Hi!
Schritt für Schritt arbeiten, du packst da viel modulares zusammen, was erst einmal einzeln funktionieren muss.
Die AS-GT hat gute Routinen für Alignment und Einnorden drin. Nutz erst mal die: Grob nach Norden ausrichten, Auto-2-Star-Alignment, dann
AllStar Polar Alignment. Dann ist die Montierung schon ziemlich gut eingenordet. Jetzt kannst du beobachten (sehr zu empfehlen, wenn der Rest der Technik nervt), oder prinzipiell schon mal die Kamera dran hängen und sehen, ob du überhaupt in den Fokus kommst. Ganz ohne PC.
Nächster Schritt: PC-Verbindung. Das kannst du auch im Haus üben. Kannst du sie über ASCOM ansprechen? Dann kannst du schon mal Stellarium oder was auch immer du zur Steuerung nimmst konfigurieren und weißt, dass du die Montierung über den PC ansprechen kannst. Dann nachschauen, wie das Alignment am PC funktioniert. Wahrscheinlich Homestellung (Indexmarken), dann ein Objekt anfahren und synchronisieren. Bei Nacht musst du testen, ob er auch wirklich in die richtige Richtung fährt und das funktioniert.
Nächster Schritt: Autoguider zum laufen bringen, soweit vorhanden. Wenn du StarAid oder MGEN verwendest, geht auch ohne die PC-Verbindung.
Nächster Schritt: Kamera anschließen und einfach mal 30-Sekunden Aufnahmen machen, um die Kamera kennen zu lernen und Erfolgserlebnisse zu haben.
Nächster Schritt: Jetzt kannst du ausprobieren, ob alles in NINA erkannt wird und angesprochen werden kann (ich kenne es nicht, ich spiele gerade mit APT rum). Wird die Kamera erkannt? Dann probier mal die Einnord-Routine aus um zu sehen, wie weit du daneben liegst. Dann schau, ob die ASCOM-Verbindung zur Montierung klappt, und probiere Platesolving. Wenn das klappt, probiere, ob das Synchronisieren klappt – bei APT klappt es nur, wenn die Montierung einigermaßen in der richtigen Gegend steht, also ist ein Alignment so oder so nötig – daher solltest du die Alignment-Prozedur von deiner Steuersoftware kennen.
Jetzt erst kommt alles, was NINA so zum Aufnehmen kann. Wenn NINA nichts ist, nimm APT.
Und wenn etwas nicht funktioniert: Nimm dir ein Okular und beobachte ein wenig zum Entspannen. Astrofotografie ist eine Materialschlacht. Da gehen einige Nächte drauf, bis alles läuft. Deshalb kommt immer wieder der Tip, klein anzufangen, mit einem Weitwinkelobjektiv bis leichtem Tele, um zu sehen, ob einem das überhaupt Spaß macht und um die meisten Hürden wie Autoguiding und Laptop erst einmal zu vermeiden.
Beste Grüße,
Alex