Einsteiger Teleskop ca. 500 Euro

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Hallo Max,

liegt das quasi an einer schlechteren Montierung?

nein. Das ist nicht eine Frage der Qualität der Montierung sondern viel mehr der Art der Montierung. Jetzt geht es los mit dem Wissen und Verstehen! ;) Das vorgeschlagene Setup von Peter hat eine azimutale Montierung. Eine azimutale Montierung hat eigentlich nur Vorteile, wenn man visuell beobachtet, braucht wesentlich weniger Grund-Einstell-Aufwand, ist oft viel transportabler. Ich persönlich würde nur eine azimutale Montierung nehmen. Aber die bezahlbaren azimutalen Montierungen sind sehr beschränkt was das Gewicht und die schiere Teleskop-Größe, wegen Länge und Hebel etc. angeblangt. Bei solchen "Komplett-Setups, ist da aber gut aufeinander abgestimmt und passt zusammen. Ich verwende in meinem EAA-Setup eine kleine azimutale Montierung von Celstron und einen 5" f/5 Skywatcher Newton 130 PDS. Länge 650mm. Das passt gut zusammen. Einen 6" f/5 Skywatcher 150 PDS mit Länge 750 mm würde mit dieser Montierung alleine schon wegen der Länge, das Teleskop nicht funktionieren.

Es gibt gute Gründe für HighEnd Astrofotografie warum man dies nicht mit einer azimutalen Montierung macht. Damit kauft man sich aber bei visueller Verwendung eine Menge Probleme ein.

MünchenBeiNacht - Ewald
 
wenn ich das selber machen muss, dreht sich die Erde so schnell, dass ich dauerhaft nachjustieren muss
Man lässt das Objekt langsam durchlaufen, beobachtet und führt dann einmal kurz wieder nach usw...
Ist ganz leicht, einfach direkt mit den Händen am Tubus, reine Gewohnheitssache.

Zur Öffnung:
Das ist dann auch eine Frage des Konforts. Natürlich zeigt 8" mehr als 6", nur wenn ich lieber mehr Konfort möchte oder es transportabler sein soll, kann das natürlich für einen persönlich wichtiger sein.

Ich wollte da bei knappen Budget lieber mehr in die Optik investieren.

Grß,
Holger
 
Seit Anfang dieses Jahres bin ich mehr und mehr zu Variante 2 geschwenkt,
Genau, das ist das Problem. Nach einem Jahr allmählich in eine andere Richtung gewechselt. Warum? Ich weiß es, weil es mir ähnlich gehen würde. Daher ist es ja auch so schwer einem Einsteiger das vermeintlich richtige zu empfehlen. Ich glaube einfach nicht daran, das jemand ewig dem visuellen Beobachten mit Begeisterung auf der Spur bleibt. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten und unserem gewohnten Umgang damit, will und kann man mehr.

Es wär sehr schade, wenn heute ein Teleskop im Budgetrahmen gekauft wird und im nächsten Jahr der Wunsch nach anderen Ausrüstungen aufkommt. Dann ist das Geld von diesem Jahr teilweise in den Sand gesetzt.
 
Hallo Maximus,

der Unterschied zwischen den Beiden Teleskopen, liegen im Okularauszug und dem Sucher. Der Skywatcher PDS hat einen 2" Okularauszug und bringt ein 28mm 2" Okular mit. Und es ist ein Sucher (ein Mini-Teleskop) dran. Ich würde sagen, dass das Skywatcher PDS mehr kann, als das andere, aber jetzt auch nicht super mehr.

Das andere Teleskop hat einen 1,25" Okularauszug und bringt 2 Okulare mit. Außerdem hat es einen Leuchtpunktsucher. Wenn man auch große Felder sehen möchte, ist der Okularauszug des anderen Teleskops für die Zukunft besser. Der 1,25" Auszug ist aber auch absolut ausreichend.

Hauptunterschied zwischen den beiden Angeboten ist die Montierung. Die EQ5 ist wahrscheinlich diejenige, die für die Zukunft mehr tragen kann. Außerdem wird sie vermutlich etwas präziser sein und kann fotografisch eingesetzt werden. Kann man mit einer azimutalen Montierung auch, aber davon hab ich keine Ahnung.

Ich selbst stand vor ca. einem Jahr auch vor der Frage, mit welchem Teleskop wird meine Frau wohzl glücklich werden. Es hat sich da so ergeben, dass wir in der Familie jemanden haben, der schon Erfahrung und Teleskope hat. Der wohnt aber recht weit weg, fand aber ein gebrauchtes Teleskop hier in der Gegend sehr interessant. Es handelte sich um ein altes Celestron C8 - so konnten wir bis zu unserem nächsten Besuch viel testen.
Wir hatten darum die Gelegenheit ein C8 und ein C5 nebeinander zu testen und das C5, obwohl wirklich viel kleiner, hat gewonnen. Eben weil es kleiner ist und von meiner Frau locker selbst aufgebaut werden kann. Das C8 war ihr einfach zu schwer, um es auf die Montierung zu heben. Ich hatte damit weniger Probleme, aber ein Kilometer durch die Gegend damit? Näää.

Darum, bevor du etwas blind kaufst, versuche wirklich bei jemandem mal durchzugucken. Schau dir an, wie das mit dem Aufbauen geht, lass dir Sternenbilder am Himmel zeigen und wie sie aufgezeichnet in einem Buch aussehen. Oder lade dir Stellarium oder eine ähnliche App herunter. Sehr gut, um zu lernen ist die App Verlust der Nacht.

Viele Grüße
Christian
 
Darum, bevor du etwas blind kaufst, versuche wirklich bei jemandem mal durchzugucken. Schau dir an, wie das mit dem Aufbauen geht, lass dir Sternenbilder am Himmel zeigen und wie sie aufgezeichnet in einem Buch aussehen. Oder lade dir Stellarium oder eine ähnliche App herunter. Sehr gut, um zu lernen ist die App Verlust der Nacht.
Einen besseren Vorschlag kann man gar nicht machen!
 
Hallo zusammen,

nein. Das ist nicht eine Frage der Qualität der Montierung sondern viel mehr der Art der Montierung. Jetzt geht es los mit dem Wissen und Verstehen! ;)
da sind wir dann wieder da, es fehlt an den Grundlagen.
Wie Ewald @MünchenBeiNacht schreibt, dem Wissen und Verstehen.
Mit dem Vorschlagen von sicherlich guten Setups ist es nicht getan.
Man sollte da schon mehr zu sagen.
Wie es Ewald gerade getan und Alt/AZ erklärt hat.

Es wär sehr schade, wenn heute ein Teleskop im Budgetrahmen gekauft wird und im nächsten Jahr der Wunsch nach anderen Ausrüstungen aufkommt.
Du wirst nie bei Deinem ersten Teleskop bleiben. Du entwickelst Dich ja im laufe der Zeit immer weiter.
Sammelst Erfahrungen usw. usw..
Ich habe 7 Teleskope, jedes kommt zum Einsatz. Mal das eine mehr, mal das andere mehr, je nach dem auf welche Objekte ich abziele. Ob ich visuell Beobachten oder EAA betreibe.

Ich muss mir Grundlagen schaffen.
Muss zumindest in der groben Richtung wissen was ein Newton kann, ein Refraktor kann, ein SC kann, ein MC kann usw..
Gleiches gilt für die Montierungen. Wo ist es 'sinnvoller' Alt/AZ oder parallaktisch zu nutzen. Hängt natürlich auch davon ab, was ich erreichen möchte.
Ich sollte wissen, dass ich einen SC nicht für Weitfeld nutzen kann.
 
Danke für die vielen Antworten. Ich bin ein gutes Stück schlauer ;)
Mal irgendwo durchschauen wäre natürlich optimal.
Im Moment tendiere ich dazu eine EQ5 (oder HEQ5) Montierung zu kaufen plus Teleskop (150/750er Newton) und dann kann ich immernoch eine Gotosteuerung nachrüsten wenn ich will und erstmal manuell üben und den Himmel kennenlernen. Außerdem hat man (so wie ich es verstanden habe) eine Basis für spätere Fotografie Versuche.
Okulare etc kann man ja nachrüsten wie man möchte dann. (Und sonstige Dinge wie Koffer, Rotlichtstirnlampe, etc.)
Außerdem werde ich mich weiter mit der ganzen Materie beschäftigen, da gibt es noch viel zu lernen ;)
 
Hallo zusammen,

Darum, bevor du etwas blind kaufst, versuche wirklich bei jemandem mal durchzugucken. Schau dir an, wie das mit dem Aufbauen geht, lass dir Sternenbilder am Himmel zeigen und wie sie aufgezeichnet in einem Buch aussehen. Oder lade dir Stellarium oder eine ähnliche App herunter. Sehr gut, um zu lernen ist die App Verlust der Nacht.
sehe ich wie Harald @Harald.
Zielt halt auch darauf ab sich Wissen und Verstehen anzueignen.
 
Hi Harald,
...
Ich glaube einfach nicht daran, das jemand ewig dem visuellen Beobachten mit Begeisterung auf der Spur bleibt.
...
dann glaubst du einfach falsch. So ist das mit dem Glauben. ;)
Hier hast du jemand, der seit Jahrzehnten praktisch nur visuell beobachtet. Von 8, zu 12, inzwischen mit 20 Zoll Dobson.
Wozu soll ich so stark in Technik und Astrofotografie gehen, wenn ich tolle Bilder im Internet sehen kann?
Ich will die Objekte mit eigenen Augen sehen. Die Photonen auf der eigenen Netzhaut spüren.

Wenn man das will, ist mM tatsächlich das ein guter Einstieg:



Dazu müsste man dann ein Okular und einen Sucher kaufen? Oder braucht man keinen Sucher mehr, da es die Sachen selbst sucht?
Wäre man dann einsatzbereit?
Da brauchst du nichts dazu kaufen. Da ist alles dabei, 2 Okulare und Leuchtpunktsucher.
Die Objekte findest du mit der Sternkarten App auf dem Smartphone und durch eigenes manuelles Positionieren des Teleskops. Kein Problem nach einer Lernphase.

Und wenn das Ding Bluetooth hat, hat das einen aufladbaren Akku? :D
Nein. BT brauchst du zur Verbindung vom Smartphone (SkySafari Sternkarten App) zum PushTo-System des Teleskops.
Das PushTo-System muss extra mit Strom versorgt werden. ZB durch einen kleinen Akku Pack. Kleines Netzteil ist übrigens dabei.

Es ist auch insgesamt gar nicht so kompliziert, wenn man Astrofotografie ausklammert:

1.) Es gibt die Deep Sky Objekte (DSOs, zB Galaxien, Nebel, Sternhaufen). Dafür braucht es visuell nur eins, Öffnung. Von den DSOs gibt es Tausende und ganz viel verschiedenes (Könnte das eine Faszination sein? ;) ).

2.) Und dann gibt es die Planeten, übrigens gar nicht so viele. Das kann auch langweilig werden. Und witzigerweise ist da visuell die Öffnung, allerdings wegen dem Auflösungsvermögen, auch wichtig.

Mit einem "gescheiten" Teleskop für DSO kann man automatisch auch die Planeten gut sehen.

Ich muss allerdings sagen, dass bei mir inzwischen durch die Beschäftigung mit EAA auch die Technik und der Computer eingezogen ist. ;)
Aber das Ziel bleibt bei mir das visuelle Beobachten. Ich werde die Technik auch wieder etwas reduzieren, wenn ich ein System gefunden habe, dass mich so wie ich mir das vorstelle nur beim visuellen Beobachten unterstützt. Klar, damit natürlich auch ein bisschen Astrofotografie zu machen ist auch schön.

Übrigens @Maximus96 , du hast mM einen überdurchschnittlichen Himmel (Neid ;) ). Das solltest du fürs visuelle Beobachten nutzen.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Max,

die EQ5-Montierungen sind gute Montierungen) habe auch eine EQ5 mit GOTO für längere Belichtungszeiten als auf der Discovery - aber die EQ5 muss jedoch bereits fürs Visuelle möglichst genau eingenordet werden, damit die Nachführung auch bei hoher Vergrößerung gut gelingt! Die EQ5 hat übrigens keine Wellen für die manuelle Nachführung wie die nachfolgende Montierung.

Dazu kommt: Die Discovery ist tragbar - die EQ5 nur "schleppbar".

Und da gibt es noch eine tragbare Möglichkeit für einen Einstieg, der das finanzielle Risiko minimiert, mit Nachführung (nicht GOTO!) nachrüstbar ist, fürs Visuelle mit einer ausreichend guten Optik ausgestattet ist und in/an Rucksack oder Eurobox passt:


Das kann später auf Dauer als Richfield Reiseteleskop und für EAA mit großem Gesichtsfeld dienen.

Wermutstropfen: Derzeit nicht lieferbar.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke nochmal Peter, ich hatte den Link im allerersten Post erst jetzt bemerkt (bzgl. Discovery) . Preislich ist das sehr attraktiv. Außerdem wohl durch die Montierung besser auszurichten, gerade als Anfänger wie es mir scheint. Dazu kommt, dass es eine goto Steuerung hat und ein hier oft empfohlenes 150/750er Newton.

Ich schwanke zwischen EQ5 + 150/750 Newton und späteres aufrüsten mit goto etc und dem discovery Set.

LG Max.
 
Hi Max,
...
Ich schwanke zwischen EQ5 + 150/750 Newton und späteres aufrüsten mit goto etc und dem discovery Set.
...
ich wundere mich jetzt ein bisschen. Das ist ja ganz schön weit weg von deinem Einstiegs Budget.
Steht jetzt die Fotografie doch im Vordergrund?
Die EQ5 ist eine schon grosse schwere Montierung. Natürlich die richtige Wahl für einen 6 Zoll Foto-Newton.
Und mit dieser Ausrichtung auch eine solide Wahl.
Wenn visuell dann eher mehr in Öffnung (8 Zoll) investieren.

Oder die Discovery (Vorschlag von @casati ). Die ist günstiger, ist wahrscheinlich dadurch auch nicht ganz so gut (zB Einarmmontierung, Plastiktubusteile ohne Kollimierungsmöglichkeit, da scheiden sich die Meinungen), hat aber trotzdem alle modernen Computer Geschichten.

Du hast jetzt 3 aktuelle Standard Setups zur Wahl, die sich in der Ausrichtung (visuell, visuell/fotografisch, sehr fotografisch) und Preis (500, 650, 1200€) unterscheiden.
Du musst dich nur entscheiden. ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Max,

Ich schwanke zwischen EQ5 + 150/750 Newton und späteres aufrüsten mit goto etc und dem discovery Set.
da fällt mir die Entscheidung nicht schwer.
EQ-5 und der 150/750-er Newton.
Auf die EQ-5 kannst Du dann später für die rein visuelle Beobachtung einen 200/1000-er Newton drauf packen.

Auf der verlinkten Seite:
Skywatcher Star Discovery P150i mit WIFI AZ GoTo Montierung
wird die Montierung mit 5Kg Zuladung angegeben.
Was der Tubus wiegt, wird leider nicht angegeben.

Der zweite Link über 'Erste Erfahrungen' wird im oberen Teil der Seite unter dem Titel 'Star Discovery-Montierung mit Explorer 150P-Newton-Tubus' erwähnt das dieser Tubus nur unter Vorbehalt zu verwenden ist. Was man für Anpassungen vornehmen muss, um solche Tuben auf dieser Montierung zu betreiben, wird weiter unten unter '6"-Tubus auf der Star Discovery-Montierung, Anpassung an Höhere Lasten' beschrieben.
Ob das für einen Anfänger wirklich sinnvoll ist... ... ...
Lies Dir diese Seite genau durch.

So ein Newton 150/750 wiegt mal etwas über 5Kg und mal etwas unter5Kg, je nach Hersteller, da bist Du immer hart am Limit.
Ich habe eine ähnliche Alt/AZ GoTo Montierung, würde da aber nie meinen visuell ausgerichteten 150/750-er Newton drauf packen.

Was zu merken ist, der Unterbau, die Montierung eben, ist das A&O im System. Die kann nicht stabil genug sein.
Stabil im Sinne von, das Teleskop muss zur Montierung passen.
Es ist ja nicht nur das Gewicht des Teleskop, sondern dazu zählt auch Okulare, die auch mal schnell 200g bis 300g wiegen können. Speziell wenn ich 2" Okular nehme und da in den langen Brennweiten, ca. 24mm bis ca. 32mm.
Z.B. ein nicht unübliches Übersichtsokular, das Hyperion 31mm wiegt 400g.
Selbst wenn Du einen Tubus mit 4,5Kg findest kommen die 400g dazu, da bist dann bei 4,9Kg... ... ...
 
Hi Mathias @mbba18 ,

im Prinzip ist mM beim SkyWatcher Discovery Set das wohl die bekannte AZ-GTi Montierung oder beruht darauf.
Die ist mit einem 6 Zöller fotografisch schon an der Grenze.
(aber ich werde das demnächst selbst ausprobieren mit meinem Omegon 6 Zöller ;) )

Gruß
Peter
 
Ich betreibe die Discovery derzeit mit ORION ST 120/600 Achromat, Sucher und zwei CMOS Cameras mit Kabel. Die haben zusammen mehr als 6 kg. Läuft einwandfrei.

Gruß,
Peter
 
Hi Peter @AstroPZ ,

das würde mich wirklich interessieren.
Auf meiner Alt/AZ S, die kommt ja mit dem MC 127/1500 daher ;), habe ich mal meinen 120/600 FH drauf gepackt, das geht.
Ehrlicherweise habe ich meinen 'stinknormalen' 150/750 Newton noch nicht drauf gepackt.
Aber da der schon auf der originalen SkyWatcher EQ3-2 recht grenzwertig ist, und da ist nix mit Plastik, schließe ich einfach rück. Kann man jetzt bemekeln ;).

Nichts gegen meine kleine Alt/AZ, kompakt, leicht, schnell aufgebaut... ... ... aber der sind halt Grenzen gesetzt, wie all diesen Einarm Montierungen.
5Kg Tragkraft sind halt nicht viel.
 
Ich betreibe die Discovery derzeit mit ORION ST 120/600 Achromat, Sucher und zwei CMOS Cameras mit Kabel. Die haben zusammen mehr als 6 kg. Läuft einwandfrei.

Gruß,
Peter
Ok, gut zu wissen.
Bin auf meine Erfahrungen gespannt, wurde ja leider wegen dem RasPi Einsatz "angefixed" vom Youtuber "Cuiv, The Lazy Geek" mit diesem Video:

;)

Gruß
Peter
 
wenn es der Terminplan zulässt wäre der früheste Termin schon morgen :). Das Wetter soll trocken und klar sein. Wir könnten dann das komplette Programm abspulen, wie Überprüfung der Kollimation, einnorden der Montierung, Gewichte anbringen, Teleskop montieren und auskühlen lassen und zu guter Letzt natürlich das beobachten. Heißer Tee ist auch hier........ und unser Eddy freut sich auch über jeden ;)

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wenn es der Terminplan zulässt wäre der früheste Termin schon morgen :). Das Wetter soll trocken und klar sein. Wir könnten dann das komplette Programm abspulen, wie Überprüfung der Kollimation, einnorden der Montierung, Gewichte anbringen, Teleskop montieren und auskühlen lassen und zu guter Letzt natürlich das beobachten. Heißer Tee ist auch hier........ und unser Eddy freut sich auch über jeden ;)

Den Anhang 223802 betrachten
Das ist tatsächlich ein gutes Angebot :D wäre mal cool durch ein Teleskop durchzuschauen bevor man 1000 Euro in die Hand nimmt :D und mit Hunden kann ich auch gut :) . Aber die A30 ist bestimmt lang oder? der ungefähre Standort wäre gut (ich wohne in der Nähe von Ibbenbüren (Nähe Osnabrück) , ich muss bis ca halb 6 arbeiten :D (falls das Angebot wirklich ernst gemeint ist).
 
Das ist tatsächlich ein gutes Angebot :D wäre mal cool durch ein Teleskop durchzuschauen bevor man 1000 Euro in die Hand nimmt :D und mit Hunden kann ich auch gut :) . Aber die A30 ist bestimmt lang oder? der ungefähre Standort wäre gut (ich wohne in der Nähe von Ibbenbüren (Nähe Osnabrück) , ich muss bis ca halb 6 arbeiten :D (falls das Angebot wirklich ernst gemeint ist).
Klar ist das ernst gemeint. Hast Post :)
 
Hallo Max!

es ist sicher schwierig für Dich aus der Vielzahl der Empfehlungen das wichtigste herauszufiltern, darum schwankst Du auch zwischen Extremen hin und her.
Ich schwanke zwischen EQ5 + 150/750 Newton und späteres aufrüsten mit goto etc und dem discovery Set.
Eigentlich ist die Kombination EQ5 Montierung (parallaktisch) + 150/750 Newton per Definition auf Astrofotografie ausgelegt. Das Discovery Set mit einer azimutalen Montierung hat eigentlich den Schwerpunkt mehr auf visuelle Beobachtungen und auch EAA. Der Hauptunterschied ist wie Du schon gelernt hast ist die parallaktische EQ-Montierung bzw. die azimutale Montierung. Vorneweg noch ein paar grundsätzliche Fakten. Die Sterne im Universum bewegen sich nicht. Es ist die Erde die sich dreht, da durch schaut es wenn man den Nachthimmel länger beobachtet so aus als würden die Sterne von Osten nach Westen wandern. Und zusätzlich erscheinen Sterne im Osten quasi höher über dem Horizont als im Westen zu stehen.

Ich habe für Dich mal eine Simulation in Stellarium mit dem Sternbild Orion gemacht. Hier gegen 3 Uhr

orion-01a.jpg

Hier Orion gegen 5 Uhr
orion-02a.jpg

Wenn Du genau hinschaust, siehst Du, dass Orion anscheinend, wie gesagt die Sterne stehen still, die Erde dreht sich, in den zwei Stunden von S nach SW gewandert ist. Außerdem ist er von 3 Uhr von ca. 30° "Höhe" auf 20° "Höhe" über dem Horizont (lila Linie unten) abgesunken und hat sich zusätzlich auch noch im Uhrzeigersinn gedreht.

Eine EQ Montierung gleicht nicht nur die Bewegung von Osten (hoch) nach Westen (tief) aus sondern zugleich auch die Drehung aus. Wenn Du zwei Stunden lang durch ein Teleskop auf einer EQ Montierung durch ein Okular auf Orion schaust, wird das Sternbild Orion immer statisch stabil und völlig identisch im Okular zu sehen sein und sich nicht drehen.

Jetzt zum Unterschied zu einer azimutalen Montierung. Eine azimutale Montierung gleicht die Erddrehung auch aus, also fährt die azimutale Montierung genauso den Sternen in einer Bewegung von Osten nach Westen nach. Genau so wie eine EQ Montierung. Aber eine azimutale Montierung kann nicht die Drehbewegung z.B. von Orion in sich ausgleichen. Also würdest Du über die zwei Stunden im Okular beobachten wie Orion sich im Uhrzeigersinn dreht aber dabei immer mittig im Okular bleibt. Ganz ähnlich wie in den zwei Beispielbildern oben.


Was macht eine EQ Montierung anders?

Ganz einfach! Die EQ-Montierung dreht zusätzlich das Teleskop über die Längsachse und gleicht damit die "vermeintliche" Drehbewegung des Orions aus.

Was bedeutet das für Dich als visueller Beobachter?

Abhängig vom Teleskop bedeutet dies z.B. bei einem Newton Teleskop, das bauart-bedingt den Einblick vorne seitlich hat, dass sich das Okular mit dem Newton-Teleskop in den zwei Stunden auch mitdreht. Das bedeutet, dass je nach Dauer der Beobachtung der visuelle Einblick ins Okular irgendwann sportliche und gymnastische Anstrengungen nötig macht. ;) Eine Kamera die statt einem Okular im Teleskop eingesteckt ist, ist dies egal. Einer Kamera macht es auch nichts wenn sie kopfüber unten am Teleskop hängt.

Hast Du statt einem Newton Teleskop z. B. einen Refraktor, also ein Fraunhofer-Linsen-Teleskop auf einer parallaktischen EQ-Montierung, das den Einblick hinten mittig ins Instrument hat, wird es Dich überhaupt nicht stören, dass sich das "Gehäuse" des Instruments dreht. Für Dich als Beobachter ändert sich in den zwei Stunden quasi nichts.

Bei einer azimutalen Montierung dreht sich das Instrument selbst nicht und es ändert sich die "Einblick-Situation" ins Okular nicht, egal ob seitlich vorne oder mittig hinten!

Vielleicht kannst Du mit Hilfe diesen Informationen die eigentlich wirklich gravierenden Unterschiede und Auswirkungen der verschiedenen Bauarten sowohl der Montierungen als auch der Teleskope nachvollziehen.

Mach Dich unbedingt über EAA schlau! EAA kann man sehr gut mit einer azimutalen Montierung machen und bietet Dir bei der Live-Beobachtung mit Hilfe eines PCs oder Macs die Möglichkeit DSO wie Galaxien und Nebel in Farbe zu sehen. Das schaut dann z. B. nach wenigen Minuten am Bildschirm so aus ...

Stack_205frames_1640s.jpg


... und es kann dabei die ganze Familie mitzuschauen. Du und alle die mitschauen haben während der ganzen Beobachtungszeit immer Live-Bild welches ständig sich in Details und Farbe verbessert. Und man braucht keine so perfekten Lichtbedingungen wie z.B. für visuelle Beobachtungen. Bei visueller Beobachtung durch Okulare bleiben Galaxien und Nebel bestenfalls diffuse, graue Matscheflecken in Schwarz/Weiß.

Weiter Fragen? Einfach fragen. Viele Grüße MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Max,

um das Ganze was Ewald @MünchenBeiNacht gut ausführlich zur Alt/AZ dargelegt hat zu verdeutlichen hier ein Bild mit in Summe längerer Belichtungszeit sieht das so aus.
So genannte Strichspuraufnahmen.
b01_NGC2438_080421_211.jpg


Aus meiner Sicht und am 'bequemsten' zu Beobachten ist mit einer Alt/AZ und einem Teleskop das einen rückwärtigen Einblick hat.

Solche Teleskope, unter die SCs (Schmidt-Cassegrains), MCs (Maksutow-Cassegrain) und Refraktoren fallen, parallaktisch montiert sind vom Einblick her auch bequemer. Der Einblick wandert zwar auch, aber das ganze ist nicht so abenteuerlich wie es bei einem Newton sein kann.

Es kommt jetzt darauf an, in welche Richtung Du Dich entwickelst.
Rein visuelles Beobachten ist es mE. wurscht ob Alt/AZ oder parallaktisch. Bei der Wahl eines Newton muss man halt beachten das der Einblick parallaktisch wandert. Da gibt es aber Mittel und Wege dem zu begegnen.
Alt/AZ ist es leider so, das Montierungen mit höher Tragkraft und dann speziell mit GoTo recht rar gesät sind.

Willst Du Langzeitbelichtung mit DSLR, kommst Du an einer parallaktischen Montierung plus einigem zusätzlichen Equipment nicht vorbei.

Willst Du Dich mit EAA/Live-Stacking anfreunden (was nicht verkehrt ist ;)), ist eine Alt/AZ ausreichend. Die zum EAA/Live-Stacking gehörende Software gleicht die so genannte Gesichtsfelddrehung aus. SharCap z.B. kann das.

Jetzt aber bitte nicht EAA/Live-Stacking, was eine Form der Astrofotografie ist, mit DSLR-Astrofotografie verwechseln oder vergleichen.
Das sind zwei unterschiedliche Herangehensweisen.

Egal was Du anstrebst
- visuell
- EAA/Live-Stacking
- DSLR
oder Dich Dein zukünftiger Weg hinführt, keine der Varianten entbindet Dich davon Grundlagen und Wissen zu sammeln.
Nichts davon geht hopplahopp. Ruhe und Geduld sind angesagt.
Jede Variante hat seine eigene Komplexität.
 
Ach kommt, ;)
jetzt fangt ihr wieder mit dem vermeintlich schlechten Einblick beim Newton an. ;)

Man muss das Ding einfach in den Rohrschellen drehen, so dass der Einblick wieder passt.

Ich muss sagen, ich hab' ja auch einen SC. Der hat ja auch einen Hinteneinblick. Damit man da gut reinschauen kann, muss das Teleskop unnötig hoch stehen oder man kniet nieder oder legt sich ins Gras, super. Das ist unbequem.

Der Einblick des Newtons ist einfach funktional, er nutzt die Länge des Teleskops und ist damit genial!

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Oooocccchhhh Peter,

;).

Hatte ich ja erwähnt, das es Mittel und Wege gibt dem entgegen zu wirken.
Entweder das Drehen oder ich plane meine Objekte entsprechend, das ich weder drehen muss, noch zum Kunstturner mutiere ;).

Nun ja... :D ich habe noch nie im Gras gelegen bei meinem C8, auch nicht auf dem Balkonboden.
Gartenstuhl, Bügel- oder Stehhilfe schafft dem Abhilfe :D.
Bei EAA ist es mir eh wurscht. Da sitze ich auf dem Stuhl, Notebook vor mir... ... ...
Wie es auch bei einem Newton mit Kamera wurscht ist.
 
Und eventuell erklären was man für den Anfang so braucht? Lieber halbwegs vernünftig und 50 Euro teurer, als das falsche kaufen und frustriert wieder aufgeben.
Triff Dich mit Astrofreunden und schaue Dir zwei Systeme an:
Einen 150/750er Newton, automatisch nachgeführt auf einer parallaktischen Montierung.
Einen 200/1200er Dobson.
Treffe erst eine Entscheidung, wenn Du BEIDE Teleskope benutzt und durchgesehen hast.

Gruß
Ronald
 
Hallo,

eine Sache möchte ich noch aus meiner Erfahrung ergänzen. Für die visuelle Beobachtung finde ich einen Dobson gerade bei den Einstiegsets viel besser.

- Stabilität
keine Wackelmontierung sondern eine simple stabile Rockerbox

Ich habe ja in den 90igern mit einem 114/900 mm Newton auf alter EQ2 Montierung angefangen. Das war schon sehr wackelig.

Was mir am Himmel bei der parallaktischen Montierung Probleme bereitet ist die schräg liegende Achse.

Das finde ich beim Dobson in der Rockerbox mit den waagerecht & senkrechten Achsen fiel einfacher.

- Keine Ausrichtung nötig, einfach hinstellen.
- Beim Aufsuchen starte ich meist bei einem hellen Stern in der Nähe des Zielobjekts.
Die Bewegungsrichtung waagerecht und senkrecht fällt mir dabei dann viel leichter. Ich kann mir das einfach besser vorstellen, als die schräge Lage.
Z.B ein Stück nach rechts und ein wenig nach unten, so orientiere ich mich am Himmel.

Jetzt verwende ich die alte EQ2 ja nur noch mit meinem Mini-Newton Selbstbau und da bereitet mit die schräge Lage beim Aufsuchen wirklich manchmal Probleme.

Gruß,
Holger
 
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