Parameter klassischer Cassegrain 6“ und 8“ von GSO.

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Gerd,

ich kenne die Verträge und Geschäftsbedingungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer (GSO) nicht. Daraus ergäbe sich Bringschuld, Holschuld, Kenntniszurechnung, Leistungserbringung. Ich kenne die Verträge nicht, ich war bei der Vertragsgestaltung nicht dabei, daher halte ich mich da nun raus.

Ich schwenke gerne zu deinen drei Diagrammen, in denen du SCT, CC und Mewlon vergleichst. Wie würde sich da ein MC mit 180/2700 und ~29% Obstruktion schlagen? Aus Sicht der Öffnung klopft der ja von unten her beim CC8 an.

Grüße, *entfernt*
 
Ich schwenke gerne zu deinen drei Diagrammen, in denen du SCT, CC und Mewlon vergleichst. Wie würde sich da ein MC mit 180/2700 und ~29% Obstruktion schlagen? Aus Sicht der Öffnung klopft der ja von unten her beim CC8 an.

Einen 180F15 Gregory MAK müsste ich jetzt extra rechnen.
Ich hatte im Astrotreff ja schon einen Gregory 127F15 gezeigt.

Gregory MAK 127F15
Gregory_127F15.jpg


Der Große dürfte ähnlich aussehen.
Wie gesagt ein Gregory mit F15 zeigt im Feld etwas mehr Koma als ein klassischer Cassegrain mit F12 und der Gregory zeigt auch auf der Achse etwas SA höherer Ordnung.
Er ist aber bezüglich Feldkorrektur deutlich besser wie das einfache SCT oder das DK.

Das mit den 29% Obstruktion mag ich nicht so recht glauben.
Zum 180ger finde ich nichts Verlässliches aber zum 150ger gibt es zb. hier ein I-Gramm.


Daraus lässt sich recht gut die tatsächliche Obstruktion bestimmen.
Ich komm da auf etwa 35 bis 36%.
Der 180 ger hat aber F15, der 150ger F12, das macht schon was aus aber ob es gleich 6-7% sind ?

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Beide CC, aber auch RC, lassen sich gut und vergleichsweise einfach auf Nasmyth-Fokus erweitern. Die herausschraubbaren Blendrohre machen das sehr einfach. Damit lassen sich beide in Gabelmontierungen mit kurzen Armen montieren, oder als (Tisch-)Dobson auslegen. Mit den üblichen SCTs und MCs geht das nur sehr sehr aufwändig wegen der Innenfokussierung mittels Schieberohr.
 
Na nun komm, du weißt genau um was es geht also was soll jetzt diese Unwissenheitsnummer.
Die Schuld an der unzutreffenden Öffnungsangabe natürlich und die liegt glasklar bei GSO.
Da helfen auch keine Ausreden von wegen die „originären optisch technischen Angaben von GSO liegen nicht mehr vor“
Was glaubst du denn worauf die Angaben der Händler beruhen?
Selbstverständlich auf dem was ihnen GSO gesagt hat.
Versuche hier nicht schon wieder den Händlern den schwarzen Peter zuzuschieben.

Wer jetzt auf den Standpunkt steht der Händler müsse unbedingt die Angaben des Herstellers überprüfen der muss das natürlich dann auch für alle Händler fordern, auch für die welche das Teleskop mit GSO Aufkleber vertreiben wie der polnische Händler von dem du es hast.
Und dem sollte dann auch klar sein das Messungen von Parametern die wie in dem Fall hier von einer im gewissen Rahmen frei einstellbaren Größe nämlich dem Abstand HS – SP anhängen keine eindeutigen Ergebnisse bringen.
Systembrennweite, Backfokus, nutzbare Öffnung, Öffnungszahl all das kann nicht eindeutig mit Messung bestimmt werden da es in gewissen Grenzen frei eingestellt werden kann.
Jeder Händler würde zu anderen Messergebnissen kommen wenn der Abstand HS – SP jeweils etwas anders eingestellt ist.
Soll der Händler dann schreiben na ja so ungefähr 190mm Öffnung und ungefähr F12 oder F12,5 usw. aber nix genaues weiß man nicht?

Das ist albern, es gibt ein Design mit glasklaren und eindeutigen Parametern und genau das kennt nur GSO und darum liegt es auch ausschließlich in der Verantwortung von GSO hier klare und korrekte Angaben zumachen.
Und das darf man auch von einem Hersteller erwarten.
Sowohl der Endkunde als auch Händler oder Handelsmarkeninhaber müssen sich darauf verlassen können was ihnen der Hersteller für Angaben macht, Punkt.
Da helfen auch keine Ausreden.
Dieser unsägliche Quatsch ist auch hier im Forum nicht richtiger. Für den Kunden ist auch der Grund für falsche Angaben zunächst egal, ob Tippfehler, Lüge oder einfach Intressen- oder Ahnungslosigkeit. Letztere spricht allerdings nicht für einen Spezialisten, einen Fachhändler. Also was soll ich von son einem Händler, hier also TS halten, wenn er mir
 
Sorry, ich hab die Editierstelle nicht gefunden. Deshalb geht es hier weiter. Also wenn TS mir den CC6 warmredet wegen angeblich viel geringerer Obstruktion als ein gleich großes SCT hat, und noch immer darüber lügt, denn sie geben wider besseres Wissen noch immer 38% an, also bestenfalls ist es Ahnungslosigkeit, wahrscheinlich Betrug. Ich frage TS nicht mehr, wenn ich was genau wissen will, bestenfalls gibt es Denkanregungen. Ich kauf auch nichts mehr von denen, aus mehreren Gründen, der erste ist: Sie wissen nicht oder wollen mir nicht sagen, was sie verkaufen.
Ein Tippfehler liegt wahrscheinlich vor bei der Angabe der maximal sinnvollen Vergrößerung von 380% (hier Astroshop), die 8 liegt direkt über der 0.
Aber solche Detektivarbeit ist nicht Aufgabe des Kunden. Er hat Anspruch auf möglichst korrekte Daten, und sein Vertragspartner ist der "Fach"händler. Wie dieser an seine Infos kommt, braucht den Kunden nicht zu interessieren. Rechtlich ist die Sache sowieso sonnenklar.
Im übrigen gibt es keinerlei Anlass, so eindimensional zu denken. Natürlich sind beide verantwortlich für die Daten. der Hersteller und der Händler. Juristisch greifbar ist aber wie gesagt der Händler, und das ist gut so. Wollen Viele aber offensichtlich nicht wahr haben.
Noch einmal: Warum soll ich den "Fach"händler um Rat fragen, der sich außerstande und nicht zuständig erklärt, eine so einfache Tatsache wie die Obstruktion zu prüfen, nicht einmal, nach konkreten Hinweisen? Oder, der mich anlügt, obwohl er es besser weiß?
Richtig, dazu gibt es keinen Grund.
Und mal ehrlich gesagt, dazu braucht es wenig Erfahrung zu erkennen, dass die Obstruktion wesentlich größer als 38 oder gar 33% ist, ein von vorn oder von hinten hinein lässt deutlich mehr vermuten, selbst für Laien wie mich.
Auch das Argument, eine genaue Öffnung oder eben Obstruktion könne man sowieso nicht angeben, da diese ja etwas mit dem Spiegelabstand variieren kann.
Also, wenn die Öffnung je nachdem 136 oder 140 mm beträgt, ist die Angabe von 154 mm eben falsch und indiskutabel. Indiskutabel auch, dass man hier über so etwas streiten muss. Er könnte eben einen Mittelwert oder den Bereich angeben, wenn ihm etwas an der Realität gelegen wäre.
Aber die Brennweite von genau 1848 mm ist in Stein gemeißelt und wird nicht angezweifelt? Inkonsistent.
Und auch das Argument, so genau solle man es als Kunde nicht nehmen, vor allem nicht zu dem Preis. Wenn ich hier lese, wie viel Aufwand getrieben wird, die Öffnung zu maximieren und die Obstruktion zu minimieren, verwundert dieser falsche Großmut umso mehr.
Q.
 
Hallo zusammen,

ich habe jetzt exakt nachgemessen. Die spiegelnde Fläche meines CC8 hat einen

- Außendurchmesser von 194mm,
- Innendurchmesser von 69mm.

Die Ringfassung hat einen

- Außendurchmesser von 72mm.

Das ergibt eine rechnerische Durchmesserobstruktion des Hauptspiegels zu

- ~37,1%

die sich durch Umbaumaßnahmen maximal auf

- ~35,6%

steigern ließe. Mehr geht nicht.

Viele Grüße, *entfernt*
 
Hallo Reinhold,
Die Literatur sagt ja 186 mm Öffnung. Hast du den Fangspiegel ganz nach vorn geschraubt und seine Blende beschnitten (und die Vignettierung gebührend berücksichtigt)?

Solche genauen Daten find ich wichtig.
Gruß
Stephan
 
Hallo Stephan,

mit meinem Umbau bin noch nicht so weit durch. Obige Messung und Rechnung bezieht sich rein auf die spiegelnde Fläche des Hauptspiegels.

Was ich auch immer umbaue, besser als 35,6% kanns nicht werden. Und mehr als 194mm Öffnung kann es auch nicht werden.

Das schmälert meine positive Über-Alles-Einschätzung des CC8 allerdings nicht.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Reinhold,
die will ich dir auch nicht nehmen (obwohl ich vorher alles versucht habe, oder?)
Aber mit dem HS möchte ich doch genau wissen. Die Literatur sagt 186 mm, weil die Fangspiegelblende vignettiert. Hast du das berücksichtigt oder einfach den Durchmesser des Spiegels genommen? Das würde mich übrigens wundern, wenn der physikalisch kleiner als 8 Zoll wäre.
Und wenn du sagst, du hast 194 mm gemessen, und mehr kann es auch durch Umbau nicht werden, du hast aber noch nicht umgebaut, kann ich das nicht verstehen. Denn bei dem CC8 wird man wie beim CC6 durch Vergrößern des Spiegelabstandes und kürzen der FS-Blende etwas rausholen können.
Gruß
Stephan
 
Hallo,

also, ich lese hier schon eine geraume Zeit mit, weil mich das Teil als 8er auch interessiert.
Wenn Reinhold die spiegelnde Fläche des HS mit 194 mm gemessen hat, und daran zweifel ich jetzt mal nicht,
dann fehlen zu 8´´ 9 mm : 8x25,4 mm sind 203 mm. Das wäre in meinen Augen schon ein dickes Ding. Dazu kommt
noch die fehlerhafte Angabe der tatsächlichen Obstruktion - geht auch eigentlich wirklich nicht. Und es ist eigentlich sehr
schade und enttäuschend, dass sich weder hier noch im blauen Forum TS / Wolfi Ransburg bisher dazu nicht geäußert hat.

Alles Gute zum Neuen Jahr Michael
 
Also, das wurde ja schon gesagt, wenn man den Fangspiegel nach vorn schraubt, kriegt man etwas mehr Öffnung und etwas weniger Brennweite. Und, wenn die Spiegel zuvor optimal korrigiert waren, auch Überkorrektur. Die könne man, so hab ich gelesen auch ohne Ronchi daran erkennen, dass die Donuts intra- und extrafokal nicht gleich aussehen. Dann ist der Schatten des FS extra z.B. größer als intrafokal. So ist es wohl bei mir. Fokusnah ist das überhaupt kein Donut mehr sondern ein schmaler Ring, fast nur eine Krone. Also intra ist der Ring geschätzt doppelt so breit. Wie schlimm diese Überkorrektur praktisch ist, kann ich nicht sagen, nur dass der FS ca. 5-6 mm weiter vorn ist als im Originalzustand. Und das nur, um auf 140mm Öffnung zu kommen, statt der werksseitig vorgesehenen 136 mm, ob sich das lohnt?
Gruß
Stephan
 
… anbei Fotos von der Messung. Das Stahllineal ist mit der Schieblehre geprüft.

Es ist der originale GSO-CC8, kein TS!

Außendurchmesser 199mm.

6B342045-4CC7-4AA0-8408-22D9D1FB9059.jpeg D9CC131A-655D-4609-9C2B-5DF82E7F3747.jpeg

Spiegeldurchmesser 194mm

55F6489D-7ADF-468D-93C0-0BB75E20E3F3.jpeg FB50C542-DEB8-4E45-9237-6F425721D2BF.jpeg

Da ich das Teleskop zerlege und entlacke, darf ich jetzt schon soviel verraten. Die mechanische Qualität ist im Hinblick auf Genauigkeit und Fertigung von allererster Sahne. Jedes Detail ist sauber gearbeitet.
 
Hallo Reinhold,

danke für die Info. Das find ich n starkes Stück, nicht mal physisch ein 8 Zoll! Dann kannste mit noch so viel Tricks (außer um den Spiegel einen Ring aus Silberpapier zu legen :) ) auch nicht mehr rausholen. Praktisch ist es dann weniger, wie oben geschrieben, durch die Vignettierung. Denn die "entscheidende" spiegelnde Fläche wird durch die FS-Blende beschränkt auf ca. 186 mm Durchmesser, so sagt die Literatur und so ist es bei meinem 6CC, die spiegelnde Fläche von 150 mm Durchmesser wird zu einer optisch nutzbaren Fläche von 136-140 mm Durchmesser, wenn man nicht die FS-Blende kürzt und den Klemmring herausnimmt.
Ich glaube nicht, das TS an den Dingern irgendwas ändert, deshalb werden die genau so sein, egal, was die anpreisen.
Ich war ja anfangs auch angetan vom soliden und einfachen Aufbau der Geräte. Und 190 mm mit 37% Obstruktion für 1100€ ist ja im Vergleich nicht schlecht. Aber eben auch nicht überragend. Und man wüsste es doch lieber vorher. Bei mir sind es wie geschrieben 44% Obstruktion, und das hätte ich mir nicht angetan, wenn ichs gewusst hätte.
Man muss ja auch nicht alles glauben. Aber die Antwort von GSO auf diesbezügliche Fragen soll etwa so gewesen sein: "Wir vignettieren extra den HS etwas, weil damit ein höherer Kontrast erreicht wird." Das kann ich nur so verstehen, dass die abgeblendete Kante des HS nichts Gutes zur Abbildung beiträgt, etwa, weil sie abgesunken oder zu steil ist? Muss ja nicht stimmen, aber so eine knappe Antwort ist eher ein Eigentor. Könnte also sein, dass es sich nicht mal lohnt, die äußerste Kante mit zu nutzen.

Mechanisch stört mich übrigens, dass der Umfang des Blechtubus ca 1 mm zu groß ist für Bodenteil und Endring. Also, wenn man den Tubus oben und unten festschraubt, wird der Tubus unrund. Deshalb hab ich rundherum um die Schrauben dünnes Gummi gelegt, sodass er schon satt sitzt ohne Schrauben.
Gruß
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
PS
Und ihr dürft jetzt raten. 2436 mm Brennweite ergeben sich aus 203 mm Öffnung und f/12. Suche den Fehler, was ist falsch, 203 mm, 2436 mm oder f/12?
Das ist, was ich meine, albern, solche Brennweiten auf den mm genau anzugeben.
 
Hallo,

ausgehend vom Auslieferzustand schattet der Blendschutz um den Cassegrain-Spiegel den Hauptspiegel des CC8 ab, auf, dem Vernehmen nach, 186mm.
Insofern ist es völlig gleichgültig, wie groß der Hauptspiegel tatsächlich ist, er muß nur größer als 186mm sein ;-)

Ärgerlich ist das alles für den Obstruktionswert. Kommen keine weiteren Effekte hinzu, liegt der bei 72mm zu 186mm gleich 38,7% oder rund 39%. Das ist für den visuellen Beobachter schon ein Wert, wo man ins Grübeln kommen kann, vielleicht für 1100€ eine andere Beobachtungslösung anzupeilen.

Fest steht aber auch, wer über handwerkwerkliche Möglichkeiten und Fähigkeiten verfügt, kann aus den Instrumenten mehr rausholen, als ab Werk geliefert wird. Und man hat einen Cassegrain :-) vorher wie nachher :-)

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Reinhld,
Du hast völlig recht; zumal TS immer noch 203 mm für den HS und 33 % Obstruktion auf der Webseite angibt.
Enttäuschend - damit ist das Gerät leider für mich nicht mehr interessant.
Gruß Michael
 
Das CC6 haben sie mir damals auch mit 33% verkauft, es sind 44%. Man muss sich nur doof stellen und sagen: Durchmesser FS = 50 mm, Durchmesser HS = 150 mm, Obstruktion durch FS: 33%. Und damit zweifelt man langsam alle Daten an. 99% Reflektivität werden zu 96, wahrscheinlich nur 94%, Quarzspiegel - wer weiß? Warum verkauft GSO zum selben Preis welche mit BK7-Spiegel? Alles dann nicht mehr so toll, vor allem nicht TS.
 
Wenn man bedenkt, dass der 180er Skymax projiziert 170mm Öffnung und 55mm Onstruktion hat, also 32% und am ende das selbe kostet..... Einzige notwendige Mod an der Stelle ist ne aktive belüftung, da er sonst nonstop hinterhertemperiert und nie seine volle Leistung entfalten kann.
Der CC8 war bisher auch für mich ein Heißer Kandidat, aber bei den Daten wirds wohl eher der Mak, wenn er denn irgendwann mal wieder lieferbar sein wird.
 
Einzige notwendige Mod an der Stelle ist ne aktive belüftung, da er sonst nonstop hinterhertemperiert und nie seine volle Leistung entfalten kann.
Viele geben lieber eine Isolierfolie um den Tubus ihrer großen Maks, statt sie zu belüften. Gibt hier viele threads dazu, auch von Sven Wienstein (den ich per Suche allerdings nicht mehr finde), er hat auch nur einen Ventilator zur Verquirlung der Luft im Inneren verwendet, ohne frische zuzuführen. Das hat angeblich sehr gut funktioniert gegen Warmluftkeile und Tubusseeing...

zB auch Maksutov oder Cassegrain?

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wenn man bedenkt, dass der 180er Skymax projiziert 170mm Öffnung und 55mm Onstruktion hat, also 32% und am ende das selbe kostet
Ist das amtlich, dass er nur 170 mm nutzt? Das höre ich zum ersten mal. Es gab mal nen schönen Vergleichstest zwischen dem Skymax und einem Mewlon 180. Wenn ich es richtig weiß, kamen beide gleich gut weg, wobei der Skymax etwas dunkler war. Die 170 mm würden das gut erklären. Das ist nämlich momentan mein Kandidat. Es wird ja auch immer eine Obstruktion von 28-29% angegeben, aber was heißt das schon?
Mit dem Isolieren glaube ich auch, dass das reicht. Er soll sich nämlich gar nicht akklimatisieren sondern innen eine gleichmäßige Temperatur halten.

Es wird zwar immer gesagt, man solle vor der dunklen Obstruktion nicht so viel angst haben, aber visuell stört das schon. Eine kleine Öffnung mit großer Obstruktion macht ein großes Beugungsmuster mit viel Licht in den Nebenmaxima. Zusammen mit dem Seeingproblem des nicht isolierten Blechtubus wird aus dem Stern so schnell ein Kugelsternhaufen, dass mans nicht mehr glaubt, einen Stern zu sehen. Oder das Gerät gerade kollimiert zu haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das klappt sehr gut. Ich habe das an diversen Maks so gemacht und mache das immer noch bei den beiden, die ich noch habe.
Habe dazu ja auch schon Einiges geschrieben.
Aber ein Innenventilator, der die Luft vibrationsfrei umwälzt, das ist schon was feines (hatte ein TEC 200/3000, den ich mal hatte).

Gruß Michael
 
… ich halte die vielen Debatten um die Bedeutung und Wahrnehmbarkeit der Zentralabschattung, gerade im Quervergleich, für ein wenig überbewertet. Eine Minderung der Kontrastübertragung ist bei einem konkreten Teleskop auch auf mindere Oberflächenqualität der optischen Flächen rückführbar, oder gar beides.

Was nützt mir ein 10kg schwerer Maksutov, zudem ohne serienmäßigen Griff, mit 170mm effektiver Öffnung und 33% Zentralabschattung, wenn ich auch einen 5kg schweren C8 mit 203mm effektiver Öffnung und sagen wir 36%-38% Obstruktion bekommen kann. Die 5kg Unterschied können schon mal den Kauf einer neuen Montierung nach ziehen.

Ein Cassegrain ist ein Cassegrain ist ein Cassegrain.

Ein Cassegrain scheint mir als ein brennweitenstarkes kurzbauendes reines Zwei-Spiegel-System für einen bestimmten Beobachterkreis gedacht zu sein. Für den Zentralabschattung ein eher nachrangiges Thema ist. Ich würde daher prüfen, ob ich zu dem bestimmten Beobachterkreis gehöre und wenn nicht, dem Cassegrain seine Marktnische gönnen.

Ein Cassegrain ist ein Cassegrainist ein Cassegrain.
 
Da sind wir wieder in der Spur. Das mit der Obstruktion ist meine persönliche Erfahrung am CC6 und kann auch logisch erklärt werden.
Und da ist der weitere Nachteil des offenen Blech-CC. SCTs und Maks kann man gut isolieren und gleichmäßig temperieren. Das geht beim CC schwerer oder braucht mehr Aufwand, z.B. durch Lüfter. Da ist mir n fehlender Handgriff (zum Wegschmeißen :)) nicht so wichtig.
Wie gesagt, mit den 170 mm lese ich hier zum ersten mal. Will ich nicht abstreiten, aber bevor ichs weiß, warte ich noch auf weitere Meinungen. Der oben zitierte Vergleichstest mit dem Mewlon sagte dazu nichts, obwohl er sonst ziemlich in die Einzelheiten ging. Aber auch das heißt nichts. Natürlich sollte die wahre Öffnung überprüft werden, aber diese Aufgabe erscheint erst wichtig, nachdem soundso viele Abweichungen von der nominellen Öffnung (immer nach unten) auftauchen.

Oder so, Das ist jetzt meine Meinung: Die offene Bauweise mit Blechtuben bringt einige Nachteile mit sich, dass sie sich bei kleinen Optiken nicht lohnt. Bei großen professionellen sieht das anders aus, da geht nur noch offen. Aber bei 5-10 Zoll oder so geht es wahrscheinlich einfacher und besser geschlossen. Der Markt der letzten 30 Jahre hat das ja gezeigt (Ausnahme: die ganzen Newtons, aber auch da geht der Trend zum Gitter). Mal sehen, wie lange es die kleinen Blech RCs und CCs gibt.
Zweite Ausnahme die Mewlons. Die sollen echt gut sein. Aber bei denen unterstelle ich einen leichten positiven Bias ihrer glücklichen Besitzer zum Gerät. Und den scheinen auch manche neue CCs zu genießen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die 170mm sind (leider) amtlich. Es gibt unzählige Forenthreads in allen möglichen Foren zu dem Thema, oft wird die Schuld auf nicht überdimensionierte HS geschoben, bis jemand mal son Ding zerlegt hat und siehe da, er war überdimensioniert, dann hieß es es gab ein redesign von Skywatcher. Die “fehlende“ Öffnung Ist aber auch easy nachvollziehbar. Die Eintrittsfläche des Meniskus ist stark konkav, das Licht divergiert also bereits im Glasweg des Meniskus, bei 20mm Glasweg nicht unerheblich, da die Austrittsöffnung des Meniskus aber ebenfalls nur 180mm misst, sind die 180mm die hinten raus kommen nur die inneren 170 die vorne rein gingen, der Rest verschwindet leider in der Seitenfläche des Meniskus. Das ist bei den anderen aber nicht anders, der 150 nutzt 142mm, der 127er nutzt 119 und der 102er nutzt 96mm, skaliert wunderbar mit der Glasdicke des Meniskus.Der HS ist mit 198mm jedenfalls genug überdimensioniert, beim 102er mit 108mm auch.
Warum kein C8? Ganz einfach, die vorderseite der Schmidtplatte ist unpoliertes Float Glas, ist wie durch ne Fensterscheibe beobachten, man kann Glück haben und ne gute Stelle erwischen, oder Pech haben...
 
CTs und Maks kann man gut isolieren und gleichmäßig temperieren.

Das ist mit allen Systemen gut machbar. Die entscheidende Frage scheint mir die nach passiv oder aktiv (Lüfter) und verbunden mit der Erwartungshaltung an die Funktion einer (Wärme)Isolierung und/oder (Strahlungs-)abschirmung zu sein. Die letzten beiden Funktionen würde ich grundsätzlich getrennt betrachten. Oft sind die allerdings bereits herstellerseitig miteinander verbunden, wie etwa die alukaschierte Styroporplatten. Das eine eine wirkt als Wärmeisolator, das andere als Strahlungsschirm. Ob es klug ist, beides miteinander zu verquicken und sein Teleskop damit zu beglücken, entscheidet am Ende jeder für sich selbst. Ob man für die Maßnahme Werbung machen muß? Die Cassegrains brauchen, im Sinne von “notwendig“, so etwas nach meiner Erfahrung jedefalls nicht.

Ein kleiner Handventilator der die Luft im Topf ab und an mal umwühlt, ist vermutlich eine gute Idee. Die anderen Topfkonstruktionen wie etwa Mewlons dürften davon auch profitieren, nur, das macht mich immer wieder stutzig, von dort, aber auch von anderen Topfkonstruktionen bekomme ich davon nichts mit, was aber auch an mir liegen kann, ich lese ja nicht jeden Satz über Teleskope, der auf diesem Planeten so geschrieben wird …

Vielleicht hat aber auch Takahashi Probleme mit ihren Topfkonstruktionen a la Mewlon, von denen die noch nichts wissen … ;)
 
Hallo Olli,
vielen Dank für die Antwort. Vom Skymax 5 hab ichs überall gelesen, der soll nur 118 mm haben. Der Meniskus ist schuld und 2 cm lang! Hätte dennoch nicht gedacht dass darin 1 cm Licht verloren gehen. Es gibt auch Ausnahmen. Mein 127 mm Bresser hat einen Meniskus mit 127 mm Öffnung, und er nutzt diese ganz, leicht zu messen mit dem Torchtest, bei überdimensioniertem HS. Ich weiß aber nicht, ob die Innenfassung des Meniskus nicht etwas größer ist. Das ließe sich ja auch machen, vorn am Meniskus 180 hinten 185mm oder so.
Aber wie gesagt, die 170 erklären gut, warum er dunkler ist als der Mewlon 180.
Und die Schmidtplatten, sind die nicht inzwischen besser geworden? Dafür hat man keine Spikes, der Spiegel taut nicht zu und bleibt länger sauber.
Gruß
Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum kein C8? Ganz einfach, die vorderseite der Schmidtplatte ist unpoliertes Float Glas, ist wie durch ne Fensterscheibe beobachten, man kann Glück haben und ne gute Stelle erwischen, oder Pech haben...
Aber nur im Versandhandel und das gilt für jedes Teleskop. Neu gekauft, kann man das Teleskop sogar zurückgeben. Gebraucht geht das nicht, aber da könnte man vor dem Kauf ja mal durchschauen, ob man von dem Float in dem Glas was sieht …;)

Hinter der vergleichenden Bemerkung zwischen Mak 170 und 8“ SCT (8“ CC) steckt das Wissen, dass mehr Öffnung die nichtoptimale Kontrastübertragungsfähigkeit die einer geringeren Öffnung/Zentralabschattung kompensieren kann und dass mehr Öffnung gleichzeitig mehr Licht und Auflösung im Angebot hat. Das „Float“ in dem Glas darf von dem „Mehr“ gerne etwas schlucken.

Und das bei deutlich geringerem Gewicht. Daher habe ich mich vom Mak verabschiedet, mein Meade M6 schaut mich mit seinem Spiegelfleck darüber trauernd an … es war eine schöne Zeit, aber wir müssen jetzt getrennte Wege gehen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben