N.I.N.A Tutorials

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Hallo,

Mal wieder eine Ergänzung zu N.I.Na
Wie funktioniert der Autofokus in NINA und welche Einstellungen muss man machen? Am Anfang mal ein schneller Quick Tip wie ihr vermutlich mit wenigen Einstellungen schnell zu einem guten Ergebnis gelangt. Im weiteren Verlauf des Videos folgen ausführliche Erklärungen darüber, wie der Autofokus funktioniert und was die einzelnen Einstellungen bewirken.


CS
Frank
 
da freu ick mir, auch wenn ich dringend Bedarf an einem Tutorial zum "Advanced Sequenzer" hätte... das war doch schon mal in einem Video angeteasert, oder?
Kommt da noch was? ;)

Viele Grüße
Daniel
 
Ein Nutzer auf den N.I.N.A Discord hat mich auch aufmerksam gemacht, das die Canon treiber in Nina allgemein bisschen blöd sind? das die oft abstürzen?, oder nicht richtig funktionieren? kann ich eher weniger was dazu sagen
 
Hi Frank,
wie immer gutes Video und wie immer mach' Ich mal den Lektor und fuege ein paar ergaenzende Anmerkungen an:
  1. Guiding waehrend dem AF-run: Ich habe ehrlich gesagt nicht so recht verstanden, warum Guiding waehrend des AF deaktiviert bleiben soll (?). Insbesondere mit NB-Filtern, die auch mal 5-10s fuer eine Af-Messung benoetigen, bekomme Ich i.d.R. mit Guiding eine "glattere" AF-Kurve. Bei LRGB ist die Aufnahmedauer i.d.R. sowieso so kurz, dass Guiding an/aus keine wahrnehmbare Rolle spielt. Ich wuerde daher empfehlen Guiding waehrend eines AF an zu lassen, denn wenn man spaeter im Advanced Sequencer regelmaessig mal einen AF zwischendurch macht, dann laeuft das Guiding wenigstens konsistent weiter. Schaltet man es aus, dann kann 2-3min ohne Guiding fuer PHD2 "Panik am Leitstern" heissen. Kommt halt darauf an, wie gut man eingenordet hat und wie gut die Montierung ohne Guiding tracked, aber insgesammt ist es IMHO eher riskant Guiding waehrend des AF auszuschalten, als es anzulassen.
  2. Die Fehlerbalken im AF-Graphen: So wie Ich verstanden habe, stellen die Fehlerbalken im Graphen die Standardabweichung einer Serienmessung dar. Dass ist leider in der NINA Anleitung nur relativ ungenau beschrieben, aber wohl doch so, dass wenn man pro Fokusschritt nur eine Messung macht (AF Number of Frames per point = 1), dann sind diese Balken ohne Aussagekraft. Mal nebenbei, AF Number of Frames per point > 1 ist uebrigens auch nuetzlich bei eher durchwachsenen Wetter. Denn wenn einem bei Teilbewoelkung die ein oder andere Messung durch eine kleine Wolke mal zerschossen wird, dann bekommt man damit trotzdem nach einem AF-run einen brauchbaren Autofokus. Nachteil ist natuerlich, dass die Sache zeitaufwendig wird, aber gerade fuer Leute die ihr Rohr alleine lassen und im Advanced Sequencer regelmaessig (oder nach Drift) AFs einschieben eigentlich eher nutzlich. Bei mir steht das auf Eins wenn Ich dabei bin und wenn Ich das Teleskop alleine lasse und mich in die Koje haue auf 3-5.
  3. Use brightest N stars: Schlechtes Wetter/Teilbewoelkung ist auch der Grund fuer die Option "nur xyz hellste Sterne auswerten". Wenn man alle Sterne mitnimmt und mal eine halbtransparente Wolke durchhuscht und von 40 bis dahin vermessenen Sternen die 25 dunkleren ausloescht werden, dann geht der HFR Wert (weil dann nur ueber die "dicken Sterne" gemittelt) mit einem grossen Sprung nach oben durch die Decke und der ganze AF-Run ist schnell im Eimer. Kommen etwas zu regelmaessig mal so ein paar Wolkenfetzen, dann funktioniert auch der naechste AF-Versuch nicht ohne einen solchen Ausreisser. Begrenzt man das von Anfang an bei mittelpraechtigen Wetterbedingungen auf die nur 10-20 hellsten Sternen, dann halten sich diese Spruenge/Aenderungen in Grenzen, so dass der AF auch nach einem kurzen Wolkenintermezzo noch brauchbare Ergebnisse liefert. In den neueren "Nightly builds" kann man dann auch die Akzeptanzschwelle (R^2 threshold) fuer den Fit senken und dann klappt's auch wenn die Bedingungen holprig sind.
  4. Contrast detection AF: Leider, leider habe Ich die "contrast detection" Methode nur am Refraktor zum Laufen gebracht. An meinen Teleskopen mit Zentralobstruktion erwies sich das als extrem unstabil. Einen Schritt zu weit aus der Fokusnaehe und die Methode erfreut sich daran, auf eine schoene klare Intra- oder Extrafokal auf eine schoene Zentralobstruktion zu fokussieren. Ganz eng bregrenzt ausgefuehrt klappt das manchmal, aber i.d.R. eher nicht. Das ist schade, denn Ich haette die Methode z.B. gerne an hellen Naechten am Mond verwendet, was auch einer der Gruende ist, warum NINA da bei mir nicht zum Einsatz kommt. Falls da jemand einen Tipp hat, da waere Ich dankbar.
  5. Use Filter Offsets: Ein Thema dass der gute Frank leider unterschlagen hat, ist die Option "use filter offsets" fuer die LRGB / NB Gemeinde. Sehr nuetzlich, weil da kann man dann sie "schnellsten Filter" fuer flotten AF-verwenden, und sich die "langsamen NB-filter AF-runs" spaeter sparen. Ist gut investierte Zeit. Aber auch auch da ein Tipp als gebranntes Kind: Gerade wenn man die AF-Offset Liste am Anfang der Nacht kalibriert (Temperaturgradient!): Alle Farbkanaele immer alternierend mit dem Referenzkanal messen, also fuer LRGB z.B. AFs in dieser Reihenfolge: L R L G L B L. Danach die beiden L-Werte "Links und Rechts" vom Farbkanal mitteln und danach die Differenz mit dem AF-Wert des Farbkanals bilden und in die Tabelle eintragen. Ich dachte Ich kann mir das wider besseren Wissens sparen (und habe ignorant die Temperaturdrift mitgemessen, wird schon nicht so gross sein) und mir damit 2-3 Naechte versaut. Die Rache der Ausruestung am Ungeduldigen.
Anyway,
Mfg&CS
 
Hi,

danke für deine Ergänzungen. Dabei sind mir noch ein paar Dinge klar geworden:
aber insgesammt ist es IMHO eher riskant Guiding waehrend des AF auszuschalten, als es anzulassen.

Ich arbeite i.d.R mit OffAxisGuider, d.h. während der Autofokus Routine bekommt PHD dann ebenso Stress. Habe ich aber ehrlich gesagt nicht drüber nachgedacht. Ist aber ein guter Grund das Guiding abzuschalten.

dass wenn man pro Fokusschritt nur eine Messung macht (AF Number of Frames per point = 1), dann sind diese Balken ohne Aussagekraft.
okay, das geht so aus der Anleitung tatsächlich nicht hervor.

In den neueren "Nightly builds" kann man dann auch die Akzeptanzschwelle (R^2 threshold) fuer den Fit senken und dann klappt's auch wenn die Bedingungen holprig sind.

Das muss ich nochmal ckecken.

Leider, leider habe Ich die "contrast detection" Methode nur am Refraktor zum Laufen gebracht.

Das ist leider so. Hat der Cuiv The Lazy Geek glaube ich programmiert (so wie ich es verstanden habe) und er beschreibt das in einem seiner Videos.

Ein Thema dass der gute Frank leider unterschlagen hat, ist die Option "use filter offsets" fuer die LRGB / NB Gemeinde. Sehr nuetzlich, weil da kann man dann sie "schnellsten Filter" fuer flotten AF-verwenden, und sich die "langsamen NB-filter AF-runs" spaeter sparen. Ist gut investierte Zeit.
Ich traue dem nicht, frag mich nicht warum. Ich nehme die längere Belichtungszeit lieber in Kauf (dabei fällt mir ein das wäre ein Grund Binning zu benutzen).
Aber guter Hinweis mit der alternierenden Vorgehensweise.

CS Frank
 
auch wenn ich dringend Bedarf an einem Tutorial zum "Advanced Sequenzer" hätte... das war doch schon mal in einem Video angeteasert, oder?
Kommt da noch was?

Hi,

ja, ich möchte noch das Video zum Platesolving machen und dann sind aus meiner Sicht alle Grundfunktionen durch. Dann sollte ich vielleicht mal ein Video machen wo ich alles von vorne bis hinten zeige, und dann sollte der Advanced Sequenzer dran kommen. Noch schleiche ich aber auch selber um den heißen Brei herum, weil ich etwas gebrandmarkt bin von meinem Versuch eine Programmiersprache zu lernen und ich erkenne da so einige Parallelen :)
CS Frank
 
... aber insgesammt ist es IMHO eher riskant Guiding waehrend des AF auszuschalten, als es anzulassen ...

AF Number of Frames per point > 1 ist uebrigens auch nuetzlich bei eher durchwachsenen Wetter ...
Ich arbeite zwar nicht mit NINA sondern mit AstroArt und lasse das Guiding immer während der AF-Routine durchlaufen.
Ausserdem verwende ich generell drei Belichtungen pro Messpunkt und bekomme dadurch m.E.n. stabilere Ergebnisse.

CS Dietmar
 
Ich arbeite i.d.R mit OffAxisGuider, d.h. während der Autofokus Routine bekommt PHD dann ebenso Stress. Habe ich aber ehrlich gesagt nicht drüber nachgedacht. Ist aber ein guter Grund das Guiding abzuschalten.
Hallo Frank,
ich arbeite ausschließlich mit dem OffAxisGuider an meinem Newton bei f=2070mm, aber bei mir merkt PHD (bzw. der Multistarguider von AstroArt) fast gar nicht das der Fokussierer arbeitet.

CS Dietmar
 
Das ist leider so. Hat der Cuiv The Lazy Geek glaube ich programmiert (so wie ich es verstanden habe) und er beschreibt das in einem seiner Videos.
Ja und nein.
Cuiv (und in der Tat, der sollte es wissen) hat schon Recht, an den Sternen geht's nicht (wirklich).
An flaechigen Objekten sollte es aber im Prinzip gehen.
Ich hab es mit dem SC an einem Haus auf 150m ausprobiert und hat es eigentlich ziemlich gut geklappt. Dann am Mond funktioniere es zunaechst scheinbar, zumindest war da ein klarer Fokus-Peak und alles sah einigermassen scharf aus. Dann bei wirklich genauer Betrachtung lag aber doch kein guter Fokus vor.
Sei es drum ...
CS
 
Ich arbeite i.d.R mit OffAxisGuider, d.h. während der Autofokus Routine bekommt PHD dann ebenso Stress. Habe ich aber ehrlich gesagt nicht drüber nachgedacht. Ist aber ein guter Grund das Guiding abzuschalten.
Ich schalte am OAG auch das Guiding ab. Der Fokusmotor verursacht schon einen ordentlichen Peak von etwa 2" in der Guidingkurve, für die PHD2 einige Iterationen braucht um diesen auszugleichen. Alternativ kann man NINA auch eine kurze Pause machen lassen, nach dem der Fokusmotor gelaufen ist. Bei mir so 5 Sekunden. Man kann auch einstellen, dass der Guider etwas wartet zum Beruhigen bevor die Aufnahme losgeht. Default sind so 10s. Dann sollte auch die Drift aus den 2 Minuten Autofokus kompensiert sein.

Leitsternverlust hatte ich nach nun hunderten mal Autofokus noch nie. Außer es war halt komplett dicht mit einer Wolke. Wenn das passiert, gibt es die sehr hilfreiche Funktion im neuen Advanced Sequenzer "Re-center after Drift". Alleine die ist es wert, sich das Teil mal anzuschauen. So kann man auch in einer etwas durchwachsenen Nacht noch einiges rausholen, selbst wenn die Aufnahme vollautomatisch läuft.

weil ich etwas gebrandmarkt bin von meinem Versuch eine Programmiersprache zu lernen und ich erkenne da so einige Parallelen :)
Das ist ja keine Programmiersprache. Es ist einfach eine Aneinanderreihung von Anweisungen mit ein paar Parametern. Das ist nichts anderes als der einfache Sequenzer, nur das man die Anweisungen nicht in einem Formular ausfüllt, sondern sich das Formular selbst erstellen kann.

Grüße
Joachim
 
Hallo zusammen,

das an- oder abschalten des Autoguiders scheint ja ein Thema zu sein, ich erinnere mich an die Empfehlung diesen ab zu schalten noch aus SGP. Ich selber habe es auch in SGP gemerkt dass PHD dann ganz wild anfängt zu pingen wenn der Stern zu weit aus dem Fokus ist. Ist nicht tragisch nur nervig. Werde das Feld nochmal beackern.

Das ist ja keine Programmiersprache. Es ist einfach eine Aneinanderreihung von Anweisungen mit ein paar Parametern. Das ist nichts anderes als der einfache Sequenzer, nur das man die Anweisungen nicht in einem Formular ausfüllt, sondern sich das Formular selbst erstellen kann.

Ja, natürlich ist es keine Programmiersprache, aber die Logik zeigt gewisse Ähnlichkeiten (z.Bsp. Loop Conditions). Ich bin mir sehr sicher das es Menschen gibt denen es leicht fällt so etwas zu verstehen (eben Programmierer oder eben Menschen die die Logik per se verstehen) und viele denen es schwer fällt (ansonsten wäre die Nachfrage nach einem Tutorial kaum so hoch) und die die GUI aus den ursprünglichen Version lieber hätten. Also Beschwerden über das Teil gibt es genug, das hat seine Gründe. Ich versuche diese lediglich zu erklären damit, dass ich glaube Parallelen in der Logik einer Programmiersprache zu sehen.

Welche willst du lernen? Eine Sprache wo du sie in der Astrosotftware verwenden kannst?

Ich habe mit Python angefangen. Bin an meinen eigenen Ansprüchen und der Programmierer Logik gescheitert. War aber auch ein blöder Moment, im Frühjahr zermürbt vom Lockdown wollte ich mir glaube ich was selber beweisen :-) Ich werde es nochmal lockerer angehen.

CS Frank
 
Ich arbeite ja beim ASTROBERRY mit EKOS, aber denke, dass ich mir von dem Video so einiges abgucken kann, denn dort sind mir etliche Begriffe, Schaltboxen und Parameter-Settings bisher böhmische Dörfer gewesen.
Danke fürs Video!
Grüße
Hartmut
 
Ich verfolge bei der Fokussierung eine etwas andere Strategie:
Vor der Aufnahmesequenz ermittle ich den Fokus sehr sorgfältig mit mehreren Frames/Messposition (oft auch mit der Bahtinov-Funktion von AstroArt). Dabei ist der Guider noch nicht aktiv und die Fokusschritte können entsprechen groß sein. Danach wechsle ich in die Funktion "Fokus halten" (ein selbstgeschriebenes Skript), wobei die Teleskoptemperatur permanent gemessen und nach einer vorgegebenen Differenz eine Fokuskorrektur durchgeführt wird. Der Fokussierer wartet damit natürlich bis jeweils die Aufnahme beendet ist. Zur Kontrolle (müsste eigentlich nicht sein) werden gelegentlich Autofokusroutinen eingeführt, jedoch mit recht kleinen Schritten und dabei kann der Guider durchlaufen. Bisher hat das ohne Probleme funktioniert. Sind nicht genügend helle Sterne für den Guider sichtbar, würde ich vielleicht das Guiding besser unterbrechen. War aber bisher nicht nötig. Wie schon Oben erwähnt, verwende ich nicht NINA sondern AstroArt, aber der prinzipielle Ablauf ist recht ähnlich.

CS Dietmar
 
Das ist nichts anderes als der einfache Sequenzer, nur das man die Anweisungen nicht in einem Formular ausfüllt, sondern sich das Formular selbst erstellen kann.
Es ist ja eigentlich umgekehrt: Der "einfache" Sequencer ist ein standardisiertes Formular, um den eigentlichen unter der Haube liegenden advanced Sequencer zu konfigurieren.
Richtig "lohnen" tut sich das fuer Mono-Kameras und kompliziertere vollautommatische Sessions.
Da wird's allerdings mit dem Lehrvideo schwer, denn die Staerke des advanced Sequencers ist halt, dass man Aufnahmen komplett individualisieren kann. Da wird's mit einem langen Video, welches allgemeine Beduerfnisse abdecken soll, natuerlich kompliziert. Der Sache wirklich gerecht wird man wohl nur, wenn man das in eine unterserie Serie aufspaltet. Daher muesste man vermutlich mehrere kuerzere 5-10min Videos machen, die jeweils gezielt thematische Schwerpunkte setzen und bestimmte Funktiionen/Konzepte/Themenkomplexe im Detail erklaert, z.B.:
  1. Ubergang vom Framing Wizard zim advanced Sequencer mit einfacher Basissequenz
  2. Periodische und getriggerte AF (HFR Trends und Filterwechsel, in Anlehnung an dieses Video)
  3. Plate Solving und getriggertes Plate Solving zum Rezentrieren (in Anlehnung an das PS Video)
  4. an Punkt 2 angelehnt, Kurzzeitbelichtungen ohne Guiding aber mit periodischen/bedarfsgeschaltetem PS
  5. Getrennte Aufnahme von LRGB von Sternen und NB fuer DS als Beispiel fuer komplexe Aufnahmen (mit Anknuepfung an das Starnet/Starexterminator Video)
  6. Entparken, Domesteuerung, Fernsteuern von Kamerakuehlung, Taukappenheizung. Automatischer Anfang und Ende einer langen Nacht.
Dann kann sich jeder beim Basteln seiner Sequenz das entsprechende Kapitel als Referenz noch mal anschauen.
Aber wie gesage, nur eine Einzelmeinung.
MfG & CS
 
das an- oder abschalten des Autoguiders scheint ja ein Thema zu sein, ich erinnere mich an die Empfehlung diesen ab zu schalten noch aus SGP. Ich selber habe es auch in SGP gemerkt dass PHD dann ganz wild anfängt zu pingen wenn der Stern zu weit aus dem Fokus ist. Ist nicht tragisch nur nervig. Werde das Feld nochmal beackern.
Sind nicht genügend helle Sterne für den Guider sichtbar, würde ich vielleicht das Guiding besser unterbrechen. War aber bisher nicht nötig. Wie schon Oben erwähnt, verwende ich nicht NINA sondern AstroArt, aber der prinzipielle Ablauf ist recht ähnlich.
Vielleicht kann man sich ja auch darauf einigen: Wer mit Guidescope arbeitet, der kann das Guiding wohl besser gelassen anlassen, es gibt eigentlich keinen Grund es da zu unterbrechen.
Die OAG Fraktion ist mit dem Ausschalten des Guiders vermutlich wohl besser bedient, es sei denn die haben wie der Dietmar Erfahrung und verfolgen ihre eigene durchdachte Strategie.
Es ist halt doch so, wer nicht gerade einen Grossfeld-Teleskop sondern eher einen bescheidenen Flattener/Reducer und maessig grosser Ausleuchtung hat, der hat im OAG Bildfeld nicht selten auch ziemliche Helligkeitsgradienten in einem relativ beschraenktes Bildfeld. Je nach Teleskop/OAG/Guidekamerakombination kann da PHD2 (auch je nach Konfiguration des Massentrackings) schon schnell Stress machen.
Daher wuerde Ich dem Frank zustimmen, im allgemeinen Fall besser gut einnorden und dann das Guiding waehrend dem AF kurz ausschalten.
Trotzdem dann doch anmerken, da das Bildfeld im OAG i.d.R. relativ klein ist, wuerde Ich dann doch zusehen, dass der Guider nicht zu lange aus ist und der Leitstern zu weit ausbricht. Da waere ein schneller "use filter offsets" AF schon die Gunst der Stunde.
MfG & CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verfolge bei der Fokussierung eine etwas andere Strategie:
Vor der Aufnahmesequenz ermittle ich den Fokus sehr sorgfältig mit mehreren Frames/Messposition (oft auch mit der Bahtinov-Funktion von AstroArt). Dabei ist der Guider noch nicht aktiv und die Fokusschritte können entsprechen groß sein. Danach wechsle ich in die Funktion "Fokus halten" (ein selbstgeschriebenes Skript), wobei die Teleskoptemperatur permanent gemessen und nach einer vorgegebenen Differenz eine Fokuskorrektur durchgeführt wird. Der Fokussierer wartet damit natürlich bis jeweils die Aufnahme beendet ist. Zur Kontrolle (müsste eigentlich nicht sein) werden gelegentlich Autofokusroutinen eingeführt, jedoch mit recht kleinen Schritten und dabei kann der Guider durchlaufen. Bisher hat das ohne Probleme funktioniert. Sind nicht genügend helle Sterne für den Guider sichtbar, würde ich vielleicht das Guiding besser unterbrechen. War aber bisher nicht nötig. Wie schon Oben erwähnt, verwende ich nicht NINA sondern AstroArt, aber der prinzipielle Ablauf ist recht ähnlich.

CS Dietmar
Es gibt eine Beta Version von NINA 2.0, wo eine automatische Temperaturkompensation zur Verfügung steht. Man gibt einen linearen Gradienten an und dann kompensiert NINA den Fokus entsprechend.

Ich habe dieses Feature allerdings noch nicht genutzt, da ich aus dem Temperaturverhalten meines Teleskops nicht schlau werde und noch nie einen linearen Gradienten vernünftig bestimmen konnte.

Die ersten 1-2 Stunden driftet die Fokuslage sehr schnell, danach wechselt diese die Richtung und die Drift wird deutlich langsamer. Ich vermute, dass mein Refraktor zwar nach 15min Auskühlzeit zwar schon sehr gute Bilder liefert, aber die Komponenten trotzdem noch nicht richtig temperiert sind. Der Metalltubus kühlt wohl schneller aus, als die auch besser geschützte Glaslinse. Beim Refraktor legt die Tubusauskühlung den Fokus nach hinten, die Linsenauskühlung nach vorne. So kann es diesen Effekt geben. Idealerweise ist ein Refraktor so gebaut, dass es gar nicht groß driftet. Ich habe noch einen kleinen Apo, den man tatsächlich nach dem Auskühlen kaum noch nachfokussieren muss. Der hat deshalb keinen Fokusmotor.

Was für einen Einfluss die Taukappenheizung hat, muss ich auch noch messen. Über Winter nutze ich lieber die wenigen Schönwetterphasen für Aufnahmen anstatt zum Testen. Das muss bis nächsten Frühling/Sommer warten.

Was für Erfahrungen hast du bei der Gradientenbestimmung gemacht? Wenn ich mir deine Aufnahmen anschaue, scheint das bei dir ja sehr gut zu funktionieren.

Grüße
Joachim
 
Es gibt eine Beta Version von NINA 2.0, wo eine automatische Temperaturkompensation zur Verfügung steht. Man gibt einen linearen Gradienten an und dann kompensiert NINA den Fokus entsprechend.
Ich habe dieses Feature allerdings noch nicht genutzt, da ich aus dem Temperaturverhalten meines Teleskops nicht schlau werde und noch nie einen linearen Gradienten vernünftig bestimmen konnte.
Die ersten 1-2 Stunden driftet die Fokuslage sehr schnell, danach wechselt diese die Richtung und die Drift wird deutlich langsamer. Ich vermute, dass mein Refraktor zwar nach 15min Auskühlzeit zwar schon sehr gute Bilder liefert, aber die Komponenten trotzdem noch nicht richtig temperiert sind. Der Metalltubus kühlt wohl schneller aus, als die auch besser geschützte Glaslinse. Beim Refraktor legt die Tubusauskühlung den Fokus nach hinten, die Linsenauskühlung nach vorne. So kann es diesen Effekt geben. Idealerweise ist ein Refraktor so gebaut, dass es gar nicht groß driftet. Ich habe noch einen kleinen Apo, den man tatsächlich nach dem Auskühlen kaum noch nachfokussieren muss. Der hat deshalb keinen Fokusmotor.

Ich will da nicht fuer den Dietmar sprechen, aber seine entsprechenden Telekope (abgesehen von der Flatfieldkamera) sind fest aufgebaut, liegen jenseits von f/6 (daher eigentlich eher im "gutmuetigen Bereich") und sind daher mit solchen Strategien noch am ehesten beherrschbar. Richtig kritisch wird der Fokus dann unter f/5 und dann ganz grosses Kino bei f/4 und kleiner.
Bei schnellen Oeffnungsverhaeltnissen ist deshalb auch die Temperaturdrift aus den von dir genannten Gruenden nur sehr schwer zu linearisieren und ob das fuer die ersten 2h der Auskuehlung ueberhaupt moeglich ist, weil sich da i.d.T. verschiedene Faktoren mit verschiedenen Temperaturkoeffizienten ueberlagern, ist eher fraglich. Und danach ist das nicht mehr so massgeblich, aber trotzdem eben schon wieder anders (man kann Dinge ja auch verschlimmern ...). Der Aerger sowas zu linearisieren faengt ja schon damit an, wo denn da der Temperatursensor ueberhaupt plaziert werden sollte? An der Linsen/Spiegeloberfaeche, irgendwo am Tubus?
Schwierig.
Aber genau das loest ja ein flotter auto-AF und man kann dabei meiner Ansicht nach inzwischen irgendwo pragmatisch vorgehen:
Am sinnvollten ist es wohl an einer Geraetekombination wenigstens in einer Nacht mal Temperatur und HFR durchgehend aufzuzeichnen (dabei nur einen AF am Anfang der Nacht) und dann ein Bild davon zu haben, wann und wieviel Problem man da eigentlich zu loesen hat. Zu wissen woran man ist, ist schon die halbe Miete.

Je nach dem welches Bild sich da zeigt, muss man dann seine jeweilige individuelle AF-Strategie basteln:
In meinem schnellen Refraktor im Alutubus (f/5) wird in den ersten 2h nach Einbruch der Nacht bei jedem Filterwechsel ein schneller AF eingeschoben (so alle 30min) und Ich keuche der Drift halt hinterher. Nach den ersten 2h wird alle 2h mal periodisch nachfokussiert und eventuell noch "on demand" bei HFR Drift.
Beim Truss-Newton mit Zerodur Spiegel mache Ich einen AF am Anfang, danach einen nach einer Stunde und dann nur noch "on demand".
Entscheidend ist, dass man sich das halt tatsaechlich mal anschaut und nicht aus dem Bauch heraus fuer irgendein Voegehen entscheidet.

... und dann wird jeder seine eigene AF-Kueche machen wollen, aber genau dafuer ist der advanced Sequencer in NINA ja auch da ...

Gruss & CS
 
Ich will da nicht fuer den Dietmar sprechen, aber seine entsprechenden Telekope (abgesehen von der Flatfieldkamera) sind fest aufgebaut, liegen jenseits von f/6 (daher eigentlich eher im "gutmuetigen Bereich") und sind daher mit solchen Strategien noch am ehesten beherrschbar.
Danke, Du hast gut für mich gesprochen! ;)
Mein Newton-Cassegrain ist, was die Linearität des Temperaturverhaltens angeht, tatsächlich gutmütig. Ich habe den Koeffizienten nicht nur in einer Nacht, sondern über Jahre hinweg ermittelt, da ich bis vor einigen Monaten noch manuell fokussiert habe und mir immer die Messwerte für Temperatur und Fokusposition notiert habe. Trotzdem sollte man die Fokusempfindlichkeit eines F6-Newton nicht unterschätzen. Ich, bzw. mein Focuser, korrigiere spätestens bei einem DeltaT von 0,5 Grad, da sich dann schon die FWHM-Werte messbar erhöhen.

CS Dietmar
 
o wie Ich verstanden habe, stellen die Fehlerbalken im Graphen die Standardabweichung einer Serienmessung dar. Dass ist leider in der NINA Anleitung nur relativ ungenau beschrieben, aber wohl doch so, dass wenn man pro Fokusschritt nur eine Messung macht (AF Number of Frames per point = 1), dann sind diese Balken ohne Aussagekraft.
Wenn ich mir das Niveau der Software anschaue, kann ich mir nicht vorstellen, dass das so gemacht wurde.

Am sinnvollsten wäre es die Standardabweichung über die HFR Werte aller gemessenen Sterne innerhalb eines Frames auszuweisen. Bei Sub Frames wäre ich davon ausgegangen, dass die Sub Frames gestackt werden, um das SNR zu erhöhen und danach im Stack die Sterne analysiert werden. Dafür spricht auch die Einschränkung auf die hellsten Sterne. Das schont die Rechenleistung und die Sterne haben das bestmögliche SNR.
 
Am sinnvollsten wäre es die Standardabweichung über die HFR Werte aller gemessenen Sterne innerhalb eines Frames auszuweisen.
Das erscheint mir spontan aber nicht so sinnvoll (?).
Es wird am Ende eine Kurve (Parabel, Hyperbel, je nach Konfiguration) durch diese HFR_vs_Fokuserposition Punkte gefittet. Fuer diesen "weighted least squares Fit" nimmt man gemeinhin 1/Messvarianz als Gewichtung. Diese Messvarianz ist die Varianz mehrerer unabhaengiger Einzelmessungen an diesem Messpunkt (einer Stichprobe). Haben fuer einen Messpunkt (d.h. eine Position des Fokussers) drei unabhaengige Messungen stattgefunden, wovon zwei z.B. verschieden stark verwackelt sind (kurz ans Teleskop gestossen, Montierung zickt, [...]), dann ergibt das im Vergleich zu den anderen Messpunkten eine groessere Varianz und somit wuerde so ein "unsicherer" Mittelwert an einem messpunkt vom Endfit korrekt niedriger miteinbezogen.

Die Varianz des HFR unter den Sternen macht dagegen keine Aussage darueber, ob eine Fehlmessung vorliegt. Sogar im Gegenteil, wenn eine Wolke 95% der Sterne verdeckt und nur noch fuenf zu sehen sind, dann wuerde diese Varianz der HFR Werte unter diesen ja kleiner werden und dieser wolkenverhangene Messpunkt wuerde spaeter beim Fitten der Hyperbel/Parabel priveligiert und nicht - was richtig waere - untergewichtet. Bei "Verwackeln" waere das genauso und das liegt halt daran, dass diese Varianz eben nicht die Varianz einer unabhaengigen Stichprobe ist, sondern eher das genaue Gegenteil.

Werde Ich mir beim naechsten Mal (z.Z. ist's hier grau, grau, grau ...) nochmal genauer anschauen, wuerde mich aber spontan sehr wundern.

Bei Sub Frames wäre ich davon ausgegangen, dass die Sub Frames gestackt werden, um das SNR zu erhöhen und danach im Stack die Sterne analysiert werden.
Das SNR wird ueber die Belichtungszeit und gegebenfalls Binning erledigt. Da man kein DS Objekt zum AF braucht, kommt es nur auf die Sterne an. Somit liegt kein Dynamik Range Problem vor, welches man mit Stacken loesen muesste. Man belichtet also wie der Frank in seinem Video auch erklaert einfach so lange, so dass die hellsten Sterne noch nicht saettigen und/oder man genug SNR fuer die HFR Messung hat, und das war's.
Wenn das mit einer Einzelaufnahme schneller gehen soll, dann macht man eventuell Binning. Stacking loest ein ganz anderes Problem, dass bei AF nicht vorliegt/relevant ist.

MfG & CS
 
Das ist doch in der Doku schön beschrieben. Es entspricht so ziemlich genau dem, was ich erwartet habe.
  • Der Normalfall ist der Einzel Frame, für den beschrieben wird, wie Messung und Fokuspunkt Bestimmung funktionieren. Die HFR Werte werden über den kompletten Frame gemittelt und entsprechende Fehlerbalken berechnet und ausgewiesen. In die Fitkurve fließen die Messpunkte gewichtet ein ohne eine spezifische Gewichtungsmethode zu nennen. Es gibt ja nicht nur die Invers-Varianz-Methode, die sehr stark auf Ausreißer reagiert.
  • Um besonders präzise Kurven und damit den bestmöglichen Fokuspunkt zu erhalten kann man Sub Sampling machen, wobei die HFR Werte über alle Samples gemittelt werden.
  • Um das Risiko einer durchziehenden Wolke zu verringern kann man der Software sagen, wie viele Versuche sie machen soll. Der Erfolg eines Versuches wird mit einem Vergleich zum Ergebnis der letzten Autofokus Routine ermittelt. Sobald die Abweichung innerhalb eines definierten Bereiches liegt, wird die Versuch als erfolgreich gewertet und die Autofokus Routine beendet auch wenn noch Versuche übrig sind. Was mir im Winter auch gerne mal eine Messung versaut, sind Rauschschwaden von Schornsteinen.
  • Es gibt viele Methoden und Ratschläge, wie man die Sternerkennung verbessern kann. Das ist fast schon ein Guide und sehr schön beschrieben. Einige verbessern das SNR andere den Ausschluss von Hotpixeln. SNR ist beim Autofokus sehr wohl ein Thema. Wenn man mit kleinen Chips, wie der der ASI178 arbeitet und in sternarmen Gebieten unterwegs ist, kann man durchaus holprige Kurven bekommen.
  • Binning wird auch erwähnt, ohne aber näher darauf einzugehen. Binning kann nur Sinn machen, wenn man im Oversampling ist. Bei normalem Sampling oder darunter würde ich eher eine Verschlechterung erwarten.
Die einzige Kritik an der Doku wäre für mich, dass nur im Kontext erwähnt wird, dass die Sternanalyse am gestreckten Preview-Bild gemacht wird. Das ist eine sehr wichtige Info, die man prominenter platzieren könnte. Auch interessant finde ich die Möglichkeit das Bild zu croppen, um bei Vollformat die nicht mehr richtig korrigierten Ecken loszuwerden.
 
Danke, Du hast gut für mich gesprochen! ;)
Mein Newton-Cassegrain ist, was die Linearität des Temperaturverhaltens angeht, tatsächlich gutmütig. Ich habe den Koeffizienten nicht nur in einer Nacht, sondern über Jahre hinweg ermittelt, da ich bis vor einigen Monaten noch manuell fokussiert habe und mir immer die Messwerte für Temperatur und Fokusposition notiert habe. Trotzdem sollte man die Fokusempfindlichkeit eines F6-Newton nicht unterschätzen. Ich, bzw. mein Focuser, korrigiere spätestens bei einem DeltaT von 0,5 Grad, da sich dann schon die FWHM-Werte messbar erhöhen.

CS Dietmar
Danke für die Antwort.

Das werde ich die nächsten Monate auch so machen. Dann wird sich schon ein stimmiges Bild entwickeln. Mein System ist mit f/6,25 ähnlich langsam, aber nur die Montierung ist permanent montiert. Den Apo setze ich aber lange vor der Aufnahme drauf, sodass er eigentlich Zeit zum Auskühlen hätte. Teilweise ist das Teil auch mehrere Tage oder Wochen am Stück montiert, wenn kein Regen gemeldet ist. Ich habe aber auch erst zwei Messungen, wo ich das umkehren der Kurve beobachtet habe. Normalerweise lasse ich die Aufnahme einfach laufen und lege mich ins Bett. Dann sehe ich den Effekt aber nicht. Ich habe das nur deshalb länger aufgeschrieben, weil die ermittelte Fokusdrift immer stark geschwankt hat, wenn ich die Werte nur am Anfang aufgeschrieben habe.

Ich war mir nicht sicher, ob der Effekt daran liegt, dass am Abend ein steilerer Temperaturgradient herrscht als tief in der Nacht oder ob das Teil länger zum Auskühlen braucht, als ich gedacht habe. Das war der Hintergrund meiner Frage. Hilft aber nix. Um das zu beantworten, brauche ich (viel) mehr Messungen.
 
Es gibt viele Methoden und Ratschläge, wie man die Sternerkennung verbessern kann. Das ist fast schon ein Guide und sehr schön beschrieben. Einige verbessern das SNR andere den Ausschluss von Hotpixeln. SNR ist beim Autofokus sehr wohl ein Thema. Wenn man mit kleinen Chips, wie der der ASI178 arbeitet und in sternarmen Gebieten unterwegs ist, kann man durchaus holprige Kurven bekommen.

Hallo,
das würde mich persönlich sehr interessieren. Wo ist das dokumentiert? Ich habe neulich das Problem beim Autofokus gehabt, dass dann wenn ich in Richtung Fokus komme, eine Fehlmessung erfolgt und in der Folge bekomme ich keine V Kurve sondern eine W Kurve. Also der mittlere Messpunkt streut stark in Richtung schlechter HFR Wert. Auf Discord gabs wenig Hilfe. Mein Verdacht ist der, dass NINA hier durcheinander kommt wegen der vielen Hotpixel die meine Kamera produziert. Da in der Nähe des Fokus, insbesondere bei Schmalband die Sterne ebenso ziemlich klein werden, geht mein Verdacht in diese Richtung.
CS Frank
 
Hallo,
das würde mich persönlich sehr interessieren. Wo ist das dokumentiert? Ich habe neulich das Problem beim Autofokus gehabt, dass dann wenn ich in Richtung Fokus komme, eine Fehlmessung erfolgt und in der Folge bekomme ich keine V Kurve sondern eine W Kurve. Also der mittlere Messpunkt streut stark in Richtung schlechter HFR Wert. Auf Discord gabs wenig Hilfe. Mein Verdacht ist der, dass NINA hier durcheinander kommt wegen der vielen Hotpixel die meine Kamera produziert. Da in der Nähe des Fokus, insbesondere bei Schmalband die Sterne ebenso ziemlich klein werden, geht mein Verdacht in diese Richtung.
CS Frank
Hallo Frank,

das steht hier unter Median Filter:

Und was ich bei der Systemkamera aber wichtiger finde, ist das hier:

Ich habe auch eine Canon R und hatte am Anfang auch Probleme mit dem Autofokus. NINA skaliert bei mir die RAW Bilder nicht von 14 auf 16bit hoch, d.h. die Autostretch Preview ist ziemlich dunkel. Seit ich den Stretchfaktor so erhöht habe, dass das Bild wieder schön hell ist, klappt es wunderbar.

War Zufall. Ich wollte eigentlich nur das Signal in der Preview besser beurteilen können. Wäre nie drauf gekommen, dass NINA die Autofokusmessung mit der Autostretch Preview macht.

Bei mir sah die Kurve allerdings anders aus, als bei dir. Bei lief der Autofokus gut bis kurz vorm Fokus, danach blieb die Kurve dann in etwa auf dem selben Level nur die Streuung wurde immer größer. Trotzdem glaube ich, dass wenn das Problem von Hotpixeln kommt, alleine das Anheben der Helligkeit das Problem löst müsste, weil dadurch die hellsten Sterne deutlicher von Hotpixeln unterscheidbar werden, egal wie das Sampling ist.

Grüße,
Joachim
 

Ha, einfach überlesen, dachte das betrifft mich eh nicht :-) So schlecht ist die Anleitung gar nicht, gibt immer wieder neues zu entdecken.

War Zufall. Ich wollte eigentlich nur das Signal in der Preview besser beurteilen können. Wäre nie drauf gekommen, dass NINA die Autofokusmessung mit der Autostretch Preview macht.

Das wiederum habe ich der Anleitung entnommen und mir gemerkt. Gewundert hat es mich wohl auch zunächst.

CS Frank
 
Guten Morgen !
Darf ich hier nochmals nachfragen.
In den Videos über Nina wird oft der Autofokus genannt, Filterrad und Rotator genannt mit dem oft gearbeitet wird. Ich habe aber eine Canon EOS 600 und habe es noch nicht raus, wie ich in Nina den Fokus dieser Kamera einstelle und wo ich das kontrolliere, erst danach wollte ich da Platesolving versuchen.
EQmod, Astap, Canon, alles installiert und der Sequenzer mit Stellarium scheint richtig zu sein.

Ein kleiner Tip und ich käme etwas weiter, Danke !

Gruß Rudi
 
Hallo Rudi,


den Fokus stellst du ja nicht an deiner Canon ein, sondern am Fokuser deines Teleskops. Wenn du "nur" einen manuellen Fokuser hast, kann NINA auch keinen Fokus steuern. Anders sieht das mit einem Motorfokus wie dem ZWO EAF aus.

Gruß
Andreas
 
Hi Rudi,

der Fokus der Kamera - egal ob Astro oder DSLR wird immer am Objektiv bzw. Teleskop eingestellt, nicht an der Kamera. Vielleicht verwechselst Du da, dass die DSLR eine Elektronik verbaut hat, die den Fokus messen kann und damit dann das Objektiv steuert, um in den Fokus zu kommen. Das haben die Astrocams nicht und wird bei ihnen über die externe Software gemacht.

Wenn die DSLR am Teleskop ist, wird es ebenfalls über die Software gemacht - die interne Fokuselektronik ist daran gar nicht beteiligt. Das heisst aber, dass Du sowohl für die Astrocam als auch für die DSLR einen extra Fokusser brauchst, der den OAZ dementsprechend raus- und reinfährt, um mit der Kamera in den Fokus zu gelangen.

greetz,
Arne
 
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