jr Affinity Photo Makros

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Wäre es eigentlich legitim, sich von einem User eine alte Makroversion geben zu lassen wenn man die V8 Lizenz hat?

Oder bekommt man die irgendwo offiziell, so wie alte Treiber?

Gruß Markus
 
Hallo Markus,
wenn ich dir meine alte V7 gebe und selbst diese vom eigenem System Lösche, da ich ja die V8 habe, ist eigentlich jeglicher Lizenzbedarf abgedeckt. Nur die Mehrfachnutzung wäre unfair.
 
Hallo Harald, hallo Markus,
da man die Makros auch kostenlos herunterladen kann, sollte es da eigentlich keine Probleme geben. In der Bezahlfunktion kann man ja frei angeben welchen Betrag man geben möchten, da funktioniert auch die 0. Ist halt wie einen Kaffee ausgeben.
Ich bin schon seit der Version 4 dabei und habe noch alle Versionen auf der Festplatte abgelegt. Weil es mir Wert war habe ich JR damals schon einen Kaffee ausgegeben und bekomme bei jeder neuen Version eine Benachrichtigungsmail mit Downloadlink. Wird langsam mal wieder Zeit das ich nachschenke;)
Grüße Carsten
 
Ja stimmt eigentlich.
Das mit den Makros ist ja quasi nur ne Spende (die ich auch bei V8 getätigt habe).

Aber ich teste noch die Einstellungen aus.
Beim letzten Stack hatte ich einen extremen Blauanteil im endbild obwohl ich ne DA habe.
Da sollte eher was rötliches rauskommen.

Habe aber auch nur schlechte Rohrbilder mit Histogramm Grad so ebend vom linken Rand weg.

Aber ich wollte mit dem testen was ich Stämmen kann und nicht mit einen tadellosem Teststack als Download.

Da ich aber rund 1,5 Jahre nicht mehr raus kam (Arbeit/Wetter/Pandemie) muss ich mit diesen krüppelstacks arbeiten xD
 
Hat denn noch jemand einen V6 Makro-satz den er mir geben könnte ?
Wollte mal den Unterschied testen, was bei meinem Equippt evtl. besser arbeitet.

Hab ja keine so hochgezüchteten Optiken und arbeite, wenn es mal wieder dazu kommt,
nur mit low budget Fotoobjektiven.
 
Hallo Frank,
danke für das Video! Ich habe mir AF vor kurzem geleistet und nun auch die Makros V8 installiert, dank deiner Anleitung konnte ich auch gleich loslegen.

Was Siril gut macht und AP leider nicht gut macht, ist die Farbkalibrierung

Ich habe vorher mit Siril gearbeitet und ich finde, AF hat ggü Siril einen Vorteil: Es funktioniert zuverlässig. Bei Siril habe ich immer wieder Schwierigkeiten mit der Fotometrie. Auch bei Bildern, bei denen es schon geklappt hat, funktioniert es auf einmal nicht mehr. Davon abgesehen sind die Sternfarben m.E. mit AF sehr gut (oder zumindest schön bunt) und bei Siril in der Regel nur entweder orange oder hellblau. Vielleicht liegt das auch an der Himmelsregion oder an meinen Bildern, zumindest fand ich die Farben bei AF in der Hinsicht beim ersten Test sehr gut.
Zweiter Vorteil ist m.E. die einfache Bedienung von AF. Siril hatte mit den Bildern bei mir Probleme gemacht, sodass ich auch nach mehreren Anläufen kein vernünftiges Ergebnis bekommen habe, bei AF hatte ich nach ein paar Klicks ein ordentliches Bild.
Im Vergleich zu PS kann ich nur von CS2 berichten. Ich finde, man kommt schnell zurecht, wenn auch ein paar Eigenheiten nervig sind. Bei den Ebenen werden zB. Bearbeitungsschritte als "eigene Ebene" angezeigt. Wenn man nun den nächsten Bearbeitungsschritt machen will, aber noch diese Bearbeitung als Ebene markiert ist, dann bearbeitet man tatsächlich den letzten Bearbeitungsschritt, aber nicht die eigentliche Bildebene. Bei PS ist mir das nicht passiert, war irgendwie übersichtlicher.

Zu den Makros kann ich noch nicht viel sagen, erster Eindruck ist aber, dass sie besser sind als die Astromakros für PS. Non linear Sharpening finde ich große Klasse. :)

Gruß Moritz
 
Hallo Moritz,

schön dass du mit dem Tool und den Videos dazu gute Erfolge verbuchen kannst.
Ich habe vorher mit Siril gearbeitet und ich finde, AF hat ggü Siril einen Vorteil: Es funktioniert zuverlässig. Bei Siril habe ich immer wieder Schwierigkeiten mit der Fotometrie. Auch bei Bildern, bei denen es schon geklappt hat, funktioniert es auf einmal nicht mehr. Davon abgesehen sind die Sternfarben m.E. mit AF sehr gut (oder zumindest schön bunt) und bei Siril in der Regel nur entweder orange oder hellblau. Vielleicht liegt das auch

Wenn die Sterne Orange und Blau sind vermute ich dass du irgendeinen Filter benutzt? Sobald du z Bsp einen UHC oder L-Enhance oder L-eXtreme Filter oder irgendwas in der Art benutzt kann die photometrische Farbkalibrierung nicht mehr funktionieren. Orange Blau wären dann sogar die richtigen Farben!
Das Problem ist, dass Affinity gar keine Farbkalibrierung macht. Doof ist natürlich wenn das in Siril nicht funktioniert, aber das liegt meistens daran, dass entweder irgendwelche Einstellungen nicht passen oder der Server auf den Siril zurück greift offline ist. Diese Server sind nicht von Siril sondern extern. Ein Server der Down ist, ist nicht unüblich und daher kein Makel der Software. Wie gesagt, AF hat gar nix in der Art, dann kann es also auch nichtschief gehen :-)
Zweiter Vorteil ist m.E. die einfache Bedienung von AF. Siril hatte mit den Bildern bei mir Probleme gemacht, sodass ich auch nach mehreren Anläufen kein vernünftiges Ergebnis bekommen habe, bei AF hatte ich nach ein paar Klicks ein ordentliches Bild.

Siril ist nicht die Bedienerfreundlichste Software, aber auch nicht die komplexeste. Man müsste jetzt im einzelnen schauen wo da die Probleme auftauchen. Ich bin mir sehr sicher dass es da Lösungen für gibt. Aber letztendlich zählt wie du zurecht kommst. Bei AF ärgert mich dass das Thema Farbkalibrierung einfach gar nicht beachtet wird. Gerade Anfängern würde es aber helfen einigermaßen ausgeglichene Farben zu bekommen.

Zu den Makros kann ich noch nicht viel sagen, erster Eindruck ist aber, dass sie besser sind als die Astromakros für PS.

Den Eindruck habe ich auch, wirkt alles etwas moderner und durchdachter.

CS Frank
 
Hallo Frank,

danke für deine Antwort.
Wenn die Sterne Orange und Blau sind vermute ich dass du irgendeinen Filter benutzt?

Das habe ich natürlich nicht bedacht - stimmt! Ich habe zuletzt öfter den Idas LPS D2 (oder P2?) benutzt, der ist ziemlich breitbandig. Die Aufnahme, mit der ich nun AF ausprobiert habe, wurde aber ohne Filter gemacht.
Ich denke, Siril ist kostenlos, von daher sind die Schwächen bezüglich Servererreichbarkeit nicht zu beanstanden. Hätte ich Geld dafür bezahlt, würde ich das aber anders sehen. Aber hier steht ja eigentlich auch AF auf dem Prüfstand..

Ich erinnere mich, dass du im Video ein Makro nutzt, ganz am Anfang, was den Schwarzpunkt auf Null setzt. Ist das nicht auch eine Farbkalibrierung? Ich habe diese auch mal der Reihe nach durchprobiert und fand am Ende, dass der Hintergrund nicht dunkel genug wird. Ich habe die Farben dann von Hand geschnibbelt. Ich würde mich jetzt nicht als totalen Anfänger bezeichnen, aber durchaus noch im Lernprozess. Ich war mit dem Ergebnis ganz zufrieden, die Galaxie ist wie erwartet gefärbt.
Aber klar, wissenschaftlich ist das nicht.

Gruß Moritz
 
Meine Erfahrungen sind etwas anders, ich vermute aber, es ist offensichtlich immer das Ausgangsmaterial welches zum Einsatz kommt. Für die Bildvorbereitung Debayern, Registrieren, Stacken, Fotometrische Bildbearbeitung und AutoStretchen nehme ich Siril (MAC-Version). Bei 300 Aufnahmen ist dies in 6 Minuten erledigt. Affinity Photo benötigt dafür die dreifache Zeit. Dies wäre mir egal, aber ich bekomme in Affinity nicht die gleichen Ergebnisse hin wie in Siril.
Für die Bildendbearbeitung nehme ich dann Affinity mit all seinen Möglichkeiten, da diesbezüglich Siril nicht alles bietet, was allerdings auch seine Entwickler schreiben. Aber es ist für mich die erste Wahl für die Bildvorbereitung. In der aktuellen Version 1.0.0 rc 2 sind vor allem drei angenehme Verbesserungen eingebettet. Der grafische Plott, mit Hilfe nach der Registrierung schlechtere Fotos aufgespürt und ausgeschlossen werden können. Das Himmelsgitter mit Kompasspfeil zum richtigen drehen und wenden der Aufnahme und die wesentlich bessere Beschriftung der Aufnahmen.
 
Moin zusammen,
die Farbkalibrierung in AP ist sehr einfach und in weniger als einer Minute erledigt.
Um von diesem Ergebnis:
1639398718391.png

zu diesem zu kommen:
1639398767618.png

Benötigt ihr gerade mal einen Level Layer. In diesem dreht ihr dann den Gammawert im Rotkanal soweit herunter, das im Histogram der blaue und der rote Kanal übereinander liegen
1639398934908.png

und im zweiten Schritt den Gammawert im grünen Kanal soweit nach oben, das im Histogram der grüne, rote und blaue Kanal übereinander liegen.
1639399377467.png

Das wars! Wie die Gammawerte verdreht werden müssen, richtet sich natürlich nach dem Histogram eures Bildes.

Grüße Carsten
 
Hallo Harald,

ich habe mit der aktuellen Version von Siril eben Probleme mit dem einen Bild gehabt. Dafür habe ich aber auch schon sehr gute Erfahrungen mit dem Programm gemacht (wenn es eben tut, was es soll). Ich denke wenn meine Sterne richtig rund wären, dann hätte ich auch weniger Schwierigkeiten in der Nachbearbeitung.

Ich habe gerade das erste Tutorial Video von AF zum Thema Astro angeschaut, das gibt es hier zu sehen: Tutorials zu Affinity Photo für Desktop-Computer
Das macht schon Lust auf mehr. Auch das Thema Weißabgleich wird angesprochen, und wie man den einstellt.
Mit grafischer Plott meinst du die Einstellungen für die Sternerkennung im Reiter Registrierung?

@ Carsten
Hallo, so ähnlich habe ich das auch gemacht. Ich gehe im Layer Level in die Kanäle RGB und ziehe den Schwarzwert jeweils so, dass die Kanäle im Histogramm aufeinander liegen. So richtig reproduzierbar ist wohl beides nicht.

Gruß Moritz

Gruß Moritz
 
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die Farbkalibrierung in AP ist sehr einfach und in weniger als einer Minute erledigt.

Hi,
ja das ist allerdings nicht das, was ich unter einer Farbkalibrierung verstehe :-) Aber vor allem dann, wenn man mit Filtern arbeitet ist es auch schon die einzige Möglichkeit die man hat. Bei Aufnahmen mit dem DuoNarrowband Filter mache ich das ähnlich wie du, wobei ich mich da nicht aufs Histo verlasse, sondern dieses Übereinander schieben der Kanäle berechnen lasse (das passiert bei der Background Neutralization). Bei ungefilterten Aufnahmen ist die photometrische Farbkalibrierung aber genauer. Richtet sich natürlich auch danach wie das Ausgangsmaterial ist. Ich hatte schon den Fall, das quasi kein Unterschied in den Methoden zu erkennen ist. Spricht dann wohl für die verwendeten Farbfilter.
Ist natürlich auch wieder Ermessenssache bzw. Anspruchssache wie "genau" man es eben selber haben will. Softwares wie PixInsight legen hier aus meiner Sicht vor, und Siril bietet eine photometrische Methode und das als Gratis Software. Aus meiner Sicht ein Punkt.

CS Frank
 
Hi,
ja das ist allerdings nicht das, was ich unter einer Farbkalibrierung verstehe :) Aber vor allem dann, wenn man mit Filtern arbeitet ist es auch schon die einzige Möglichkeit die man hat. Bei Aufnahmen mit dem DuoNarrowband Filter mache ich das ähnlich wie du, wobei ich mich da nicht aufs Histo verlasse, sondern dieses Übereinander schieben der Kanäle berechnen lasse (das passiert bei der Background Neutralization). Bei ungefilterten Aufnahmen ist die photometrische Farbkalibrierung aber genauer. Richtet sich natürlich auch danach wie das Ausgangsmaterial ist. Ich hatte schon den Fall, das quasi kein Unterschied in den Methoden zu erkennen ist. Spricht dann wohl für die verwendeten Farbfilter.
Moin Fank,
und was verstehst du unter Farbkalibrierung? Die Kalibrierung des Monitors durch einen Kolorimeter oder meinst du Photometric?

Weil ich wegen Bortle 5/6 schon immer mindestens einen L-Pro eingesetzt habe, hat wohl deswegen die Photometrie in Siril bei mir nie so richtig funktioniert.

Das equivalent zur Background Neutralization ist in AP wohl der Remove Background Filter. Dieser legt dir auch die RGB Kanäle übereinander. Das ist dann aber destructive, wohingegen die Methode mit dem Levelslayer non destructive ist. Das hat dann den Vorteil das ich die Kalibrierung nachträglich noch justieren kann.
Ich weiß jetzt nicht ob andere Programme das auch bieten, aber die Skalierung des Histograms kann in AP angepasst werden.
So sieht das Histogramm mit dem Standard Maxwert von 1 aus.
1639411701582.png

und so mit 0,05
1639411740467.png

Ich finde das lässt dann in Verbindung mit der Möglichkeit den Gammwert im 1/1000 Bereich anzupassen, eine ziemlich genaue Kalibrierung zu.
Zur Not kann man auch noch das Histogrammfenster breit ziehen.
1639412257635.png

Grüße Carsten
 
Hallo Carsten,

mit Farbkalibrierung meine ich einfach gesagt den Weißabgleich an Hand von bekannten Sternfarben. Sterne sind ja nach Farben klassifiziert. So sind z. Bsp. O Sterne blau, ein G2V Stern wie unsere Sonne weißlich gelb und K Sterne sind Rot/Orange. Bei der Photometrischen Farbkalibrierung werden die Sterne in unseren Aufnahmen (einfach gesagt) mit den Farbindizes bekannter Sternkataloge verglichen und angepasst. Genau das passiert bei Siril unter dem Menüpunkt photometrische Farbkalibrierung. Dazu wird erstmal eine astrometrische Lösung erstellt (Welche Sterne befinden sich überhaupt in unserer Aufnahme?) und es muss natürlich auch eine photometrische Bestimmung gemacht werden (daher der Name).
Ich habe dazu mal ein Video gemacht, dauert etwas bis ich zur Sache komme und außerdem scheine ich mehrere Clowns gefrühstückt zu haben an dem Tag:

CS Frank
 
Zur Not kann man auch noch das Histogrammfenster breit ziehen.

Hallo,
man kann auch die RGB Werte an einem beliebigen Punkt im Bild auslesen und dann mit dem Kanalmixer die Farben anpassen.

Lustig finde ich aber den Hinweis, dass man ruhig auch mal andere Fotos im Netz als Referenz heranziehen kann. Ich verstehe nicht, warum es bei einer kostenlosen Software die Photometrie gibt, aber bei AF weigert man sich wohl. Ist vielleicht zu speziell für eine App für Tageslichtfotos?

Gruß Moritz
 
Ich verstehe nicht, warum es bei einer kostenlosen Software die Photometrie gibt, aber bei AF weigert man sich wohl. Ist vielleicht zu speziell für eine App für Tageslichtfotos?

Hallo Moritz,

ja zu speziell für eine Fotosoftware. Ich habe den James Ritson mal angeschrieben und gefragt, ha hatte ich den Eindruck dass er die Notwendigkeit gar nicht gesehen hat. Was irgendwo ja auch nachvollziehbar ist.

CS Frank
 
man kann auch die RGB Werte an einem beliebigen Punkt im Bild auslesen und dann mit dem Kanalmixer die Farben anpassen.
Ja die gibt es und die nutze ich auch oft. Man kann auch mehrere Marker an verschiedenen Stellen setzen. Du kannst auch CMYK usw. auslesen.
Ich verstehe nicht, warum es bei einer kostenlosen Software die Photometrie gibt, aber bei AF weigert man sich wohl. Ist vielleicht zu speziell für eine App für Tageslichtfotos?
Das sehe ich so wie Frank.
Affinity Photo ist eher als Konkurrenz für Photoshop zu sehen und nicht für Nischenprodukte wie PixInsight, Siril usw.
Was in Affinity Photo wirklich noch fehlt ist eine vernünftig dokumentierte eigene API Für PlugIns.

Grüße Carsten
 
Hallo,
die Resultate sprechen ja auch erstmal für sich. Zumindest in den Tutorials sehen die fertigen Bilder schon sehr gut aus. Natürlich haben sie auch gutes Bildmaterial. Mir persönlich fehlten keine PluIns, da ich ja kaum die Möglichkeiten des Programms selbst ausnutze. Beim Bearbeiten hat mir eine einfache Möglichkeit für die Entfernung des Grünstichs und der Gradienten gefehlt, beides sehr astrospezifisch. Wobei ich Remove Background noch nicht ausprobiert habe.

Beim Thema Grünstich wundere ich mich allerdings, nachdem was über Photometrie gesagt wurde, wie es dazu überhaupt kommen kann nach der Kalibration. Sicher, Grün überwiegt erstmal bei einer DSLR, aber sollte der Weißabgleich, egal ob am Stern oder an der Pappkarte, das nicht ausbügeln?

Carsten, wenn man bei deinem Beispielbild von Orion das Zentrum betrachtet, ist das auch noch etwas grünlich, oder?

Gruß Moritz
 
… und der Gradienten gefehlt, beides sehr astrospezifisch. Wobei ich Remove Background noch nicht ausprobiert habe.
Hallo Moritz,
mit dem Remove Background Filter kannst du auch Gradienten entfernen. Dazu gibt es auch ein Tutorial von James Ritson.
Falls du es noch nicht entdeckt hast, es gibt von Affinity auf YouTube auch eine Playlist für Astrophotograpphy.
Beim Thema Grünstich wundere ich mich allerdings, nachdem was über Photometrie gesagt wurde, wie es dazu überhaupt kommen kann nach der Kalibration. Sicher, Grün überwiegt erstmal bei einer DSLR, aber sollte der Weißabgleich, egal ob am Stern oder an der Pappkarte, das nicht ausbügeln?
Da ich Photometrie nicht nutze, wird dir hier wahrscheinlich Frank mehr sagen können. Photometrie wäre aber evtl. etwas was man über ein PlugIn lösen könnte. Affinity unterstützt zwar auch Photoshop PlugIns, aber da auch nur ein bestimmtes älteres Format. Besser wäre, wie schon länger von der Affinity Community gewünscht, eine eigene API.
Carsten, wenn man bei deinem Beispielbild von Orion das Zentrum betrachtet, ist das auch noch etwas grünlich, oder?
Das kann durchaus sein. Das Beispielbild ist aus meinem Workflow kurz nach dem Stack, dort wo ich die RGB Kanäle kalibriere. Das fertige Ergebnis sieht dann wie folgt aus. Da schlechtes Wetter im Moment überwiegt, habe ich da viel mit Farben und der Struktur experimentiert. Unten rechts gefällt mir mittlerweile am wenigsten.

Grüße und bitte mehr CS
Carsten
 
…mit Farbkalibrierung meine ich einfach gesagt den Weißabgleich an Hand von bekannten Sternfarben. …
Hallo Frank,
das Video kannte ich bisher noch nicht. Wahrscheinlich weil es von vor meiner Astrozeit ist. Wie deine anderen Videos ist es wieder sehr verständlich erklärt.
Bedeutet für mich dann aber auch, das ich wohl auf B-V Kalibrierung verzichten muss. Bei mir steckt wegen Bortle 5/6 und Streulicht mindestens immer ein L-Pro im Strahlengang. Oder kann man es mit so breitbandig gefilterten Daten dennoch nutzen/probieren?

Grüße
Carsten
 
Bedeutet für mich dann aber auch, das ich wohl auf B-V Kalibrierung verzichten muss. Bei mir steckt wegen Bortle 5/6 und Streulicht mindestens immer ein L-Pro im Strahlengang. Oder kann man es mit so breitbandig gefilterten Daten dennoch nutzen/probieren?

Hallo Carsten,

ich überlege ja ob ich bestimmte Themen regelmäßig wiederholen sollte !? Es kommt auf den Filtertyp an. Wenn der Filter eher ein Lichtverschmutzungsfilter ist, also nur bestimmte Wellenlängen ausknipst, aber den großen teil durchlässt, dann sollte es auch damit gehen. Nicht gehen tut es definitiv bei engbandigen Filtern, die nur Ha und OIII durchlassen. Und dazu zähle ich auch Filter wie den UHC Filter. Oft werden diese Filter aber eben auch als Lichtverschmutzungsfilter verkauft, was die Sache unübersichtlich macht.

CS Frank
 
Ich denke der L-Pro wird mit dem Profil dann auch nicht funktionieren.
Hallo Carsten,
ich habe auch einen LPS Filter im Einsatz, der hat einen ähnlichen Frequenzverlauf. Ich war mir der Problematik mit der Photometrie gar nicht bewusst und habe die Fotos grundsätzlich nach dem Stack erstmal fotometrisch kalibriert. Das geht schon. Ohne Filter wäre wahrscheinlich das Spektrum der Sternfarben größer, aber Versuch macht klug - ich würde das einfach mal ausprobieren. Mein Eindruck ist, dass Siril mit den eigenen Bildern am besten zurecht kommt und dass man mit unscharfen oder verzogenen Sternen keine Chance hat, auch nicht im manuellen Modus.

Das mit dem photometrischen PlugIn für AF ist natürlich eine gute Idee! Starnet hat es ja auch irgendwie in PS rein geschafft, da wird so eine kleine Funktion doch kein Problem sein. ;)

Deine Variationen vom Orion finde ich alle sehr schön, wobei mir die Version mit den stärksten Details irgendwie unscharf vorkommt. Ich hab das auch mal versucht, aber mehr mit der Brechstange.. in Gimp gibt es einen Filter Dynamikkompression "Mantiuk". Das Ergebnis erspare ich euch lieber.

Gruß Moritz
 
Hallo Moritz,
aber sollte der Weißabgleich, egal ob am Stern oder an der Pappkarte, das nicht ausbügeln?
als AF Benutzer - der keine Astrofotos macht ! - kann ich dir nur sagen, der Weißabgleich verschiebt nur die Balance blau - gelborange.
Der Schieberegler Tönung verschiebt die grün - magenta Balance.

Es ist mit AF möglich, jeden Farbstich - zumindest bei Tageslichtfotos - zu entfernen. Z.B. haben die Museeumsfenster immer eine grünbläuliche Färbung und Fotos die man durch solche Fenster macht, sehen furchtbar aus. Bekommt man weg.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,
danke für deine Antwort. Ich weiß nicht, wie weit man das vergleichen kann. Die Astrofotos werden ja kalibriert, gestapelt, gemittelt, gestreckt etc.. Da ist vom eigentlichen Bild im klassischen Sinn m.E. nicht mehr viel übrig. Dafür hat man bei Tag einfach mehr Licht, kommt später ins Rauschen, aber da habe ich jetzt keine große Erfahrung. Über den Weißabgleich habe ich auch schon viel gelesen, zT wird der auch mit der Wärme des Lichts in Verbindung gebracht. Kalt = viel Kelvin = blau. So wie du sagtest. Aber zB bei GIMP gibt es für Weißabgleich und Farbtemperatur verschiedene Regler.

Ich denke übrigens, am einfachsten bekommt man den Farbstich weg, indem man ein Ticket fürs Museum kauft. ;)

Gruß Moritz
 
Hallo Moritz,
Über den Weißabgleich habe ich auch schon viel gelesen, zT wird der auch mit der Wärme des Lichts in Verbindung gebracht. Kalt = viel Kelvin = blau.
so ist es. Das zeigt, das der Begriff " weiß " Definitionssache ist. Fotografisch ist 5000K, 5500K und 6500K üblich.

Es geht um den CIE Farbraum. RGB-Farbraum – Wikipedia

Die eingezeichnete Schwarzer-Strahler-Kurve zeigt, daß Du Dich beim Weißabgleich hauptsächlich in der X - Achse bewegst. Willst Du dich auf der Y - Achse bewegen, brauchst du einen 2. Regler, bei AF Tönung genannt.

Gruß Uwe
 
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