4" APO wanted (?)

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HeikoW

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Hallo zusammen,

nach vielen Jahren aktiver Zeit habe ich vor Kurzem mit dem 'Downsizing' begonnen da ich festgestellt habe, dass ich mit Abstand am häufigsten mit meinem 80 mm APO draußen bin. Mein 10" Spiegel hat sich wegen ständiger Nichtbeachtung bereits verabschiedet und meinen 120 Equinox habe ich auch eher selten draußen, dem droht vermutlich ein ähnliches Schicksal (?)

Als Ersatz schiele ich in Richtung leichter/kurzer 4" APO der auf meiner Vixen Porta (und meiner GPD2 sowieso) betrieben werden kann. Ich bin im übrigen zu 95% visuell unterwegs, besondere Vorlieben sind Mond, Planeten, Sonne und Doppelsterne, ansonsten aber auch querbeet.

Was meint ihr welcher kurze/leichte 4" APO wäre dafür empfehlenswert ? Ich bin da noch ziemlich unschlüssig da heute viele APOs wohl als 'Fotomaschinen' ausgelegt sind (?)

CS & Grüße
Heiko
 
Hallo Heiko, das kann ja dann nur ein Takahashi werden. Hab einen 3" und das Bild ist einfach klasse.
Grüße von Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Jürgen,
die hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm. Gerade bei ICS geschaut. Die 4" sind ja echte 'Fliegengewichte' (!) aber wohl nicht so einfach lieferbar. Vom Gewicht her perfekt aber vom Preisschild dann doch für mich etwas zu heftig, denke ich, jedenfalls im Moment ...
Danke für den Tipp,
CS, Heiko
 
nach vielen Jahren aktiver Zeit habe ich vor Kurzem mit dem 'Downsizing' begonnen da ich festgestellt habe, dass ich mit Abstand am häufigsten mit meinem 80 mm APO draußen bin. Mein 10" Spiegel hat sich wegen ständiger Nichtbeachtung bereits verabschiedet
Kann ich gut nachvollziehen, mein 10er kommt auch selten raus.
und meinen 120 Equinox habe ich auch eher selten draußen, dem droht vermutlich ein ähnliches Schicksal (?) Als Ersatz schiele ich in Richtung leichter/kurzer 4" APO der auf meiner Vixen Porta (und meiner GPD2 sowieso) betrieben werden kann. Ich bin im übrigen zu 95% visuell unterwegs, besondere Vorlieben sind Mond, Planeten, Sonne und Doppelsterne, ansonsten aber auch querbeet.
für die genannten Einsatzzwecke ist der 120er Equinox doch wie geschaffen, und merklich leichter als die 6kg vom Equi wirds auch mit 4" nicht, das sind nur 18mm, viele sind sogar schwerer. Wenn du also einen der leichtesten 120er schon nicht rausbekommst, liegts nicht am Teleskop sondern an der Motivation.
Oder das Scope ist ein Montagsgerät.

LG
Olli
 
Hallo Olli,

für die genannten Einsatzzwecke ist der 120er Equinox doch wie geschaffen
ja, deswegen hatte ich mir diesen auch gekauft und er wurde etliche Jahre auch intensiv genutzt, und nein, es ist definitiv kein 'Montagsgerät', sonst hätte ich ihn nicht so lang. Es ist eher ein Mangel an Motivation (?) bei mir, wobei die Motivation bzw. der Mangel bezieht sich eher auf's Schleppen und Auf- und Abbauen des Geraffels, nicht auf's Beobachten selber. Seit über zwanzig Jahren wuchte ich 36 Kg Montierung + Stativ in die Pampa und OTA(s) + Zubehör noch oben drauf und baue das auf und ab. Nun ja, man wird nicht jünger dabei... Und den Equinox kann ich nicht auf die Porta schnallen, das geht definitiv nicht mehr. Nun kann man sagen, das alles ist ja gar nicht so schwer, war's auch die ganzen Jahre nicht aber am Ende ist das Fernrohr das beste mit dem man am häufigsten beobachtet und da geht die Tendenz bei mir einfach in Richtung was kleineres, vor allem leichteres (in Kombination mit der Montierung). Ich habe den 80 mm APO auf Porta viel häufiger draußen als mein 'großes' Geraffel mit dem Equinox. Das ist halt bei mir so und dass das individuell sehr unterschiedlich ist, ist schon klar, das hängt von vielen Faktoren ab.

CS, Heiko
 
Hallo Olli,


ja, deswegen hatte ich mir diesen auch gekauft und er wurde etliche Jahre auch intensiv genutzt, und nein, es ist definitiv kein 'Montagsgerät', sonst hätte ich ihn nicht so lang. Es ist eher ein Mangel an Motivation (?) bei mir, wobei die Motivation bzw. der Mangel bezieht sich eher auf's Schleppen und Auf- und Abbauen des Geraffels, nicht auf's Beobachten selber. Seit über zwanzig Jahren wuchte ich 36 Kg Montierung + Stativ in die Pampa und OTA(s) + Zubehör noch oben drauf und baue das auf und ab. Nun ja, man wird nicht jünger dabei... Und den Equinox kann ich nicht auf die Porta schnallen, das geht definitiv nicht mehr. Nun kann man sagen, das alles ist ja gar nicht so schwer, war's auch die ganzen Jahre nicht aber am Ende ist das Fernrohr das beste mit dem man am häufigsten beobachtet und da geht die Tendenz bei mir einfach in Richtung was kleineres, vor allem leichteres (in Kombination mit der Montierung). Ich habe den 80 mm APO auf Porta viel häufiger draußen als mein 'großes' Geraffel mit dem Equinox. Das ist halt bei mir so und dass das individuell sehr unterschiedlich ist, ist schon klar, das hängt von vielen Faktoren ab.

CS, Heiko
ja ok, kann ich sehr gut nachvollziehen. Der 120/900 geht aber visuell bis zur eq3 runter ganz gut.
Also was das geschleppe betrifft, wär vllt ein downsizing der Montierung ne idee?
Eine EQ 5 wiegt ja insgesamt kaum mehr als bei der 6 der Kopf allein (welcher mich auch jedes mal wieder ärgert)

LG
Olli
 
Bei den Anforderungen würd ich mir einen FC-100DC schnappen - ist der leichteste der 4" Taks und der einzige dessen Verkauf ich bereut habe - eben weil er so kompakt und leicht ist und außerdem eine top Optik hatte.

Ich bin ja etwas "retro" und nehme als g&g lieber den FS-102N der hat auch seine Vorzüge ist aber nicht so kompakt wie der DC. Mein FS hat übrigens auch einen SW120ED ersetzt - sehr gute Optik zwar aber irgendwie ist der bei mir nicht haften geblieben ;)
 
Ein Downsizing der Montierung wäre in der Tat auch noch eine Option, siehe auch den Thread im Montierungs-Board den ich vor einigen Tagen angestoßen hatte. Ich hatte in den 90-ern eine GP-E, beladen mit dem Equinox wäre das aber auch schon grenzwertig gewesen wegen dem Gewicht und vor allem dem Hebel.

Meine Porta hat Quarzsand in den unteren Stativbeinen was sich sehr positiv auf das Schwingungsverhalten auswirkt. Die schwersten OTAs die ich bisher drauf hatte wogen bis zu 3,5 Kg bei bis zu 910 mm Brennweite (FH), das geht noch gut damit. Somit denke ich, dass etwas kürzer, z.B. 700 mm Brennweite mit etwas mehr Gewicht (4 Kg) da auch noch ganz passabel gehen sollte.

Ein Tak wäre natürlich top, ist aber preislich schon eine echte Ansage. Nun ist der Equinox auch mit FPL-53 nicht absolut farbrein, meine Ansprüche sind dahingehend auch eher moderat. Es muss kein Super-APO sein, mit einem (sehr) guten ED wäre ich zufrieden. Die letzten Tage fiel mein Blick da immer wieder auf den TS-Optics Doublet SD-Apo 102 mm f/7 mit FPL-53. Aufgrund der geringeren Öffnung sollte die Korrektur (theoretisch) sogar noch besser sein als beim Equinox (?) Gewicht und Länge sollten eigentlich auch noch auf eine Porta passen. Hat jemand vielleicht auch Erfahrungen bereits mit diesem OTA ?

CS, Heiko
 
Ein Downsizing der Montierung wäre in der Tat auch noch eine Option, siehe auch den Thread im Montierungs-Board den ich vor einigen Tagen angestoßen hatte. Ich hatte in den 90-ern eine GP-E, beladen mit dem Equinox wäre das aber auch schon grenzwertig gewesen wegen dem Gewicht und vor allem dem Hebel.

Meine Porta hat Quarzsand in den unteren Stativbeinen was sich sehr positiv auf das Schwingungsverhalten auswirkt. Die schwersten OTAs die ich bisher drauf hatte wogen bis zu 3,5 Kg bei bis zu 910 mm Brennweite (FH), das geht noch gut damit. Somit denke ich, dass etwas kürzer, z.B. 700 mm Brennweite mit etwas mehr Gewicht (4 Kg) da auch noch ganz passabel gehen sollte.

Ein Tak wäre natürlich top, ist aber preislich schon eine echte Ansage. Nun ist der Equinox auch mit FPL-53 nicht absolut farbrein, meine Ansprüche sind dahingehend auch eher moderat. Es muss kein Super-APO sein, mit einem (sehr) guten ED wäre ich zufrieden.
Die aktuellen Evostar 120ed haben farbreinere Objektive als die älteren Equinoxe, weiß ja nicht welches Baujahr deiner ist, der RC ist von weit über zwei auf mittlerweile etwa 1 gesunken, hab selber so Einen, im Fokus visuell gar keine Farbe zu sehen, der wiegt auch nur gute 5kg, also schonmal ein kilo leichter.
Die letzten Tage fiel mein Blick da immer wieder auf den TS-Optics Doublet SD-Apo 102 mm f/7 mit FPL-53. Aufgrund der geringeren Öffnung sollte die Korrektur (theoretisch) sogar noch besser sein als beim Equinox (?) Gewicht und Länge sollten eigentlich auch noch auf eine Porta passen. Hat jemand vielleicht auch Erfahrungen bereits mit diesem OTA ?
wie gesagt, die aktuellen Evostar EDs haben auch schon deutlich bessere Glaspaarungen als vor 10 Jahren.

LG
Olli
 
Moin,

wobei ich mir die Frage stelle, ob Du nicht bei dem 80er bleiben solltest, da hast Du alles. Ist der Gewinn mit dem 4-Zöller (100er) so groß? Ich denke das dauert nicht lange und Du bist wieder überwiegend mit dem 80er als "Grab und Go" unterwegs. Du hast dann zwar die kleinere Montierung, aber noch ein rel. größeres Rohr. Du hast eben auch ein "noch praktischeres" Teleskop daneben stehen... Oder ein 6er Spiegel (Mak)?

CS
Jörg
 
Hallo Heiko
Eventuell hilft es auch wenn du mal deine Rahmenbedingungen überprüfst und optimierst?
Z B eine rollbare Säule mit Bodenmarkirungen zur groben und schnellen Ausrichtung.
Wie z.B. das Säülenstativ von Euro-EMC.
Sowas erleichtert die Beobachtung z.T. erheblich, weil Gewicht und Größe, aber auch der Aufbau von vielen Teilen erleichtert bzw. egalisiert wird.
Seit ich mir eine Rampe für die Türschwelle gebaut habe und meine Teleskope auf Rollbretter mit Kugelgelagerten Rollen geschnallt habe sind Öffnungen bis 16" quasi zu grab and go Teleskope geworden.
10" ist so meine meist genutzte Öffnung.

Gruß
CS
 
Hallo,
Die aktuellen Evostar 120ed haben farbreinere Objektive als die älteren Equinoxe
Das kann ich nicht beurteilen. Mein Equinox ist im Fokus farbrein, auch an hellen Sternen sehe ich keine CA, Intra- und Extra-Fokal ist allerdings Farbe zu sehen. Soweit ich mich erinnere kann aber ein zweilinsiger 120/900 ED auch mit FPL53 nicht komplett farbrein sein. Aber das ist jetzt etwas off topic.

wobei ich mir die Frage stelle, ob Du nicht bei dem 80er bleiben solltest, da hast Du alles. Ist der Gewinn mit dem 4-Zöller (100er) so groß?
Ja gute Frage (!) Ich hatte leider nie einen 4", bin direkt von 80 auf 120 mm gegangen resp. noch größer dann aber mit Spiegel. Ich denke ich werde mal meinen Equinox abblenden auf 4" und schauen was ich dann wie sehe und wie mir das gefällt. Ist vermutlich eine gute Übung bevor ich hier alles umstoße.

Eventuell hilft es auch wenn du mal deine Rahmenbedingungen überprüfst und optimierst?
Ich hatte vor längerer Zeit das Stativ bereits dahin gehend optimiert, dass ich alles was ging an demselben fixiert habe, Steuerung, diverse Kabel, Akku, Lampe usw. Dadurch geht der Aufbau tatsächlich deutlich schneller nur ist das Stativ nun 14 Kg schwer ohne Montierung... Aber je mehr ich darüber nachdenke, mglw. lässt sich das Equipment besser vorbereitet und vor allem deutlich näher am Einsatzort lagern. Derzeit liegt es zerteilt im Keller, maximal weit weg. Die Porta und den 80-er klemme ich mir beide unter den Arm und gut ist. Für den Equinox muss ich etliche Male rauf und runter rennen, zudem ist das deutlich schwerer.

Wenn ich es genau betrachte geht es mir am Ende eigentlich gar nicht um 80/100/120/8"/10" etc. sondern um den einfachen und schnellen Auf- und Abbau ohne dass ich mir dabei einen Bruch heben muss. Arbeiten muss ich tagsüber schon genug, da soll das Abends/Nachts nicht (mehr) auch noch in Arbeit ausarten. Guter Tipp, danke !

CS, Heiko
 
Hallo Heiko
Bitteschön, dazu gibt es einige Ideen im Netz.
Du kannst mal Bildersuche machen, zu Teleskop, Einhausung und Schutzbauten, Balkonsternwarte, Balkonauten usw.
Oder Astronomie auf Rädern.
Hier noch zwei Links zu Anbietern.

Selbermachen ist natürlich deutlich günstiger.
Oder sowas.
So ein Schutzbau, oder Einhausung ist relativ einfach und preiswert umzusetzen.
Auch kühlt darin das Teleskop relativ schnell aus und man hat keine Seeing probleme wie so manche Sternwarte mit Kuppel.

Gruß
CS
 
wobei ich mir die Frage stelle, ob Du nicht bei dem 80er bleiben solltest, da hast Du alles. Ist der Gewinn mit dem 4-Zöller (100er) so groß?
Hallo Jörg, und natürlich Hallo Heiko,
bis vor kurzem hatte ich ständig sowohl einen 80 mm f/6 APO (TLAPO804-FT) wie auch einen 107mm APO f/6,5 (TSAPO-CF107) zum Schnellspechteln zur Auswahl. Der Vierzöller ist nun fest in meinem Dual-Setup verbaut, daher jetzt nicht mehr.

Wann immer mir nach Schnellspechteln war, vor Allem bei einem schönen Mond oder brauchbar hoch stehendem Jupiter, ich habe immer den 107er genommen. Mit dem 80mm habe ich natürlich auch beobachtet, auch im Urlaub…….bis der 107er ins Haus kam.
Seither hab ich ausnahmslos zum etwas größere Gerät gegriffen.

Das gute Zoll mehr Öffnung macht einfach mehr Spaß.
Die gut 200mm mehr Brennweite machen das Teleskop einfach universeller.
Ok, an Planeten geht auch dem 107er schnell die Puste aus, aber dem 80er eben noch früher.

Es gibt für mich, außer bei Packmaß und Gewicht, keine Disziplin, in der ich den kleineren APO im Vorteil sehen würde. Visuell.
Fotografisch kann der Kleine natürlich bei großen Objekten mit seiner geringen Brennweite punkten, aber visuell sind diese Objekte dann sowieso uninteressant, denn dafür ist der 80er zu schwach auf der Brust. DeepSky-Geräte sind ohnehin beide nicht.

Für mich hat ein 100mm (107mm) APO visuell in jedem Fall mehr zu bieten. Deutlich mehr.
Etwas größer, etwas schwerer, aber immer noch kompakt genug, um als Reiseteleskop durchzugehen.

Deswegen würde ich Deine (Jörgs) Frage mit einem ganz klaren Ja beantworten.

CS

Dietmar
 
@Quanten, vielen Dank für die Links, da sind etliche wirklich gute Anregungen bei.

@Dietmar, das habe ich fast befürchtet (?), dass nur 20/27 mm mehr durchaus einen signifikanten Unterschied machen, jedenfalls wenn man von 80 mm her kommt. Das macht's nicht einfacher aber danke für deine Einschätzung.
 
Hallo Heiko,

ich habe den TSAPO102F7 hier in Erlangen. Der kleine 4" ist durch die kurze Brennweite, die einschiebbare Taukappe und die 4kg Gewicht sehr kompakt und transportabel. Eine Porta sollte ihn noch gut tragen. Du kannst ihn Dir gerne einmal anschauen.

Viele Grüße,
Matthias
 
Hallo Matthias,
das wäre natürlich optimal ! Auf das Angebot würde ich gern zurück kommen. Ich schicke dir eine PN dazu.
Danke & CS, Heiko
 
Hi Heiko,

ich wundere mich wirklich, dass du wohl auch DeepSky Objekte mit nur 80 oder 100mm beobachten willst.

Ich habe einen 12 Zoll Gitterrohr-Dobson auf EQ-Plattform und mit Schrittmotoren DIY motorisiert.

Das ist mein Grab&Go Teleskop aus meinem Teleskop Park und wiegt zusammen 18kg ohne EQ-Plattform.
Damit kann man sehr problemlos alle Messier und einige NGC Objekte visuell von meinem Garten, Vorstadt Standort beobachten.
Bei Planeten wirkt sich natürlich die hohe Auflösung auch sehr positiv aus.

Und durch die EQ-Plattform und die Motorisierung kann man auch sehr schön Astrofotografie/EAA remote vom PC machen.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

ich wundere mich wirklich, dass du wohl auch DeepSky Objekte mit nur 80 oder 100mm beobachten willst
Ich bin da hart im Nehmen ;) ... Nein, ich habe die letzten 30 Jahre durch alles mögliche geschaut bis hin zu 16" und bin da wohl recht genügsam bei geworden. Zudem habe ich gar nicht so weit von meinem Wohnort einen dunklen Standort in den Bergen wo auch 80+x mm schon Spaß machen können, auch an Deep-Sky, jedenfalls überrascht es mich immer wieder was man doch schon dort sehen kann. Hingegen mit 80 mm aus dem kleinen Dorf heraus wo ich wohne kann man deep-sky eher vergessen, da braucht es mehr Öffnung.
Grüße, Heiko
 
Ich verstehe manchmal eure Interpredation von "Deepsky" nicht.
Deepskyaufnahmen sind doch nicht begrenzt von X mm bis XX mm.
Ich kann doch auch mit dem Handy ein Deepskyfoto machen, oder mit einem kleinen Fotoobjektiv, oder einem sehr kleinen Teleskop.
Wenn jemand behauptet, das Deepsky erst ab XX erst so richtig ist, oder Spaß macht, spaltet einfach und dekradiert alles darunter als unwürdig oder minderwertig.

Spaß und Interessant ist es mit allem, was man benutzt, ob klein, oder groß. :y: ;)
 
Aufnahmen nicht, aber visuell braucht es halt so viel Licht wie möglich, sonst siehst Du fast nix bis gar nix... die Autoren hier reden von visueller Beobachtung. ;)

lg
Niki
Moin,

deswegen fotografier ich mit meinen Musaugen, ich bräucht' ein Braille-Fernrohr ... - aber das war auch der Grund für meine Frage etwas weiter oben, die Visuellen haben doch immer ihre Lichteimer mit Leiter 20 Stufen zum Okular :beobachten: - man lernt nie aus.

CS
Jörg

(nicht ganz ernst gemeint)
 
Hi Klaus,
Ich verstehe manchmal eure Interpredation von "Deepsky" nicht.
Deepskyaufnahmen sind doch nicht begrenzt von X mm bis XX mm.
Ich kann doch auch mit dem Handy ein Deepskyfoto machen, oder mit einem kleinen Fotoobjektiv, oder einem sehr kleinen Teleskop.
Wenn jemand behauptet, das Deepsky erst ab XX erst so richtig ist, oder Spaß macht, spaltet einfach und dekradiert alles darunter als unwürdig oder minderwertig.
mir ging es doch um visuelles Beobachten von DeepSky Objekten und nicht Astrofotografie.
Die Nerven des Auge werden nun mal nur mit einem höheren Fluss an Photonen angeregt und der nimmt quadratisch (!) mit der Öffnung der Optik zu.

Ich habe in meiner Jugend mit kleineren Teleskopen versucht typische Messier Objekte zu beobachten. Ach war das schwierig.
Später habe ich dann zuerst einen 8 Zoll SC benutzt. Das war schon besser. Aber SCs sind auch keine Lichtkanonen. ;)
Erst mit dem 12 Zöller sind alle Messier Objekte einfach. ;)

Und selbstverständlich hat jedes Teleskop seinen Himmel.

Gruß
Peter
 
Hallo,

ich kann den Wunsch nach weniger Öffnung um die 4 Zoll, mit der man dafür dann aber deutlich öfter, und auch mal schnell zwischendurch, was beobachtet, oder öfter mal überraschend ein vorübergehend außergewöhnliches Seeing zufällig nutzen kann, sehr gut verstehen. Vierzöllige Refraktoren lassen sich nicht nur bequem einsetzen und sind auch gut tauglich für Tagbeobachtungen, auch die optische Qualität hat in der Gegend von 4" f/7 bis f/8 eine Art Sweet Spot.

Manche Bekannten und Kollegen hier an der Sternwarte, die bestimmt keine Kostverächter sind, sehen das ähnlich, und spätestens mit den Jahren haben die dann auch sowas in ihrem Portfolio. Wenn man die gängigen Attraktionen da oben einigermaßen kennt, sich dabei aber auch an den dabei betriebenen Aufwand erinnert, reicht einem irgendwann auch der Anblick mit geringerer Vergrößerung schon aus, um sich daran zu erfreuen. Genußspechteln nennt man das, und was zum Kuckuck spricht dagegen? Und manchen macht es schließlich auch noch Freude, ihre größeren Gerätschaften an Jüngere weiterzureichen...

Wenn Deine optischen Ansprüche zugunsten geringen Gewichts und kurzen Hebels zurückstehen können, wäre neben den genannten üblichen Verdächtigen unter den Apos vielleicht auch der neuere TS ED 96 f/6 mit nur 3kg bei 46cm Länge eine Überlegung wert. Die Farbkorrektur wird, schätze ich, bei diesem Zweilinser zwar knapp schlechter liegen als beim allseits bekannten 80er Volksapo, aber das könnte visuell immer noch reichen, und neben der prima Transportabilität dürfte der auf Deiner Porta auch mechanisch noch gut aufgehoben sein...

Ich persönlich bin ein großer Fan der binokularten Beobachtung, die ich für Sonne, Mond und Planeten nur empfehlen kann, wenn man keine Probleme mit Heterophorie hat. Für ein 80er Großfernglas mit noch etwas mehr als 4 Zoll Äquivalentöffnung wäre dann aber schon wieder mehr Budget und auch eine stabilere azimutale Monti nötig. Da wäre es dann vielleicht eher ratsam, mal einen Binoansatz an einem 4 Zöller zu probieren, wobei man sich dann aber dessen Adaption und Okularaussattung wegen der oft knappen Backfokusverhältnisse gut überlegen muß. Nur so als Idee oder spätere Ausbaustufe.

Last but not least, wenn auch Gebrauchtkauf in Frage kommt, hat Vixen immer sehr schöne, dh.h optisch vorzügliche und zugleich leicht gebaute Apos im Programm gehabt, an die man mit Glück schon mal günstig herankommen kann.

Gruß,
Mathias
 
hallo nochmal,

und noch eine Anmerkung zum Thema Lichtsammeln und mit kleinen Öffnungen ginge da grundsätzlich zu wenig, von wegen quadratischer Photonenfluß und so weiter. Wie viel da individuell geht, und nur das ist am Ende entscheidend und wird oft vergessen, hängt nämlich auch sehr stark von individuellen Visus ab!

Wer scharfe Augen hat, kommt nämlich mit entsprechend weniger Vergrößerung aus. Und da die Unterschiede in der Sehschärfe sehr beträchtlich ausfallen können, können auch die nötigen Teleskopöffnungen sehr beträchtlich verschieden ausfallen, damit zwei Beobachter einen gleichen Seheindruck bekommen. Will heißen jemand mit Visus 1,6 - und das haben einige auch noch im Alter - sieht mit einem 4 Zoll Apo sicher immer noch mehr, als einer mit Visus 0,8 - damit darf man noch Autofahren - mit seinem obstruierten 8 Zoll Spiegel. Und jüngere mit Visus 2,4 -auch die gibt's - sehen im 4 Zoll Apo mehr als der Kollege mit Visus 0,8 hinter einem 12 Zöller.

Wer dagegen nicht, oder nicht mehr ganz so scharf sieht - Lebenswandel -, dem bleibt nur der Versuch, das Defizit mit entsprechend mehr Öffnung zu kompensieren, andere mit besserem Visus dagegen haben das nicht unbedingt nötig. Da beißt die Maus keinen Faden ab... (Allerdings haben manche ja auch noch andere Gründe und z.B. einfach Freude an beeindruckend großen Zahlen. Mein Haus, mein Auto, mein....) Höchst individuell eben...

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
es kommt doch einfach darauf an, was ich beobachten will. Deepsky ist alles außerhalb unseres Sonnensystems und da wartet eine Menge für kleine und noch kleinere Öffnungen. Die Plejaden oder die Krippe oder Mel 111 und auch die Andromeda-Galaxie sind für mich erst wirklich schön, wenn die Vergrößerung so gering ist, dass sie ganz ins Bildfeld passen - am besten noch mit dunkler "Umgebung" (ich will ja auch noch wissen, wo die Objekte wohnen). Oder Doppelsternhaufen und Muskelmännchen mit einem Blick - herrlich, Eulenhaufen mit viel drum herum - einfach nur schön. Manche nehmen dafür ein Fernglas, ich - auch aufgrund eines Sehfehlers, der keine Beobachtung mit beiden Augen zulässt - einen APO 72/432.
Wer hingegen kleine, lichtschwache Objekte in großer Entfernung beobachten will - na, der braucht halt Öffnung (bei mir aus Gründen der Transportfähigkeit ein C 9.25 auf einem Stativ von Berlebach).
Bei 4 Zoll Öffnung geht also nicht "schon einiges", sondern vieles, das für Beobachtung mit großen Öffnungen und Vergrößerungen nicht geeignet ist. Jedes Teleskop hat seinen Himmel und jedes Teleskop hat seine Grenzen.
Schönen Abend noch und klare Nächte

Stefan
 
Servus,

Wenn Deine optischen Ansprüche zugunsten geringen Gewichts und kurzen Hebels zurückstehen können, wäre neben den genannten üblichen Verdächtigen unter den Apos vielleicht auch der neuere TS ED 96 f/6 mit nur 3kg bei 46cm Länge eine Überlegung wert.
Über den bin ich auch schon gestolpert, hatte ihn initial aber wieder verworfen da er recht schnell ist und 'nur' FCD-1 verwendet, da dürfte der Farbfehler höher sein als bei meinem 80 mm mit FPL51 der zudem etwas langsamer ist.

Ansonsten nimmt das eine interessante Wendung hier. Meine *ganz persönliche* Philosophie ist hier, dass jedes Fernrohr seinen Himmel hat und das beste Fernrohr das ist, welches am meisten genutzt wird. Ich kenne den Anblick des Himmels auch in deutlich größeren Fernrohren, da macht mir die bewusste Beschränkung heute keine Sorgen mehr. Das habe ich natürlich vor 30..40 Jahren auch noch ganz anders gesehen ;)

Von Paul Ahnert kam wohl folgende Aussage zu Fernrohren mit 63 mm Öffnung, etwas gekürzt hier wieder gegeben,
"ein kleines Fernrohr, zugegeben, aber seine Öffnung hat die 100 fache Fläche der Augenpupille, zeigt Objekte die 100 mal schwächer sind als die, die das bloße Auge wahrnehmen kann. Dadurch können Sterne wie die Sonne noch in der 10 fachen Entfernung bis über 550 Lj hinweg erkannt werden. Eine Vergrößerung der erreichbaren Distanz auf das Zehnfache bedeutet aber eine Erweiterung des überschaubaren Raums auf das 1000 fache. Absolut helle Objekte sieht man natürlich noch aus weit größerer Entfernung. Das leistet das *kleine* Fernrohr."

In diesem Sinne, Clear-Skies !
Heiko
 
Hallo Heiko,

der Schritt von 80mm auf 100mm wäre mir persönlich zu klein, als dass ich dafür noch mal richtig Geld in die Hand nehmen würde. Zumal wenn 120mm bereits im Hause sind. Nicht umsonst gilt die alte Faustregel, dass wenn man deutlich mehr sehen möchte, man die Öffnung veranderthalbfachen sollte. So gesehen wäre der Equinox Dein perfektes Instrument. Aber er ist halt zu groß und zu schwer für die Porta…

Also: warum denkst Du nicht mal über eine optimierte Montierung für den Equinox nach? :D
Eine parallaktische Monti hast Du, aber Du suchst etwas, was schneller aufgebaut ist. Wie wäre es mit einer vernünftigen und tragfähigen azimutalen Montierung als Ergänzung zur parallaktischen für den 120er? Eine AYO vielleicht oder eine AYO Master mit Option für digitale Teilkreise? Oder eine der zahlreichen Alternativen von TS oder anderen Herstellern/Händlern? Mit so einer Montierung bist Du in fünf Minuten mit sämtlichem Gerödel draußen und kannst loslegen. Keine Monti die eingenordet werden muss, kein langwieriges Alignmentprozedere wenn Du rein analog bleibst. Nur ein Telrad und der Deepsky Reiseatlas und es kann direkt losgehen.
Es wird ein Fest. :giggle:

Bis dann:
Marcus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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