon erkennbar sind (wie Orionnebel und Plejaden) oder wenigstens was Markantes in der Nähe ist. Das waren bis jetzt hauptsächlich Sternhaufen. Wenn die in die Linse kommen, springen die einem sofort an. Das scheint bei kleineren unscheinbaren Objekten nicht so einfach zu sein und deswegen brauche ich hier Hilfe.

Naja, jedenfalls scheint das mit 60fach und so einem kleinen Feld schwierig zu sein. Ich denke auch, dass ich Uranus schonmal im Fernglas gesehen habe: Dieses Jahr, als er bei Mars stand. Leider hatte ich da nicht die Zeit, mein Teleskop raus zu holen. Das hätte ich gerne getan. War einmalig, die Möglichkeit. Ansonsten hab ich ja schon Probleme mit dem Fernglas. Selbst da sieht schon alles anders aus und ich weiß nicht, ob es wirklich die Sterne von bspw. Widder sind.

Trotzdem sollte ich dieses Starhopping mal üben. Wenigstens erstmal mit dem Fernglas und später auch mit Teleskop.

Ich habe ein Heritage 150p. Also mit Dobson-Montierung und Gittertubus. Deswegen bin ich, eas Okulare (wegen Gewicht) und Sucher angeht (es passt nur der eine) sehr, sehr eingeschränkt.

VG Bianca
 
Die teureren Versionen haben hauptsächlich mehr Objekte. Die Funktionen sind glaub ich die gleichen. Bis auf Teleskopsteuerung vielleicht. Ich habe die Pro Version wegen der detaillierten Mondkarte. Aber was sind ca. 35 € verglichen mit dem, was wir sonst für Zubehör ausgeben :LOL:.

CS, Sebastian
 
Hallo @Mr.Horsehead,

mein Himmel ist nicht schlecht. Im Himmelsjahr steht aber, dass man absolut dunklen Himmel braucht, sehr gute Augen und gutes Seeing. Hab ich alles nicht. Und man ein gutes fotografisches Gedächtnis haben, den Uranus unter all den Sternen auch tatsächlich als Uranus zu erkennen.

Unterhalb vom Widder, also da, wo er sich grob befinden sollte, habe ich noch einen schwachen Stern ausfindig machen können. Sonst habe ich da nix erkannt.

Ich kenne deinen Standort nicht. Bei mir war es Landhimmel in Stadtnähe. Es kommt natürlich auch darauf an, wie hoch der Planet steht.
Hast du schonmal indirektes Sehen probiert. Aus dem Augenwinkel könnte es sein, dass der Planet oder andere Sterne aufblitzen und bei direktem Hinsehen wieder verschwinden. Das könntest du ausprobieren. Ansonsten halt einen Sternatlas besorgen und von einem lichtstärkeren Stern zur vorher herausgesuchten Position von Uranus hinhangeln. Hast du schonmal vom sog. Starhopping gehört?

Gruß Johannes
 
Hallo Bianca,

das habe ich in Post 15 gemeint.

Im Sucher müsstest du unter dem hellsten Stern vom Widder ja noch weitere lichtschwächere sehen.
Diese führen dich dann zum Uranus.

Gruß,
Holger
 
...wie ich Einstellen anfange...
Bei mir gibt es immer nur Starhopping. Zuerst lokalisiere ich den nächsten Stern, den ich nahe des Zielobjektes mit bloßem Auge erkennen kann. Dann Fernrohrschwenk dorthin und beim Anvisieren beide Augen offen lassen, eines freisicht, eines am geradsichtigen Sucher. Decken sich die Bilder und ist der Sucher gut auf das Haupteleskop justiert, dann ist er auch dort zu finden.
Jetzt den Blick auf die Sternkarte, dann hangele ich mich vom Startstern meist über markante Sternketten oder -dreiecke dorthin - fertig.
Klingt vielleicht etwas abstrakt, funktioniert bei mir aber seit 1983...

CS,
Stefan
 
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