Dobson und Astrofotografie

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Ehemaliges Mitglied 79294

Hallo,

Ich frage mich kann man mit einem Dobson Astrofotografie betreiben oder nicht? Ich habe von EQ Plattformen gehört jedoch habe ich eine von TAPP oder so gefunden die kostet schlappe 2500€ da wäre ich fast vom Stuhl gefallen warum kostet so ein ding 2500€? Es musst doch auch eine andere Möglichkeit geben mit ein 12 oder 16'' Dobson Irgendwie Kurzebelichtungszeiten von 10 Sekunden zu erreichen damit die Sterne usw Scharfbleiben Hat Jemand Erfahrung mit sowas?
 
Hi,

klar geht das. Hier ein aktuelles Beispiel von M51 mit meinem 12 Zöller (300/1500mm) auf einer Plattform von Astro Optik Martini (ca. 350€):

M51 Newton 300-1500mm Stack_16bits_173frames_173s siril crop bge bn htr cs.png

SharpCap
173 * 1s
ASI294MC

Der Newton ist leider nicht gut kollimiert und der Fokus stimmt wahrscheinlich auch nicht. ;)
Aber mir ging es hauptsächlich darum den neuen Schrittmotor-Antrieb meiner Plattform auszuprobieren.

Gruß
Peter
 
Hi,

klar geht das. Hier ein aktuelles Beispiel von M51 mit meinem 12 Zöller (300/1500mm) auf einer Plattform von Astro Optik Martini (ca. 350€):

Den Anhang 250812 betrachten

SharpCap
173 * 1s
ASI294MC

Der Newton ist leider nicht gut kollimiert und der Fokus stimmt wahrscheinlich auch nicht. ;)
Aber mir ging es hauptsächlich darum den neuen Schrittmotor-Antrieb meiner Plattform auszuprobieren.

Gruß
Peter
Martini hat mir geschrieben das die Platformen nicht geeignet sind für Astrofotografie allgemeine dauert es Tage bis man von ihm ne Antwort bekommt
 
Hi,
Martini hat mir geschrieben das die Platformen nicht geeignet sind für Astrofotografie
klar, das ist aus seiner Sicht besser, sonst hat er eventuell Gewährleistungsprobleme.
Aber man kann's ja einfach trotzdem machen. ;)

Ich bin übrigens dabei, die Plattform etwas zu verbessern. ZB setze ich einen Schrittmotor mit Getriebe statt dem EQ1 Motor ein. Aber die einfache Lösung mit dem EQ1 Motor ist auch völlig passend und ausreichend. Mit dem Schrittmotor kann man halt zB auch zurückfahren.
Im Moment kann man schon 1 bis geschätzt 5s aufnehmen, aber man hat nach ein paar Minuten Live-Stacking doch eine relative grosse Drift, sprich schwarze Ränder.
Das will ich noch verbessern. Liegt an schlechter virtueller Achse und schlechter Einnordung.

Ausserdem muss ich jetzt nach meinen Umbauten und Überlegungen feststellen, dass ich sie auch gleich komplett selber bauen kann. Ist kein grosses Ding. Allerdings muss man sich die Segmente besorgen, weil die sind schwierig herzustellen. Aber da bin ich auch dran eine Vorrichtung zu bauen mit der man die Segmente direkt mit der Plattform aus Alu selber fräsen kann (Prinzip: statt Lager-Welle wird ein Fräser benutzt).

Aber als einfacher, unproblematischer Einstieg kann man die Martini Plattform benutzen. Habe ich ja gemacht.

Ich kenne nicht die neue Version der AstroThingy Plattform. Die hat jedenfalls in der Version von letztem Jahr für Astrofotografie bei mir deutlich schlechter funktioniert.
Sie hat jedenfalls weiterhin eine einfache Schnecken-Übersetzung. Ich hatte darauf hingewiesen, dass das konzeptionell schlecht ist und unnötig. Man kann , wie ich es mache, die Welle direkt mit einem Schrittmotor mit Planetengetriebe antreiben.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

klar, das ist aus seiner Sicht besser, sonst hat er eventuell Gewährleistungsprobleme.
Aber man kann's ja einfach trotzdem machen. ;)

Ich bin übrigens dabei, die Plattform etwas zu verbessern. ZB setze ich einen Schrittmotor mit Getriebe statt dem EQ1 Motor ein. Aber die einfache Lösung mit dem EQ1 Motor ist auch völlig passend und ausreichend. Mit dem Schrittmotor kann man halt zB auch zurückfahren.
Im Moment kann man schon 1 bis geschätzt 5s aufnehmen, aber man hat nach ein paar Minuten Live-Stacking doch eine relative grosse Drift, sprich schwarze Ränder.
Das will ich noch verbessern. Liegt an schlechter virtueller Achse und schlechter Einnordung.

Ausserdem muss ich jetzt nach meinen Umbauten und Überlegungen feststellen, dass ich sie auch gleich komplett selber bauen kann. Ist kein grosses Ding. Allerdings muss man sich die Segmente besorgen, weil die sind schwierig herzustellen. Aber da bin ich auch dran eine Vorrichtung zu bauen mit der man die Segmente direkt mit der Plattform aus Alu selber fräsen kann (Prinzip: statt Lager-Welle wird ein Fräser benutzt).

Aber als einfacher, unproblematischer Einstieg kann man die Martini Plattform benutzen. Habe ich ja gemacht.

Ich kenne nicht die neue Version der AstroThingy Plattform. Die hat jedenfalls in der Version von letztem Jahr für Astrofotografie bei mir deutlich schlechter funktioniert.
Sie hat jedenfalls weiterhin eine einfache Schnecken-Übersetzung. Ich hatte darauf hingewiesen, dass das konzeptionell schlecht ist und unnötig. Man kann , wie ich es mache, die Welle direkt mit einem Schrittmotor mit Planetengetriebe antreiben.

Gruß
Peter
ich bin am Überlegen ein 16'' zu kaufen aber würde damit auch gerne krasse Fotos machen ;P
 
Ich frage mich kann man mit einem Dobson Astrofotografie betreiben oder nicht?
und ob das geht, schaue dir die Bilder des Users Komposer an….
Was der mit seiner Selbstbauplattform für Bilder raushaut ist genial.

Gruß
Ralf
 
und ob das geht, schaue dir die Bilder des Users Komposer an….
Was der mit seiner Selbstbauplattform für Bilder raushaut ist genial.

Gruß
Ralf
Das sind ja Kranke Fotos Wahnsinn
 
Danke für das Lob !
Da muss ich mich natürlich auch zu Wort melden.
Mein 12" F5 Dobson hat 1500mm Brennweite. Das ist also schon ziemlich viel und damit auch eine Herausforderung.

Aber mit einer ruhigen Hand am Hebel komme ich trotz dürftiger Konstruktion auf max. 2 Sek. Belichtungszeit.
Da ist aber dann auch viel Ausschuss im Avi, wenn es hoch kommt liegt die Verwendungsrate bei 25%.
Mit 1 Sek. ist bei helleren Objekten aber auch schon einiges möglich und die Verwendungsrate entsprechend höher.

Das Handling mit der Astrokamera, bei mir die Asi120mm finde ich aber viel besser als mit einer DSLR.
So kann ich z.B. einmal Rec drücken und das Avi wird aufgenommen ohne ständiges Auslösen.
Außerdem ist sie ja viel kleiner und liefert mir ein sehr schönes großes Livebild auf den Monitor. Das alleine sieht übrigens schon klasse aus.

Übrigens die Plattform hat mich nur 10 Euro gekostet. Bin ich froh, dass ich mich trotz teils abschreckendem Perfektionismus im Internet doch herangetraut hatte.
Hier ein Thread dazu: Manuelle EQ-Plattform - mein dürftiger Selbstbau

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für das Lob !
Da muss ich mich natürlich auch zu Wort melden.
Mein 12" F5 Dobson hat 1500mm Brennweite. Das ist also schon ziemlich viel und damit auch eine Herausforderung.

Aber mit einer ruhigen Hand am Hebel komme ich trotz dürftiger Konstruktion auf max. 2 Sek. Belichtungszeit.
Da ist aber dann auch viel Ausschuss im Avi, wenn es hoch kommt liegt die Verwendungsrate bei 25%.
Mit 1 Sek. ist bei helleren Objekten aber auch schon einiges möglich und die Verwendungsrate entsprechend höher.

Das Handling mit der Astrokamera, bei mir die Asi120mm finde ich aber viel besser als mit einer DSLR.
So kann ich z.B. einmal Rec drücken und das Avi wird aufgenommen ohne ständiges Auslösen.
Außerdem ist sie ja viel kleiner und liefert mir ein sehr schönes großes Livebild auf den Monitor. Das alleine sieht übrigens schon klasse aus.

Übrigens die Plattform hat mich nur 10 Euro gekostet. Bin ich froh, dass ich mich trotz teils abschreckendem Perfektionismus im Internet doch herangetraut hatte.
Hier ein Thread dazu: Manuelle EQ-Plattform - mein dürftiger Selbstbau

Gruß,
Holger
Hey Holger,

Ich glaube ich muss die Plattform nachbauen ich finde die Fotos von Dobson immer etwas Besonderes einfach wegen der hohen Brennweite und weil so ein großes Dobson nicht einfach auf eine EQ5 schnallen kann oder so. Deine Fotos haben echt Hubble Qualität ^^
 
Hallo,

mir war eine Kaufversion immer zu teuer. Aber bei 10 Euro Kosten hielt sich das Risiko ja wirklich in Grenzen.
plattform-240420cutkl.jpg


Schau mal im Internet unter EQ-Plattform Selbstbau nach, da finden sich gute Anleitungen.
Meine ist eine einfache Kreissegment-Plattform, dieses Segment habe ich sogar nur mit einer kleinen Handstichsäge ausgesägt.
Als dann der Dobson zum ersten Mal auf der Plattform stand, war ich sehr überrascht, wie flüssig, leicht und ruckelfrei das Nachführen lief.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

mir war eine Kaufversion immer zu teuer. Aber bei 10 Euro Kosten hielt sich das Risiko ja wirklich in Grenzen.
Den Anhang 250873 betrachten

Schau mal im Internet unter EQ-Plattform Selbstbau nach, da finden sich gute Anleitungen.
Meine ist eine einfache Kreissegment-Plattform, dieses Segment habe ich sogar nur mit einer kleinen Handstichsäge ausgesägt.
Als dann der Dobson zum ersten Mal auf der Plattform stand, war ich sehr überrascht, wie flüssig, leicht und ruckelfrei das Nachführen lief.

Gruß,
Holger
Wie findest du die AstroThingy ?
 
Sieht ja sehr stabil aus, kenne mich damit aber nicht aus, wahrscheinlich finden sich im Internet Erfahrungsberichte zu der Plattform.

Gruß,
Holger
 
Hallo!

Ich hab eine EQ-Plattform von Spacewalk. Für Planetenfotos geht es, da der Planet über mehrere Minuten im Blickfeld der Kamera bleibt.
Für Deep Sky läuft meine Plattform nicht genau genug. Je nach Brennweite sind da meist nicht mehr als 2-3 Sekunden Belichtungen möglich.

Ich konnte auch die TEPP testen. Lief super mit Guiding, auch lange Belichtungen waren kein Problem.
Aber dann bekam ich beim Test Probleme mit dem Hersteller, der sie mir zum Test gegeben hatte, da ich nicht nur positives über ihre Plattform sagte.
Eine Zusammenfassung in meinem Video:

In Summe kann man, meiner Meinung nach, mit EQ-Plattform und ohne Guiding recht gut mit vielen Fotos mit Belichtungen von wenigen Sekunden arbeiten. Will man länger belichten, geht es nur mit Guiding und da ist in Europa nach wie vor die einzige Plattform die das bietet die TEPP.

Grüße,
soweit meine Erfahrungen,
Mario
 
Hallo!

Ich hab eine EQ-Plattform von Spacewalk. Für Planetenfotos geht es, da der Planet über mehrere Minuten im Blickfeld der Kamera bleibt.
Für Deep Sky läuft meine Plattform nicht genau genug. Je nach Brennweite sind da meist nicht mehr als 2-3 Sekunden Belichtungen möglich.

Ich konnte auch die TEPP testen. Lief super mit Guiding, auch lange Belichtungen waren kein Problem.
Aber dann bekam ich beim Test Probleme mit dem Hersteller, der sie mir zum Test gegeben hatte, da ich nicht nur positives über ihre Plattform sagte.
Eine Zusammenfassung in meinem Video:

In Summe kann man, meiner Meinung nach, mit EQ-Plattform und ohne Guiding recht gut mit vielen Fotos mit Belichtungen von wenigen Sekunden arbeiten. Will man länger belichten, geht es nur mit Guiding und da ist in Europa nach wie vor die einzige Plattform die das bietet die TEPP.

Grüße,
soweit meine Erfahrungen,
Mario
Hallo Mario,

Ich habe mir sein Video bereits angesehen aber der Hersteller verlangt leider zu viel Geld für das Teil muss man ganz ehrlich sagen
 
Hallo Mario,

Ich habe mir sein Video bereits angesehen aber der Hersteller verlangt leider zu viel Geld für das Teil muss man ganz ehrlich sagen
Ich denke das Problem ist auch einfach, dass sie der einzige Hersteller einer geguideten EQ-Plattform sind.
Gäbe da mehrere Anbieter, würde sich der Preis sicher schnell senken.
Aber scheinbar ist entweder der Bau zu aufwändig oder der Markt nicht da, dass sich da noch eine Firma drübertraut.

Mario
 
Ich denke das Problem ist auch einfach, dass sie der einzige Hersteller einer geguideten EQ-Plattform sind.
Gäbe da mehrere Anbieter, würde sich der Preis sicher schnell senken.
Aber scheinbar ist entweder der Bau zu aufwändig oder der Markt nicht da, dass sich da noch eine Firma drübertraut.

Mario
Also ich hätte da nur schlechtes dann gesagt über den wenn der keine Kritik abkann ^^
 
Hallo,

wie schon oben gesagt und mit Beispiel-Foto nutze ich auch eine EQ-Plattform von Astro Optik Martini für Astrofotografie mit meinem 12 Zöller.
Wie schon oben von mir und von anderen geschrieben, mit ungeguideten Plattformen sind nur Sub-Belichtungszeiten im Sekundenbereich möglich.

Es hat sich auch für mich ein bisher nicht betrachtetes Problem ergeben:
Bei der prinzipiellen Konstruktion einer EQ-Plattform wird es schwierig eine virtuelle Achse zu erzeugen, die über die Zeit der Nachführung konstant in ihrer Richtung bleibt. Die Ausrichtung der Achse wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bewegen/verändern. Die Segmente müssten sehr genau gefräst und montiert sein, damit die Achse für Astrofotos konstant bleibt. MM müssten die Segmente justierbar montiert sein, damit man diesen Fehler durch Tests am Stern ausgleichen kann.
Ich werde bei einer zukünftigen Session einmal versuchen zu testen wie genau sich die Ausrichtung der virtuellen Achse verhält.

Es sieht für mich im Moment so aus, dass man längere Sub-Belichtungszeiten (>10s) nur mit einer aktiven Korrektur (ST4 oder anderes) hinbekommt.
Natürlich kann man trotzdem länger belichtet Astrofotos im Minutenbereich und länger machen, aber nur mit Live-Stacking oder Lucky Imaging.
So gesehen ist für mich das Guiding nicht ganz so wichtig.

ich bin am Überlegen ein 16'' zu kaufen aber würde damit auch gerne krasse Fotos machen ;P
Das sollte mit Live-Stacking mit Sub-Frames im Sekunden Bereich mM gehen.

Die von AstroThingy habe ich letztes Jahr getestet und sie war in der Nachführung schlechter als die von Martini.
Ich finde es auch nicht so gut, dass sie ein einfaches Schneckenrad, mit all den Problemen die daraus entstehen, hat, obwohl es auch mit einem Schrittmotor mit Planetengetriebe direkt geht.

Gruß
Peter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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