Was ich aber nicht verstehe, wie kann das Teleskop falsch rum aufgesteckt sein?
Indem die Montierung Encoder hat, die eine bestimmte Startposition/HomePosition erwarten.
Das hat mich bei einer NexStar SE schon einige Zeit gekostet, als ein anderes Teleskop drauf war (bei den Original-Teleskopen ist es eindeutig, weil der Sucher dann oben ist – mein Refraktor war genau andersrum aufgebaut), und die parallaktischen Celestrons haben Index-Markierungen, auf die sie stehen müssen, damit der Himmelspol als erster Referenzpunkt genutzt werden kann und das Auto-2-Star-Align korrekt gemacht wird.
Meine GP-DX steuere ich per EQMod – bis ich kapiert habe, dass die auch aus der Postition startet, aus der sie auf den Himmelspol gerichtet ist, und ich nicht wie zum Beispiel bei der FS-2-Steuerung den Referenzstern einfach so einstellen kann, ist auch Zeit vergangen.
Wenn die Steuerung davon ausgeht, dass das Teleskop in eine Richtung zeigt, weil der Montierungskopf dahin zeigt, aber das Teleksop tatsächlich in die falsche Richtung zeigt, geht es schief.
Die Celestron-Montierungen haben auch den Punkt OTA-Orientation, um der Montierung zu sagen, dass eine Doppelbefestigung zwei Teleskope trägt, die um 90° nach Ost oder West zeigen, wenn die Montierung in der HomePosition steht (also auf den Index-Markierungen).
Deshalb mein Tipp, zuerst mal das Alignment mit der Montierung zu machen, um Stück für Stück das Equipment kennen zu lernen und Fehler auszuschließen. Dann sieht man, dass der erste Referenzstern um 180° verfehlt wird und irgendwas nicht stimmt. Setzt natürlich voraus, dass man sich ein wenig am Himmel auskennt oder zumindest sieht, dass das Teleskop auf den Erdboden zeigt...
Astrofotografie ist Marathon, kein Sprint, bei dem man sofort (und reproduzierbar) brauchbare Ergebnisse hat.
Beste Grüße,
Alex