Dobson & Deepsky - Da geht doch was ! | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Dobson & Deepsky - Da geht doch was !

komposer

Mitglied
Hallo,

es wird ja häufig pauschal gesagt: Dobson & Deepsky geht nicht !

Ich möchte euch hier einmal gebündelt zeigen was ich da bisher mit meiner wirklich dürftigen selbst gebastelten manuellen EQ-Plattform erreichen konnte.
Hier der Thread zu meinem Selbtsbau: Manuelle EQ-Plattform - mein dürftiger Selbstbau
Teleskop: GSO 12" F5 Dobson, Asi120mm

Mit einer ruhigen Hand am Hebel schaffe ich recht gut 1 bis 2 Sek. Belichtungszeit und erhalte dabei noch genügend Einzelbilder mit punktförmigen Sternen.
Die Verwendungsrate liegt aber dennoch meist unter 25%.

Um auf ca. 15 min. Gesamtbelichtungszeit zu kommen vergeht also locker eine Stunde !

Da die Empfindlichkeit der Asi120mm gegenüber der Asi120mc deutlich höher ist, habe ich die Mono Kamera für die Luminanz am 12" F5 Dobson verwendet und die Farbe mit einer seperaten Aufnahme mit Asi120mc & 76/300mm Newton Selbstbau erledigt.
Gestackt mit fitswork und damit habe ich aus den 2 Aufnahmen auch das L-RGB erstellt.

Hier nun einige meiner Ergebnisse:

Hantelnebel:
hantelnebel-07-090918-1500mmp80a2neu2c.jpg

M1:
m1-dobson-farbe-010120c.jpg

M15:
M15-011121p100-12er_3mc-c.jpg

M43:

M51:
M51-Mai2019-1500mm-p80c.jpg

M57:
M57-Leier_aug-sep-18-1500mmc.jpg

M63:
m63-060619-1500mm-p80c.jpg

M82:

Blasennebel:
blasennebel-190920-12erdobson-mc-c.jpg

NGC 2903:

Orionkern:

Gruß,
Holger
 

AstroPZ

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Mensch Holger,

ich glaub, ich schenk dir mal ne Martini EQ-Plattform. ;)

Ist ja Wahnsinn, was du da für tolle Bilder hinbekommst.

Aber ernsthaft zur Martini Plattform: die ist ja gar nicht soviel anders wie deine.
Aber sie hat einen handelsüblichen EQ2 Motor. Der treibt ganz einfach direkt das eine Segment Lager an.
Und das funktioniert. Sogar besser wie eine andere Plattform mit komplexerer Konstruktion.
Das kannst du doch auch ganz einfach nachrüsten.
Bzw hattest du nicht inzwischen eine Plattform mit Motor?

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

mosofreund

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Moin Holger

eine sehr schöne Zusammenstellung in wirklich klasse Qualität.
Mein Favorit davon ist M 82, gefolgt von M 51 und M 57.
Erstaunlich was ein ruhiges Händchen im Zusammenspiel mit know how und guter Bildbearbeitung abzubilden vermag.

Mein Kompliment und lg
Wolfgang
 

steinplanet

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Hallo Holger,

wow...erstaunlich, was Du hier in Handarbeit an Bildern einfährst
NGC2903 ist mein Favorit. Da sieht man soviele Details, dass ich da niemals einen Dobson vermutet hätte.
Tolle Arbeit :y:

LG
Willi
 

komposer

Mitglied
Danke für die netten Kommentare.
Freut mich sehr, dass die Sammlung gut ankommt.

Vielleicht kann ich ja den ein oder anderen Dobson-Besitzer für dieses Gebiet begeistern.

Die Auflösung mit 12" ist natürlich enorm, besonders wenn man dann dagegen die Farbaufnahme mit dem Mini Newton sieht.
Folgendes überrascht mich am Livvebild auf dem Monitor:
Der Nebel ist schon ab 1 Sek. Belichtungszeit deutlich sichtbar, sogar viel mehr als z.B. bei der 8 Sek. Belichtung mit Asi120mc am 76/300mm Newton.
Ich hatte da auch einmal die Mono Kamera dran aber so viel mehr ist da gar nicht bei rausgekommen.

Der Mini Newton ist mit F4 sogar lichtstärker, dennoch landet beim 12" F5 Dobson mehr vom Objekt auf dem Sensor !
Verstehe ich nicht aber freut mich natürlich.

Ok, wenn ich die Asi120mc am Dobson verwende wird es auch dürftiger aber so habe ich eine ganz gute Kombi gefunden: Farbe mit Mini Newton und Luminanz mit dem großen Pott. Oder mal nur S/W, sieht auch schon gut aus.

Letztes Jahr habe ich das etwas vernachlässigt und nur einmal M15 aufgenommen. Jetzt lässt das Wetter hier schon wochenlang nichts mehr zu.
Aber die Motivation ist, allein schon wegen der netten Kommentare hier, wieder reichlich vorhanden.

Ich muss nur noch passende Objekte finden. Viel passt ja nicht auf den kleinen Sensor oder ich konzentriere mich auch auf Kernbereiche von größeren DeepSky Objekten.

Gruß,
Holger
 

joetaiga

Mitglied
Nein, ist immer noch der Hebel. Bei der düftigen Konstruktion habe ich auch starke Bedenken ob da ein kleiner EQ2 Motor ausreicht.
Ruhig genug läuft deine Plattform auf jeden Fall. Sonst könntest du nicht manuell nachführen.

Sie muss halt einigermaßen ausbalanciert sein. Einigermaßen reicht aber. Durch die kleine Übersetzung braucht der Motor nur wenig Kraft, auch wenn er etwas bergauf arbeiten muss. Du kannst die Übersetzung auch so wählen, dass der Motor fast auf Maximum läuft. Dann braucht er nochmal weniger Kraft, wenngleich er auch merklich anfängt Geräusche zu machen.

Ich finde es erstaunlich, dass du das Zeug mit der ASI120 überhaupt findest. Das Bildfeld ist bei 1,5m Brennweite extrem klein. Bei Orion- oder Ringnebel mag das noch gehen. Aber sowas wie NGC2903 finden die meisten überhaupt nicht, geschweige denn mit der ASI120.

Das ist echt klasse! Wenn mich jemand gefragt hätte ohne deine Bilder zu kennen, hätte ich gesagt, das geht nicht :)
Der Mini Newton ist mit F4 sogar lichtstärker, dennoch landet beim 12" F5 Dobson mehr vom Objekt auf dem Sensor !
Verstehe ich nicht aber freut mich natürlich.
Ich würde auch den Farblayer mit dem Dobson machen. Der Farblayer ist nicht so gut aufgelöst und wenn dann noch das Signal schlechter ist? Du kannst ja mal probieren bei der MC und der Mono 2x2 zu binnen am Dobson um mehr Signal zu bekommen. Bei der Brennweite bist du das von der Auflösung her nicht merken und müsstest in der Zeit, die du für das Mono Bild gebraucht hast, beides im Kasten haben.

Wenn meine Spiegel wieder vom Beschichten zurück sind, werde ich das auch mal mit meinem Dobson probieren.
 

DocHighCo

Mitglied
Ich finde es erstaunlich, dass du das Zeug mit der ASI120 überhaupt findest. Das Bildfeld ist bei 1,5m Brennweite extrem klein. Bei Orion- oder Ringnebel mag das noch gehen. Aber sowas wie NGC2903 finden die meisten überhaupt nicht, geschweige denn mit der ASI120.

:y:Ja genau. Das finde ich sogar erstaunlicher als die Bilder. Das ist echt zirkusreif. Darüber sollte Frank (@frasax) mal ein "Roadmovie" machen. Ihr kommt doch beide aus NRW.

Gruß

Heiko
 

klausotisch

Mitglied
Hi Holger,

meinen allerhöchsten Respekt! Ich denke mal, den größten Hebel bringt jetzt ein Update des Sensors. Ich hätte selbst nie gedacht, dass die 120er dazu imstande ist. Ich nehme sie nur zum Guiden und da ist zwischen 120 und 290 ein riesen Abstand rauschmäßig.

Irgendwie hätte ich Lust, das auszuprobieren. Aber Lucky Imaging an Wolken ist nicht so spannend (oder vielleicht doch? Marktlücke? :D ).

Beste Grüße
Thomas
 

komposer

Mitglied
Danke für die weiteren Kommentare !

Ich finde es erstaunlich, dass du das Zeug mit der ASI120 überhaupt findest. Das Bildfeld ist bei 1,5m Brennweite extrem klein.
Das finde ich sogar erstaunlicher als die Bilder. Das ist echt zirkusreif.
Ja da lernt man den Himmel genau kennen. Ich nutze ja Starhopping mit Stellarium als Ausgangskarte.
1. Start mit hellerem Stern in der Nähe des Zielobjektes.
2. Einen Weg aus helleren Sternen finden und mit Blick durch den Sucher den Dobson daran entlang bewegen.
3. Jetzt mit 25mm Okular kontrollieren und Objekt mittig einstellen.
4. Nun möglich genau die Sternanordnung im Sucher merken.
5. Wechsel auf die Kamera und an einem kleinen Stern in der Nähe scharfstellen.
6. Jetzt versuchen die gemerkte Position im Sucher genau zu treffen.
Nach ein paar Versuchen taucht dann auch meist das Objekt auf dem Monitor auf.

Ich würde auch den Farblayer mit dem Dobson machen.
Eventuell teste ich das mal, meist bringen die 8 Sek. am Mini.Newton aber mehr Farbe als die 2 Sek. am Dobson mit der Asi120mc.
Ob da 2x2 Binning hillft müsste ich mal testen. Danke für den Hinweis.

den größten Hebel bringt jetzt ein Update des Sensors.
Ja das reizt schon, die neueren aber leider auch teureren Modelle sollen ja viel empfindlicher und rauschärmer sein.

Gruß,
Holger
 

komposer

Mitglied
Hallo,

am 26. und 27.02.2022 habe ich mir den Pferdekopf vorgenommen. Den mit dem kleinen Sensor zu finden war erst einmal nicht leicht.
Vom Nebel sieht man bei 2 Sekunden eigentlich nichts und so muss die Sternkonstellation mit Stellarium übereinstimmen. Also schwenken und vergleichen war erst einmal angesagt. Einmal gefunden ging es danach schneller, denn die Plattform muss ich häufiger zurückstellen und damit das Objekt neu einstellen.

303 x 2 Sek. - 38 x 1 Sek. sind es dann geworden. Die 1 Sek. Lights war eine falsche Einstellung zu Beginn des 27.02. aber ich wollte die nicht rausschmeißen.
Also insgesamt: 10 Min. 44 Sek.


Am 27.02.2022 habe ich nach dem Pferdekopf auch noch M81 versucht aber mit 1 Sek. Belichtungszeit:
m81-270222-1500mm_mc-c.jpg


Die Farbe kommt jeweils aus einer früheren Aufnahme mit dem Mini Newton & Asi120mc.

Gruß,
Holger
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Holger,

nicht schlecht, du hast da ja ziemlich hohe Vergrösserungen.
Dass das so gut auf der EQ-Plattform funktioniert.

Ich bin dabei meinen 12" Dobson mit Stepper Motoren zum Positionieren über PC auszurüsten.
Wenn das jetzt dann funktioniert nach einigen Erkenntnissen, dann kommt er auch auf die Martini EQ-Plattform und dann werde ich Galaxien jagen. ;)

Gruß
Peter
 

komposer

Mitglied
Hallo Peter,

da bin ich schon gespannt auf die Ergebnisse. Bei mir bleibt es erst einmal beim manuellen Hebel.

Gruß,
Holger
 

Stefan_Lilge

Mitglied
Hallo Holger,

es ist in der Tat erstaunlich, wie tief die Bilder angesichts der kurzen Belichtungen mit einer eher altertümlichen Kamera geworden sind. Da scheint die große Öffnung einiges zu kompensieren.
 

komposer

Mitglied
Hallo,

gestern Nacht bzw. heute Früh habe ich wieder Frames gesammelt. Den Adlernebel hatte ich geplant. Das Aufsuchen gelang wieder mit Hilfe von Stellarium.
Ausgangspunkt der visuellen Suche war der hellere Stern Sabik im Schlangenträger. Von dort aus habe ich mich mit dem Sucher bis zum Stern HIP 89851 vorgekämpft.

Im 25 Okular konnte ich dann auch visuell den Omeganebel darunter erkennen. Nun noch weiter hoch und der Adlernebel war gefunden. Aber eher die Sterne drumherum, denn den eigentlichen Nebel konnte ich kaum erkennen. Erst mit Asi120mm und 2 Sek. Belichtungszeit trat der Vogel im Livebild hervor.

Viel mehr vom Nebel passt da auch nicht auf den Sensor, genaues Einstellen ist da Pflicht.
245 x 2 Sek. Lights sind dann bei einer Verwendungsrate von knapp über 25% zusammengekommen.
Aber dafür kann sich das Endergebnis wirklich sehen lassen, allerdings auf 80% verkleinert:
adlernebel-230622p80c.jpg


Dazu dann mein älteres Farbbild mit Asi120mc & 76/300 Mini Newton Selbstbau:
Adlernebel-290619-300mmc.jpg

Und schon kommt mit fitswork auch ein L-RGB heraus:
adlernebel-230622p80_farbe2c.jpg


Eigentlich wollte ich dann gegen 1:00 Uhr abbrechen, aber ein wenig Omeganebel musste zum Abschluss noch sein. Bearbeitung folgt ...

Gruß,
Holger
 

komposer

Mitglied
Hallo,

gegen Mitternacht 28./29.06.22 habe ich mein geplantes Ziel M13 aufnehmen können. Ein toller Kugelsternhaufen, da passt zwar nicht alles auf den kleinen Sensor aber der Kernbereich mit 12" sollte doch auch gut aussehen.
Seeing war recht gut und ich bin mit der Belichtungszeit auf 1 Sek. heruntergegangen um die vielen kleinen Sterne scharf und punktförmig zu erwischen.
Ich habe dann später auch sehr kritisch aussortiert. Das lag nicht nur an der händischen Nachführung sondern auch an Seeingschwankungen.
Da war dann selbst eine Sekunde zuviel. Ich bin aber froh, dass ich nicht 2 Sekunden eingestellt hatte. Bei 12" F5 wird es dann auch schnell unschön.

Belichten die Profis eigentlich auch bei Kugelsternhaufen kürzer um dem Seeing entgegenzuwirken ?

Naja, es sind nachher 314 x 1 Sek. Lights zusammengekommen, aber die knapp über 5 Minuten Gesamtbelichtungszeit haben sich gelohnt:
m13-290622-1500mmc.jpg


Jetzt wollte ich das wieder als Luminanz verwenden um später ein L-RGB zu erstellen.

Du kannst ja mal probieren bei der MC und der Mono 2x2 zu binnen am Dobson um mehr Signal zu bekommen.

Danke nochmal für den Tipp und diesmal habe ich auch nochmal auf die Asi120mc gewechselt, 2x2 Binning aktiviert und noch etwas mehr Brightness (5 statt 2 bei Mono)
Damit war das Bild ungefähr so hell wie bei der Asi120mm, die ist ja doch viel empfindlicher. Hier einmal zum Vergleich jeweils ein Light:
m13-290622-1sg80b2a0001.jpg

m13mc-290622-1sg80b5a0024.jpg


74 x 1 Sek. habe ich für die Farbaufnahme verwendet und dann mit fitswork die Größe und Ausrichtung an das Luminanzbild angepasst:
Zielbildm13mc_2g7_2.jpg

Und so sieht dann das L-RGB aus, farblich noch etwas angepasst:
m13-290622-1500mm-mc-c.jpg

Ich bin total begeistert !
Nun wollte ich das L-RGB auch nochmal mit der 76/300mm Mini-Newton aufnahme erstellen:
m13_050619-300mmc.jpg

Mit fitswork an das große Luminanzbild angepasst sieht es schon gruselig aus:
m13_050619-300mm_4c.jpg

Tja, aber das L-RGB unterscheidet sich kaum von dem anderen:
m13-290622-1500mm-mc76c.jpg


Zumindest hier beim Kugelsternhaufen reicht sogar das winzige Bild mit dem Mini-Newton für die Farbinformationen aus. Echt erstaunlich !

Gruß,
Holger
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Holger,

tolle Bilder und Gegenüberstellungen.
Die Sternfarben sind klasse und man sieht diese seltsamen blauen Einzelgänger.

Muss mich auch mal wieder mit meinem 12 Zöller und der EQ-Plattform aufraffen. ;)

Gruß
Peter
 

joetaiga

Mitglied
Hallo Holger,

wirklich tolle Aufnahme! Die Auflösung ist enorm bis ins Zentrum. Auch die vielen schwachen Sterne in den Außenbereichen sind angedeutet.

Ich finde man sieht den Unterschied zwischen der Farbinformation aus dem Mini-Newton und dem 12"er schon deutlich. Bei der Farbe vom Mini-Newton streut die Farbinformation in die Nachbarsterne, bei der Farbe aus dem 12"er ist die Information sauber definiert auf die einzelnen Sterne.

Das sind Sterne aus dem Horizontalen Ast nach dem Helium-Flash.

Muss mich auch mal wieder mit meinem 12 Zöller und der EQ-Plattform aufraffen. ;)
Ich habe meinen 12"er nun auch endlich restauriert und die EQ Plattform angepasst. Den Dobson habe ich mir eigentlich nur für visuelle Beobachtung gebaut. Mal ein Mondbild, ok. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das so sauber läuft, das ich damit mal Deepskyaufnahmen mache.

Grüße,
Joachim
 

komposer

Mitglied
Hallo Joachim & Peter,
Muss mich auch mal wieder mit meinem 12 Zöller und der EQ-Plattform aufraffen.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass das so sauber läuft, das ich damit mal Deepskyaufnahmen mache.
Aber die 2 Sek. die ich per Hand an der dürftigen Plattform erreiche müssten doch locker drin sein, oder ?
Bin da gespannt was da bei dir und bei Peter mit Motor möglich ist. Wenn´s gut läuft komme ich auf ca. 25% Verwendungsrate.

Gruß,
Holger
 

AstroPZ

Mitglied
Aber die 2 Sek. die ich per Hand an der dürftigen Plattform erreiche müssten doch locker drin sein, oder ?
Bin da gespannt was da bei dir und bei Peter mit Motor möglich ist. Wenn´s gut läuft komme ich auf ca. 25% Verwendungsrate.
ja, ich bin auch gespannt. Gerade M13 wollte ich auch angehen. Steht ja jetzt dann super.

Ich bin wirklich Anhänger von Kurzbelichtungs-Subs, da sie ja viel weniger aufwendig sind und tatsächlich dem Seeing ein Schnäppchen schlagen können (heisst das so? Nein, wohl Schnippchen ;) ).

Gruß
Peter
 
Hallo Holger,
Du siehst, mit Deinem Lichteimer ohne Nachführung lassen sich mit so kurzen Belichtungszeiten quasi Wunder vollbringen. Aber Du bräuchtest für DSO neben mehr Belichtung wirklich einen größeren Chip. Vor dem Hintergrund Deiner Erfahrungen mit unseren Sonnensytemkörpern kannst Du mit ein wenig Geduld und neuer Lernkurve schon bald tolle Ergebnisse an schwachen Objekten zeigen 😺 Habe den Mut neue Pfade zu beschreiten 🌝
VG und cs
Witold
 

komposer

Mitglied
Hallo Witold,

danke für deine Einschätzung. Ja der Sensor ist wirklich klein, ca 6.1mm Diagonale. Die nächst bessere Stufe würde bei gleichem Auflagemaß knapp über 8mm gehen.
Danach kommt der Bereich ab 12mm mit 5mm mehr Auflagenmaß. Da ich jetzt nur 1mm Reserve habe, müsste ich ohne Steckhükse und Adapter direkt an 2" anschließen. Dann noch die Frage ob eine aktuelle Farbkamera empfindlicher ist als eine 120mm, usw...
Naja, Gedanken haben ich mir schon gemacht aber erst einmal wird es wohl beim vorhandenen Equipment bleiben, der Fokus liegt auch eher bei Mond & Planeten.
Deep-Sky ist mehr Spielerei aber ich bin schon von den Ergebnissen begeistert.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,
Du hättest schon einen (grossen!) Gewinn mit der 290er. Und das wäre Deine Cam, mit der Du vor allem am Mond und Planeten viel bessere Ergebnisse erzielen könntest. Garantiert 😃 Für DSO würde ich Dir jedoch zu der 178er raten. Sie ist auch gut für (sehr) viele kurzbelichtete Fotos. Aber wegen der Grösse der Dateien ist sie schon eine Herausforderung für den Speicher und den Prozessor. Dann wäre noch die 1600er (wasChipgrösse anbetrifft).
Noch empfindlicher als Deine 120er in Farbe ist auf jeden Fall die 294er.
Ich hoffe ab Spätsommer wieder in die Mond- und Planetenknipserei einsteigen zu dürfen. DSO mit kurzen Belichtungen steht auch auf meiner Liste. Mein Problem ist meine Berufstätigkeit als Selbständiger.

Hier mein laienhaftes Testergebnis von M 13 mit 1er Sekunde Belichtungszeit bei 2 Meter Brennweite mit f/10 (SC 8"). Mit einer 1600er mm. Ohne Darks, ohne Flats. Ich meine es waren 200 verwendbare Aufnahmen, die summiert wurden.
cs
Witold
 

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AstroPZ

Mitglied
Hi Witold,

bei der ASI290 kann man auch die SVBony SV305 nehmen. Viel billiger, gleicher Sensor.

Schönes Bild, aber warum unterdrückt dein Stacking keine Satelitten Spuren?
Wundert mich.

Gruß
Peter
 

joetaiga

Mitglied
ob eine aktuelle Farbkamera empfindlicher ist als eine 120mm
Auf jeden Fall. Von der QE ist der Unterschied vielleicht nicht so groß, aber die ASI120 rauscht schon arg. Gerade bei kurzen Belichtungen, wo man eigentlich nur das Ausleserauschen im Hintergrund hat, dürfte der Vorteil am größten sein. Ich habe eine ASI120MC und eine ASI533MC. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Alleine schon das komplett flache Dark und in Kombination mit dem niedrigen Ausleserauschen. Selbst ohne Kühlung bei 30°C Sensortemperatur ist das Dark komplett strukturlos. Da sind nur ein paar Hotpixel. Eigentlich ist diese neue Kamerageneration nicht wirklich auf Kühlung angewiesen.

Aber die 2 Sek. die ich per Hand an der dürftigen Plattform erreiche müssten doch locker drin sein, oder ?
Das ist sicher drin, wenn ich die Plattform mal gut nach Norden ausrichten würde. Bis jetzt habe ich die immer nur pi mal Daumen tagsüber hingelegt. Visuell kann man ohne Probleme 400x beobachten. Das Bild ist ganz ruhig. Das Problem sehe ich eher bei der Repositionierung, nachdem das Bild gedriftet ist. Ich habe den klobigen EQ2 Motor über eine kleine Verlängerungsachse ans Getriebe anschließen müssen. Da ist schon etwas Elastizität drin. Das nervt schon bei Mondaufnahmen. Entweder ich motorisiere noch die Dobson Achsen oder ich baue einen anderen Motor ein, den ich dichter ans Getriebe kriege. Eine gescheite Regelung für den Motor würde sicher auch nichts schaden. Machen will ich das schon irgendwann. Es hat aber keine Eile. Neben dem Dobson habe ich ja noch ein Fotosetup, das wie geschmiert läuft.

Ich werde aber mal einen Test mit dem Teil, so wie es ist, machen. Hast du irgendwelche Tipps zum Einnorden?

Grüße,
Joachim
 
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