Objekte finden mit der "Richtstrahl-Methode" mit einer LED Lampe

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Okular7

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Als Anfänger in der Kunst des Sternensuchens (seit Herbst 2021) ist man doch öfters am Verzweifeln, weil man das gewünschte Objekt einfach nicht ins Okular kriegt. Vorallem ist dies der Fall, wenn man es visuell nicht sieht. Mit dem Telrad ein Objekt anzupeilen, welches fast im Zenit liegt ist für mich als Brillenträger einfach eine Qual. :sneaky:

Da Grünlaser bei uns verboten sind _affeaugen:, wollte ich mir dies nicht antun. Nach einigen Recherchen bin ich auf eine starke LED Lampe mit Rotlicht gestossen, eine sogenannte "Langestreckenlampe" oder "Jägerlampe".

Ich habe diese nun heute bekommen. Mit Hilfe einer kleinen Halterung habe ich diese nun parallel zur Optik meines Takahashi Melwon C180 montiert.

Der erste Versuch heute Abend mit dem Orionnebel hat auf Anhieb funktioniert.
LED Lampe einschalten. Taki entweder von Hand oder mit der Motorsteuerung ausrichten und siehe da! Orionnebel im Okular.
Der zweite Versuch habe ich mit dem Pinwheel Cluster gemacht, welcher visuell nicht sichtbar ist, aber mit Geometrie klar zu bestimmen ist, wo er liegen sollte. Und auch dieses Objekt konnte ich mit dem "Richtstrahl" gut finden.

Meine LED Lampe ist eine Speras TH2. Nicht ganz billig, aber es funktioniert. Eventuell habt ihr noch weitere Kandidaten für diese "Richtstrahl-Methode".

Also ich bin nun sehr froh, habe ich eine einfache und praktikable Methode gefunden, um Objekte besser finden zu können.

CS
Okular7
 

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Hi,

tut mir leid, ich halte von diesen Dingen nichts, da sie eine Form der Lichtverschmutzung darstellen und das sollte deswegen bei Amateur-Astronomen eigentlich nicht zum Einsatz kommen.

Aber trotzdem danke für den Bericht.

Gruß
Peter
 
Hi,

da sie eine Form der Lichtverschmutzung darstellen und das sollte deswegen bei Amateur-Astronomen eigentlich nicht zum Einsatz kommen.

Gruß
Peter
Hallo Peter,
wieso ist eine LED Lampe für eine kurze Aufsuche eine Lichtverschmutzung? Fast alle Astronomen benutzen doch bestimmt draußen eine Taschenlampe mit Rotlicht, für was kurzfristig zu sehen. Wie bewegst du dich im Dunkeln?
Lichtverschmutzung ist für mich was dauernd anhaltenes, wie zB Straßenlaternen, Fabrikbeleuchtung, Städt usw.
 
Hallo Peter,
wieso ist eine LED Lampe für eine kurze Aufsuche eine Lichtverschmutzung? Fast alle Astronomen benutzen doch bestimmt draußen eine Taschenlampe mit Rotlicht, für was kurzfristig zu sehen. Wie bewegst du dich im Dunkeln?
Lichtverschmutzung ist für mich was dauernd anhaltenes, wie zB Straßenlaternen, Fabrikbeleuchtung, Städt usw.
ja hast recht.

Aber ich bekomme da immer "Bauchschmerzen" wenn jemand mit einem Laser oder starker Taschenlampe in den Himmel leuchtet.

Und ja, das kurzfristig ist ein (kleines) Argument.
Aber trotzdem, auch wenn ich auch mit einer Taschenlampe nachts herum renne, versuche ich die so zu benutzen, dass möglichst wenig gestört wird und eben nicht weithin sichtbar in den Himmel leuchtet.

Ich muss auch zugeben, dass ich die Fernwirkung solcher Lösungen nicht kenne.

Gruß
Peter
 
Vielen Dank euch für die Hinweise. Sind zu bedenken.
Was wäre dann eure Empfehlung für mich als Anfänger, wie ich visuell nicht sichtbare Objekte ohne hellen Lichtstrahl finden kann? (Eine GoTo Montierung ist für mich keine Option …) (Die Option Telrad für Brillenträger habe ich bereits oben angetönt.)
 
Vielen Dank euch für die Hinweise. Sind zu bedenken.
Was wäre dann eure Empfehlung für mich als Anfänger, wie ich visuell nicht sichtbare Objekte ohne hellen Lichtstrahl finden kann? (Eine GoTo Montierung ist für mich keine Option …) (Die Option Telrad für Brillenträger habe ich bereits oben angetönt.)
der Telrad ist eigentlich schon eine gute Sache.
Kannst du mit dem gut Positionieren, wenn es nicht im Zenit ist? Ist also das Problem nur die Schwierigkeit, wenn man senkrecht nach oben schauen muss?

Es gibt zB für den Telrad 90° Spiegel:

Allerdings hast du natürlich auch einen Spiegel-Effekt, irgendwelche Seiten vertauschen sich.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mac,
auch ich halte gar nichts vom Leuchten in Richtung Himmel. Und zwar egal, womit.
Es erscheint zwar zunächst attraktiv, mit Laserpointer oder gebündeltem Taschenlampenlicht auf ein Objekt zu deuten, und dieses direkt im Okular zu finden, aber eben nur für denjenigen, der die Lichtquelle selbst benutzt.
Alle anderen müssen den Lichtstrahl ertragen. Ob sie es wollen, oder nicht.
Sind die Beobachtungsbedingungen gut, was ja selten genug vorkommt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass auch andere in den Himmel schauen. Beobachten, oder gar Fotografieren.
Den Beobachtenden nervt es bestimmt, und dem Astrofotografen versaust Du die Aufnahme.
Du bist halt nicht allein auf dieser Erde. Das solltest Du auch bedenken.

Das Aufsuchen im Zenit ist mit geradsichtigen Suchern natürlich beschwerlich.
Dafür gibt es aber Winkeleinblicke, und sogar der Telrad (für mich der beste Finder) lässt sich, wie Peter gerade schrieb, mit einem Spiegel ausrüsten, der einen seitlichen Einblick erlaubt.
Winkeleinblicke sind allerdings nicht jedermanns Sache. Ich z.B. komme damit nicht besonders gut zurecht.
Daher benutze ich, zumindest am Dobson, nach wie vor Telrad oder Rigel.



CS

Dietmar
 
Ein kleiner Rotpunktsucher tut eigentlich dasselbe, nur genauer, als ein Lichtstrahl in den Himmel... damit visiert man ja auch das Gebiet an, das man betrachten will, ohne hinaufzuleuchten... den würde ich draufsetzen und ohne langen Fuß direkt am Sucher befestigen...


lg
Niki
 
Als Anfänger in der Kunst des Sternensuchens (seit Herbst 2021) ist man doch öfters am Verzweifeln, weil man das gewünschte Objekt einfach nicht ins Okular kriegt. Vorallem ist dies der Fall, wenn man es visuell nicht sieht. Mit dem Telrad ein Objekt anzupeilen, welches fast im Zenit liegt ist für mich als Brillenträger einfach eine Qual.
Die Elite der seriösen Sterngucker ;) verwendet diese Methode: Rein visuelles Suchen und Finden in der Astronomie, eine Anleitung. Aber zeitgemäss, new old-school.

Aber ich gebe zu, welchen Mehrwert diese "Laserpointer" gegenüber einem Rotpunktsucher erbringen sollen, hat sich mir noch nicht so richtig erschlossen. :rolleyes:

Aber ja, ein brachiales Handling, nämlich das Hinkriegen der Rotpunktsucher usw. auf die richtige, ergonomische Höhe kann erforderlich sein. ;) Mit lösbaren Kabelbinder lässt sich das Gebastel sogar abnehmen für Transport usw..

Gruss

sucheraufrichtigerhoehe_1.jpgsucheraufrichtigerhoehe_2.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen.

Nun der Mehrwert liegt auf der Hand.
Bequemlichkeit/Komfort.
Was für ältere oder Leuten mit Rückenproblemen nicht unerheblich ist.

Aber spätestens bei Astrofotografie in Gruppen hört der Spass auf.

Ich habe mal mit einer günstigen minicam experimentiert.
Eine die mechanisch den IR Filter beiseite schiebt.

Allerdings nur bei Bortel 6-7 und aus dem Fenster gehalten.
Also markante Dinge wie Orion waren darauf im Livebild auf Tablet sichtbar.
Wenn man das mit einer Lichtstarken Weitwinkellinse optimieren könnte, wäre es quasi ein elektronischer Sucher.

Meine Grundidee war ursprünglich, so eine minicam an den Polsucher zu montieren.
Auch das klappte mit Provisorien recht gut.

Sowas in der Richtung wäre ne feine Sache in meinen Augen.

Gruß Markus

P.S. ja ich kenne Beiträge zu Nachtsichtgeräten am Teleskop.
Aber eine Minicam kostet nur einen Bruchteil.
 
Wirkliche Details habe ich leider nicht.
Nur ein paar Erfahrungen.

Ich habe mir Mal eine günstige China WIFI cam bestellt um ohne Hebebühne z.B. schlecht erreichbare Bereiche im Motorraum des Autos betrachten zu können.

Sie lässt sich ganz einfach per W-lan mit einem Android direkt verbinden.
Also ohne Router oder Cloud dazwischen.

Die Cam ist auch mit IR Led ausgestattet.
Für mehr Sicht im Dunkeln.
(Was für den hier genannten Zweck natürlich kontraproduktiv WÄRE)

Beim genaueren betrachten der Camfunktion fiel mir beim Umschalten von Tag auf Nacht Funktion ein klacken in der Kamera auf, was darauf hinwies, das ein Filterschieber verbaut ist, der den IR Filter im Nachtmodus beiseite schiebt.

Dadurch entstand die Idee, diese Cam auch hinter den Polsucher klemmen zu können, um mir lästiges Bücken beim einnorden zu ersparen.
(Ein Handy hat fast jeder dabei; ich sogar immer ein 10" Tablet, da ich meine EOS 2000Da darüber steuere).

Erste wackelige Versuche bei Tag zeigten, das man in den Fokus für die Strichplatte des Polsuchers meiner N-EQ5 kommt.

Im nächsten Schritt habe ich einen Papiertubus aus schwarzer Pappe für die Runde WiFi Cam gebastelt.
Da zeigte sich dann schnell das kontraproduktive der IR LED für die Nachtsicht.
Also die Lampen mit Isoband abgeklebt.

Die Cam im hell erleuchtetem Wohnblock nachts aus dem Fenster Richtung Himmel gehalten.
Das Bild wurde besser, aber war durch störlicht noch deutlich hell.

Aber auch hier zeigten sich schon markante Sternenbilder am Himmel.

Im nächsten Schritt habe ich die Cam geöffnet.
Man konnte die Cam problemlos öffnen und zerlegen.
Auch konnte man den Filterschieber einfach ausbauen.
(Alles einfachstes Steckprinzip).
Man braucht nur einen kleinen Kreuz und einen kleinen Schlitzschraubendreher.

Auch die IR LED ließ sich einfach durch schräubchen und Steckverbindung abklemmen.

Ist der Schieber und die Leuchteinheit abgeklemmt funktioniert die Cam trotzdem noch problemlos.

Also ist ein dauerhafter Nachtmodus möglich.
Nach diesem modding waren schon mehr Sterne zu erkennen.
Allerdings immer noch in der Bortel 7 Zone mitten im Wohnblock.

Was mir nicht gelang (nicht softwaretechnisch sondern mangels passendem Objektiv/Frontlinse) war die Cam an einer passenden Optik ohne die hauseigene Mini-Linse der Cam, also nur mit dem Sensor zu betreiben.
Aber wie gesagt lag nur an der fehlenden Linse.

Die Bildgebung ist natürlich KEIN Genuß.
Man sieht im Dunkelbereich halt digitale Fragmente/klötzchen.
Aber man könnte problemlos die Sterne von Orion, großer Wagen, Kassiopeia sehen. Und auch schwächere Sterne.
Selbst Dunstschwaden die durchs Bild gingen waren sichtbar.

Weiter habe ich nicht getestet.

Fazit:
Sollte man z.B. eine 30 oder 50 mm Brennweite vor den Sensor bekommen,
Sehr ich durchaus das Potenzial eines Elektronischen Suchers.
Evtl. schon mit der Originallinse.

Was definitiv klappen sollte, wäre zumindest der Einsatz als polsucherhilfe, die einem verränkungen erspart.

Gruß Markus
 
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