Immer teurer und teurer...

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Leute

Gestern hab ich zufällig gesehen, dass die Baader Hyperion mal wieder 10 Euro teurer geworden sind. Eigentlich wollte ich mir nach und nach welche fürs bino nachkaufen aber bei mir geht der Trend mittlerweile in Richtung "ich kauf gar nix mehr und ich behalte mein zeugs und sollen die Händler an ihrem Zeug ersticken"

Der Gebrauchtmarkt entwickelt sich auch immer mehr in ein dreiste unverschämte Richtung.

Langsam nervt es. Aber irgendwann werden die Händler es schon merken, wenn die Lager voller werden, weil immer mehr so denken wie ich.

Viele Grüße Andreas

Du beschwerst dich und machst es privat genau so. Schöne Doppelmoral.
Nichts für ungut aber das nervt auch.
 
Hi Christian,
der Median der Zahlen 1-1-1-2-2-2-1000 ist die Zahl, die in der Mitte (Stelle 4) steht, also 2. Das entspricht nicht dem Mittelwert.
Ich kann mich aber auch täuschen, weil die Vorlesung in der Statistik wirklich schon lange her ist. Auch der Mittelwert ist nicht gleich Mittelwert - je nach Intention kommen andere Ergebnisse zustande (arithmetisch, quadratisch usw..).
 
Hallo Robert,

noch mal. Du motzt rum wegen eines angeblichen Arithmetischen Mittels,
Das Durchschnittsalter der Deutschen liegt bei 44,5 Jahren, die Größe liegt bei 173 cm und sie zahlen durchschnittlich eine Miete von knapp 8 Euro pro qm. Der "Median" bildet selten die Wirklichkeit ab - auch die Konzernmanager sind genauso Beschäftigte wie die, die Dir morgens die Brötchen verkaufen.
Joetaiga meinte aber wie er selbst sagte
den Median.
Du hast da offensichtlich den Unterschied nicht erkannt.
Du setzt in deinem Beitrag
Der "Median" bildet selten die Wirklichkeit ab
den Median in Anführungszeichen, siehst aber nicht, dass anders als dein Beitrag, der das Arithmetische Mittel verwendet, der Median bei der Gehaltsfrage tatsächlich sinnvoller anzuwenden wäre.

Es ging also immer um den Median, nie um das Arithmetische Mittel, was du motzend und Joetaiga angreifend eingebracht hast. Das erweckte bei mir den Eindruck, du kennst schlicht den Unterschied nicht.
Darum geht es mir.
 
Hi Robert,

wie interpretierst Du mein Beispiel?? :unsure:

Lies es doch nochmal. Der Median in meinem Beispiel ist "0" (egal, ob Du die 5. oder 6. Person hernimmst.
Die Berechnung des arithm. Mittels ist 1.000.000.000 / 10 = 100.000.000

Freundliche Grüße
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Robert,

ich dachte mein Beispiel sei einfach und selbsterklärend. Offenbar war es doch verwirrend? :beobachten:

Mein Beispiel bestätigt Deine Rechnung, aber nicht das Ergebnis! :sneaky:

Freundliche Grüße
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Durchschnittsalter der Deutschen liegt bei 44,5 Jahren, die Größe liegt bei 173 cm und sie zahlen durchschnittlich eine Miete von knapp 8 Euro pro qm. Der "Median" bildet selten die Wirklichkeit ab - auch die Konzernmanager sind genauso Beschäftigte wie die, die Dir morgens die Brötchen verkaufen. Und über die durchschnittliche Miete würde sich so mancher Berliner oder Münchner sakrisch freuen.
Durchschnittliche klare Nächte!
Lieber Joachim, wie kommst Du denn zu dieser Deiner Erkenntniss?

Gerne.
Lies dir deine beiden Beiträge noch mal durch. Meiner Meinung nach provozierst du mit Durchschnittsalter, Durchschnittsgröße und Durchschnittsmiete (alles Arithmetische Mittel), setzt den Median in Anführungszeichen und kommst mit "Lieber Joachim" was in Foren meist abwertend bzw. stressend genutzt wird.

Joachim sagte ausschließlich, der Median sei interessanter was das Gehalt angeht. Du kommst nur mit deinen eigenen Beispielen des A.Mittels und setzt den Median in Anführungszeichen und sagst, er würde selten die Realität abbilden. Bezug nimmst du dabei aber auf deine eigenen Beispiele, die aber KEIN Median sind. Das Durchschnittsalter in Deutschland zu berechnen (Gesamte Einwohner Alter addieren -> durch Anzahl Einwohner teilen = 44,5 Jahre) ist das A.Mittel, nicht der Median. Ebenso deine anderen Beispiele. Hierzu nochmal hier.

Hättest du den Median verstanden, würdest du auch verstehen, warum er in Gehaltsfragen sinnvoller zu verwenden ist. Meine Meinung ist nach wie vor, du kanntest bis dahin den Unterschied noch nicht und hast Median mit A.Mittel gleichgesetzt. Deswegen auch dein Unverständnis von Joachims Aussage.

Ich vertiefe das aber nicht weiter, ich habe meinen Punkt ausreichend deutlich gemacht. Ich wollte nichts weiter, als dich aus der Blase zu holen, A.Mittel und Median wären gleich. Dem ist nicht so, siehe auch die Beispiele von Christian.

Fühl dich nicht angegriffen oder verletzt, aber deine Beispiele stellen eben nicht den Median dar! Ist es so ausreichend erklärt?
 
Ich fang nochmal komplett von vorne an...

Das Durchschnittsalter, Durchschnittsgröße usw. sind alles Arithmetische Mittel.
Das Durchschnittsgehalt ist allerdings sinnlos.

Warum?
Wenn wie im Beispiel 10 Leute als Grundgesamtheit genommen werden, davon einer gut verdient ist und alle anderen schlecht verdienen und man berechnet das Durchschnittsgehalt, dann sind alle diese 10 Personen wohlhabend. Dies ist aber nur auf dem Papier der Fall, nicht in der Realität. Einer hat alles neun haben nix.

Du Robert sagtest, der Median bildet in diesem Zusammenhang selten die Realität ab. Genau dies ist bei der Gehaltsfrage aber der Fall! Der Median ist sehr viel sinnvoller bei solchen (und auch einigen weiteren) Fragen anzuwenden. Und darum ging es doch hier, oder?

Das Durchschnittsgehalt der Deutschen ist angenehm hoch (hier treiben die "Reichen" alles in die Höhe). Der Median des Gehaltes in Deutschland ist ernüchternd... Einfach mal anschauen :)
Nicht böse sein!
 
Meiner Meinung nach provozierst du mit Durchschnittsalter, Durchschnittsgröße und Durchschnittsmiete (alles Arithmetische Mittel),
Die Bundesregierung legt für ihre Erhebung der Gehälter den Durchschnittswert. Seit wann sind Zahlen und deren Berechnung provokativ?

Aber bitte nicht davon ausgehen, dass weil man selbst schlecht da
Wenn mir Joachim, ohne die Kenntniss meiner ökonomischen Verhältnisse unterstellt ich würde "selbst schlecht da stehen", dann ist das etwas grenzwertig. Gerne verweise ich auf den Beitrag zu den Umgangsformen.

Es ist interessant, was in Foren als abschätzig und strssend empfunden wird. "Lieber Joachim" war es jedenfalls nicht und war genauso gemeint, wenn man Anwesende mit "Liebe Freunde" anspricht. Falls Du Dich Joachim dadurch gestresst und minderwertig gefühlt hast, dann tut es mir leid.
 
Hallo,

ich denke

Simon hat Robert missverstanden...
Robert hat mich missverstanden...

... und ich bin an allem schuld !!!

Wie ich gerade gesehen habe, habe ich einmal statt „Median“ versehentlich „Medien“ geschrieben! :eek:

Dieses Teufelswort!!! :devilish:
Das jeden in Rage versetzt und kopflos macht…

Und ich kann es nicht mehr ändern!
Es tut mir so leid! :cry:

Traurige Grüße von
Christian
 
Ach was, alles gut.

Mir ist wichtig:
Sollte es der Fall gewesen sein, dass die Meinung im Raum stand, Median und A.Mittel wären das Gleiche, wollte ich das richtig stellen.
Sollte dies nicht der Fall sein, brauche ich :coffee: von Niki.
 
Abgesehen von den ganzen Werten... die Schere geht auf, wie wir wissen, und dass wir alle supergut dastehen kann man nicht wirklich behaupten. Wenn es in der Welt da draußen etwas nicht gibt, dann sind das statistische Durchschnittsmenschen. Manche liegen drüber, viele liegen drunter.

Man kann ja gerne die Armutsberichte lesen oder die WHO-Statistiken. Aber im Grunde geht es wohl um die Verhältnismäßigkeit unseres Hobbys zu allen anderen Belangen und die Leistbarkeit. Die scheint auch halbwegs gegeben zu sein, da das Angebot von 300 über 3.000 bis 30.000 Euro zu reichen scheint.

Dass sich nicht jeder alles leisten kann und will ist auch klar. Und das alles teurer wird ebenfalls. Das betrifft aber nicht spezifisch unser Gerödel, sondern wohl alles, vom Strom über das KFZ bis zum Essen. Mehr kann ich eigentlich auch nicht dazu sagen. :coffee:

lg
Niki
 
Nicht der Median ist wichtig, sondern der Modalwert
Denn der Median wird weiterhin durch Höchsteinkommen verzerrt
Bei Merkmalsausprägungen wie bspw. "rot, grün blau", kann kein A.Mittel berechnet werden,
Der Modalwert ist der Merkmalswert, der am häufigsten vorkommt. Es wäre hier also anzunehmen:

3 Grün, 6 Rot, 18 Blau. Modalwert = Blau.

In keinem Fall beschreibt der Modalwert die Kennzahlen einer ebenso arithmetisch bestimmbaren Grundgesamtheit. (Rot Gesamt + Grün Gesamt + Blau Gesamt = Anzahl Farben???? geteilt durch Anzahl Farben sagt dir was??? Der Durchschnitt ist soundosviel Rot, soundsoviel Grün und soundsoviel Blau? Was ziehst du aus diesen Daten?)
Der Median ist die statistische Definition der Wahl für eine durch arithmetische Mittel bestimmbare Grundgesamtheit, wenn keine sogenannten Ausreißer (extrem Gutverdiener im Fall der Gehaltsdiskussion hier) die Statistik signifikant beeinflussen sollen.

Was du machst Peter, ist den "Verdienern" verschiedene "Farben" zuzuordnen, welche allerdings bezogen auf ie ursprüngliche Fragestellung dann keinen Sinn mehr ergeben, denn es geht ja nicht um Schalter, sondern um absolute Zahlen auf die Fragestellung bezogen verteilt über die Grundgesamtheit.
 
Hallo,

das Problem mit dem Modalwert beim Einkommen sehe ich in der Manipulierbarkeit. Schließlich läßt sich der Modalwert beim Einkommen nur durch die Bildung von (Einkommens-) Klassen ermitteln. Wie viele Klassen dafür gebildet werden und welche Breite sie haben, liegt dann im Ermessen des "Auswerters". Und dann wird es schnell subjektiv, je nachdem welches Ergebnis gewünscht wird... :rolleyes:

FG
Christian
 
Schaut Euch bitte die Sprünge bei den Einkommensklassen in der verlinkten Grafik an. Diese Verzerrung hatte ich gemeint.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

ich habe es mir angesehen. Die Grafik zeigt genau das, was ich meinte: Sie erweckt einen falschen Eindruck durch eine versteckte Veränderung der Klassenbreite. Ich weiß nicht, worum es in dem Beitrag geht, aber das Vorgehen bei der Erstellung der Grafik finde ich unseriös. Warum?

Bis 3 TEUR ist die Klassenbreite 100 EUR. Ab 3 TEUR plötzlich 200 EUR. Ohne dass das durch schmälere oder breitere Balken deutlich wird.

Du hast iin der Klasse 3.000 bis 3.200 natürlich mehr Personen als in der kleineren benachbarten Klasse mit 2900 bis 3.000. Tatsächlich wäre der Balken aber kleiner als bei der benachbarten Klasse (2.800 - 3.000), wenn nicht einfach die Klassenbreite verändert worden wäre.

Wie gesagt, ich weiß nicht worum es in dem Artikel geht. Aber mein Interesse daran ist gering, wenn ich so eine Manipulation sehe. :rolleyes:

Freundliche Grüße von
Christian
 
Enfach ausgedrückt: Die Balken rechts von 3 TEUR dürften nur halb so hoch sein. Man hätte dann einen ganz anderen Eindruck von der Einkommensverteilung.

Offenbar soll hier der Eindruck erweckt werden, dass es mehr "Reiche" (bzgl. Einkommen) gibt als es tatsächlich sind. Ist das mit "Spreadsheet-Akrobatik" gemeint?

FG
Christian
 
Guten Morgen,
nachdem Vodafone die Störung wohl behoben hat, kann ich wieder auf die Tastatur zurückgreifen und muss mich nicht mit dem Mobile herum plagen.

Der Median ist einfach fehlerbehaftet. Und Christian, ich kann für reduzierte Datenmenge immer Fälle konstruieren die das gewünschte Ergebnis liefern.
Für die Datenmenge {2,2,2,2,2,8,8,8,8) liegt der Median bei 2. Die einzig richtige Aussage wäre, dass die Hälfte der Daten unter 2 liegt.
Für {2,2,2,2,8,8,8,8,8} ist der Median 8. Die korrekte Aussage wäre nur, dass sicher die Hälfte der Daten unter 8 liegt. Beim verwenden des Median werden
die vorliegenden Werte der Größe nach sortiert und die in der Mitte liegende Zahl angegeben. Liegt bei den Daten ein Ungleichgewicht, kann nur die o.g.
Aussage getroffen werden. Das Galt für ungerade Anzahl von Werden. Ist die Datenmenge gerade, wird aus den beiden mittleren Werten (oberer und unterer Median)
ein Mittelwert gebildet. Für die Datenreihen {2,2,2,2,8,8,8,8} wäre das 5. Für {2,2,2,2,2,8,8,8} eine 2 und für {2,2,2,8,8,8,8,8} eine 8. Je nach Anzahl der Daten ergibt der Median einen Wert von 2, 5 oder 8. Den Median würde ich verwenden, wenn ich eine Einkommenserhebung wie in manchen Umfragen mit breiten Intervallgrenzen machen würde: 0€ - 1000€, 1001€ bis 2000€, 2001€ bis 3000€, 3001€ bis 4000€ und darüber. Der zu erwartete Fehler des Median kann je nach Qualität der Daten bis 30% um diesen abweichen.

In der Meßtechnik habe ich zur Beurteilung der Daten - vor allem wenn die Erwartung an die Meßwerte eine breite Streuung vermuten ließ - die Normalverteilung.
Mit der Kurvendiskussion findet man die Steigung Null und das wäre der mit der Unsicherheit der Intervallgrenzen erwartete Wert einer Messung x plus minus delta x
(die Kurve sieht etwa so aus die der Höcker des Dromedar, je nach Gewichtung der Daten mittig oder links bzw. rechts verschoben. Auch hier kann man das Ergebnis durch die Wahl der Intervallbreite beeinflusst werden. Bei anderen Kurvenformen (Trampeltier) gäbe es drei Steigungen mit dem Wert Null und die Kunst bestünde daran dieses Ergebnis zu interpretieren (Fehler in der Messanordnung, Prüfling, Messverfahren usw..). Es wäre aber auch möglich, dass die Messung korrekt ist wie bei Versuchen zur Heisenbergschen Unschärferelation mit mehreren Maxima und Minima (Spalt- oder Doppelspaltversuch).

Wie bereits erwähnt, liegt mein Besuch der entsprechenden Vorlesungen in Mathematik und Physik in der dunklen Ära verborgen und ich kann und darf mich auch irren.
 
Hallo Christian,

die Spreadsheet-Akrobatik bezog sich nur auf die grafische Aufbereitung. Die Urspringsklasseneinteilung lag henauso wie gezeigt vor (ist jetzt auch schon knapp 10 Jahre her, weiß gar nicht ob der Originaldatensatz überhaupt noch irgendwo bei mir gespeichert ist).

Gruß,
Peter
 
Zum Glück hat heutzutage das irgendwer für uns ausgerechnet. Man muss also nicht im Trüben fischen und seltsame Rechenmodelle entwerfen.

2018 lag das Median Einkommen in Deutschland bei 3304 Euro Vollzeitäquivalent. Heute wären das dann wohl so ca. 3,4k.

Da mehr als ein Viertel Teilzeit arbeitet, liegt der reale Median etwas darunter. Die Verteilungsfunktion ist kein Geheimnis. Auf Wikipedia gibt es dazu wenn auch veraltete Daten. Rentner haben deutlich weniger, Arbeitslose natürlich auch.

Eine etwas aktuellere Verteilung nach Perzentilen gibt es hier. Das ist aber nach Steuern. Man muss noch ordentlich was drauf rechnen um auf das zu kommen, was auf dem Arbeitsvertrag steht.

Auch interessant finde ich das gewichtete Nettoeinkommen. Dazu spiegelt steuerbereinigt die persönliche Wohlstandsituation des Individuums am besten wider, indem es versucht die pro Kopf netto zur Verfügung stehende Geldmenge zu ermitteln.

Das ist genug Futter, damit jeder in der Lage sein sollte, seine persönliche Situation einzuordnen. Bei mehr Interesse kann man nach Wohlstandsverteilungsfunktion und Gini Koeffizient googeln. Das ist ein wirklich interessantes Thema, vor allem wenn man das Vermögen und das Kapital mit betrachtet, und hat genug Tiefe für sämtliche nicht klaren Nächte diesen Winter.
 
"Die reichsten zehn Prozent besitzen rund 60 Prozent des Gesamtvermögens in Deutschland." Siehe zB:

War schon früher so. Aber da waren es noch nicht 60% sondern weniger. Median hin oder her. Ich denke, die oberen 100.000 könnten sich jedes Monat eine 10M oder einen Porsche kaufen, wenn ihnen danach ist... :coffee:
Und das obere Drittel zumindest einmal im Jahr...

Das monatliche Einkommen ist halt die eine Sache, die Frage ist auch, wie man lebt, BMW't oder Mercedes't, wohnt, urlaubt, einkauft, etc., also die Lebenshaltungskosten insgesamt - oder sagen wir - der Lebensstil. Ein "ordentlicher" *** - **** Schiurlaub mit Familie in Tirol kostet m.E. heute schon bald soviel wie eine halbe 1000er 10M - oder gar eine ganze. _affeaugen:

lg
Niki
 
Das monatliche Einkommen ist halt die eine Sache, die Frage ist auch, wie man lebt, BMW't oder Mercedes't, wohnt, urlaubt, einkauft, etc., also die Lebenshaltungskosten insgesamt - oder sagen wir - der Lebensstil. Ein "ordentlicher" *** - **** Schiurlaub mit Familie in Tirol kostet m.E. heute schon bald soviel wie eine halbe 1000er 10M - oder gar eine ganze. _affeaugen:

lg
Niki
Da stimme ich dir absolut zu Niki. Die Lebenshaltungskosten und der Lebensstil tragen maßgeblich dazu bei , wie hoch , nach Abzug der Fixkosten, zu denen ich mal Wohnen,Essen,Transport u.s.w. zähle , der Teil ist der noch übrig bliebt. Also das sogenannte "Disposable Income", von dem man sich dann Montierungen, Apo's und so weiter kaufen kann. Ich war vor vielen Jahren mal, bedingt durch guten Job im Ausland, und eigentlich so viel Arbeit, das ich wenig Zeit hatte, daran zu denken Geld auszugeben, in der Lage , mein gesamten Fix Kosten mit ca. 10% des Einkommens zu bestreiten. Da konnte ich mir praktisch fürs Hobby kaufen was ich wollte. hab ich aber nicht getan, weil ch gar keine Zeit für mein Hobby hatte. Das ist heute leider bei weitem nicht mehr so, jetzt sind es eher 50-60% , dafür mehr Zeit :-) .
Man muss halt abwägen, 20 Jahre alter Kleinwagen und 10Micron, oder 5 Jahre alter Mittelklasse Wagen und dann nur noch Celestron AVX .

Die momentanen Preissteigerungen sind jedoch in keiner Weise der Gier der Hersteller und Händler zuzuordnen.
Internationale Produktion von elektromechanischen Geräten ist ein extrem komplexes Business. Produktionsabläufe von Aluminium oder anderen Metallen , über Feinmechanik, bis hin zu Halbleitern, kann ich nicht mal eben so in grossem Masse rauf oder runter fahren. Was wir jetzt sehen, sind nun mal die logischen Folgen der Corona Krise. Dadurch mussten viele Hersteller ihre Produktion drosseln, anlagen Stillegen , weil deren Unterhalt ohne Produktion sonst die Unternehmen ruiniert hätte. Nun kommt wieder eine höhere Nachfrage , und die zieht sich vom Endverbraucher über Händler, Transporteure, Importeure , Hersteller, Zulieferer bis hin zu Rohstoffen und Halbzeugen. Und überall herrscht plötzlich Mangel, und die Stückpreise sind auf Grund vorheriger geringerer Stückzahlen, sowieso schon gestiegen. Dazu kommen noch die hohen Steuern auf alle Energien . Wir haben als 3 oder mehr Faktoren, die ein Händler oder Hersteller gegenüber dem Kunden gar nicht mehr abfedern kann. Man bedenke, die typische Profit Marge im produzierenden Gewerbe in Asien liegt nur irgendwo zwischen 6 und 12 % . Alleine der Aluminium Preis ist seit Anfang 2021 um ca 60% gestiegen.
 
Man muss halt abwägen, 20 Jahre alter Kleinwagen und 10Micron, oder 5 Jahre alter Mittelklasse Wagen und dann nur noch Celestron AVX .
Hallo Achim,

ich finde alles was du sagst sehr richtig. In diesem einen Punkt würde ich dir aber zumindest teilweise widersprechen.
Abwägen muss man eigentlich gar nicht. Man muss auch tatsächlich nicht verzichten. Man müsste sich einfach nur mal ein wenig gedulden und eben nicht dem Gefühl nachgeben immer alles sofort haben zu müssen.

Auf etwas hin sparen, Qualität kaufen - und ja, so ein Kauf muss weh tun - und sich einfach gedulden. Nicht immer den billigsten Krempel kaufen und davon möglichst viel, weil man ja überall dabei sein muss. Geiz ist ja bekanntlich geil...
Nein, einfach mal den eigenen Kopf durchforsten und sich fragen, ob man nun wirklich 7 Teleskope von XY, oder EINEN Takahashi haben möchte. Ich habe das so bei mir gemacht und stelle eine höhere Wertschätzung meiner materiellen Dinge fest, einen sehr viel sorgsameren Umgang mit ebendiesen und eine viel bewusstere Wahrnehmung meines eigenen Wohlstandes.

Um deinen Satz abzuändern, es geht also auch:
5 Jahre alter Mittelklasse Wagen und dann nach zwei Jahren eine 10Micron. Wenn ich wirklich diesen Traum habe, schaff ich das auch zu sparen.

PS: Um ein Hobby neu auszuprobieren und zu schauen, ob das überhaupt was für einen ist, das ist ne andere Sache. Aber wenn man wirklich mal drin ist und sich sicher ist, das weiter machen zu wollen, ist ein klein wenig mehr Geduld meiner Meinung nach angebracht und richtig.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben